Gürteltier mit Gepäck - Charlie Richards - E-Book

Gürteltier mit Gepäck E-Book

Charlie Richards

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Beschreibung

Unterwegs: Bei seiner ersten Fahrt durchs Land stößt ein junger Elchwandler auf einen Gefährten, für den er nicht bereit ist. Ronald Oleander, von seinen Freunden Ronnie genannt, freut sich seit Monaten auf einen Roadtrip, seit er die Prüfung für seinen Motorradführerschein bestanden hat. Mit dem Wind im Gesicht folgt er Noah und Adam – sein älterer Bruder und dessen Gefährte – durch kurvenreiche Nebenstraßen. Ihr Ziel ist eine kleine Stadt in Wisconsin, in der sie sich mit Adams alter Biker-Gang treffen wollen. Ronnie wurde gewarnt, dass es dort viele homophobe Leute gibt und er nirgends alleine hingehen soll. Doch als er ankommt, bemerkt er als erstes einen verlockenden Geruch. Der führt Ronnie hinter ein Restaurant, wo er auf ein paar Menschen trifft, die einen kleineren Mann zusammenschlagen. Er setzt dem Kampf ein Ende und jagt die Schläger davon. Als er sich auf den zusammengeschlagenen Mann konzentriert, entdeckt er, dass der die Quelle des Geruchs ist – und nicht nur ein Wandler, sondern auch sein Gefährte – Hector Ramirez, ein Gürteltier-Wandler. Mit knapp einundzwanzig hatte Ronnie nicht erwartet, schon die andere Hälfte seiner Seele zu finden, und er fühlt sich nicht bereit dazu. Trotzdem kann er seine Instinkte nicht verleugnen. Kann Ronnie nicht nur seinen Gefährten akzeptieren, sondern auch einen Weg finden, die Menschen aufzuhalten, die hinter ihm her sind? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Kontras Menagerie ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 24.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

ÜBER CHARLIE RICHARDS

LESEPROBE:

Gürteltier mit Gepäck

Unterwegs: Bei seiner ersten Fahrt durchs Land stößt ein junger Elchwandler auf einen Gefährten, für den er nicht bereit ist.

Ronald Oleander, von seinen Freunden Ronnie genannt, freut sich seit Monaten auf einen Roadtrip, seit er die Prüfung für seinen Motorradführerschein bestanden hat. Mit dem Wind im Gesicht folgt er Noah und Adam – sein älterer Bruder und dessen Gefährte – durch kurvenreiche Nebenstraßen. Ihr Ziel ist eine kleine Stadt in Wisconsin, in der sie sich mit Adams alter Biker-Gang treffen wollen. Ronnie wurde gewarnt, dass es dort viele homophobe Leute gibt und er nirgends alleine hingehen soll. Doch als er ankommt, bemerkt er als erstes einen verlockenden Geruch. Der führt Ronnie hinter ein Restaurant, wo er auf ein paar Menschen trifft, die einen kleineren Mann zusammenschlagen. Er setzt dem Kampf ein Ende und jagt die Schläger davon. Als er sich auf den zusammengeschlagenen Mann konzentriert, entdeckt er, dass der die Quelle des Geruchs ist – und nicht nur ein Wandler, sondern auch sein Gefährte – Hector Ramirez, ein Gürteltier-Wandler. Mit knapp einundzwanzig hatte Ronnie nicht erwartet, schon die andere Hälfte seiner Seele zu finden, und er fühlt sich nicht bereit dazu. Trotzdem kann er seine Instinkte nicht verleugnen. Kann Ronnie nicht nur seinen Gefährten akzeptieren, sondern auch einen Weg finden, die Menschen aufzuhalten, die hinter ihm her sind?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.

Kontras Menagerie ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.

Länge: rund 24.000 Wörter

CHARLIE RICHARDS

Gürteltier mit Gepäck

Kontras Menagerie 28

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „ArMaDillo Packin’“:

Charlie Richards

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2021

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Von jemandem innig geliebt zu werden, verleiht dir Kraft, während jemanden innig zu lieben, dir Mut verleiht. ~ Lao Tzu

Kapitel 1

„Wie lässt sie sich fahren?“

Ronald Oleander, von seinen Freunden Ronnie genannt, grinste, als er seinen Blick auf Adam Kingstons breiten Rücken richtete. Der weiße Tigerwandler, der gerade seine Harley ein paar Meter vor ihm fuhr, hatte ihm genau diese Frage bisher dreimal gestellt – zweimal am Vortag und jetzt wieder. Er wusste, dass der Mann sich Sorgen um ihn machte, da dies Ronnies erster Roadtrip mit ihm war, aber echt jetzt!

„Genau wie ich es dir gestern gesagt habe“, antwortete Ronnie und tat sein Bestes, um den genervten Ton aus seiner Stimme herauszuhalten. „Sie fährt sich wie ein Traum. Immerhin hast du sie an meinen Körperbau angepasst.“

Das stimmte.

Ronnie hatte Adam vor fast acht Jahren getroffen, als er dreizehn Jahre alt war. Er war ein dürrer, schlaksiger Teenager gewesen, der erst im Jahr davor gelernt hatte, sich in seine Elchform zu verwandeln. Seine Schwester Heather war siebzehn gewesen. Sie waren auf der Flucht gewesen, und Adam hatte sie vor Wolfswandlern gerettet.

Als sein älterer Bruder Noah sie eingeholt hatte, hatten sie entdeckt, dass Adam der Gefährte seines Bruders war. Zu der Zeit war Adam Teil einer aus Wandlern bestehenden Bikergang gewesen. Die Gruppe hatte sie aufgenommen, sich um sie gekümmert und die Probleme gelöst, die durch den Sohn des Alphas ihrer Herde verursacht worden waren.

Natürlich steckte noch mehr dahinter, aber das Wesentliche war, dass Adam und seine Leute sie gerettet hatten.

„Nur um sicherzugehen, dass sich seitdem nichts geändert hat“, antwortete Adam durch den Lautsprecher in Ronnies Helm und erinnerte ihn daran, sich auf die Straße zu konzentrieren.

Die Gedanken abschweifen zu lassen, könnte für einen Motorradfahrer gefährlich sein.

„Ich weiß“, bestätigte Ronnie lächelnd, als er den Wind auf seinem Gesicht genoss. „Wenn sich etwas auch nur ein bisschen schlecht anfühlt, weißt du, dass ich es dir sagen werde.“

„Gut.“ Adam drehte den Kopf und sah Noah an, der neben ihm eine ebenso schicke Kingpin fuhr. „Was ist mit dir, Baby?“

Noah sah in Adams Richtung und ermöglichte Ronnie so, sein Grinsen zu sehen. „Perfekt wie immer.“

Adams Grunzen kam durch den Lautsprecher.

Ronnie seufzte glücklich und genoss das Grollen der Harley Electra Glide Ultra zwischen seinen Schenkeln. Das Motorrad war größer als das, was sein Bruder erwartet hatte, dass er sich als sein erstes Motorrad auswählen würde, aber in den letzten Jahren war er gewachsen wie Unkraut und hatte an Masse zugelegt. Er wusste, dass es alles mit seiner Elchwandlergenetik zu tun hatte. Mit einundzwanzig Jahren war Ronnie eins neunzig groß, und weder Noah noch Adam konnten sagen, ob er schon aufgehört hatte zu wachsen.

Er hatte eine Maschine gebraucht, die er behalten konnte, selbst wenn er noch ein paar Zentimeter wuchs.

„Fühlst du dich auf diesen windigen Straßen gut, Ronnie?“, fragte Noah und sah ihn über die Schulter an. „Wir fahren nicht zu schnell, oder?“

Ronnie rollte mit den Augen, als er grinste. „Mir geht es gut, Bruder. Mach dir keine Sorgen. Ich schaff das schon.“

„Es ist nur so, dass du zum ersten Mal mit uns unterwegs bist“, fuhr Noah fort und drückte seine Besorgnis aus. „Wenn du also anhalten und dich ausruhen möchtest, lass es uns wissen.“

„Entspann dich, Baby“, grollte Adam und warf seinem Gefährten einen Blick zu. „Ihm geht es gut. Er kommt mit ihr klar.“

Ronnie wurde warm ums Herz bei dem Lob. „Danke, Adam.“

Noah lachte. „Nein, Schatz. Ronnie würde niemals mit einer ihr klarkommen können.“

Adams tiefes Lachen ertönte sogar über das Dröhnen der Motoren hinweg. „Das ist wahr.“

Ronnie schüttelte den Kopf und lachte mit. Immerhin hatten sie recht. Als er gerade mal dreizehn war, war er verwirrt über seine Gefühle. Während die anderen Jungen in ihrer Herde anfingen, auf Mädchen aufmerksam zu werden, war es bei Ronnie nicht so gewesen.

Dann wurde alles kristallklar, als Adam ihn mit seinem Alpha bekannt gemacht hatte – Kontra Belikov. Der Grizzlywandler war riesig, mit silbergefleckten Haaren und einem imposanten Erscheinen. Anstatt Angst vor dem Mann zu haben, hatte er sich in ihn verguckt. Während die Gang in der Stadt gewesen war, war Ronnie Kontra wie ein Hündchen hinterhergelaufen.

Im Rückblick darauf war Ronnie etwas verlegen. Dem Bärenwandler hatte es nichts ausgemacht, obwohl er seine Erregung wahrscheinlich ein oder zwei Mal gerochen hatte. Natürlich hatte der Mann sich nicht mehr für ihn interessiert, als ihm ein Mentor zu sein. Außerdem war Ronnie zu diesem Zeitpunkt erst dreizehn Jahre alt gewesen. Somit hätte Kontra, selbst wenn er keinen Gefährten gehabt hätte, ihn auf keinen Fall angerührt.

„Oh, hey“, rief Adam aus und sah ihn über die Schulter an. „Hast du diesem menschlichen Typen, mit dem du rumgemacht hast, gesagt, dass du die Stadt verlässt?“

Ronnie spürte, wie sich seine Wangen erhitzten, als Noah bellte: „Was? Welcher Mensch?“

„Äh …“ Ronnie konnte sehen, wie sich Adams Rückenmuskeln spannten, sogar unter seiner Lederjacke.

„Es war nichts“, antwortete Ronnie schnell und tat sein Bestes, um es herunterzuspielen. „Nur ein Mensch, mit dem ich für die Motorradprüfung gelernt habe. Und ja. Ich habe ihm gesagt, dass ich mit euch unterwegs bin.“

Da sie alle mit Motorrädern die Straße entlang rasten, drückte Ronnie innerlich die Daumen, dass sein Bruder den kleinen Schwindel nicht riechen könnte.

„Gut“, grummelte Noah. „Der Gedanke, dass du irgendetwas mit irgendjemandem machst, ist …“ Er hielt inne und schüttelte den Kopf.

Ronnie bemerkte, dass Adam ihn in seinem Seitenspiegel musterte, also zuckte er die Achseln.

Adam konzentrierte sich wieder auf die Straße.

Als junger, geiler Wandler wollte Ronnie seinen Spaß haben wie jeder andere Mann. Nachdem seine Schwester Heather sich mit dem Alpha ihrer Herde verbunden hatte, wollte jedoch niemand den jüngeren Bruder der Alpha-Gefährtin anrühren. Also hatte er seine Aufmerksamkeit auf Menschen gerichtet.

Ronnie war immer diskret gewesen, wenn er sich mit jemandem einließ. Er suchte sich in der benachbarten Stadt einen Gleichgesinnten, und sie hatten ein bisschen Spaß zusammen. Er stellte sicher, dass er einen Mann nie mehr als ein paar Mal traf, da er niemanden in die Irre führen wollte.

Als Wandler wusste Ronnie, dass er irgendwo einen vom Schicksal auserwählten Gefährten hatte. Außerdem war er jung. Auf keinen Fall war er bereit, sich niederzulassen.

Eines Tages im Frühjahr zuvor war Ronnie zu spät zu seiner Schicht in die Werkstatt gekommen, in der er mit Adam arbeitete. Er hatte gedacht, sich mit Seife abzuwischen würde ausreichen. Das war nicht so gewesen.

Als Ronnie die Werkstatt betrat, hatte Adam gerade die Bürotür geschlossen, wo Noah, wie er wusste, Papierkram erledigte. Der Katzenwandler hatte seinen Arm gepackt und seine Vorwärtsbewegung gestoppt, dann nicht sehr diskret an ihm gerochen.

Ronnie hatte gespürt, wie sein Gesicht in Flammen aufging.

Glücklicherweise hatte Adam nur gelacht und gewarnt: „Dusch dich das nächste Mal.“ Er hatte ihm auf den Rücken geklopft, als er sich um ihn herum bewegte. Gerade als Ronnie gedacht hatte, dass damit vorbei sein würde, hatte Adam sich zu ihm umgedreht und war rückwärts gegangen. „Und selbst wenn es ein Typ ist, solltest du unbedingt ein Kondom benutzen. Du willst keinen Verdacht erwecken, stimmt’s?“

Ronnie nickte instinktiv und begann ihm zu folgen. Immerhin musste er sich an die Arbeit machen.

Adam hatte sich herumgedreht und über seine Schulter gefragt: „Soll ich Gummis oder Gleitmittel für dich besorgen?“ Dann hielt er inne und drehte sich um. Er schaute ihn mit gerunzelten Augenbrauen an. „Ich denke, ich habe gerade vorschnelle Schlüsse gezogen.“ Adam rieb sich den Nacken und senkte die Stimme. „Du hast doch das Gespräch über Safer Sex gehabt, oder? Richtige Vorbereitung und so?“

Ronnie hatte nicht gedacht, dass sein Gesicht noch heißer werden könnte …aber das war es.

„Ja“, hatte Ronnie gemurmelt. „Ich weiß Bescheid.“

Nach einem kurzen Nicken hatte Adam gemurmelt: „Nun, du weißt, wo ich bin, wenn du jemals etwas brauchst.“ Dann hatte sich der Wandler an die Arbeit gemacht.

Sie hatten nie wieder darüber gesprochen, was für Ronnie in Ordnung war.

Die Tatsache, dass Adam daran gedacht hatte, dass er jemanden zurücklassen könnte, war irgendwie … nett.

Sie fuhren noch drei Tage, besuchten Sehenswürdigkeiten und machten Umwege, wenn sie sich etwas anschauen wollten. Nachts lagerten sie und ließen ihre Tiere heraus, um sich die Beine zu vertreten. Manchmal hielten sie an und wanderten.

Ronnie konnte sich vorstellen, jahrzehntelang so zu leben, und er erkannte das Opfer, das Adam für sie alle gebracht hatte, als er um Noahs willen geblieben war, da der ihn und Heather großgezogen hatte, als sie sich kennengelernt hatten.

All das könnte sich jedoch ändern. Sie sollten sich an diesem Nachmittag mit Adams alter Gang treffen. Adam hatte erklärt, dass er seine Werkstatt an einen anderen Elchwandler übergeben hatte, und wenn während Adams zweimonatiger Pause alles gut lief, würde der Mann die Werkstatt kaufen, so dass es ihnen freistehen würde, durchs Land zu fahren, so lange sie wollten.

Ronnie drückte die Daumen.

„Jetzt denk dran“, warnte Noah, und das nicht zum ersten Mal. „Diese Stadt ist voller Homophober, also geh nirgendwo alleine hin.“

„Verstanden“, antwortete Ronnie, wie er es immer tat. Er wusste, dass sein Bruder besorgt war. Immerhin war er nach all den Jahren mehr Vater als Bruder. Ihre Eltern waren gestorben, als er drei Jahre alt war, und er erinnerte sich kaum an sie. „Wo treffen wir sie?“

„Es gibt ein Lokal namens Mindy Lus Diner, direkt an der Main Street“, sagte Adam. „Sie ist eine schwulenhassende Ziege, also werden wir dort nicht essen. Das Essen wäre wahrscheinlich nicht sicher.“ Nach einem Blick auf ihn und Noah fügte Adam hinzu: „Wir verarschen sie nur gerne.“

Ronnie lachte.

Das ist typisch Adam.

Nach einigen Minuten tauchten auf beiden Seiten der kurvenreichen Straße ständig Häuser auf. Nebenstraßen verschwanden inmitten der Bäume. Vor ihnen erschien ein Schild mit der Aufschrift Willkommen in Rusty Cave.

„Gibt es hier tatsächlich eine Höhle?“, fragte Ronnie neugierig in Anspielung auf den Ortsnamen.

„Ja, gibt es“, antwortete Adam. „Und eine Höhlentour. Bist du daran interessiert?“

„Verdammt, ja“, antwortete Ronnie, von Aufregung erfüllt. „Das wäre so cool!

---ENDE DER LESEPROBE---