Grappa macht Theater - Gabriella Wollenhaupt - E-Book

Grappa macht Theater E-Book

Gabriella Wollenhaupt

4,4

  • Herausgeber: GRAFIT
  • Kategorie: Krimi
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2013
Beschreibung

Theaterkritiker von Prätorius hat viele Feinde. Aber wer bringt im biederen Bierstadt einen Menschen nur wegen eines ätzenden Zeitungsartikels um? Welche Rolle spielt der Betroffenheitsdichter Lazarus Beutelmoser? Ziehen Möchtegern-Intendant Ralf-Maria Feudel und Leibwächter Putzi die Fäden in der geheimen 'Loge'? Zwischen Besuchen von Theaterpremieren und Dichterlesungen bekommt es Reporterin Maria Grappa mit gleich zwei Mordfällen zu tun - und mischt die Kulturschickeria mächtig auf.

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Seitenzahl: 220

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Knallig und knallharte Realität …

Theaterkritiker von Prätorius hat viele Feinde. Aber wer bringt im biederen Bierstadt einen Menschen nur wegen eines ätzenden Zeitungsartikels um? Welche Rolle spielt der Betroffenheitsdichter Lazarus Beutelmoser? Ziehen Möchtegern-Intendant Ralf-Maria Feudel und Leibwächter Putzi die Fäden in der geheimen ›Loge‹?

*

E-Book © 2013 by GRAFIT Verlag GmbH

(korrigiert nach den reformierten Regeln deutscher Rechtschreibung)

Originalausgabe © 1994 by GRAFIT Verlag GmbH

Chemnitzer Str. 31, D-44139 Dortmund

Internet: http://www.grafit.de/

E-Mail: [email protected]

Alle Rechte vorbehalten.

Umschlagillustration: Peter Bucker

eISBN 978-3-89425-982-2

Gabriella Wollenhaupt

Die Autorin

Gabriella Wollenhaupt, Jahrgang 1952, arbeitet als Fernsehredakteurin in Dortmund.

Als Kriminalschriftstellerin debütierte sie im Frühjahr 1993 mit Grappas Versuchung. Es folgten zahlreiche weitere Romane mit und ohne Grappa. Sämtliche Ermittlungen der rothaarigen Reporterin sind als E-Book lieferbar (siehe www.grafit.de/service/programm/krimireihen/).

Für Fritz Michael

Bierstadt, die liebenswerte und weltoffene Metropole im Revier, ist auch eine Stadt mit Kultur. Sie wird aus öffentlichen Geldern subventioniert und nicht nur von Zeitungskritikern zur Kenntnis genommen. Auch der mündige Bürger besucht zu Silvester gern »Hoffmanns Erzählungen« oder den »Zigeunerbaron« und ergötzt sich an Schillers Klassiker »Die Räuber«.

Hinter den Kulissen jedoch tobt der Kampf um Macht und Moneten, Prestige und Pöstchen.

In diesem Roman sind Ähnlichkeiten mit lebenden Personen nicht beabsichtigt. Sie wären Ergebnis des Zufalls.

Die Personen

Boris Austerlitz mag Schauspielerinnen.

Lazarus Beutelmoser nervt Schulklassen.

Beate Elsermann möchte ins Fernsehen.

Ralf-Maria Feudel will Generalintendant werden.

Gallo Pinto schreibt heimlich.

Gregor Gottwald liebt »La Paloma«.

Maria Grappa stellt dreiste Fragen.

Jacques Höfnagel hält sich bedeckt.

Peter Jansen beherrscht die Partie.

Cäsar Knulp wird reingelegt.

Paul Pistor kann nicht nein sagen.

»Putzi« mag es lieber grob.

Anneliese von Prätorius will endlich leben.

Aristide von Prätorius will wild leben und jung sterben.

Nello von Prätorius

Der Vorhang fällt, das Stück ist aus

Und Herrn und Damen gehn nach Haus.

Die Welt ist ein Sumpf – und wir suhlen uns mittendrin

Langsam öffnete sich der rotweinfarbene Vorhang, stockte einige Sekunden, als wolle ein gnädiger Geist die Zuschauer vor dem Anblick, der sich gleich bieten würde, bewahren.

Meine Augen brauchten eine Weile, bis sie sich an das sanfte Licht gewöhnt hatten, doch dann sah ich, was nicht zu übersehen war: Die Bühne war mit dunklem Erdreich bedeckt. Zwischendrin mehrere Pfützen. Rundherum lagen Kleidungsstücke. Es roch nach feuchtem Moder mit einem Hauch von Pferdemist. Die Gefäße in der Kulisse waren mit prallen Würsten gefüllt, in den Regalen lagen Eier, in der Erde scharrten verwirrte lebende Hühner, die ganz offensichtlich an ihrem Verstand zweifelten. Ein klägliches Gackern schallte in den Zuschauerraum. Hier und da ein kleines Geflatter, weiße Federchen versanken im Morast. Hühner in Panik.

Obwohl ich tierlieb bin, versetzte mich das Federvieh in eine ziemlich schlechte Stimmung. Maria Grappa, fragte ich mich, was in aller Welt hat ausgerechnet dich ins Theater verschlagen? Und das, wo ich gerade heute hätte wählen können zwischen einem Klassentreffen beim Italiener, einem gemütlichen Fernsehabend mit 23 Programmen und einer Flasche Roten oder der Rezension eines Lesben-Krimis, den der Sappho-Frauenbuchverlag dringend von mir erwartete.

All das wäre sinnvoller gewesen als dieser Abend! Ich seufzte tief und drückte mich in den Theatersessel. Fehlentscheidungen müssen durchgestanden werden.

Tapfer blickte ich auf die Bühne. Meine Augen sahen ein großes Käserad, das an der Wand lehnte. Auf dem Tisch Spuren einer gerade gegessenen Mahlzeit. Speck, und schon wieder Käse. »Metapher« wurde so was wohl genannt. Klar, dachte ich, warum nicht, die Story spielt ja in Holland. Und Holland ist Käse. Das weiß jedes Kind.

Von der Bühnendecke baumelte ein dickes Tau, an dem eine Glocke hing. Alles hing genau über dem großen Schlammhaufen.

Ich war noch immer verwirrt. Im Textbuch stand etwas von einer Amtsstube. Das hier sah aus wie ein Schweinestall.

Ich blickte auf Nello von Prätorius, der – wie vom Donner gerührt – rechts vor mir saß. Er hatte mich in dieses Stück gelockt, von einem »kulturellen Ereignis« gesprochen. Nello war der Kulturkritiker des »Bierstädter Kulturechos«, gefürchtet wegen seiner scharfen Feder und geachtet wegen seines sicheren Urteils. Aber mit diesem Bühnenbild hatte selbst er nicht gerechnet, so schien es mir.

»Der zerbrochne Krug« von Heinrich von Kleist – so hieß das Stück heute Abend. Ein Klassiker, der vielen Menschen in den letzten 200 Jahren angeblich Freude gemacht haben soll. Die Geschichte von einem geilen alten Amtsrichter, der einer Jungfrau nächtens nachsteigt und dabei einen Krug zerdeppert.

Eine Story, die jeder versteht. Dem Bierstädter Theaterpublikum auf den Leib geschrieben. Das Haus war ausverkauft, denn alle wollten die erste Inszenierung des neuen Schauspieldirektors sehen. Sogar ich war darauf reingefallen und hatte mir eine Karte im Gegenwert von einem Abendessen gekauft.

Schade, dass Nello von Prätorius nicht direkt neben mir saß. Ich hätte gern ein paar passende Worte an ihn gerichtet. Aber vielleicht kam noch Schwung in die Sache.

Da! Bewegung auf der Bühne. Vom Seil rutschte ein Mann in Unterwäsche mitten in eine Pfütze und schrie auf. Es klang echt. Das musste der Dorfrichter Adam sein, denn ich erkannte Paul Pistor, den Kammerschauspieler der Bierstädter Bühnen. Sein kugelrunder Bauch war nicht mit den »Biergewächsen« anderer Herren zu verwechseln.

Paul Pistor war recht schwer und nicht mehr der Jüngste. Da saß er nun und hatte Mühe, sich aufzurappeln. Der Schlamm hatte seine blütenweißen Unterhosen ruiniert. Er schien sich wehgetan zu haben, denn er rieb sich Kopf und Bein. Aber das gehört vielleicht zur Rolle, fiel mir ein.

»Ei, was zum Henker, sagt, Gevatter Adam!

Was ist mit Euch geschehen, wie seht Ihr aus?«

Ein zweiter Mann war aufgetreten. Wohl der Schreiber des Richters, wie ich dem Programm entnehmen konnte.

»Wie seht ihr aus?«

wiederholte er. Eine gute Frage! Denn der Richter sah ziemlich verdreckt aus. Mit der linken Hand verscheuchte er ein Huhn, das sich hilfesuchend auf seinen Schoß geflüchtet hatte. Es gackerte empört auf und flog auf das Käserad.

»Ja, seht!«

sprach Paul Pistor mit einer tiefen melodischen Stimme.

»Zum Straucheln braucht‘s doch nichts als Füße.

Auf diesem glatten Boden, ist ein Strauch hier?

Gestrauchelt bin ich hier, denn jeder trägt

Den leid'gen Stein zum Anstoß in sich selbst.«

Der weitere Dialog der beiden drehte sich dann darum, auf welche Art und Weise und bei welcher Gelegenheit der Richter so ramponiert worden war.

Paul Pistor spielte brillant. Ihn schien der Dreck, in dem er sich bewegen musste, nicht zu stören. Nur die Hühner hatte er nicht im Griff, denn sie hatten einen Narren an ihm gefressen. Sie liefen ständig auf ihn zu, als sei er ihr Stiefvater. Er revanchierte sich mit Schlägen und Tritten, ohne seinen Text zu vergessen.

»Nun denn, so kommt, Gevatter«,

schleuderte Pistor seinem Schreiber entgegen.

»Folgt mir ein wenig zur Registratur;

Die Aktenstöße setz ich auf, denn die,

Die liegen wie der Turm zu Babylon.«

Der erste Auftritt war vorbei. Stille. Erst dann ein zögernder Applaus. Zu dem Applaus gesellten sich erste Buh-Rufe. Ich gehörte zu den Klatschenden. Immerhin hatte es viel Arbeit gekostet, den Schlamm in solchen Mengen auf die Bühne zu schaffen. Und die Idee mit dem Federvieh war wenigstens originell.

Ich blickte zu Nello von Prätorius. Der Kulturkritiker des »Bierstädter Kulturechos« saß regungslos auf seinem Platz und hatte die Hand vor die Augen gelegt. Er litt. Er hatte einen Schock. Sein Zustand war kritisch. Ich würde mich in der Pause um ihn kümmern müssen!

Gnadenlos schob sich der Vorhang wieder zur Seite. Richter Adam und sein Schreiber in Aufruhr. Ein Gerichtsrat aus Utrecht hatte sich zum Kontrollbesuch angesagt. Hektische Unruhe im Schlammhaufen, denn des Richters Perücke war verschwunden.

»Der Teufel soll mich holen!

Ich hatte die Perücke aufgehängt,

Auf einen Stuhl, da ich zu Bette ging,

Den Stuhl berühr' ich in der Nacht, sie fällt …«

»Drauf nimmt die Katze sie ins Maul …«

mischte sich der Schreiber ein,

»Und trägt sie unters Bett und jungt darin.«

Nello von Prätorius kauerte noch immer in seinem Sitz, schien sich aber – aus seiner Erstarrung erwacht – wieder dem Schauspiel zuzuwenden. Ich erkannte im Halbdunkel, dass er sich Notizen machte. Die Schauspieler selbst schienen keinen Spaß mehr an dem Schlammbad zu haben, denn sie leierten ihre Sätze rasch und lieblos und – wie ich fand – reichlich genervt herunter.

Im Theaterraum wurde es unruhig. Die Zuschauer tuschelten miteinander. Die ersten gingen bereits.

Paul Pistor, der alte Profi, versuchte, die Aufmerksamkeit wieder auf sich und seine Rolle zu lenken:

»Willkommen, gnäd'ger Herr, in unserm Huisum!«

dröhnte er in den Raum.

»Wer konnte, du gerechter Gott, wer konnte

So freudigen Besuches sich gewärt'gen.

Kein Traum, der heute früh Glock achte noch

Zu solchem Glücke sich versteigen durfte!«

Das Glück war ausgesprochen einseitig und fand nur im Textbuch statt. Immer mehr Zuschauer standen auf und drängelten durch die Reihen ins Freie. Paul Pistor blickte irritiert in das Dunkel des Zuschauerraums. Eine solche Massenflucht hatte selbst er, der seit 30 Jahren Leute bei Laune hielt, noch nicht erlebt.

Zurzeit lief erst der vierte Auftritt ab, bis zur Pause dürfte das Theater leer und der Skandal perfekt sein.

»Bleiben Sie bitte sitzen! Gehen Sie nicht auch noch!«, flüsterte es neben mir. Ich blickte zur Seite. Ich hatte gar nicht darauf geachtet, dass sich ein junger Mann neben mich gesetzt hatte.

»Keine Sorge«, beruhigte ich ihn, »ich bleibe bis zum bitteren Ende. Ich habe schließlich für das ganze Stück bezahlt. Wie finden Sie die Inszenierung denn?«

»Ich weiß nicht«, sagte er zögernd, »ich habe keine Ahnung vom Theater.«

»Das verbindet uns.«

Ich betrachtete ihn. Ungefähr mein Alter, vielleicht etwas jünger. Große schwarze Augen, die im Dunkeln wie heruntergebrannte Eierbriketts glommen. Schwarzes volles Haar, das wirr um den Kopf stand. Er krallte sich an der Vorderlehne fest, schien unter Strom zu stehen.

»Warum sind Sie denn hier, wenn Sie keine Ahnung vom Theater haben?«, wollte ich wissen.

»Die Eve ist meine Freundin«, sagte er wie abwesend, »sie tritt gleich auf. Sehen Sie, wie viele Leute schon gegangen sind! Wenn sie kommt und der Saal ist leer! Nein, das übersteht sie nicht! Da, jetzt kommt sie! Schauen Sie doch!«

Eine ältere Frau in Bauernkleidern stolperte durch den Morast auf den Richter und den Gerichtsrat zu. Sie lamentierte endlos über einen Krug, den ein Unbekannter in der Nacht zerdeppert hatte. Hinter ihr eine jüngere Frau und zwei Männer. Ich guckte mir die Eve näher an. Beate Elsermann, so hieß sie laut Programmheft. Eine junge Schauspielerin, die erst seit wenigen Monaten Mitglied des Bierstädter Ensembles war und zu den gewagtesten Hoffnungen Anlass gab.

»Ist sie nicht wunderbar?«, wollte mein Stuhlnachbar wissen.

»Bisher hat sie ja noch nichts gesagt!«, antwortete ich wahrheitsgemäß.

»Du gehst zum Regimente jetzt, o Ruprecht, –

Wer weiß, wenn du erst die Muskete trägst,

Ob ich dich je im Leben wieder sehe.

Krieg ist's, bedenke, Krieg, in den du ziehst,

Willst du mit solchem Grolle von mir scheiden?«

Eve hatte in flehendem Ton zu ihrem Verlobten gesprochen. Der Mann neben mir hing an ihren Lippen und sprach lautlos die Worte mit. Sein Entzücken drang sogar durchs Halbdunkel zu mir.

Ich war gerührt. Wahre Liebe lässt mein Herz ganz hurtig schmelzen, da bin ich sentimental.

Die junge Schauspielerin war hochgewachsen und sehr schlank. Ob das Blondhaar echt war, konnte ich nicht erkennen. Sie bewegte sich betont langsam durchs Bühnenbild, ihre Stimme war tief und verführerisch. Ihr Schmerz über den Verlobten, der laut Kleist in den Krieg ziehen soll, kam nahe an eine Satire heran. Das Mädel war eine Fehlbesetzung für die Rolle einer ländlichen Naiven, das bekam sogar ich mit.

Als Fanny Hill oder Leutnant Tamara Jagelovsk auf dem Raumschiff Orion wäre sie ein Knaller gewesen.

Ein alter Mann mit vielen Feinden

Bevor ich vor einigen Jahren Nello von Prätorius persönlich kennenlernte, hatte ich schon viel über ihn gehört. Sein Ruf in Künstlerkreisen war außergewöhnlich. Dass Journalisten, wenn sie andere kritisieren, nicht immer Jedermanns Lieblinge sind – davon konnte ich auch ein Lied singen. Doch der Hass, der ihm nach seinen Theaterkritiken entgegenschlug, war von besonderer Qualität.

Nello tat so, als bekäme er davon nichts mit. Er spürte nicht die Wut, die Schauspieler, Regisseure und Kulturbeamte mühsam zügeln mussten, wenn sie ihm begegneten.

»Irgendwann, mein Lieber«, hatte ich geweissagt, »wird Sie jemand tot aus dem Kanal fischen. Oder erstickt in Ihrem Bett finden. Im Mund eine zusammengeknüllte Theaterkritik. Richtig schön in den Hals gedreht, damit die Luft wegbleibt. Aber ich verspreche Ihnen, dass ich Ihren Mörder finden werde!«

Nello hatte das nicht nachvollziehen können.

»Sie übertreiben wie üblich, Gnädigste! Warum sollte mich jemand umbringen? Einen alten Mann, der den Zenit seines Lebens schon längst hinter sich gelassen hat?«

»Sie haben zu viele Feinde! Seit Jahren schlachten Sie in Ihren Kritiken Schauspieler, Regisseure und Bühnenbildner. Vielleicht ja sogar zu Recht. Denken Sie zum Beispiel an Ihre letzte Konzertkritik. Sie haben dem Generalmusikdirektor geraten, bei einem Kur-Orchester als Trommler anzufangen, damit er lernt, wie ein korrekter Takt zu sitzen hat. Glauben Sie, dass er sich darüber gefreut hat?«

»Mittelmaß ist mir verhasst.« Das war seine Verteidigung. Er schüttelte sich vor Ekel und strich sein dickes weißes Haar zurück, nahm seine Rezitierhaltung ein, streckte die Bauchdecke nach vorn und pumpte seinen mächtigen Oberkörper voll Luft. Dann breitete er die Arme aus, als wolle er die neun Töchter des Zeus, die unter dem Begriff »Musen« bekannt sind, auf einmal umarmen.

»Das Theater ist eine Metapher des Ego im schlechten Verhältnis zu sich selbst. In der künstlerischen Verfremdung liegt die Wahrheit aller Wahrheiten.«

Um seinen Worten noch mehr Kraft zu verleihen, nahm er seinen Gehstock und klopfte im Rhythmus der Silben auf den Boden. Der Stock war aus schwarzem Ebenholz und hatte einen silbernen Entenkopf. Er half ihm beim Laufen, denn Nello von Prätorius hatte nicht nur einen Herzschaden, sondern auch noch ein künstliches Hüftgelenk. Doch das Humpeln passte zu ihm. Was wäre der Teufel ohne seinen Pferdefuß?

»Wieso kommt es«, fragte ich, »dass Ihr Kollege Gallo Pinto immer anderer Meinung ist als Sie?«

Das war seine schwache Stelle. Gallo Pinto trieb sich nämlich auch bei Theaterstücken und Konzerten herum und schrieb darüber in einer Zeitschrift namens »Melpomene«. Niemand in Bierstadt kannte seine Identität, was die Sache ungeheuer spannend machte – zumindest für die Leute, die sich für Kultur interessierten.

Wie gesagt, ich gehöre nicht dazu. Ich bin lieber dort, wo sich das wirkliche Leben abspielt. Große Gesten, edle Gefühle und schweinische Taten sind mir in natura lieber.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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