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Türchen Nummer 9: Romantische Weihnachten in Deutschland mit Anna Dietrich Auf dem Weg zur Hochzeit auf Schloss Moritzburg sprühen die Funken zwischen Trauzeuge und Trauzeugin. Aus Christmas in My Heart
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Veröffentlichungsjahr: 2025
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Cover & Impressum
9 – Deutschland
Anna Dietrich
Hochzeit auf Schloss Moritzburg
Anna Dietrich
Ach, ich finde einfach nur…
Inhaltsübersicht
Cover
Textanfang
Impressum
Anna Dietrich ist Literaturwissenschaftlerin und eine ausgemachte Leseratte. Liebesromane sind ihre absoluten Lieblinge. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann und ihren Söhnen im beschaulichen Süden von Berlin. Anna schreibt für everlove und between//pages, im Sommer 2024 erschien ihr letzter Roman »Einmal die perfekte Braut«.
Ach, ich finde einfach nur, dieser Kopfschmuck hätte nicht sein müssen!« Das ist sicherlich Tante Ednas fünfzehnte Beschwerde.
»Aber es gehört zum Kostüm, Tante Edna«, erinnere ich sie und kann mein schadenfrohes Grinsen kaum zurückhalten. Von allen möglichen Figuren des Films ausgerechnet unserer Tante die Rolle der bösen Stiefmutter zu geben …
»Deine Schwester hat sich das als Strafe für mich ausgedacht!«, schnauft sie entrüstet, als sich das Konstrukt auf ihrem Kopf bedrohlich nach links neigt. Ich müsste ihr nun eigentlich hilfreich beispringen, aber nun ja …
Als Layla bei der Planung ihrer märchenhaften Weihnachtshochzeit auf Schloss Moritzburg die Rollen unseres absoluten Lieblingsfilms an ihre Gäste verteilt hat, war unsere bissige Tante Edna einfach wie gemacht für das Kostüm der bösen Stiefmutter.
Deswegen lächele ich mitleidlos und überhaupt nicht hilfreich, während ich sie betont fröhlich erinnere: »Du weißt doch, die Braut hat immer recht.«
»Du hast gut reden!« Ihr Blick fällt bedeutungsvoll auf mein Outfit. Und zugegeben, im direkten Vergleich mit ihr – ihr Kopfschmuck sieht aus, als trüge sie einen aufgespannten weißen Regenschirm als Hut – komme ich gut weg. Sehr gut. Immerhin darf ich Aschenbrödels Jägerkluft tragen, was gut zu meinen kurzen Haaren und meiner schlanken Statur passt. Doch es bedeutet nun mal auch, dass ich als Trauzeugin und oberste Brautjungfer einen sechsköpfigen Tross aus bildhübschen Mädchen mit langen Haaren und langen Kleidern anführe, und zwar in Strumpfhosen und einem Lederwams. Sie haben mir sogar eine Armbrust als Requisit auf den Rücken geschnallt, mit der Rückversicherung, dass diese nur eine Attrappe ist.
Was ich ehrlich bedauere, und zwar in der Sekunde, in der mein Telefon wild zu vibrieren beginnt, dank eines Anrufs von …
… der einen Person, die ich liebend gerne mit meiner Armbrust auf den Mond geschossen hätte.
Tatsächlich wäge ich noch gequält ab, ob ich überhaupt rangehen soll, starre auf das Display, bis Tante Ednas Stimme an mein Ohr dringt: »Libby! Es ist der Trauzeuge! Du musst da rangehen!«
Genervt stapfe ich von ihr fort, halb erleichtert, halb bedauernd, dass ich im Zuge der Hochzeitsvorbereitungen seine Nummer unter seinem richtigen Namen abgespeichert habe, statt ihn unter »Eher friert die Hölle zu« zu belassen. Was er in jedem Fall verdient hätte, Trauzeuge hin oder her.
