Heiß wie die Sünde - Henry Rohan - E-Book

Heiß wie die Sünde E-Book

Henry Rohan

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Beschreibung

Scharf und exotisch: "Heiß wie die Sünde" von Henry Rohan jetzt als eBook bei venusbooks. Eine geheimnisvolle Karte führt den Abenteurer Bob in den Dschungel Ecuadors. Er entdeckt dort einen verborgen lebendes Naturvolk, das ein prickelndes Geheimnis hütet: Ein Trank verleiht den Stammeskriegern gigantische Manneskraft. Und mitten im tabulosen Liebesreigen das unersättliche Nymphchen Aniu, das Bobs wildeste Phantasien wahr werden lässt … Jetzt als eBook kaufen und genießen: "Heiß wie die Sünde" von Henry Rohan. Lesen ist sexy: venusbooks – der erotische eBook-Verlag. Jugendschutzhinweis: Im realen Leben dürfen Erotik und sexuelle Handlungen jeder Art ausschließlich zwischen gleichberechtigten Partnern im gegenseitigen Einvernehmen stattfinden. In diesem eBook werden fiktive erotische Phantasien geschildert, die in einigen Fällen weder den allgemeinen Moralvorstellungen noch den Gesetzen der Realität folgen. Der Inhalt dieses eBooks ist daher für Minderjährige nicht geeignet und das Lesen nur gestattet, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind.

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Seitenzahl: 249

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Über dieses Buch:

Eine geheimnisvolle Karte führt den Abenteurer Bob in den Dschungel Ecuadors. Er entdeckt dort einen verborgen lebendes Naturvolk, das ein prickelndes Geheimnis hütet: Ein Trank verleiht den Stammeskriegern gigantische Manneskraft. Und mitten im tabulosen Liebesreigen das unersättliche Nymphchen Aniu, das Bobs wildeste Phantasien wahr werden lässt …

Henry Rohan veröffentlicht bei venusbooks außerdem den Roman Nimm mich zart, nimm mich hart

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eBook-Neuausgabe November 2015

Ein eBook des venusbooks Verlags. venusbooks ist ein Verlagslabel der dotbooks GmbH, München.

Dieses Buch erschien bereits 1998 unter dem Titel Aniu – Das Vermächtnis des siebten Steins bei Edition Combes

Copyright © der Originalausgabe 1998 Edition Combes im Verlag Frank de la Porte, 96328 Küps

Copyright © der eBook-Neuausgabe 2015 venusbooks GmbH, München

Copyright © der aktuellen eBook-Neuausgabe 2020 venusbooks Verlag. venusbooks ist ein Verlagslabel der dotbooks GmbH, München.

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Titelbildgestaltung:Nele Schütz Design unter Verwendung von shutterstock/Pawel Sierakowski

eBook-Herstellung: Open Publishing GmbH

ISBN 978-3-95885-961-6

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Liebe Leserin, lieber Leser, wir freuen uns, dass Sie sich für dieses eBook entschieden haben. Bitte beachten Sie, dass Sie damit ausschließlich ein Leserecht erworben haben: Sie dürfen dieses eBook – anders als ein gedrucktes Buch – nicht verleihen, verkaufen, in anderer Form weitergeben oder Dritten zugänglich machen. Die unerlaubte Verbreitung von eBooks ist – wie der illegale Download von Musikdateien und Videos – untersagt und kein Freundschaftsdienst oder Bagatelldelikt, sondern Diebstahl geistigen Eigentums, mit dem Sie sich strafbar machen und der Autorin oder dem Autor finanziellen Schaden zufügen. Bei Fragen können Sie sich jederzeit direkt an uns wenden: [email protected]. Mit herzlichem Gruß: das Team des venusbooks-Verlags

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Im realen Leben dürfen Erotik, Sinnlichkeit und sexuelle Handlungen jeder Art ausschließlich zwischen gleichberechtigten Partnern im gegenseitigen Einvernehmen stattfinden. In diesem eBook werden erotische Phantasien geschildert, die vielleicht nicht jeder Leserin und jedem Leser gefallen und in einigen Fällen weder den allgemeinen Moralvorstellungen noch den Gesetzen der Realität folgen. Es handelt sich dabei um rein fiktive Geschichten; sämtliche Figuren und Begebenheiten sind frei erfunden. Der Inhalt dieses eBooks ist für Minderjährige nicht geeignet und das Lesen nur gestattet, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind.

Henry Rohan

Heiß wie die Sünde

Erotischer Roman

venusbooks

Kapitel 1

Die Fahrt vom Flughafen zum Landhaus meines Vaters war begleitet von einer halbstündigen Geschwindigkeitsübertretung und einem weiteren Dutzend Verstößen. Ich ließ den Leihwagen direkt vor der Haustür stehen und stürmte durch die Eingangstür.

»Gott sei Dank, dass Sie mein Telegramm noch bekommen haben, Mister McClane. Es steht wirklich schlimm um Ihren Vater«, sagte Milly, die Kindermädchen, Köchin und Mädchen für alles im Hause meines Vaters war, »er liegt oben in seinem Arbeitszimmer. Er wollte sich nicht in die weißen Betten legen.«

»Ist schon gut, Milly.«

Ich hastete die Treppe hinauf, verharrte kurz vor der schweren Holztür zum Arbeitszimmer meines Vaters, dann drückte ich langsam die Türklinke runter, darauf bedacht, keine unnötigen, störenden Geräusche zu verursachen. Ich trat langsam ein und nahm sofort den eigenartigen Geruch im Zimmer war. Nicht, dass es nicht ausreichend gelüftet worden wäre. Es war etwas anderes. Riecht so der Tod? Derlei Gedanken waren jetzt in diesem Augenblick völlig überflüssig, aber sie blieben mir im Sinn.

Ich näherte mich meinem Vater, zu dem ich seit meiner frühen Kindheit ein sehr inniges Verhältnis hatte. Als er mich sah, versuchte er zu lächeln, doch es blieb bei einigen geringen Bewegungen seiner Lippen. Er sah mir ins Gesicht, und seine Augen bewegten sich schwach. Ich hatte das Gefühl, er wollte mir etwas sagen. Als ich seine Hand ergriff und sie sanft drückte, beugte ich mich zu ihm herunter, und er begann zu flüstern.

»In meinem Schreibtisch befindet sich eine uralte Holzschachtel. Geh und hole sie, Bob!«

Ich gehorchte natürlich, stand auf und holte sie aus dem Schreibtisch. Warum bestand er nur darauf, dass ich sie zu ihm bringe? Ich nahm sie und setzte mich auf die Kante der Liege, die Milly zu einem Bett hatte umfunktionieren müssen. Die Schachtel hatte eine eigenartige Form und sah fast aus wie ein Brot. Sie bestand aus einem Holz, das ich noch nie vorher gesehen hatte. Es hatte kaum eine Maserung und war federleicht. Der Deckel war eine Kombination aus Holz und Bastgeflecht und saß lose auf dem Korpus. Es gab weder ein Scharnier noch einen Verschluss.

»In den Aufzeichnungen von meinen Südamerikareisen findest du eine Karte auf einem alten Stück Leder. Sie enthält Informationen über das Vermächtnis unserer Familie, nämlich den Ort eines Versteckes. Merk dir den Namen ›Xinguare‹. Von dort an hilft dir die Karte weiter. Wenn du gehst, geh allein. Nur du bist befugt, das Geheimnis zu erfahren.« Er sprach diese Worte so konzentriert und deutlich, aber irgendwie mit einem fremden Akzent aus, dass ich es nicht glauben wollte, dass sie aus seinem Munde gekommen sind.

Offensichtlich haben sie ihm viel Kraft gekostet. Er lag völlig erschöpft da, und ich wurde den Eindruck nicht los, als sei ihm eine große Bürde genommen. Was hat es nur mit diesem Vermächtnis auf sich? Seit wann gibt es dieses Vermächtnis unserer Familie? Und warum hat er mir davon nicht früher erzählt? Warum wartet er bis zum letzten Augenblick seines Lebens? Die einzige Erklärung dafür ist, dass er die Lösung selbst suchte und finden wollte und sie mir, seinem einzigen Sohn vielleicht ersparen wollte. Auf jeden Fall schloss ich meine Überlegungen mit dem Ergebnis, dass das Vermächtnis etwas Positives, aber auch etwas Negatives sein könnte. Ich beschloss, die Sache auf mich zukommen zu lassen.

Als hätte seine Botschaft an mich meinen Vater erleichtert, schlief er ein und verstarb in der darauffolgenden Nacht. Ich kehrte nach der Beerdigung nach New York zurück und ging meiner Arbeit nach.

Mein freundschaftliches Verhältnis zu Vince Bullard war schon immer wie geschaffen, gemeinsam Dinge auszudiskutieren und Problemlösungen zu finden. Und was die Sache mit meinem Vater anging, so nahm ich seine Bitte, allein vorzugehen, zwar sehr ernst, aber ich hielt mit der Verschwiegenheit genau drei Monate durch, dann weihte ich Vince, der seit Jahren mein bester Freund ist, ein.

»Das ganze Spekulieren hilft dir nicht viel«, begann Vince seine Antwort, »du weißt im Grunde nichts. Du hast eine Karte mit der Jahreszahl 1829, mit der wir nichts anfangen können. Du hast aber wenigstens einen Namen, der dir das Tor zu weiterer Erkenntnis öffnen kann. Geh allein nach Xinguare, wo immer das liegt, und dann spielst du Indiana Jones auf der Suche nach dem Schatz der Inka.«

»Gibt es in Ecuador Inka?«, entgegnete ich.

»Ist doch egal, wem du einen Schatz wegnehmen willst.«

»Ich habe verdammt noch mal das Gefühl, dass ich keinem etwas wegnehme. Im Gegenteil, ich glaube sogar, dass das, was wir dort finden, meinem Vater gehört«, korrigierte ich ihn.

»Hast du gesagt ›wir‹?«

»Du wirst mich doch nicht allein dorthin gehen lassen. Vince, solche Sachen haben wir doch schon immer gemeinsam gemacht. Ich denke, wir sollten darüber überhaupt nicht mehr reden. Wenn gegangen wird, dann gemeinsam. Weißt du, das erinnert mich immer an die Zeiten, als wir gemeinsam in die Karibik zur ›Schatzsuche‹ gefahren sind.«

»Glaub ja nicht, dass du in Ecuador solche Weiber findest wie auf Paradise Island. Das ist was anderes als die Bahamas und wird ’ne Abenteuerkiste in den Regenwald und ein Dauerkampf gegen die Moskitos.«

Ich hatte das Gefühl, dass Vince einerseits schon Lust hatte, gemeinsam mit mir mal wieder etwas zu unternehmen, ihm andererseits meine Familienangelegenheiten kaum interessierten. Ihm kam es darauf an, einfach mal wieder raus aus der Stadt und am besten dahin zu gehen, wo man sich mal wieder richtig ausleben kann. Es wollte mich der Gedanke nicht loslassen, dass dieses Mal alles anders war, und ich überlegte, was es wohl mit der Warnung meines Vaters auf sich hatte, unbedingt allein zu gehen.

Dann störte Vince die Stille, und er sagte in seiner ruhigen, unwiderstehlichen Art: »Okay, ich geh mit«. Und er fuhr gleich fort: »Ich gehe also mit. Trotz Warnung deines Vaters und obwohl ich solche Äußerungen immer ernst nehme. Aber ich kann dich ja schließlich nicht allein in den Dschungel lassen.«

Wir tranken noch ein Bier zusammen und beschlossen, in den nächsten Wochen die große Reise nach Xinguare zu organisieren. Sie würde in den tropischen Winter fallen, und das bedeutet, dass die Hitze erträglich sein würde. Während die Ausrüstung, die Route, der Zeitplan und die Finanzen keinerlei Probleme verursachten und auf unserer Checkliste relativ schnell abgehakt waren, beschäftigte uns doch immer wieder die Frage, ob wir das überhaupt finden können, was auf einer Karte von 1829 verzeichnet war. Und: Was hat dieses Etwas, das wahrscheinlich schon vor 1829 entstanden und dort deponiert war, überhaupt mit unserer Familie zu tun?

Wir spielten alle denkbaren Variationen durch, also an erster Stelle standen natürlich irgendwelche Schätze oder wertvollen Dinge, die es nach Hause zu bringen galt. Dann schlossen wir auch schon mal ins Kalkül, dass wir eine Seeräuberhöhle unserer Vorfahren finden könnten oder ein Dorf mit Eingeborenen, die von irgendwelchen Weißen abstammten. Wir beließen es schließlich weise lächelnd bei diesen Spekulationen, fehlte uns doch jegliches Hintergrundwissen. Ich wusste ja nicht einmal, wer meine Vorfahren waren, wo sie wohnten und in welchen Ländern sie ihr Unwesen trieben. Mein Vater hatte wohl geschäftlich in südamerikanischen Ländern zu tun, aber was hat das mit einer Karte von 1829 zu tun? In Ecuador ist er übrigens nie gewesen. Und selbst wenn mein Großvater mit seinem Vater Ecuador bereist hätte, was hätten sie fünfzig Kilometer im Landesinneren zu tun gehabt? Das Ganze ist nicht logisch. Es bleibt in diesem Stadium völlig geheimnisvoll, und das Einzige, was uns mit Vehemenz ergriff, war der innere Zwang, diese Reise antreten zu müssen.

Planmäßig landete die Cessna in Xinguare. Wir bezogen für eine Nacht ein Bruchbude von Herberge, die zur Täuschung das Schild ›Hotel‹ an der Fassade baumeln hatte. Das war uns aber vollkommen egal. In weiser Voraussicht dessen, was uns im Urwald erwartete, wussten wir zu schätzen, uns in einem richtigen Bett noch einmal ausschlafen zu können. Am darauffolgenden Morgen holten wir den Jeep ab, den wir über einen Geschäftspartner in Quito organisiert hatten und luden ein. Nach dem Frühstück starteten wir unsere Expedition in nordöstlicher Richtung – genau so, wie es uns auf der Karte vorgegeben war. Nach etwa fünfzehn Meilen hörte die Straße plötzlich auf und mündete in einen Feldweg und nach kurzer Zeit in einen Trampelpfad. Der Polizeichef von Xinguare hatte uns aufgeklärt, dass sich links und rechts der Ausfallstraßen kleine Indianerdörfer befänden. Nach einer Stunde Fahrt seien wir aber in der totalen Einsamkeit, weil ›kein Mensch soweit in den Dschungel hineingeht und von dort auch keiner zu uns kommt‹. Das bedeutete, dass wir jeden Kontakt mit der Zivilisation verlieren würden, je weiter wir in den Regenwald hineinkommen. Für den äußersten Notfall hatten wir ja unser Funkgerät, auch wenn ich mir nicht vorstellen konnte, wie zum Beispiel ein herbeigerufener Hubschrauber in dieser Wildnis landen sollte.

Der Regenwald war nachts dunkel, bedrohlich und geheimnisvoll. Es muss schon seit Tagen geregnet haben, und die einzige Straße, die zu unserem Zielort führte, hatte sich schon längst in eine Schlammwüste verwandelt. Links und rechts erschien uns der Urwald wie eine grüne, undurchdringliche Wand, hinter der hunderttausend Gefahren lauerten. Unser Jeep kam nur noch im Schritttempo voran, und wir umfuhren schwerfällig ausgewaschene Wurzeln und die zahlreichen Regenlöcher, die die Straße wie nach einem Granatfeuer hatten aussehen lassen. Trotz des Regens, der auf das Dach des Jeeps prasselte und einen regelrechten Lärm verursachte, war Vince vor Übermüdung eingeschlafen. Über zwanzig Stunden waren wir schon unterwegs, und wenn einer von uns überhaupt bisher geschlafen hatte, dann war es auf dem Autositz und in nassen Klamotten. Dabei erholt man sich nicht unbedingt.

Als ich ein Regenloch umfuhr und sich der Jeep nach vorn neigte, wachte Vince wieder auf und starrte in Fahrtrichtung. Um uns herum nur Grün, und wenn nicht hin und wieder das Geräusch des Regens durch ein paar Schreie von Papageien oder Affen unterbrochen worden wäre, hätten wir uns in der Hölle geglaubt. So hatten wir wenigstens die Versicherung, dass es hier tierisches Leben gab. Vince nahm wieder seinen apathischen Blick an und starrte nach vorn, während ich meine Augen abwechselnd nach allen Seiten richtete, um diese spritfressende Karre wenigstens ein paar Meter vorwärtszubringen.

»Wenn das noch lange so weitergeht, geht uns der Sprit aus. Wollen wir nicht doch umkehren?«

»Zurück reicht der Sprit ja auch nicht mehr, also starte durch. Wir haben ja noch unser Funkgerät. Da peilen wir einfach die nächste Tankstelle an und bestellen ein paar Kanister.«

Natürlich hatten wir genügend Sprit mitgenommen. Vince grinste mich an, und ich erwiderte mit einem müden Lächeln. In diesem Augenblick ließ uns ein fürchterlich lauter Schlag zu Tode erschrecken. Zwei Indianer waren auf die Kühlerhaube gesprungen und pressten ihre bemalten Gesichter von außen an die Windschutzscheibe. Ich hielt langsam an, um die beiden nicht herunterzukatapultieren. Wer weiß, was das für Ärger verursacht hätte. Sofort stieg Vince aus, um zu klären, was es zu klären gab. Die Indianer gaben sich nicht feindlich, und ich dachte mit keiner Sekunde daran, meine Waffe zu entsichern. Vince redete mit Händen und mit Füßen. Es war so laut, dass ich nicht einmal verstand, was er ihnen zu erzählen versuchte.

Während Vince eifrig gestikulierte, traten noch vier weitere Indianer aus dem Dschungel und schlossen sich der eifrig diskutierenden Runde an. Plötzlich legten sich zwei Indianerfrauen auf die Motorhaube und starrten durch die Windschutzscheibe. Sie riefen irgendetwas und lachten, als wäre die Begegnung eine Einladung für eine Swingerparty. Ich machte ihnen deutlich, dass ich sie nicht verstehen kann, und wie ich der einen von ihnen so aufs Baströckchen starre, sehe ich gerade noch, wie drei stämmige Indianer Vince in den Urwald zerren.

Ich sprang aus dem Jeep, aber bevor ich den Wald erreichte, stellten sich die beiden Frauen und zwei Männer um mich herum auf und hielten mich mit sanfter Gewalt fest. Ich schrie nach Vince, aber mein Rufen wurde nicht erwidert. Dass Vince nicht nach mir schrie, ließ das Schlimmste befürchten. Von offizieller Seite hatten wir erfahren, dass die Indianer in diesem Gebiet friedlich und völlig harmlos seien, deshalb versuchte ich auch, einen kühlen Kopf zu bewahren. Allerdings war mir auch klar, dass die Indianer für ein solches Verhalten einen gewichtigen Grund haben mussten, egal, ob sie nun friedlich oder Fremden gegenüber feindlich eingestellt waren.

Meine Begleiter zwangen mich, den Jeep stehenzulassen und ihnen zu folgen. Ich nahm nur meine Tasche und den Plan aus dem Auto und ging mit ihnen. Aber warum in aller Welt gehen sie mit mir in eine ganz andere Richtung? Wo bringen sie Vince hin? Warum werden wir nicht gemeinsam gefangengehalten? All das konnte ich mir nicht erklären. Und warum die beiden Frauen und die maßvolle Behandlung bei mir und das Fortschleppen mit Gewalt bei Vince? Die mussten doch in der Lage sein, uns unterschiedlich einzuschätzen.

Nach einem Fußmarsch von gut einer Stunde erreichten wir ein Dorf mit sieben großen Hütten. Die letzte stand unmittelbar an einer Felswand, und neben ihrem Eingang konnte ich ein riesiges, dunkles Etwas erkennen. Es war, wie sich später herausstellte, der Eingang einer Höhle. Die Frauen brachten mich in eine Hütte, ließen mich auf einer Unterlage aus Stroh und Decken Platz nehmen und boten mir etwas zu essen und zu trinken an. Lustlos biss ich zweimal in einen Maisfladen und trank ein paar Schluck eines bitteren, weinartigen Getränks. Ich war trotz der Aufregung so müde, dass ich um mich herum kaum etwas wahrnahm. Nach ein paar weiteren Schlucken fielen mir die Augen immer öfter zu, und ich glaube, dann bin ich eingeschlafen.

Die beiden Frauen, die ständig bei mir waren, zogen mich aus und legten mich auf ein Bett aus Schilfrohr. Beim Einschlafen habe ich gerade noch mitbekommen, wie die beiden kicherten und lachten; dann deckten sie mich zu.

Ich muss wohl zwanzig Stunden geschlafen haben. Bevor ich die Augen öffnete, versuchte ich erst einmal zu lauschen, um die Situation zu realisieren. Aber in der Hütte war es totenstill. Ich öffnete die Augen ein wenig, und als ich niemanden entdecken konnte, richtete ich mich auf und inspizierte erst einmal meine neue Umgebung. Dem Baustil der Hütte, der Einrichtung und den herumliegenden Utensilien nach zu urteilen, musste ich es hier mit einem Stamm zu tun haben, der nur wenig Kontakt zur sogenannten Zivilisation pflegte. Die Tonkrüge waren dickwandig, und alles, was ich sonst noch entdeckte, bestand entweder aus Holz oder aus Fellen und Leder. Plötzlich hörte ich aus dem Dunkel hinter mir eine Stimme. Sie versuchte mir in einer Sprache etwas mitzuteilen, die ich noch nie vorher gehört hatte. Die Frau stand auf, lächelte, als sie an mir vorbei zum Ausgang ging, und verschwand. Sie hatte lange schwarze Haare, ein schneeweißes Gebiss und kleine Brüste. Um ihre Hüfte war ein Tuch geschlungen, und statt eines Gürtels trug sie eine Art Bastreif.

»Bei allem, was hier noch auf mich zukommen kann«, dachte ich, »das Mäuschen können die mir mal als Privatsekretärin abstellen.«

Kaum hatte ich den Gedanken zu Ende geführt, erschien die Frau in Begleitung eines Mannes. Dieser machte mir mit einer Handbewegung gleich deutlich, dass ich ihm zu folgen habe. Ich stand ohne zu zögern auf, hängte mir meine Tasche um und trat aus der Hütte.

Ich kam mir vor wie in einer anderen Welt. Die Hütten nahmen eine ganze Lichtung ein, und nach allen Himmelrichtungen führten Pfade in den Urwald. In der Mitte des Dorfes, in der Nähe einer großen, offenen Hütte, befand sich ein riesiger Käfig, in dem Tiere gehalten wurden. Beim näheren Hinsehen erkannte ich große grüne Echsen, die sich kaum bewegten, weil ihnen die Sehnen der Hinterläufe zusammengeknotet waren. ›Die Herren halten sich Frischfleisch‹, folgerte ich, ›so schlecht geht’s denen doch gar nicht.‹

Zwischen den Hütten geschäftiges Tun: Männer bearbeiteten Holz, die Frauen zermahlten irgendetwas in einer Holzschüssel, aber es war nicht ein einziges Kind zu sehen. Die Jüngsten waren vielleicht fünfzehn oder sechzehn Jahre alt, aber das sind ja bei Indianern keine Kinder mehr. Meine Begleiter führten mich in die letzte Hütte im Dorf. Sie muss wohl vom Häuptling bewohnt sein, denn sie war von irgendetwas Magischem umgeben. Als wir den Eingang erreichten, fröstelte es mich. Ein sanfter Hauch kühler Luft umgab und berührte uns wie ein Spinnfaden im Altweibersommer. Obwohl ich mit den Augen nichts Ungewöhnliches wahrnehmen konnte, bekam ich Angst, weil ich das Unheimliche spürte.

Als ich durch den Eingang ins Innere trat, empfing mich eine freundliche, aber dennoch kalte Stimme. »Tritt näher, ich erwarte dich schon. Heute ist ein großer Tag für uns alle.«

Jetzt war mir schlagartig klar, dass das hier eine eingeplante Zwischenstation bei der Erfüllung meines Auftrages war. Ich erstarrte zur Salzsäule. Wieso spricht der meine Sprache? Wo hat er dieses gebrochene, völlig veraltete Englisch her? Was geht hier vor? Ich trat näher an meinen Gastgeber heran. Er war ein alter Mann mit vom Wetter gegerbter Haut und grauem Haar. Sein Gesicht hatte indianische und europäische Züge zugleich. Er trug eine Art Jacke, wie sie bei den Indianern hier völlig ungewöhnlich ist, und einen Schal. Gelenke und Knochen waren deutlich durch die dünne, verwitterte Haut zu erkennen. ›Was ist das?‹ fragte ich mich, ›zweihundertundfünfzig Lebensjahre oder ein Geist?‹ Ich hatte keine Gelegenheit mehr, darüber nachzudenken, denn er winkte mich zu sich und deutete mit seiner knochigen Linken auf eine Art Lager, auf dem ich Platz nehmen sollte.

»Du sprichst meine Sprache? Wer bist du?«

»Du musst nicht alles wissen. Nicht gleich. Hab Geduld, lieber Freund! Dich erwartet hier eine große Aufgabe. Du bist hierher gekommen, etwas zu suchen, das dir, aber auch uns gehört. Das ganze Dorf setzt alle Erwartungen auf dich. Enttäusch uns nicht.«

›Woher um Himmels willen weiß der, was ich hier suche! Vielleicht hat Vince etwas verraten?‹ fragte ich mich, und ich beschloss, die Karten aufzudecken.

»Ohne meinen Partner gehe ich nicht auf die Suche. Sag mir, wo er ist und führ ihn zu mir!«, fuhr ich ihn an.

»Nicht du bestimmst hier, sondern wir«, konterte er scharf, »du hattest den Auftrag, allein hierher zu kommen und zu suchen. Aber du hast einen Fremden mitgebracht. Diesen einen Fehler verzeihen wir dir, aber nur diesen einen.«

Das war deutlich. Höchste Alarmstufe für Vince; ein weiterer Fehler, und wir würden vielleicht beide sterben. Ich gab klein bei. Und er fuhr fort: »Du bist noch nicht vorbereitet und zu schwach, um dein Ziel zu erreichen. Bleib einige Tage im Dorf und stärke dich. Sei in dieser Zeit einer von uns und genieße das Leben, so wie wir es genießen und genießen werden.«

›Der Mann spricht in Rätseln, und ich habe keine Chance herauszubekommen, was er meint. Ich werde das Spiel einfach mitspielen müssen, um herauszufinden, was hier überhaupt los ist‹, folgerte ich und beließ es dabei. Dann rief er mein Begleitpersonal zu sich und gab offensichtlich Anweisungen, wie mit mir zu verfahren sei. Nach wenigen Minuten kamen beide aus der Hütte und lächelten mich an. Das war für mich die Bestätigung, dass ich ab sofort besonderes Gastrecht genoss. Was mir aber Sorgen machte, war die Frage, was geschehen würde, wenn sie hätten, wonach sie suchten. Hätte ich dann meine Mission erfüllt, sei zu nichts mehr nütze und darum todgeweiht? Ich verdrängte diesen Gedanken. Noch war es ja nicht soweit. Und wenn ich das Etwas gefunden hätte, wäre ja immer noch Zeit für einen Fluchtplan. Auf der anderen Seite wollte ich schon wissen, was meine Gastgeber mit dem Etwas anstellen würden. Was hat schon für Indianer eine so große Bedeutung, außer wenn es etwas Mystisches ist?

Der Nachmittag neigte sich dem Ende zu, und die Eingeborenen waren plötzlich so geschäftig, wie ich es vorher nicht wahrgenommen hatte. Sie trugen Krüge und verschiedene Schalen, Brennholz und Fackeln, Zweige und ganze Büschel von Kräutern in die Nähe des Höhleneingangs. ›Hier wird sicherlich bald ’ne Party steigen‹, mutmaßte ich und konnte mir keinen Reim darauf machen, was dieses Organisieren bezwecken sollte. Ich trat aus meiner Hütte und schaute ihnen zu. Zentraler Punkt des Festes war ein Felsvorsprung, der wie ein Podest oder Opfertisch aussah. Die steinerne Platte war ziemlich gerade und ließ erkennen, dass sie bearbeitet war. Bearbeitet von Indianern?

Über dem Podest waren sechs schwarze Steine von der Größe einer Männerhand in die Felswand eingelassen. Auf ihrer Oberfläche waren verschiedene Figuren zentimetertief eingeritzt, die im Schein des inzwischen angezündeten Feuers schwefelgelb leuchteten, als wären sie von hinten angestrahlt. Auf der rechten Seite, unmittelbar vor der Felswand, wucherte ein tiefrotes Orchideengewächs, dessen Stempel wie ein Miniaturphallus aussah.

Ich setzte mich auf einen Stein und registrierte aufmerksam die Vorbereitungshandlungen für den heutigen Abend. Auf einem zweiten Feuer etwas abseits des Zentrums wurde etwas gekocht, was ich nicht genau erkennen konnte. Ich beobachtete nur, wie eine Frau von Zeit zu Zeit ein paar Zweige mit Blättern eintauchte und wieder herausnahm. Dann schälte eine andere die Stämme von großen Blattpflanzen, die wie Rhabarber aussahen, und legte sie in den Sud. Mir kam es so vor, als würde hier ein Zaubertrunk vorbereitet, nur, wahrhaben wollte ich das nicht.

Der frühe Abend nahte, und immer mehr Bewohner versammelten sich bei den eingelassenen Steinen. Eine Trommel erklang und spielte typische indianische Rhythmen. Einige Dorfbewohner machten dort, wo sie gerade standen, ein paar Tanzbewegungen. Eigenartigerweise tauchten immer mehr Frauen auf. Die meisten waren meiner Schätzung nach so um die zwanzig, was genauso bedeuten kann, dass sie schon über dreißig waren oder erst sechzehn. Aus dem großen Kochtopf stieg inzwischen der Dampf auf, und es roch eigenartig streng, aber nicht penetrant. Auf jeden Fall musste ich versuchen, ein Mittrinken so lange wie möglich hinauszuzögern, um erst einmal zu sehen, wie diese Brühe bei den anderen wirkte. Plötzlich trat ›der Alte‹ auf. Ich nannte ihn einfach so, weil ich seinen Namen nicht kannte, und selbst wenn er ihn mir genannt hätte, hätte ich ihn wieder vergessen. Er hatte eine Maske auf, erhob beide Arme und setzte zu einer Ansprache an.

Seine Rede bestand aus viel Gemurmel, ab und zu betonte er einmal etwas, und plötzlich drehten alle Zuhörer ihre Köpfe zu mir, nickten mir zu und lächelten. Ich hatte keine Ahnung, was das für mich bedeutete, rein gefühlsmäßig schätzte ich die Lage aber so ein, dass sie aufgefordert wurden, mir den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Es wurden Becher gereicht und ein Korb mit Maisfladen. Ich aß etwas und ließ mir meinen Becher füllen. Es war das gleiche Getränk, das ich bei meiner Ankunft erhalten hatte. Es war weinähnlich und hatte schätzungsweise so um die fünfzehn Prozent Alkohol. Weiß der Himmel, wo die das Keltern gelernt haben. Ich trank zwei volle Becher, hörte aber sofort auf, als ich merkte, wie mir die Brühe zu Kopf stieg. Dann beobachtete ich das Treiben von meinem Platz aus. Das Reden und Gestikulieren wurde immer intensiver, Murmelgesänge wurden angestimmt. Es gab keinen Zweifel: Die Party hatte begonnen.

Das Gebräu der alten Indianerin wurde ausgeschenkt, dazu wurden übelriechende Blätter gereicht, die die Indianer wie einen Priem kauten und auslutschten. Auch die Frauen tranken und kauten auf den Blättern herum. Nach etwa zwanzig Minuten aber spuckten sie die Kaumasse aus und spülten ihren Mund mit dem Zaubergebräu. Ich hatte von dem Gebräu bisher nur genippt und beobachtete aufmerksam, welche Wirkung es bei den anderen hatte. Dazu brauchte es allerdings nicht lange. Die Tanzerei nahm zu, und bisweilen waren fast alle Männer und Frauen unter den Tanzenden. Bei diesem Ritual um das Feuer begannen immer mehr Indianer, zu zucken und mit dem Kopf zu kreisen. Mir war klar, was das bedeuten würde. Das Ziel war die Ekstase. Das erklärt die Teufelsbrühe genauso wie die Kaublätter. Aber was kam danach? Ich sollte es bald erfahren.

Plötzlich sah der Alte zu mir herüber und befahl einer Frau irgendetwas. Sie kam lächelnd auf mich zu und hielt etwas in der Hand. Ich sollte mittrinken, mitkauen und mittanzen. Alle Unglücke kamen jetzt auf einmal. Als sich die Frau mir näherte, erkannte ich, dass sie ein Tuch und einen Bastreif in der Hand hielt. Sie blieb ganz dicht vor mir stehen und sah mich mit ihren kohlrabenschwarzen Augen an. Mein Gott, wie schön sie war. Hellbraun die Haut, lange schwarze Haare, schwarze Augen, schneeweiße Zähne – ihre Jugend und ihre natürliche Schönheit ohne den ganzen Überfluss der Zivilisation schlugen mich in ihren Bann. Sie begann, den obersten Knopf meines Hemdes zu öffnen, und ich wusste nicht, ob ich ein weiteres Vorgehen genießen oder davor Angst haben sollte. Als sie alle Knöpfe geöffnet hatte, streifte sie mir das Hemd über meine Schulter und strich zärtlich über das krause Haar auf meiner Brust. Sie begann, schneller und tiefer zu atmen. Offensichtlich genoss sie meine Brustbehaarung, denn so etwas kannte sie nicht. Ihre Stammesgenossen besaßen keinerlei Körperhaare.

Während sie durch meine Haare strich, drückte sie mir ihre nackte Brust an die meine. Ich war so erregt und aufgeladen, dass ich das Gefühl hatte, zwei Bambusspieße würden in meine Haut eindringen. Jetzt begriff ich auch, was sie mit dem Tuch und der Bastgirlande vorhatte. Sie fummelte an meinem Gürtel herum, als gälte es, das Funktionieren eines Kolbenmotors zu begreifen. Dann hatte sie es geschafft. Der oberste Knopf öffnete sich, und der Reißverschluss tat das Seinige dazu, ohne dass ihre Hände hätten eingreifen müssen.

Als sie noch immer nicht sah, was sie sehen wollte, strich sie mir den Slip herunter, und dann geschah etwas, was mich als welterfahrenen und keineswegs prüden Amerikaner, der gern auch mal für einen Dreier oder Vierer zu haben war, fast in den Boden versinken ließ. Das Trommeln riss ab, alle Tanzenden hielten inne, drehten sich zu mir und fingen an, fürchterlich laut und lange zu lachen. Mein halbsteifer Penis hing herunter wie ein Wasserhahn, aber diesen Vergleich konnten sie ja gar nicht machen, weil sie einen Wasserhahn in ihrem bescheidenen Leben noch nie gesehen hatten.

Nach etwa zwei Minuten schallenden Gelächters hatte ich mich wieder so im Griff, das ich alles mit Fassung ertrug. Ich blickte zu dem Alten hinüber und zuckte mit den Schultern. Dann lachte er, so dass seine Zähne sichtbar wurden, und rief mir zu: »die Haare …«, und nach einer kurzer Pause »… und der weiße Speer«. Nun, der ist halt weiß, und ich bin weiß …, aber der Häuptling unterbrach mich in meinen Gedanken und fuhr fort »der Speer ist so klein, ha, ha, haaa.« Mir trieb es die Scham und die Zornesröte gleichzeitig ins Gesicht, und die Menge rief »Aniu, Aniu, Aniu!«. Ich nahm an, das war der Name der Schönen, die mich da so öffentlich bloßstellte. Aber wollte mich wirklich jemand bloßstellen? Nicht bei diesen freundlichen Menschen und mitten im Dschungel. Soweit wollte ich doch nicht mit meinen Vermutungen gehen. Vielleicht war es für sie so etwas wie ein Samstagnachmittag-Sport?

Irgendwie wollte ich nicht begreifen, warum die mich wegen der Größe meines Schwanzes ausgelacht haben. Immerhin habe ich stattliche achtzehn Zentimeter anzubieten, und von der Dürre eines Spargels kann auch nicht die Rede sein. Was ich da vorgeführt habe, das war doch guter Durchschnitt, und zwar im Weltvergleich. Und wenn ich den Indianern so unter die Bastmatte schaue, das ist auch nicht unbedingt mehr als US-Norm. Warum in aller Welt lachen die? Ich konnte mir keinen Reim drauf machen. Die Haare, okay, aber bitte nicht wegen meiner Maße. Das hatte mich doch schon ein wenig getroffen.