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Den Frieden bewahren: Die Liebe eines Wandlers zu Spiel und Spaß bietet ihm die Chance auf den ultimativen Preis … wenn er daran denkt, dass es nicht nur ums Gewinnen geht. Über ein Jahrhundert lang arbeitete Lachlan Addair als Vollstrecker für den Wandlerrat. Als die Regierungsbehörde beschloss, eine neue Ermittlungsabteilung zu gründen, war Lachlan der Erste, der sich freiwillig meldete. Eine Wandlergruppe zu infiltrieren und auszukundschaften, ohne erwischt zu werden, ist genau das Richtige für seine neugierige Katze. Als Lachlans Pflicht, die Ursachen von Streitigkeiten innerhalb eines Luchsrudels zu melden, ihn unentdeckt auf das Anwesen von Ratsmitglied Goldstein schleichen lässt – natürlich nur zum Spaß –, stolpert Lachlan über Thad – seinen Gefährten. Leider ist der wilde Truthahnwandler abweisend und unfreundlich. Er traut Lachlan nicht und macht kein Geheimnis daraus, dass seiner Meinung nach die Anziehungskraft zwischen Gefährten nichts anderes ist als fehlgeleitete Pheromone – etwas, das er entschlossen ist zu ignorieren. Lachlan liebt knifflige Aufgaben und lässt sich nicht abschrecken. Er bewundert Thads Loyalität und nutzt seine umfangreichen Fähigkeiten, um selbst ein wenig davon zu erlangen. Als Lachlan beim Abschließen eines Falles verletzt wird, könnte das der Auslöser sein, der Thad veranlasst, ihn abzulehnen – Lachlans Job könnte schließlich große Gefahr für Thads Schwarm bedeuten – aber wird Thad ihn wirklich seines Weges schicken? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Weltordnung der Wandler ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 34.000 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2021
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
ÜBER CHARLIE RICHARDS
LESEPROBE:
Katze aus dem Sack
Den Frieden bewahren: Die Liebe eines Wandlers zu Spiel und Spaß bietet ihm die Chance auf den ultimativen Preis … wenn er daran denkt, dass es nicht nur ums Gewinnen geht.
Über ein Jahrhundert lang arbeitete Lachlan Addair als Vollstrecker für den Wandlerrat. Als die Regierungsbehörde beschloss, eine neue Ermittlungsabteilung zu gründen, war Lachlan der Erste, der sich freiwillig meldete. Eine Wandlergruppe zu infiltrieren und auszukundschaften, ohne erwischt zu werden, ist genau das Richtige für seine neugierige Katze. Als Lachlans Pflicht, die Ursachen von Streitigkeiten innerhalb eines Luchsrudels zu melden, ihn unentdeckt auf das Anwesen von Ratsmitglied Goldstein schleichen lässt – natürlich nur zum Spaß –, stolpert Lachlan über Thad – seinen Gefährten. Leider ist der wilde Truthahnwandler abweisend und unfreundlich. Er traut Lachlan nicht und macht kein Geheimnis daraus, dass seiner Meinung nach die Anziehungskraft zwischen Gefährten nichts anderes ist als fehlgeleitete Pheromone – etwas, das er entschlossen ist zu ignorieren. Lachlan liebt knifflige Aufgaben und lässt sich nicht abschrecken. Er bewundert Thads Loyalität und nutzt seine umfangreichen Fähigkeiten, um selbst ein wenig davon zu erlangen. Als Lachlan beim Abschließen eines Falles verletzt wird, könnte das der Auslöser sein, der Thad veranlasst, ihn abzulehnen – Lachlans Job könnte schließlich große Gefahr für Thads Schwarm bedeuten – aber wird Thad ihn wirklich seines Weges schicken?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.
Weltordnung der Wandler ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.
Länge: rund 34.000 Wörter
CHARLIE RICHARDS
Katze aus dem Sack
Weltordnung der Wandler 2
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „The Cat That Snared The Tom“: Charlie Richards
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2021
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
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Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.
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Bitte beachten:
Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.
Widmung
Sicherheit ist meistens ein Irrglaube. Sie existiert weder in der Natur, noch erleben sie die Menschenkinder als Ganzes. Das Vermeiden von Gefahren ist auf lange Sicht nicht sicherer als die direkte Exposition. Das Leben ist entweder ein gewagtes Abenteuer oder nichts.
~ Helen Keller
„Ich sagte, bestrafe ihn, nicht töte ihn.“
Vollstrecker Darnell, Chef-Vollstrecker des Courtier-Luchsrudels, antwortete nicht auf Alpha Paxtons gemurrten Kommentar. Stattdessen schwang er die Peitsche und hinterließ einen weiteren Striemen auf der Kehrseite des jungen Mannes. Der große Gestaltwandler grinste, als er die Schreie des Mannes hörte, den er auspeitschte.
„Mach dir keine Sorgen“, kommentierte Darnell schließlich und wandte sich von dem Blonden ab, der zwischen zwei Pfosten festgeschnallt war. „Er wird später noch in der Lage sein, deinen Schwanz zu lutschen.“
Er konzentrierte sich wieder auf den gefesselten Mann und beugte sich vor. Darnell packte das Kinn des kleineren Mannes zwischen Daumen und Zeigefinger und drückte mit seinem Griff den Kopf des Mannes nach oben und hinten. Selbst dann hielt der Mann seine Lider auf Halbmast, so dass er Darnells Blick nicht traf.
„Du bist immer noch fähig, den Schwanz des Alphas zu lutschen, nicht wahr, Blane, und auch mit viel mehr Begeisterung“, gurrte Darnell grausam. „Richtig?“
„Ja, Vollstrecker“, flüsterte Blane.
„Ich habe seinen Arsch nicht verunstaltet, Alpha“, fuhr er fort und rieb den mit einer Jeansshorts bedeckten Hintern des Manens. „Nur für den Fall, dass du dich entscheidest, ihn zu ficken.“
Alpha Paxton rollte mit den Augen, als er seine Hände in die Taschen schob. „Ich ficke keine Männer“, sagte er mit kühlem Ton. „Ich habe jede Menge Frauen dafür.“
Vollstrecker Darnell ließ Blane los und trat von ihm weg, während er den Alpha angrinste. „Du weißt nicht, was dir entgeht“, sagte er mit einem Lachen. Sein Blick kehrte zu Blane zurück und konzentrierte sich auf den Arsch des jungen Mannes. Darnell rieb sich den Schritt und befingerte seinen Schwanz durch die Cargo-Shorts, die er trug. Seine Erektion wurde durch den Stoff deutlich umrissen. „Der Druck, die Umklammerung, so eng und seidig“, murmelte er heiser.
„Du kennst die Regeln“, sagte Alpha Paxton und seine Augen verengten sich vor offensichtlichem Ärger. „Ihr Mund, wenn sie sechzehn werden, ist in Ordnung, aber nimm ihnen nicht die Jungfräulichkeit, bis sie achtzehn sind.“
„Ja, Alpha.“ Auch wenn Vollstrecker Darnells Worte richtig waren, war sein Ton es nicht.
Offensichtlich hatte Alpha Paxton das bemerkt. Der schwarzhaarige Mann knurrte tief in seinem Hals, ehe er fauchte: „Wenn ich entdecke, dass irgendjemand diese Regel bricht, wird er derjenige sein, der an diese Pfosten gebunden ist.“ Ohne auf eine Antwort zu warten, drehte er sich auf dem Absatz um und begann davon zu stapfen, wobei er über die Schulter rief: „Lass Lorelei seine Wunden versorgen. Dann bring ihn zurück in sein Zimmer in meiner Hütte.“
„Ja, Alpha“, wiederholte Darnell und klang etwas unterwürfiger. Nachdem der Alpha den Pfad entlang verschwunden war, wandte sich der Vollstrecker wieder an Blane. Er trat dicht an ihn heran. „Bald“, gurrte er und legte seine Hände auf die Hüften des jungen Mannes. Darnell schob eine herum, um den Schritt des schlanken, blutenden Wandlers zu begrapschen, während er mit der anderen Hand seinen Arsch drückte. „Sehr bald werde ich es genießen, mit dir zu spielen, Blane.“
Man musste anerkenne, dass der junge Mann sich überhaupt nicht bewegte und auch nicht reagierte. Darnell betatschte ihn noch einige Sekunden lang, ließ ihn dann los und schritt den Weg entlang. Mit der Peitsche über der Schulter pfiff er eine flotte Melodie.
Sobald der Vollstrecker außer Sicht war, entkam Blane ein Wimmern.
Lachlan Addair sah von einem sieben Meter weit entfernten Baum aus zu und schluckte die aufsteigende Galle hinunter. Die Taten des inneren Kreises dieses Luchsrudels waren mehr als verabscheuungswürdig. Er grub seine Krallen in den Ast und zügelte den Drang, sich auf den Weg zu machen und den jungen Mann zu retten.
Lachlan wusste, dass damit nur der Verdacht derer geweckt würde, die im Rudel herrschten. Wahrscheinlich würde auch Lorelei deswegen Schwierigkeiten bekommen, da sie diejenige wäre, die Blanes Verschwinden melden müsste.
Nachdem Lachlan die Taten von Alpha Paxton, Beta Gentrus, Vollstrecker Darnell und Vollstrecker Creasis beobachtet hatte, entschied er, dass das Rudel aufgelöst werden musste. Die Handlungen der Anführer waren mehr als verwerflich. Die Mitglieder des inneren Kreises würden für ihre Verbrechen gegen ihre eigene Art mit dem Tod bestraft werden, ein paar andere – die Mitläufer – würden von Fall zu Fall verurteilt werden, und der Rest der Wandler würde in neuen Rudeln untergebracht.
Lachlan entdeckte Lorelei, die durch die Bäume kam. Die Luchswandlerin war die Heilerin und Hebamme des Rudels. Nach allem, was Lachlan von der älteren Frau gesehen hatte, war sie gut in ihrem Beruf und stand genauso unter der Kontrolle des Alphas wie alle anderen.
Gefangene in ihrem eigenen Rudel.
Sobald Lachlan gesehen hatte, wie Lorelei begann, mit Blane zu sprechen, zog er sich auf dem Ast zurück. Als sein Hintern gegen den Stamm stieß, drehte er sich um und sprang zu einem anderen Ast. Lachlan benutzte die Bäume, hielt sich vom Boden fern, um seinen Geruch zu verbergen, und verließ das Gebiet des Courtier-Rudels.
Lachlan bewegte sich schnell, auf seine Aufgabe konzentriert. Nachdem er schon über ein Jahrhundert als Vollstrecker für den Wandlerrat arbeitete, hätte er sich in jedes der Häuser des inneren Kreises schleichen und sie ermorden können. Er hätte sich deswegen auch nicht schlecht gefühlt.
Nur war das nicht mehr seine Berufsbeschreibung.
Über ein Jahr zuvor hatte der Rat beschlossen, ein neues Team von Wandlern zu bilden. Die Gruppe würde aus bestens in Spionage ausgebildeten Personen zusammengesetzt werden, da sie ein Wandlerterritorium infiltrieren und überwachen mussten, ohne entdeckt zu werden. Nach Überprüfung der Bewegungen einer Gruppe würde der Ermittler dem Rat Bericht erstatten.
Lachlan war der erste gewesen, der sich freiwillig gemeldet hatte. Er war bereit für eine Veränderung gewesen. Außerdem gefiel ihm die Idee, sich an Orte zu schleichen und die Dynamik eines Rudels herauszufinden – schließlich war er ein schottischer Wildkatzen-Wandler.
Neugierig zu sein lag in seiner Natur.
So sehr Lachlan es auch mögen würde, den gesamten inneren Kreis in ihren Betten abzuschlachten, er hatte Vorgehensweisen zu befolgen. Er musste seine Ergebnisse dem Rat melden und die Erlaubnis einholen … und Ressourcen. Die Auflösung des inneren Kreises würde Chaos im Rudel hinterlassen.
Ganz zu schweigen von der gewaltigen Menge an Berichten, die ich schreiben müsste.
Der Rat musste Ressourcen vorbereiten, um verletzten Rudelmitgliedern zu helfen und die Gestaltwandler in verschiedenen Rudeln unterzubringen. Es bestand auch die Möglichkeit, dass der Rat einen neuen Alpha im Sinn hatte. Dann würden sie diesem Gestaltwandler helfen, sich einzuleben, und der Gruppe Stabilität und Sicherheit bieten.
Lachlan konnte das alles nicht alleine machen. Trotzdem wollte er den Ball so schnell wie möglich ins Rollen bringen. Während er rannte, überlegte er, welches Ratsmitglied am besten zu erreichen wäre.
Nachdem Lachlan mit den meisten Männern schon jahrzehntelang zusammengearbeitet hatte, hatte er eine ziemlich gute Vorstellung davon, wer schnell helfen und wer es langsam angehen würde … aus dem einen oder anderen Grund.
Ratsmitglied Shane Alvaro war ein Wolfswandler und ganz neu im Rat, also würde alles, was er tun wollte, abgesegnet werden müssen. Das bedeutete, dass er rausfiel. Ratsmitglied Georgio Peregrine, ein Elchwandler, war auf Bewährung, nachdem er mit dem neuen Ex-Ratsmitglied Sasha Delaney in Schwierigkeiten geraten war, also fielen die auch raus.
Außerdem waren beide Männer gegen die Bildung der Ermittlungsabteilung gewesen, ebenso wie ein anderes Ex-Ratsmitglied namens Paraben Krakow. Dieser Wolfswandler war für schuldig befunden worden, Aufzeichnungen gefälscht und anderen Mitgliedern des Rates Informationen vorenthalten zu haben … sowie einige andere Dinge.
Er war wegen seiner Dreistheit seines Amtes enthoben worden.
Lachlan kehrte zum eigentlichen Problem zurück und ging seine anderen Optionen durch.
Ratsmitglied Aiden Ridgeston, ein Hirschwandler, und Ratsmitglied Lorian Bakerman, ein Büffelwandler, hielten sich streng ans Protokoll. Das bedeutete, dass sie seine Berichte überprüfen wollen würden … die er noch nicht geschrieben hatte. Dann würden sie ihre eigenen Berichte einreichen, um dem Rudel die notwendige Hilfe zukommen zu lassen.
Sie waren gute Männer, aber Lachlan entschied, dass sie ausschieden.
Das hieß, entweder Ratsmitglied Nigel Granis, ein Sibirischer Tiger- oder Ratsmitglied Vincentius Goldstein, ein Löwenwandler. Beide waren gute Kandidaten. Sie waren besonnen, hatten die Notwendigkeit, Probleme innerhalb von Rudeln zu überwachen, lautstark unterstützt und waren auch ziemlich nett.
Das letzte Ratsmitglied war ein Kodiak-Bär namens Regales Colearian. Er wäre auch ein guter Kandidat gewesen, aber Lachlan hatte eine Woche vor seiner Entsendung gehört, dass Regales seinen Gefährten gefunden hatte. Das war fast einen Monat zuvor gewesen.
Lachlan vermutete, dass Regales immer noch ziemlich mit seinem neuen Gefährten beschäftigt war.
Lachlan erreichte seinen Range Rover und leitete seine Verwandlung ein. Sein Körper dehnte sich aus, als sich die Muskeln veränderten, seine Sehnen knirschten und seine Knochen knackten. Es dauerte nicht lange, nur ein paar Sekunden, bis Lachlan seine menschliche Form wieder angenommen hatte.
Bevor er aufstand, griff Lachlan unter den vorderen Radkasten auf der Fahrerseite. Er griff nach dem Schlüsselversteckkasten und stand auf. Lachlan zog seinen Schlüssel heraus, schob ihn ins Schloss und öffnete das alte Fahrzeug.
Lachlan zog sich schnell an, stieg ein und schloss sich in das Fahrzeug ein. Er ließ den Schlüsselkasten in den Becherhalter auf der Beifahrerseite fallen, bevor er den Schlüssel in die Zündung steckte. Nachdem Lachlan seinen Rover angelassen hatte, machte er sich schnell auf den Weg.
„Ratsmitglied Goldstein“, murmelte Lachlan, nachdem er sich entschieden hatte. „Er ist am nächsten.“
Die Gedanken auf sein Ziel gerichtet, raste Lachlan die unbefestigten Straßen entlang in Richtung Autobahn.
Einige Dinge mussten einfach persönlich gemeldet werden, um die Dringlichkeit der Angelegenheit zu vermitteln. Außerdem war er nur etwas mehr als sieben Stunden von dem Ratsmitglied entfernt. Er würde am Abend ankommen, reinhuschen, um mit dem Mann zu sprechen, und wenn die Götter es wollten, würde ein Team zusammengestellt werden und noch vor Sonnenaufgang auf dem Territorium des Rudels ankommen.
Lachlan wollte sich nicht mit Goldsteins Sicherheitsteam rumschlagen, also beschloss er, sich hintenrum reinzuschleichen. Das würde sowieso mehr Spaß machen. Er liebte es, unentdeckt irgendwo hineinzuschlüpfen und die Fähigkeiten zu verbessern, die für seine Arbeit als Ermittler des Rates erforderlich waren.
Lachlan parkte nördlich des Anwesens des Ratsmitglieds, steckte seinen Schlüssel in die Tasche und ging dann durch die Bäume. Er hatte schon lange zuvor die Sicherheitsvorkehrungen aller Häuser das Ratsmitglieder überprüft. Ratsmitglied Goldstein hatte bei weitem die besten, wahrscheinlich aufgrund der Tatsache, dass der Löwenwandler so technologisch interessiert war.
Dies wird ein großartiger Test für meine Fähigkeiten sein.
Lachlan beabsichtigte, seine Wanderung in menschlicher Form zu beginnen. Wenn nötig, würde er sich verwandeln, aber er zog es vor, Kleidung zur Hand zu haben, wenn er bei einem Ratsmitglied vorbeischaute. Es war schließlich nur höflich.
Lachlan schlich zwischen den Bäumen hin und her und hielt aufmerksam Ausschau nach Kameras – offenen und versteckten. Er wusste, dass es bei Vincentius’ Fähigkeiten für jede, die sichtbar war, wahrscheinlich mindestens eine versteckte geben würde. Vielleicht sogar noch mehr.
„Ah, du hast einige neue hinzugefügt“, murmelte Lachlan, als er die erste Kamera nach weniger als zehn Minuten Fußmarsch entdeckte. Er atmete tief ein und nahm die Gerüche der Gegend auf. „Wo würdest du eine weitere positionieren?“
Lachlan versuchte mittels seines Geruchssinns herauszufinden, wo jemand eine andere Kamera platziert hatte. Wenn es noch nicht lange her war, könnte der Geruch desjenigen, der sie installiert hat, noch auf dem Gerät verweilen. Sein außergewöhnlicher Spürsinn zahlte sich aus und ermöglichte es ihm, eine zweite Kamera zehn Schritte weiter rechts in einem Baum zu entdecken.
Nachdem er den Bereich, den die Kameras überwachten, berechnet hatte, bewegte sich Lachlan an ihnen vorbei. Er ging weiter und schlich zwischen Bäumen hindurch, um Büsche herum und über umgestürzte Baumstämme. Als er sich auf das Gelände schlich, entdeckte er mehrere weitere Kameras und achtete sehr darauf, sie zu meiden.
Schließlich entdeckte Lachlan das Herrenhaus zwischen den Bäumen und hielt inne. Der Rasen und die Büsche waren gut gepflegt, und das Wasser in den Brunnen plätscherte in der Ferne. Er machte eine Bestandsaufnahme der Schatten, die von den blühenden Bäumen in der Gegend erzeugt wurden, und fragte sich, ob er es schaffen könnte, ohne entdeckt zu werden.
Vielleicht, wenn ich mich verwandle und tief am Boden bleibe …
„Mach noch einen Schritt in Richtung des Hauses meines Schwarms, und es wird der letzte Fehler sein, den du jemals gemacht hast.“
Lachlan konnte sich nicht erinnern, wann sich das letzte Mal jemand an ihn herangeschlichen hatte. Er verbarg seine Überraschung, brachte seinen Puls unter Kontrolle und behielt seine Gelassenheit bei. Wie zum Teufel konnte ein Wachmann mich überrumpeln? Langsam drehte sich Lachlan um … und verschluckte fast seine Zunge.
Der heißeste Kerl, den er jemals gesehen hatte, stand weniger als drei Meter hinter ihm … und er war nackt.
Hingerissen nahm Lachlan die breiten Schultern und den kräftigen Körper des Fremden wahr. Er hatte einen stark bemuskelten Körper und sein helles Brusthaar lief über umwerfende Bauchmuskeln, dann in einer dunkelblonden Linie weiter. Dieser behaarte Bereich umgab ein wunderschönes Stück Männlichkeit.
Mmm!
Lachlan leckte sich die Lippen, bevor er den dunkelblonden Fremden breit angrinste. „Wie wäre es, wenn ich dann einen Schritt auf dich zu mache?“ Er konnte nichts dagegen tun, dass seine Stimme ein heiseres Brummen annahm. Lachlan liebte Sex und er hatte seit Monaten keine Gelegenheit dazu mehr gehabt. Er schenkte der Wache einen lüsternen Blick und sagte: „Ich erinnere mich nicht daran, dass die Wachen von Ratsmitglied Goldstein nackt sind, aber ich muss schon sagen … ich mag diese Veränderung wirklich.“
Lachlan konnte seine Gedanken nicht verbergen und grinste breit, als er mit der Handfläche über seine eigene, mit einem Poloshirt bedeckte Brust rieb. „Nun?“ Er machte den Schritt, den er erwähnt hatte. „Ich muss dringend Ratsmitglied Goldstein sehen, aber ich denke, ich könnte Zeit für eine schnelle Nummer haben.“
Auch wenn Lachlan annahm, dass es eine schlechte Idee war, mit seinem Schwanz zu denken, konnte er nicht widerstehen. Der finster dreinschauende, dunkelblonde Mann hatte etwas an sich. Etwas, das –
Bei diesem einen Schritt traf der Geruch des Fremden Lachlans Sinne. Die sofortige Anziehungskraft und sein sich verdickender Schwanz machten jetzt Sinn. Lachlan legte den Kopf ein wenig zur Seite und grinste den Mann breit an, der immer noch nicht geantwortet hatte.
Er schien zu beschäftigt damit zu sein, Lachlan misstrauisch anzusehen.
Ist das nicht beschissen?
„Du bist mein Gefährte, hübscher Kerl.“ Lachlan beschloss, es einfach zu sagen. Er hob eine Hand zu ihm und machte einen weiteren Schritt. „Ich bin Lachlan Addair. Und du?“
„Ich bin nicht interessiert“, antwortete der breitschultrige Mann rau. Er verschränkte die Arme vor der Brust, runzelte die Stirn und ignorierte Lachlans Hand. „Sag mir, warum du dich hinten herum reinschleichst, und ich werde den Wachen sagen, dass du kooperiert hast.“
Hmm, dann also keine Wache? Und was bedeutet nicht interessiert?
Lachlan senkte die Hand und beschloss, mitzuspielen. Dies war schließlich sein Gefährte. „Ich bin ein Ermittler für den Wandlerrat“, sagte er dem Fremden und hoffte, dass der sich ein wenig entspannte. „Ich bin auf diesen Weg gekommen, um die Verteidigung zu überprüfen … weil es Spaß macht.“ Lachlan zuckte die Achseln und grinste seinen Gefährten breit an. „Betrachte es als eine Übung, die zu einer Obsession geworden ist. Ich liebe es, Löcher in der Verteidigung zu finden, und da mein Job erfordert, dass ich Rudel infiltriere, um sie auszuspionieren, bin ich extrem gut darin.“
„Gut, und warum bist du hier?“
„Ich bin hier, um Ratsmitglied Goldstein persönlich Bericht zu erstatten.“ Lachlan wurde plötzlich klar, wie seltsam es war, einen anderen Gestaltwandler auf dem Gelände vorzufinden, der kein Wachmann war, zumal der Mann vor ihm kein Löwenwandler war.
