Hey Stress - hau ab! - Anabel Schröder - E-Book

Hey Stress - hau ab! E-Book

Anabel Schröder

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Beschreibung

Dieses Buch beginnt mit einem drastischen Warnmoment: einem Blackout bei 140 km/h - ausgelöst durch stressbedingte Herzrhythmusstörungen. Als die Medizin nur zwei Wege bot - Tabletten oder Stressreduktion - entschied sich die Autorin für den zweiten. Die folgenden Kapitel nehmen die Leser mit auf eine Reise vom persönlichen Wendepunkt hin zu einem ganzheitlichen Verständnis von Stress, seinen Auswirkungen und vor allem seiner Bewältigung - mit vielen praxisnahen, sofort anwendbaren Tipps. Kern des Buches ist das Work Life Energy Modell, ein praxiserprobtes Fünf-Säulen-Modell, das zeigt, wie Bewegung, Entspannung, soziale Beziehungen, Ernährung und berufliche Zufriedenheit gemeinsam das innere Gleichgewicht stärken. Zahlreiche Exkurse - etwa über Social-Media-Stress, Aufschieberitis oder Mobbing - beleuchten typische Stressfallen des modernen Alltags. Abgerundet wird das Buch durch konkrete, sofort umsetzbare Übungen sowie einen Blick auf die wichtigste Grundlage aller Stressreduktion: eine stabile, resiliente Persönlichkeit. Die Leser erhalten Werkzeuge und Inspiration, um ihren Stress zu verstehen, zu reduzieren und eine gesündere, leichtere und energiegeladenere Lebensweise zu etablieren.

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Seitenzahl: 52

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Inhalt

Vorwort

1. Wer kennt das nicht….?

2. Das Work Life Energy Modell

1. Säule „Sport und Bewegung“.

2. Säule „Entspannung“.

➔ Exkurs: Entspannen mit Social Media

3. Säule: „Gesundes soziales Umfeld“

4. Säule „Ernährung“

5. Säule „berufliche Zufriedenheit“

1. Managen Sie Ihre Zeit!

➔ Exkurs: Aufschieberitis kann stressen!

2. Lernen Sie Nein zu sagen!

➔ Exkurs: Mobbing als Stress-Faktor

Die Basis: Stabile Persönlichkeit

Wie Sie das schaffen

VORWORT

Ich fuhr mit 140 km/h auf der Autobahn, als mir plötzlich schwarz vor Augen wurde. Nach einer Sekunde des Blackouts war ich wieder da – nur sehr nah an der Leitplanke. Ich konnte das Lenkrad gerade noch rechtzeitig herumreißen, um nicht dagegen zu knallen. Ich zog die Handbremse – erst beim Auto auf dem Parkplatz, um den Schock in Ruhe zu verdauen, später dann beruflich, um meinen Stress drastisch zu reduzieren. Denn was war passiert? Durch anhaltenden Stress hatte ich Herz Rhythmus Störungen bekommen, kleine Herz Stolperer, die nur Millisekunden dauerten, in denen ich aber ganz kurz das Bewusstsein verlor. „Nichts Schlimmes“, hatten die Ärzte gesagt, „solange ich nicht umkippe“. Es hätte aber schlimm ausgehen können, bei 140 km/h reicht eine Millisekunde schon aus. Ich ging also erneut zum Arzt, doch an meinem Herzen fand er nichts. Es war gesund. Es stolperte halt manchmal. Er meinte nur kurz: „Sie können Tabletten bekommen. Oder Ihren Stress reduzieren“.

Das war für mich der Punkt, an dem ich wusste, dass ich mein Leben verändern musste – denn Tabletten wollte ich nicht. Und so beschäftigte ich mich damit, nach Wegen zu suchen, Stress abzubauen – ich fand kleine, hilfreiche Tipps, wie man „mal eben schnell“ etwas gegen den Stress tun kann aber auch Wege, mein Leben mehr im Gleichgewicht zu halten. Und ich entwickelte das Work Life Energy Modell. Mit Hilfe dieses Modells möchte ich Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie Ihren Stress und Ihre Stresssymptome reduzieren können, um wieder mehr im inneren Gleichgewicht zu sein. Gleichzeitig gibt dieses Buch Ihnen einen umfassenden Überblick über gängige Stressabbau-Methoden.

Ich hoffe, Ihnen damit ein kleines Stückchen weiter helfen zu können, gesünder, glücklicher und entspannter zu leben und zu arbeiten, und dem Stress zu sagen: Hau endlich ab!

Bevor wir starten, noch ein Hinweis: Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich nicht die genderkorrekte Schreibweise nutze wie „Teilnehmer/-innen oder „Kollege/-in“, denn ein flüssiges Lesen erschien mir wichtiger. Natürlich gilt alles in diesem Buch Geschriebene für alle Geschlechter!

Wenn das für Sie in Ordnung ist, dann kann es jetzt losgehen.

1. WER KENNT DAS NICHT….?

Der Terminkalender ist notorisch vollgepackt, unerledigte Aufgaben stapeln sich haufenweise auf dem Schreibtisch. Zusatzaufgaben, die zwischengeschoben werden müssen, bringen die Zeitplanung durcheinander und das neue Projekt lässt sich im vorgesehenen Zeitfenster niemals erledigen. Die Kollegen nebenan sprechen zu laut, Meetings sind die reinsten Zeitfresser und die Meeting-Kekse machen einen dick. Nachher soll man das Kind noch schnell zum Sport fahren, aber eigentlich müsste man selbst schon längst zum Friseur. Zu nichts hat man mehr Zeit – weder für den Sport, noch für sich, noch für die Freunde. Die Familie und die Kumpels fühlen sich vernachlässigt und nörgeln schon herum, weil man ihnen dauernd absagt. Zum Yoga schafft man es nicht mehr, sowohl aus zeitlichen Gründen, aber auch, weil man keine Kraft mehr hat. Und hat man den Tag endlich geschafft, fühlt man sich wie nach einem Marathonlauf. Dabei ist am Ende des Tages die To Do Liste nicht kürzer, sondern länger, und man weiß jetzt schon: der Folgetag wird nicht besser!

Laut einer Befragung der Techniker Krankenkasse von 2025 fühlen sich zwei Drittel der Menschen in Deutschland gestresst. Und dieser Wert hat zugenommen! 2013 waren es 57 Prozent, 2025 schon 66 Prozent. Und bei Frauen ist der Stresspegel noch höher, nämlich bei 71 Prozent.

Zuerst einmal: Was passiert bei Stress?

Stress ist ein uralter Mechanismus. Schon der Neandertaler, der sich plötzlich mit dem Säbelzahntiger konfrontiert sah, bekam Stress. Das ließ ein biologisches Programm anlaufen: das Hormon Adrenalin wurde ausgeschüttet, welches ihm die Power gab, schnell anzugreifen bzw. wegzulaufen. Sein Herz pumpte dabei mehr Sauerstoff ins Blut, die Konzentration beschränkte sich auf das Wesentliche, und alles, was Energie kostete und der Körper für die eigene Verteidigung gerade nicht brauchte, wie Verdauung oder Sexualtrieb, wurde heruntergefahren. Es wäre ja auch kontraproduktiv, wenn der Neandertal Mann, statt wegzurennen, plötzlich mit der Neandertal Frau von nebenan flirten würde. Er wäre dann leicht zu erbeutendes Säbelzahntigerfutter!

Statt des Säbelzahntigers haben wir heute andere Stressoren, doch es laufen dabei genau die gleichen biologischen Programme ab. Laut der Studie der Techniker Krankenkasse sind die Ursachen des Stresses zum einen die hohen Ansprüche, die man an sich selbst hat (61 Prozent), aber auch Schule/Beruf/Studium (58 Prozent), sowie – und das war früher weniger stark ausgeprägt – der Stress durch politische und gesellschaftliche Probleme (53 Prozent). Erst dann kommen, mit 43 Prozent, zu viele Termine und Verpflichtungen als Grund für den Stress.

Sie sehen also, es gibt reichlich Gründe für Stress. Dieser ist nach wie vor in bestimmten Situationen sinnvoll und überlebenswichtig. Aber wenn Sie andauernd und ohne Unterbrechung Stress erleben, gleichzeitig aber nicht die Stresshormone abbauen, bleiben diese im Körper und richten großen Schaden an - die Funktionen, die heruntergefahren wurden, bleiben unten, was hochgefahren wurde bleibt oben - und Sie werden krank. Die Verdauungstätigkeit bleibt also träge, die Herzfrequenz bleibt schnell, der Sexualtrieb bleibt niedrig, die Muskelspannung bleibt hoch. Denn im Gegensatz zu unseren Vorfahren, die ihre Stresshormone durch starke Bewegung wie Flucht oder Angriff oder auch durch harte körperliche Arbeit wieder abbauten, bleiben Sie eher starr am Schreibtisch hocken und bewegen höchstens den Zeigefinger für die Maustaste. Und das reicht nicht!

Der Körper rebelliert

Wenn Sie Ihre Stresshormone nicht abbauen, bekommen Sie typische Stress-Symptome