Gesund mit Visite – Arthrose - Visite - E-Book

Gesund mit Visite – Arthrose E-Book

Visite

0,0
15,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Arthrose – etwa acht Millionen Menschen leiden unter dem schmerzhaften Gelenkverschleiß. Und es werden immer mehr, denn mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko. Kein Wunder, schließlich nutzen Knorpel sich mit den Jahren ab, zerfasern und werden rau, bis irgendwann Knochen auf Knochen reibt. Die gute Nachricht lautet aber: So weit muss es nicht kommen. Der Prozess lässt sich wirksam aufhalten oder zumindest verlangsamen – und dafür kann jeder frühzeitig etwas tun. Ob eine entzündungshemmende Ernährung, Medikamente, klassische Therapien, viel Bewegung oder gezielte Übungen: Es gibt viele Möglichkeiten, um Schmerzen und Beschwerden dauerhaft zu lindern – bestenfalls ohne Operation mit künstlichem Gelenkersatz. In diesem Begleitbuch zur renommierten NDR-Sendung VISITE erfahren Sie, was heute möglich ist und warum die Änderung des Lebensstils ein Schlüssel zur Heilung sein kann. Dazu gibt es viele nützliche Tipps zur Selbsthilfe, leckere Rezepte und effektive Übungen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 128

Veröffentlichungsjahr: 2025

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Rezeptregister

In diesem Register finden Sie alle Rezepte alphabetisch aufgelistet, jedoch ohne feste Seitenzahlen, da sich diese je nach Schriftgröße und Anzeigeeinstellungen Ihres E-Readers ändern können.

Um ein bestimmtes Rezept schnell zu finden, nutzen Sie einfach die Suchfunktion Ihres Geräts. Geben Sie den Namen des Rezepts ein, und Sie gelangen direkt zur entsprechenden Stelle im Buch.

A/B

Avocado: Salat Caesar Style mit Hähnchen

Buchweizen-Bowl mit Gemüse und Ei

Bunter Salat mit Räuchermakrele

Beeren

Hagebutten-Beeren-Porridge

Vanille-Skyr mit Erdbeeren

Brot

Mediterranes Pilz-Sandwich

Rote-Bete-Falafel mit Feldsalat

Tofu-Rührei mit Brokkoli

C/D

Chili sin Carne

Crunchy Walnuss-Schoko-Eis

Dinkel-Crêpes mit Gemüse

Dinkel-Leinsamen-Vollkornbrot

E

Eier

Buchweizen-Bowl mit Gemüse und Ei

Dinkel-Crêpes mit Gemüse

Kichererbsencurry mit Spinat und Ei

Misosuppe mit Sprossen und Ei

Seidige Tofu-Mokka-Mousse

Tofu-Rührei mit Brokkoli

F

Fenchel

Dinkel-Crêpes mit Gemüse

Rotes Thai-Curry mit Lachsfilet

Fisch und Meeresfrüchte

Bunter Salat mit Räuchermakrele

Lauch-Kartoffel-Eintopf mit Kabeljau

Rotes Thai-Curry mit Lachsfilet

Tomatensalat mit Knoblauchgarnelen

Zucchini-Spaghetti Frutti di Mare

G

Golden-Milk-Smoothie

Grünkohl-Linsen-Curry

Gurke

Buchweizen-Bowl mit Gemüse und Ei 5

Bunter Salat mit Räuchermakrele

Veggie Döner Bowl

H

Haferflocken

Dinkel-Leinsamen-Vollkornbrot

Golden-Mix-Smoothie

Hagebutten-Beeren-Porridge

Hähnchenbrustfilet

Hühnerfrikassee mit Reis

Salat Caesar Style mit Hähnchen

Zitronenhähnchen mit Ofengemüse

I/J

Indische Linsencremesuppe

Italienische Kartoffel-Mangold-Pfanne

Joghurt

Ofenkürbis mit Feldsalat

Rote-Bete-Falafel mit Feldsalat

Salat Caesar Style mit Hähnchen

Veggie Döner Bowl

K

Kartoffeln

Italienische Kartoffel-Mangold-Pfanne

Kichererbsencurry mit Spinat und Ei

Lauch-Kartoffel-Eintopf mit Kabeljau

Zitronenhähnchen mit Ofengemüse

Kichererbsen

Kichererbsencurry mit Spinat und Ei

Rote-Bete-Falafel mit Feldsalat

Kohl

Grünkohl-Linsen-Curry

Misosuppe mit Sprossen und Ei

Tofu-Rührei mit Brokkoli

Kokosmilch

Indische Linsencremesuppe

Kichererbsencurry mit Spinat und Ei

Rotes Thai-Curry mit Lachsfilet

Kürbis: Ofenkürbis mit Feldsalat

L

Lauch-Kartoffel-Eintopf mit Kabeljau

Linsen

Grünkohl-Linsen-Curry

Indische Linsencremesuppe

Linsen-Fusilli mit Ratatouille

M

Matcha-Cookies mit Mandeln

Mediterranes Pilz-Sandwich

Misosuppe mit Sprossen und Ei

Möhren

Bunter Salat mit Räuchermakrele

Buchweizen-Bowl mit Gemüse und Ei

Grünkohl-Linsen-Curry

Hühnerfrikassee mit Reis

N/O

Nudeln

Linsen-Fusilli mit Ratatouille

Zucchini-Spaghetti Frutti di Mare

Ofenkürbis mit Feldsalat

Orange: Golden-Milk-Smoothie

P/Q

Paprika

Chili sin Carne

Linsen-Fusilli mit Ratatouille

Rotes Thai-Curry mit Lachsfilet

Zitronenhähnchen mit Ofengemüse

Pilze

Hühnerfrikassee mit Reis

Mediterranes Pilz-Sandwich

Misosuppe mit Sprossen und Ei

Rotes Thai-Curry mit Lachsfilet

Quark: Buchweizen-Bowl mit Gemüse und Ei

R/S

Reis: Hühnerfrikassee mit Reis

Rote-Bete-Falafel mit Feldsalat

Rotes Thai-Curry mit Lachsfilet

Salat Caesar Style mit Hähnchen

Skyr

Vanille-Skyr mit Erdbeeren

Vollkorn-Flammkuchen mit Zucchini

Spinat: Kichererbsencurry mit Spinat und Ei

T

Tofu

Misosuppe mit Sprossen und Ei

Seidige Tofu-Mokka-Mousse

Tofu-Rührei mit Brokkoli

Veggie Döner Bowl

Tomatensalat mit Knoblauchgarnelen

V

Vanille-Skyr mit Erdbeeren

Veggie Döner Bowl

Vollkorn-Flammkuchen mit Zucchini

Z

Zitronenhähnchen mit Ofengemüse

Zucchini

Italienische Kartoffel-Mangold-Pfanne

Linsen-Fusilli mit Ratatouille

Vollkorn-Flammkuchen mit Zucchini

Zitronenhähnchen mit Ofengemüse

Zucchini-Spaghetti Frutti di Mare

HINWEIS

Die Ratschläge in diesem Buch wurden mit größter Sorgfalt von Autoren und Verlag erarbeitet und geprüft. Eine Garantie kann jedoch nicht übernommen werden. Ebenso ist eine Haftung der Autoren bzw. des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden ausgeschlossen. Erkrankungen mit ernstem Hintergrund gehören in ärztliche Behandlung! Bei bereits bestehenden Beschwerden kann das Buch daher keinen fachärztlichen Rat ersetzen.

Inhalt

Rezeptregister

Vorwort

Arthrose erkennen und behandeln

Arthrose – der schmerzhafte Gelenkverschleiß

Wahre Wunderwerke: Knorpel und Gelenke

Auf einen Blick: Wichtiges auf den Punkt gebracht

„Sie können einige Jahre herausholen“Interview mit Dr. med. Helge Riepenhof

Irrtümer und Mythen: Was stimmt und was nicht?

Habe ich bereits Arthrose?

Typische Behandlungen: Was sich bewährt hat

Wickel, Auflagen und Co.: Das können Sie selbst tun

Fragen und Antworten: Was Sie über eine OP wissen sollten

Das schmeckt auch den Gelenken

Schmerz, lass nach: Die beste Ernährung bei Arthrose

Top-Lebensmittel für gesunde Gelenke

Gesund genießen leicht gemacht

Frühstück

Sattmacher

Kleine Gerichte

Süßes & Desserts

So halten Sie Ihre Gelenke gesund

Bewegen Sie sich: Auch wenig hilft viel

Die besten Übungen für die Knie

Top-Übungen für die Hüfte

Training für fitte Schultern

Übungen speziell für die Hände

Gutes für die Fußgelenke

So bleiben Sie mental stark

Positive Gedanken: Besser leben mit Schmerzen

Gezielte Entspannung für ein beschwerdefreies Leben

Adressen, die weiterhelfen

Impressum

Innenklappe vorne: So retten Sie Ihre Gelenke

Innenklappe hinten: 7 Tipps: Das tut Ihnen gut

Hinweis zur Barrierefreiheit

Dieses eBook wurde barrierefrei gestaltet, um Leserinnen und Lesern mit Seh- oder Lesebeeinträchtigung den Zugang zu erleichtern. Symbole und strukturgebende Elemente sind für Screenreader optimiert, bedeutungstragende Bilder mit Alternativtexten versehen. Visuelle Nutzererlebnisse bleiben davon unberührt.

Raus aus der Komfortzone – auch wenn's weh tut. Das betonen die Experten in unserer Sendung immer wieder. Denn egal, wie ihr Zustand ist: Gelenkknorpel brauchen Bewegung. Wer rastet, der rostet. Ich weiß, das ist ein alter Spruch, aber er ist wie gemacht für die Arthrose.

Herzlich willkommen in diesem Buch!

Und kommen Sie in Bewegung!

Mal ehrlich: Geraten Sie nicht auch in leichte Panik, wenn Sie Ihre Gelenke knacken hören? Falls ja: Ich verstehe das. Man denkt unweigerlich an Arthrose und an ein künstliches Gelenk als Ultima Ratio. Aber wer sich einmal näher mit dem Thema befasst, verliert die Angst. Hat man nämlich verstanden, woher der Knorpelabbau kommt, was ihn am Laufen hält und – vor allem – was ihn stoppen kann, erkennt man: Es gibt viele Optionen und für jeden einen individuellen Weg. Er muss nur konsequent beschritten werden.

Genau dabei hilft Ihnen dieses Buch. Es räumt mit gängigen Irrtümern und Mythen auf, überrascht mit aktuellen Erkenntnissen zum Thema Knorpelgesundheit und informiert leicht verständ- lich darüber, wie man selbst mit lädierten Gelenken noch Jahre ohne Prothese gewinnen kann. Natürlich ist das Buch auch ein Gewinn für alle, die vorbeugen möchten. Machen Sie den Strecktest im Kapitel Bewegung, dann erkennen Sie schnell, ob Ihr Kniegelenk schon in Gefahr ist, und wissen gleichzeitig, wie Sie es schützen können.

Tut etwas weh und Sie haben den Verdacht, der Verschleiß ist schon am Werk: ruhig Blut. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, wie Sie Arthrose selbst bei sich erkennen können und in sieben Schritten schmerzfrei werden. Kein lee-res Versprechen. Es funktioniert, sofern Sie motiviert sind und am Ball bleiben.

Knorpeldefekte sind nicht heilbar, auch wenn uns das die Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln oft weismachen wollen. Greifen Sie stattdessen lieber gezielt zu antientzündlich wirkenden Lebensmitteln. Wir haben eine Top-Auswahl zusammengestellt. Spannend finde ich übrigens, dass auch Scheinfasten hilft. Noch nie davon gehört? Dann unbedingt hier lesen!

Mit unserem Arthrose-Buch werden Sie zu Ihrem eigenen Coach und haben beste Chancen auf ein Leben ohne Gelenkersatz!

ARTHROSE ERKENNEN UND BEHANDELN

WAS SIE ÜBER KNORPEL UND CO. WISSEN SOLLTEN

Haben Sie manchmal Beschwerden beim Aufstehen? Machen Ihre Kniegelenke Ihnen gelegentlich zu schaffen? Das ist erst einmal kein Wunder, wenn man weiß, dass der natürliche Gelenkverschleiß bereits mit 30 beginnt – und sich meist lange Zeit unbemerkt fortsetzt. Wie erkenne ich eine Arthrose trotzdem rechtzeitig? Was kann ich tun? Wie hilft man mir in einer orthopädischen Praxis? Im ersten Teil geht es um die wichtigsten Fragen.

Arthrose – der schmerzhafte Gelenkverschleiß

Arthrose ist weit verbreitet. Mit dem Älterwerden steigt das Risiko, dass sich die schützende Knorpelschicht zwischen den Knochen aufreibt. Was steckt hinter der Volkskrankheit, die zwar nicht heilbar, aber behandelbar ist? Lesen Sie hier, was Sie über Arthrose wissen sollten.

Ob in den Knien, Schultern, Händen, Fingern oder in der Hüfte: Im Laufe des Lebens verschleißen unsere Gelenke. „Das ist ganz normal und im Alter un-vermeidlich, dagegen kann man leider nichts tun“, heißt es dann häufig. Doch wer das sagt, irrt sich gewaltig. Denn Arthrose ist zwar nicht heilbar, es lässt sich aber eine ganze Menge dagegen unternehmen – zum einen, um das weitere Fortschreiten aufzuhalten; zum anderen, um Schmerzen zu lindern, trotz der Erkrankung beweglich zu bleiben und die Lebensqualität zu erhalten. Ein wichtiges Ziel, das ein guter Grund für alle therapeutischen Maßnahmen ist: Man sollte eine Operation mit einem künstlichen Gelenkersatz so lange wie möglich vermeiden beziehungsweise hinauszögern. Gezielte Übungen, entzündungshemmende Medikamente, eine gesunde Ernährung und gelenkschonende Bewegung gehören zu den wichtigsten Maßnahmen, die für eine erfolgreiche Therapie infrage kommen.

Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu

Arthrose gilt weltweit als häufigste Gelenkerkrankung. Auch in Deutschland ist sie weit verbreitet. Bei uns leiden bis zu acht Millionen Menschen unter dem schmerzhaften Verschleiß; Frauen trifft es öfters als Männer. Mit dem Alter nimmt die Zahl zu. Bei den über 65-Jährigen sind mehr als die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer betroffen. Jüngere Menschen unter 30 leiden seltener daran, von ihnen sind nur 2 Prozent betroffen. Für einen Teil der Erkrankten ist die Belastung extrem. Zwei Millionen leiden nämlich täglich unter Schmerzen im Knie, in der Hüfte oder in den Fingern. Aber was genau steckt eigentlich dahinter?

Unentbehrlicher Schutz für die Knochen

Im gesunden Zustand sitzen Knorpel an den Stellen im Gelenk, an denen die Knochen enden. Ohne diesen Schutz würde Knochen auf Knochen stoßen. Die Knorpel bestehen aus einer elastischen Schicht, die bei Bewegungen wie ein Stoßdämpfer wirkt. Das heißt, dass sie unter Druck gestaucht werden und sich anschließend von alleine wieder ausdehnen. Dabei federn sie nicht nur Stöße ab, sondern „ernähren“ sich auch. Jede Bewegung sorgt dafür, dass Gelenkflüssigkeit hineingedrückt und wie von einem Schwamm aufgesogen wird. Da Knorpel nicht übers Blut versorgt werden, ist diese Form der Nahrungsaufnahme für sie unentbehrlich. Die Gelenkflüssigkeit versorgt den Knorpel und hält ihn gleichzeitig geschmeidig. Im Laufe des Lebens wird der Knorpel rissig und reibt sich zunehmend ab. Das passiert nicht von einem Tag auf den anderen, sondern ist ein länger andauernder Prozess.

Erkrankung verläuft in Schüben

Eine schmerzhafte Arthrose beginnt schleichend. Sie bleibt deshalb in vielen Fällen lange unentdeckt. Treten erstmals Schmerzen auf, ist die Erkrankung meist schon weit fortgeschritten. Trotzdem kann es sein, dass die Beschwerden wieder von allein verschwinden. Die Betroffenen sind dann oft erleichtert, nach dem Motto „Der Schmerz ist weg, ich bin wieder gesund“. Leider ist das keine Entwarnung, denn es hält nicht lange an. Das Kommen und Gehen wiederholt sich, wobei die Intensität der Schmerzen von Mal zu Mal zunimmt. Dieser Prozess mit wiederkehrenden Schüben kann sich über Jahre hinziehen, bis eine Behandlung unausweichlich ist.

Es gibt verschiedene Ursachen

Die Gründe für eine Arthrose sind nicht nur altersbedingt. Wer sich beispielsweise bei einem Unfall ein Gelenk verletzt hat, ist gefährdet. Angeborene und erworbene Fehlstellungen erhöhen das Risiko genauso wie dauerhaft falsche Belastungen. Es gibt auch genetische Ursachen: Sind bereits die Eltern betroffen, ist es wahrscheinlicher, dass ihre Kinder ebenfalls daran erkranken. In Sachen Bewegung gilt keineswegs „So viel wie möglich“. Denn übertriebener oder falscher Sport lässt die Gelenke vorzeitig altern. So leiden etwa ehema-lige Leistungssportler und -sportlerinnen oft schon früh im Leben unter Arthrose. Wer im Beruf viel sitzen und häufig auf den Knien oder im Stehen nach vorne übergebeugt arbeiten muss, hat ebenfalls ein höheres Risiko. Nicht zuletzt ist auch Übergewicht eine erhebliche Gefahr, da die Gelenke dadurch stärker belastet werden. Vor allem übermäßiges Bauchfett fördert Entzündungen im Körper, die auch die Knorpel schädigen.

DIE VIER STADIEN DER ARTHROSE

In der ersten sogenannten stillen Phase beginnt die Gelenkerkrankung. Meist spüren die Betroffenen noch nichts davon. Die Gelenke sind gut belastbar, aber der Knorpel zwischen den Knochen weist bereits kleinere Risse auf und wird mit der Zeit weniger elastisch. Erste Anzeichen können zum Beispiel Knieschmerzen nach starken Belastungen sein.

Im zweiten Stadium, dem der leichten Arthrose, wird das Knorpelgewebe dünner, der Gelenkspalt schmaler. Am Rand der Knochen bauen sich sogenannte Osteophyten (Knochenneubildungen) auf. Dabei handelt es sich um eine Reaktion auf die wachsende Belastung. Der Körper versucht damit, das Gelenk zu verbreitern.

In der dritten Phase treten starke Schmerzen auf, nicht nur beim Gehen oder bei anderen Bewegungen, sondern auch im Ruhezustand. Der Knorpel ist so weit reduziert, dass die Gelenkflächen, die nicht mehr ganz eben sind, sich berühren können. In dieser Phase kommt es möglicherweise zu Entzündungen.

Jetzt ist der Knorpel nicht mehr vorhanden. Im vierten Stadium liegen die Knochen frei und reiben aneinander. Die Folge: Starke Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit machen den Patientinnen und Patienten zu schaffen. Schonhaltungen führen zu Fehlbelastungen. Die Gelenke können ihre Funktion nur noch mit Beeinträchtigungen erfüllen.

Habe ich bereits Arthrose?

Wer unsicher ist, ob hinter den eigenen Schmerzen eine Arthrose steckt, sollte seine Gelenke genau beobachten, denn es gibt typische Anzeichen. Geradezu klassisch ist der sogenannte Anlaufschmerz (zum Beispiel in den Hüften und Knien) in Verbindung mit Morgensteifigkeit. Das heißt, dass die ersten Bewegungen des Tages oder nach einer Ruhephase zwischendurch besonders wehtun. Der Schmerz lässt dann langsam nach, wenn das Gelenk aufgewärmt und „eingelaufen“ ist, man sich also ein bisschen bewegt hat. Beschwerden bei Überlastungen, Schwellungen und Überwärmungen sind ebenso relativ sichere Zeichen wie Schmerzen, die bei kaltem und nassem Wetter schlimmer werden. Später können aus typischen Anfangssymptomen Dauerschmerzen werden, die jede Bewegung erschweren und auch nachts auftreten. Die Betroffenen nehmen dann häufig Schonhaltungen ein und bewegen sich kaum noch. So geraten sie in einen Teufelskreis, der die ganze Sache verschlimmert. Deshalb ist es wichtig, die Schmerzen nicht zu ignorieren, sondern rechtzeitig bei einer Ärztin oder einem Arzt abklären zu lassen. Übrigens: Ein Knorpelschaden allein ist noch keine Arthrose, obwohl die beiden Begriffe bei Gelenkerkrankungen häufig in einem Atemzug genannt werden.

KNIRSCHEN UND KNACKEN

Ob in der Schulter oder im Knie: Sobald es in den Gelenken knirscht und knackt, stellt man sich die besorgte Frage: Ist das jetzt ein Zeichen für Arthrose? Grundsätzlich nicht, solange es nur kurz und spontan knackt. Tritt das Knacken aber nach einem Sturz, nach starken Belastungen oder mit Schmerzen auf, sollte man den ansonsten normalen Gelenkgeräuschen nachgehen. Vor allem bei Schulter-Knacken steckt häufig eine Arthrose dahinter. Da die Gelenke sich durch die Erkrankung verändern, nähern sich die Knochen einander an und bilden knöcherne Zacken, die eventuell bei Bewegung gegeneinanderreiben. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, ein knirschendes Knie oder eine knackende Schulter ärztlich abklären zu lassen. Ein Knacken ohne Schmerz ist meist harmlos; ein Knirschen deutet eher auf einen Knorpelschaden hin.

Arthrose oder Arthritis?

Arthroseschmerzen werden oftmals mit rheumatischen Beschwerden verwechselt. Im Vergleich zu Arthrose tritt Rheuma (das ist der umgangssprach-liche Begriff für eine ganze Reihe rheumatischer Erkrankungen) relativ selten auf. Dabei wird die körpereigene Ab-wehr fehlgesteuert und greift Gelenke, Organe oder das Bindegewebe an. In der Regel kommen Medikamente zum Einsatz. Ein gesunder Lebensstil unterstützt diese Maßnahmen. Von einer rheumatoiden Arthritis spricht man bei Gelenkentzündungen mit Schwellungen, Überwärmungen und Rötungen. Die Symptome sind zwar ähnlich, haben aber eine andere Ursache. Arthritis entsteht durch Stoffwechselerkrankungen oder Infektionen. Sie kann auch genetisch bedingt sein. Hinter der rheuma-toiden Arthritis steckt (wie bei anderen rheumatischen Erkrankungen) eben- falls ein fehlgeleitetes Immunsystem.

Nicht zu verwechseln mit Osteoporose

Arthrose und Osteoporose schließen sich nicht aus, sind aber nicht das Gleiche. Der gefürchtete Knochenschwund gilt als typische Alterserscheinung, die vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren trifft. Dabei nimmt die Masse der Knochen langsam ab. Sie werden porös, weshalb das Risiko für Brüche steigt. Davon merken die Betroffenen lange nichts. Häufig denkt man erst daran, wenn ein Knochen bricht, obwohl er nur einem leichten Stoß ausgesetzt war. In diesem Stadium ist die Osteoporose dann schon weit fortgeschritten. Typischerweise verändert sich der Rücken, da die einzelnen Wirbel-körper in sich zusammensacken. Die Betroffenen werden kleiner. Um Osteoporose frühzeitig zu erkennen, hilft eine Messung der Knochendichte, die allerdings nicht allein maßgeblich für die Behandlung ist. Wenn sie medizinisch notwendig ist, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. In schweren Fällen wird medikamentös behandelt. Ansonsten kann jeder mit einer kalziumreichen ausgewogenen Ernährung, ausreichend Sonnenlicht für die Vitamin-D-Bildung, Physiotherapien, viel Bewegung und angemessenem Muskelaufbau selbst vorsorgen.

Wer kann mir helfen?