Geile Geister - Caprice - Jil Blue - E-Book

Geile Geister - Caprice E-Book

Jil Blue

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Beschreibung

David lachte. "Meine impulsive Schönheit! Wie gefällt dir Irland?" "Es ist feucht." "So feucht, wie du immer wirst, wenn du in meinen Armen liegst?", raunte er. Sophie reagierte mit ihrer direkten Art darauf: "Bist du auf Telefonsex aus?" "Schlaues Mädchen ..." "Wie lange hast du denn Zeit für einen Plausch?" "Lang genug, um es dir und mir aus der Entfernung zu besorgen. Hast du Lust?"

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EPUB

Seitenzahl: 82




Inhalt

Cover

Caprice – Die Erotikserie

Über diese Folge

Über die Autorin

Caprice – Maren und Sophie

Titel

Impressum

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

In der nächsten Folge …

Caprice – Die Erotikserie

Maren und Sophie sind beste Freundinnen und Journalistinnen bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Sie berichten von Events überall auf der Welt, die der internationale Adel, die High Society und Prominente aus dem Showgeschäft besuchen. Für ihre Artikel recherchieren sie knallhart – mit vollem Körpereinsatz …

Caprice ist eine Erotikserie, die monatlich in abgeschlossenen Folgen erscheint. In den einzelnen Folgen geht es mal härter und mal sanfter zu. Dafür sorgen die unterschiedlichen Autoren, die für diese Serie schreiben. Da jeder Autor seinen eigenen Stil hat, ist Caprice Folge für Folge ein neues erotisches Leseerlebnis.

Über diese Folge

David lachte. »Meine impulsive Schönheit! Wie gefällt dir Irland?«

»Es ist feucht.«

»So feucht, wie du immer wirst, wenn du in meinen Armen liegst?«, raunte er.

Sophie reagierte mit ihrer direkten Art darauf: »Bist du auf Telefonsex aus?«

»Schlaues Mädchen …«

»Wie lange hast du denn Zeit für einen Plausch?«

»Lang genug, um es dir und mir aus der Entfernung zu besorgen. Hast du Lust?«

Über die Autorin

Jil Blue ist das Pseudonym einer deutsch-österreichischen Autorin. Sie lebt und arbeitet in Österreich. Bei ihren erotischen Geschichten lässt sie sich von ihrer lustvollen Fantasie leiten, wobei ihr Sinn für Stil und Ästhetik immer gewahrt bleibt. Auch liebt sie das Geheimnisvolle – vor allem geheimnisvolle Männer.

Caprice – Maren und Sophie

Maren, die Unschuld vom Lande – das ist zumindest ihre Masche. Dass sie nicht so unschuldig ist, wie sie tut, haben schon die Dorfjungs, mit denen Maren in einem norddeutschen Kaff aufwuchs, am eigenen Leib erleben dürfen. Da sie die Jungs nur aus Langeweile vernaschte, zog es sie in die Großstadt, und sie landete bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Maren weiß, dass ihre mädchenhafte, naive Art den Beschützerinstinkt bei Männern weckt und nutzt diese Tatsache für ihre Zwecke. Trotzdem hofft sie, damit auch ihrem Mr. Right zu begegnen. Und so lange sie den noch nicht gefunden hat, vertreibt sie sich die Zeit mit den Stadtjungs …

Spontan, dominant, durchsetzungsstark – das ist Sophie, der selbstbewusste Vamp mit französischen Wurzeln. Aufgewachsen in einem Pariser Vorort hat sie früh gelernt, sich alleine durchzuboxen. Schon damals merkte sie, dass sie eine gewisse Anziehung auf Männer ausübt – und bekam auch so die Stelle beim BLITZ. Ihre neugierige Reporternase führt sie nicht nur zu exklusiven Topstorys, sondern auch in Situationen, bei denen sie ihre Phantasien ausleben kann. Denn das findet sie viel spannender, als die große Liebe zu suchen. Außerdem ist ihr Körper zu wertvoll, um nur von einem Mann bewundert zu werden …

Jil Blue

Geile Geister

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Digitale Originalausgabe

»be« – Das eBook-Imprint von Bastei Entertainment

Copyright © 2017 by Bastei Lübbe AG, Köln

Covergestaltung: Manuela Städele-Monverde unter Verwendung von Motiven © shutterstock: Miguel Angel Salinas Salinas | Wallenrock

Illustrationen: © Olga Weber, www.olgaweber.de

eBook-Erstellung: Urban SatzKonzept, Düsseldorf

ISBN 978-3-7325-4276-5

www.be-ebooks.de

www.lesejury.de

Kapitel 1

Sophie stieß einen Seufzer aus. »Das ist also Irland! Du weißt, grundsätzlich hat mir die Idee gut gefallen. Mittlerweile bin ich nicht mehr überzeugt davon.«

»Dir ist doch nur das viele Grün nicht geheuer. Und der ständige Nieselregen stört dich.« Maren strich sich eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht. Sie lag ausgestreckt auf dem Hotelzimmerbett, nur mit einem Slip bekleidet. Ihre langen Beine hielt sie leicht gespreizt. »Alles ist besser, als sich wieder und wieder eine nervige ›Süßes, sonst gibt´s Saures‹-Story aus den Fingern zu saugen. Jedes Jahr dieselbe Leier. Vielleicht stoßen wir auf etwas Interessantes und haben obendrein Spaß dabei.«

»Wäre dafür nicht dieses keltische Frühlingsfest besser geeignet? Wie heißt es nochmals schnell?« Sophie schnippte mehrmals mit ihren Fingern.

»Beltane.«

»Genau! Ich habe darüber gelesen. Die Wahl der Mai-Königin geht auf die Verehrung irgendeiner Göttin zurück. Frühling, Göttin, Fruchtbarkeit – die Schlagworte klingen verdammt nach einer geilen Massenvögelei.« Sophie ließ sich neben ihre Freundin auf das Bett fallen. Im Gegensatz zu Maren war sie voll bekleidet. »Du bist auf dem Land aufgewachsen. Ihr hattet doch sicherlich auch ein Maifest mit Krönung einer Frühlingskönigin?«

»Ja, das gab es in der Tat.«

»Und, wie war es? Bestimmt bist du mit einem Blütenkranz im Haar über die Felder gehüpft.«

»Nein, ich hab hinter einem Busch gelegen und mich von Lars verwöhnen lassen«, entgegnete Maren trocken.

»Jedes Jahr, immer vom selben?«

»Aber nein! Nach Lars kam Karsten, dann Christian, und das Jahr darauf Nils und Gottfried.«

»Nils und Gottfried … auf einmal? Ein Dreier? Gottfried, ein seltsamer Name.«

»Wenn du’s genau wissen willst, sie kamen hintereinander mit zwei Stunden Abstand. Ich war noch ein Teenager, was denkst du! Gottfried kam aus München. Wie ich mich entsinne, machte er seinem Namen alle Ehre.«

»Ein braver, bibelfester Langeweiler?«

Maren richtete sich auf und zwinkerte ihrer Freundin zu. »Genau das Gegenteil. Er war göttlich, der Gottfried, und wusste sowohl mit seinem beachtlichen Gerät als auch mit seinen Fingern umzugehen. Für sein Alter eigentlich erstaunlich.«

»Manche bekommen es in die Wiege gelegt, andere lernen es nie. Dabei kommt es nicht ausschließlich auf die Schwanzgröße an.«

Maren prustete. »Und das aus deinem Mund!«

»Na ja, mit einem Gürkchen wird natürlich keine Frau glücklich. Ich meine den Unterschied zwischen einem normal großen Schwanz und einem Totschläger. Du musst zugeben, der normale hat in bestimmten Situationen seine Vorteile.«

»Wie ist David eigentlich bestückt?«

Sophie wiegte ihren Kopf. »Er ist groß, aber nicht riesig. Keiner dieser klassischen Porno-Penisse, an denen man sich nur verschluckt.« Sie lachte auf. »Wohlgeformt, mit einer glatten, sehr weichen Haut. Und seine Eier sind wunderschön. Fest, klein, und sie sitzen hoch.« Ihr versonnener Blick sprach Bände. »David scheint überhaupt wie geschaffen für mich zu sein.«

Maren verdrehte die Augen. »Toller Sex, attraktives Äußeres, jede Menge Geld. Natürlich ist er wie geschaffen für dich.«

»Es sind nicht nur Sex und Geld, die mich an ihn binden. Bei ihm kann ich frei und offen mein Leben weiterführen. Wie ich kennt er keine Eifersucht. Was interessiert es mich, wenn er auf seinen Reisen eine kleine Prinzessin mit auf sein Zimmer nimmt? Was interessiert es ihn, wenn ich dasselbe mit einem kleinen Prinzen tue? Es handelt sich um nicht mehr als unbedeutende Momentaufnahmen, die für uns keine Relevanz haben.« Sophie geriet ins Schwärmen. »Und ich kann mit ihm lachen. Mon dieu, einmal habe ich sogar vor ihm geweint. Kannst du dir das vorstellen?«

Maren machte große Augen. »Auch wenn es als rhetorische Frage gemeint war: Nein, ich kann mir nicht vorstellen, dich vor einem Mann weinen zu sehen.« Skeptisch sah sie Sophie von der Seite an. »Warum hast du geweint? Und warum weiß ich nichts davon?«

Sophie winkte ab. »Ach, es war kein großes Ding. Nach einem Highlight-Orgasmus sind die Gefühle mit mir durchgegangen.«

Maren stutzte. »Diese Seite ist definitiv neu an dir. Man nennt sie Romantik.«

Sophie setzte sich auf, zog ihre Beine an und schlang die Arme darüber. »Ja, ich muss zugeben, er erweckt etwas in mir, das ich bis jetzt nicht kannte. Nicht einmal wusste, dass ich es in mir trage und empfinden kann.«

»Du liebst ihn.«

»Bullshit. Ich liebe mein Leben, ich liebe dich, du bist meine beste Freundin, in ihn bin ich bestenfalls verknallt. Würde ich ihn lieben, wie du sagst, hätte ich doch kein Bedürfnis nach anderen Männern.«

»Unlängst hast du diesen süßen Banker in der Bar einfach sitzen lassen. Weißt du noch? Er war verrückt nach dir. Vor David hättest du solch einen Mann niemals in den Wind geschossen. Er war attraktiv, wortgewandt, lustig – und er hat dich behandelt, als wärest du Göttin Venus höchstpersönlich.«

»Du hast recht, der Typ war wirklich nicht schlecht. Ich weiß nicht mal mehr, warum wir plötzlich gegangen sind. War der Champagner aus?«

»Ich helfe deiner Erinnerung gerne auf die Sprünge.« Maren grinste. »Wir hatten die Flasche tatsächlich ausgetrunken. Er wollte eine weitere bestellen, doch du hast abgewunken und gesagt, du seiest müde und hättest am nächsten Tag einen frühen Termin. Seit wann interessiert dich die Arbeit, wenn es um eine Nacht mit einem coolen Mann geht?«

»Stimmt.« Sophie ließ sich wieder zurückfallen und starrte eine Weile lang an die Decke. »Darf ich dir was erzählen?«

»Klar, immer.«

»Als ich nach diesem Orgasmus geheult habe, war es nicht meine ausufernde Geilheit, die mich emotional erfasst hat. Als ich zu ihm kam, hatte ich ein fremdes Frauenparfum gerochen. Ich war wütend.«

»Also Zornestränen danach?«

»Mehr oder weniger.«

»Sagtest du nicht vor wenigen Minuten, ein wichtiges Element eurer Beziehung sei das Fehlen von Eifersucht.«

»Ich war nicht eifersüchtig. Ich war … ich weiß nicht, was ich war, weil ich dieses Gefühl nicht kenne. Am ehesten kommt es wohl einer Art von Verärgerung nahe. Genau genommen dachte ich, was fickt er eine andere, wo er mich am selben Abend erwartet.« In typischer Manier schüttelte sie ihre roten Locken. »Wobei ich ihn nicht gefragt habe und somit auch nicht weiß, ob wirklich etwas geschehen ist.«

»Hat es wehgetan?«

»Wehgetan?« Sophie sah Maren verständnislos an. »Was soll daran wehtun? Ich hab mich ja nicht in den Finger geschnitten.«

»Erinnerst du dich an Pete Roslyn?«, fragte Maren.

»Ob ich mich an ihn erinnere? Merde, jedes Mal wenn ich sein Gesicht im Fernsehen sehe, möchte ich auf den Bildschirm einschlagen. Allein die Kosten für einen neuen Fernseher hindern mich daran.«

»Er hat mir wehgetan«, sagte Maren ernst. »Ich meine, nicht nur körperlich. Ich dachte, mein Herz müsste zerspringen. Niemals sollst du diese Qualen durchleben müssen.«

Sophie ergriff Marens Hand und drückte sie. »Ich weiß, Süße. Aber du bist über ihn hinweg, und ich schwöre dir, sollte es mich je erwischen – was ich mir nicht mal in meinen schlimmsten Albträumen vorstellen kann –, werde ich rechtzeitig die Notbremse ziehen.«