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Wer ein guter Jäger werden will, muss Praxis und Wissen sammeln – auch wenn er keinen erfahrenen Lehrprinzen an der Seite hat. Dieser Leitfaden ist die perfekte Unterstützung für frischgebackene Weidmänner, doch selbst "alte Füchse" werden wertvolle Anregungen zum Selbermachen von zahlreichen "jagdlichen Helferlein" finden! Das Buch widmet sich der Optimierung der Ausrüstung: Wärmequellen für den Winter, Imprägnierung der Kleidung, Erste-Hilfe-"Must haves", DIY-Mückenschutz, handgefertigte Schießstöcke, Gewehrauflagen oder Waffenschutz, Werkzeuge und ihre Pflege, Tipps und Tricks zur Wartung oder Aufbewahrung von Waffen & Munition, selbst hergestelltes praktisches Zubehör fürs Auto u. v. m.
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Seitenzahl: 309
Veröffentlichungsjahr: 2025
Stefan Straßer
Ausrüstung
Von Kleidung über Waffen, Munition bis zu Werkzeug und Auto
Leopold Stocker Verlag
Graz – Stuttgart
Umschlaggestaltung: DSR Werbeagentur Rypka GmbH, 8143 Dobl/Graz, www.rypka.at
Titelbild: iStock/Avalon_Studio
Alle übrigen Bilder stammen vom Autor (außer wenn direkt bei den Fotos anders angegeben).
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Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der
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ISBN 978-3-7020-2295-2
eISBN 978-3-7020-2338-6
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Vorwort
Jungjäger-Ratgeber Band 1 bis Band 4
Erklärung vorab
Jagdbekleidung
Allgemeines zur Kleidung & zum Schuhwerk
Alternativen zu „klassischer“ Jagdkleidung
Allgemeine Tipps zur Jagdbekleidung
Kopfbedeckung allgemein
Allgemeines zur Tarnung
Fußbekleidung allgemein
Ausrüstung und Tipps für den Winter
Ausrüstungsgegenstände, die ich immer dabei habe
Waffen
Aufbewahrung
Tipps zum Umgang mit Waffen
Allgemeine Tipps für Waffen
Waffen reinigen
Schalldämpfer
Kurzwaffen
Optik
Praktische Tipps zu Spektiv & Fernglas
Das Zielfernrohr (ZF)
Wärmebildkameras, Nachtsichtgeräte etc.
Entfernung messen/schätzen
Munition
Allgemeines zu Kalibern
Einige Beispiele für gängige Geschosse
Bleifreie Munition (Büchse)
Bleifreie Munition contra bleihaltige Munition (Schrot)
Allgemeine Tipps zum Munitionstransport
Schießen
Einschießen der Langwaffe
Was beim Schießen beachtet werden muss
Tontaubenschießen oder „Die Kunst, vorbeizuschießen“
Praktische Helfer beim Schießen – selbst gemacht
Gewehrauflagen
Schießstöcke, Pirschstöcke etc.
Erste Hilfe
Hilfreiches Material
Mögliche Verletzungen bei der Jagd
Erläuterung des ABCDE-Algorithmus
Praktische Erste-Hilfe-Tipps
Erste Hilfe für den Hund
Das Mobiltelefon im jagdlichen Einsatz
Pro & contra
Praktische Tipps für die Handy-Nutzung
Werkzeug
Messer
Praktische Tipps zum Werkzeug des Jägers
Praktische Tipps zum Basteln
Fortbewegungsmittel des Jägers
Vom Revierfahrrad bis zum Quad
Ein paar Gedanken zum Jagdauto
Praktische Tipps für das Auto des Jägers
Transport von Ausrüstung, Werkzeug, Wild …
Nachwort
Danksagung
Ansitzsack innen nicht verschmutzen
Bergschuhe
Einfarbig contra Tarnmuster
Einlegesohlen
Erfrierungen vermeiden (Hände/Finger)
Fransen- und Blätter-Tarnanzüge
Gamaschen (Gummistiefelschaft)
Geräuschtarnung
Gewehr- und Sitzfutteral
Ghillies
Gummistiefel
Gummistiefel, Winterwarme
Gummistiefelschaft-Gamaschen
Hände/Finger vor Erfrierungen bewahren
Handschuhe
Harzflecken in der Jagdkleidung
Haut vor Kälte schützen
Imprägnieren von Jacken und Hosen
Imprägnieren von Wollhandschuhen
Jacken und Hosen imprägnieren
Jahreszeitengemäß kleiden
Juckreiz sofort abstellen
Kalte Ansitznächte überstehen
Kälteschutz (Haut)
Kälteschutz-Overall
Klettverschluss säubern
Lodenmütze
Militärkleidung hat gute Qualität
Mückenschutz selbst gemacht
Müdigkeit auf der Kanzel
Notwendige Ausrüstungsgegenstände („Verpackungsplan“)
Reißverschluss besser greifbar machen
Rutschsichere Schuhe
Schlafsackschuhe
Schnürstiefel
Schuhe einfetten
Schuhsohlen griffig machen
Signalmützen oder Baseballcaps
Sitzheizung“ im Ansitzsack
Socken
Stiefel schonend trocknen
Tarnanzüge (Fransen und Blätter)
Tarnung
Tarnung im Winter
Überschuhe
Uhrzeit (Wie spät ist es?)
„Verpackungsplan“ f. notwendige Ausrüstungsgegenstände
Winterstiefel, Spezielle
Winterwarme Gummistiefel
Wollhandschuhe imprägnieren
Aufbewahrung (Schalldämpfer im Waffenschrank)
Aufbewahrung von Kurzwaffen
Aufbewahrungssystem (Verpackungsmaterial)
Dellen im geölten Holzschaft beseitigen
Drückjagden, Sicherheit bei
Entladen
Ersatz für Patches/Reinigungsfilze
Fächer für den Waffenschrank
Feuchter Gewehrriemen
Filzfliesen oder Isomatte im Waffenschrank
Flintenpflege
Gewehrriemen
Gewehrriemen (Gegen rutschende)
Gewehrriemen contra Gewehrfutteral
Gewehrriemen im Waffenschrank fixieren
Gewehrriemen, Feuchter
Gewehrriemen, Schnellverschluss
Griffkugel für Repetierer
Halbautomaten (Vorsicht mit Schalldämpfer)
Holzschaft, Dellen beseitigen
Hülsen polieren einmal anders
Hülsen zum Wiederladen reinigen
Kickstopp Marke Eigenbau
Klappern abstellen (Metallteile Gewehrriemen)
Kurzwaffe, besserer Griff an der
Kurzwaffe: Taktisches Durchladen
Kurzwaffe: Verlustsicherung
Kurzwaffen: Allgemeines
Kurzwaffen: Aufbewahrung
Laden
Leuchtkorn für die Schrotflinte
Licht im Waffenschrank
Mündungsschoner zum Schutz vor eindringendem Schmutz
Nachladen
Nachsuchenführer, Waffenschutz für
Nachteile (Schalldämpfer)
Patches/Reinigungsfilze, Ersatz
Pflege (Schalldämpfer)
Platz im Waffenschrank
Präzision (Schalldämpfer)
Repetierer, Größere Griffkugel
Resteverwertung (Waffenreinigung)
Riemen für Flinte kürzen
Rutschende Gewehrriemen
Schaftpflege
Schalldämpfer (Material)
Schalldämpfer: Aufbewahrung im Waffenschrank
Schalldämpfer: Nachteile
Schalldämpfer: Pflege
Schalldämpfer: Präzision
Schalldämpfer: Vorsicht bei
Halbautomaten!
Schalldämpfer: Vorteile
Schießen
Schießstand, Sicherheit am
Schnellverschluss am Gewehrriemen
Schulterpolster (Trageriemen alter Reisetaschen)
Schulterpolster aus Filz
Selbst gebasteltes Waffenreinigungsgerät
Sicherheit am Schießstand/bei Drückjagden
Sichern
Stechen
Tarnung der Waffe
Tetrapack als Halterung
Verlustsicherung (Kurzwaffe)
Verpackungsmaterial als
Aufbewahrungssystem
Vorteile (Schalldämpfer)
Waffe laden/sichern
Waffe nachladen bzw. entladen
Waffe stechen/schießen
Waffe tarnen
Waffe trocken blasen
Waffen vor Feuchtigkeit schützen
Waffenfutteral mit kleinem Packmaß
Waffenhalterungen im Waffenschrank selbst bauen
Waffenreinigung („Resteverwertung“)
Waffenreinigungsecke, Ordentliche
Waffenreinigungsgerät zum Mitnehmen
Waffenreinigungsgerät, Selbst gebastelt
Waffenschrank
Waffenschrank, Fächer
Waffenschrank, Filzfliesen oder Isomatte im
Waffenschrank, Licht im
Waffenschrank, Mehr Platz im
Waffenschrank, Noch mehr Platz im
Waffenschutz für
Nachsuchenführer
Wiederladen (Hülsen reinigen)
Wiederlader aufgepasst
Zweibein
Absehenvarianten
Alternative Entfernungsermittlung durch Berechnen
Befestigung v. Wärmebildgerät (WBG) u. Nachtsichtgerät (NSG)
Beschlagen des Okulars verhindern
Beschlagen vermeiden (Fernglas)
Blendendes Licht & Adaptionszeit
Dämmerungskurzsichtigkeit
Einstellung des Zielfernrohrs (ZF)
Entfernungsermittlung durch Berechnen
Entfernungsmesser (Laser)
Fastex- oder Knopfverschluss am Fernglasriemen
Fernglas als Ersatz-Zweibein?
Fernglas freihändig stabil halten
Fernglas: Beschlagen vermeiden
Fernglas: Okularschutz
Fernglas-Baumelei bei der Pirsch abstellen
Fernglasriemen: Fastex- oder Knopfverschluss
Halterung auf der Ansitzeinrichtung (Spektiv)
Handycam als Spektiversatz
Indirektes Sehen
Killflash (Lichtschutzblende) – Original und Nachbau
Kurze Entfernung (Schuss mit der Langwaffe)
Laser-Entfernungsmesser
Lichtschutzblende „Killflash“ – Original und Nachbau
Lichtschutzblende für das Objektiv
Lichtschutzblenden: Nachteil
Nachtbeobachtung an der Kirrung
Nachteil von Lichtschutzblenden
Nachtsichtgerät (NSG) auf der Ansitzkanzel
Nachtsichtgerät (NSG) für den schmalen Geldbeutel
Nachtsichtgerät (NSG): Befestigung
Nano-Durchblick
Objektiv: Lichtschutzblende
Objektiv: Schutz
Offene Visierung aufpeppen
Okular: Im Anschlag das Beschlagen verhindern
Okularschutz für das Fernglas
Okularverstellung (verstellt sich zu leicht)
Okularverstellung markieren
Optikreinigungstücher, Alternative zu teuren
Optikschutzkappen gegen Verlieren sichern
Reflexvisier
Schuss mit der Langwaffe auf kurze Entfernung
Sehen in der Dämmerung
Sehen, Indirektes
Spektiv auf der Pirsch stabilisieren
Spektiv-Halterung auf der Ansitzeinrichtung
Stoßdämpfung für Zielfernrohre
Vergrößerungswechsel (Zielfernrohr)
Verstelldaten (Zielfernrohr)
Visierung, Offene
Wärmebildgerät (WBG)
auf der Ansitzkanzel
Wärmebildgerät (WBG): Befestigung
Zielfernrohr (ZF): Einstellung
Zielfernrohr statt Spektiv
Zielfernrohr: schneller Vergrößerungswechsel
Zielfernrohr: Schutz des ZF-Objektivs
Zielfernrohr: Stoßdämpfung
Zielfernrohr: ZF-Schutz aus Loden, Filz oder Neopren
Zielfernrohr: ZF-Verstelldaten immer dabei
Zielfernrohrmontage
Zielfernrohrschutz, wenn Sie keine Waffentasche nutzen
Abschüsse nach Kalibergruppen bzw. Kalibern
Blei- und Stahlschrot-Alternative: Kupfer
Bleifrei ist teuer und nicht zu bekommen (Vorurteil)
Bleifreie Geschosse erzeugen gefährliche Abpraller (Vorurteil)
Bleifreie Geschosse vergrößern die Fluchtdistanz (Vorurteil)
Bleifreie Geschosse verschmieren die Läufe (Vorurteil)
Bleifreie Geschosse: hoher Gasdruck führt zur Waffensprengung (Vorurteil)
Bleifreie Munition ist unpräzise (Vorurteil)
Bleimunition (Untersuchungen & politische Entscheidungen)
Deformierer
Gerbsäure in Leder-Patronentaschen neutralisieren
Kalibergruppen bzw. Kaliber (Abschüsse)
Klappernde Patronen
Kleinere Kaliber – mehr Wildbret-Schäden?
Kupfer (Alternative zu Blei- und Stahlschrot)
Leder-Patronentaschen (Neutralisieren der Gerbsäure)
Magazintasche selbst nähen
Munition verschlossen transportieren
Munitionshersteller (Konsequenzen politischer Entscheidungen)
Neutralisieren der Gerbsäure in Leder-Patronentaschen
Normalpatrone
Overkill
Patronen- und Magazintasche, Kombination
Patronenhalterung, Selbst genäht
Pen-Clip
Schießen wir mit Kanonen auf Spatzen?
Schrotpatronengürtel ist kaputt?
Selbst genähte Magazintasche
Selbst genähte Patronenhalterung
Teilzerleger
Vollzerleger
Wiederlader (Konsequenzen politischer Entscheidungen)
Einschießen (Selbst)
„Tarnstock“ bzw. getarntes Dreibein
Abzugskontrolle
Anschlag
Anschusstisch fürs Revier
Anschusstisch in Leichtbauweise, Selbst gebauter
Anschusstisch mit einklappbaren Füßen, Selbst gebauter
Ansprechen
Ansprechfehler vermeiden
Aufbewahrung der Stöcke
Aufsatz für den Pirschstock, Variabler
Dreibein
Dreibein mit Aluminiumschiene
Dreibein mit Klemmadapter
Dreibein, Fotostativ als
Dreibein, Waffenhalterung am
Dreibein-Anschusstisch selbst bauen
Dreibein-Aufrüstung
Einbein/Dreibein
Einschießauflage selbst bauen
Einschießen im Revier
Einschießen von kombinierten Waffen (Laufkühlung)
Einschießfass/Einschießkanister
Fehlschüsse wegstecken
Fotostativ als Dreibein
Getarntes Dreibein („Tarnstock“)
Gewehrauflage für die Kanzel
Gewehrauflage, Haken als
Haken als Gewehrauflage
Halbautomaten (Patronenauswurf)
Haltung der Schusshand
Haselnuss-Pirschstock mit Gehörngabel
Hinterschaftauflage, Pirschstock mit
Klemmadapter selbst gebastelt
Konsequentes Schießtraining
Längenmarkierung (Pirschstock)
Laufauflage, Gepolsterte
Laufkühlung (Einschießen von kombinierten Waffen)
Mobiler Revierkugelfang
Noch eine Gewehrauflage (Anschusstisch)
Patronenauswurf bei Halbautomaten
Pirschstock (allgemeines)
Pirschstock im Anschlag richtig stabilisieren
Pirschstock im Dunkeln wiederfinden
Pirschstock mit Hinterschaftauflage
Pirschstock mithilfe von Riemen stabilisieren
Pirschstock, Reiner
Pirsch-Zweibein
Pirsch-Zweibein aus Nordic-Walking-Stöcken
Revierkugelfang, Mobiler
Ruhig Atmen (beim Schießen)
Sandsack an der Waffe, Kleiner
Sandsäcke, Selbst genähte
Sandsackschlauch
Schießkino bzw. Simulation zu Hause
Schießrucksack, Spezieller
Schießtraining (erster Schuss)
Schießtraining, Konsequentes
Selbst bauen (Dreibein-Anschusstisch)
Selbst bauen (Einschießauflage)
Selbst einschießen
Selbst gebastelt: Klemmadapter
Selbst gebauter Anschusstisch in Leichtbauweise
Selbst gebauter Anschusstisch mit einklappbaren Füßen
Selbst genähte Sandsäcke
Silhouetten aus Kunststoff
Silhouetten aus Sperrholz oder Gips
Spezieller Schießrucksack
Stöcke, Aufbewahrung der
Transport (Pirschstock)
Upgrade-Pirschstock
Vierbein
Vierbein aus Holzleisten
Vorderschaftauflage
Waffenauflage immer dabei
Waffenhalterung am Dreibein
Wahrnehmungsphysiologie
Walkingstock in Pirschstock verwandeln
Zielbild
Zielscheibenrahmen für Schrot und Kugel
Akupressur – die drei Druckpunkte zur Schmerzbekämpfung
Drück- und Stöberjagden, Verletzungsgefahr auf
Erste Hilfe kann jeder
Erste-Hilfe-Kurs auffrischen
Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Hund, Grundlegende
Erste-Hilfe-Päckchen für den Hund
Erste-Hilfe-Päckchen, „Resteverwertung“ für abgelaufene
Erste-Hilfe-Rucksack
Erste-Hilfe-Tasche für die Jagd, Erweiterte
Erweiterte Erste-Hilfe-Tasche für die Jagd
Hepatitis E
Lebensgefährliche Verletzungen – systematische Vorgehensweise
Resteverwertung für abgelaufene Erste-Hilfe-Päckchen
Rettungsdecke im Gewehrschaft
Rettungsfolie unter der Kleidung anlegen
Rettungskette
Transport des verletzten Hundes
Verletzte systematisch untersuchen
Verletzter Hund (Transport)
Verletzungen, Drei Arten von
Verletzungen, Lebensgefährliche
Verletzungsgefahr auf Drück- und Stöberjagden
Zecken
Auslesen der Wildkamera
Entfernungsermittlung auf der Jagd
Feuchtigkeitsschutz
Google Maps: Revierkarte erstellen
Handydisplay dimmen
Jagd-Apps
Jagd-Apps (welche gibt es jetzt?)
Kartenmaterial auch offline auf dem Mobiltelefon:
Revierkarte mit Google Maps erstellen
Wildkamera einfacher auslesen
Akkuschrauber
Axt „aufpimpen“
Axtstiel genau einpassen
Beil „aufpimpen“
Beilstiel genau einpassen
Bohrer (Tiefenmarkierung)
Bohrmaschine
Bügelsäge: Schärfen von Sägeblättern
Cuttermesser, Unscharfes
Drähte verdrillen
Ersatzkette
Griffe, Keine rutschigen
Große Flächen schnell imprägnieren
Gurte
Imprägnieren (große Flächen)
Jagd- und Outdoormesser
Kabelverbindung
Kettensäge, Transportwanne
Kettensäge: Bock zum Schärfen
Kettensäge: Welche Werkzeuggröße
Klappmesser reinigen
Klappsäge: Schärfen von Sägeblättern
Lange Schrauben in trockenes Holz leichter eindrehen
Messer schärfen
Messerklinge beim Schärfen schützen
Meterstab
Nagelspitze stumpf schlagen
Pinsel „frisch“ halten
Rost im Werkzeugkasten?
Schärfen der Kettensäge (Bock)
Schärfen von Messern
Schärfen von Sägeblättern (Bügelsäge/Klappsäge)
Schrauben leichter eindrehen
Spaten, Tragehilfe für den
Steckschlüsselsatz bzw. Ratschensatz, Beschriftung von
Stromaggregat
Taschenmesser reinigen
Tiefenmarkierung an Bohrern
Tragehilfe für den Spaten
Transportwanne für die Kettensäge
Verdrillen (Drähte)
Werkzeug auffällig lackieren
Werkzeugkasten für die Bastelwerkstatt
Werkzeugkasten, Rost im
Anfahrhilfe bei schlechten Untergrundverhältnissen
Anfahrhilfe, Selbst gebaut
Anhänger-Stecker
Anhänger-Transportsicherungsnetz
Ausrüstung – wie halte ich Ordnung im Auto?
Außenspiegel eisfrei halten
Auto-Mini-Büro
Autoscheiben: innen beschlagen
Autoscheiben: Kondenswasser innen
Autositze: Blutflecken entfernen
Befestigung der entladenen Waffe bei der Fahrt im Revier
Beladen des Heckträgers zur Wildbergung
Betriebsstoffe nachfüllen
Blutflecken von Autositzen entfernen
Deckel für die Mörtelwanne
Dellen im Jagdauto entfernen
Entladene Waffe bei der Fahrt im Revier (Befestigung)
Fahrrad-Heckträger/Wildträger
Fahrzeugtarnung
Frontschutzbügel: Wildbergegitter
Geruchsbelästigung im Auto entgegenwirken
Heckträger einfach beladen
Heckträger nur für Raubwild/Raubzeug
Heckträger: sauberer Wildtransport
Heckträger-Transportbox
Innen beschlagene Autoscheiben (Abhilfe)
Jagdauto (Worauf es ankommt)
Kleines Jagd-Auto – zusätzlicher Stauraum
Kondenswasser innen auf den Autoscheiben
Küchenpapier, Für alle Fälle mitnehmen
LED-Lichter bzw. Kabellampen
Lichttarnung
Mini-Kompressor
Mofa, Moped, Roller
Mörtelwannen für die Ausrüstung
Optimierung des Revierfahrrads
Ordnung im Auto (viel Ausrüstung)
Quad
Revierfahrrad (Optimierung)
Revierfahrrad (Transport der Waffe/Ausrüstung)
Revierfahrrad (Vorteile)
Sandbleche (Luftlandebleche)
Scheibenenteiser, Selbst gemacht
Schlechte Untergrundverhältnisse (Anfahrhilfe)
Schonbezüge fürs Jäger-Auto
Selbst gebaut: Anfahrhilfe
Selbst gefertigt: Waffenfutteral für die Kopfstützen des Autos
Selbst gemacht: Scheibenenteiser
Spannungswandler, Einsatz
Standheizung im Jagdauto
Stiefelknecht
Transport der Ausrüstung/Waffe am Revierfahrrad
Transport von Fallwild im „normalen“ Auto
Transportbox (Heckträger)
Transportsicherungsnetz (Anhänger)
Vorteile eines Revierfahrrades
Waffe bei der Fahrt zum Revier bzw. vom Revier nach Hause?
Waffenfutteral für die Kopfstützen des Autos, Selbst gefertigtes
Waffenhalterung im Waffenschrank oder am Auto, Zusätzliche (abnehmbare)
Waffentasche an den Kopfstützen des Autos befestigen
Wasserflasche zum Händewaschen
Werkzeugkiste bzw. Kommode fürs Jagd-Auto
Wild im Heckträger sauber transportieren
Wildbergegitter am Frontschutzbügel
Wildbergung (Heckträger einfach beladen)
Wildträger (Fahrrad-Heckträger)
Wildunfall – Transport im „normalen“ Auto
Zusätzlicher Stauraum (kleines Jagd-Auto)
Nach mittlerweile über 43 Jahren Berufstätigkeit, zwei veröffentlichten Büchern („Snipermilitärisches und polizeiliches Scharfschützenwissen kompakt“ und „Homedefense“, beide erschienen im ARES Verlag Graz) und 26 Jagdjahren bin ich zur Auffassung gelangt, dass ich mich auf meine wahre Leidenschaft – die Jagd – konzentrieren sollte. Der am Anfang des Jägerlebens flapsig getätigte Spruch gegenüber einem Prüfer der Jägerkorona („Zur Jagd geboren, zur Arbeit gezwungen“) bekommt aufgrund des bald bevorstehenden Ruhestandes eine ganz andere Gewichtung. Endlich Zeit! … Hoffe ich …
Im Lauf der Jagdjahre habe ich viel Erfahrung gesammelt und genug der kleinen und größeren Problemchen rund um die Jagd und die Ausrüstung kennengelernt. Viele dieser Ärgernisse können mit wenig Aufwand und etwas handwerklichem Geschick beseitigt werden und schonen sowohl das Nervenkostüm als auch die Magenschleimhäute und zudem den Geldbeutel des Jägers. Ich habe einige Anregungen über die Jahrzehnte hinweg in Jagdzeitschriften gelesen und übernommen bzw. abgeändert, bin auf viele Problemlösungen selbst gekommen oder habe mir Ideen von Jagdkameraden abgekupfert. Eine genaue „Ursachenforschung“ hinsichtlich der Urheberrechte ist mir hier im Verlauf eines Vierteljahrhunderts leider nicht mehr möglich. Möge der eine oder andere Leser verzeihen, wenn hier unbeabsichtigt „Ideenraub“ betrieben wurde. Bei einigen Themen war auch mal etwas Alkohol bei ausgelassener Stimmung im Kreise der Jagdkameraden im Spiel. Vielleicht kennen Sie das: Einer redet Blödsinn, ein anderer steigt etwas ernster auf diesen Blödsinn ein und der Dritte bringt einen gewinnbringenden Lösungsvorschlag. Andere Sachen entsprangen schlicht nur der Improvisation vor Ort bei der Revierarbeit oder in der Werkstatt aufgrund „Zeit- und Materialmangels“ bei akutem Bedarf. Wochenende oder Feierabend – Sie verstehen!
Meine Eltern entstammen der Kriegsgeneration (Jahrgänge 1924 und 1927) und waren von daher sehr sparsam. So lernte ich von Kindesbeinen an schon „Nachhaltigkeit“, als es diesen Begriff im normalen Sprachgebrauch noch gar nicht gab. Ein zusätzlicher Antrieb kam von Seiten jugendlicher „Klimaaktivisten“. Die outeten sich als Anhänger der „Heiligen Gretel aus Schweden“ (Greta Thunberg, „Klimaaktivistin“ und Schulschwänzerin, der die Bewegung „Fridays for Future“ zugeschrieben wird). Diese vier (drei Jungen und ein Mädel) vom Schulunterricht heimkehrenden Jugendlichen sahen mich häufig vor der Garage werkeln und warfen mir eines Tages tatsächlich vor, meine Generation (1964) und besonders ich würde durch den Ressourcenverbrauch ihre Zukunft und ihr Leben (speziell das des Mädchens) vernichten. Sie zeigten auf meinen bösen Pick-up, den ich als Revierfahrzeug und als besonders schlimmen Diesel auch täglich auf dem Weg zur Arbeit nutze (35 km einfach). Außerdem würde der Gebrauch meiner Werkzeuge unnötig Strom verbrauchen. Der Ausgang der Unterhaltung endete ungefähr 27:1 für den alten, weisen Mann. Deshalb habe ich zusätzlich den Ehrgeiz entwickelt, diesen jungen Menschen „Nachhaltigkeit“ zu beweisen. Viele der „Basteleien“ in diesem Buch bzw. für das Jagdrevier resultieren auf der Weiterverwendung von Gegenständen, die ich noch vor ein paar Jahren weggeworfen hätte. Man kann mich jetzt als Geizhals oder Sonderling ansehen, aber mir gefällt es schon seit Jugendzeiten, aus Altem etwas Neues zu machen, meinen Kopf anzustrengen und meine Hände zu benutzen – und nun konnte ich diesen jungen Menschen vorführen, was man alles weiterverwenden kann. Auch wenn es etwas länger dauert. Nebenbei bemerkt: Einer der vier Jugendlichen findet mich mittlerweile „voll cool“ und hilft sogar ab und zu mal mit, die anderen drei sind nach den beschriebenen ruhigen, sachlichen und faktenbasierten Unterhaltungen und Erklärungen ansatzweise auch bekehrt bzw. nehmen lieber einen anderen
Nachhauseweg, um nicht wieder argumentativ an die Wand genagelt zu werden. Läuft! Zumindest für mich. Ich versuche, Ansätze für Problemlösungen zu liefern, die zum Nachbau, Abändern oder einfach nur zum Zeitvertreib dienen.
Mir liegen besonders die Jungjägerinnen und Jungjäger am Herzen, die sich häufig bei der ungewohnten Revierarbeit alleine gelassen fühlen und aufgrund des schmalen Geldbeutels meinen, sie könnten das eine oder andere nicht erwerben oder erledigen. Darüber hinaus hoffe ich, dass diese Tipps und Anregungen eine Hilfe für alle Alters- und Handwerkerklassen bieten. Gelernte Handwerksmeister mögen mir in den jeweiligen Themengebieten etwaige Fehler zugestehen. Ich habe in einem „anderen Leben“ das Handwerk des Schreiners erlernt und dann beruflich eine völlige Umorientierung vollzogen. Schweißen habe ich nie gelernt, Mauern ebenso wenig, ich bin kein Elektriker, Schneider, Landwirt oder Sattler, aber ich habe keine Berührungsängste und freue mich immer wieder, handwerklich etwas Neues auszuprobieren oder zu erlernen. Natürlich geht auch einmal etwas schief und ich produziere Ausschuss! Aber das treibt mich normalerweise nur noch stärker an. Fehlt mir ein Werkzeug und ich habe passendes Material, baue ich mir so manches lieber selbst, bevor ich eine Unmenge Geld ausgebe. Das schont den Geldbeutel und ich gehe meiner Frau nicht auf die Nerven! Vor diesem Hintergrund bitte ich bei den Meistern um Nachsicht, wenn manche Lösungen lediglich „Heimwerker- oder Bastlerniveau“ haben.
Bei den zwischen den Bastelarbeiten eingefügten Überlegungen und Informationen zu verschiedenen Themen will ich mich definitiv nicht als „Jagdpapst“ in Szene setzen, das bin ich nicht! Dennoch möchte ich einige mir besonders wichtig erscheinende Themen ansprechen und zum Nachdenken anregen. Viele Jäger mögen in den thematisierten Bereichen völlig andere Erfahrungen gemacht oder Ideen gehabt haben. Ich schildere hier lediglich meine persönlichen Erfahrungen in den Revieren, die ich als Jagdaufseher betreue oder betreute.
Dieses Buch soll zur Eigeninitiative anregen und Denkanstöße liefern, um zur Lösung eigener Schwierigkeiten beizutragen und vielleicht sogar dazu animieren, ein „Bastelfuchs“ zu werden. Das Buch erhebt keinen Anspruch auf Perfektion oder vollständige Übermittlung sämtlicher notwendiger Ratschläge, das kann es auch aufgrund des umfangreichen jagdlichen und handwerklichen Wissensgebietes nicht! Es ist lediglich eine kleine Hilfestellung. Ich wäre in meiner jagdlichen Anfangszeit froh gewesen, wenn ich eine „Bastelfibel“ fürs Jagdrevier gehabt hätte und geballt Praxistipps hätte nachlesen können. Mit dieser Einleitung möchte ich den Leser nun in eine hoffentlich kurzweilige und hilfreiche Lektüre entlassen.
Viel Spaß beim Nachbauen oder Entwickeln eigener Ideen, passen Sie auf Ihre Finger auf und beachten Sie die Unfallverhütungsvorschriften. Für eventuelle Unfälle kann ich keine Haftung übernehmen.
Stefan Straßer, Dezember 2024
PS: Apropos Haftung: Wissen Sie, warum in Amerika die Gewehrläufe so lang sind? Damit die ganzen Warnhinweise darauf Platz finden!
Band 1 bis Band 4
Ich hatte meine Tipps, Anleitungen und Ratschläge rund um die Jagd ursprünglich als ein Werk geplant. Der Verlag hat nach Prüfung des umfangreichen Manuskriptes vorgeschlagen, mehrere Bände daraus zu machen, anstatt einen „Mega-Wälzer“ mit rund 650 Seiten. Daher möchte ich den Aufbau der Buchreihe erklären. Bei der Überlegung, wie denn die Ratschläge thematisch am besten gegliedert werden sollten, erschien mir und meiner Lektorin die nachfolgende Reihung am sinnvollsten.
Womit fängt man an, wenn man zur Jagd geht? Man zieht sich seine Jagdbekleidung an, greift sich die erforderliche Ausrüstung, die Waffen und die Munition, das Werkzeug, packt alles ins Auto. Daher geht es im ersten Band um all diese Themen und vor allem darum, wie man Kleidung, Waffenaufbewahrung, das Jäger-Auto usw. optimieren kann.
Der zweite Teil der Buchreihe widmet sich all den Revierarbeiten, die nötig sind, um ein Revier gut bejagbar zu machen. Es geht z. B. um das Anlegen und Pflegen von Pirschsteigen, um Anleitungen zum Bau und zur Verbesserung von Ansitz- und Fütterungseinrichtungen bis hin zu Tipps rund um die Jagdhütte.
Was man im Jagdkurs theoretisch über verschiedene Jagdarten gelernt hat, wird im dritten Teil der Buchreihe vom Autor praxisnah vertieft. Eine Hilfestellung für junge Jäger, die Jagd weidgerecht auszuüben sowie hilfreiche Praxis-Tipps für Ansitz-, Drück-, Blatt-, Fuchs- und Nachtjagd u. v. m.
Im vierten Teil geht es um den Umgang mit erlegtem Wild: Auch hier lernen Jungjäger vom erfahrenen Autor, wie sie mit der „Beute“ umgehen. Praktische Tipps zur Bergung des Wildes, Anleitungen zu dessen Versorgung und Anregungen, das hochwertige und gesunde Wildbret zu kulinarischen Köstlichkeiten zu verarbeiten. Und natürlich dürfen Anleitungen und Tipps zur Trophäenpräparation nicht fehlen.
Eingestreut in die einzelnen Teile gibt es noch „Sonstiges“ für Tipps und Helferlein, die sich keinem Kapitel richtig zuordnen lassen. Ein kleiner Ausflug in die Weidmannssprache soll das Werk abrunden.
Zu allen Bereichen gibt es etwas zu sagen, zu basteln, zu improvisieren, zu reparieren, zu tüfteln, zu verbessern und zu lernen. Ich hoffe, dass ich mit dieser Gliederung einen sinnvollen und logischen Aufbau vollzogen habe, dem auch leicht zu folgen ist.
Band 1: Ausrüstung
Wer jetzt erwartet, dass „DIE“ Empfehlung für genau „DAS EINE“ Produkt kommt, wird enttäuscht werden. Nichts im Leben ist individueller als die Auswahl der Kleidung. Deshalb möchte ich zunächst einen groben Überblick geben, was unbedingt sein muss und später verschiedenste „Verbesserungsvorschläge“ und andere praktische Tipps die Jagdkleidung betreffend anführen.
Ich teile meine Jagdbekleidung grob in Sommer- und Winterkleidung auf und verwahre die nicht benötigte Kleidung in einem Seesack auf, sodass sie bis zum nächsten Einsatz in einem halben Jahr nicht verstaubt.
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dünne Jagdkleidung mit langen Ärmeln
■
stabiles Schuhwerk
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Kopfbedeckung nach Wunsch (Hut oder Kappe)
■
Sommerkleidung je nach Witterung oder Wind „aufrüsten“
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Funktionsunterwäsche dünn und dick (erst die Socken anziehen, dann die lange Unterhose; so rutschen die Socken nicht so leicht beim Gehen), Feuchtigkeitsableitende Wäsche direkt auf der Haut, dann die wärmende Schicht Unterwäsche.
■
Jagdhose, wenn möglich aus Loden oder mit Winterfutter
■
Pullover, darüber Fleecejacke (evtl. mit dünner Kapuze)
■
Überhose/Kälteschutzhose; Hosenträger hinten und vorne über Kreuz
■
Winterstiefel/Gummistiefel mit Neoprenfutter (Gummistiefel hinterlassen meiner Erfahrung nach die geringste Geruchssignatur)
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Jagdjacke aus Faserpelz oder Loden, zusätzliche Kälteschutzjacke oder Mantel
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dunkle Fingerhandschuhe und/oder Fäustlinge
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Wollschal, Schlauchschal, Sturmhaube oder Shemagh („Palästinenser-Tuch“)
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warme Mütze mit Ohrenklappen und Mützenschild
Fazit:
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Jagdkleidung muss zweckmäßig, lageangepasst, warm oder kühlend (je nach Temperatur und Jahreszeit), witterungsbeständig, robust und leise sein.
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Ziehen Sie an, worin Sie sich wohlfühlen, Sie sind auf der Jagd und nicht auf dem Laufsteg!
Es gibt äußerst funktionale und modisch geschnittene Jagdbekleidung in einfach brauner oder olivgrüner Farbe oder mit Tarnmustern, mit Klima- und Geruchsstopper-Membran, mit oder ohne Kniepolster oder Warnfarbe, wasserdicht und atmungsaktiv, aber auch nicht unbedingt günstig. Andererseits spielt – besonders bei Jungjägern – der Geldbeutel eine große Rolle. So wird der durch Jagdkurs und durch die Erstanschaffung der Waffen und Zieloptik finanziell geschröpfte Jagdneuling wahrscheinlich auf den Surplus-Handel (Handel mit neuer oder gebrauchter Militärkleidung und -Ausrüstung) zurückgreifen und sich (gebrauchte) Militärkleidung kaufen. Wenn ich an meine Jungjägerzeit denke, war das genau so! „Für den Wald tut’s das schon noch!“ Was habe ich mich geärgert, als ich mir als Jungjäger eine zivile und definitiv nicht gerade günstige Jagdhose gekauft und diese beim ersten Arbeitseinsatz an einem rostigen Nagel eingerissen habe … so war für mich der künftige Bekleidungsweg vorgegeben: Bundeswehrklamotten für die Arbeit und Individualjagd, „modischere“ Jagdkleidung für die Gesellschaftsjagd.
Im deutschsprachigen Raum ist es meiner Erfahrung nach durchaus so, dass aus der bäuerlichen Jagdkultur heraus ältere Trachtenjacken und -hosen sowie Lodenmäntel oder Walkjanker aufgetragen werden. Scheuen Sie sich nicht, auch die „Krachlederne“ auszuführen, wenn es üblich und sinnvoll ist. Wer aber wie ich in einem Zecken-Risikogebiet jagt, wird auch im Sommer eine lange Hose bevorzugen.
In den 1990er Jahren erfolgte bei der deutschen Bundeswehr die Umstellung von „Steingrau-oliv“ auf „Flecktarn“, sodass die olivgrüne Bekleidung im Militär-Gebrauchtwarenhandel billig zu erstehen war. Ebenso stellten etwa zu der Zeit andere Länder ihr Militär von „einfarbig“ auf „fleckig“ um, sodass selbst Hosen und Jacken in Lodenstoff günstig zu kaufen waren. Ich denke hier z. B. auch an die „Filzlaus“ der Bundeswehr oder die schwedische oder belgische Armee. Spätestens hier begann meine persönliche Zuneigung zu kratzigem Loden, besonders in der Übergangszeit und im Winter. Loden hält einfach ewig im Vergleich zu meiner anderen Jagdkleidung. Meine Jagd-Goretexjacke hat schon die eine oder andere Stelle, an der sich vom Lagerfeuer abspringende Glut durchgebrannt hat. Die Lodenbekleidung hat mehr Lagerfeuer-Einsätze hinter sich als alle anderen Sachen, aber sie hat noch kein einziges Loch. Die Membran in moderner Jagdkleidung unterliegt der Alterung und wird irgendwann einmal brüchig und durchlässig. Wenn Sie übermäßig auf Mode Wert legen, sind Sie nach ein paar Jahren wieder in der Beschaffung und müssen wieder viel Geld in die Hand nehmen.
Surplus versus „Tracht“ – eine deutliche Klarstellung: Nur weil meinerseits häufiger der Blick in Richtung Militär-Gebrauchtwarenhandel gelenkt wird, heißt das nicht, dass Sie nur dort einkaufen sollen. Häufig kann man aber genau dort zu einem unschlagbar günstigen Preis Taschen, Werkzeug oder Kleinmaterial finden. Aber Sie sollen nicht in vollständiger „Uniform“ mit Koppelzeug den Eindruck bei Spaziergängern erwecken, als wären sie in einem Manövergebiet! Das trägt ein völlig falsches Bild in die Öffentlichkeit! So etwas mache ich nicht, auch wenn auf den Fotos, die großteils extra für das Buch gemacht wurden, manchmal der Eindruck entstehen mag – das liegt aber wie gesagt daran, dass ich für die Arbeit im Revier oder in der Werkstatt häufig meine gebrauchten Militärklamotten trage. Eine sinnvolle Kombination bildet die richtige Essenz.
Seit der Einführung atmungsaktiver Membranen bei Outdoor- und Jagdbekleidung ist die Imprägnierung und Pflege der Oberbekleidung in der Bevölkerung etwas in den Hintergrund getreten. Ist ja auch bequemer. Sollte dann doch einmal etwas Regen durch die Nähte sickern oder die Membran zu alt und damit brüchig werden, bietet der Handel Nahtdichtungsmittel und Imprägniersprays. Ich selbst habe auch eine Goretex-Jagdjacke, nutze sie aber trotzdem relativ selten. Sie ist leicht, warm, bequem, aber mir ist sie schlicht auch zu laut. Ich trage lieber meinen alten Bundeswehr-Parka, Militär(Tarn)jacken oder Lodenkleidung. Als Imprägnierung der Jagdbekleidung (außer für Loden) verwende ich selbst hergestelltes Imprägnierwachs. Mir war wieder einmal das fabrikmäßig hergestellte Imprägnierwachs (das ich auch ausprobiert habe) zu teuer. Ein kleiner Block Grönlandwachs von z. B. Fjällräven für 10 € (= über 100 €/kg, qualitativ definitiv hochwertig) hat mich etwas erschreckt. So kam ich auf die Idee, das Wachs selbst herzustellen. Das Mischungsverhältnis beträgt 9:1 bzw. 8:2 Teile Paraffinwachs (Teelichter) zu Bienenwachs. Das Paraffin gibt es zu einem Zehntel des Imprägnierwachs-kg-Preises im Onlinehandel und das Bienenwachs vom Imker des Vertrauens vielleicht sogar geschenkt. Sie müssen nur die Komponenten im Wasserbad schmelzen und verrühren. Bitte nicht auf offener Flamme schmelzen, das Wachs könnte anfangen zu brennen. Einen Wachsbrand können Sie nicht mit Wasser löschen! Gießen Sie das geschmolzene und gründlich vermischte, flüssige Wachs in einen kleinen Behälter und lassen Sie es auskühlen.
Den zu imprägnierenden Bereich gleichmäßig und dicht mit Wachs einreiben und anschließend erwärmen, bis sich das Wachs verflüssigt und vom Stoff aufgesaugt wird. Sie können auch mit dem Bügeleisen mit dazwischen gelegtem Backpapier arbeiten. Stufe „2“ am Bügeleisen reicht aus.
Beim Imprägnieren gehen Sie dann folgendermaßen vor: Reiben Sie das Wachs direkt in die Jackenfasern ein, bis ein durchgehender, weißlicher Film auf der Jacke oder Hose erscheint. Gut, das dauert eine gewisse Zeit und nervt auch etwas. Anschließend nehmen Sie eine Heißluftpistole (niedrigste Stufe) oder einen Fön, stellen ihn auf Stufe „2“ und wärmen mit dem Luftstrahl das Wachs an, bis es sich verflüssigt und vom Stoff aufgesogen wird. Der weißliche Farbton verschwindet und der Stoff erhält seine ursprüngliche Farbe zurück. Eventuell müssen Sie die Prozedur nochmal wiederholen, aber der Stoff ist definitiv wasserabweisend.
Der gewachste Baumwollstoff lässt Wasser abperlen.
Allerdings muss ich noch einen Nachteil erwähnen. Die Atmungsaktivität des Stoffes leidet darunter. Deshalb wachse ich meine Jacken und Hosen nur partiell (Parka: Kapuze, Schulterbereich und Oberseite der Ärmel; Hose: Vorderseite; Rucksack: alles, außer dem Rückenteil, meine Zeltbahnen und Jagdtaschen komplett).
Nach dem Wachsen fühlt sich der Stoff „speckig“ an und ist auch geringfügig „steifer“ geworden. Sie können das ja mal ausprobieren. Sollten Sie mit dieser Art der Imprägnierung nicht zufrieden sein, haben Sie Ihre Kleidung deshalb nicht ruiniert. Das Wachs geht beim Waschen wieder raus! Da die Wachs-Imprägnierung mit der Zeit nachlässt, müssen Sie diese also immer wieder einmal wie beschrieben auffrischen.
Sie lassen sich leichter entfernen, wenn das Harz gefroren ist. Im Winter lassen Sie bei Frost die Kleidung draußen hängen, sonst legen Sie das Kleidungsstück für einige Zeit ins Gefrierfach. Die groben Harzstücke können Sie leicht abkratzen, eventuell verbliebene Rückstände reiben Sie am besten gut mit Speiseöl ein und verfrachten das Stück dann in die Waschmaschine. Es sollte nach dem Waschen kein Harz mehr vorhanden sein.
Das gilt auch ähnlich für harzverklebte Hände. Reiben Sie vor dem Waschen Ihre Hände mit etwas Speiseöl oder notfalls Butter ein und waschen Sie sie erst dann mit Wasser und Seife.
So praktisch Klettverschlüsse auch sind, so üben sie doch auf alles Mögliche eine ungeahnte Anziehungskraft aus. Besonders Hundeführer, die ihre Vierbeiner ständig im Einsatz haben und sie mit einer Schutzweste versehen, können das bestätigen. Kletten, Haare, Gras und Schmutz verhindern mit der Zeit ein adäquates Verschließen und sicheren Halt. Wenn ein Klettverschluss „verstopft“ ist, hilft der Einsatz einer Messingbürste oder Zündkerzenbürste. Bürsten Sie das Klettband einfach frei. Das ist zwar etwas mühselig, aber die Kletthaken werden in der Regel nicht beschädigt und das Klettband ist anschließend wie neu.
Ich persönlich sehe den Gebrauch von Klettverschlüssen an der Jagdkleidung eher gemischt. Sicher ist die Benutzung bequem, weil ich nicht umständlich einen Knopf einfädeln muss, wenn ich eine Jackentasche verschließen will. Allerdings ist beim Öffnen einer Klettverschluss-Taschenpatte die Geräuschentwicklung besonders in der Nacht beeindruckend!
Mit einer Draht- oder Messingbürste kann das Klettband gesäubert werden.
Besonders bei Kälte hat wohl jeder Jäger das Problem, mit Handschuhen den kleinen Zipper an der Jagdjacke oder dem Rucksack greifen zu können. Ich bringe deshalb u. a. Lederlaschen am Reißverschluss an. Eine Bekannte machte noch den Vorschlag, ich solle doch die Lederlaschen so groß dimensionieren, dass ich Löcher in das Leder stanzen kann, so könnte ich in diese Löcher Patronen stecken und hätte diese schnell greifbar, wenn ich mit Drilling oder Bockbüchsflinte jagen würde. Das ist einen Gedanken wert, ich habe das noch nicht ausprobiert, befürchte aber den Verlust der einen oder anderen Patrone in der Dunkelheit oder im Dickicht.
Lederlasche oder eine Kunststoffperle mit Nylonschnur am Zipper befestigen.
Grundsätzlich sollte der Jäger ganzjährig eine Kopfbedeckung tragen. Sie schützt das Haupt im Sommer vor direkter Sonnenbestrahlung und im Winter vor Kälte. Abgesehen davon bietet sie auch Schutz vor Verletzungen, wenn Sie sich mit dem Kopf einmal stoßen sollten. Es ist zumindest eine Stoff- oder Filzschicht zwischen Haut und Ast. Abgesehen davon kann die Kopfbedeckung schon einmal als weiche Gewehrauflage dienen.
Auf Gesellschaftsjagden ist es Vorschrift, auffällige Warnkleidung zu tragen. Besonders im Herbst und Winter nutze ich eine Wintermütze der Bundeswehr in „Signalrot“. Leider gibt es an ihr wie auch an vielen im Handel erhältlichen Mützen und Baseballcaps keine Schlaufe, an der der überreichte Erlegerbruch befestigt werden kann. Deshalb können Sie einfach von der Innenseite her zwei Sicherheitsnadeln durch die Mütze stechen, sodass außen zwei übereinanderliegende Stege entstehen. Dort kann der Bruch eingesteckt und befestigt werden.
Durch zwei von innen befestigte Sicherheitsnadeln kann auch auf einem Besaballcap ein Erlegerbruch befestigt werden.
Besonders in der Übergangszeit liebe ich meine Feldmütze aus Lodenstoff, da ich mit ihr bei unangenehmem Wind durch Herabklappen des Ohrenschutzes auch Nacken und Ohren wärmen kann. Hinsichtlich des Erlegerbruchs habe ich hier einfach einen breiteren Lodenstreifen angenäht. Von außen unsichtbar, nimmt dieses kleine Accessoire den Bruch sicher auf.
Apropos: Da immer wieder Diskussionen ausbrechen, wie und wo der Erlegerbruch zu tragen ist, hier nochmal eine Gedächtnisauffrischung mit einem Merksatz
„R“echts wie „R“ehbock, „L“inks wie „L“eiche.
Der Erlegerbruch kommt rechts an die Kopfbedeckung, mit der Oberseite nach außen. Bei einer Beerdigung trägt man den Trauerbruch links am Hut, mit der Unterseite nach außen. Am offenen Grab wird der Trauerbruch vom Hut genommen und ins offene Grab geworfen.
Meine Bergmütze mit abklappbarem Ohrenschutz und angenähtem Lodenband.
Zur Abwehr dieser lästigen Plagegeister kann man zur „Chemischen Keule“ in Form von Sprays oder zum Einreiben greifen. Allerdings besteht die Gefahr, dass man damit das begehrte Wild verstänkert oder mit Hautausschlag auf die Mittel reagiert. Dann bleiben also noch Verdunstergeräte (siehe „verstänkern“) oder das Moskitonetz, das man sich über den Kopf zieht. Leider sind viele der im Handel erhältlichen Moskitonetze relativ eng geschnitten, sodass sie an der Haut anliegen und die Plagegeister einfach durch die Maschen in die Haut stechen.
Ein etwas anderer Weg: Beim Discounter fand ich ein schwarzes Kunststoff-Moskitonetz, wie es für Fliegenschutzgitter an Tür und Fenster verwendet wird. Der niedrige Preis gab den Ausschlag zum Kauf. So schnitt ich mir ein Stück in den Maßen 80 × 80 cm herunter und trennte in der Mitte ein Loch mit ca. 18 cm Durchmesser heraus bzw. schnitt es kreuzweise in der Mitte ein, sodass es über meinen Jagdhut passte, ohne über die breite Krempe zu rutschen. Der Rand des Netzes wurde umlaufend innen und außen eingefasst. Den unteren Rand des angelegten Moskitonetzes können Sie entweder in die Jacke stecken oder mit einer Bleischnur versehen. Das Moskitonetz ist geräumig genug, um nicht an der Kopfhaut oder am Hals anzuliegen. Die schwarze Farbe gewährt guten Blick nach außen und dunkelt das helle Gesicht ab.
Oft hilft auch ein sogenannter Netzschal, wie Sie ihn im Handel erstehen können. Mit ihm können Sie alternativ auch Waffe und Ausrüstung abtarnen.
Manchmal finden trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein paar dieser stechenden Plagegeister einen Weg zur Haut und „machen ihren Job“. Als Soforthilfe gegen Juckreiz hilft bei mir, wenn ich sofort mit dem Fingernagel ein Kreuz über dem Stich in die Haut drücke.
Moskitonetz unter der Kapuze meiner Jagdjacke
Moskitonetz über Hut bzw. Feldmütze
Jägergrün, Olivgrün, Erdbraun, Earth-khaki, Steingrau-oliv, Mausgrau, Feldgrau und wie die Farbtöne alle heißen – alle gedeckten Farben eignen sich zum Tragen bei der Jagd. Sie sollen lediglich einigermaßen in die Umgebung passen. Da Wild Farben anders wahrnimmt als der Mensch, gibt es auch „Ausreißer“. Dazu später mehr.
Als ich meinen Jagdschein machte, war die Verwendung von Tarnmustern bei der Jagdkleidung noch verpönt. Während in anderen Ländern der Gebrauch militärischer oder ziviler Tarnmuster bei der Jagd bereits gang und gäbe war, ging man in Deutschland noch traditionell „einfarbig in Jägergrün“ zur Jagd. Lediglich die grau-olive Bundeswehr-Moleskinbekleidung, die bis Ende der 1980er Jahre dienstlich getragen wurde, eroberte die Lodenfraktion im Sturm. In meinem jagdlichen Umfeld kenne ich jedenfalls nur wenige Jäger, die nicht mindestens ein derartiges Kleidungsstück hatten. Zugegeben, die Bundeswehrhose im Moleskinstoff, das Feldhemd, der Parka und der Pullover sind aber auch bequem! Darüber hinaus trage ich heute noch meine alte Schwedische Lodenuniform in Feldgrau oder die Bundeswehr-„Filzlaus“ während der Übergangszeit und im Winter. Mit der Entwicklung ziviler Tarnmuster (Treebark, Realtree, Wetlands, Max4
