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Das vorliegende Buch dokumentiert die Leserbriefe des Autors, überwiegend an die Redaktion der Tageszeitung „Rhein-Zeitung“, Koblenz, in der Zeit von Januar 2015 bis Juni 2019. Als ehemaliger Abonnent und Leser dieses Blattes hat er Berichterstattung und Kommentare zu Themen aus Politik und Gesellschaft kritisch verfolgt und seine meist abweichende Meinung dazu in Form von Leserbriefen der Redaktion zur Kenntnis gebracht. Der überwiegende Teil seiner Zuschriften wurde nicht veröffentlicht. Wegen der erkennbar, oft dreist-unverblümt zur Schau gestellten, unkritischen, verschleiernden, lückenhaften, in Teilen unwahren Berichterstattung und nach seinem Empfinden unerträglich lobhudelnden Kommentierung regierungsamtlichen Handelns, hat er als Konsequenz daraus sein Abo zum30.06.2019 beendet.
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Seitenzahl: 147
Veröffentlichungsjahr: 2020
Karl-Eugen Kaiser
Gegenreden
…zur politisch verordneten Einheitsmeinung im postdemokratischen System Merkel
© 2020 Karl-Eugen Kaiser
Autor: Karl-Eugen Kaiser
Verlag: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
ISBN: 978-3-347-10418-1
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Vorwort
Das vorliegende Buch dokumentiert meine Leserbriefe, überwiegend an die Redaktion der Tageszeitung „Rhein-Zeitung“, Koblenz, in der Zeit von Januar 2015 bis Juni 2019.
Als ehemaliger Abonnent und Leser dieses Blattes habe ich Berichterstattung und Kommentare zu Themen aus Politik und Gesellschaft stets kritisch verfolgt und meine, meist abweichende Meinung dazu in Form von Leserbriefen der Redaktion zur Kenntnis gebracht. Der überwiegende Teil meiner Zuschriften wurde nicht veröffentlicht.
Wegen der erkennbar, oft dreist-unverblümt zur Schau gestellten, unkritischen, verschleiernden, lückenhaften, in Teilen unwahren Berichterstattung und nach meinem Empfinden unerträglich lobhudelnden Kommentierung regierungsamtlichen Handelns, habe ich als Konsequenz daraus mein Abo zum 30.06.2019 beendet. Seitdem verzichte ich auf die Lektüre der Zeitung, sowie auf die Einsendung von Leserkommentaren.
Nach der illegalen und weiter fortdauernden Grenzöffnung im September 2015 hat sich unser Land grundlegend verändert.
Eurokrise, Trumps Präsidentschaft, Russlandsanktionen, Brexit, Energiewende, islamischer Terror, zunehmende Messer- und Gewaltkriminalität „noch nicht so lange hier Lebender“, Flüchtlingskrise, Klimahysterie, Meinungs- und Gesinnungsterror, Zensur in den sozialen Medien, Ausgrenzung politisch Andersdenkender, Dieselverdammung und Fahrverbote, all diese Themen finden in meinen Leserbriefen ihren Niederschlag und spiegeln meine Sichtweisen wieder über ein Land, das mit zunehmender Geschwindigkeit von einer unfähigen Regierung in den Abgrund gesteuert wird.
Nach meiner festen Überzeugung wäre eine Presse, die ihre eigentliche Aufgabe wahrnähme, nämlich die einer kritischen Betrachtung und Publizierung der Regierungsarbeit, imstande, die verhängnisvollen Entwicklungen in unserem Land mit all ihren fatalen Folgen für unser Volk zu stoppen um damit eine Rückkehr zu Verhältnissen herbeizuführen, die Geist und Buchstaben einer diesem Anspruch gerecht werdenden Demokratie entsprechen.
Bis zur Drucklegung dieses Buches ist das jedoch weder erkennbar, noch ist eine Wende abzusehen. Der politmediale Komplex hält eisern zusammen und stützt sich gegenseitig. Abweichler der von ihm definierten und verordneten Einheitsmeinung, im Neusprech „political correctness“, werden als Rechtspopulisten, Rechtsradikale, Rechtsextremisten oder gar Nazis stigmatisiert, gesellschaftlich ausgegrenzt, als „Hetzer“ an den virtuellen Pranger gestellt, ihre Existenzen bedroht, gar vernichtet und ein Klima des „das-darf-man-nicht-mehrsagen“ hergestellt.
Dieses Klima liegt wie Mehltau über unserem Land. Es lähmt die Gesellschaft und zerstört ihre einstige Homogenität als Voraussetzung für ein friedliches und gedeihliches Miteinander. Es spaltet soziale Gemeinschaften bis hinein in die Keimzelle unserer Gesellschaft, die Familien, und schafft (gewollt?) zwei sich zunehmend feindlich gegenüberstehende Lager aus kritiklos regierungsamtlicher Propaganda (transportiert durch die Medien) hinnehmender, besser: zum Opfer gefallener/fallender Menschen einerseits und andererseits ebendies anzweifelnder besorgter Bürger, die, den alltäglichen Wahnsinn vor Augen, nichts sehnlicher herbeiwünschen, als die Rückkehr unserer Regierung zu demokratischer Rechtsstaatlichkeit und öffentlicher Ordnung (OLG Koblenz, Februar 2017: „Der Rechtsstaat ist teilweise außer Kraft gesetzt“).
Noch ist das links-grün zu verortende Medienkartell als unabdingbare Voraussetzung für Machtausübung und Machterhalt der amtierenden Regierung auf Linie. Doch mit dem zwangsläufigen Eintreten all dessen, was sich an negativen Folgen eklatanten Regierungsversagens nicht mehr verbergen lässt und zunehmend auch die „Hofjubler“ selbst trifft, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich eine Entwicklung Bahn bricht, die die unheilige Allianz aus Medien, Politik, Kirchen, NGOs, Gewerkschaften und Verbänden beenden und die so dringend notwendige Wende und einleiten wird.
Vorerst jedoch wird weiterhin unser Engagement, unser Mut, unsere Standhaftigkeit und Unbeirrtheit im Kampf gegen einen scheinbar übermächtigen Feind zur Beendigung der beschriebenen Entwicklung vonnöten sein. Viel Zeit dazu bleibt uns nicht mehr, denn: „…das Unglück schreitet schnell.“ (Friedrich Schiller, „Das Lied von der Glocke“).
Leserbrief vom 09.01.2015 an die RZ
Im Windschatten der schrecklichen Ereignisse in Paris schwelt der Konflikt in der Ostukraine weiter. Tag für Tag fallen diesem brutalen Krieg des unmenschlichen Kiewer Regimes Menschen zum Opfer. Mehrere Tausend sollen es mittlerweile sein. Eine schnelle Lösung des Konflikts wird es laut dem Bericht in Ihrer heutigen Ausgabe, in welcher sie die Aussage unserer Bundeskanzlerin zitieren, nicht geben. Wie auch, er wird ja mithilfe unserer Steuergelder am Leben erhalten und zusätzlich weiter befeuert.
Bei seinem Staatsbesuch in unserem Land hat der ukrainische Premier Jazenjuk westliche Hilfe angemahnt. Darüber hinaus hat er die Bundesregierung in provokativer Manier aufgefordert, seinem Land eine Kreditbürgschaft von 500 Millionen Euro zum „Wiederaufbau“ der Ostukraine bereitzustellen. Diesem dreisten Ansinnen ist unsere Kanzlerin in devoter Art und Weise und wie zu erwarten war nachgekommen. Bei einem Fototermin Jazenjuks mit unserem Bundespräsidenten schien dieser geradezu freudig überwältigt zu sein über die Ehre des Besuchs dieses skrupellosen Schlächters des eigenen Volkes.
Woher nimmt er, Jaz, als Vertreter eines völlig bankrotten Staates überhaupt das Recht, derart unverschämt-dreiste Forderungen an uns zu stellen und warum unterstützt die Regierung unseres Landes mit den Steuergeldern von uns Bürgern auch noch derartige Ansinnen, wo doch bekannt ist, dass die Gelder nicht zum Wiederaufbau der Donbassregion verwendet werden, deren noch verbliebene Infrastruktur er trotz vereinbarter Waffenruhe tagtäglich weiter zusammenschießen lässt, sondern zum Kauf neuer schwerer Waffen mit dem Ziel der Massakrierung des eigenen Volkes?
Wie schon Griechenland, so wird auch die Ukraine zu einem Fass ohne Boden für uns, ein weiterer Sargnagel für unser ohnehin fragiles, weil überschuldetes Finanzsystem. So hat allein Deutschland bisher Zahlungen in Höhe von 3,15 Milliarden Euro an dieses insolvente Land mit seinem korrupten Staatsapparat gezahlt. Weitere 1,8 Milliarden Euro hat die Bundeskanzlerin am Donnerstag freigegeben. Alles Gelder, über die auch wir nicht verfügen, die auch wir uns zuerst über zusätzliche Kredite beschaffen müssen. Hätte sie das Geld zum offenen Fenster rausgeworfen, so wäre zumindest kein Schaden damit angerichtet worden. An eine Rückzahlung glaubt indes kein vernünftiger Mensch in diesem Land.
Leserbrief vom 22.02.2015 an die RZ
Zu Ihrer Berichterstattung über die erneute Griechenland-Rettung
„Der Euro wird kommen, aber er wird keinen Bestand haben“. Mit diesen Worten kommentierte der ehemalige Präsident der amerikanischen Zentralbank, Allen Greenspan, in den neunziger Jahren die geplante Einführung des Euro. Er hat Recht behalten. Der Euro ist gescheitert. Wie anders kann man die gigantische Konkursverschleppung als Folge des Euro in den europäischen Südstaaten und damit nicht nur in Griechenland bezeichnen? Nach der neuerlichen (der wievielten eigentlich?) Griechenland-Rettung mittels der Verlängerung des EFSF-Kredit-Programms um weitere vier Monate, wird sich danach das Gezeter, das wir während der letzten Wochen erlebt haben, in Neuauflage wiederholen.
Nach medialen Schaukämpfen der politischen Akteure wird man die Kredite erneut verlängern und wiederum schlechtem Geld gutes Steuergeld hinterherwerfen - einzig um damit Zeit zu gewinnen. Die Probleme des Euro hingegen bleiben weiter ungelöst, weil sie unlösbar sind. So steuert die Eurozone mit zunehmender Geschwindigkeit auf den Abgrund zu und keiner gebietet Einhalt. „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“, so die Prognose unserer Bundeskanzlerin. Mit dieser Einschätzung liegt sie, wieder einmal, daneben. Der Euro entpuppt sich zunehmend als Spaltpilz in Europa: Süd gegen Nord, Arm gegen Reich, Bürger gegen Banken, Bundesbank gegen EZB.
Profiteure des Euro sind nicht etwa die Bürger Europas, es sind wenige Reiche, die sich auf Kosten der Allgemeinheit und mit Hilfe der Zins- und Rettungspolitik der EZB ihre Bankkonten gefüllt haben. Während im Süden Staatsverschuldung, Massenarbeitslosigkeit und Armut weiter zunehmen, verkommt bei uns trotz Rekordsteuereinnahmen, Rekordverschuldung (und niedrigster Zinsen hierfür) zusehends die Infrastruktur, müssen marode Brücken gesperrt, baufällige Schulen geschlossen, dringend notwendige Straßensanierungen verschoben und wichtige Verkehrsprojekte vertagt werden.
Zudem nimmt auch in unserem Land die Armut zu, werden die Bürger durch künstlich niedrig gehaltene Zinsen schleichend enteignet, sinken die Realeinkommen der Beschäftigten und das Rentenniveau bei steigendem Renteneintrittsalter. All das sind mittelbare und unmittelbare Auswirkungen des Euro, an dem aber festgehalten wird, koste es was es wolle. Unsere Politiker sind stolz auf das Prädikat „Exportweltmeister“. Nur, was bringt es uns? In früheren Zeiten baute ein vorsorglicher Staat werthaltige Goldreserven aus den Exportüberschüssen auf. Heute häufen wir stattdessen wertlose weil uneinbringliche Targetforderungen insolventer Mittelmeerstaaten an, deren Wert sich mittlerweile auf mehr als 500 Milliarden Euro beläuft, ein Wert übrigens, der mehr als das fünffache unserer Goldreserven beträgt, so diese denn noch in unserer Verfügungsgewalt sind.
Keiner wird diese Forderungen jemals bedienen. Wir können sie in den Schornstein schreiben. Stattdessen werden wir erleben, wie man uns unsere milliardenschwere Bürgschaftsverpflichtungen als Folge einer gescheiterter Euro-Rettungspolitik unter die Nase hält. Und wir werden zahlen (müssen). Auch das haben wir dem so hoch gepriesenen Friedensobjekts „Euro“ zu verdanken. Wir alle können nur hoffen, dass dieser „Heilsbringer“ abgewickelt wird, bevor er uns alle mit Haut und Haaren verschlingt.
Je eher desto besser, um so zu retten, was noch zu retten ist, müsste die Devise lauten.
Leserbrief vom 12.03.2015 an die RZ
In Abwandlung des bekannten Zitats von Willy Brandt, „es wächst zusammen, was zusammengehört“, das er bei der Wiedervereinigung Deutschlands prägte, hat Henryk Broder im Zusammenhang mit „Pegida“ mit den Worten „es wächst auseinander, was nicht zusammengehört“ auf sich aufmerksam gemacht.
Das gleiche gilt auch für unsere Gemeinschaftswährung, den Euro. Euro und Europa gehören nicht zusammen. Der Euro wurde den europäischen Völkern als Friedensprojekt verkauft bzw. aufgezwungen. Er hat sich zum Zankapfel, zum Spaltpilz für Europa entwickelt, wie uns derzeit täglich in drastischer Form vor Augen geführt wird. Bei Einführung des Euro wurden die berechtigten Mahnungen seriöser Wirtschaftswissenschaftler von der Politik beiseite gefegt, die Mahner als Eurohasser und Europagegner diffamiert. „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“, so das Mantra unserer Bundeskanzlerin, an dem sie bis heute festhält.
Sie dürfte Recht behalten. Nicht jedoch im von ihr proklamierten Sinne, indem man den Euro rettet, koste es was es wolle. Frau Merkel selbst ist maßgeblich für das Scheitern des Euro verantwortlich mit einer von ihr beförderten unsinnigen Rettungspolitik und von ihr mitgetragener, permanenter Vertragsbrüche, sowie ihrem ständigen Überschreiten selbstgezogener roter Linien. Sie selbst ist es, nicht ihre Kritiker, die letztlich mit dieser desaströsen Euro-Politik das Gegenteil dessen erreicht hat, was sie vorgab verhindern zu wollen. So hat nun das Endspiel um den Euro begonnen. Es wird sich zum Kampf aller gegen alle entwickeln. Auf der Strecke bleiben Europa und wir Bürger.
Nicht veröffentlicht.
Leserbrief vom 01.04.2015 an die RZ
In treffender Weise hat Ihr Karikaturist den Abgang Peter Gauweilers von der politischen Bühne gezeichnet. Nachdem er seine Schuldigkeit als Stimmenfänger für die CSU getan hat und nun von seinem Chef Seehofer zum Wortbruch und Verrat an seinen Wählern aufgefordert wurde, indem dieser von ihm die Zustimmung zur erneuten Griechenland-Rettung entgegen dessen eigener Überzeugung verlangte, hat er sich diesem unmoralischen Angebot verweigert und ist zudem mit seinem Rückzug einer erniedrigenden Demontage durch die Parteiführung zuvorgekommen.
Gauweiler hat standhaft mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den unsäglichen Eurorettungswahn gekämpft. Er hat sich über seine CSU-Parteigrenzen hinaus für die Einhaltung von Recht und Gesetz in unserem Land eingesetzt und letztlich resigniert, weil er einsehen musste, dass gegen die Phalanx der skrupellos Verträge und Vereinbarungen brechenden verschworenen Eurorettungs-Mafia kein Kraut gewachsen ist. Mit seinem Verhalten, mit seiner Geradlinigkeit, hat er ein Zeichen gesetzt in Zeiten, wo politische Beliebigkeit grassiert, wo das Wahlvolk nur noch als Stimmvieh zählt und von seinen Vertretern tagtäglich hinters Licht geführt wird, sofern es sich noch nicht angewidert von diesem schändlichen Possenspiel abgewandt hat.
Aber der Tag wird kommen, an dem auch diese Damen und Herren Rechenschaft werden ablegen und sich fragen lassen müssen, was sie als Einzelne dagegen getan haben. Lange wird das nicht mehr dauern.
Leserbrief vom 10.04.2015 an die RZ
Nun sind die bitteren Folgen der verhängnisvollen Sanktionen gegen Russland sowie die fehlgeleitete Eurorettungspolitik unserer Kanzlerin, für alle sichtbar, auch in unserer Region angekommen. Wie Sie in ihrer gestrigen Ausgabe berichteten, hat die traditionsreiche Kirner Firma Fuchs-Hydraulik Insolvenz angemeldet. Sie ist pleite und 20 Mitarbeiter sind vom Schicksal der Arbeitslosigkeit bedroht.
Der Geschäftsführer, Björn Fuchs, begründet die Insolvenz mit dem Wegbrechen eines Großauftrages sowie, Zitat, „...starkes Russland- und Ukrainegeschäft kam völlig zum Erliegen...und...in Südeuropa geht gar nichts mehr“! Der vielgepriesene Euro-Wirtschaftsraum verliert als Absatzmarkt für unsere Volkswirtschaft infolge dilettantischer währungspolitischer Entscheidungen völlig überforderter Politiker und maßgelblich dadurch verursachter Zahlungsunfähigkeit unserer Kunden im Süden Europas zunehmend an Bedeutung für unser Land.
Als ob das für sich genommen noch nicht genug Schaden anrichtet, setzt Frau Merkel noch eins drauf und sich an die europäische Spitze eines völlig irrationalen Wirtschaftskrieges gegen Russland. Sie schlägt einem zuverlässigen, stets in barer Münze zahlenden und sprichwörtlich vertragstreuen Wirtschaftspartner die Tür vor der Nase zu und verbietet zudem der Wirtschaft im eigenen Land den Handel mit diesem - zum Schaden unseres Volkes, wie man sieht. Während fremde Mächte beherzt in die Lücke stoßen, diese einmalig sich bietende Chance für ihre Länder ergreifen und uns ob unserer Dummheit eine lange Nase drehen, ist auch dieser gewaltige Absatzmarkt, möglicherweise für immer, für uns als exportabhängige Nation verloren.
Wie lässt sich das alles mit dem Amtseid von Frau Merkel vereinbaren, der sie verpflichtet, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden und seinen Nutzen zu mehren? Was wir gegenwärtig erleben müssen, ist das Gegenteil dessen, was die Bundeskanzlerin bei der Übernahme ihres Amtes geschworen hat. Ich bin wütend und ratlos zugleich.
Leserbrief vom 30.05.2015 an die RZ
„Krise ohne Ende in der Ukraine“, so lautet die Überschrift eines aufschlussreichen Berichts in der Samstagsausgabe Ihrer Zeitung. Dass der Autor sich in diesem Artikel um eine sachliche und objektive Schilderung der Zustände in diesem Land bemüht, ist lobenswert, hebt er sich doch angenehm von dem ab, was wir seit Beginn der Krise an einseitiger und tendenziöser Berichterstattung über uns haben ergehen lassen müssen. Dennoch halte ich es zum besseren Verständnis der diesem völlig überflüssigen Konflikt innewohnenden Problematik für notwendig, Ihren Ausführungen noch einige Fakten hinzuzufügen.
Dem Inhalt Ihres Berichtes zufolge, redete F. W. Steinmeier am Freitag auf die Kiewer Politspitzen ein, doch nunmehr endlich die Minsker Vereinbarungen vom Februar umzusetzen. Eine erstaunliche Äußerung, ist doch in unseren Medien bisher immer nur die Rede davon gewesen, die sog. prorussischen Separatisten hielten sich nicht an dieses Abkommen, Kiew hingegen richte sein Handeln streng danach aus.
Offensichtlich aber lässt sich unser Außenminister, wie schon einmal in diesem Konflikt geschehen, von der Kiewer Führung auf der Nase herumtanzen. Als Politprofis mussten doch er und unsere Kanzlerin erkennen, dass die Minsker Beschlüsse für die Herren Poroschenko und Jazenjuk nichts weiter als Makultur, als die Vorspiegelung falscher Tatsachen waren, indem sie nur zum Schein auf die Vereinbarungen eingingen. Ihr Ziel war es von Anfang an, Zeit für die Rekrutierung von Soldaten und der massiven Aufrüstung ihrer Armee zu schinden, um letztlich mit noch größerer militärischer Schlagkraft die eigene Bevölkerung zu massakrieren. In beispielloser Unverfrorenheit bezichtigt der Kriegstreiber Jazenjuk Russland der Alleinschuld am Bürgerkrieg in der Ostukraine und unsere Politiker stimmen dieser Lüge unisono zu.
Doch nicht genug damit, wir Deutsche, die wir die sogenannten „westlichen Werte“ wie eine Monstranz vor uns hertragen, machen uns in beispielloser Weise mitschuldig am Leid Tausender Ukrainer, indem wir der korrupten Kiewer Junta unsere sauer verdienten Steuer-Milliarden zum angeblichen Aufbau des bereits bankrotten Landes in den Rachen schmeißen. Jedes Kind hingegen weiß doch, dass mit diesen Krediten, mittlerweile sollen es allein aus unserem Land 4,95 Milliarden Euro sein, zuzüglich Kreditbürgschaften in Höhe von 500 Millionen Euro, nicht nur massivst aufgerüstet wird, sondern sich damit auch die ukrainischen Staatslenker emsig ihre Privatschatullen füllen. Ihrem Bericht zufolge, hat Poroschenko sein Einkommen versiebenfacht! Etwa aus dem Säckel seiner hungernden Bevölkerung, die, nebenbei bemerkt, in der Ostukraine bisher nur dank humanitärer Hilfe aus Russland überlebt hat? Nein, er bedient sich schamlos unserer Unterstützung und fordert dreist weitere Mittel ein und unsere Wirtschaft auf, in sein desolates, korruptes und insolventes Land zu investieren.
Darüber hinaus, und das ist nun wahrhaftig der Gipfel aller Unverschämtheit , unterzeichnet er ein Gesetz, das ein einseitiges Moratorium beinhaltet, wonach die Ukraine als Schuldner, ganz einfach und ohne sich vorher mit den Gläubigern geeinigt oder auch nur besprochen zu haben, die Rückzahlung seiner Schulden, entgegen den vertraglichen Vereinbarungen, auf den Tag X aussetzt. Eine Provokation sondergleichen, insbesondere dem Nachbarn Russland gegenüber, der als größter Gläubiger der Ukraine auf Forderungen von 26 Milliarden Euro sitzt und diese wohl wird in den Wind schreiben müssen.
Nun, dem Westen wird´s recht sein, ist es doch neben dem Wirtschaftskrieg gegen Russland eine weitere Maßnahme zur Provokation und Destabilisierung des russischen Staates. Damit ist es wohl auch nur eine Frage der Zeit, wie lange noch dessen Führung diesem schändlichen Treiben zusieht, oder, bedenklicher noch, zusehen kann. Was dann passiert, vermag sich wohl niemand von uns auch nur annähernd vorzustellen.
Nicht veröffentlicht.
Leserbrief vom 17.07.2015 an die RZ
Bei dem neuen Hilfsprogramm für Griechenland geht es, im Gegensatz zu den bisherigen Rettungsprogrammen, nicht um Kredite, sondern vielmehr um Transfers, „also um Geld, das nicht zurückkommt“, so der Ökonom Clemens Fuest, designierter Nachfolger von Hans-Werner Sinn, Präsident des renommierten Ifo-Institut in München. Diese Einschätzung teilen mit Fuest und Sinn auch der IWF und selbst Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Fuest sieht im Auflegen eines Transferprogramms für Griechenland den stillschweigenden Einstieg in die Transferunionmit exorbitanten Kosten (und Folgen) für unseren Staatshaushalt und damit für uns Bürger.
Sollte das neuerliche Rettungspaket mit einem Volumen von 86 Milliarden Euro beschlossen werden, so entfallen in den nächsten drei Jahren davon allein 22 Milliarden auf unser Land. Das sind über 7 Milliarden Euro pro Jahr. Nach neuesten Schätzungen des Ifo-Instituts würde Deutschland jedem Griechen mit dem neuen Programm 2.200,00 Euro schenken - ohne damit freilich die beabsichtige Wirkung zu erzielen und das Siechtum Griechenlands zu beenden. Somit wird man weitere Milliardenbeträge verbrennen, über die auch wir (noch) nicht verfügen. Das soll sich aber ändern: schon wird über eine Anhebung des Soli von derzeit 5,5% auf bis zu 8,5%, einem sog. „Griechensoli“, nachgedacht und, die Bürger werden´s auch diese Mal als alternativlos schlucken, es wird keine Proteste, keine Aufmärsche, keine Demos geben.
