Exposé, Drehbuch & Shooting Script - Andreas Reil - E-Book

Exposé, Drehbuch & Shooting Script E-Book

Andreas Reil

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Beschreibung

Das Drehbuch ist die textlche Grundlage für einen Film, es gibt praktisch keinen Film, der ohne Drehbuch entsteht, auch keine Newsbeiträge, Dokumentationen oder Industriefilme. Dieses Buch zeigt an vielen Beispielen, wie man mit Drehbuch-Software Filmprojekt entwickelt und verwaltet, von der Idee bis zum Shooting Script.

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Seitenzahl: 59

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Andreas A. Reil

Exposé, Drehbuch & Shooting Script

der digitale Preproduction-Workflow mit Digital Director Docu & AV Pro

© 2014 The Ray of the Sphinx Kft., Budapest 1. Auflage 2014

Das vorliegende Werk ist in all seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das Recht der Übersetzung, des Vortrags, der Reproduktion, der Vervielfältigung auf fotomechanischen oder anderen Wegen und der Speicherung auf elektronischen Medien.

Ungeachtet der Sorgfalt, die auf die Erstellung von Text, Abbildungen und Tabellen verwendet wurde, können weder Verlag noch die Autoren für mögliche Fehler und deren Folgen eine juristische Verantwortung oder irgendeine Haftung übernehmen.

Die in diesem Werk wiedergegeben Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnung usw. können auch ohne besondere Kennzeichnung Markennamen sein und als solche den gesetzlichen Bestimmungen unterliegen.

Dieses Buch wurde auf der Grundlage von Recherchen und Erfahrungen der Autoren bearbeitet, es entstand nicht im Auftrag eines Herstellers, noch hatte ein Hersteller Einfluss auf Inhalt und Gestaltung.

The Ray of the Sphinx Kft

Vörösmarty utca 67. VII. emelet H - 1064 Budapest

Telefon

+36 30 927 6279

eMail

[email protected]

Website

www.mediabook-verlag.de

ISBN

978-3-937708-55-3

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Schreiben von Drehbüchern

Die 3 Phasen der Filmproduktion

Von der Idee zum Script – die Preproduction

Wie man Einstellungen beschreibt

Fachbegriffe zur Beschreibung von Einstellungsarten

weitere Begriffe

Die Werkzeuge

Textverarbeitung

Tabellenkalkulation

Drehbuchsoftware

Digital Director AV Pro & Docu – Lösungen für Dokumentarfilme & Auftragsproduktionen/Industriefilm

Das Konzept der Digital Director Digital Software

Alle Projekte im Überblick

Digital Director AV Pro – professionelles Scripting für Industriefilmer

Digital Director Docu – Planung von Dokumentarfilmen

Beispiele aus der Praxis: Der Auftragsfilm

Beispiel 1: Vorstellung eines neuen Automodells

Planung einer Dokumentation

Die Reportage / der Magazinbeitrag

Eine Stadt sieht rot

Szenische Produktionen

Ideen sammeln

Index

Vorwort

Betacam SP, DigiBeta, DV, HDV oder HDCam oder gar Film – mit welchem System dreht man denn nun den perfekten Film?

Ganz einfach: weder noch. Ein Film entsteht in der Planungsphase, nicht beim Drehen. Beim Drehen wird lediglich das umgesetzt, was man sich vorher überlegt und/oder mit dem Auftraggeber abgesprochen hat. Und entsprechend dem Auftrag und dem geplanten Einsatzzweck des Films wird dann auf einem der vielen verfügbaren Systeme gedreht, wobei es für den Erfolg eines Films relativ gleichgültig ist, ob welchem System er gedreht wurde – erfolgreiche low-budget-Produktionen beweisen dies immer wieder.

Vor der Planung kommt aber die Idee. Rein Zahlenmäßig ist es zwar so, dass die meistens aller Filme planlos und ohne Idee entstehen, ebenso planlos gedreht werden, um dann in einem wie immer gearteten Archiv zu verschwinden. Da es sich aber bei dieser Gruppe von Filmen um reine Amateurwerke, wie Urlaubs- und Familienfilme, handelt, wollen wir uns mit diesen Filmen auch nicht weiter beschäftigen und uns den kommerziellen Filmen zuwenden.

Profis gehen ihre Filme anders an als der typische Hobbyfilmer. Idee und Planung nehmen den meisten Raum – neben der Postproduktion – ein. Die reinen Dreharbeiten sind immer nur kurz und je besser ein Film geplant und vorbereitet wurde desto kürzer sind die Dreharbeiten – und das bei bei einem sichtbar besseren Ergebnis und reduzierten Kosten.

Dieses Buch zeigt Dir, wie man mit Digital Director AV Pro und Digital Director Docu Filme plant, die Dreharbeiten vorbereitet und am Set über ein Shooting Script verfügt, das alle wichtigen Informationen für jede einzelne Einstellung einer Szene auflistet. Es geht in diesem Buch nicht um die Form, wie ein Drehbuch für einen Spielfilm aussehen müßte – zu diesem Thema sind bereits verschiedene Bücher erschienen.

Schreiben von Drehbüchern

Es macht einen erheblichen Unterschied, für welches Medium Du schreibst. Schreibst Du für Printmedien ist das, was Du schreibst, direkt für den Rezipienten konzipiert. Alle Ideen, Fakten, Personen, die Du dem Leser nahe bringen willst, schreibst Du in einer linearen Reihenfolge und führst so den Leser durch Deinen Text.

Ganz anders geht dagegen ein Autor vor, der für Film schreibt – dabei spielt es keine Rolle, ob er eine szenische oder dokumentarische Produktion plant. Was muss man berücksichtigen, wenn man Filmscripte verfasst?

Film ist visuell. Alles, was der Autor schreibt, wird seine Zielgruppe niemals lesen, sie werden nur Bilder sehen und Texte, Musik und Geräusche hören. Alles Geschriebene dient dazu, dem Auftraggeber das Filmkonzept plausibel zu machen und dem Team, das letztendlich Deine Ideen in Bilder, Töne und den geschnittenen Film umsetzt, so transparent zu machen, dass es den Film in Deinem Sinn umsetzen kann.

Film lebt von der Bewegung. Filme sind keine Abfolge von Standbildern, die durch einen Text zusammengehalten werden, sondern Bilder müssen die Geschichte erzählen, nicht der Text. Der kann/soll nur eine unterstützende Funktion übernehmen.

Film zeigt oft Dinge, die nicht sichtbar sind. Egal, ob Du einen Reisefilm über ferne Länder drehst oder mit dem Mikroskop in einen Mikrokosmos eintauchst, als Filmautor mußt Du in der Lage sein, auch schwierige Sachverhalte verständlich zu transportieren.

Film ist subjektiv. Du bestimmst, was die Zuschauer sehen – und was nicht. Blickrichtung, Brennweite, Kamerahöhe – mit diesen Werkzeugen lenkst Du den Blick oder schließt Informationen aus, die Du nicht zeigen willst.

Filme sind auf ein Publikum abgestimmt. Als Filmemacher musst Du immer Deine Zielgruppe im Auge behalten. Deine visuellen Konzepte und Dein Text müssen sich an dieser Zielgruppe orientieren – ein Fachfilm wird mit anderen Bildern und Texten arbeiten, als ein Film über das gleiche Thema, der innerhalb eines Magazins ausgestrahlt wird.

Film gibt die Realität exakt wieder. Dokumentarfilmer leben mit der Realität, die sich nicht manipulieren läßt. Objekte, die in der Realität vorhanden sind, werden auch abgebildet, wenn man in diese Richtung filmt. Dies muß Du als Filmautor bei der Konzeption Deines Films berücksichtigten. Manchmal hilft ein anderer Kamerastandort, um die Realität mit dem geplanten Filmthema in Einklang zu bringen, manchmal muß man einen Film völlig ändern, wenn sich Objekte partout nicht aus dem Frame eliminieren lassen.

Bewegung, Sound und Farbe müssen aufeinander abgestimmt sein. Ein Film muß in all seinen Komponenten stimmig sein. Er besteht aus verschiedenen Sequenzen und jede Sequenz wiederum aus mehreren Einstellungen, die sich zu einem harmonische Gesamten aus Bewegung, Ton und einer einheitlichen Farbharmonie zusammenfügen müssen.

Film erzeugt Emotionen. Ein Film kann sehr unterschiedliche Reaktionen bei den Zuschauern auslösen, nutze diese Möglichkeiten, um Deine Message zu transportieren.

Du siehst, ein Filmscript muß mehr enthalten, als nur die nackte Information, um was es in dem Film gehen soll. Vor allem hat es die Aufgabe, zunächst einen Auftraggeber von einem Projekt zu überzeugen. Später muß es für das technische Team – Kameramann, Tontechniker, Cutter – die Informationen liefern, die sie benötigen, um Deine Intension des Films in Bilder umzusetzen.

Alle Informationen werden weder von Beginn des Filmprojektes an noch in einem einzigen Script benötigt und sie sind auch nicht für alle Arten von Filmen identisch. Welche Information in welcher Phase benötigt wird, damit beschäftigen sich die folgenden Kapitel.

Die 3 Phasen der Filmproduktion

Der Weg von der Idee zum fertigen Film umfasst drei Hauptphasen: die Planung, die Dreharbeiten und die Nachbearbeitung. Die Fachbegriffe dafür sind Preproduction, Production und Postproduction und schließlich noch die Konfektionierung, das Ziehen der Kopien oder DVDs als letzte Phase.

In diesem Buch beschäftige ich mich vor allem mit der Planungsphase von Filmen und zeige Dir zunächst die einzelnen Stufen der Planung auf.