Beschreibung

Die »Geschichten aus dem gefährlichen Königreich« präsentieren Tolkiens beliebte Fantasy- und Abenteuer- Erzählungen. Die Printausgabe ist reich illustriert von dem bekannten Tolkien-Künstler Alan Lee. Diese fünf märchenhaften Geschichten aus einem Land jenseits von Mittelerde sind mit der Fantasie und Hingabe erzählt, die auch den Hobbit zu einem der beliebtesten Bücher gemacht haben. Tolkien ist ein meisterhafter Erzähler für Leser jeglichen Alters. Die in dem Band enthaltenen Geschichten: - Roverandum - Bauer Giles - Die Abenteuer des Tom Bombadil - Schmied von Großholzingen - Blatt von Tüftler

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Seitenzahl: 348

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BAUER GILES VON HAM

Aegidii Ahenobarbi Julii Agricole de Hammo

Domini de Domito

Aule Draconarie Comitis

Regni Minimi Regis et Basilei

mira facinora et mirabilis

exortus

oder auf Deutsch:

Der Aufstieg und die wunderbaren Abenteuer

des Bauern Giles, Herrn von Tame,

Grafen von Würmlingshausen

und Königs

im Kleinen Königreich

VORWORT

Von der Geschichte des Kleinen Königreiches sind uns nur wenige Bruchstücke überliefert; doch durch Zufall ist uns ein Bericht über seine Entstehung erhalten geblieben: Eher vielleicht eine Sage als ein Bericht; denn es ist offensichtlich eine späte Zusammenstellung, von vielerlei Fabelwerk durchsetzt, eine Erzählung, die nicht aus zuverlässigen Quellen schöpft, sondern aus volkstümlichen Liedern, auf welche sich der Autor öfters beruft. Für ihn lagen die Begebenheiten, die er berichtet, bereits in ferner Vergangenheit; doch immerhin scheint er selbst im Gebiet des Kleinen Königreiches gelebt zu haben. Alle geographischen Kenntnisse, die er aufweist (es ist nicht seine starke Seite), beschränken sich auf jenen Landstrich, während er die Gegenden außerhalb, im Norden oder Westen, einfach nicht zur Kenntnis nimmt.

Als Rechtfertigung für die Übertragung dieser seltsamen Geschichte aus seinem sehr provinziellen Latein in die moderne Sprache des United Kingdom mag der Umstand gelten, dass sie uns einen flüchtigen Blick in das Leben eines dunklen Zeitraums der Geschichte Britanniens gewährt, ganz zu schweigen von dem Licht, das sie auf den Ursprung einiger sonst schwer zu erklärender Ortsnamen wirft. Manche mögen auch den Charakter und die Abenteuer ihres Helden für sich allein reizvoll finden.

Die Grenzen des Kleinen Königreiches, sowohl zeitlich als auch räumlich, sind aus diesem kargen Quellenmaterial nicht leicht zu bestimmen. Seit Brutus Britannien betrat, kamen und gingen viele Könige und Reiche. Die Teilung unter Locrin, Camber und Albanac war nur die erste von vielen wechselnden Spaltungen. Die Liebe zu kleinlicher Unabhängigkeit einerseits und die Gier der Könige nach weiträumigeren Herrschaftsbereichen andererseits erfüllten die Jahre mit raschem Wechsel von Krieg und Frieden, Freud und Leid, wie uns Erforscher der Regierungszeit Arthurs berichten: Es war eine Zeit unsicherer Grenzen, Männer konnten plötzlich aufsteigen und fallen, und Liederdichter fanden Stoff im Überfluss und eifrige Zuhörer. Irgendwann in jenen langen Jahren, möglicherweise nach den Tagen König Coels, doch vor Arthur oder den Sieben Königreichen der Engländer, müssen wir die hier berichteten Ereignisse ansetzen; ihr Schauplatz ist das Tal der Themse mit einer Abweichung nach Nordwesten bis zu den Wällen von Wales.

Die Hauptstadt des Kleinen Königreiches lag offenbar wie die unsere in seiner südöstlichen Ecke, aber seine Grenzen sind unbestimmt. Es scheint niemals weit die Themse hinauf nach Westen gereicht zu haben, und nicht über Otmoor hinaus nach Norden; seine östlichen Grenzen sind zweifelhaft. Es gibt Hinweise in einer unvollständigen Sage von Georgius, Sohn des Giles, und seinem Pagen Suovetaurilius (Suet), wonach einst ein Vorposten gegen das Mittlere Königreich in Farthingho unterhalten wurde. Aber dieser Umstand betrifft nicht unsere Erzählung, die jetzt ohne Veränderung oder weitere Erläuterung aufgerollt wird. Den hochtrabenden Originaltitel haben wir jedoch schicklich vereinfacht zu »Bauer Giles von Ham«.

BAUER GILES VON HAM

Aegidius de Hammo war ein Mann, der im Herzen der Insel Britannien lebte. Sein voller Name war Aegidius Ahenobarbus Julius Agricola de Hammo; denn die Leute waren in jenen längst vergangenen Tagen, als diese Insel noch glücklich in viele Königreiche aufgeteilt war, reichlich mit Namen ausgestattet. Man hatte damals mehr Zeit, und die Bevölkerung war geringer, so dass die meisten Menschen vornehmer Herkunft waren. Jene Tage sind jedoch jetzt vergangen, und ich will deshalb in dem, was folgt, den Namen des Mannes kurz und in der Umgangsform wiedergeben: Er war Bauer Giles von Ham, und er hatte einen roten Bart. Ham war nur ein Dorf, aber Dörfer waren in jenen Tagen stolz und noch unabhängig.

Bauer Giles hatte einen Hund. Der Hund hieß Garm. Hunde hatten sich mit kurzen Namen aus der Mundart zu begnügen: Das Bücherlatein wurde für ihre Herren aufgespart. Garm konnte nicht einmal Hundelatein; doch er beherrschte die Umgangssprache (so wie die meisten Hunde seiner Zeit), entweder um jemanden einzuschüchtern, oder um sich aufzuspielen, oder um sich einzuschmeicheln. Das Einschüchtern galt Bettlern und Eindringlingen, das Aufspielen anderen Hunden und das Einschmeicheln seinem Herrn. Garm war stolz auf Giles, doch fürchtete er ihn auch, denn der konnte besser einschüchtern und sich aufspielen als er.

Es war keine Zeit der Eile oder Hetze. Denn Schaffen muss nicht Hetzen sein. Die Menschen taten ihre Arbeit in aller Ruhe; und sie verstanden kräftig zuzupacken und sich dabei gut zu unterhalten. Es gab viel, worüber man reden konnte, denn es begaben sich ständig denkwürdige Ereignisse. Zu dem Zeitpunkt, da diese Geschichte beginnt, war allerdings schon reichlich lange nichts Denkwürdiges mehr in Ham vorgefallen. Das behagte dem Bauern Giles von Grund auf: Er war einer von den Langsamen, ein Mensch mit ziemlich wohlgeregelten Gewohnheiten und vollauf mit seinen eigenen Angelegenheiten beschäftigt. Er hatte alle Hände voll zu tun (sagte er), den Wolf von der Tür fernzuhalten, das heißt: selbst so wohlgenährt und sorgenfrei zu bleiben, wie vordem sein Vater war. Der Hund half ihm dabei eifrig. Keiner von beiden schenkte der weiten Welt außerhalb ihrer Felder, des Dorfes und des nächsten Marktes sonderliche Beachtung.

Aber die weite Welt gab es. Schon bald begann der tiefe Wald, und fern im Westen und Norden lagen die Wilden Hügel und die unsicheren Grenzgebiete des Berglandes. Und unter manch anderen Wesen, die noch frei umherliefen, gab es Riesen: freches und ungebildetes Volk und gelegentlich eine Plage. Vor allem gab es da einen Riesen, größer und dümmer als seine Gefährten. Ich finde seinen Namen in den Überlieferungen nicht erwähnt, aber das spielt keine Rolle. Er war sehr groß, sein Wanderstock war wie ein Baum, und sein Tritt war schwer. Er fegte Ulmen zur Seite wie hohes Gras; und er war der Ruin der Straßen und das Elend der Gärten, denn seine mächtigen Füße hinterließen Löcher, tief wie Brunnen; wenn er in ein Haus stolperte, bedeutete es dessen Ende. Und all diesen Schaden richtete er an, wo immer er auch ging, denn sein Kopf ragte weit über die Dächer der Häuser und überließ es seinen Füßen, auf sich selbst aufzupassen. Er war kurzsichtig und auch ziemlich taub. Glücklicherweise lebte er weit weg in der Wildnis und besuchte selten die Gegenden, die von Menschen bewohnt waren, und dann kaum absichtlich. Er besaß ein großes, baufälliges Haus weit oben in den Bergen; doch hatte er sehr wenig Freunde, wegen seiner Taubheit und Dummheit und mangels Riesen überhaupt. Gewöhnlich ging er in den Wilden Hügeln und in den unbewohnten Gebieten am Fuße der Berge ganz für sich allein spazieren.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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