Gründe deine Unternehmung und sei erfüllt - Ninelle Tchepanou Sofack - E-Book

Gründe deine Unternehmung und sei erfüllt E-Book

Ninelle Tchepanou Sofack

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Beschreibung

Du bist mit deiner finanziellen Situation, deinem Job, mit deinem Leben nicht erfüllt? Du hast das Gefühl, nicht dort zu sein, wo du gerne wärst? Dieses Buch wird dir die nötigen Ressourcen geben, um das zu ändern. Nur du bist für deine Situation verantwortlich. Wenn dein Leben stagniert und du deine Träume noch nicht erreicht hast, liegt es allein an dir. Du musst entscheiden, ob du weiterhin im Selbstmitleid versinkst oder lieber etwas änderst. Du bist der Herr über dein Leben. Du entscheidest, welche Wendung dein Leben nimmt. Willst du etwas ändern oder dich weiterhin beschweren? Mit diesem Buch lade ich dich ein, den ersten Schritt in diese Richtung zu tun und deine eigene Unternehmung zu gründen. Du weißt nicht, wie und womit du anfangen sollst? Meine Antwort lautet: Fange einfach da an, wo du bist, mit dem, was du hast. Dieses Buch wurde für dich geschrieben. Hier erkläre ich dir die detaillierte Wertschaffungskette. Sie zeigt dir Schritt für Schritt, was notwendig ist, um deine Vision wahr werden zu lassen. Du bist nicht allein auf dieser Reise, gemeinsam können wir unseren bescheidenen Beitrag für unser Leben, für unsere Familie und für diese Welt leisten.

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Seitenzahl: 180

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhalt

Danksagung

Einleitung

Beginne wie der Neclion-Gründer dort, wo du stehst

Der Kunde und sein Umfeld

Das Geheimnis jedes erfolgreichen Unternehmers

Wie du dich am besten auf deine Unternehmung vorbereiten kannst

Mit den echten Anforderungen das minimale überlebensfähige Produkt (MVP) erzeugen

Starte dein Online-Business

Sicherung der Kundenzufriedenheit

Effektive Kommunikation

Fazit und Ausblick

Danksagung

Zunächst einmal möchte ich meinem Herausgeber danken.

Ich möchte auch meinem Bruder Eric Tchepanou und meiner Mutter Julienne Djougue Kenfack für ihre offenen Ohren und motivierenden Worte danken, „wie ich das, was ich in mir spürte und wusste, ausdrücken sollte“.

Was schließlich dort landete, in meiner Seelenausgießung, auf einem Blatt Papier, musste erst einmal meine Lektorin lesen. Es war nicht immer einfach. Was sie getan hat, war phänomenal. Vielen Dank, liebe Cindy Dankert.

Ich möchte auch meinem Korrekturleser danken, der sich während des Lesens bestimmt sehr geschämt hat, wenn ich an all meine Rechtschreibfehler denke. Vielen Dank für dein Verständnis und deine Geduld, lieber Gaël Djoukang Necdem, Gründer von Neclion.

Danke an meine Familie, die mir immer die Kraft und Zeit gegeben hat, mich meinem Buchprojekt zu widmen. Ohne sie hätte ich es nicht geschafft.

Endlich ist Freitag. Ich habe mal wieder eine sehr anstrengende Woche hinter mir. Ich bin im Zug auf den Weg nach Hause und denke, wie sinnlos mein Leben doch ist. Ich schaue aus dem Fenster und fühle mich in meinem eigenen Leben gefangen. Wie komme ich bloß aus diesem Gefängnis, das ich mir selbst erbaut habe, heraus? Nach fünf Jahren Studium und einigen Jahren Arbeitserfahrung habe ich immer noch das Gefühl, dass ich nichts aus meinem Leben gemacht habe. Aus dem Fenster blickend, stelle ich mir Fragen: Was kann ich wirklich? Was haben mir diese Studiengänge wirklich gebracht? Warum habe ich überhaupt studiert? Wieso habe ich das studiert, was ich studiert habe? Warum habe ich über all diese Jahre Menschen blind vertraut, die mir gesagt haben, dass eine erfolgreiche Person jemand sei, der einen Universitäts- oder Hochschulabschluss hat? Je mehr Abschlüsse man habe, desto erfolgreicher und wertvoller sei man in den Augen der Gesellschaft, und genau das setzte ich mir daher als Lebensziel.

Seit meiner Kindheit habe ich mich immer in verschiedenen sozialen Umfeldern wohl gefühlt und habe sehr früh durch diverse Interaktionen meine Kommunikationsstärke entdeckt. Im Grunde genommen fühlte ich mich in allen Bereichen wohl, wo ich mit Menschen interagieren konnte (wie zum Beispiel in der Gemeinde als Chor- und Jungendgruppenleiterin). Insbesondere gefiel mir, anderen beizustehen, sie zu beraten und ihnen aktiv helfen zu können. Aktiv helfen bedeutet für mich, Aufgaben für andere zu erledigen oder als Vermittlerin für diese zu fungieren. Ich wollte auch später (aus unserer Sicht also heute) in diesem Bereich tätig werden, bevor mir ein Verwandter riet, dass ich ein Studium auswählen solle, welches mir in der Zukunft mehr Sicherheit bringen würde. Ich solle mir einen Bereich aussuchen, bei dem ich mir sicher sein könne, dass ich immer einen Arbeitsplatz bekommen würde. Dieser Ratschlag war an sich nicht schlecht, nur vergaß er, mir zu sagen, dass es im Leben oder auf dem Arbeitsmarkt nicht nur darum geht, eine Absolventin zu sein, sondern man sollte auch Spaß an der gewählten Ausbildung oder Stelle haben, um qualitativ gute Arbeit leisten zu können. Ich habe selbst am eigenen Leib lernen müssen, dass es in der Praxis nicht nur darum geht, einen Abschluss zu haben, sondern dass die Qualität der Leistungen, welche erbracht werden, für die Arbeitgeber das Wichtigste ist. Aber wie kann man denn die Beste werden, wenn man von Anfang an die falsche Ausbildung und später den falschen Job auswählt?

Heute bin ich im Bereich Business Consulting tätig und schon wieder bin ich in einer neuen Stadt und in einem anderen Hotelzimmer. Am Anfang fand ich es spannend, aber mittlerweile ist es nur noch eine Qual. Ich frage mich, wie und woher viele Menschen die Kraft nehmen, es so lange in diesem Beruf auszuhalten. Diese Menschen verdienen meinen Respekt. Jeden Montag stehe ich auf und reise weite Strecken (sieben bis zehn Stunden, wenn keine Verspätungen eintreten) mit dem Zug, um in die Stadt zu kommen, wo ich arbeiten werde. Nach langer Fahrt komme ich sehr müde und erschöpft an meinem Arbeitsplatz an und habe nur noch einen Wunsch: ins Hotelzimmer zu gehen, um mich dort auszuruhen – aber nichts da! Ich bin an einen Vertrag gebunden und muss Leistungen erbringen. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie ich in solch einer Verfassung qualitativ hochwertige Arbeit leisten soll. Wie oft hatte ich den Zweck meiner Existenz infrage gestellt und bemerkt, dass es große Abweichungen zwischen meinen Lebenserwartungen und der aktuellen Realität gab. Wenn ich es nur schaffen würde, Herr über meine Zeit zu werden, könnte ich endlich mehr Zeit mit meinen Freunden, Bekannten und meiner Familie verbringen und mich auf Sachen konzentrieren, die mich wirklich glücklich machen, nämlich einen Wert für meine Mitmenschen zu schaffen.

So hätte ein Auszug aus meinem Tagebuch aussehen können, wenn ich damals eines geführt hätte.

Die langen Reisen, die fremden Hotelzimmer und die ständig wechselnden Arbeitsumgebungen und Kollegen1 motivierten mich, meine Arbeitsstelle aufzugeben; da ich zum damaligen Zeitpunkt noch dachte, dass meine Unzufriedenheit an dieser dynamischen Situation lag. Zu diesem Zeitpunkt war ich felsenfest davon überzeugt, dass mein Unwohlsein verschwinden würde, wenn ich eine Stelle fände, die mir ermöglichen würde, jeden Tag in meine eigenen vier Wände zurückzukehren. Aber wie du es dir sicherlich schon denken kannst, lag ich damit falsch.

Denn auch in dem neuen Job war ich sehr frustriert und unzufrieden damit, jeden Tag eine Tätigkeit auszuüben, die mir nicht gefiel und in der ich mich nicht weiterentwickeln konnte. Ich verspürte ein Brennen in mir, ein Feuer, das mir signalisierte, dass ich noch nicht am Ende meiner Reise angekommen war, wie ich es mir so sehr gewünscht hätte. In meinem Kopf herrschte Chaos, ich wusste einfach nicht mehr, was ich denken sollte. Sollte ich wie jeder meinen Job machen und damit zufrieden sein, am Ende des Monats eine Vergütung zu bekommen, die meines Erachtens mein Potenzial nicht widerspiegelte? Oder sollte ich auf meine innere Stimme hören und mich auf die Suche nach einem Unternehmen machen, mit dem ich in Einklang sein könnte? Jeder von uns verspürt zu irgendeinem Zeitpunkt in seinem Leben sicherlich mindestens einmal dieses Gefühl, sodass ihr meine Lage bestimmt sehr gut nachempfinden könnt. Diese innere Stimme wurde jeden Tag lauter und ließ mich nicht mehr los. Das Einzige, was ich sicher wusste, war: Ich musste etwas verändern! – Aber was? Warum war ich denn so unzufrieden? Warum war ich so von meiner eigenen Person enttäuscht? Wie sollten andere an mich glauben, wenn ich das nicht einmal selbst tat?

Sechs Monate später hatte ich keine Stelle mehr, weil das Projekt abgelehnt worden war. Ich war wütend, ich war sauer. Ich hatte das Gefühl, die Welt fiele mir auf den Kopf. Was würde mein Umfeld sagen, was meine Familie, meine Freunde über mich denken? Sicherlich würden sie mich für eine Versagerin halten, eine, die nicht einmal einen Job behalten kann. Würden sie es überhaupt verstehen, wenn ich ihnen erklärte, dass es nicht meine Schuld war? Würden sie es verstehen, dass ich mich trotz der Situation irgendwie befreit fühlte? Wie sollte ich ihnen das beibringen? Ich spürte, wie Tränen aus meinen Augen flossen. Ich war so zerschlagen. Ich war hoffnungslos und wollte nur noch die Zeit zurückdrehen bis zu dem Moment, in dem ich mich für diese Stelle entschieden hatte. Wieso hatte ich mich von meinem Gefühl hereinlegen lassen, wieso war ich denn nur so naiv gewesen? Wieso nur, warum nur, weshalb …

Es war ein harter Schlag für mich. Ich konnte nichts essen und war einige Tage lang am Boden zerstört. Was mich am meisten verletzte, war nicht die Tatsache, dass ich arbeitslos war, sondern dass ich es nicht hatte kommen sehen. Das Leben wäre so viel einfacher, wenn man eine Glaskugel hätte, die einen in die Zukunft blicken ließe.

Die Reisezeit an dem besagten Freitag verging schnell. Ich war so in meine Gedanken vertieft, dass ich nicht einmal bemerkte, dass der Zug schon stand. Wie lange ich noch in meinem Abteil saß, kann ich euch nicht sagen. Genau in diesem Moment fasste ich die Entscheidung, auf meine innere Stimme zu hören. Aber wie sollte ich mit ihr sprechen? Welche Fragen musste ich ihr stellen, damit sie mir antwortete? Eines war jedoch felsenfest klar: Ich wollte endlich „mein eigenes Ding“ starten. Eine Unternehmung, die mir ermöglichen würde, anderen zu helfen, indem ich das tat, wovon ich immer geträumt hatte: andere Menschen zu motivieren und ihnen dabei zu helfen, ein Leben nach ihren Wünschen zu leben.

Obwohl ich traurig und wütend war, verspürte ich ganz tief in mir eine Zufriedenheit, die mich ein bisschen verwirrte. Mein Leben war dabei zu zerfallen – zumindest auf der physischen Ebene – und doch war ich irgendwie zufrieden. Es fühlte sich wie eine Befreiung an, als ob ich gerade aus einem Gefängnis, in dem ich jahrelang gesessen hatte, entlassen worden war. Ich kann bis heute dieses Gefühl nicht mit Worten beschreiben. Ich war einfach im Unterbewusstsein glücklich. Ich weiß, es klingt echt verrückt, aber ich versuche nur mein damaliges Empfinden zu beschreiben.

All diese Erlebnisse brachten mich zu der Erkenntnis, dass ich etwas Eigenes starten muss, wenn ich nicht noch einmal so etwas erleben wollte. Ich stürzte mich in die Lektüre diverser Bücher, denn ich wollte allen beweisen, und vor allem mir, dass ich mehr konnte. Ich wollte meine Kompetenzen nutzen, um endlich eine Tätigkeit auszuüben, die mir Spaß machte und bei der ich endlich mit anderen Menschen interagieren könnte. Es war mir auch klar, dass ich parallel zum Aufbau meiner Unternehmung weiterarbeiten musste, um meinen Lebensunterhalt finanzieren zu können. Ich setzte mich hin und erstellte einen Maßnahmenplan für die nächsten zwei Jahre. Ich schrieb auf, welche Aktivitäten notwendig waren, um mein Ziel, meine Vision zu erreichen. Unter anderem entschloss ich mich, eine Weiterbildung im Bereich psychologische Beratung und als Personal Coach zu machen.

Wie du feststellen kannst, befinde ich mich auf der Startlinie, am Anfang meiner Reise als Unternehmerin. Ich möchte dich ermutigen, diesen Weg, diese Reise gemeinsam mit mir zu unternehmen. Ich möchte in diesem Buch meine bisher gewonnenen Erfahrungen sowie meine Früchte diverser Lektüren teilen, damit wir an ein und demselben Strang ziehen. Ich habe in diesem Buch ein Konzept oder, wie ich es nenne, die „detaillierte Wertschaffungskette“ (siehe Kapitel 4.3) zusammengestellt, die dir helfen soll, bereits zu Beginn deiner Unternehmung die richtigen Lösungen für Probleme zu finden. Dies soll gewährleisten, dass deine Unternehmung die Bedürfnisse deiner ausgewählten Zielgruppe zu deren Zufriedenheit löst. Ich verwende dabei den Begriff „Unternehmung“ und nicht „Unternehmen“, da es bei der Wertschaffung erst einmal darum geht, sich explizit mit den Bedürfnissen oder Problemen der ausgewählten Zielgruppe (der potenziellen Kunden) auseinanderzusetzen. Außerdem werde ich im Buch das „Du“ benutzen, um das Gespräch persönlicher zu gestalten.

1 Für eine bessere Lesbarkeit wird im Text zumeist das generische Maskulinum gewählt. Es sind natürlich, wenn es der Kontext nicht anders nahelegt, immer alle Geschlechter mitgemeint.

Einleitung

Ich persönlich möchte noch vor den Ruhestand genug Geld verdienen, um so früh wie möglich finanzielle Freiheit zu erreichen. Ich möchte nicht 40 bis 45 Stunden die Woche in einem Unternehmen eine Tätigkeit ausführen, die mir nicht gefällt. Ich möchte Herr über meine Zeit werden und selbst entscheiden, welche Aufträge ich annehme. Ich könnte dann endlich selbst bestimmen, mit wem ich arbeite und vor allem wann.

Eines ist mir klar: dass ich mit der gesetzlichen Rente allein, einmal im Ruhestand angekommen, meinen Lebensstandard höchstwahrscheinlich nicht werde sichern können, außer ich gewinne im Lotto, werde von heute auf morgen Millionär oder ich bekomme einen Brief, in dem steht, dass mir irgendeine bis dahin unbekannte Tante eine namhafte Summe hinterlassen hat.

Bevor ich jedoch weiterhin in Träume versinke, bevorzuge ich es, die Fakten zu betrachten und in der Realität zu bleiben. Was kann ich also tun? Ich muss irgendeinen Weg finden, um eine andere Geldquelle zu erzeugen. Ich muss irgendwie schaffen, ein passives Einkommen aufzubauen. Wenn es dir genauso geht wie mir, habe ich eine Frage an dich: Was gedenkst du zu tun? Ich persönlich rate uns, einen Weg zu finden, eine eigene Unternehmung aufzubauen, die parallel zu den alltäglichen Aktivitäten läuft. Du fragst dich sicherlich, wie du das anstellen sollst, und vor allem, wo und mit was du anfangen sollst.

Mache dir keine Sorgen, ich habe vorgesorgt, um uns, um dir den ersten Schritt dieser Reise zu erleichtern. Dieses Buch soll dir den Beginn deiner Unternehmung erleichtern und dir zeigen, wie du deine Motivation am besten ausrichten kannst, um eine erfolgreiche Unternehmung zu gründen. Weiterhin zeige ich dir, warum die Auswahl der richtigen Zielgruppe und die Erstellung einer Persona wichtig sind. Ganz einfach gesagt, rate ich dir, mit den Ressourcen anzufangen, die du in diesem Moment hast. Fange also genau dort an, wo du stehst. Die detaillierte Wertschaffungskette, die ich für dich entwickelt habe, zeigt dir Schritt für Schritt, wie du einen angestrebten Wert oder auch ein Ergebnis für deine gewählte Zielgruppe erzeugen kannst. Dabei kommen auch Online-Business, Kundenzufriedenheit und Kommunikation zur Sprache, denn diese Instrumente helfen dir, deine Unternehmung erfolgreich aufzubauen, zu führen und zu steuern.

Achtung! In diesem Buch dreht sich alles um das Thema „Wertschaffung“. Es wird absichtlich nicht auf Marketing, Verkauf oder Finanzen eingegangen, damit du dir wirklich Zeit nimmst, dich auf das Thema der Wertschaffung, die du für deine Zielgruppe entwickeln möchtest, zu konzentrieren. Der größte Fehler, den viele machen, ist, sich unüberlegt in die Entwicklung einer Idee, von der sie begeistert sind, zu stürzen, um später zu realisieren, dass es keinen Markt für das entwickelte Produkt gibt oder die Kunden lieber weiterhin die alternativen Produkte benutzen, weil das neue ihre Bedürfnisse nicht befriedigt. Aber diese Einsicht kommt zu spät, weil bis dahin bereits viel zu viel Geld, Energie und Zeit verschwendet wurde. Damit dir das nicht widerfährt, erkläre ich dir mithilfe meiner detaillierten Wertschaffungskette alles, was du über die Wertschaffung wissen solltest.

Die Methode, um den entscheidenden Entschluss zu treffen

Ich habe mich im Vorwort bereits ausführlich vorgestellt und dir die Gründe genannt, die mich dazu geführt oder getrieben haben, mich in diese Unternehmung zu stürzen. An dieser Stelle möchte ich dich einladen, ein Blatt Papier zu nehmen oder ein leeres Word-Dokument zu öffnen und zwei Spalten zu erstellen. Über die ersten Kategorie schreibst du als Überschrift: „Vorteile, die der Start einer Unternehmung bringt“, und über die zweite: „Nachteile, die der Start einer Unternehmung bringt“. Schreibe jeweils alle Gründe auf, die dir einfallen. Lasse dir ein paar Tage Zeit, um auch wirklich alle Punkte zu erfassen. Nach mehrmaligem Durchlesen kannst du anschließend deine aufgeschriebenen Punkte priorisieren. Bewerte anschließend das Ergebnis. Solltest du mehr negative Punkte als positive aufgeschrieben und priorisiert haben, lade ich dich dazu ein, die nächsten zwei Kapitel zu lesen, bevor du dich entscheidest, das Buch wegzulegen. Solltest du bei deiner Bewertung mehr positive Gründe haben, dann gratuliere ich dir, dass du genauso wie ich an einem Punkt angelangt bist, wo du nichts mehr zu verlieren hast und einfach bereit bist, alles zu versuchen und einen Mehrwert für dein Leben zu erzeugen.

Als Nächstes beschreibe ich den Verlauf des Buches, um dir eine Übersicht über die einzelnen Kapitel zu geben.

Gang der Untersuchung

Das Buch gliedert sich in zehn Kapitel, die wiederum in drei Abschnitte unterteilt sind. Im ersten Teil werden die ersten Aktivitäten zur Vorbereitung für die Gründung einer Unternehmung vorgestellt. Im zweiten Teil zeige ich dir, wie du die echten Bedürfnisse deiner zukünftigen Kunden herausfindest. Im dritten und letzten Teil gehe ich auf den Einstieg ins Online-Business, die Sicherstellung der Kundenzufriedenheit sowie die Kommunikation ein.

Im nächsten Kapitel werde ich dir einen jungen Unternehmer vorstellen, der wie du und ich damals den Mut fasste und sich entschloss, eine eigene Unternehmung zu starten. Er ist über Höhen und durch Tiefen gegangen, aber er hat nicht aufgegeben, bis seine Sportmarke „Neclion“ auf dem Markt eingeführt war. Mich interessiert unter anderem seine Motivation und welchen Herausforderungen er auf seinem Weg bis zur Einführung seiner Marke begegnet ist. Auch möchte ich wissen, welche Erfahrungen und Empfehlungen er uns (mir und dir) mit auf den Weg geben kann, damit wir nicht dieselben Fehler machen oder anders ausgedrückt: damit wir aus seinen Fehlern lernen. Er ist einer von vielen, die bewiesen haben, dass man sein Business durch die richtige Strategie auch mit nur wenig Kapital starten kann.

Beginne wie der Neclion-Gründer dort, wo du stehst

Neclion wurde von Gael Djoukang Necdem ins Leben gerufen. Er stammt ursprünglich aus Kamerun und ist ein sehr begeisterter junger Unternehmer, der seinen Beitrag in dieser Welt leisten will. Seine erste Unternehmung baute er erfolgreich mit 24 Jahren zusammen mit einem Partner während eines beruflichen Aufenthaltes in China auf. Ein Jahr später gründete er seine Sportmarke Neclion.

Im weiteren Verlauf dieses Kapitels werde ich euch einen kurzen Einblick in die wichtigsten Schritte und Aktivitäten seiner Reise geben. Außerdem wirst du sehen, dass eine Unternehmung ohne einen strukturierten Prozess- oder Maßnahmenplan längerfristig nicht bestehen kann. Als ich die „detaillierte Wertschaffungskette“ konzipiert habe, habe ich mich auf die Suche nach jungen Unternehmern gemacht, die so oder ähnlich vorgegangen sind, wie ich es in diesem Buch beschreibe. Herr Djoukang Necdem hat mir erlaubt nicht nur seinen Namen, sondern auch seine Geschichte als Beispiel zu nehmen, um zu zeigen, dass eine Unternehmung zu gründen kein „Hexenwerk“ ist. Man muss auch keine Million besitzen, um ein erfolgreicher Unternehmer zu sein. Jeder – auch du, ja, du – kann eine Unternehmung erfolgreich gründen, wenn dabei die richtigen Strategien angewendet werden.

Ich habe im Vorwort das Ereignis, die eine Situation, diesen emotionalen Zustand geschildert, die meinen Wille bestärkten und mich motivierten, meine eigene Unternehmung zu starten. Jetzt werde ich dir meine Unterhaltung mit dem Neclion-Gründer beschreiben: wie er angefangen hat, was ihn bei der Umsetzung seiner Idee angetrieben hat, welche Herausforderungen er auf seinem Weg bezwingen musste und welche Erfahrungen er dabei gemacht hat. Die Zusammenfassung unseres Gesprächs soll dir eine andere Sicht – ein Praxissicht – auf das Ganze geben und dich dazu ermutigen, ins kalte Wasser zu springen und dich von der Strömung gezielt (durch Anwendung einer Strategie) mitziehen zu lassen. Es gibt nämlich keinen perfekteren Zeitpunkt, um eine Unternehmung zu starten.

Zu Beginn unseres Gesprächs verriet mir der Neclion-Gründer, dass man neben anderem sehr viel Motivation, Selbstbewusstsein, Positivität, Kraft (sowohl psychisch als auch physisch), Belastbarkeit, Durchhaltevermögen und Energie mitbringen soll, wenn man eine Unternehmung starten möchte. Er sagte mir weiterhin, dass die erste Baustelle, auf die man sich als angehender Unternehmer fokussieren soll, das Mindset ist. Aus seiner Sicht liegt die Herausforderung, eine Unternehmung zu gründen, nicht darin, Ideen zu finden, sondern diese umzusetzen. Denn es gibt zwar unzählige Menschen mit Talent und Ideen, doch bringen die meisten nicht genug Mut, Kraft, Motivation und Disziplin auf, um ihre Idee ins Leben zu rufen bzw. auch dann noch am Ball zu bleiben, wenn es aussichtslos erscheint. Unternehmer zu sein ist eine lange und einsame Reise, es ist ein Marathon und kein Sprint. Man wird auf dem Weg diverse Herausforderungen und Stolpersteine finden, es geht darum, jedes Mal, wenn man hinfällt, wiederaufzustehen und den Weg fortsetzen. Es ist vergleichbar mit einem Baby, das gerade laufen lernt. Es macht einen ersten Schritt, fällt und weint, aber es gibt nie auf. Am nächsten Tag probiert es wieder zu gehen und immer wieder, bis der Punkt erreicht ist, an dem es sich aufrecht halten kann und das Gleichgewicht nicht mehr verliert.

Die Geburt der allerersten Unternehmung von Herrn Djoukang Necdem erfolgte während eines geschäftlichen Auslandsjahrs in China. Die Gründung zusammen mit einem chinesischen Partner mit Nullkapital lehrte ihn zwei wichtige Dinge:

zum einen den Umgang mit dem Geschäftspartner und

zum anderen, dass man auch ohne Kapital eine Unternehmung starten und aufbauen kann.

Nach gründlichen Recherchen und Marktanalysen kamen er und sein Geschäftspartner auf die Idee, Partnerschaften mit Lieferanten vor Ort einzugehen, um eine Unternehmung im Bereich des „indirekten Vertriebs“ nicht nur zu starten, sondern zugleich für die Produkte der Lieferanten vor Ort (China) in den westlichen Staaten zu werben. Die Unternehmung bestand darin, Endkunden für ein Produkt zu begeistern und zu gewinnen und als Zwischenvermittler anstelle des Anbieters den gesamten Kaufprozess und, falls vertraglich festgehalten, auch den Customer Service abzuwickeln. Ihre größte Challenge war das mangelnde oder unzureichende Know-how im Bereich der Kundenakquise. Beide waren junge Unternehmer, die vor kurzem das Studium abgeschlossen hatten und den Drang verspürten, etwas Eigenes aufzubauen. Es kamen viele Fragen auf:

Wie startet man eine Unternehmung ohne Startkapital am besten?

Wie sieht der erste Schritt aus?

Wer kann uns bei der Erstellung des Businessplans helfen?

Wer kann uns dabei beraten?

Wird man uns ernst nehmen?

Sind wir nicht zu jung dafür?

Wie könnten wir uns am besten vor den Kunden verkaufen?

Sollen wir nach Investoren suchen?

Wie können wir die Kunden am besten ansprechen?

Welche Vertriebswege gibt es: Mail, Werbeanzeige, Telefon, Chat etc.?

Sie wussten, dass es ein langer und anstrengender Weg sein würde, aber sie gaben nicht auf. Eine kritische Herausforderung lag in der Kundengewinnung. Jeder konnte ein potenzieller Kunde sein, aber einen Kunden zu gewinnen und ihn dazu zu bringen, das Produkt zu kaufen, war die schwierigste Hürde. Ihr ganzer Plan stand und fiel mit dem Gelingen dieses Schrittes. Es musste eine Lösung her.