Verlag: Saga Egmont Kategorie: Gesellschafts- und Liebesromane Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2015

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E-Book-Beschreibung Fähre VII - Hans Leip

Fähre VII war in Hamburg die Verbindung zu den westlichen Häfen. Und die waren das Tor zur Welt. Dort gingen die großen Amerika-Liner vor Anker und deren Matrosen von Bord. Wenn etwa die Manhattan anlandete, kamen die „Hafenschwalben" bis von der Bremer Weserkante her und lieferten sich mit den „Hamburger Strichliebchen" eine „Hunnenschlacht mit r" um die „United States-Kundschaft". Aber auch zarte Liebesbande werden im Umfeld der Fähre VII geknüpft, denn die soeben mündig gewordene Mine Thormann, diese „kleine gute Person" mit den „krallen Vergißmeinnicht-Augen", hat ein Auge auf Jonny Wack geworfen, den „besten Jollenführer des Hamburger Hafens. Jonny Wack, der sollte ihr Mann sein eines Tages." Ein Leip aus dem Hamburger Hafenmilieu, wo die Dampfer brummen, die Möwen kreischen und die Tanzmusik von der Reeperbahn herüberweht. Hans Leip at his best! Autorenporträt Hans Leip (1893–1983) war der Sohn eines ehemaligen Seemanns und Hafenarbeiters im Hamburger Hafen. Leip wuchs in Hamburg auf. Ab Ostern 1914 war er Lehrer in Hamburg-Rothenburgsort. Im Jahre 1915 wurde er zum Militär einberufen; nach einer Verwundung im Jahre 1917 wurde er für dienstuntauglich erklärt. Leip kehrte in seinen Lehrerberuf zurück, gleichzeitig begann er, in Hamburger Zeitungen Kurzgeschichten zu veröffentlichen. 1919 fand die erste Ausstellung von Leips grafischen Arbeiten statt, der zu dieser Zeit das Leben eines Bohemiens führte. In den zwanziger Jahren unternahm Leip ausgedehnte Reisen, die ihn u. a. nach Paris, London, Algier und New York führten. Seinen literarischen Durchbruch erzielte er 1925 mit dem Seeräuberroman "Godekes Knecht". Während des Zweiten Weltkriegs lebte er ab 1940 dann vorwiegend am Bodensee und in Tirol. 1945 kehrte er für kurze Zeit nach Hamburg zurück, ließ sich jedoch dann im Schweizer Thurgau nieder. Hans Leips literarisches Werk besteht aus Romanen, Erzählungen, Gedichten, Theaterstücken, Hörspielen und Filmdrehbüchern; vorherrschende Themen sind das Meer und die Seefahrt. Sein Nachruhm beruht allerdings hauptsächlich auf dem Gedicht "Lili Marleen", das Leip 1915 verfasst und 1937 in den Gedichtband "Die kleine Hafenorgel" aufgenommen hatte; in der Vertonung von Norbert Schultze, interpretiert von der Sängerin Lale Andersen und verbreitet durch den Soldatensender Belgrad erlangte das Lied während des Zweiten Weltkriegs eine ungemeine Popularität nicht nur bei den Angehörigen der deutschen Wehrmacht.

Meinungen über das E-Book Fähre VII - Hans Leip

E-Book-Leseprobe Fähre VII - Hans Leip

Hans Leip

Fähre VII

Roman

Saga

Gottes sind

Wogen und Wind,

aber Segel und Steuer

sind euer.

Hansischer Kernspruch

1

Es war so Mitte Sommer und eben morgens neun durch. Die elektrische Bumsorgel in der Weinkneipe Ecke Sibersackstraße und Reeperbahn begann zu zingeln, so früh es noch war. Der saftige Schlager behauptete sich mit schrillen Windflöten und dürren Schellentrommeln wacker gegen den Lärm der Straßenbahnen, Autos und das gewöhnliche brummelnde und wispernde Hafengetön, das über der ganzen Gegend lag. Aber auf einmal war der ganze Rummel zugedeckt. Ein ungeheurer Sirenenbaß drang durch die Balduinstraße herauf.

»Das ist sie!« sagte der Wirtsmacker, der in Hemdsärmeln und Barschürze vor die Tür getreten war.

»Ja, die Manhattan«, jappte Hauhau, der Zeitungsverkäufer, und blinzelte einen Strich hoffnungsvoller aus seinem Halswehtuch empor. Er hob seine bellende Stimme, als nun die gewaltige Dampfersirene schwieg, und sang zimpelhoch den Ruhm der Hamburger Morgenblätter in den englischen Walzer hinein, der da mitsamt dem säuerlichen Lokaldunst auf die Straße rieselte.

»Ja, wenn ein Schiff kömmt, gibt’s Leben, und wenn’s auch bloß die Yankees sind«, knurrte Käptn Bauz gegen die dünnen Röhrenhosen des Friseurlehrlings, der mit schwankenden Trittstuhl den Bürgersteig versperrte und das neusilberne Beckenschild wienerte.

Damit soll nicht gesagt sein, daß Käptn Bauz die Amerikaner nicht liebte, ihm waren die Seeleute aller Nationen gleich gute Kameraden. Aber er konnte nicht leiden, daß die Fahrwasser der Erde durch Friseurlehrlinge und Trittstühle versperrt werden. Immerhin war es harmlos, verglichen mit dem Tag, als die Manhattan zum ersten Male statt Bremen die elbische Schwesterstadt anlief. Da war die ganze Heerschar der Hafenschwalben von der Weserkante herübergeeilt, drei Eisenbahnwaggons voll, ihre schon gewohnte United States-Kundschaft wahrzunehmen. Solch auswärtige Konkurrenz aber ließen sich die Hamburger Strichliebchen nicht bieten. Sie hatten in geschlossener Phalanx den Zugang zur Fähre VII blokkiert, — und dann war ein wildes Amazonengetümmel entbrannt, wo mit Schirmen und Handtaschen aufeinander losgedroschen wurde, daß die Fetzen flogen. Käptn Bauz hatte das Schauspiel mitleidlos genossen, diese »Hunnenschlacht mit r«, wie er es taktvoll nannte, bis er schließlich, als einige Louis brutal eingriffen, die Polizei der Davidswache alarmiert, die dann mit einem Wasserwerfer das Feld leerfegte und der hansischen Ordnung Genüge tat.

Nun war die Gegend so friedlich geschäftig, wie es allen Häfen der Welt ansteht. Ecke Silbersackstraße kniff Bauz die Augen auf Schärfe und peilte steif voraus in die lichte Breite der Reeperbahn, geradeswegs auf Mine Thormanns helles Haar, welch selbiges mangels anderer Sonne in diesem allgemeinen täglichen Hamburger Morgenwetter seine Runzeln mit eitel Licht zu füllen begann, zumal die Deern mit geradem Kurs auf ihn lossteuerte. Und er lüftete, nicht ohne Schwung, den dunkelgrünen weichen Landfeinhut.

»Da komm ich hier längs und bauz seh’ ich dich«, lachte er behaglich. (Käptn Bauz hieß eigentlich höchst gewöhnlich Brandt, hatte seinen Namen jedoch bei allen guten Bekannten umgetauft erhalten in jenen von ihm häufig angewandten Ausdruck der Plötzlichkeit, der ihm zur kräftigen Unterstreichung seiner Berichte diente.)

Mine stoppte mit einem munteren Aufschrei vor der deftigen Front Mensch, die Käptn Bauz ins Leben stellte.

»Huch, was erschreck ich mich!« lachte sie. Ihr Gesicht war rundlich und taufrisch, ja, es war durchaus nett zu nennen, Mund und Zähne und die krallen Vergißmeinnicht-Augen und die ganze kleine gute Person, kräftig und biegsam zugleich, mollig und von gutem Schick an den gehörigen Stellen und dennoch alles in allem gesehen von ranker Linie wie »ein klein guten schnittigen Elbjollenkreuzer und Tourensegler im Vergleich zu den Kuffs und Fregatten gemeinlicher dickerer Sorte«, wie Käptn Bauz zu sagen pflegte.

»Und allens gut bekommen?« fragte er sodann, indem er mit gewisser Zartheit seine ältliche, längst pensionierte und säuberlich gepflegte Pranke auf die von den Achselbändern einer schneeweißen Ladenschürze überschnittene hübsche Schulter zu bewegte.

»Mein Geburtstag? Würd’ ich gern jeden Tag feiern«, antwortete Mines lustiger runder Mund. Ihre Stimme war so auf und ab wie ein singiger Wind, das hörten die alten Kapitänsohren gar zu gern.

»Dann wärst du in einem Jahr älter als Methusalem.« Bauz lachte laut und kämmte seinen verwetterten Baß durch die grauen Knasterbartstoppeln, und indem er über die fragwürdige Betonung des biblischen Herrn rasch hinwegzugleiten gedachte, tippte er mit exotisch beringtem Finger in die Gegend von Mines Schürzentasche, woselbst sie ihre kleine feste lebenstüchtige Hand auffällig behutsam hingepreßt hielt.

»Ich habe es gleich hingebracht, Onkel Käptn«, lächtelte Mine.

»Oho, soso, du hast ihn bauz hingebracht, den schnöden Mammon? Schön, mein Mineküken! Sparsamkeit und Fleiß lohnt des Menschen Schweiß. Ich habe dir die zwanzig Märker geschunken, damit sie sich vermehren tun, womit du ja noch Zeit hast.«

Käptn Bauz, im Grunde ein umfassend gebildeter Mann, hatte eine genießerische Art, das Hamburger Missingsch wie so ein richtiger Hafenlöwe daherzuquosen. Doch nun sah er plötzlich nachdenklich an Mines schmalen rosigen Hals vorbei auf ein paar allzu späte Nachtwandler, die, vom Tag überrascht, ungläubigen Blicks einer dem Gedächtnis langsam zurückdämmernden Heimat zuschwankten.

»Und mündig bist du auch auf einmal seit gestern und gleichsam verlobt auch mit deinem Jonny«, senkte sich die alte Kapitänsstimme in eine unverhohlene Besorgnis hinab. Er griff über sich in die Luft, als wolle er in unübersichtlichem Gewässer ein Signal mit der Dampfpfeife geben.

»Na, und?« lachte Mine hellauf und rieb die Füße aneinander, denn die niedlichen Schuhe, fast zu schade für den Alltag, waren auch ein Geburtstags- und Verlobungsgeschenk, gestiftet von Papa Thormann selber. Jedoch, jählings huschte eine Wolke über Mines Munterkeit. Ihre blanken Lippen erstarrten für eine Sekunde.

Käptn Bauz entging diese Veränderung. Seine Aufmerksamkeit war genau wie die Mines auf einen Mann abgelenkt worden oder vielmehr auf dessen graue Melone, die in dieser Gegend ungewöhnlich war, obwohl hier die Kopfbedeckungen aller Nationen durchkamen, Abendland wie Morgenland und Übersee. Der Mann trug den Hut zudem weit in den Nacken gerückt. Er war klein, mit übermäßig breiten Schultern und hielt sich in den Hüften wie ein Seiltänzer. Er hatte im Vorübergehen einen unendlich traurigen und saugenden Blick auf Mines morgendliches Antlitz gelegt, nur kurz zwar, aber es war ihr auffälliger zu Bewußtsein gelangt als die vielen längst gewohnten wohlgefälligen Augen der Ladenkunden und Passanten sonst. Sie war nicht blind gegen ihre eigenen Annahmlichkeiten, sie fand sich selber ersprießlich, ohne viel darüber nachzudenken. Aber dieses Gesicht, das ihr in letzter Zeit verschiedentlich begegnet war, so bleich und schmal, die Wangen eingesogen, grau, hohl wie Aschenbecher, die Augen groß und messingfarben dunkel gleich zwei verbrauchten Groschenstücken, und dazu so überaus traurig und anheftend, dieses Gesicht war ihr unheimlich. Einmal hatte sie es zwischen andern Kunden flüchtig im Laden gesehen. Der Mann hatte grünen Salat gekauft. Ihr Vater hatte ihn bedient.

»Nee, so’n Fatzke«, knurrte Käptn Bauz: »Ist der auch wieder da? Kann mir schon denken, der hat sein Geschäft auch mit der Manhattan wie die ganze Gegend hier, aber ich freß’n Möbelwagen mitsamt Stengel!«

»Kennst du den?« pfiff Mine den Atem aus, der ihr stehengeblieben war, und sie tat es bemüht verächtlich.

»Den?« Ach nee, der ist ’n Artist, Paduzek heißt der, daß heißt, er war es richtig früher mal. Ich sah ihn schon vorgestern bei Onkel Mar in der Wirtschaft, da hörte ich das, und er wohnt bei Klesot, und da tritt er auch abends auf. Viel kann das ja nicht sein. Kuck, wie ihm der Arm linker Hand herunterbummelt, da hat er mal einen Unfall gehabt. Aber Klesot will bauz ja woll rein der ganzen Reeperbahn Konkurrenz machen!«

Käptn Bauz unterbrach seinen Redestrom. Seit er an Land war, so viele Jahre schon, hatte er das Schweigen der See verlernt. Mines kleine Nase hatte schon ungeduldig gezuckt. Doch so schnell gedachte der Alte die Sonne nicht untergehen zu lassen.

»Ja, was geht dich der Knappen an?« kaute er und spie vorsichtig in den Rinnstein, indem er mit gewichtiger Hand andeutete, daß er noch etwas anderes sagen wolle.

Mine war in Hochachtung vor den Erwachsenen erzogen worden. Sie wußte auch, daß Käptn Bauz mehr bedeute, als er sich den Anschein gab, und sie blieb stehen, obwohl es sie nach Hause und auch nach Fähre VII zog.

»Die Manhattan ist da«, sagte sie.

»Das weiß meine Nachtmütze, der olle Sottpüster«, knurrte Käptn Bauz: »Da freut sich sogar euer Spinatladen! Aber das wollt ich dir sagen, wirklich nett ist es von dir, daß du gleich so bauz heut morgen auf Sparkasse gepeest bist. Kuck mal, da drüben, da ist das kleine Haus, darin ist die Sparkasse, und da auf der Ecke daneben, da ist ein Wettbüro, und das ist schon viel größer, und daneben ist das große Schwoflokal. Mein Kind, du bist ja meine sogenannte Großnichte und ich könnte dein Vater sein, wenn dein Vater nicht deine Mutter, was mein Schwesterkind ist, bauz geheiratet hätte, sondern ich, sühst du, was sie nicht wollte. Die drei Gebäude, kuck mal, das ist das Leben: Du kannst sparen, wetten, verjuren, diese drei. Aber das Sparen ist das Größte unter ihnen.«

Käptn Bauz hob die breite helle Flosse wie ein Parkprediger, und seine verklammerten Seeaugen leuchteten spitz. Es war ihm fast Ernst, aber Mine mußte lachen. »Sparen? Man muß doch auch was riskieren und was ausgeben, sonst ist doch kein Leben!«

Ach, sie lachte so gern, und mit einem eilends gezwitscherten »Tjüs, Onkel Bauz!« entwischte sie zur Balduinstraße hin.

»Bauz schwimmt sie ab!« knurrte er lächelnd hinterdrein: »Wie der Wind. Laß dir man deine süßen Hobelpläne nicht wegwehen, mein Stint!«

Doch halb verlangsamte sie den Schritt. Ein Hauch Bleilot schien ihr in den Knien zu liegen. Die Schuhe waren sicher zu eng, und auf einmal fühlte sie die Blicke der Vorübergehenden deutlicher als sonst. Sie sah zurück. Käptn Bauz war schon um die Ecke.

Von Bäcker Unbescheiden der lange Geselle, mehlbestaubt, trug beide Arme voll kastenförmiger Brote zum Lieferwagen. Es war eine bedeutende Last, aber er machte es wiegend, als sei es ein Daunenspiel, und rollte die Augen genießerisch gen Mines appetitliche Erscheinung, die aber allzu rasch und gänzlich ohne ein Zeichen der Anteilnahme vorüberwandelte.

Und dennoch hatte sie es gemerkt. Der freche Kringelknutscher! dachte sie. Aber es war nicht mehr die halbgeschmeichelte Ungerührtheit wie sonst, es kitzelte sacht an ihr Herz und machte sie erschauern. Nicht daß sie es klar erspürte, aber sie dachte plötzlich wieder an den Artisten und war erbost. Sie stampfte im raschen Gehen mit dem Fuß auf. Es tat weh, aber es schien ihr recht. »Ich bin jetzt mündig«, flüsterte sie dabei, als ob damit eine Erklärung gegeben sei. Und mit jähem Erstaunen fügte sie hinzu: »Und verlobt.«

Sie warf einen halben Spiegelblick in das Schaufenster von Schlachter Schwarz. Ihr bloßes naturgekraustes Haar (von Käptn Bauz Hobelspäne genannte) wehte birkenhell in dem wässerigen Hafenzug, der durch die Straße schwalkte.

Ich bin vielleicht doch hübsch, dachte sie, und zum ersten Mal in ihrem Leben dachte sie es ganz zu Ende, und das in einem einzigen Wimperschlag, so frei und so gefesselt sie seit gestern war, und erschrak darüber zutiefst. Es war, als höbe sich vom Straßenende her aus dem dumpfigen Gespinst der Werfthellinge jenseits vom Strom ein silberner Nebel und sei da im Nu und böge sich um sie und söge sie auf und blase sie hoch über die Dächer als eine silberne Kugel und sie schwebe da ohne Halt eine kleine Ewigkeit lang und stürze doch zur selben Zeit wie aus einem Flugzeug herab zwischen singende, zischende Wirbel hindurch, und dies Schweben und Fallen war zugleich und in eins.

Es schwindelte sie, sie warf den Kopf in den Nacken und blies aus leicht vorgeschobener Unterlippe stirnauf, so daß ein paar lockere gelbe Strähnen gehorsam scheitellängs und hinter die Ohren tanzten.

Bei Eggers an der Ecke — fast an jeder Ecke war hier ein Lokal —, da war schon die kleine Kapelle angetreten, zwei Mann hoch, einer am Klavier, einer mit der Fiedel. Die Manhattan war angekommen, bald würde die Urlaubsmannschaft an Land jumpen, und das waren keine Leute, die allhier beheimatet und bei Muttern oder bei der lieben Braut zu Hause waren, fremd kamen sie daher, aus der fremden Weite und See, ja, es war die Sorte, die ihre Zeit und ihr Geld in der Fremde zu vertreiben gedachte. Denn wo das Zuhause weit ist, muß das Vergnügen herhalten.

Fremde Weite und See! Auf einmal spürte Mine das Hafengefühl, das von ewiger Ausreise unruhig ist. Das große Fernweh.

Oft hatte Mine an der Überseebrücke gestanden, wenn die Passagiere an Bord der Hamburg-Süd gingen, was dort so einfach geschieht, so ohne weiteres vom Ufer und Herzen der Stadt aus, als wenn man etwa vom Jungfernstieg in den Alsterdampfer steigt, der zum Uhlenhorster Fährhaus geht. Nur daß die Schiffsgebilde hier so groß sind wie die größten Hotels des festen Landes. Sie ahnte Ade und Kehrwieder des Hafens von Kind auf, und das, was die Fahrgäste aus Bayern, Schwaben, Schlesien und Sachsen schon beim Baumwall zu bestaunen fanden, war ihr bekannt und verwandt. Doch nie war sie über Helgoland hinausgewesen. Und es war so einfach, es gehörten der Bewegung nach nur ein paar Schritte dazu, und man war in einer anderen Welt, in der man ißt und ruht und plaudert und tanzt und schläft so schön wie nur irgend an Land, und die mit einem gestirnhaft von dannen zieht durch das Tor der Horizonte weit, weit weg, und nur Himmel und See ist dann ringsum. Und taucht Land auf, so ist es Flandern oder England oder Norwegen oder Spanien oder Teneriffa oder Buenos Aires oder Rio de Janeiro.

Und silberner noch glitzerte die Ferne hinter Fähre VII. Die grünen Schaukeldampfer und auch Jonnys Jollenbarkasse waren die Zwischenträger zu den Kuhwärder Häfen, wo die mächtigen Schiffe der Hamburg-Amerika Linie parken, deren Fracht- und Fahrgastdienst um die Erde reicht. Und was in den vielen Hafenschläuchen sonst noch an in- und ausländischen Reedereien verkehrt und den größten Seehandelsplatz des europäischen Festlandes als Füllhorn oder Saugbagger nützt, die Dampfer, Turbinen- und Motorschiffe, ein-, zwei- und dreischlotig, und selbst die paar stillen, märchenhaften Nahsegler, die es noch gab, sie schienen alle nur auf Mine Thormann zu warten, ungeduldig lärmend im Lösch- und Ladebetrieb, umwittert vom würzigen Dunst der fremden Küsten, daher sie kamen und dahin sie wieder auslaufen würden, fort aus dem Gerassel der Kräne und Docks, fort aus dem beizenden Schwalch der gehetzten Hafenwerktage, fort in die Weite, elbab ins Grenzenlose, in die wiegenden Horizonte, in die angebliche Reinheit und gnadenlose Heftigkeit der Meere.

Ach, unermüdlich sang die silberne Ferne in den großen und kleinen Sirenen und lauerte saugend im Westen, wo die Qualmwolken gen See versinken. Und der singende Westwind tupfte an Mines wenig erfahrenes Herz, wie er früher oder später an alle Herzen tupft, die an der Fluttür der Wasserkante wohnen.

Und alle Kneipen waren erwartungsvoll auf Glimmer und Gloria eingestellt, voran der Ausschank bei »Onkel Max«, dem schon sagenhaften Wirt, dessen handfest joviale Gestalt von seiner Witwe »Tante Dolly« im Gedächtnis der Kunden auf Hochglanz gehalten wurde. Schon er war wählerisch gewesen betreffs der Stundenliebchen, die sich in seinem Lokal sozusagen auf Abschußrampe bereithielten, aber außerhalb wohnten. Nur die Polizei kannte deren wirkliche Namen, hier hießen sie die Wuschelmeta, die Hosi-Anna, Helene, die Hyäne, Hansa, Grammophon. Auch die viel beneidete und wegen ihrer Figur bewunderte »Holztitten-Emmy« hatte dazugehört und war, von einem reichen USA-Fabrikanten geehelicht, drüben zur »Seifenkönigin« aufgestiegen; sie geisterte als Idol noch immer in allen Hafen-, Bums- und Kämmerleindünsten.

Das alles war niemandem in der Gegend unbekannt, auch Mine nicht, und man nahm es als gegeben hin wie etwa die Auslagen eines Delikatessengeschäfts. Die trennende Grenze zu überschreiten, erschien so ungebührlich, wie das Zertrümmern der Ladenscheibe. Sogar jener, hinter der sich der zartfarben aufreizende Flor modernster Wäschekonfektion stapelte. Mine weidete sich lange daran. Aber ihre Mama liebte dergleichen nicht; die Aussteuer würde sehr »solide« sein. Und nun Pfandleiher Pünjer. Da funkelten die herkunftdunkeln teuren Stücke, die Uhrarmbänder, die brillantstrotzenden Etuis, die blitzenden Ringe. Sie fühlte an den Ringfinger ihrer linken Hand. Der kindliche Reifen mit dem roten Glasstein, den sie bisher getragen hatte, war seit gestern verschwunden, nämlich seit Maß genommen war für den bedeutungsvollen schlichten Reif der Verlobung.

So ganz schlicht allerdings hatte Mine ihn nich haben wollen. Als sie siebzehn war, hatte sie mit einem englischen Handelsvertreter geflirtet, einem Mann von der australischen Obstausfuhr, der manchmal mit der Gunarlinie herübergekommen war. Der war ganz verrückt gewesen nach ihr. Alle ihre Freundinnen hatten sie beneidet. Käptn Bauz hatte zugeraten, und der Mann hatte ihr einen Verlobungsring schenken wollen, einen auf englische Art, mit kleinen Brillanten besetzt. Aber England? Und gar Australien? Ihre Eltern, zumal Vater Thormann, hatten sich nicht erweichen lassen. Nun war sie mündig. Nun hätte sie ihren eigenen Willen durchsehen können.

Doch der Engländer war nach jener Absage nie wieder auf die Hamburger Route gereist. Und nun war da ja auch Jonny Wack, und das war vielleicht besser, besonders für den häuslichen Frieden.

Der Ring aber, der kleine Ring auf englische Art, der stak ihr noch im Sinn. Verliebt gewesen? Damals? Ach, kaum. Nur beseligt, da es Aufsehen erregt hatte. Und jetzt? Sie mochte Jonny, den wakkeren Maaten, den Jollenführer, den prächtigen Turner und Schwimmer und guten Tänzer sehr gern. Es war ein so immer gleichmäßig fest und richtig liegender Landeponton für das unruhige Herz. Die Verlobungsringe nun sollten wenigstens mit »Ornament« sein, und sie hatten bei dem kleinen Juwelier auf dem Spielbudenplatz das »Nibelungenmuster« dafür ausgesucht. Die richtige Größe aber mußte erst angefertigt werden.

Kriemhilde! hatte der Goldschmied sie genannt.

2

Wie süß es herüberklang, was die Schrumm-Schrummbrüder da bei Eggers losließen. Oder war es schon in dem kleinen Lokal Zur Stadt Husum? O, sie spielten so flüssig, so tanztaktig, einen schmelzenden Glowfor, der das Lot Blei und den Knien aufzuheben geeignet schien, so zog er ins Gemüt. Ja, das war der Text, den hatte sie schon gehört:

»Der Tag war vorbei

Und der Abend schon da,

Und die Lampen brannten am Pier...«

Ein kleiner Text, eine kleine Tanzmusik nur, aber es rührte sie an, sie mußte es mitsingen:

»Und das Schiff lag am Kai,

Und da kamst du von Bord,

Und da kamst du herüber zu mir.

Den Hafen entlang

Matrosengesang,

Doch ich sah mich nicht danach um,

Denn ich sah nur dich,

Und du sahst nur mich,

Und vor Freude waren wir stumm.«

Und nun kam der Kehrreim. Mines Stimme erschrak und wurde wieder leise, sie hatte fast vergessen, auf der Straße zu sein.

»Denn du weißt, es gibt diesen und jenen,

Den man kennt, ja, den man so kennt.

Und den einen hat man ganz gern

Und den andern lieber von fern.

Doch nach dem Dritten muß man sich sehnen

mit Tränen,

wenn man seinen Namen nennt.«

Warum denn sengelte es plötzlich unter ihren Wimpern? Tränen? Ach, es war so süß und so traurig! Das Abscheidsweh und die Wiederkehr des Hafens lagen darin, das tägliche Brot der Wasserkante, die Wolken, die vom Meer mit dem Westwind heraufzogen, auch das Gelächter in den späten Bars und die sonderbaren Augen des Artisten der lächerlichen Melone.

Aber nun, da es sich so greifbar in Musik darzustellen schien, beruhigte sich das Ungewiß und Neugefühl, das über sie gestürzt war. Mine Thormann, so hieß sie, und sie fühlte das Sparkassenbuch in der Schürzentasche.

In Morgendiesigkeit über dem Abschluß der Erichstraße ragte der Turm der Michaeliskirche, der Große Michel. Schlank, dunkel, gerade, über schlichten Säulen ein Barockhelm, ein anerkannter Hafen- und Hoheitswächter der guten Hansestadt, stand er vor der Osthelle. Das Zifferblatt glusterte mattgolden, und die Zeiger waren wie ein strenger, gerader, nur an einer Seite ein wenig zum Lächeln neigender Mund.

Dröhnend schlug es ein Viertel nach neun.

Dort bin ich konfirmiert worden, und dort werde ich getraut, dachte Mine.

Und wenn es doch wirklich so war mit dem, was da Liebe genannt wird und was in den vielen Sprachen, die durch diese Straße an ihrem Ohre vorbeigeweht waren, anders hießt und doch dasselbe meint, so wußte sie für ihr Teil jetzt klar und deutlich, wohin damit.

Sie blieb vor den haushaltlichen Angeboten bei Krämer Baumgarten stehen. Sie lächelte ihrem säuberlichen Angesicht in der blanken Scheibe zu. Sie konnte es Jonny nicht verübeln, daß er sie gern habe. Obschon sie selber heimlich manches an sich auszusetzen fand. Gern hätte sie etwas längere Beine, weit kleinere Füße und Hände, die Finger weniger vom Grüngeschäft gezeichnet und auch weniger rosenfarben gehabt, welch Färbung ihr ebenfalls an den ein bißchen dicken Ohrläppchen nicht gefiel. Sie ließ darum die gelben Locken niemals zu kurz schneiden, sie kämpfte jedesmal einen erbitterten Kampf mit dem einen oder anderen Friseur der Gegend, denn ein wenig kürzer zu den Schläfen hin hätte ihr entschieden besser gestanden. Auch trug sie nicht gern Abendkleid wegen des tiefen Rükkenausschnitts. Ein kleiner Leberfleck zierte ihr linkes Schulterblatt. Sie fand es gräßlich und hatte schon Chlorkalk und Höllenstein zur Beseitigung versucht, konnte aber so schlecht dahingelangen. Ihrer Mutter aber mochte sie nichts davon erzählen. Ihre gute Mama? Die hatte einen an derselben Stelle und schätzte ihn als Erkennungsmal bei »Eisenbahnunglücken aber Gott soll uns bewahren bei sonstigen grausamen Anlässen, wo sozusagen nichts als das Rückenstück übrig bleibt von der ganzen menschlichen Erscheinung«. Außerdem trug Mutter Thormann nie Abendkleid so, wie Mine sich heimlich eins zugelegt hatte von ihrem Sparkassenbuch. Gestern hatte sie es zum ersten Mal angezogen. Es hatte einen kleinen Krach gegeben, obschon sie nun mündig war. Auch schien ihr, in Pünjers Scheibe gesehen, der Mund zu groß, die Augen zu schmal, die Stirn zu hoch, auch hätte sie auf einmal lieber schwarzes Haar gehabt, wie etwa Klesots neues Barmädchen Lulla, das manchmal auch bei ihnen kaufte. Es war schrecklich, das zu wünschen, was unmöglich war, und es sich dann vorzustellen, um auf einmal kleinlauten Herzens wieder zu sich selber zurückzukehren und eigentlich aufatmend zufrieden zu sein.

Und ebenso ging es mit den Eroberungen, mit den freundlichen Knaben und Männern, deren Aufmerksamkeit ihr zugewandt gewesen. Sie tat es ohne Bedauern, nur mit einem kleinen dankbaren und nur allgemein abschiedswehmütigen Niedersenken der Wimpern ab und legte gleich alle Bilder filmheldischer Gestalten dazu. Das Leben war sachlicher. Sollte Jonny Wack nun immer an ihrer Seite stehen? Gut! Sie wollte nicht klagen und nicht lobjauchzen. Es war ein in sich geborgenes Gefühl Blicke ins Dunkle und ins Helle würden es nur stören. Überschwang war Backfischtatü, und das gab es sogar auf St. Pauli, aber Mine Thormann fühle sich längst erhaben darüber.

Jonny Wack? Der war richtig, einer der besten Jollenführer des Hamburger Hafens. Jonny Wack, der sollte ihr Mann sein eines Tages. Das war besiegelt mit Kuß und Elternsegen. O ja, das war es.

Mines Herz schüttelte sich gleichsam vor Glück und Bangigkeit und löste sich unversehens leicht aus den Wolken, Nebeln und Anwandlungen.

Unbeschwert nahm sie die letzten Fliesensteine unter die neuen Sohlen und schwenkte ein in den väterlichen Laden, in das von guten Düften und allseitigen Ansehen umgebene Geschäft, darüber ein nüchtern aber frisch gestrichenes Schild anregte, hier den Bedarf an Obst, Gemüse und Konserven zu decken.

Heute würde es sicher merklich zu tun geben. Die Jantjes strichen hier vorüber auf dem Weg zur Reeperbahn, und mancher nahm ein paar frische Äpfel, Birnen, Bananen oder gar Tomaten mit zu raschem Frühstück, zumal, wenn die Ladentochter selber hinter der Tonbank stand, das wußte sie gut.

Balduinstraße, daß ist einer der wichtigen Zugänge zwischen Hafen und Stadt. Von Fähre VII kamen nachmittags auch die Werft-, Dock- und Kaiarbeiter, ein schweiß- und rußgedunkelter Strom, und ergoß sich in ungestümer, trampender Welle zur Reeperbahn und heimwärts. Und morgens, noch bevor Vater Thormann den Marktwagen aus dem Schuppen deichselte und das gutmütige Pferd Amanda davorschierte, hörte Mine den eilend klappernden Tritt des Arbeitsheeres, das hinunterzog nach Fähre VII.

Papa Thormann, schnauzbärtig, hager und etwas gebückt, in den wägenden Fäusten je ein Prachtexemplar von elfenbeinfarbenen Blumenkohl, blickte schon wartend zur Tür. Sein gutmütiges glattes Kinn drückte sich vor Freude breit über das saubere blauweiß gestreifte Hemdquäder. Seine Tochter, sein Augapfel, sein bestes Stück, ach, sein kleine Minepussel hüpfte in den Laden!

»Kannst ruhig noch ein büschen auf Fähre, die Suppenkraut- und Kartoffel- und zu Mittag-Kundschaft aus Straße, die machen Mutter und ich schon allein. Aber wenn die von der Manhattan kommen, das siehst du ja, denn spring man gau wieder her!« sagte er in zärtlichem Ton.

Und auch Mutter Thormann lächelte hinter den Einholekörben und Umschlagetüchern der nachbarlichen Hausfrauen und zwei roten levantinischen Heizerfezen hervor, nickte und fügte mit so selbstverständlicher Stimme hinzu, daß jeder merken mußte, was da Besonderes im Schwange war: »Grüß auch Jonny schön, und er soll man ruhig wieder zum Essen zu uns kommen!«

Ja, jedweder mußte darauf merken, daß Jollenführer Jonny Wack, staatlich angestellt bei der Hafendampfschiffahrts-Gesellschaft, nun, seit Mines einundzwanzigstem Geburtstag, sozusagen Schwiegersohn bei Thormanns geworden ist.

3

Indessen drüben im Roßhafen schob sich, von vier Schleppern bugsiert, die Manhattan an den Kai. Ihre 25000 Tons wirkten wie ein Gebirge. Über dem schwarzen Rumpf des Kolosses erhob sich die Gletscherweiße der Aufbauten, überragt von den beiden glatten roten Zinnen der Schlote, deren weiß und blauer Rand eine symbolische Andeutung von Wolke und Himmel zu sein schien.

Die Wurfleinen pfiffen durch die Luft, wurden am Pier aufgefangen und eingezogen. Es war ein flinkes Unterfangen, das leicht begann und rasch schwer wurde, denn an die Leinen waren die Manilatrossen geschoren, die armdicken, gewichtigen Haltetaue des Seeriesen, deren Schlaufen um die mörserdicken Rampenpoller gelegt werden. Langsam holten die Dampfwinden sie steif. Die Bordkapelle spielt »Stars und Stripes«. Es knallte wider von den Schuppenmauern.

In kleinen bunten Inseln standen Angehörige auf dem halben Kilometer der Laderampe verteilt. Schon lange flatterten hier und auf den Decks die Taschentücher, Rufe schollen hin und her. Die Gangways rollten heran, die Geländer segeltuchverkleidet. Die Verbindung zum Lande war hergestellt, Kontinent legte sich sozusagen an Kontinent, New York und Hamburg waren eins. Die Bordkapelle war jetzt bei »Deutschland, Deutschland —«.

Die Passagiere begaben sich an den grüßenden Offizieren vorbei von Bord und zu den wartenden Autobussen der Reederei, welche die Verbindung zum Hamburger Hauptbahnhof besorgen. Weißbejackte Stewards brachten das Handgepäck.

»Stop!« sagte ein langer, elegant gekleideter Gentleman: »Meinen kleinen Koffer bitte zum Fährponton!«

»All right, Mister Ploß!« antwortete der Steward und folgte dem Fahrgast unter den gewaltigen Toren der elektrischen Kräne, die schon lastgierig zu rumoren begannen, hin zum Kopf der langen Mole.

»Danke«, sagte da Mister Ploß und gab ein Trinkgeld. »Von hier werde ich abgeholt.«

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