Gefährte seiner größten Angst - Shea Balik - E-Book

Gefährte seiner größten Angst E-Book

Shea Balik

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Beschreibung

Declan Wyman weigert sich, seinen Gefährten Liam Hadley anzuerkennen, nur weil der Mann ein Psy ist. Erst als Stone Haven attackiert wird und Grenzen überschritten werden, um den Verräter zu finden, der dem Feind hilft, erkennt Declan, wie falsch es von ihm war, Liam zu verurteilen, ohne den Mann zuerst kennenzulernen. Liam Hadley ist es leid, Declans Sündenbock für alles zu sein, das schief läuft. Er wünscht sich nur, dass der sexy Werlöwe ihn mit etwas anderem als Verurteilung in den Augen ansieht. Ein explosiver Kuss ändert alles, aber äußere Mächte stellen ihr Leben auf den Kopf. Sie müssen einen Weg finden, zusammenzuarbeiten, wenn es je Hoffnung für sie geben soll, die Familie zu gründen, von der sie immer geträumt haben. Können die beiden einen Weg finden, ihre Ängste zu überwinden und die Liebe zu akzeptieren, die direkt vor ihren Nasen ist, bevor sie ihnen durch die Finger gleitet? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Die Reihe Paranormal Wars: Juarez ist ein Spin Off der Paranormal Wars: Stone Haven-Reihe. Die Handlung beider Reihen läuft teils parallel. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich, beide Reihen entsprechend der Handlung zu lesen, dies entspricht auch der Reihenfolge der Veröffentlichung. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Grundsätzlich können die Reihen aber auch jeweils einzeln gelesen werden. Länge: rund 41.200 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Epilog

ÜBER SHEA BALIK

LESEPROBE:

Gefährte seiner größten Angst

Declan Wyman weigert sich, seinen Gefährten Liam Hadley anzuerkennen, nur weil der Mann ein Psy ist. Erst als Stone Haven attackiert wird und Grenzen überschritten werden, um den Verräter zu finden, der dem Feind hilft, erkennt Declan, wie falsch es von ihm war, Liam zu verurteilen, ohne den Mann zuerst kennenzulernen.

Liam Hadley ist es leid, Declans Sündenbock für alles zu sein, das schief läuft. Er wünscht sich nur, dass der sexy Werlöwe ihn mit etwas anderem als Verurteilung in den Augen ansieht.

Ein explosiver Kuss ändert alles, aber äußere Mächte stellen ihr Leben auf den Kopf. Sie müssen einen Weg finden, zusammenzuarbeiten, wenn es je Hoffnung für sie geben soll, die Familie zu gründen, von der sie immer geträumt haben.

Können die beiden einen Weg finden, ihre Ängste zu überwinden und die Liebe zu akzeptieren, die direkt vor ihren Nasen ist, bevor sie ihnen durch die Finger gleitet?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Die Reihe Paranormal Wars: Juarez ist ein Spin Off der Paranormal Wars: Stone Haven-Reihe. Die Handlung beider Reihen läuft teils parallel. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich, beide Reihen entsprechend der Handlung zu lesen, dies entspricht auch der Reihenfolge der Veröffentlichung. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es hier: https://meandthemuse.com/buecherserien/paranormal-wars-juarez/

Grundsätzlich können die Reihen aber auch jeweils einzeln gelesen werden.

Länge: rund 41.200 Wörter

SHEA BALIK

Gefährte seiner größten Angst

Paranormal Wars: Stone Haven 8

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Mating His Worst Fear“:

Shea Balik

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2019

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Vanessa Tockner

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Erst wenn wir nicht länger Angst haben, beginnen wir zu leben.

—Dorothy Thompson

Kapitel 1

Schmerz schlug mit der Kraft eines Vorschlaghammers in Declan Wymans Kopf ein, der Druck drängte auf ihn ein und stoppte seine Schritte. Jeremy, eine Werschlange – Klapperschlange, genauer gesagt –, fiel auf die Matten, wo sie Nahkampf geübt hatten. Durch den blendenden Schmerz sah Declan, wie die anderen in seiner Einheit fielen wie die Fliegen und ihre Köpfe mit den Händen umklammerten, während sie versuchten, es aufzuhalten.

Es gab nur eine mögliche Ursache für das alles – die Psy. Er aktivierte sein KOBI-Gerät und kontaktierte Liam Hadley, einen Psy und Störenfried. „Liam, wenn du das bist, trete ich dir in den Hintern.“ Er gab sein Bestes, wütend zu klingen, war jedoch ziemlich sicher, dass er eher wie ein jammerndes Kind klang.

„Was habe ich jetzt wieder falsch gemacht, Declan?“ Die gereizte Stimme des Mannes, der die letzten paar Monate Declans Träume heimgesucht hatte, war wie beruhigender Balsam und linderte die Qualen, die er ausstand, ein wenig.

Er hasste es, wie sehr er sich nach Liams Nähe sehnte, besonders da der Mann zu glauben schien, dass er besser war als die Werwesen. Es war ja nicht so, als hätte Declan darum gebeten, in ein Hollywood-Monster verwandelt zu werden. Als Mensch war er zufrieden damit gewesen, sein Leben zu führen und die Welt, in die er jetzt geworfen worden war, nie kennenzulernen.

Das Würgegeräusch, als mehrere seiner Männer ganz offensichtlich den Kampf gegen die Psy in ihren Köpfen verloren, brachte ihn zum Thema zurück. „Verdammt, Liam. Hör auf, mit unseren Köpfen zu spielen. Wir verstehen schon, dass wir noch Arbeit vor uns haben, bevor unsere Einheit bereit ist, den Psy entgegenzutreten.“

Er verzog das Gesicht, als er sich erneut jammern hörte. Er war einer der Besten darin, die Psy aus seinem Geist herauszuhalten, und doch klammerte er sich verzweifelt an der Wand fest und kämpfte darum, nicht auf die Knie zu sinken. Diese Genugtuung würde er Liam niemals geben.

Der Mann befand sich vielleicht nicht in diesem Raum, aber Declan war ziemlich sicher, dass er irgendwie sehen konnte, was geschah, und vermutlich laut über die schwachen Werwesen lachte. Bei der Vorstellung, ausgelacht zu werden, knurrte er tief, zwang sich zu einer geraderen Haltung und kämpfte mit aller Kraft, um Liam aus seinem Kopf zu vertreiben.

„Declan, ich wiederhole, ich habe keine Ahnung, wovon du redest.“ Erneut schien der Klang von Liams Stimme dem Tier in Declan zu helfen, den Psy von sich zu schieben, der in seinen Geist einzudringen versuchte – wer auch immer es war.

Wenn Liam und seine Männer es nicht waren, dann bedeutete das … Fuck!

Jetzt, da er es geschafft hatte, sich der Person zu entledigen, die in seinen Schädel zu gelangen versuchte, sprach Declan Liam fester an. „Das ist wichtig, Liam. Jemand versucht, in die Köpfe meiner gesamten Einheit einzudringen. Stecken du und dein Team dahinter?“

„Ich schwöre, wir sind es nicht. Seid ihr nicht in Lake Louise?“ Der Ernst in Liams Tonfall verriet Declan, dass der Mann die Wahrheit sagte.

Declan hasste es zwar, das zuzugeben, aber er vertraute Liam. Der Mann war vielleicht ein Psy, hatte jedoch seine Loyalität zur Allianz bewiesen. Declan wünschte nur, dass diese Tatsache ihm helfen würde, mit den Gefühlen fertigzuwerden, die er für den Mann hatte – Gefühle, die er nicht wollte.

Diese Schlussfolgerung brachte seine Gedanken zum Rasen. Er würde nicht viel Zeit haben, um einen Schlachtplan zu entwerfen, aber zuerst musste er seinem Alpha Primus Bescheid sagen. „Ja, sind wir. Du musst nach den Werwesen in Stone Haven sehen. Überprüfen, ob es dort auch passiert. Ich kontaktiere den Alpha.“

Er verabschiedete sich nicht einmal, bevor er die Verbindung unterbrach, um Alek Rykov direkt anzurufen.

„Ich hoffe für dich, dass es wichtig ist, Declan. Wir sind gerade mitten in einer Mission.“ Alek Rykov, Alpha Primus der Allianz der Wandler und Mystiker, führte gerade die Rettung der Leute an, die von einem korrupten Ratsmitglied im Latino-Territorium als Sklaven verkauft worden waren.

In den letzten drei Monaten waren drei Sklavenlager befreit worden, aber Alek würde nicht eher ruhen, bis jede einzelne Person, von der sie wussten, gefunden war.

„Wir werden angegriffen.“ Das letzte Wort keuchte Declan heraus, als eine weitere Welle seinen Schädel überflutete. Ein viel stärkerer Psy – oder möglicherweise mehrere – hämmerte gegen seinen Kopf.

Er beobachtete, wie drei seiner Männer von der Matte aufstanden. Die Art, wie sie sich ihm näherten, das Versprechen von Tod in ihren Augen, bestätigte ohne Zweifel, dass die Psy sie übernommen hatten. Er hasste es, dass Liam recht behalten hatte. Seine Männer konnten die Psy nicht davon abhalten, ihren Verstand zu übernehmen. Es war nur eine Frage der Zeit, bevor die anderen dasselbe Schicksal erlitten.

„Was?“, brüllte Alek in sein Ohr. „Wie zum Teufel ist der Feind den ganzen Weg nach Lake Louise gekommen?“

Isla, eine Werelchfrau, Sota, ein Hyänenmann, und Talia, eine Taipanfrau – natürlich würde er der giftigen Schlange die Stirn bieten müssen, er hasste Schlangen –, kamen alle gleichzeitig auf ihn zu. Der einzige Vorteil bestand darin, dass er nicht wirklich gegen sie kämpfte, sondern gegen die Psy, die ihre Köpfe übernommen hatten. Und die Psy waren normalerweise schrecklich im Nahkampf.

Es würde weit mehr als drei brauchen, um ihn zu überwältigen. Der Nachteil war, dass er ihnen nicht wirklich schaden konnte, da sie immer noch in den Körpern seiner Teammitglieder steckten. Es war wirklich unfair, aber wenn es eins gab, was er in seiner jahrelangen Gefangenschaft gelernt hatte, dann dass das Leben nicht fair war.

Wenn es fair gewesen wäre, wären er und sein Bruder nicht auf der Jagd geschnappt worden. Sie wären nicht in ein geheimes unterirdisches Labor gebracht worden und hätten nicht Jahre ohne Sonne verbracht, während unbeschreibliche Experimente an ihnen durchgeführt wurden. Außerdem wäre sein Bruder nicht in einem Krieg umgekommen, der nichts mit ihnen zu tun hatte – wie eine Marionette benutzt von Leuten, die beschlossen hatten, dass Menschen nicht mehr als Spielzeug für sie waren.

Declan war nur verschont worden, weil die Psy Probleme hatten, ihn zu kontrollieren. Daher hatten sie ihn im Labor behalten, während sein Bruder ins Feld geschickt worden war, um zu sterben. Damals war Declan nicht sicher gewesen, welcher von ihnen der Glücklichere gewesen war. Der Gedanke, ein Leben als Monster zu führen, war nicht gerade verlockend.

Er sah aus wie eine Mischung zwischen Mensch und Löwe. Goldenes Fell bedeckte den Großteil seines Körpers und sein Gesicht war das eines Löwen, allerdings flacher als bei einem Menschen. Seine Hände waren noch menschlich, aber länger, dicker und hatten Klauen statt Fingernägel.

Erst als die Allianz ihn und die anderen gerettet hatte, hatte Declan gelernt, dass er zwischen seiner Wer- und seiner Menschengestalt wechseln konnte. Es hatte Monate gedauert, bis er nicht nur akzeptierte, was mit ihm geschehen war, sondern auch mit sich selbst Frieden schloss.

„Ich weiß nicht, Alpha, aber du musst Truppen hier hochschicken.“ Eine Einheit der Allianz war bereits hier, aber die konnte den tausenden Werwesen und Menschen, die Lake Louise zu ihrer Heimat gemacht hatten, nichts entgegensetzen.

Mit einem Auge beobachtete er seine drei Teammitglieder, die auf ihn zukamen, und mit dem anderen die übrigen, die noch um Kontrolle kämpften.

Er wich einen Schritt nach dem anderen zurück und hielt in der Hoffnung, dass die drei von den Psy Kontrollierten nicht wussten, was er vorhatte, auf das Kontrollpanel zu, das ihm am nächsten war. In ungefähr jedem Raum der Einrichtung gab es etwa drei davon genau für solche Situationen.

Es war eine Sicherheitsvorkehrung, bei der er gehofft hatte, sie nie aktivieren zu müssen. „Ich leite jetzt das Betaprotokoll ein“, sagte er seinem Alpha. Die drei, die auf ihn zukamen, hörten seine Worte und eilten mit zusammengekniffenen Augen auf ihn zu, um ihn davon abzuhalten, etwas zu tun, das ihre Mission behindern könnte.

Aber sie waren zu langsam. Er nahm an, dass seine Teammitglieder immer noch mit den Psy um die Kontrolle kämpften, deshalb waren ihre Bewegungen so träge. Declan riss das Kontrollpanel auf, darunter befanden sich eine Gasmaske und ein Knopf.

Mit einer Hand drückte er auf den Knopf, während er mit der anderen nach der Maske griff. Er hatte weniger als drei Sekunden, bevor das Gas den Raum komplett füllen würde. Wenn er dann nicht die Maske trug, würde er zusammen mit den anderen das Bewusstsein verlieren.

Er hielt den Atem an und schob sich die Gasmaske über das Gesicht, gerade als Isla die Hand ausstreckte und seinen Arm packte. Klauen rissen seinen Arm auf und Feuer loderte durch seine Adern. Declans Löwe wollte brüllen, aber er hatte die Maske noch nicht aufgesetzt.

Weiße Flecken verschleierten allmählich seine Sicht, während sein Körper darum kämpfte, Luft zu bekommen. Isla hielt immer noch seinen Arm, aber ihr Griff wurde lockerer, da das Gas sie schwächte.

Declan hatte einen Versuch, die Maske richtig aufzusetzen, sonst würde er mit den anderen das Bewusstsein verlieren. Er schwang das Bein herum und trat Isla die Füße unter dem Körper weg. Ihre Klauen rissen mehr Haut von seinem Arm, aber sie ließ ihn los und er konnte die Maske aufsetzen.

Sein Körper entspannte sich etwas, als er einatmete. Er sah sich in dem Raum um. Sein gesamtes Team war bewusstlos. Jetzt musste er den Rest der Einrichtung überprüfen. Er ging zwischen den Körpern auf dem Boden hindurch.

Er öffnete die Tür und sah in den Gang hinaus, nur um zu erkennen, dass in der gesamten Einrichtung Chaos herrschte. Er achtete darauf, die Tür von außen zu verschließen, damit sein Team nicht herauskommen konnte, nachdem die Wirkung des Gases abgeklungen war.

Mit der Anmut seines Löwen schlich er den Gang entlang und überprüfte die anderen Räume auf dem Weg, um zu sehen, ob irgendjemand kontrolliert wurde. Die Maske ließ er aufgesetzt, falls er sie noch brauchte – und das würde er definitiv.

In Lake Louise lebten vor allem Menschen und Werwesen. Da es die zentrale Klinik für das Nördliche Territorium und die gesamte Allianz darstellte, wurden die meisten befreiten Menschen und Werwesen, die ohnehin unter dem Feind gelitten hatten, hierher gebracht, weit abseits vom Einfluss der Psy.

Es gab einige andere Einrichtungen auf der Welt, die ähnlich wie Lake Louise aufgebaut waren. Aber Lake Louise war bei weitem die am dichtesten bevölkerte, vermutlich da diese Einrichtung sich im Hauptquartier der Allianz befand.

Die Zahl der möglichen Opfer, die die Psy benutzen konnten, ging in die tausende. Declan wünschte nur, dass es einen besseren Weg gab, herauszufinden, welche kontrolliert wurde, bevor sie gegen die Allianz eingesetzt wurden.

„Declan, bist du noch da?“ Liams Worte klangen sehr sexy, als er sie ins Kommunikationsgerät flüsterte.

Declan schlug sich die unnötigen und unerwünschten Gedanken an den Psy aus dem Kopf und antwortete Liam: „Ja, aber sie haben es geschafft, drei aus meinem verdammten Team zu übernehmen.“ Die letzten Worte fauchte er.

Allein zuzugeben, wie verletzlich die Werwesen waren, machte ihn verdammt sauer. Besonders wenn der Mann, mit dem er sprach, Liam war. Wenn Liam nicht bei jeder Gelegenheit erwähnen würde, dass die Werwesen nicht stark genug waren, um den Psy zu trotzen, würde Declan den Mann vielleicht weniger hassen.

Es half auch nicht, dass Liam seine Worte untermauerte, indem er in seinen oder Logans – Declans bester Freund und Führer des anderen Werwesen-Teams – Kopf eindrang. Klar, der Mann hatte vermutlich recht, aber er musste sich deshalb nicht wie ein Arsch verhalten.

Er hatte beinahe vergessen, dass Liam noch in der Leitung war, bis der Mann erzählte, was er herausgefunden hatte. „Die Psy sind auch hier in Stone Haven. Ich konnte Logans Team mit dem Betaprotokoll unschädlich machen, aber zwei sind entkommen, bevor ich sie erreicht habe.“

Als Liams Worte – oder genauer gesagt, sein Tonfall – ihn erreichten, blieb Declan stehen.

Er wollte nicht hören, was Liam gleich sagte, sich aber auch nicht vor der Wahrheit verstecken.

„Es tut mir leid, Declan. Ich habe versucht, die Psy aus ihren Köpfen zu vertreiben, aber …“ Der Mann schwieg mehrere Momente, bevor er fortfuhr. „Gerard hatte keine Wahl, sie hatten Waffen und haben geschossen, bevor ich etwas tun konnte.“

Liam sagte vielleicht die Wahrheit, aber das war Declan egal. Er hatte zugesehen, wie hunderte seiner Art von den Psy auf die Schlachtbank geschickt worden waren, für einen Krieg, mit dem die Werwesen nichts zu tun hatten. Das Letzte, was er hören wollte, war, dass zwei von Logans Männern von einem anderen Psy getötet worden waren, selbst wenn dieser Psy auf ihrer Seite war.

Da er zu verstimmt war, unterbrach Declan die Verbindung zu Liam, bevor er noch etwas sagte, was er bestimmt bereuen würde.

Kapitel 2

Liam Hadley sank das Herz, als er das Klicken hörte, mit dem die Verbindung unterbrochen wurde. Egal, wie viel Mühe er sich dabei gab, seine Beziehung zu Declan zu bessern, es schien nur schlimmer zu werden. Es war, als wäre jedes Wort, das er sagte, ein persönlicher Angriff auf den Mann.

Er war ziemlich sicher, dass Declan sein Team nach Lake Louise gebracht hatte, nur um von Liam wegzukommen. Wie beschissen war das? Über tausendfünfhundert Kilometer zu reisen, nur um Abstand zwischen sie zu bringen, erschien Liam etwas extrem. Andererseits war es nicht er, der ein Problem mit Declan hatte, ganz im Gegenteil.

Die ersten paar Wochen hatte er gedacht, dass sie vielleicht Gefährten sein könnten. Davor hatte er nichts über Gefährten gewusst, aber seit er in Stone Haven, der Hauptstadt der Allianz, angekommen war, hatte er nicht nur von diesem Phänomen gehört, sondern auch aus erster Hand gesehen, wie der gesamte innere Kreis des Alpha Primus eigene Gefährten gefunden hatte.

Unglücklicherweise konnten Psy nicht wissen, wer ihre Gefährten waren oder ob sie überhaupt welche hatten. Wandler und Mystiker erkannten es am Geruch, aber den Psy fehlte diese Fähigkeit.

Vielleicht hatten die Götter nicht vorgehabt, den Psy Gefährten zu geben. Aber das ergab auch nicht viel Sinn, da drei bereits verpaarte Psy in Stone Haven lebten: Seth Tilton, Caleb Reid und zuletzt auch E.J. Jennings, obwohl E.J. noch nicht offiziell verpaart war. Sowohl Seth als auch E.J. waren Liams Teammitglieder in der Psy-Armee gewesen. Wenn sie also Gefährten hatten, war es nicht möglich, dass Liam auch einen hatte?

Allerdings schien der sexy Werlöwe Liam zu verabscheuen anstatt sich zu ihm hingezogen zu fühlen. Zuerst hatte er gedacht, dass Declan ebenfalls nicht die Fähigkeit besaß, seinen Gefährten zu erkennen, da er ein Werwesen war, aber diese Theorie war von dem stets hilfreichen Ian, einem Wergorilla, verworfen worden.

„Liam, hast du Logans Team ausgeschaltet?“, fragte Wolfe Koa, der Zweite Befehlshaber des Alpha Primus, über sein Kommunikationsgerät.

„Positiv, Sir. Wir sind jetzt unterwegs zur Werkstatt.“ Liam hatte keine Ahnung, wie die Psy ins Nördliche Territorium gekommen, geschweige denn bis nach Lake Louise in den Norden vorgestoßen waren. Der Alpha Primus nutzte die fortschrittlichste Technologie der Welt.

Das war vermutlich nicht so schwer, wie es schien, da die Menschen gerade so überlebten und die Psy eher an Biologie und der Verlängerung ihrer Lebensspanne interessiert waren als an Technologie. Und doch hätten die Satelliten und Warnsysteme der Allianz die Psy auf dem Weg nach Stone Haven und vor allem nach Lake Louise entdecken sollen.

„Von uns ist auch ein Team dorthin unterwegs. Sie wissen, dass ihr kommt.“

„Verstanden, Wolfe.“ Liam erwartete, das Klicken zu hören, das ihm verraten würde, dass Wolfe aufgelegt hatte, aber es kam nicht. „Gibt es noch etwas, Sir?“

Ein Seufzer war gerade so zu hören. „Ja, irgendeine Ahnung, wie das passieren konnte?“

Liam verstand, welche Frage eigentlich dahinter steckte. Waren er und sein Team Verräter? Spione für die Psy? Die Frage war nur vernünftig. Sie waren Psy, die vor kurzer Zeit zur Allianz übergelaufen waren, dann geschah zwei Monate später ein Angriff. Liam hätte dieselbe Frage gestellt, wenn er an Wolfes Stelle gewesen wäre, aber das machte sie nicht weniger schmerzhaft.

Er hatte dem Alpha Primus der Allianz Alek Rykov geschworen, ihm zu dienen und loyal zu sein. Das bedeutete Liam etwas. Als er der Psy-Armee beigetreten war, hatte er einen ähnlichen Schwur geleistet, aber der war erzwungen gewesen und er hatte es getan, um nicht zu sterben.

„Nein, Wolfe, keine Ahnung. Ich hoffe, dass ich dir das eines Tages auch beweisen kann.“ Dafür würde er vermutlich getadelt werden, aber er unterbrach die Verbindung, zu verärgert, um das Gespräch fortzuführen.

„Sie glauben, wir hatten etwas damit zu tun, nicht wahr?“, fragte Gerard Lymen, der jetzt, da Liam das Kommando hatte, der Zweite Befehlshaber des Teams war.

Als Seth noch in ihrem Team gewesen war, hatte er sie angeführt. Die starke Telekinesefähigkeit des Mannes und die Tatsache, dass Seths Eltern zur Führungsriege der Psy gehörten, hatten Seth zur vernünftigsten Wahl gemacht. Liam war sein Zweiter gewesen.

Es gab Zeiten, wie etwa jetzt, da wünschte er, er könnte wieder Zweiter sein. Anführer zu sein war richtig beschissen. Alle ließen sich darüber aus, wie toll es war, die Führung zu übernehmen, den Ruhm und Anerkennung für den Erfolg des Teams einzustecken. Aber niemand erwähnte, wie jede kleine Entscheidung sich auf die Leben auswirkte, für die man verantwortlich war.

Im Grunde hatte sein Team extremes Glück gehabt – über die Jahre hinweg hatten sie nur wenige verloren. Wenn man bedachte, auf welche Selbstmordmissionen sie geschickt worden waren, war es ein Wunder, dass sie alle nicht schon mehrmals gestorben waren.

Aber erst nachdem Seth von seiner Familie weggelaufen, bei Alek Rykov Asyl gesucht hatte und die beiden sich zufällig als Gefährten herausgestellt hatten, waren sie wirklich in Lebensgefahr geraten. Da er Seth unbedingt hatte zurückholen wollen, hatte General Ralston Liams Team zum Verhör zu sich gerufen.

Der Mann hatte ihnen vorgeworfen, Seth bei der Flucht geholfen zu haben, und sie hatten monatelange Folter ertragen müssen. Aber in Wahrheit hatte der General sie verhört, um Seth zu finden. Denn General Ralston, derselbe Mann, der andere einfach für ihr Schwulsein hingerichtet hatte, verlangte es so sehr nach Seth, dass es an Besessenheit grenzte.

Da Seth fort war, richtete er dieses Verlangen schließlich auf ein neues Opfer, E.J., einen aus Liams Team. Er war nicht sicher, warum der General sie nicht alle tötete, aber eines Tages wurde das gesamte Team freigelassen, wund und verletzt, allerdings ohne E.J.

Sie machten sich nicht die Mühe, sich zu beschweren, es würde ohnehin niemand auf sie hören. Stattdessen riefen sie Seth an. Nun ja, sie kamen nicht weiter als bis zu Rangi, dem Kommunikationsdirektor, aber sie schickten eine Nachricht an Seth, in der Hoffnung, dass der Mann sich noch genug um sie sorgen würde, um E.J. zu retten.

Das gesamte Team hatte gewartet und gebetet, dass E.J. gerettet werden würde und dass ihr Verrat mit etwas Glück nicht von den Psy entdeckt werden würde. Das Team hatte nicht erwartet, einen Platz in der Allianz angeboten zu bekommen – als Alek Rykov sie also nach E.J.s Rettung persönlich kontaktierte, um ihnen diesen Platz anzubieten, stürzten sie sich darauf.

Das ATV, das Holden steuerte, kam unsanft zum Halten und brachte Liam zur anstehenden Aufgabe zurück. Sie waren bei der Werkstatt der Stadt angekommen, die zufällig auch die Fahrzeuge der Allianz wartete. Kurz bevor Liam und sein Team nach Stone Haven gekommen war, hatte jemand die Werkstatt in die Luft gejagt.

Ein Wervielfraß hatte dort gearbeitet, als ein einzelner Psy nahe genug herangekommen war, um den Geist des Mannes zu übernehmen und ihn zu zwingen, eine Bombe zu platzieren, die den Alpha Primus töten sollte. Glücklicherweise war Alek zu jener Zeit nicht dort gewesen, trotzdem waren neun Leute gestorben.

Der Wervielfraß arbeitete noch immer dort, ebenso wie zwei andere Werwesen und vier Menschen – alle anfällig für die Psy.

Das andere Soldatenteam, das Wolfe geschickt hatte, war bereits vor Ort. Der Mann, der ihnen den Rücken freihielt, starrte sie finster an und warnte sie mit einem Blick, im Hintergrund zu bleiben und somit das Risiko zu vermeiden, von freundlichem – oder in diesem Fall weniger freundlichem – Feuer getötet zu werden.

Da er nie vor seiner Pflicht zurückscheute, trat Liam vor, um zu helfen, soweit es möglich war. Da richtete der Soldat seine Waffe auf Liam und sein Team. „Ihr seid hier nicht willkommen“, höhnte der Mann.

Es gab zu viele Gebäude, als dass ein Team sie innerhalb einer vernünftigen Zeitspanne durchsuchen konnte. Liams Team wurde gebraucht. „Ich habe Befehle von Wolfe, diese Gebäude zu durchsuchen, wenn du es also nicht mit ihm aufnehmen willst, schlage ich vor, dass du diese Waffe von mir und meinen Männern wegnimmst.“

Er starrte den Mann nieder, bis der Mann langsam die Waffe senkte. Der Soldat fauchte sie an: „Wenn ich herausfinde, dass ihr etwas damit zu tun hattet, werdet ihr bezahlen.

---ENDE DER LESEPROBE---