Famines Vierer - Charlie Richards - E-Book

Famines Vierer E-Book

Charlie Richards

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Beschreibung

Nur ein kleiner Liebesbiss: Als ein Trio, das Spaß hat, in Schwierigkeiten gerät, finden sie Hilfe an einem unerwarteten Ort. Vollstrecker Knossis Raund weiß nicht, warum das Schicksal ihn aufgegeben hat. Er lernt seine Gefährtin kennen, nur um herauszufinden, dass sie eine glücklich verheiratete Frau in einer großartigen Ehe mit mehreren Kindern ist. Knossis weigert sich, der Familie Herzschmerz zu bereiten, und sucht nach dem Einzigen, was ihm einfällt, das ihm ermöglicht, noch ein Sexualleben zu führen – der Biss eines Vampirs. Als Vampir-Cowboy ist Chissom Minscote von seinen Fähigkeiten überzeugt. Er weiß, dass Knossis erwartet, von einem weiblichen Vampir gebissen zu werden. Nur sind keine verfügbar, und der gutaussehende Wandler möchte unbedingt … etwas fühlen. Chissom hilft gerne. Hank Everly ist ein Mensch, der seit über zehn Jahren als Spender arbeitet. Er liebt das Gefühl des Bisses, aber er weiß, dass er sich niemals auf jemanden einlassen kann. Als Chissom Hank bittet, ihm zu helfen, einem einsamen Wandler mit gebrochenem Herzen einen angenehmen Abend zu bereiten, hilft er dem gutaussehenden Paar gerne. Ein unerwarteter Angriff, eine Vielzahl von Verletzungen und das Eingreifen eines Reiters der Apokalypse bringen das Trio an einen Scheideweg – sie müssen die Bindung mit Famine akzeptieren, damit sie ihre Angreifer vor Gericht bringen können oder sterben. Kann die Gruppe lernen, füreinander zu sorgen und sich gegenseitig zu vertrauen, während sie die verworrene Verschwörung gegen sie aufklären? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 28.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Epilog

ÜBER CHARLIE RICHARDS

LESEPROBE:

Famines Vierer

Nur ein kleiner Liebesbiss: Als ein Trio, das Spaß hat, in Schwierigkeiten gerät, finden sie Hilfe an einem unerwarteten Ort.

Vollstrecker Knossis Raund weiß nicht, warum das Schicksal ihn aufgegeben hat. Er lernt seine Gefährtin kennen, nur um herauszufinden, dass sie eine glücklich verheiratete Frau in einer großartigen Ehe mit mehreren Kindern ist. Knossis weigert sich, der Familie Herzschmerz zu bereiten, und sucht nach dem Einzigen, was ihm einfällt, das ihm ermöglicht, noch ein Sexualleben zu führen – der Biss eines Vampirs.

Als Vampir-Cowboy ist Chissom Minscote von seinen Fähigkeiten überzeugt. Er weiß, dass Knossis erwartet, von einem weiblichen Vampir gebissen zu werden. Nur sind keine verfügbar, und der gutaussehende Wandler möchte unbedingt … etwas fühlen. Chissom hilft gerne.

Hank Everly ist ein Mensch, der seit über zehn Jahren als Spender arbeitet. Er liebt das Gefühl des Bisses, aber er weiß, dass er sich niemals auf jemanden einlassen kann. Als Chissom Hank bittet, ihm zu helfen, einem einsamen Wandler mit gebrochenem Herzen einen angenehmen Abend zu bereiten, hilft er dem gutaussehenden Paar gerne.

Ein unerwarteter Angriff, eine Vielzahl von Verletzungen und das Eingreifen eines Reiters der Apokalypse bringen das Trio an einen Scheideweg – sie müssen die Bindung mit Famine akzeptieren, damit sie ihre Angreifer vor Gericht bringen können oder sterben. Kann die Gruppe lernen, füreinander zu sorgen und sich gegenseitig zu vertrauen, während sie die verworrene Verschwörung gegen sie aufklären?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.

Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.

Länge: rund 28.000 Wörter

CHARLIE RICHARDS

Famines Vierer

Ein liebevolles Biss-chen 25

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Famine’s Foursome“:

Charlie Richards

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2021

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Versuche es weiter. Bleib bescheiden. Vertraue deinen Instinkten. Vor allem, handle. Wenn du an eine Weggabelung kommen, nimm sie.

~Yogi Berra

Kapitel 1

Vollstrecker Knossis Raund starrte das Bild an, und Traurigkeit brannte in seinem Magen. Den Kopf gesenkt, schloss er die Augen für ein paar Sekunden, atmete einfach. Dann hob Knossis den Kopf und konzentrierte sich wieder auf das Foto.

Eine zitternde Hand hebend, tippte Knossis auf sein Telefon und rief eine Reihe von Symbolen am oberen Rand auf. Er tippte auf den Mülleimer, löschte das Bild. Dann schloss er die Bildergalerie und löschte zur Sicherheit den Mülleimer.

Knossis warf sein Handy auf den Schreibtisch und lehnte sich dann in seinem Stuhl zurück. Er seufzte schwer und lehnte den Kopf gegen die Rückenlehne. Als er an die Decke starrte, schickte er beruhigende Gedanken an den winselnden Fuchs in seinem Kopf.

„Hey, Knoss. Bist du okay?“

Knossis drehte den Kopf und musterte Bristol Luderm, den neue Beta ihres Fuchsrudels. Nachdem Cain den Befehl von Alpha Ferris – der zufällig auch Cains Vater war – abgelehnt hatte, eine Frau zu heiraten, anstatt sich mit seinem Gefährten zu verbinden, hatte der nahegelegene Vampirzirkel Cain geholfen, Ferris’ Handlungen dem Rat der Wandler zu melden. Der Rat hatte einen Ermittler geschickt, der entschieden hatte, dass Ferris seine Autorität missbrauche, und er war als Alpha abgesetzt worden.

Ihr Rudel hatte sich um ihren Beta, Wilfred, geschart und ihn als Alpha akzeptiert. Damit war die Beta-Position offen, da Knossis sie abgelehnt hatte. Er zog es vor, der Chef-Vollstrecker zu sein, denn er wollte nicht die Verantwortung für die Führung übernehmen.

„Knoss?“

Blinzelnd zwang sich Knossis, wahrheitsgemäß zu antworten, da der neue Beta sowieso in der Lage sein würde, eine Lüge zu wittern. „Ich habe meine Gefährtin getroffen.“ Als er sah, wie Bristol zu grinsen begann, schnitt Knossis eine Grimasse und schüttelte den Kopf. „Ich kann sie nicht haben. Sie ist schon vergeben.“

Bristols Augen weiteten sich, und seine Lippen öffneten sich, was seinen Schock ebenso verriet wie sein Geruch. Er betrat den Raum und ging direkt zur Bar. Er warf Knossis einen Blick zu, als er die Whiskykaraffe und zwei Kristallgläser ergriff. Dann ließ Bristol sich in einem Sessel im Lounge-Bereich des Büros nieder.

„Setz dich“, befahl Bristol und deutete mit der Spitze der Karaffe auf einen Stuhl neben seinem. „Jetzt.“

Knossis stieß sich von seinem Stuhl ab und gehorchte, bewegte sich durch den Raum. Nicht imstande, sich davon abzuhalten, ließ er sich auf den Sessel fallen, den Bristol gezeigt hatte, während er einen tiefen Seufzer ausstieß. Als Bristol ihm ein Glas Whisky reichte, kippte er es in einem Zug hinunter.

Bristol beugte sich sofort vor und füllte es nach.

Wieder seufzend lehnte Knossis das Glas an seine Schläfe und schloss die Augen.

„Also, sprich mit mir, Knoss“, drängte Bristol. „Wo und wann hast du sie kennengelernt und in welcher Art von Beziehung ist sie?“

Knossis schlug die Augenlider wieder auf und sagte zu seinem Beta: „Ich habe sie vor drei Monaten im Vorbeigehen getroffen.“

Bristols Brauen hoben sich leicht, und seine Lippen spannten sich. „Und?“

Knossis beugte sich vor. Die Unterarme auf die Oberschenkel gestützt, umfasste er sein Glas mit den Handflächen. Er leckte sich die Lippen, bevor er am Anfang begann.

„Ich ging zu Barney, um mir ein Pferd zu leihen und einen Ausritt zu machen“, erklärte Knossis langsam und bezog sich dabei auf einen Reitstall im Besitz des Rudels, der Pferde verlieh und Unterricht anbot. „Eine Frau war dort und sah ihrer Tochter zu, die Reitunterricht nahm. Als ich den Stall betrat, wurde mir sofort klar, dass sie meine Gefährtin ist.“ Mit einem traurigen Lächeln flüsterte Knossis: „Ihr göttlicher Duft stach trotz all der Gerüche nach Pferden, Einstreu, Mist und Leder heraus.“

„Mir wurde gesagt, dass der Duft eines Gefährten alles übertrifft, was wir je zuvor wahrgenommen haben“, flüsterte Bristol mit ermutigendem Ton. „Ich gehe davon aus, dass das Problem nicht darin besteht, dass sie ein Kind hat.“

Auf seinen großen Körper deutend – Knossis wusste, dass seine massige, eins dreiundneunzig große Gestalt einschüchternd sein konnte – erklärte er: „Ich sagte hallo, und sie hatte Angst vor mir. Ich konnte es riechen.“ Seine Masse war gut für einen Vollstrecker, aber sie machte es schwierig, sich einer winzigen, ein Meter zweiundsechzig großen Frau zu nähern. „Ich lächelte, war freundlich, fragte nach ihrem Kind, sprach über die Reitanlage und darüber, dass Barney ein Freund ist. Solche Dinge.“ Bei der Erinnerung daran musste Knossis lächeln. Er war so verdammt aufgeregt gewesen. „Sie begann sich gerade zu entspannen, als ihr Ehemann kam, um sie und ihre Tochter abzuholen.“

„Autsch“, murmelte Bristol und verzog mitfühlend das Gesicht.

Knossis nickte, bevor er einen Schluck von seinem Whisky trank. „Weißt du, dass die Leute sagen, dass das Schicksal Gefährten zusammenbringt, wenn sie einander brauchen?“

Bristol grunzte und neigte das Kinn. „Das habe ich gehört.“

Knossis räusperte sich und gab zu: „Zuerst dachte ich, das Schicksal würde mich in ihr Leben bringen, um sie vor einem gewalttätigen Ehemann zu retten.“ Er begegnete Bristols Blick. „Das ist nicht der Fall.“

Stirnrunzelnd nahm Bristol die Karaffe und füllte Knossis’ Glas nach.

Knossis war sich nicht einmal sicher, wann er es ausgetrunken hatte, und nahm den Schnaps dankbar an. „Ich habe Barney diskret nach ihren Informationen gefragt, damit ich sie überprüfen kann.“ Nachdem er einen weiteren Schluck genommen hatte, gab Knossis zu: „Dann habe ich sie ausspioniert, wann immer ich es gefahrlos tun konnte.“ Traurigkeit überflutete ihn, als er sich an die Dinge erinnerte, die er gesehen hatte. Seine Stimme klang angespannt, als er zugab: „Er ist ein großartiger Ehemann, ein zuverlässiger Versorger und ein fantastischer Vater.“ Knossis begegnete Bristols Blick und sagte: „Ich habe keine Ahnung, warum das Schicksal mir eine Gefährtin zeigen sollte, die zu beanspruchen falsch wäre. Ich kann diese glückliche Familie nicht zerstören, nur weil das Schicksal entschieden hat, dass sie mir gehört. Es wäre falsch.“

Bristol blieb mehrere Minuten lang still und starrte in sein eigenes Whiskyglas. Schließlich hob er seinen Blick und murmelte: „Du bist dir sicher, dass sie gut zusammenpassen?“

Errötend nickte Knossis. „Sie leben auf einer kleinen Farm.“ Er verzog das Gesicht und fügte hinzu: „Ich konnte verdammt nah herankommen … einschließlich einen Blick durch ihr Schlafzimmerfenster werfen.“

Bristol zuckte zusammen und flüsterte: „Ich wette, jegliche Aktivität im Schlafzimmer zu beobachten erforderte verdammt viel Selbstbeherrschung.“

Knossis stieß einen harten Atemzug aus. „Ich bin fast durch das Fenster gesprungen“, gab er zu und rieb sich den Nacken. „Da wurde mir klar, dass ich für eine Weile aufhören musste, sie zu besuchen, und nachdenken.“

„Wie lange ist das noch gleich her?“, fragte Bristol leise und runzelte die Stirn.

„Ich habe sie vor drei Monaten kennengelernt“, gab Knossis zu. „Ich habe niemandem etwas gesagt, weil unser Rudel so im Wandel war. Ich …“ Er unterbrach sich, unsicher, was er sonst sagen sollte.

Bristol rieb sich mit der Handfläche übers Gesicht. „Das erklärt, warum du seit meiner Ankunft so still bist.“ Er grinste schief. „Ich dachte, du wärst einfach misstrauisch gegenüber dem Neuen.“

Knossis hob die Brauen und schüttelte schnell den Kopf. „Nein, Beta.“

Bristol schnaubte und verdrehte die Augen. „Entspann dich, Knoss“, brummte er, einen gequälten Ausdruck im Gesicht. „Ich erkläre es nur. Es erklärt auch, warum einige der Leute in unserer Gruppe dir besorgte Blicke zuwerfen.“ Bristol lächelte traurig, als er zugab: „Ich weiß, du sagtest, du willst die Beta-Position nicht, aber ich war dennoch etwas besorgt, dass du Probleme machen würdest.“

Knossis blickte ein paar Sekunden lang stirnrunzelnd in seinen Drink, bevor er sich auf Bristol konzentrierte. „Es tut mir leid. Ich dachte, ich würde damit besser zurechtkommen.“

Bristol nickte und sagte: „Gut, dass du über dein Problem gesprochen hast. Jetzt können wir dir helfen.“ Dann runzelte er die Brauen. „Bist du dir absolut sicher, dass du deine Gefährtin nicht umwerben willst?“

Kopfschüttelnd flüsterte Knossis: „Sie ist glücklich, wo sie ist.“ Er konzentrierte sich wieder auf Bristol. „Das kann ich nicht ruinieren.“

Bristol streckte die Hand aus und drückte kurz Knossis’ Knie. „Du bist ein guter Mann, Knoss.“ Er trank seinen Whisky aus, bevor er die Karaffe wieder ergriff. Nachdem er sein Glas nachgefüllt hatte, bot er Knossis an, das gleiche zu tun, was der gerne annahm. Als sie wieder entspannt auf ihren Sesseln saßen, fragte Bristol: „Du wirst sie also nicht umwerben. Ich verstehe das. Was wirst du dann tun?“

Knossis hatte nicht so weit vorausdenken wollen, aber er wusste, dass er es tun musste. Er runzelte die Stirn und starrte auf die bernsteinfarbene Flüssigkeit in seinem Glas, während er sie darin schwenkte. Er wusste nicht, wie er Bristols Frage beantworten sollte.

„Was ich meine, ist Folgendes“, fuhr Bristol fort und beugte sich zu ihm vor. „Wir können dir helfen, deinen Fuchs in Schach zu halten, wenn wir laufen, der Alpha und ich.“ Er legte den Kopf schief und warf ihm einen forschenden Blick zu. „Womit noch der hohe Sexualtrieb eines Wandlers bleibt. Kommst du mit dem Zölibat zurecht?“

Knossis öffnete den Mund und erstarrte. Dann klappte er wieder die Kinnlade zu. Er verzog das Gesicht, als er sein Glas fester hielt. Eine Sekunde später nahm Knossis einen schnellen Schluck von seinem Whisky in der Hoffnung, das milde Brennen der teuren Flüssigkeit würde ihm helfen, den Kopf klar zu bekommen.

Bristol räusperte sich und zog damit Knossis Aufmerksamkeit auf sich. „Du wirst einen Plan brauchen, während du und dein Tier euch damit abfindet, dass deine Gefährtin in den nächsten Jahrzehnten an dir vorbeigehen könnte.“ Mit einem kleinen Lächeln fügte er hinzu: „Wir werden auch einen Weg finden, sie diskret dazu zu ermutigen, den Staat zu verlassen“ – er hob die Hände, dann fügte Bristol hinzu – „zu ihrem Vorteil, keine Sorge. Auf diese Weise wird es deinem Tier leichter fallen, es zu verkraften und darüber hinwegzukommen.“

Knossis seufzte schwer und nickte, während er Bristols Worte verarbeitete. Sein Beta hatte nicht unrecht. Auf keinen Fall konnte er die nächsten über dreißig Jahre im Zölibat leben, oder wie lange es auch dauerte, bis seine Gefährtin alt wurde und starb.

Wenn Knossis nur daran dachte, dass die schöne Frau, in die er und sein Fuchs so verliebt waren, sterben würde, verkrampfte sich sein Magen. Dennoch wusste er, dass aufgrund seiner Entscheidung, sich von ihr fernzuhalten, genau das passieren würde. Sie war ein Mensch. Sie würde alt werden und sterben, lange bevor Knossis es tun würde.

Knossis war dankbar für die Unterstützung und die Meinung eines Außenstehenden, konzentrierte sich auf Bristol und fragte: „Was schlägst du vor?“

Bristol verengte die Augen und lächelte. „Unser Rudel hat gute Beziehungen zum nahegelegenen Vampirzirkel, jetzt, da Ferris nicht mehr an der Macht ist, richtig?“

Knossis nickte einmal und verstand nicht, worauf Bristol abzielte.

Sein Beta zuckte mit den Schultern und lächelte schief. „Ich habe es selbst noch nie erlebt, aber ich habe gehört, dass ein Vampirbiss einen Orgasmus verursachen kann. Vielleicht solltest du es in Betracht ziehen.“

Zwei Monate später tat Knossis genau das und bat um eine Audienz bei Meister Dante Mannis.

Kapitel 2

Chissom Minscote konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal in Meister Dantes Büro gerufen worden war. Da er wusste, dass er nichts falsch gemacht hatte, war er eher neugierig als nervös. An der Tür blieb er stehen, klopfte und wartete.

„Komm rein, Chissom.“

Chissom gehorchte Dantes Befehl, trat ein und sah sich im Raum um. Sein Meister war allein und saß hinter seinem Schreibtisch. Er schob seinen Laptop zur Seite und stützte die Unterarme auf den Schreibtisch.

„Ich habe eine Anfrage von einem Wandler bekommen“, sagte Dante ohne Einleitung, als Chissom sich ihm gegenüber auf einen Stuhl setzte. „Es steht dir frei, abzulehnen.“

Chissom neigte neugierig den Kopf und wartete darauf, dass sein Meister es erklärte.

Dante faltete die Hände vor sich und fragte: „Hast du schon einmal einen Wandler gebissen?“

Chissom richtete sich auf, überrascht von der Frage. „Das habe ich.“ Etwas machte klick, und er kam zu einem Schluss. „Ist ein Wandler hier, der um einen Vampirbiss bittet?“

„Genau“, bestätigte Dante.

Chissom lächelte. Er freute sich darauf, denjenigen zu kosten. Er hatte seit fast achtzig Jahren keinen Wandler mehr verführt. Vampire und Wandler verkehrten nicht gerade in den gleichen Kreisen.

„Er hat nach einem weiblichen Vampir gefragt“, enthüllte Dante. „Aber Marian mag kein Wandlerblut, Lidia arbeitet draußen, Sandra ist in der Stadt und die anderen sind gebunden.

---ENDE DER LESEPROBE---