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Zwei Zwerge mit blonden Haaren, Grübchen rechts und links, vorwitzigen Stupsnäschen, süßen rundlichen Figuren und Patschhändchen - so sollen sie sein, die neuen Stars der künftigen Kult-Fernsehserie.
Und Nellie hat den Auftrag, diese Zwillinge zu finden. Im Kindergarten, im Kinderheim, auf dem Spielplatz - Möglichkeiten gibt’s schließlich genug.
Sie beginnt im Kinderheim - und findet Zwillinge, die auf den ersten Blick alle Bedingungen erfüllen. Doch auf den zweiten Blick muss Nellie erkennen, dass Janni und Pucki alles andere als "Traumkinder" sind. Die Suche geht also weiter.
Doch es bleibt das Bild von Janni und Pucki und den traurigsten Augen, in die sie je geblickt hat ...
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Seitenzahl: 110
Veröffentlichungsjahr: 2017
Cover
Impressum
Gesucht: die süßesten Zwillinge der Welt
Vorschau
BASTEI ENTERTAINMENT
Vollständige eBook-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe
Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG
© 2017 by Bastei Lübbe AG, Köln
Programmleiterin Romanhefte: Ute Müller
Verantwortlich für den Inhalt
Titelbild: shutterstock / S G
Datenkonvertierung eBook: Blickpunkt Werbe- und Verlagsgesellschaft mbH, Satzstudio Potsdam
ISBN 978-3-7325-5213-9
www.bastei-entertainment.de
www.lesejury.de
www.bastei.de
Gesucht: die süßesten Zwillinge der Welt
Wird die Karriere beim Fernsehen ihre Kindheit beenden?
Von Vicky Parker
Zwei Zwerge mit blonden Haaren, Grübchen rechts und links, vorwitzigen Stupsnäschen, süßen rundlichen Figuren und Patschhändchen – so sollen sie sein, die neuen Stars der künftigen Kult-Fernsehserie.
Und Nellie hat den Auftrag, diese Zwillinge zu finden. Im Kindergarten, im Kinderheim, auf dem Spielplatz – Möglichkeiten gibt’s schließlich genug.
Sie beginnt im Kinderheim – und findet Zwillinge, die auf den ersten Blick alle Bedingungen erfüllen. Doch auf den zweiten Blick muss Nellie erkennen, dass Janni und Pucki alles andere als »Traumkinder« sind. Die Suche geht also weiter.
Doch es bleibt das Bild von Janni und Pucki und den traurigsten Augen, in die sie je geblickt hat …
Hm, Schneeluft!
Nellie reckte den Hals, um durch den winzigen Spalt des geöffneten Dachfensters hinaus in die weiße, stille Welt der Eiskristalle zu schauen.
Jetzt, am frühen Februarmorgen, mitten in der Faschingszeit, lag der Schnee noch in verwehten, kunstvollen oder putzigen Häufchen auf Dachfirst und Vogelhäuschen, und wenn sie nach unten blickte, in den viereckigen Hof des Altbaus, sahen selbst die übervollen Mülleimer unter der weißen Eishaube wunderschön aus.
Sie presste zwei Orangen aus, von Hand und nicht mit der verrückten »Citro-Press«, einem Designerstück, das Muck ihr geschenkt hatte. Zum Zehnjährigen. Wer zehn Jahre die Assistentin, also Mutter, Scheuerfrau, Gedächtnis, Schwester und Aggressionsobjekt zugleich des wichtigsten Fernsehmannes eines Kabelsenders gewesen war, verdiente eigentlich tagtäglich eine Goldmedaille für Geduld, Tapferkeit und Mut.
Muck war … unmöglich! So unmöglich wie dieses unmögliche Geschenk, das sie niemals in ihrem Leben benutzen würde. Welche halbwegs vernünftige Frau von neunundzwanzig würde ein schauriges Plastikding schon in die Hand nehmen, das den Saft nach allen Seiten, nur nicht in die richtige Richtung verspritzte?
Ja, Muck war unmöglich, und deshalb würde Nellie noch vor ihrem dreißigsten Geburtstag einem Herzinfarkt erliegen oder durch einen Schlaganfall linksseitig gelähmt sein. Oder rechtsseitig. Auf jeden Fall eine Invalidin. Und was das beim Fernsehen hieß, wusste jeder, der diese Narrenbande auch nur einmal erlebt hatte! Man flog dreikantig, und mit Glück würde sich eine freundliche Sekretärin noch drei Monate später an einen erinnern. Danach sowieso nicht mehr.
Muck erinnerte sich grundsätzlich nicht. An gar nichts! Weder an ehemalige Assistentinnen noch an eine seiner drei Ehefrauen. Ja, drei waren es gewesen, bis der Mann, der nach gar nichts aussah – jedenfalls in Nellies Augen – es endlich kapiert hatte: Leute wie er waren in etwa so geeignet für das Zusammenleben zu zweit wie … Pinguine als Heizungsmonteure taugten.
Nellie schloss die Fensterklappe wieder und trank im Stehen und in sehr kleinen Schlucken ihren Orangensaft. Damit der Blutzuckerspiegel nicht in Unordnung kam. Und um mit diesem Morgendrink den einzigen Augenblick der Ruhe für vierzehn Stunden oder sechzehn zu genießen.
Viel aufzuräumen gab es nicht. Die Wohnung war klein und nur mit dem Nötigsten ausgestattet, und nötig waren für Nellie Bücher, CDs, ein Esstisch, ein paar Stühle und ein alter, abgeschabter Ledersessel, in dem schon Opapa Ferdinand seine müden Knochen von der Welt zurückgezogen hatte.
Der Sessel ließ Nellie, gerade mal ein Meter achtundfünfzig groß, fast unsichtbar werden, wenn sie sich mit angezogenen Knien hineinkuschelte.
Opapa Ferdinand, inzwischen stolzer Besitzer einer Seniorenwohnung im gemütlichsten Altersheim der Stadt, außerdem ihr einziger noch lebender Verwandter, hatte sich nicht leicht vom Sessel aller Sessel getrennt. Aber für sein einziges Enkelkind tat der ehemalige Kapitän auf hoher See alles.
Nellie brühte Kaffee auf, mit einer Prise Salz, einem Hauch Kakaopulver und selbstverständlich mit frisch gemahlenen Bohnen aus der altmodischen Mühle.
Man konnte vieles an der Neuzeit mögen – alles keinesfalls. Löslicher Kaffee und Kaffeepadmaschinen, all dieses Zeugs, nein, das kam ihr nicht ins Haus.
Noch ein Knäckebrot? Ach, ihr fehlte einfach der Appetit. Was heute wohl wieder in der Redaktion los sein würde? Wahrscheinlich die Besprechung zur neuen Super-Serie.
Keine Sorge, jede Serie hieß bei FACT Super-Serie. Sie galt als umso mehr super, je blöder die Texte waren. Punkt.
Diesmal ging es um ein Drehbuch, das an Stumpfsinnigkeit kaum zu überbieten war: Junge Frau kriegt uneheliche Zwillinge, der Freund verlässt sie, sie sucht einen Mann.
Klar, die suchten immer einen Mann, diese »Heldinnen« in FACT-Serien. Anstatt sich auf den Hosenboden zu setzen und ihr Leben selbst zu bestimmen, taten sie, was schon Ururgroßmutter als einzige Lösung ihres Problems eingefallen wäre: Ein Mann musste her!
Super-Serien hatten heutzutage hohe Einschaltquoten. Das brachte Millionen an Werbung und – ärgerte die Konkurrenten. Beides machte Muck Spaß. Letzteres wohl noch mehr! Super-Serien wurden tagtäglich gedreht. Ein Heer von Schreiberlingen murkste am Drehbuch mit. Für die Schauspieler war es ein Marathonlauf.
Tagtägliche Szenen, von morgens früh bis in den Nachmittag, das hielten nicht viele durch. Und wenn sie dabei noch so gut verdienten: Nach ein paar Wochen oder Monaten saßen die Schauspieler mit verdrehten Augen vor Nellies Schreibtisch, motzten herum, verlangten mehr Gage oder wollten Muck den Hals umdrehen, weil er sie schikanierte.
Natürlich hätte Nellie gern mitgeholfen, »Mister TV« den Hals umzudrehen. Sehr gerne! Aber Beihilfe zum Mord wurde nun einmal mit langjährigen Gefängnisstrafen geahndet. Wenn auch Hunderte von Fernsehmachern beschwören würden, Muck hätte den Tod verdient: Nein, nein, freigelassen wurde niemand, der einen Menschen ins Jenseits befördert hatte.
Und seinetwegen lebenslängliches Betrachten von »schwedischen Gardinen« durchstehen? Wegen so eines Leuteschinders? Nein!
Deshalb tröstete Nellie die verrückt gewordenen »Super-Serien-Stars«, die samt und sonders Allerweltsgesichter hatten und Allerwelts-Schauspiel-Künste. Nur keine Allerwelts-Einkommen!
Dafür sorgte Muck. Wer mitspielte, wurde reich belohnt. Auch Nellie bekam ein fürstliches Gehalt. Deshalb konnte es sich Opapa Ferdinand leisten, in Hamburgs schönstem Seniorenheim, hoch über der Elbe, zu wohnen. Die verlangten weit über dreitausend Euro im Monat für den Blick auf den Fluss. Nicht gerechnet das Essen. Und ein Taschengeld brauchte so ein alter Sammler von Segelschiffen schließlich auch!
Die Hausarbeit war schnell getan. Jetzt stand Nellie vor dem einfachen Gestell, das ihre Kleidungsstücke beherbergte, Jeans und Leggins, T-Shirts und Pullis, strenge Karoblazer und Stiefeletten – mehr brauchte sie nicht. Ließ sich eine Abendveranstaltung absolut nicht verhindern, lieh sie sich etwas Passendes aus dem Senderfundus aus, stand die Festlichkeit mit grimmigem Blick durch, ließ das gute Stück reinigen – und erledigt war der Kram.
Geld für Fummel ausgeben … über Jeans und Blazer hinaus? Nie!
Sie duschte und sang dabei. Dass es die Erkennungsmelodie der letzten »Super-Serie« war, merkte sie nicht einmal. Sie sah niemals fern. Wer Tag für Tag unter Hunderten von laufenden Bildern – schließlich gab es in jedem Redaktionsraum jede Menge TV-Geräte – hindurchspazieren musste, war gefeit gegen den Unsinn, der über den Bildschirm flimmerte.
Was dort gezeigt wurde, war nicht die Welt, nicht die Wirklichkeit. Es waren ja nicht einmal Märchen. Gegen die hatte Nellie überhaupt nichts. Eine künstliche Welt war es, mit erfundenen oder aufgebauschten Problemchen. Komisch, die Zuschauer schienen nicht zu merken, dass all die gespielten Gefühle fad waren, so öde und fad und unecht wie die Gesichter der Schauspieler.
»Auswechselbar, jeder Einzelne von ihnen«, sagte sie, streckte ihrem Spiegelbild die Zunge heraus und nahm keine Notiz von sich.
Sie war eben Nellie, neunundzwanzig, einsachtundfünfzig groß. Ihre Haare waren … so ungefähr blond und simpel geschnitten. Ihre Augen waren … ziemlich hell eben. Make-up? Nie! Worüber also sich den Kopf zerbrechen? Es war ein ganz normaler Freitag in der Faschingszeit, und noch ahnte Nellie nicht, was ihr bevorstand.
***
Zu all den Grundsätzen im Leben, die Nellie konsequent verteidigte, gehörte der, ihr Auto möglichst selten zu benutzen, womit sie gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlug. Erstens, fand sie, dass alle Berufstätigen ohnehin zu wenig Bewegung hatten und sie sowieso. Es schadete niemandem, seine eigenen Beine zum Fortbewegen zu benutzen.
Zweitens wollte sie mithelfen, eine Umweltkatastrophe möglichst zu verhindern. Die Welt war schön, trotz aller Versuche der Menschen, sie zu vernichten. Nellie zumindest würde es sehr leidtun, wenn ganze Landschaften vom Erdboden verschwänden, weil sich die Atmosphäre um den Kosmos zu sehr erwärmte.
Drittens aber – und sie gestand vor sich selber ein, dass dieses Motiv am meisten zählte –, drittens also besaß sie ein Wägelchen, das zu so einer praktischen, uneitlen Person gar nicht passen mochte.
Es war ein kleiner englischer Traum aus den Sechziger Jahren, racinggreen, um die Farbe fachmännisch auszudrücken, und innen, einschließlich Lenkrad, Seitenteilen und Schaltknüppel total in naturfarbenem Leder eingefasst.
Ein niedriger Sportwagen, bildschön, doch … ein wenig empfindlich. Er mochte keine Feuchtigkeit, nahm auch längere Fahrten, wozu alles über dreißig Kilometer zählte, leicht übel, neckte sie gern durch urplötzlich ausfallende Elektrik und besaß als Dach eine originale Persenning, die selbst nach der dritten Reparatur nicht dichthielt.
Eigentlich gab es nur einen Grund, dieses Auto nicht zu verkaufen: Es erhielt einen dreifachen Familienvater, einen Spezialisten für Oldies, am Leben, sorgte für regelmäßige Mallorca-Reisen mit der gesamten Familie und für ein Haus im Grünen, das ständig erweitert wurde.
Als Staatsbürger, so meinte Nellie, und als Mensch hatte man schließlich Verpflichtungen. Die Mechanikerfamilie lag ihr am Herzen – deshalb wurde der englische Traum nicht verkauft. Basta.
Ob er wohl heute Lust hätte, anzuspringen?
Sie versuchte es und hatte sogar Glück. Mit herrlichem Schnurren sprang der Motor an. Dass aus dem undichten Stoffdach ein Eiszapfen herunterragte, störte sie nicht.
Nellie schaltete das Radio ein – und der Tag war im Eimer.
»… ein Gespräch mit Ken Wilhelmsen«, sagte die offenbar sehr junge Moderatorin gerade mit ehrfürchtigem Unterton in der Stimme.
Schreck, lass nach! Ken Wilhelmsen, kurz Willy genannt, war der Mann, der Frauenknie zum Zittern brachte … beim Fernsehen. Auf jeder Provinzbühne – so Nellies hartes Urteil – wäre der Schönling über ein Vorsprechen nicht hinausgekommen. Und Willy sollte die männliche Hauptrolle in der neuen Super-Serie von FACT spielen. Als Zwillingsvater war er in etwa so glaubwürdig wie Opapa Ferdinand als Mister Universum.
Nellie wollte das Radio ausschalten, doch sie musste abbiegen, und in Kurven war ihr Auto besonders anfällig. Also blieb ihr nichts anderes übrig, als zuzuhören.
»… eine große künstlerische Aufgabe«, sagte Ken Wilhelmsen gerade. »Mit dieser Rolle will ich den Menschen klarmachen, was eine Zwillingsmutter, ach, was sage ich – jede Mutter leistet …«
Ätzend! Schleimig! Widerwärtig!
»Aber auch die Probleme des Mannes, seine Angst vor Verantwortung und Beständigkeit, will ich künstlerisch darlegen«, sprach er weiter.
Nellie hätte gern … gespuckt.
Wenn solche Typen doch wenigstens ihre Klappe halten würden, dachte sie.
Und wieso räsonierte Willy denn schon in aller Öffentlichkeit über seine neue Rolle? Der Vertrag war ja noch gar nicht unterschrieben! Soweit Nellie wusste, schacherte Willy noch. Und die angebotene Gage war ohnehin extrem hoch.
Sie atmete auf. Die Kurve war überstanden, ihr Auto brummte durch den Morgenverkehr. Drüben, in einem ehemaligen Wehrmachtsbunker untergebracht, lag der Sender. Sehr viel anders als ein altes Gefängnis sah der Bau wirklich nicht aus.
Pförtner Lockenbrink winkte und ließ sie durch die Absperrung. Auf ihrem Parkplatz stand ein Gefährt, das aussah, als hätte es ein Kamerateam quer durch die Sahara getragen, um danach – schließlich war es von einer Schneehaube eingehüllt – die Antarktis unsicher zu machen.
Muck! Auf ihrem Parkplatz! Der ihr vertragsmäßig zustand! Oh, sie hasste ihn für diese Unregelmäßigkeiten!
Dass er kurz nach acht schon in der Redaktion war, ließ für diesen Tag nichts Gutes erwarten. Normalerweise arbeitete er bis spät in die Nacht und schlief morgens aus.
Nur heute nicht. Was hatte das zu bedeuten?
Nellie parkte vor seinem Van, den er direkt aus den Staaten mitgebracht hatte. Damals, vor drei oder vier Jahren, als er – in Las Vegas, wo sonst? – seine dritte Frau geheiratet hatte. Sie hieß Molly. Dürri hätte aber besser zu ihr gepasst.
So, wenn er jetzt herauswollte, musste er bei ihr »bitte, bitte« machen. Und falls sie nicht am Platz war, sondern irgendwo in der Redaktion herumlief, musste »Mister TV« schön warten. Geschah ihm recht!
***
Ein großartiges Entree gab es im Bunker nicht. Die schießschart-ähnlichen Fenster ermöglichten auch keinerlei Repräsentationsgehabe, Gott sei Dank. Sonst hätte Nellie es unmöglich zehn Jahre lang hier ausgehalten.
Dennoch, jeder Hereinkommende wusste sofort, dass dies kein gewöhnliches Büro war. Dafür waren die Möbel zu spärlich und zu überdreht gestylt, und die Wände waren zu sehr mit frechen Sprüchen, überdimensionalen Postern oder Fotos tapeziert.
Es gab einen altgedienten Redakteur, der nur von … zugegeben künstlerisch gestalteten … Männerpopos umgeben war. Und eine Sekretärin, die kaum ein paar Zentimeter Platz vor ihrem Computer hatte, weil sie Stoffbärchen sammelte.
Der Extra-Flur zu »Mister TV« war schlicht geblieben – dafür hatte Nellie gesorgt. Sie saß mit Gerti, Mucks Sekretärin, in einem Doppelraum vor seiner Suite. Das war praktisch für die Kommunikation.
»Mach dich auf was gefasst!«
Gerti, Ende vierzig, eine Seele von Mensch und kompakt gebaut wie eine deutsche Eiche, kam ihr mit aufgerissenen blauen Augen entgegen.
»Ich hab ihm die Verträge heute Morgen tippen müssen. Er hat mich nachts um halb zwei telefonisch aus dem Bett geholt und mich für sechs Uhr früh hierher bestellt!«
Es gab Menschen, die träumten heimlich davon, ihrem Chef etwas zuleide zu tun. Gemahlenes Glas im Kantinenessen, Pflanzenschutzmittel im Kaffee – solche Gedanken, meinte Nellie, ehrten zwar niemanden. Aber verständlich waren sie! Oder etwa nicht?
