Kindsleiche im Ofen - Eveline Schulze - E-Book
Beschreibung

Ein 28-Jähriger erdrosselt seine Freundin mit Klingeldraht, als ihn diese vor die Wahl stellt: ich oder deine Mutter. Ein Steinmetz läuft Amok und zertrümmert sein Eigenheim, weil seine Frau fremdgeht. Eine Frau ermordet ihr siebtes Kind, weil ihr Mann keine weiteren Kinder möchte. Als sie erneut schwanger wird, werden die Ärzte misstrauisch und erstatten Anzeige ... Drei spannende Fälle aus den 70er und 80er Jahren, die noch heute Gänsehaut verursachen.

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Seitenzahl:213

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Impressum

ISBN eBook 978-3-360-50055-7

ISBN Print 978-3-360-02169-4

© 2013 Verlag Das Neue Berlin, Berlin

Umschlaggestaltung: Buchgut, Berlin, unter Verwendung eines Motivs von AKG-Gebser

Fotos: Archiv der Autorin

Das Neue Berlin Verlagsgesellschaft mbH

Neue Grünstr. 18, 10179 Berlin

Die Bücher des Verlags Das Neue Berlin erscheinen in der Eulenspiegel Verlagsgruppe.

www.eulenspiegel-verlagsgruppe.de

Eveline Schulze

Kindsleiche im Ofen

Authentische Kriminalfälle aus der DDR

Das Neue Berlin

Die Schlinge

Was für eine Hinterfront! So etwas hatte er noch nie gesehen. Jedenfalls nicht bewusst. Diese beiden Halbkugeln über den wohlgeformten Beinen, glatt und straff und kein Gramm zu viel. Eine Augenweide.

Sein Blick wandert darüber, als habe er das achte Weltwunder vor sich. Das überirdische, also kosmische Gesäß wächst harmonisch in eine schmale Taille hinüber … Mein Gott, wie kann die Natur nur so etwas Wunderbares schaffen, so verschwenderisch sein? Es ist Verschwendung, wenn sie auf jeglichen Makel verzichtet und auf die Maße achtet wie ein Apotheker auf die Striche an seiner Waage. Natürlich, das weiß auch Dietmar, die Liebe taucht alles in freundliches Licht, sie retuschiert und macht selbst eine Hässliche zur Schönheitskönigin. Würde sonst jede Frau einen Mann finden und umgekehrt? Sicherlich gilt das geflügelte Wort über Menschen, die so schrecklich aussehen, dass sie nur von ihrer Mutter geliebt werden können, womit gesagt ist, dass die Zuneigung einzig auf die Blutsverwandtschaft gründet. Aber bei Regina ist dieser Gedanke gänzlich absurd. Sie ist ein Traum von einer Frau. Da stimmt alles.

Sie kichert. Schwenkt elegant die Hinterfront und wiegt sich elegant in den Hüften. Nicht vulgär einladend oder gar aufdringlich. Dezent minimalistisch, gekonnt eben. So entschwindet sie in die Küche.

»Willst du einen Schluck Weißwein?«, kommt es von dort.

Dietmar kratzt sich am Gemächt und nickt.

»Was hast du gesagt? Ich habe dich nicht verstanden?«

»Ja«, sagt er, »einen Schluck nehme ich.«

»Für einen Schluck mache ich die Flasche nicht auf«, kommt es zurück. Und ein Lachen perlt hinterdrein.

Es ploppt vernehmlich ein Korken aus der Flasche, dann klirren Gläser und wenig später schwebt die Göttin durch den Türrahmen. Selbstbewusst, wie solche Wesen nun mal sind, die Brüste straff vorweg. Regina stellt die Gläser auf den Beistelltisch und mustert aus den Augwinkeln unaufällig den im Sessel lümmelnden Mann. Der merkt nicht, dass ihr Interesse ausschließlich der Wölbung in seiner Unterhose gilt. Da hat sich was geregt, registriert sie mit Genugtuung. Regina füllt die Gläser und reicht ihm eines.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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