Ihr Hobby ist Sex - Kirsten Steiner - E-Book

Ihr Hobby ist Sex E-Book

Kirsten Steiner

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Beschreibung

Die 38-jährige Tabea ist glücklich geschieden und hat seit zwei Jahren ein sehr besonderes Hobby: Sie geht regelmäßig in Swingerclubs und zu privaten Partys dieser Szene. Allein im Club ist als Frau zwar so eine Sache, aber die sexsüchtige und selbstbewusste Lehrerin lässt niemals Zweifel daran aufkommen, dass nur sie bestimmt, was passiert – oder eben auch nicht passiert. Sex zu dritt, Sex zu viert, das muntere Durcheinander mit Paaren bei Partnertausch und Gruppensex – nichts ist der bisexuellen Frau fremd. In dieser Clubnachtnacht stellt Tabea jedoch fest, dass ihr spezielles Hobby auch verblüffende Nebenwirkungen mit sich bringen kann. In der Serie „Sinnliche Augenblicke“ erzählt Kirsten Steiner in loser Folge von erotischen Begegnungen an besonderen Orten oder in besonderen Situationen.

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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Kirsten Steiner

Ihr Hobby ist Sex

Sinnliche Augenblicke

Eine Frau allein im Swingerclub - eine Nacht mit Überraschungen

Kapitel 1: Allein in der Welt der Swinger

Tabea war laut. Sehr laut. Sie konnte gar nicht anders, als diesen Höhepunkt ihrer Umwelt deutlich mitzuteilen. Die heftigen Stöße des Mannes brachten ihren Körper derart zum Beben, dass nichts und niemand ihren Orgasmusschrei hätte verhindern können. Aber warum auch? Es gab keinen Grund, leise sein. Nicht hier.

Sie sah sich zu ihrem Stecher um und erkannte Schweißperlen auf seiner Stirn. Noch immer stieß er wie besessen in sie, während sie vor ihm kniete und er ihre Hüften fest im Griff hatte. Vermutlich war auch er fast so weit. Ob sie vorher vielleicht noch einmal kam? Gut möglich, dachte sie, nachdem ihr erster Höhepunkt abgeklungen war. Immerhin war sie sehr orgasmusfreudig und kam sogar zum Höhepunkt wenn sie doggy genommen wurde – so wie jetzt.

Sie krallte ihre Hände fest in die Matte, drückte dem Mann ihr Hinterteil noch stärker entgegen und konzentrierte sich ganz auf sich selbst. Er musste einfach nur noch eine Weile so weitermachen, dann würde es ihr gleich noch einmal kommen. Tabea liebte es, wenn es zweimal direkt hintereinander passierte. Oder auch dreimal – oder auch noch öfter.

Doch in diesem Moment explodierte der Schwanz in ihr bereits. Schade, dachte sie – wenngleich sie das heftig pulsierende Stück Männlichkeit ebenfalls genießen konnte. Und natürlich war ihr klar, dass ein Mann nicht ewig konnte. Sein Orgasmus in diesem Moment ging schon in Ordnung. Einmal hatte er sie ja zum Höhepunkt gefickt. Das allerdings konnte sie ja wohl auch erwarten.

Erneut sah sie sich zu ihm um und blickte in ein strahlendes Gesicht. Zwei Schweißtropfen fielen von seiner Stirn auf ihren Po. Auch eine Form, Körperflüssigkeiten auszutauschen, dachte sie schmunzelnd. Seine Hände wanderten von ihren Hüften zu ihrem Po, den er nun massierte, während das Pochen in seinem Schwanz immer mehr nachließ.

Bevor er ganz in sich zusammenfiel, griff Tabea danach, hielt ihn fest und entzog sich ihm. Männer neigten leider dazu, diesen Griff am Ende zu vergessen. Sie hatte es schon erlebt, dass sich das Kondom von einem schrumpfenden Schwanz verabschiedet hatte, bevor der Mann sich aus ihr zurückgezogen hatte. Da hätte man es auch gleich ohne machen können. Was für Tabea aber nicht infrage kam – nicht in einem solchen Setting jedenfalls. Seit jenem Erlebnis ein Jahr zuvor hielt sie das Gummi am Schluss immer fest, wenn der Mann das nicht selbst tat.

Wieder einmal stellte sie fest, wie sinnvoll dieser Griff war. Der Schwanz, der nun zum Vorschein kam, war nur noch halb steif – bestenfalls. Dafür war das Gummi prall gefüllt. Das war wirklich eine beachtliche Menge. Wie hätte das wohl ausgesehen und sich angefühlt, wenn er nicht ins Kondom, sondern sein Sperma auf sie gespritzt hätte? Tabea liebte solche Spielchen. Vor allem, wenn ihr Busen mit dem Saft eines Mannes verziert wurde, empfand sie das als hoch erotisch. Aber natürlich konnte sie gut verstehen, dass ein Mann lieber in ihr kommen wollte, statt es sich am Ende selbst zu machen.

„Wow“, sagte die Frau, die ihnen am Ende nur noch zugesehen hatte. „Eine solche Ladung habe ich lange nicht mehr von ihm bekommen.“

Tabea lächelte die dunkelblonde Frau an, und sie erwiderte das Lächeln. Gemeinsam betrachteten alle drei das gefüllte Kondom.

„Ich hatte ja auch ein paar Tage Abstinenz“, erklärte der Mann schmunzelnd und noch immer schwer atmend.

„Das macht er immer so vor einem Besuch im Swingerclub“, fügte seine Frau hinzu. „Vier, fünf Tage ohne Sex. Er schont sich regelrecht – zu meinem Leidwesen.“

„Jeder hat seine Special Effects“, merkte Tabea achselzuckend an.

„Christoph“, sagte der Mann plötzlich. „Ich heiße Christoph.“

„Und ich bin Nicole“, ergänzte seine Frau.

„Tabea“, entgegnete Tabea.

„Bist du allein hier? Oder wo steckt dein Mann?“, fragte Nicole.

„Nein, ich bin allein hier. Ich habe keinen Mann – ich bin glücklich geschieden.“

„Eine Solofrau im Swingerclub ist selten“, sagte Christoph.

„Ich weiß“, bestätigte Tabea. „Und offen gestanden: Auch das macht für mich den Reiz aus. Ich ziehe viele Blicke auf mich und kann mir normalerweise den Mann aussuchen – beziehungsweise die Männer. Meist bleibt es in so einer Nacht ja nicht bei einem.“

Nicole nickte.

„Natürlich nicht“, sagte sie. „Nicht bei einer so schönen Frau wie dir. Und schon gar nicht in einem Club, in dem sich auch viele Solomänner tummeln.“

Tabea musste lächeln. „Schöne Frau“ – das Kompliment tat ihr gut. Nicole war zweifelsohne ebenfalls eine sehr attraktive Frau. Und zudem hatte sie eine beeindruckende Oberweite. Tabea vermutete C, wenn nicht sogar eine D-Größe. Sie selbst füllte lediglich ein B-Körbchen. Aber dafür waren ihre mittelgroßen Brüste noch immer straff und fest, während sich bei Nicole doch deutlich die Gesetze der Schwerkraft bemerkbar machten. Sie war sicherlich auch etwas älter als sie selbst. Wie alt mochte Nicole wohl sein? Mitte oder Ende 40 vermutlich, ihr Mann sicherlich auch schon über 50. Aber offensichtlich hielt er sich gut in Form. Ansonsten hätte Tabea sich auch nicht von ihm ficken lassen. Sie hatte kein Problem mit Altersunterschieden – weder nach oben noch nach unten. Aber ein Mann, der zwischen ihre Beine wollte, musste attraktiv und zumindest halbwegs sportlich sein. Das war eine Bedingung für sie. Glücklicherweise war das Angebot meist recht gut, wenn sie in einen Swingerclub ging.

Manch einer würde es vielleicht für seltsam halten, Sex mit einem (oder wie in diesem Fall: zwei) Menschen zu haben, und erst anschließend den Namen des oder der anderen zu erfahren. Für Tabea hingegen war das mittlerweile ganz normal. Sie hatte das schon mehrfach so erlebt: spontaner Sex mit Fremden auf irgendeiner Spielwiese – und anschließend ein bisschen Smalltalk. Oder am Ende nicht mal mehr das. Sie hatte schon diverse Stecher gehabt, deren Namen sie nicht kannte und mit denen sie nie ein Wort gewechselt hatte.

Genau das gab ihr einen Kick. Anonymer Sex hatte einen sehr eigenen Reiz. Seit sie zwei Jahre zuvor erstmals einen Swingerclub betreten hatte, empfand sie genau diese Spielart immer wieder als aufregend. Einfach ins Gewühl einer Spielwiese eintauchen und mit irgendwem ficken – was war geiler als das?

Es gab natürlich auch noch andere Möglichkeiten für anonymen Sex als solche Clubs, von denen sie inzwischen so einige kennengelernt hatte. Einmal hatte sie es in der Umkleidekabine eines Hallenbades mit einem Mann gemacht, den sie zuvor im Schwimmbecken mit Blicken angeflirtet hatte. Es war nicht schwer gewesen, ihn zur Umkleide zu locken, wo er sich erfreulicherweise als ausgesprochen standfest erwiesen hatte. Dreimal hatte sie in dieser Kabine einen Orgasmusschrei unterdrücken müssen, bevor der Mann nach einem Abschluss-Blowjob sein Sperma auf ihren Brüsten verteilt hatte.

Noch mehr machte es sie aber an, wenn sie unter verschiedenen Männern wählen konnte. Vor Kurzem war sie bei Joyclub (einem Erotikforum im Internet, in dem sie aktiv war) auf eine Einladung zu einem Parkplatztreffen gestoßen. Sie war dieser Einladung gefolgt und zur angesagten Uhrzeit am späten Abend auf besagten Waldparkplatz gefahren. Es waren einige wenige Paare und diverse Männer anwesend. Tabea war die einzige Solofrau, was ihr eine erhebliche Aufmerksamkeit einbrachte. Nicht alle Männer waren nach ihrem Geschmack, aber der ein oder andere eben doch. Am Ende dieser erotischen Veranstaltung hatte sie für insgesamt drei Männer ihren Minirock angehoben, unter dem sie von Anfang an keinen Slip getragen hatte – beziehungsweise hatte sich von besagten Herren den Rock anheben lassen. Es hätte noch mehr Interessenten gegeben, aber Tabea war wählerisch.

Auch bei einer privaten Party, bei der sie vor einiger Zeit gewesen war, hatte sie sich bereitwillig von mehreren Männern nehmen lassen. Da hatte es ebenso einen Herrenüberschuss gegeben wie an diesem Abend in diesem Swingerclub. Mit anderen Worten: paradiesische Zustände für eine sexsüchtige Frau.

Ob sie wirklich sexsüchtig war, wollte sie mal dahingestellt sein lassen. Eine gute Freundin, der sie einmal in weinseliger Stimmung von ihren ausschweifenden Aktivitäten erzählt hatte, war allerdings zu dieser Bewertung gekommen. Tabea hingegen hatte einen freundlicheren und verständnisvolleren Blick auf sich selbst: Sie liebte ganz einfach Sex.

Als sie sich vor zwei Jahren von ihrem Mann getrennt hatte, wollte sie vieles nachholen, was sie in ihrer eher sexarmen Ehe vermisst hatte. Gerade mal zwei Wochen nach ihrem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung hatte sie erstmals einen Swingerclub betreten. In dieser Nacht hatte sie vermutlich mehr gefickt als in ihrem gesamten letzten Ehejahr. Zumindest was ihren Ehemann betraf. Seither liebte Tabea Swingerclubs.

In ihrer neuen Wohnung hing ein Bild von Mark Twain mit einem berühmt gewordenen Zitat des Schriftstellers: „In 20 Jahren wirst du dich mehr über Dinge ärgern, die du nicht getan hast, als über die, die du getan hast.“

Das Risiko wollte sie nicht eingehen. In 20 Jahren wollte sie zufrieden auf ihre aktuelle Lebensphase zurückblicken. Sie war zuversichtlich, dass genau das der Fall sein würde.

Kapitel 2: Eine Trennung und ihre Folgen

Tabea war jetzt 38 Jahre alt, kinderlos, geschieden und engagiert in ihrem Job – der allerdings einer der anspruchsvollsten war, den die westliche Wohlstandsgesellschaft zu vergeben hatte: Tabea war Lehrerin an einem Gymnasium (Englisch und Französisch). Viele Kolleginnen und Kollegen stöhnten darüber, wie mühsam es oftmals war, lernunwilligen Schülern etwas zu vermitteln. Wenn am Freitag die Klingel das Ende der letzten Stunde verkündete, atmeten viele von ihnen tief durch und dachten nur: endlich! Auch Tabea fragte sich dann oftmals: Habe ich in dieser Woche eigentlich irgendwem irgendetwas beigebracht? Vielleicht sogar etwas Sinnvolles?

Sofern nicht Klausuren zu korrigieren waren oder andere zeitraubende Vor- und Nachbereitungen des Unterrichts anstanden, war das Wochenende dann oftmals die Zeit für den mentalen und körperlichen Ausgleich zum stressigen Schulalltag. Da hatten jeder Kollege und jede Kollegin eine ganz eigene Methode entwickelt. Christiane etwa (Deutsch, Religion und Geschichte) ging tanzen. Der Freitagabend gehörte diesem Hobby ebenso wie der Samstagnachmittag. Sie ging völlig darin auf, wenn sie sich zur Musik bewegte. Sie war mit zwei verschiedenen Partnern in zwei verschiedenen Tanzclubs bei zwei verschiedenen Tanzschulen. Auf die Weise konnte sie den Schulstress wunderbar abschütteln, wie sie einmal in einer Kaffeepause im Lehrerzimmer erzählte.

Oder Kollege Friedhelm (Chemie und Biologie): Der ging angeln. Ein völlig anderes Hobby.

„Angeln hat etwas meditatives“, hatte er einmal gesagt.

Fische waren angenehmere Zeitgenossen als Schüler, meinte er. Vor allem deshalb, weil sie nicht widersprachen oder ständig aufs Smartphone starrten. Nina (Mathematik und Physik) wiederum backte. Sie backte Unmengen an Kuchen, wovon die Kolleginnen und Kollegen im Lehrerzimmer immer wieder profitierten. Irgendwo musste sie ja hin mit den Ergebnissen ihres Stressausgleichs. Und an Kollegen konnte man schließlich alles verfüttern. Andere gingen joggen oder machten Yoga. Fast jeder in diesem Lehrerzimmer hatte sein Hobby als Ausgleich zum Schulstress. Das von Tabea allerdings war speziell: Sie ging ficken.

Was freilich niemand wusste. Und das sollte auch so bleiben.

---ENDE DER LESEPROBE---