Gefährte seines Alptraums - Shea Balik - E-Book

Gefährte seines Alptraums E-Book

Shea Balik

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Beschreibung

Wolfe Koa wuchs in einer Welt voller Schmerz auf. Als neugeborener Wolfwandler kam er in ein Labor, wo jedes dem Menschen bekannte Experiment an ihm durchgeführt wurde. Als er endlich befreit wurde, schwor er sich, alle Labore zu zerstören, die die Menschen gebaut hatten, um Paranormale im Namen der Wissenschaft zu foltern. Caleb Reid ist ein Wissenschaftler, der es liebt, anderen zu helfen. Als die Psy, sein eigenes Volk, ihn entführten und dazu zwangen, eine Rasse von Supersoldaten zu erschaffen, Menschen mit der DNA von Tieren und Wandlern, lehnte Caleb sich auf. Aufgrund seiner trotzigen Haltung schnitt man seinem Vater den Finger ab und drohte, seiner vierjährigen Schwester dasselbe anzutun. Da er keine Wahl hatte, tat Caleb das Undenkbare und gab den Forderungen der Psy nach. Als Wolfe erkennt, dass Caleb sein Gefährte ist, kämpft er gegen das Verlangen an, mit ihm zusammen zu sein. Kann Wolfe die Anziehungskraft der Gefährten überwinden oder wird er letztendlich doch der Gefährte seines schlimmsten Albtraums? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 41.300 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Epilog

ÜBER SHEA BALIK

LESEPROBE:

Gefährte seines Alptraums

Wolfe Koa wuchs in einer Welt voller Schmerz auf. Als neugeborener Wolfwandler kam er in ein Labor, wo jedes dem Menschen bekannte Experiment an ihm durchgeführt wurde. Als er endlich befreit wurde, schwor er sich, alle Labore zu zerstören, die die Menschen gebaut hatten, um Paranormale im Namen der Wissenschaft zu foltern.

Caleb Reid ist ein Wissenschaftler, der es liebt, anderen zu helfen. Als die Psy, sein eigenes Volk, ihn entführten und dazu zwangen, eine Rasse von Supersoldaten zu erschaffen, Menschen mit der DNA von Tieren und Wandlern, lehnte Caleb sich auf. Aufgrund seiner trotzigen Haltung schnitt man seinem Vater den Finger ab und drohte, seiner vierjährigen Schwester dasselbe anzutun. Da er keine Wahl hatte, tat Caleb das Undenkbare und gab den Forderungen der Psy nach.

Als Wolfe erkennt, dass Caleb sein Gefährte ist, kämpft er gegen das Verlangen an, mit ihm zusammen zu sein. Kann Wolfe die Anziehungskraft der Gefährten überwinden oder wird er letztendlich doch der Gefährte seines schlimmsten Albtraums?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 41.300 Wörter

SHEA BALIK

Gefährte seines Alptraums

Paranormal Wars: Stone Haven 5

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Mating His Nightmare“: Shea Balik

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2017

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Vanessa Tockner

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Für meine Mutter und Schwester, weil sie mir mit meinem verrückten Leben helfen, damit ich tun kann, was ich am meisten liebe.

Kapitel 1

Gänsehaut überzog Wolfes Haut, als die Finger seines Geliebten über seinen Arm strichen. Mehrere Momente lang erlaubte er sich, Calebs Berührung zu genießen. Starke Hände zeichneten eine Spur seinen Körper hinab und streichelten jeden Zentimeter, den sein Gefährte erreichen konnte. Es erstaunte Wolfe immer wieder, dass so starke Hände sich wie Seide auf seiner Haut anfühlen konnten.

Ein einzelner Finger strich Wolfes Schwanz hinauf. Er lehnte sich in die Berührung, als Calebs Nagel über die Spitze schabte. Fuck, er liebte es, wenn dieser Mann ihn berührte. Wolfes Augen flogen auf, als er fühlte, wie die Lippen seines Gefährten seinen Schwanz mit heißer, feuchter Hitze umschlossen.

Er sah hinab, während die Lippen sich dehnten und an seinen Schwanz anpassten. Caleb benutzte seine talentierte Zunge, um ihn beinahe um den Verstand zu bringen. Wolfe wünschte sich mehr als alles andere, dass das hier nie enden würde. Aber das würde es. Das tat es immer.

Als würde er seine Zerstreutheit spüren, richtete Caleb sich auf, um sich breitbeinig auf Wolfe zu setzen, bis sein Schwanz direkt an Calebs enger Öffnung lag. Calebs Smaragdaugen starrten in seine herab, während er sich senkte, bis Wolfes Schwanz komplett in dem Körper seines Gefährten vergraben war.

„Oh fuck“, flüsterte Wolfe – er wollte nicht zu laut sein, aber das enge Gefühl von Calebs schlankem, trainiertem Körper um seinen Schwanz war wie ein Schraubstock. Er würde niemals lange durchhalten, nicht, dass er das bei seinem Gefährten je tat.

Seine Hände umklammerten Calebs Hüften fest genug, um blaue Flecken zu hinterlassen, als er Caleb hoch und wieder auf seinen Schwanz hinabzwang. Wie ein Besessener jagte er seinem Orgasmus nach. Die festen Muskeln in Calebs Öffnung zogen sich zusammen, als perlweiße Samenflüssigkeit in Wellen aus seinem Schwanz schoss und auf ihren Bäuchen landete.

Wolfe konnte sich nicht zurückhalten – er stieß einmal, zweimal und stöhnte laut, als er seinen Gefährten mit seinem Samen füllte. Caleb brach über Wolfe zusammen. Beide atmeten schwer, während ihre Euphorie sie verließ.

Wolfe wusste nicht, wie Caleb seine Träume betreten konnte, und sein Gefährte wollte es ihm nicht verraten. Immer, wenn Wolfe versuchte, ihn dazu zu zwingen, verschwand der Mann einfach und Wolfe wachte mit tiefem Schmerz auf, weil er seinen Gefährten vermisste. Das passierte jedes Mal, wenn er Fragen stellte, die Caleb nicht beantworten wollte. Anstatt sich Wolfe zu stellen, verschwand er einfach.

Jede Nacht war Caleb hier in seinen Träumen, aber sie waren so viel mehr als Träume. Er konnte immer noch die Haut seines Gefährten spüren, seinen einzigartigen Geschmack auf der Zunge schmecken und seinen Duft riechen, wenn er aufwachte.

Er hatte gelernt, seine Handlungen zu kontrollieren, besonders wenn Wolfe mehr Zeit mit seinem Gefährten wollte – was er tatsächlich tat, obwohl er es hasste, das zuzugeben. Caleb war jemand, den er hassen, nicht verzweifelt besser kennenlernen sollte. Aber die Anziehungskraft der Gefährten ließ nicht zu, dass er sich von dem Mann abwandte. Deshalb war er Caleb durch die halbe Welt in dieses sandige Höllenloch gefolgt.

„Muss ich gehen?“, fragte Caleb resigniert.

Die Tatsache, dass Caleb seine Stimmungen so gut kannte, störte Wolfe. Es bedeutete, dass der Mann ihm zu nahe gekommen war. Ein Heulen erklang in seinem Kopf. Sein Wolf würde nicht erlauben, dass er sich von diesem Mann fernhielt, der ihm allmählich alles bedeutete.

Da er nicht weiter mit dem Mann kuscheln konnte, der ihn in den Wahnsinn trieb, stand Wolfe auf und begann, auf- und abzugehen. „Nein, ich will nicht, dass du gehst“, sagte er, aber er wusste, dass er die Frustration nicht aus seiner Stimme verbannt hatte.

Wolfe hörte, wie Caleb seufzte. „Ich weiß nicht, was du von mir hören willst“, sagte sein Gefährte, als er aufstand.

Das verärgerte ihn noch mehr. Wolfe wirbelte zu seinem Gefährten herum. „Wie wäre es damit, warum es dich befriedigt, Schmerz zuzufügen? Wie wäre es damit, warum du immer wieder in meine Träume kommst? Oder damit, wie du weiterhin in diesem Labor arbeiten kannst, nachdem ich dir erzählt habe, dass ich in einem aufgewachsen bin?“, schrie Wolfe.

Er wusste, dass Caleb dadurch nur noch früher gehen würde, aber im Moment fand er das nicht schlecht. Die zornigen Gefühle, die er in diesem Moment für seinen Gefährten empfand, waren nicht aufzuhalten. Das Problem war, dass er Caleb für nichts davon die Schuld geben konnte. Immerhin war es Wolfe gewesen, der den Mann über den Ozean an einen der unwirtlichsten Orte der Welt verfolgt hatte, nur um ihm näher zu sein.

Wolfe hätte ihn töten sollen, als er gemerkt hatte, dass der Mann sein Gefährte war. Das hätte Wolfes Leben viel einfacher gemacht. Bei dem Gedanken entfuhr ihm ein Knurren. Caleb nahm an, dass es gegen ihn gerichtet war. Die Angst in den Augen seines Gefährten brachte ihn beinahe um und gleichzeitig spürte er die Macht, die er dadurch über seinen Feind bekam. Götter, er war so kaputt.

„Es tut mir leid, dass ich nicht das bin, was du dir von einem Gefährten gewünscht hast“, sagte Caleb kleinlaut, als wäre er unsicher, ob er überhaupt etwas sagen sollte.

„Dann ändere dich“, verlangte Wolfe unsinnigerweise. Er wusste, dass er sich wie ein egoistischer Arsch verhielt, aber er konnte Calebs Sichtweise einfach nicht verstehen.

Bedauern stand deutlich in den leuchtenden Smaragdaugen, aber Wolfe entging die Entschlossenheit nicht, die tief in Caleb brannte. „Ich tue, was ich tun muss.“ Dann war er weg.

Wolfe wachte auf und sehnte sich wieder nach seinem Gefährten.

Verdammt! Warum stieß er Caleb immer von sich? Er kannte die Gründe, aber er hasste sich trotzdem, wenn er es tat. Da er wusste, dass er nicht wieder einschlafen würde, zog Wolfe sich an und ging zu dem Bach in der Nähe, um die Kleider zu waschen, die er in der Nacht getragen hatte. Er ging zu dem verfallenen Gebäude zurück, in dem er sich versteckte, breitete seine Kleider aus, damit sie trockneten, und machte sich auf den Weg zu den Gebäuden der Psy, in denen Caleb lebte und arbeitete.

Die Nachtluft war etwas kühl, aber Wolfe wusste, dass das nicht lange so bleiben würde. Sobald die Sonne aufgegangen war, würde es an diesem Ort so heiß werden, dass er nur mit den Feuern in der Hölle verglichen werden konnte. Es ging über Wolfes Verstand, warum irgendjemand Gebäude in diesem Heizofen baute. Da niemand bei klarem Verstand jemals absichtlich hier leben würde, war es natürlich einfacher, Eindringlinge zu entdecken.

Glücklicherweise waren die Psy, die den Ort bewachten, so schlecht ausgebildet, dass sie Wolfe nicht bemerkt hatten, obwohl er sie und seinen Gefährten beinahe zwei Monate lang durch den Maschendrahtzaun hindurch beobachtet hatte. Er ging über den sandigen Untergrund und achtete darauf, seine Spuren zu verwischen, während er sich von seinem Versteck zur Anlage bewegte.

Jeder Schritt wog schwer, als er an Caleb dachte. Wolfe wusste, dass der Wolf in ihm nicht zulassen würde, dass er Caleb schon verließ, aber er wusste auch nicht, wie er seinen Hass auf die Tätigkeit seines Gefährten überwinden sollte. Egal, wie oft er von Caleb verlangt hatte, seine Gründe dafür zu erklären, dass er im Laboratorium der Psy arbeitete und Experimente durchführte, die nichts anderes bewirkten als Unschuldige zu foltern, Caleb weigerte sich zu antworten.

Selbst nach zweihundert Jahren hatte Wolfe noch Flashbacks von seiner eigenen Zeit im Labor. Jeder Tag hatte neue Folter gebracht. Da er direkt nach seiner Geburt entführt worden war, drehten seine ersten Erinnerungen sich um Männer in weißen Kitteln mit Spritzen. Wie irgendeine Kultur dem zustimmen konnte, was sie taten, das würde Wolfe nie verstehen. Nichts davon wäre passiert, wenn die Götter es nicht von Anfang an vermasselt hätten.

Vor dreihundert Jahren hatten die Götter beschlossen, drei neue Rassen zu erschaffen, um die Erde vor der Zerstörung der Menschen zu retten. Jede Rasse hatte eine Gabe bekommen, um dieses Ziel zu erreichen. Wandler hatten ein Tier, mit dem sie Körper, Geist und Seele teilten, um etwas gegen das Aussterben so vieler Tierarten zu unternehmen. Mystiker hatten eins der vier Elemente – Feuer, Wasser, Wind und Erde –, das sie kontrollieren konnten, um mit der Natur zu kommunizieren. Die Psy hatten die Fähigkeit, die Gedanken und Gefühle der Menschen zu manipulieren, um sie auf einen besseren Weg zu lenken.

Das war der erste Fehler der Götter gewesen. Wolfe verstand nicht, warum sie irgendjemandem so viel Macht geben konnten, dass er jemand anderen buchstäblich dazu zwingen konnte, zu tun, was die Psy wollten. Das Ziel war es gewesen, die Ideen und Gefühle der Menschen zu beeinflussen, damit sie Rücksicht auf die Erde nahmen, aber stattdessen hatten die Psy die Menschen als ihre persönlichen Marionetten benutzt.

Als wäre das nicht schlimm genug, hatten die Götter auch beschlossen, zu zeigen, was sie getan hatten. Wenn jemand aus den drei Rassen geboren wurde, benutzte er oder sie seine Fähigkeit. Wandler verwandelten sich in ihr Tier und Mystiker in ihr Element. Es dauerte nur wenige Augenblicke, aber das reichte, um die menschliche Bevölkerung in Panik zu versetzen. Die Psy benutzten ihre Fähigkeit auch, aber da sie darin bestand, Gedanken oder Gefühle zu kontrollieren, hatten die Menschen nicht gemerkt, dass etwas nicht stimmte.

Sobald die Regierungen der Menschen davon erfuhren, ließen sie die paranormalen Kinder entweder gleich töten oder zur „Beobachtung“ entführen. Die sehr menschlichen Eltern, die von dem Anblick zu Tode erschrocken waren, protestierten nicht und viele riefen sogar selbst die Behörden.

Zum Glück für die Wandler und Mystiker hatten einige menschliche Eltern die Identität ihrer Kinder geheim gehalten und sie beschützt. Für die anderen Paranormalen wurden Laboratorien gebaut. Im Namen der Wissenschaft führten die Menschen jedes Experiment durch, das sie kannten, und ließen sich noch viele neue einfallen.

Wolfe war zweiundvierzig Jahre nach der ersten Geburt eines Paranormalen geboren und sofort in Gewahrsam genommen worden. Von seiner ersten Erinnerung an hatte er nur Schmerz gekannt. Die Wissenschaftler steckten ständig Spritzen in ihn, manchmal um Blut abzunehmen, aber meistens, um etwas in seinen Körper zu injizieren.

Das war am schlimmsten, denn er wusste nie, was nach der Injektion passieren würde. Zu oft hatten sie ihn zappelnd auf dem Boden einer Zelle zurückgelassen, während eine Kamera jedes Detail seiner Tortur aufnahm. Aber es waren die, bei denen er sich fühlte, als wären tausend Ameisen unter seiner Haut, die ihn dazu brachten, seine Entführer anzuflehen, etwas dagegen zu tun.

Seine Klauen rissen buchstäblich seine Haut auf, bis jemand kam, um seine Arme an die Wand zu ketten – nicht, um das Gefühl zu stoppen, sondern um Wolfe davon abzuhalten, sich selbst langsam in Stücke zu reißen. Nein, diese kranken Arschlöcher ließen ihn leiden, ohne dass er etwas dagegen tun konnte, und beobachteten ihn nur weiterhin.

Er war nie sicher, was sie genau testen wollten. Verdammt, er war nicht einmal sicher, ob sie irgendetwas testeten. Wahrscheinlich machte es sie einfach an, ihn leiden zu sehen.

Wolfes erster Hinweis auf eine andere Rasse ereignete sich nach dreißig Jahren der Folter. Er war sicher, dass sie es ihm nicht verraten hätten, aber Wolfe war immer besonders gut darin gewesen, Details zu bemerken.

Zwei Ärzte hatten ihn auf einen Untersuchungstisch gebunden und ein Serum war durch seine Adern geflossen. Dieses bewirkte, dass er sich fühlte, als würde sein Blut kochen. Seine Schreie füllten den Raum, bis er zu heiser dafür war.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, die tatsächlich nur eine Stunde war, hielt einer der Ärzte das Experiment an und begann, eine Spritze vorzubereiten. Bevor er sie Wolfe injizieren konnte, sagte der zweite Arzt, dass sie noch nicht fertig waren.

Ein Streit entwickelte sich, aber der erste Arzt weigerte sich nachzugeben. Die Spritze schwebte über dem Katheter, den sie in Wolfes Arm eingeführt hatten, als die Hand, die sie hielt, plötzlich innehielt. Der erste Arzt trat zurück und legte die Spritze wieder auf das Tablett. Wolfe sah, dass seine Augen leer waren, als wäre er gar nicht hier, und dass der zweite Arzt einen sehr zufriedenen Ausdruck im Gesicht hatte.

In diesem Moment wusste Wolfe, dass nicht nur Wandler und Mystiker in die Welt gekommen waren. Danach musste er nur zusehen, bis er verstand, dass die meisten Ärzte dieser anderen Rasse angehörten. Sie waren außerdem die verrücktesten und sadistischsten unter ihren Kollegen.

Die Lichter der Anlage erhellten den Himmel und holten Wolfe aus seinen düsteren Erinnerungen. Da es erst in zwei Stunden Morgen werden würde, ging er knapp außerhalb der Lichter das Gelände ab, um zu sehen, ob die Wachen verstärkt worden waren. Es erstaunte ihn immer wieder, wie nachlässig die Psy mit ihrer eigenen Sicherheit umgingen. Wer auch immer diese Anlage kommandierte, sollte für die schwache Verteidigung einen Tritt in den Hintern bekommen.

Gerade als der erste Farbhauch den Himmel erhellte, verschwand Wolfe in seinem Versteck. Überall in der Gegend gab es verfallene Gebäude, die ideale Verstecke und Beobachtungsposten darstellten. Sein Blick klebte an der Hütte rechts neben dem Hauptgebäude, als er darauf wartete, dass sein Gefährte auftauchte.

Nach einer Zeit, die sich wie Stunden anfühlte, tauchte Caleb endlich auf. Wolfe wandte den Blick nicht einmal von seinem Gefährten, als er zusah, wie der Mann auf das Hauptgebäude zuging. Er nahm an, dass das Labor sich darin befand, da Caleb einen großen Teil seiner Zeit dort verbrachte. Während der Mann ging, ließ er den Blick durch die Umgebung schweifen, wahrscheinlich auf der Suche nach Wolfe.

Der lächelte bei dem Gedanken, dass sein Gefährte ihn sehen wollte. Gleichzeitig war offensichtlich, dass Caleb versuchte zu verheimlichen, was er tat. Er war glücklich zu wissen, dass Caleb niemandem von seiner Anwesenheit erzählte. Nicht, dass Wolfe sich von den Psy einfangen lassen würde, aber die Tatsache, dass sein Gefährte versuchte, ihn zu beschützen, beruhigte seinen Wolf etwas.

Kapitel 2

Langsam gewöhnten seine Augen sich an die Dunkelheit, die ihn umgab, als Caleb sich zwang, Wolfe zu verlassen. Egal, wie oft er herauszufinden versuchte, wie er Wolfe jede Nacht „besuchen“ konnte, er schaffte es nicht. Zweifellos war es etwas, das Caleb tat – Wolfe war ein Wandler, was bedeutete, dass er zwischen seiner tierischen und menschlichen Form wechseln konnte, nicht mehr.

Caleb dagegen war ein Psy. Da die Psy seit ihrer Erschaffung gelernt hatten, verschwiegen zu sein, wusste man nicht viel darüber, was sie tun konnten. Das war ein Vorteil für Caleb, wenn er bedachte, was seine Hauptfähigkeit war, aber im Fall seiner Besuche bei Wolfe, wenn sie schliefen, war es mehr als frustrierend.

Er schien zwar keine Kontrolle darüber zu haben, dass er in Wolfes Träume eindrang, aber er konnte gehen, wenn er wollte. Die Logik diktierte, dass er schon gehen sollte, wenn er ankam, aber sobald sein Blick auf Wolfes Körper fiel, konnte Caleb einfach nicht widerstehen.

Vielleicht sollte er sich langsam wie ein Erwachsener verhalten anstatt wie ein liebeskranker Teenager und das Richtige tun. Das würde den Schmerz vertreiben, den Wolfe ganz offensichtlich empfand, weil sein Gefährte für seinen Lebensunterhalt Leute folterte. Er hasste es zwar, was diese Tatsache mit Wolfe anstellte, aber wenigstens konnte er den Mann sehen, berühren und oh Götter, der Sex, der Sex war fick-tastisch. Caleb hatte einige Bekannte, mit denen er im College Sex gehabt hatte, aber nichts davon kam dem Gefühl nahe, das Wolfe in ihm weckte.

Wenn Wolfe nur aufhören würde, ihm Fragen zu stellen, die er nicht beantworten konnte oder wollte. Es brachte Wolfe förmlich um, einen Wissenschaftler zum Gefährten zu haben, der mit anderen experimentierte, genau wie andere es mit ihm getan hatten. Es brach Caleb das Herz, dass Wolfe dachte, dass er genauso war wie die anderen, aber er wusste, dass es nur zu seinem Besten war.

Wolfe würde ihn auf jeden Fall zwingen zu gehen, wenn er erfuhr, dass die Psy ihn gefangen hielten, damit er diese abscheulichen Dinge tat. Tatsächlich war Caleb selbst schockiert darüber gewesen, wie sein Leben sich entwickelt hatte – er hatte nie gedacht, dass so etwas wirklich passieren könnte, geschweige denn ihm.

Seine leiblichen Eltern waren getötet worden, als er noch ein Kleinkind gewesen war. Sie waren Ärzte gewesen, die anderen geholfen hatten, vor allem Menschen, die im Krieg mit den Paranormalen verwundet worden waren. Genau wie bei Caleb nahmen alle an, dass sie schwache telekinetische Psy waren, daher wären sie nicht auf dem Radar der Psy-Anführer gewesen, wenn sie nicht ihr Missfallen darüber ausgesprochen hätten, was mit den Menschen geschah.

Calebs Adoptiveltern glaubten, dass ihr Autounfall keiner gewesen war. Sie dachten, dass die Psy-Anführer sie getötet hatten, weil sie sie offen kritisiert hatten. Als sie eines Tages zu einer Klinik in der von Menschen regierten Stadt Washington DC fuhren, in der sie arbeiteten, wurde ihr Auto von der Straße gedrängt. Ihre Kollegen und Freunde Viktor und Namaste Reid, Koalawandler, die ebenfalls in der Klinik arbeiteten, kamen kurz darauf zum Unfallort.

Sie hatten keine Zweifel, dass ihre Freunde ermordet worden waren. Sie nahmen Caleb und zogen in das Outback-Territorium zurück, wo sie gelebt hatten, bevor sie in die Staaten gekommen waren, um zu helfen. Sie baten den Alpha des Territoriums darum und bekamen von ihm die Erlaubnis, Caleb zu behalten und wie ein eigenes Kind aufzuziehen.

Soweit Caleb wusste, hatten sich die Psy nie dafür interessiert, was mit ihm geschehen war. Vielleicht hatten sie auch nicht gewusst, dass er überlebt hatte, da Viktor und Namaste seinen Nachnamen zu ihrem geändert hatten, damit die Psy ihn nicht fanden.

Es war schwierig gewesen, als Psy in einem Allianz-Territorium aufzuwachsen. Die meisten Kinder hatten ihn voller Misstrauen oder sogar Hass angesehen. Da er keine Freunde gehabt hatte, hatte Caleb viel Zeit mit mehreren Haustieren und anderen wilden Tieren verbracht, die er scheinbar magisch anzog.

Seine Eltern scherzten, dass er etwas Wandlerblut in sich haben musste, da Tiere ihm vertrauten. Caleb glaubte, dass sie seine Einsamkeit und Verzweiflung spürten. Egal, woran es lag, er war etwa zwölf, als er seine wahre Fähigkeit entdeckte. Davor hatte er immer gedacht, dass er nur ein schwacher telekinetischer Psy war. Ja, er konnte Dinge bewegen, aber er war nicht besonders gut darin. Meistens funktionierte es überhaupt nicht.

Eines Tages kam ein Känguru zu seinem Garten gehoppelt. Das Tier blieb am Rand, da es dem Haus nicht zu nahe kommen wollte. Caleb war nicht beleidigt, denn er wusste, dass das Tier Angst hatte. Als er sich näherte, sah Caleb, dass es ein Junges in der Tasche hatte.

Er war ziemlich überrascht, dass die Mutter ihn in die Nähe ihres Jungen ließ. Aber als er näherkam, merkte Caleb, dass das kleine Känguru verletzt war. Vorsichtig, um die Mutter nicht zu erschrecken – das letzte, was er brauchte, war, dass sie ihn trat, weil er helfen wollte –, hob Caleb das Junge heraus.

Heiße Tränen rannen über seine Wangen, als er eine Schusswunde sah. Als er die Wunde berührte, spürte Caleb, wie etwas durch ihn hindurchfloss, und er stellte sich vor, wie die Zellen sich selbst reparierten, bis die Wunde sich schloss. Als er spürte, wie das Junge sich bewegte, sah Caleb herab und entdeckte erstaunt, dass die Schusswunde geschlossen und nur eine blasse, pinke Narbe zurückgeblieben war.

Er schloss die Augen fest und versuchte herauszufinden, was gerade passiert war. Als er die Augen erneut öffnete, sah er immer noch dasselbe: eine kleine, pinke Narbe, aber keine Schusswunde.

Caleb wusste nicht, wie lange er in erstauntem Schweigen dasaß, aber das Känguru hatte schon längst sein Junges genommen und war verschwunden, bevor er ins Haus zurückging. Ein Teil von ihm wollte zu seinen Eltern laufen und ihnen erzählen, was passiert war, aber etwas hielt ihn zurück.

Dieses Geheimnis hatte er sein ganzes Leben lang bewahrt, bis er vor zwei Monaten den Alpha Primus der Allianz angefleht hatte, ihn zu den Psy zurückkehren zu lassen. Er hasste es, dass er das vor seinem Gefährten geheim gehalten hatte, aber er wusste, dass es besser so war – ebenso wie er seinem Gefährten nicht erzählte, warum er zu den Psy zurückgekehrt war, um Unschuldige zu „foltern“.

Während Caleb zum Labor ging, beobachtete er unauffällig die Umgebung, um herauszufinden, wo sein Gefährte sich versteckte. Er hatte keinerlei Zweifel, dass Wolfe dort draußen war und ihn beobachtete. Er konnte den Blick des Mannes auf sich spüren wie eine körperliche Berührung.

Da er nicht erkennen konnte, wo Wolfe sich versteckte, nahm Caleb einen tiefen, resignierten Atemzug und betrat das Hauptgebäude, in dem sich das Labor befand. Er hasste seinen Job. War es noch ein Job, wenn man ein Gefangener war und zur Arbeit gezwungen wurde?

Vor zwei Jahren war er von Ollie, einem seiner eigenen Forschungsassistenten, entführt und an die Psy ausgeliefert worden. Caleb hatte keine Ahnung, was er Ollie je getan hatte, dass dieser ihn so sehr verabscheute, aber er würde den Hass in den Augen des Mannes nie vergessen, als er eine Spritze in Calebs Arm gerammt und ihm dadurch das Bewusstsein genommen hatte.

„Guten Morgen, Dr. Reid“, sagte einer der Wachen, als er auf seinem Weg in das Gebäude an ihm vorbeikam.

Da er den Wachmann nicht kannte, lächelte er nur zurück und sagte: „Guten Morgen.“

Er hasste nichts mehr, als seinen Entführern Freundlichkeit vorzuspielen, aber er wollte auch nichts tun, das die wacklige Vereinbarung mit den Anführern zunichtemachte, die er erreicht hatte.

---ENDE DER LESEPROBE---