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Kia ora! Neuseeland, ein Land, das auf vielen Karten übersehen wird, zeigt sich als einzigartiges Paradies. Mit atemberaubend grünen Landschaften, freundlichen Menschen und einer multikulturellen Gesellschaft, die aus englischen Siedlern und den indigenen Māori gewachsen ist, hat es einiges zu bieten. Doch Achtung: Hier lauern unerwartete Tücken, die ein Leben in einem Inselstaat im Pazifik mit sich bringt.
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Seitenzahl: 240
Veröffentlichungsjahr: 2025
Silke Noll
Der unterhaltsame Reiseknigge
© 2026 Bruckmann Verlag GmbH
Infanteriestraße 11a
80797 München
Alle Rechte vorbehalten.
ISBN: 978-3-7343-3273-9
eISBN: 978-3-7343-3509-9
Autorin: Silke Noll
Verantwortlich: Susanne Kaufmann
Lektorat: Charlotte von Schelling
Korrektorat: Sabine von Kienlin
Umschlaggestaltung: derUHLIG Büro für Gestaltung unter Verwendung von Motiven von adobestock (Freisteller und Illustration) und tatoocrafters (Hintergrundmotiv)
Umschlagrückseite: Mark Gee
Satz: Röser MEDIA, Karlsruhe
Druck und Verarbeitung: Printed in Slovenia by Florjancic
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Vorwort
Die Protagonisten
1
Die Anreise
Letzte Vorbereitungen auf ein Inselleben in Mittelerde
2
Ein Flug Über Die Tasmanische See Von Australien Nach Neuseeland
Ankunft in Ozeanien/Australasien
3
Windy Wellington –
Ankunft Am Flughafen
Willkommen in der Hobbit-Filmstadt
4
Das Neue Temporäre Zu Hause
Eiskalt erwischt
5
Weckruf Vom Rasenmäher
Der geschäftige Sonntag
6
Berge Und Meer
Geburtstagseinladung für Selbstzahler
7
Himmel Und Meer
Nahrung aus dem Ozean
8
Delfine Vorm Balkon
Haben die Nachbarn keine Teller?
9
Wenn Die Erde Bebt
Nehmen die das mit den Freundschaften nicht so ernst?
10
Tramping
In Neuseeland
Ein Ausflug in die Wildnis – wunderschöner als jeder Film!
11
Die Wellen Sind Zu Gut Fürs Bbq
Und die Uhren ticken irgendwie anders – von einem etwas anderen Zeitverständnis
12
Frauengespräche
Und die Frage, wer nun eigentlich nicht so normal ist
13
Unterwegs Durchs Zentrum Der Nordinsel
Eine Autopanne in der Vulkanlandschaft
14
Besuch In Einem Echten Kiwi-Haus
Gastfreundschaft unterlegt mit
Pie
-Kultur
15
Bargeschichten
Und die Sache mit den typischen Māori-Tätowierungen
16
Thermalgespräche
Ein etwas anderes Bild von Neuseeland
17
Mehr Sein Als Schein
Das Bild von den vermeintlich Obdachlosen – mit Status
18
Ein Kiwi-Weihnachten
Gummistiefel und Schmuck aus Treibholz als Weihnachtsgeschenk
19
Wo Neuseeland Viele Ursprünge Hat
Verzwickte Meinungsfreiheit
20
Auch Bäume Haben Namen
Tikanga Māori
– respektvoller Umgang mit der Kultur
21
Kiwi Ingenuity
– Eine Andere Art Von Häuserumzug
Sweet as
: Segeln ohne Segelschein
22
Strandfeeling, Grossstadtflair Und Asien In Neuseeland
Konsumgesellschaft ade
23
Von Captain Cook Ins All
Deutsche Qualität und neuseeländisches Schulsystem
24
Das Wahre Leben In Einer Weinregion
Wie fließend ist der Übergang zwischen Berufs- und Privatleben?
25
Der Antarktis Ganz Nah – Der Süden Der Südinsel
Die Tücken des Grünsteins,
Pounamu
26
Kurz Vor 12: Eine Einmalige, Ungeschützte Tierwelt
Die Untugend, andere verbessern zu wollen
27
Miniatur-Jahrmarkt Auf Kiwi-Art Und Dinosaurier-Eier Am Strand
Immigrant Time Warp
und die Anpassung an ein Land
28
Das Ende Der Welt
Die klassenlose Gesellschaft
29
Höhlenleben Am Ende Einer Langen Sackgasse
Eintauchen in eine Welt vor unserer Zeit
30
Ein Anderer Blick Auf Die Westküste
Krankheitstage für ein verlängertes Wochenende
31
Die Kunstseite Neuseelands Auf Dem Weg Zum Surf Highway
Fehlende Ruhe beim Shopping
32
Ein Anderer, Oft Unterschätzter Und Abgelegener Zipfel Neuseelands
Mythen um den Haka-Tanz
33
Die Abreise
Willkommen zu Hause, willkommen
reverse culture shock
Anhang
Te Tiriti o Waitaingi
– Die
Treaty of Waitangi
– Der Vertrag von Waitangi
Danksagung
Warum sollte man dieses Buch unbedingt lesen? Welche Überlegungen kamen im Schreibprozess auf? Warum habe ich zugestimmt, dieses Buch zu schreiben?
Als interkulturelle Trainerin mit Spezialgebiet unter anderem Neuseeland liegt mir viel daran, nicht nur zu beschreiben, was in Kulturen sichtbar verschieden ist, sondern zudem das tiefere Warum zu ergründen. Nicht akademisch, sondern für jeden so verständlich, dass man es genüsslich vorm Kamin oder am Strand lesen kann. Auch Gemeinsamkeiten sind wichtig zu verstehen.
Ich war zunächst skeptisch. Daher schrieb ich, auch für den Verlag, zwei Testepisoden – eine mit offensichtlicheren Fettnäpfchen, eine mit etwas tiefergehenden kulturellen Stolpersteinen – um für mich zu verstehen, ob ich überhaupt in einen Schreibfluss kommen könnte. Oder würde mich mein Hintergrund eher ausbremsen? Das Schreiben flutschte. Zudem überzeugte mich meine Ansprechpartnerin beim Verlag dadurch, dass sie beide Ansätze willkommen hieß und sie in Kombination absichtlich verstärkt im Buch haben wollte.
Nach über zehn Jahren im Land ergab sich eine wichtige Frage beziehungsweise Erkenntnis beim Schreiben: Offensichtliche Fauxpas als Neuankömmling wurden nach Jahrzehnten nicht nur von mir, sondern auch deutschen Freunden in Neuseeland in Frage gestellt. Warum ist das so? Habe ich mich selbst so daran gewöhnt, dass es mir in Fleisch und Blut übergegangen ist? Oder hat sich die Kultur verändert? Empfinden wir manche Situationen nach vielen Jahren im Land anders, weil wir mittlerweile integriert sind und unsere Freundeskreise haben? Die Antwort ist: von jedem ein bisschen. Beim Schreiben habe ich mir bei jeder einzelnen Situation bewusst diese Fragen gestellt, mich in die Schuhe meines Ichs 2014 zurückversetzt, als ich nach Neuseeland zog, und meine heutige Sichtweise damit verglichen. Zudem habe ich Leute gefragt, die neu hergezogen sind, erst ein paar Jahre hier sind, und auch kurzfristig Reisende, einfach, um ein umfassendes Bild zu beschreiben.
Ein typisches Fettnäpfchen vorweg: Für viele ist Neuseeland ein Lebenstraum. Die meisten Reisenden in Neuseeland fahren aufgrund des Mangels an Zeit entlang der sogenannten »Wirbelsäulen« (Neuseeland hat auf beiden Inseln jeweils eine Hauptachse im Osten und eine im Westen, die State Highways, die der Länge nach durchs Land verlaufen und als Wirbelsäulen bezeichnet werden). Es gibt wenig Zeit, das ursprüngliche Neuseeland kennenzulernen. Daher habe ich im Erzählfluss viele Orte gewählt, die etwas ab vom Schuss sind, um Interesse zu wecken. Einen Grund zu geben, auch einmal von der Hauptstraße abzufahren und nicht nur den gängigen Reiseführern zu folgen.
Alle Situationen und Geschichten im Buch bauen auf wahren Begebenheiten auf, die genauso erlebt wurden. Oft durch mich selbst, oft aus Erzählungen anderer, oder einer Kombination aus beidem.
Noch ein paar technische Dinge: Das Buch gendert nicht. In Neuseeland sind wir per »you«. Selbst noch so konservative Deutsche duzen sich. Dazu erkläre ich im Buch mehr. Das Englische macht es einfach: Anstatt »ihr« Haus oder »sein« Haus, nutzt man einfach »their house«. You und their macht gendern überflüssig, zumal Neuseeland eines der diversesten Länder weltweit ist. Im Buch nutze ich daher meist die männliche Pluralform: »Neuseeländer« oder »Kiwis«. KiwInnen wäre ja auch etwas seltsam. Scherz beiseite. Es ist auch der Grund, weshalb sich die Charaktere im Buch duzen. Es gibt Dir als Leser die Möglichkeit, Dich in diese lockere, landestypische Atmosphäre einzuleben.
Neuseeländer werden »Kiwis« genannt. Das Wort Kiwi beschreibt zum einen die Kiwi-Frucht, zum anderen den endemischen Kiwi-Vogel, und auch die Neuseeländer. Kiwiana, was weiter hinten im Buch näher beschrieben wird, sind Dinge, die Neuseeländer mit ihrer Kultur verbinden. Alle drei Kiwi-Beschreibungen sind ein Teil von Kiwiana. Sowohl Māori als auch Pākehā sind Neuseeländer oder Kiwis. Māori sind die indigenen Neuseeländer, Pākehā Kiwis europäischer Abstammung, beginnend mit den ersten Siedlern im 19. Jahrhundert. Die Geschichte hierzu wird im Anhang zur Treaty of Waitangi neutral und ausführlich erklärt, mit Sichtweisen von beiden Seiten. Die Treaty ist weltweit einmalig und erklärt zu einem großen Teil, warum Neuseeland diese beeindruckende Bi-Kultur lebt, die Reisenden überraschend und unübersehbar ins Auge springt.
Ein feines Detail: Der Fettnäpfchenführer erklärt in erster Linie kulturelle Fallstricke, auf die Deutschsprachige in Neuseeland stoßen können. Er beschreibt nicht Neuseeland aus absoluter Sicht. Ein Fauxpas, der typisch für Deutschsprachige ist, kann aus Sicht einer anderen Kultur keiner sein und umgekehrt. Wir sehen Länder immer durch unsere eigene kulturelle Brille, mit den Erfahrungen, die wir im Leben gemacht haben. Durch eine andere kulturelle Brille kann das Land ganz anders wahrgenommen werden. »Typisch neuseeländisch« sind Dinge wie die endemische Flora und Fauna und auch einige Werte, die in Infoboxen und den Erzählungen erklärt werden.
Was mir beim Schreiben am meisten Spaß gemacht hat: viele kleine Details, die dann doch »typisch neuseeländisch« sind. Es hat mir selbst nach so langer Zeit wieder vor Augen geführt, in welch beeindruckendem Land ich lebe und weshalb ich es liebe. Durch das Schreiben hat sich glasklar herausgestellt, wie unterschiedlich das Land im Vergleich zu Australien ist. Fast alles, was in diesem Buch beschrieben ist, trifft auf Australien nicht zu. Und doch werden Neuseeland und Australien so oft in einen Topf geworfen, oder Aotearoa – Aotearoa ist das Māori-Wort für Neuseeland und bedeutet »Land der langen weißen Wolke« – sogar auf der Weltkarte vergessen. Eine letzte Feinheit, die mich als schlechte Leserin überzeugt hat, das
Buch zu schreiben: Es kann entweder chronologisch gelesen werden oder jede Episode unabhängig von den anderen, ohne dass dadurch Sinn verloren geht. Du kannst jede Episode als neuen Tatort-Krimi sehen, in dem Dinge passieren und Du Neues über die jeweilige Gegend erfährst. Nur Tote gibt es nicht. Außer Possums. Garantiert kurzweiliges Lesen!
Viel Spaß dabei!
Birgit
Birgit aus Deutschland ist 36 Jahre alt und arbeitet als Grafikdesignerin. Ihr Chef erlaubt ihr, mit verringerten Stunden eine Zeit lang im Ausland zu arbeiten. Sie traut sich, dank des »Visums für digitale Nomaden« offiziell von Neuseeland aus für ihren deutschen Arbeitgeber zu arbeiten. Sie ist voller Vorfreude darüber, Neuseeland kennenzulernen und eine begrenzte Zeit lang dort zu leben. Sie erhofft sich davon tiefere Eindrücke als die, die man als Touristin erfahren kann.
Greg
Greg ist Pākehā, gebürtiger Neuseeländer europäischer Abstammung. In alter Tradition ist er Alleskönner wie sein Vater. Früher waren die Hauptberufe seines Vaters Arzt und Ingenieur, in Nebentätigkeiten Zimmermann und Elektriker. Er konnte Möbel wieder aufpolstern, Stützmauern, Gemüsebeete und Swimmingpools bauen und sich selbst die Haare schneiden. Greg hat viel von ihm gelernt und ist handwerklich in alle Richtungen begabt. Außerdem ist er Künstler, kann Gitarre spielen und sich als Koch betätigen. Er liebt es, sich in der Freizeit in der Natur aufzuhalten und weiß sich dort bestens zurechtzufinden.
Michaela
Michaela, die von allen Michi genannt wird, ist Deutsche und wohnt schon seit Jahren in Neuseeland. Sie erzählt Birgit viel darüber, was in Neuseeland anders ist oder für Birgit ungewohnt.
Günter
Günter ist ein Bekannter aus Deutschland und zu Besuch in Neuseeland. Er besucht die neuseeländische Niederlassung seiner Firma, wodurch Birgit etwas Kontakt zur neuseeländischen Arbeitswelt bekommt. Natürlich möchte Günter in seiner Freizeit auch das Land genießen.
Scottie
Scottie ist ein Kiwi aus Auckland und auch Pākehā. Birgit lernt ihn im Flugzeug von Australien nach Neuseeland kennen. Er ist Großstädter und fährt im Winter gerne Ski.
Karen
Karen ist eine Pākehā-Neuseeländerin, mit der sich Birgit beim Grillen anfreundet. Sie kann sie über Frauenangelegenheit in Neuseeland und auch sonst so ziemlich alles befragen, wenn Michi mal nicht weiterhelfen kann.
Bob
Bob ist klassischer Baumeister und ein ländlicher Kiwi. Er hat sowohl schottische, irische als auch Māori-Vorfahren. Er sieht aus Birgits Sicht recht wild aus – definitiv nicht so ein Softie, wie sie die deutschen Männer oft empfindet. Obwohl, die tragen mittlerweile ja auch Bärte.
Anne
Anne ist Birgits Gastgeberin in Wellington, die auch ein Haus bei Hamilton hat. Sie ist schon Oma, was man ihr aber nicht ansieht. Sie ist eine coole Kiwi-Oma, die genauso gut handwerkeln kann wie viele Neuseeländer, eine Alleskönnerin. Sie renoviert gerade ihr eigenes Haus, das sich neben dem ihres Sohnes befindet, damit sie näher bei ihren Enkeln sein kann.
Hans
Hans ist ein Deutscher aus Berlin, der in Whangārei wohnt und lebt. Wellington mag er auch, weil die Diversität und die Stadt an sich ihn an Berlin erinnern. Er ist von Wellington zum Tauchen in den Norden gezogen und erkundet mit Birgit zusammen den nördlichen Teil Neuseelands.
Letzte Vorbereitungen auf ein Inselleben in Mittelerde
Ein Septembermorgen im Herbst in Hamburg
Birgit hat kaum geschlafen. Zu viele Dinge schwirren in ihrem Kopf herum. Sie ist müde, hat tausend Schmetterlinge im Bauch und Panik, dass sie womöglich doch alles vergessen hat – ein Wirrwarr der Gefühle.
Sie hat bereits im letzten Monat angefangen, sich Dinge bereitzulegen, die sie auf gar keinen Fall vergessen will: der Reisepass, wichtige Unterlagen für die Arbeit, Bikini, Flipflops, Badehandtuch, Zigarettenvorrat für drei Monate, die 30er-Sonnencreme ihrer Lieblingsmarke, aluminiumfreies Deo, etwas bessere Büroklamotten für die offenen Gemeinschaftsbüros, auch ein paar schicke Klamotten, Sonnenbrille, Impfpass, die neuen Wanderschuhe, ihre Sportklamotten, Kaffee und einiges mehr. Auf ihren geliebten Kaffee von zu Hause will sie auf keinen Fall verzichten.
Schon lange hat sie davon geträumt, auszuwandern, doch irgendwie ist sie in Deutschland stecken geblieben. Die Arbeitsverträge sind einfach zu gut, und sie fand nie einen Arbeitgeber, der ihr den Umzug und alles, was dazu gehört, finanzieren würde. Beim Gedanken, den Sprung selbst zu wagen, bekam sie dann doch immer wieder kalte Füße. Seit der Pandemie ist es viel einfacher, remote zu arbeiten. Nun hat sie das Beste aus beiden Welten.
Sie macht von der neuen Regelung für digitale Nomaden Gebrauch. Ihr Arbeitgeber ist sehr flexibel und erlaubt Arbeiten vom Ausland aus.
Die Neuen Regelungen Rund Ums Sogenannte »Visum Für Digitale Nomaden«
Ende Januar 2025 hat die neuseeländische Regierung eine neue Regelung veröffentlicht, um die Arbeit von Neuseeland aus für Besucher mit Arbeitgebern im neuseeländischen Ausland zu ermöglichen, beispielsweise für digitale Nomaden. Bisher war es geduldet, jedoch nicht offiziell erlaubt, während eines privaten Besuchs, etwa um Familie zu besuchen oder zu reisen, von Neuseeland aus zu arbeiten. Was wie ein neues Visum klingt, ergänzt jedoch nur die ohnehin schon bestehenden Einreisegenehmigungen wie beispielsweise Visa und NZeTA.
NZeTA steht für »New Zealand Electronic Travel Authority«: Das NZeTA ist seit 2019 für Nicht-Neuseeländer, die nicht sowieso ein Visum brauchen, bei der Einreise verpflichtend.
Eigentlich echt schlau, denkt sich Birgit. Leute mit Arbeitgeber sind finanziell eher unabhängig und könnten so auch länger in Neuseeland bleiben und die dortige Wirtschaft unterstützen. Für ein »Work and Travel«-Visum ist sie leider mit 36 Jahren schon zu alt. Es würde ihr auch nur erlauben, für einen Arbeitgeber in Neuseeland zu arbeiten. Diese neue Regelung war ihre Chance!
Insgeheim erhofft sie sich, einen permanenten Job in Neuseeland zu finden. Sie will sich auf jeden Fall vage bewerben. Nun sind die Flüge gebucht, alles Organisatorische mit ihrem Arbeitgeber ist geklärt. Als sie die Einreisegenehmigung online erhält, knickt sie vor Vorfreude zu Boden, wirft dem Bildschirm dutzende von imaginären Küssen zu und erlaubt sich einen lauten Freudenschrei. Die Kollegen zucken kurz zusammen, lachen dann aber und freuen sich mit ihr.
Jetzt ist es so weit. Birgit setzt sich nachdenklich auf den Balkon ihrer Wohnung im vierten Stock. Sie schaut in die herbstlichen Baumwipfel, zündet sich eine Zigarette an und atmet einmal ganz tief ein und aus. Sie lässt die frische Herbstluft auf sich wirken. In Gedanken geht sie den Kofferinhalt und das Handgepäck durch. Sie hat ein gutes Gefühl, nichts vergessen zu haben.
Ihre Freundin Sabine klingelt. Sabine will Birgit zum Flughafen begleiten. Sie wollen sich Zeit nehmen und lieber noch ein Glas Sekt auf der dortigen Terrasse trinken. Sie kommen dreieinhalb Stunden vor Abflug an. Birgit präsentiert ihren Reisepass und ihren Koffer, der gerade noch so am Gewichtslimit ist. Das NZeTA kann der Beamte wohl direkt am Bildschirm sehen. Er wirft einen gekonnten analytischen Blick über den Brillenrand auf Birgit und schiebt ihr den Pass zurück. Sie nimmt ihre Bordkarte in Empfang und freut sich auf einen letzten Plausch mit Sabine. Sabine schürt Vorfreude: »Und, auf was freust du dich am meisten?« Birgit: »Oooh, auf so viel. Die freundlichen Menschen, die traumhafte Natur. Und ich fahre in den Sommer, wo es hier jetzt immer kühler wird und die Tage kürzer sind.«
Wieso schiefgelaufen? Das klingt doch alles nach ziemlich guter Planung, oder? Nun ja. Die Frage nach dem Kaffee kommt tatsächlich vor. Es ist schon vorgekommen, dass Eltern von in Neuseeland lebenden Deutschen sich die gute alte deutsche Filterkaffeemaschine mit der Post vorausschickten. Es stellt sich dabei die Frage: Warum Holz in den Wald tragen? Neuseeland ist bekannt für sehr guten Kaffee, Wellington die selbsternannte Kaffeehauptstadt. Besonders in den kleineren Röstereien gibt es sehr guten Kaffee. Auf Reisen entdeckt man an den unglaublichsten Ecken kleine mobile Campinganhänger, aus denen Kaffee verkauft wird.
Auf jeden Fall sollte sich Birgit vor Abreise auch mit den Zollbestimmungen vertraut machen. Zigaretten sind nur bis zu einer bestimmten Menge zur privaten Einreise erlaubt, genauso wie Alkohol und einige andere Dinge. Übrigens ist Neuseeland eines der rauchfreiesten Länder der Welt – wahrscheinlich vor allem, weil Zigaretten sehr teuer sind.
Wenn man nicht gerade permanent nach Neuseeland auswandert, gibt es das meiste, was man als Besucher braucht, zu erwerben. Kosmetika, Duschgel, Shampoo, Sonnencreme usw. mitzubringen ist unter dem Kostenaspekt keine schlechte Idee, da es in Deutschland wesentlich günstiger ist, und im Zweifel auch qualitativ besser. Beispielsweise würde man aluminiumfreies Deo nicht im herkömmlichen Supermarkt bekommen, eher beim Chemist Warehouse oder in Apotheken. Der Preis ist jedoch ein Vielfaches. Dahingegen gibt es Medikamente wie Aspirin im Supermarkt.
Also warum nicht einen Teil der Lieblingsutensilien mitbringen? Dafür hat man dann auf dem Rückflug Platz für Andenken.
Auf der anderen Seite könnte man den Aufenthalt auch dazu nutzen, Land und Leute kennenzulernen, wozu auch gehört, dort einzukaufen, wo man urlaubt. Es ist noch niemand daran gestorben, ein paar Wochen nicht das zu bekommen, was man von zu Hause gewohnt ist. Es ist unglaublich, wie gut Neuseeländer ohne deutsche Artikel überleben!
Für Neuseeland ist eine 50er-Sonnencreme, am besten rifffreundlich, zusätzlich zu empfehlen, da die Sonne extrem stark und sehr stechend sein kann.
Bei der Garderobe sollte der legere Anteil den formellen oder festlichen bei weitem überwiegen.
Kleidungsetikette In Neuseeland
Die Neuseeländer ziehen sich eher leger an, auch im Büro. Im Allgemeinen gibt es viele Freiheiten. Egal was man trägt, man wird kaum auffallen. Das kann zwischen den größeren Städten variieren, jedoch ist es im ganzen Land im Vergleich zu Deutschland freizeitlicher. Als Deutscher kann man sich outen, wenn man von Kopf bis Fuß die beste und neueste Hochfunktionskleidung trägt. Die Neuseeländer gehen es eher lässig an. Es gibt auch keine so ausgeprägte Konsumgesellschaft wie in anderen westlichen Ländern.
Birgit hätte beim Packen besser den Zwiebellook mit vielen Lagen Kleidung im Hinterkopf behalten sollen, anstatt sich nur auf Sommer einzustellen. Für jedes Wetter etwas dabei zu haben ist wichtig, denn das Wetter in Neuseeland ist rund ums Jahr unberechenbar.
Ankunft in Ozeanien/Australasien
Flug Sydney–Wellington, immer noch ein Tag Ende September
Birgit will ihre erste Zeit in Wellington verbringen. Wellington nennt sich auch die coolste kleine Stadt der Welt. Gerne würde Birgit sich als Einheimische fühlen, während sie weiterhin für ihren Arbeitgeber in Deutschland arbeitet. Der Flug von Hamburg nach Dubai dauert über sechs Stunden, der von Dubai nach Sydney über 14 Stunden.
Sie ist froh, dass sie sich zwischendurch die Beine vertreten kann. Auf Dauer kann es doch eng werden. Sie genießt allerdings die Zeit mit sich selbst im Flugzeug und verzichtet darauf, sich während des Fluges online zu schalten.
Der Mix an Passagieren verändert sich auf den Flügen. Während noch sehr viele Deutsche auf dem ersten Flug sind, wird es auf dem Flug nach Sydney bunter und internationaler. Nun, auf dem Flug von Sydney nach Wellington fühlt es sich allgemein etwas freizügiger an. Einige laufen mit Socken oder ganz barfuß im Flugzeug herum.
Birgit sitzt zwischen einem Australier namens Kieren und einem Neuseeländer, der sich als Scottie vorstellt. Kieren spricht sogar Deutsch, weil sein Vater deutscher Abstammung ist. Auch Scottie versucht seine begrenzten Deutschkenntnisse preis zu geben. Seine Großeltern sind damals beide mit dem Schiff nach Neuseeland ausgewandert und haben Deutschland danach nie wieder besucht.
Birgit fragt neugierig in Richtung Kieren: »Weshalb fliegen Sie nach Wellington?«, der antwortet: »Du kannst mich gerne duzen. Sich beim Vornamen zu nennen und zu duzen ist in Australien und Neuseeland normal.«
You – Keine Nachnamen In Der Ansprache
In Neuseeland you’t man sich nicht nur im privaten Bereich mit Vornamen. Auch in offiziellen Schreiben, wie die von Gemeinden, dem Steuerbescheid, bei der Strom- oder Telefonrechnung wird man nur beim Vornamen genannt. Sogar Emails im Bewerbungsprozess haben den Vornamen zur Anrede. Das mag etwas sein, was sich für Neuankömmlinge aus Deutschland zu Beginn etwas zu informell anfühlen kann. Wenn man jedoch den Nachnamen in der Anrede nutzt, outet man sich als Neuling.
Kieren fährt fort: »Um auf deine Frage zu antworten, ich bin vor kurzem wegen der Arbeit nach Wellington umgezogen. Meine Familie ist noch in Australien. Ich hoffe, sie können bald nachkommen.« Birgit nutzt die Gelegenheit: »Gibt es Dinge, die in Neuseeland anders sind als in Australien?« Kieren nickt: »Absolut. Ich hatte ein kulturspezifisches Training für Neuseeland, als ich gerade angekommen war. Und da wurde mir bewusst, wie stolz die Neuseeländer sind.« Birgit fragt weiter: »Gibt es überhaupt so etwas wie eine neuseeländische oder australische Kultur? Ist nicht alles irgendwie wie in England?« Scottie und Kieran schauen sich verlegen an.
Birgit spricht hier ein heißes Eisen an. Australien und Neuseeland sind sich oberflächlich in vielem sehr ähnlich. Wenn man genauer hinschaut und dort lebt, gibt es allerdings große kulturelle Unterschiede. Australier werden beispielsweise als lauter und direkter wahrgenommen. Besonders in der Berufswelt ist das Verhalten rauer und geschäftiger. Während Australien gerne als der große Bruder gesehen wird, gibt es das Verlangen von neuseeländischer Seite, als eigenständig wahrgenommen zu werden. Es nervt Kiwis zum Beispiel, regelmäßig auf der Weltkarte vergessen zu werden. Bisweilen werden die Kommunikation und Attitüde der Australier gar als arrogant empfunden, ohne dass diese es bewusst wahrnehmen oder beabsichtigen, so zu sein. Es ist also ein heikles Thema.
Unterschiede Zwischen Indigenen In Verschiedenen Ländern
Die neuseeländische Kultur heute ist eine einzigartige Verbindung und Mischung aus den ersten englischen Siedlern und den indigenen Māori. Der Einfluss der Indigenen in Neuseeland ist einmalig auf der Welt und unterscheidet sich grundlegend von der Kultur der indigenen Aboriginals und deren Stellung in Australien. Während die Kultur der Māori sehr präsent und ein wichtiger Teil der neuseeländischen Kultur und des dortigen Alltags ist, gelang die Unterdrückung der Aboriginals historisch aus Sicht der ersten Siedler »erfolgreicher«. Auch heute ist die Beteiligung der Aboriginals am Alltag gering. Die Geschichte beider indigener Völker ist komplett unterschiedlich: Im Gegensatz zu den Aboriginals sind die Māori Polynesier und kamen mit Booten, sogenannten Wakas – neuseeländischen Kanus – über die Meere aus Taiwan.
Es stimmt zwar, dass beide Staaten ein gewisses englisches Erbe haben. Dies wird jedoch nicht unbedingt als positiv gesehen. Es kann in Neuseeland eher als Last wahrgenommen werden, die man gerne abschütteln würde, um die eigene Kultur zu leben.
In beiden Ländern kann es sich für Neuankömmlinge wie für Birgit im Flugzeug anfühlen: Es leben so viele verschiedene Kulturen miteinander, wo kann es da eine eigene Kultur geben?
Grundsätzlich bietet es sich an, in der Kommunikation und Fragestellung offenere Fragen zu stellen. Birgit könnte sich zum Beispiel erkundigen, wie beide ihre Kultur beschreiben würden, was daran besonders ist, und wie sie die andere Kultur sehen. Stattdessen stellt sie geschlossene Fragen, die eine gewisse Vorannahme widerspiegeln. Birgits Fragen wären eventuell ok gewesen, wenn sie Kieren und Scottie schon länger kennen würde.
Wie Neuseeland in den Regionen Ozeanien und Australasien einzuordnen ist
Ozeanien ist eine geografische Region, die sich aus Australasien, Melanesien, Polynesien und Mikronesien zusammensetzt. Die konkreten Definitionen variieren jedoch.
Zu Melanesien gehören Papua-Neuguinea, Fidschi, die Salomoninseln, Vanuatu, Neukaledonien und Teile von Indonesien.
Zu Mikronesien gehören der Osten der Philippinen mit Inseln wie Palau, Guam, die nördlichen Marianainseln, die Föderierten Staaten von Mikronesien, Nauru, die Marshallinseln und Kiribati.
Polynesien hat die Form eines großen Dreiecks im Osten des Pazifischen Ozeans. Hawaii liegt ganz im nördlichen Eck, Neuseeland im südwestlichen Eck, die Osterinseln im östlichen Eck. Zudem gehören Tuvalu, Samoa, Tonga, die Cookinseln und Französisch-Polynesien dazu.
Die Namen Melanesien, Mikronesien und Polynesien wurden von Europäern vergeben. Alle drei Wortstämme gehen auf das Griechische zurück. Der Name Polynesien bedeutet »viele Inseln« und wurde zuerst von dem französischen Schriftsteller Charles de Brosses Mitte des 18. Jahrhunderts erwähnt. Melanesien und Mikronesien haben ihren Namen dem französischen Forscher Jules Dumont D’Urville zu verdanken: Melanesien bezieht sich auf die dunkle Hautfarbe der Einwohner, Mikronesien auf viele kleine Inseln.
Australasien umfasst Australien und Neuseeland, manchmal wird Neuguinea dazugezählt. Die Definition von Australasien bezieht sich vor allem auf die tektonische Australische Platte und Australien als Kontinent.
Neuseeland gehört damit sowohl zu Australasien als auch zu Polynesien, Neuguinea zu Australasien und Melanesien.
Kulturell gesehen dürfte sich Aotearoa eher zu Polynesien zählen. Die beiden indigenen Kulturen in Australien und Neuseeland unterscheiden sich historisch sehr voneinander, auch wenn beispielsweise das Verhältnis zur Natur in vielen indigenen Kulturen weltweit ähnlich ist; oft gibt es kein spezielles Wort für Natur – man sieht sich als Teil davon, nicht als etwas davon Losgelöstes.
Die neuseeländischen indigenen Māori waren Seefahrer, die ihren Ursprung wahrscheinlich in Taiwan haben und von dort die Pazifischen Inseln bis nach Hawaii, zu den Osterinseln und an die Westküste Südamerikas erkundeten, vor allem Peru und Chile. Von dort brachten sie die Süßkartoffel nach Neuseeland.
Willkommen in der Hobbit-Filmstadt
Flughafen Wellington, Ankunftsbereich international, Ende September, 12:55 Uhr mittags, Wetter noch unbekannt, auf jeden Fall windig
Birgit ist noch etwas übel und ihr Magen versucht sich zu beruhigen. Sie hat einen der windigen Tage in Wellington erwischt, um zu landen. Je nachdem, welche Statistik man betrachtet, ist Wellington die windigste oder eine der windigsten Städte der Welt. Die Kiwis nennen die Hauptstadt auch Windy Wellington. Der Anflug hat wildesten Seegang. So zumindest fühlt es sich an. Das Flugzeug ruckelt in alle Richtungen und muss sogar einmal durchstarten.
The Roaring Forties – Die »Brüllenden Vierziger«
Wellington liegt mitten in den »brüllenden Vierzigern«, auf Englisch Roaring Forties genannt. Was sich wie eine ausgeprägte Midlife-Crisis anhört, sind starke westliche Winde, die zwischen 40 und 50 Grad südlicher Breite vorkommen. Sie ziehen regelmäßig über die Süd- und südliche Nordinsel hinweg. Wellington liegt aufgrund der Meeresenge in der Cook-Straße in einer besonderen Lage: Sie wirkt wie ein Trichter und beschert der Landeshauptstadt im Schnitt an 173 Tagen über 32 Knoten und an 22 Tagen über 40 Knoten. Orkane mit Böen über 140 km/h sind keine Seltenheit. Im Internet kann man zahlreiche Videos von wackeligen Starts und Landungen am Flughafen Wellington finden. Die Hauptstadt und viele andere Gegenden in Neuseeland sind ein Paradies für Windsportler wie Windsurfer (auch Pole Dancer genannt), Kitesurfer (auch tea bags oder shark food genannt) und Segler.
Den starken Winden ist auch die einseitige Fönfrisur vieler Bäume und Büsche zu verdanken, die man vor allem auf der Südinsel oft sieht: Bäume, deren Blätterhaupt aufgrund der vorherrschenden Windrichtung stark in eine Richtung gewachsen ist.
Nun ist das Flugzeug endlich am Boden. Noch mau im Magen, räkelt sich Birgit nach der langen Reise, die ohne Umsteigezeiten über 24 Stunden gedauert hat. Sie stellt sich vor, dass sie buchstäblich an einem Ende der Welt für eineinhalb bis zwei Tage untergetaucht war, um am anderen Ende wieder aufzutauchen, wie ein Maulwurf, nur mit einem etwas längeren Tunnel.
Antipoden
Von Deutschland aus dauert der Flug nach Neuseeland mit Umsteigezeiten in der Regel zwischen ein und zwei Tagen. Es ist egal, in welche Richtung man um den Globus fliegt. Die gängigen Routen gehen entweder über die USA oder in die andere Richtung über Asien (meist Hongkong, Singapur, Kuala Lumpur, aber auch andere asiatische Städte, je nach Flugunternehmen). Es gibt auch Flüge über die Vereinigten Arabischen Emirate und dann weiter, was Birgit gewählt hat. Würde man von verschiedenen Orten rund um Spanien ein Loch durch die Erde bohren, würde man mehr oder weniger in Neuseeland herauskommen. Von Wellington aus würde man irgendwo zwischen Valladolid, Salamanca und Zamora in Spanien landen, von Auckland aus zwischen Sevilla und Málaga. Deutschland würde knapp östlich von Neuseeland im Meer liegen.
Nun steckt Birgit in ihrer Vorstellung den Kopf zum ersten Mal wieder ins wahre Leben, raus aus dem Maulwurftunnel der Anreise. Sie sucht langsam und vorsichtig ihre Sachen zusammen, um den Magen nicht noch mehr zu reizen, und erhebt sich aus dem Sitz. Es ist fast ein Wunder, dass ihre Knochen bei den ersten Bewegungen nicht quietschen, denkt sie. Der Laufgang aus dem Flugzeug ist ein Willkommensgruß aus Tapeten mit viel Natur, die Birgit fast hören kann, so echt ist sie dargestellt.
