Last List Leid 2100 - Horst Hanisch - E-Book

Last List Leid 2100 E-Book

Horst Hanisch

0,0

Beschreibung

Sein wahres Gesicht hinter einer Maske verbergen? Ist die Welt wirklich so verlogen, wie es gerade scheint? Muss die Gesellschaft lernen, mit Lügen - in einer verlogenen Welt - zu leben? Ist das zugefügte Leid klaglos zu ertragen oder darf sich dagegen zur Wehr gesetzt werden? Lasterhaftes, Listiges und Leidbringendes kann sich hinter lachenden Masken verbergen. Manchmal zuckt es in den Fingern, dem anderen die Maske, die sogenannte Larve, vom Gesicht zu reißen. Jemand soll sich offenbaren und im wahrsten Sinn des Wortes ent-larvt werden. Um sich gegen schädliche Tricksereien wehren zu können, müssen die unangenehmen Vorgehensweisen zuerst besser beleuchtet - und durchleuchtet - werden. Der erste Teil Last zeigt Beispiele, welche Lasten im Lauf des Lebens auf den Menschen drücken. Last wird auf die Schultern geladen von anderen, durch eigenes Verhalten, aber auch durch das Schicksal. Das Leben wird 'lastvoll' und lästig. Wer nicht aufpasst, wird von der Last regelrecht erdrückt. Teil zwei beschäftigt sich mit dem Thema List. Bluffen, blenden, intrigieren. Es wird gnadenlos getrickst durch 'charmantes' Verführen, durch 'ahnungsloses' Schwindeln bis hin zur 'böswilligen' Lüge. Viele ziehen durch listvolles Vorgehen Vorteile an sich - zulasten des Ausgetricksten. Das Leben wird listig und arglistig. Wie geht der Mensch mit erlittener List und Tücke um? Der dritte Teil ist dem leidigen Thema Leid gewidmet. In Meetings wirft der Gesprächspartner mit Killerphrasen um sich. Andere zögern nicht, Menschen zu diskriminieren. Und wieder andere leiden unter Existenzangst. Der Weg in die schlechte Stimmung wird geebnet. Das Leben wird leidvoll. Der Mensch muss leiden. Tauchen Sie ein in dieses Thema, reduzieren Sie Last, List und Leid und nutzen Sie positive Wege, Ihr Leben zu gestalten.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 203

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

PROLOG

SEIN WAHRES GESICHT HINTER EINER MASKE VERBERGEN

Das Leben hinter einer Maske

LÄSTIGE HERAUSFORDERUNGEN, LISTIGE ZEITGENOSSEN, LEIDVOLLE ERFAHRUNGEN

Ein leckerer Bissen

DIE VERLOGENE WELT?

Sich von Lügen befreien oder mit diesen leben?

Die Trilogie des Buches

TEIL 1 – LAST

VON BELASTUNGEN BEFREIEN

Fremdbestimmung von Geburt an

WIE SICH LAST AUFBAUT

„Das macht man nicht!“ – Fremd-Gesteuerte Lasten

„Was ist schon normal?“

Konformität

„Das mache ich!“ – Selbst-Gesteuerte Lasten

Streben nach Anerkennung

Streben nach Wohlstand

Partnerschaft

Umwelt-Lasten

Jemandem etwas zur Last legen

Schmarotzer

Laster

Ballast und Altlast abwerfen

TEIL 2 – LIST

MIT LIST UND TÜCKE

Mit allen Wassern gewaschen

Arglist

Trumpfen – Übertrumpfen

Überlisten – Austricksen

Trickbetrug

Raffinesse

Zaubern – Verzaubern

Ablenken – Lenken

Führen – Verführen

Bluffen

Blenden

Übertreiben

Hochstapler

Heiratsschwindler

Love Scammer

Prahlen

Protzen

Streich

Tücke

Ränke schmieden

Gerücht

Intrige

Verschwörung

LÜGEN

Schummeln

Schwindeln

Die akzeptierte Lüge

Die Überlebens-Lüge

Die Vorteile schaffende böse Lüge

Ausrede – Faule Ausrede

Die unbeabsichtigte böse Lüge

Die Fake News

TEIL 3 – LEID

DAS LEID VERMINDERN UND ABWERFEN

Ein Leben ohne Leid

Echte Betroffenheit

Mitleid

Leidensweg

Die Leidenschaft

Die beleidigte Leberwurst

KILLERPHRASEN, ÄNGSTE, NEGATIVES GEDANKENGUT

Das Leid stiftende Totschlagargument – Umgang mit Killerphrasen

In der Demokratie entscheidet die Mehrheit

Der Gender-Gedanke – und die gefühlte Andersartigkeit

Lookismus – Diskriminierung aufgrund des Aussehens

Angst vor der Existenz

DIE LEIDER-AUSREDE

„Leider hatte die Bahn Verspätung“

Wahrnehmungsverzerrung und Irritationen

Negatives Gedankengut in Positives wandeln

Stärken hervorheben

Fröhlichkeit und Glücklichsein

EPILOG

DIE AUßENWELT BEEINFLUSST DAS INNENLEBEN

Die innere Zuversicht behalten

ANHANG

INDEX

KNIGGE ALS SYNONYM UND ALS NAMENSGEBER – UMGANG MIT MENSCHEN

Adolph Freiherr Knigge

Prolog

Sein wahres Gesicht hinter einer Maske verbergen

„Wer nicht weiß, dass er eine Maske trägt, trägt sie am vollkommensten.“Heinrich Theodor Fontane, dt. Schriftsteller (1819 - 1898)

Das Leben hinter einer Maske

Manchmal heißt es, ein Mensch habe zwei Gesichter – ein gutes und ein böses. Diese Annahme ist kein Kompliment.

Johanna ist der Meinung, dass sie, je nach ‚Rolle‘, die sie gerade einnimmt, sogar mehr als zwei Gesichter zeige.

Sie erfüllt die Rolle der Mutter, der Mitarbeiterin, des Mitglieds im Verein. Als Mutter kümmert sie sich für den partnerschaftlichen Zusammenhalt und trägt zur positiven Entwicklung des Nachwuchses bei.

Als Mitarbeiterin sorgt sie für eine angenehme Arbeitsatmosphäre und unterstützt eine zielorientiert umgesetzte Teamarbeit.

Als Vereins-Mitglied nimmt sie an den regelmäßig stattfindenden Treffen aktiv teil und engagiert sich bei zusätzlich anfallenden Aufgaben motiviert und natürlich ehrenamtlich.

Je nach eingenommener Rolle verhält sie sich jeweils ‚rollenkonform‘. Sie verhält sich so, wie es von ihr – beziehungsweise der eingenommenen Rolle – erwartet wird.

Johanna hat keinerlei Schwierigkeiten, zwischen den Rollen hin- und her zu switchen. Je nach Rolle legt sie eine andere Maske an.

Es gehört zu den Aufgaben, die sie im Leben übernommen hat. Das Rollenverhalten hilft ihr und den anderen, problemlos miteinander umzugehen.

Die meisten Menschen tragen eine Maske vor sich, aus den genannten Gründen. Allerdings versteckt sich jemand hinter seiner Maske, um sein ‚wahres Gesicht‘, seine wahren Absichten zu verbergen.

Trägt jemand zu viel Last mit sich herum, macht er Witzchen und lacht über sein eigenes Schicksal. Durch das Lachen erduldet er die Last leichter.

Manch einer lacht andere an, um die eigene, listige, vielleicht sogar niederträchtige Strategie nicht erkennen zu lassen. Das gezeigte Lachen ist ein falsches, wiegt es doch sein Gegenüber in scheinbarer Sicherheit.

Ist jemand leidvoll aufgrund schlimmer Schicksalsschläge gestraft, kann es sein, dass er psychologisch total demotiviert und demoralisiert ist. Obwohl ihm das ‚Lachen vergangen‘ ist, zeigt er nach außen genau dieses. Andere sollen nicht erkennen, wie schlecht es ihm geht.

Die Maske vom Gesicht reißen

Es gibt demnach vielerlei Gründe, seine wahren Gefühle hinter einer Maske zu verstecken. Dem sozialen Umfeld wird ein anderes Gesicht – und damit ein anderes Ich – vorgegaukelt.

Je mehr getrickst wird, umso weniger authentisch tritt eine Person auf. Zeigt sich die Person ohne Maske, wäre sie so ‚wie sie ist‘ – authentisch.

Bei engen Freundschaften und teilweise innerhalb der Familie kann das geschehen. Dieses Verhalten bedarf eines großen Vertrauens. Nach außen hin wird sich nach wie vor versteckt.

Manchmal zuckt es in den Fingern, dem anderen die Maske, die sogenannte Larve, vom Gesicht zu reißen. Jemand soll sich offenbaren und im wahrsten Sinn des Wortes ent-larvt werden.

Gerade dann, wenn Personen listig und täuschend unterwegs sind – speziell, wenn sie zulasten des anderen einen Vorteil genießen wollen – wäre die De-Maskierung willkommen.

Lasterhaftes, Listiges und Leidbringendes kann sich hinter lachenden Masken verbergen.

Deshalb heißt es: Aufpassen, und sich nicht vom falschen Gesicht ‚übers Ohr hauen‘ lassen.

Lästige Herausforderungen, listige Zeitgenossen, leidvolle Erfahrungen

„Leid steckt an.“William Shakespeare, engl. Dichter (1564 - 1616)

Ein leckerer Bissen

Die schwächliche Großmutter liebt ihr junges Enkelkind. Sie schenkt ihm ein rotes Samtkäppchen. Rotkäppchen und seine Mutter wohnen im Dorf, etwa eine halbe Stunde Strecke durch den Wald von der Hütte der Großmutter entfernt.

Eines Tages soll Rotkäppchen der Großmutter ein Stück Kuchen und eine Flasche Wein bringen. Keine große Last für das kleine Mädchen. Unterwegs trifft Rotkäppchen den Wolf. Arglos wie es ist, führt es einen Smalltalk mit dem hinterlistigen Zeitgenossen. Der Maske tragende Wolf denkt: „Du musst es listig anfangen, damit du beide schnappst.“

Rotkäppchen und der Wolf gehen ihrer Wege. Rotkäppchen entschließt sich, noch einen Strauß frischer Blumen zu pflücken und kommt dabei immer weiter vom Weg ab.

Schließlich kommt es bei der Großmutter an und betritt die Hütte. Mittlerweile hatte der Wolf die Großmutter verschluckt, sich in ihr Bett gelegt und die Haube tief ins Gesicht gezogen.

Rotkäppchen erkennt den Wolf trotz seiner großen Ohren und scharfen Zähne in der Schnauze nicht. Der Wolf schnappt sich das Kind und verschlingt es gierig. Seine Maskerade hat gegriffen. Dann schläft er ein und fängt an, laut zu schnarchen.

Dieses Geräusch wiederum lässt den vorbeikommenden Jäger nach dem Leid der Großmutter schauen.

Flink schneidet der Jäger den dicken Bauch des Wolfs auf, aus dem Rotkäppchen und Großmutter mühsam aber lebendig herausklettern.

Zurückgekehrt nach Hause belehrt die Mutter das Kind, in Zukunft ‚nicht vom Wege abzukommen‘.

Eine Lehre fürs Leben? Diese und andere Märchen wurden und werden Kindern vorm Schlafengehen erzählt. Die Gebrüder Grimm (Jacob, 1785 – 1863 und Wilhelm, 1786 – 1859) sammelten über 200 Märchen, die weitere Trickserei, hinter Masken versteckte Bosheiten und ähnliches Leid schildern.

Genau analysiert, zeigt das Märchen ‚Rotkäppchen und der Wolf‘ das böse listige Tier, das nicht folgsame Mädchen, das vom Wege abkommt, sowie das leidvolle Gefressenwerden.

Soll dieses und andere Märchen die verängstigten Kinder dazu bringen, den deutlichen Anweisungen der Eltern zu folgen, wenn nicht drohten die schlimmsten Gefahren?

Kinder werden in den ersten Lebensmonaten entscheidend durch das Elternhaus geprägt. Gerade die ersten Lebensjahre sind unglaublich wichtig für die spätere Entwickelung des Kindes.

Wird durch Märchen, wie oben gezeigt, dem Kind ein schlechtes Gewissen aufgeladen, ohne dass es was getan hat? Musste es sich sorgen und hoffen, dass es ohne Leid durchs Leben kommt?

Oder handelt es sich bei Märchen um die Möglichkeit der Erwachsenen, von den Lasten des Lebens abzulenken, damit das Kind ohne List und Leid aufwachsen kann?

Soll das Kind bewusst von frühester Jugend an mit kritischen Situationen, die ihm im Leben begegnen können, konfrontiert werden? Wohl gemerkt egal, wie unglaublich die Geschichte klingen mag (zum Beispiel ein Wolf mit Großmutter-Schlaf-Haube im Schlafzimmer)?

Gefahren, die im Märchen, im Wort, in der Realität existieren?

Liebe Leserin, lieber Leser, es ist schön, dass Sie sich dem vorliegenden Text widmen; einem Text, der den Titel ‚Last List Leid‘ trägt.

Alle drei Begriffe des Titels haben eine negative Konnotation (emotionale Bedeutung).

Last lässt das Bild von Gewicht, von Schwere, von Masse in der Vorstellung entstehen. Alles Bilder, die ‚belastend‘ wirken. Wer möchte sich (unnötigem) Druck aussetzen?

Die meisten Menschen würden wohl versuchen, Lasten zu (ver-)meiden. Sie möchten auch nicht belästigt werden.

Allerdings wird es Situationen geben, in denen die aufgebürdete Last nicht einfach abzuschütteln ist.

Wie ist mit solch einer Last umzugehen? Wie kann Last minimiert werden? Lässt sich Last mit anderen teilen, um sich selbst zu ‚entlasten‘?

Das Wort List klingt nicht ganz so schlimm wie Last. Es klingt etwas feiner, raffinierter, intelligenter, ja sogar gerissener. Versteckt wird vielleicht sogar Bewunderung ausdrückt.

Gelingt durch listvolles Vorgehen ein Vorteil, reibt der Listige vor Freude genussvoll die Hände. Unter Umständen freut er sich hämisch, dass er jemanden austricksen, hinterlisten konnte.

Unangenehm kann es dann werden, wenn jemand von einem anderen nicht nur ausgetrickst, sondern ‚aufs Kreuz gelegt‘ wurde. Dann ist das spöttische Freuen nicht mehr angesagt. Auch nicht vom unbeteiligten Dritten, der das Vorgehen von außen beobachtet.

Vor allem ist dann die Leichtigkeit nicht mehr gegeben, wenn jemand spürbaren Schaden davonträgt. Spätestens in solchen Fällen ist das Tricksen doch nicht so bewundernswert.

Also heißt es aufpassen, nicht ausgetrickst zu werden.

Es bleibt das Wort Leid. Trauer, Tränen, Trübsal treten vors innere Auge. Diese Wörter lösen negative Gefühle aus. Wer möchte gerne leiden, egal weshalb Leid entstand?

Empfundenes Leid löst bei Freunden und Bekannten des Leidtragenden Betroffenheit oder Mitleid aus.

Ob angebotene Unterstützung hilft, das Leid zu überwinden? Leid kann gelegentlich geteilt werden. Damit kann der Leidende entlastet werden.

Jeder mag mit seinem empfundenen Leid unterschiedlich umgehen. Mancher frisst sein Leid in sich hinein, mancher klagt bei anderen über das erfahrene Leid.

Wie ist mit Mitleid umzugehen? Wie lässt sich Leid umgehen oder verarbeiten? Eine Menge Fragen, die beachtet werden sollen.

Gelingt es, hinter die Masken zu schauen?

Übrigens: Die Zahl 2100 im Titel steht für das 21. Jahrhundert, in dem wir uns befinden.

Die verlogene Welt?

„Leide und meide.“Epiket, gr. Philosoph (um 50 - um 138 n. Chr.)

Sich von Lügen befreien oder mit diesen leben?

Ist die Welt wirklich so verlogen, wie es gerade scheint? Greift der Egoismus immer weiter um sich, sodass ein Einzelner sich immer und immer weiter in den Vordergrund schieben muss, um seine eigenen Bedürfnisse bedingungslos befriedigen zu können?

Zählt der maximale eigene Vorteil bei minimal zu ertragender Last?

Ist die Gesellschaft durchsetzt von kleinen Unstimmigkeiten bis hin zu bösen, schädigenden, nicht aufhören wollenden Lügen?

Und demnach: Muss die Gesellschaft lernen, mit Lügen – in einer verlogenen Welt – zu leben? Ist das zugefügte Leid klaglos zu ertragen oder darf – oder sogar: muss – sich dagegen zur Wehr gesetzt werden?

Oder aber: Schützt eine Art Resignation vor dem ständig konfrontierten Bösen in der Welt das eigene Leben? Das sind viele Fragen, die durchdacht werden können.

Nicht immer wird es eine vernünftige Antwort geben können. Um sich gegen schädliche Tricksereien wehren zu können, müssen die unangenehmen Vorgehensweisen zuerst besser beleuchtet – und durchleuchtet – werden.

Das ist ein Ziel des vorliegenden Buches.

Die Trilogie des Buches

Durch den Titel des Buches ist eine gewollte Dreiteilung gegeben, Trilogie genannt.

Die drei Teile ‚bedingen‘ sich gegenseitig.

Dort, wo Last entsteht wird der eine oder andere durch List versuchen, sich der Last zu entziehen. Umgekehrt wird es Situationen geben, in denen er listig vorgeht, um zu viel eigene Last zu vermeiden, abzuwerfen oder anderen aufzuladen.

Durch die zusätzlich zu tragende Last entsteht Leid. Wie lässt sich mit Leid umgehen? Wie lässt es sich minimieren? Oder was kann getan werden (eventuell durch List), um gar kein Leid aufkommen zu lassen?

Trilogie Teil 1 – Last

Der erste Teil Last zeigt viele Beispiele, welche Lasten im Lauf des Lebens auf den Menschen drücken.

Last wird auf die Schultern geladen von anderen, durch eigenes Verhalten, aber auch durch das Schicksal.

Das Streben nach Anerkennung und Wohlstand kann Last produzieren. Die Folgen der Umweltlasten sprengen teilweise die Vorstellungskraft. Und dann wird auch noch jemandem vorsätzlich etwas zur Last gelegt.

Das Leben wird ‚lastvoll‘ und lästig.

Wer nicht aufpasst, wird von der Last regelrecht erdrückt. Die Stimmung wird niedergedrückt, der Blick ist ‚nach unten‘ gerichtet.

Trilogie Teil 2 – List

Teil zwei beschäftigt sich mit dem Thema List.

Bluffen, blenden, intrigieren. Es wird gnadenlos getrickst durch ‚charmantes‘ Verführen, durch ‚ahnungsloses‘ Schwindeln bis hin zur ‚böswilligen‘ Lüge.

Einige lassen sich gerne umschmeicheln und gehen auf das Verhalten ein. Andere durchschauen die listreiche Vorgehensweise und reagieren entsprechend.

Viele ziehen durch listvolles Vorgehen Vorteile an sich – zulasten des Ausgetricksten. Wie geht der Mensch mit erlittener List und Tücke um?

Selbst kann List angewendet werden, um zu minimieren, ausgenutzt zu werden. Manchmal wird die eingesetzte List allerdings so tückisch, dass das Leben dauerhaft geschädigt wird.

Und wieder andere sind ‚mit allen Wassern gewaschen‘. Sie sind unglaublich raffiniert. Der Ausgenutzte hat es schwer, sich zu wehren.

Das Leben wird listig und arglistig.

Trilogie Teil 3 – Leid

Der dritte Teil ist dem leidigen Thema Leid gewidmet. Welches Leid kann zugefügte Last und List auslösen?

In Meetings wirft der Gesprächspartner mit Killerphrasen um sich. Andere zögern nicht, Menschen zu diskriminieren. Und wieder andere leiden unter Existenzangst.

Der Weg in die schlechte Stimmung wird vorbereitet – die leidvolle Richtung scheint vorgegeben. Stopp!

Das Leben wird leidvoll. Der Mensch muss leiden.

Besser: Nicht unterkriegen lassen und die positiven (An-)sichten verstärken.

Der Weg zur Lust

Häufig können Last und List, die zu Leid führen, nicht vermieden werden. Unerwartet und plötzlich tritt Leid ein. Wie ist dabei vorzugehen?

Liebe Leserin, lieber Leser, lassen Sie sich weder von erdrückender Last, noch von geschickter List oder niederschmetterndem Leid das Leben zerstören.

Finden Sie den Weg, mit den unerwarteten Herausforderungen umzugehen. In der Regel gibt es Lösungen. Sie müssen ‚nur‘ gefunden werden. Sorgen Sie dafür, dass jegliche Last, soweit es geht, abgelegt werden kann. Das menschliche, begrenzte Leben soll keineswegs in Depressionen enden, sondern in einem Dasein, das fast schon als ‚lustvoll‘ beschrieben werden kann.

Tauchen Sie ein in dieses Thema, lassen Sie sich anregen und nutzen Sie die positiven Wege, Ihr Leben zu gestalten.

Horst Hanisch

Teil 1 – Last

Von Belastungen befreien

„Die Dankbarkeit ist eine Last, und jede Last will abgeschüttelt sein.“Denis Diderot, frz. Schriftsteller (1713 - 1784)

Fremdbestimmung von Geburt an

Das Baby ist gerade erst geboren, schon beginnen andere zu entscheiden, was der neue Erdenbürger ‚gefälligst‘ zu tun und zu lassen hat.

Natürlich darf sich das Baby äußern, beispielsweise durch lautes Schreien. Was es auch tut. Manchmal verstehen die Eltern, was gemeint ist. In den meisten Fällen werden sie die Bedeutung des Schreiens nicht genau erkennen können.

Die Eltern bestimmen die Art der Kleidung, die das Neugeborene tragen soll – natürlich im Sinn des Babys. Schon beim Aufruf im Internet nach dem Suchwort ‚Babykleidung‘ – auch heutzutage – springt sofort rosa gefärbtes und hellblaues Outfit ins Auge. Das Mädchen wird in rosa gekleidet, der Junge in blau. „So, wie es sich gehört.“

Natürlich können die Erwachsenen nicht wissen, ob dem Baby die Farbe gefällt oder ob es lieber eine andere bevorzugt. Vielleicht ist es ihm auch vollkommen egal. Hauptsache, die Kleidung ist seinem Wärmebedürfnis angepasst.

Mit der Farbwahl soll ein Hinweis gegeben werden, dass von Anfang an entschieden wird, wie das Kind auszusehen hat. Die Beeinflussung oder Manipulation des Kindes liegt zu 100 Prozent bei der erwachsenen Person.

Ja, ja, es ist schon klar, dass das Baby allein nicht überleben könnte, hätte es nicht die Fürsorge des Erwachsenen. Selbstverständlich ist das richtig.

Es soll lediglich ausgedrückt werden, dass sich die Babywelt so darstellt, wie es der Erwachsene wünscht.

Entwicklung des Selbstbewusstseins

Ist das Baby zum Kleinkind herangewachsen, kann es zwischen ‚Ich‘ und ‚Du‘ entscheiden. Dabei entwickelt sich nach und nach das Bewusstsein der eigenständigen Person. Hier wird von Selbstbewusstsein gesprochen.

Das Kleinkind merkt, wie es durch eigenes Verhalten das soziale Umfeld beeinflussen kann. Nach und nach lernt es, seine eigenen Bedürfnisse und Ziele zu äußern und in den Vordergrund zu schieben. In einigen Fällen wird es dem Kind gelingen.

Während dieses Vorgangs realisiert das Kind, geschickt – und hier soll das Wort listig eingefügt werden – die anderen so zu lenken, dass es das erhält, was es will.

Widerstände tun sich auf und das Kind handelt manchmal energischer, um seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Ohne je an einer Universität im Fach Psychologie hospitiert zu haben, wickelt es raffiniert die Erwachsenen ‚um die Finger‘.

Gleichzeitig – und damit das Kind sozial akzeptiert wird – versucht der Erwachsene dem Kind beizubringen, was die Gesellschaft, in der es aufwächst, als ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ festlegt. Dem Kind sollen damit gängige Umgangsformen und Verhaltensmuster vermittelt werden.

So wird es manchmal hören: „Das tut man nicht.“ Na gut, mag das Kind denken, wenn ‚man‘ dies und das nicht tut, versuche ich mich danach zu richten – oder versuche dickköpfig dagegen vorzugehen. Mal schauen, wie weit die Grenzen gesteckt sind.

Wie dem auch sei, dem Kind wird der fruchtbare Boden des Lebens bereitet und die zielführenden Wege gezeigt. Das Kind hat ‚gefälligst‘ diesen Weg zu beschreiten. Schließlich soll es ein ‚anständiger‘, wohlerzogener und erfolgreicher Mensch werden, auf den die Eltern stolz sein können.

Vom Klapperstorch und vom Weihnachtsmann

Ebenso gefällig hat das Kind die Wahrheit zu sagen. Es soll nicht gelogen werden.

Trotz dieses lobenswerten Gedankens erzählen Eltern überraschenderweise dem kleinen Kind vom Weihnachtsmann, der zum Ende des Jahres die Geschenke bringt.

Dazu gesellen sich Berichte vom Osterhasen, der auch nicht mit Geschenken geizt, vom Klapperstorch, der das Schwesterchen oder das Brüderchen bringt und anderen eigenartigen und genauso haarsträubenden Geschichten, die angeblich geschehen sollen.

Es klingt alles nach einer wunderbaren, einer ‚farbigen‘ Welt, einer zauberhaften, unverlogenen Welt.

Unbedarft, wie das Kind zu Beginn seines Lebens ist, glaubt es bedingungslos und mit großen Augen den Geschichten der Älteren. „Wird schon so sein, wenn die mir das sagen.“ Es gibt ja keinen Grund, ein Kind anzulügen …

Da wird weiterhin von der Zahnfee fabuliert. Der ausgefallene Milchzahn soll über Nacht unters Kopfkissen gelegt werden. Die Zahnfee sammelt diesen Zahn ein und tauscht ihn gegen eine Münze. Wird hier der Gedanke ‚Nichts erfolgt ohne Gegenleistung‘ gelegt?

Keine Erzählung scheint so weltfremd zu sein, dass sie vom Kind nicht geglaubt würde.

Genaugenommen wird das Kind von klein an belogen, heftigst belogen, und zwar (nicht nur) von den eigenen Eltern. Das komplette soziale Umfeld beteiligt sich an diesen wilden Geschichten.

Die Werbung unterstützt tatkräftig. In ihr wimmelt es nur so von Weihnachtsmännern und sonstigen seltsamen Figuren. Der Handel beteiligt sich verständlicherweise eifrig an diesem Komplott.

Das hört sich knallhart kalkuliert an. Manch Erwachsener merkt allerdings, wie verärgert das Kind ist, erkennt es, dass die Geschichten vom Weihnachtsmann und anderen erstunken und erlogen sind. Die eigenen Eltern haben es so lange angelogen? Wie kann das sein?

Ein Teil seiner bisherigen lügenfreien Welt bricht zusammen. Wie konnte es sein, dass die Eltern ihm solch eine Lügengeschichte aufbürdeten? Ist die Welt verlogener als angenommen?

Eltern verteidigen sich eifrig mit Argumenten wie „das machen alle so“ oder „das gehört zum Leben dazu“ oder gar „das Kind will solche Geschichten hören“. Aha, ist das Kind daran schuld, belogen zu werden?

Selbstverständlich wird den Eltern keine Boshaftigkeit unterstellt. Eltern wollen, zumindest in den meisten Fällen, nur Gutes für ihr Kind.

Aber: In welchen Zwiespalt geriete das Kind, wird es im Elternhaus eine andere Darstellung vom Weihnachtsmann als im Kindergarten erhalten? Es würde gegebenenfalls verzweifeln, da beide geschilderten Wahrheiten nicht übereinstimmen können. Verfiele es in Unsicherheit?

Die moralische Märchenwelt

Ähnlich wie bei Geschichten sieht es in der Märchenwelt aus. „Es war einmal …“ lässt vermuten, dass alles jetzt Geschilderte einmal in der Vergangenheit geschehen ist, das Erzählte also wahr ist. Das Kind lässt sich in der Regel gerne in die facettenreiche Märchenwelt entführen.

Der Unterschied zum oben erwähnten Nikolaus ist, dass hier dem Kind offen erzählt wird, dass es sich um ein Märchen handelt. Dank der mentalen Fähigkeit schafft es das Kind, sich einerseits in diese fiktive Welt ziehen zu lassen, andererseits zu erkennen, dass diese Welt nicht der Realität entspricht. Es handelt sich um eine Scheinwelt.

Kritiker von Märchen bemängeln, dass es in der typischen Märchenwelt nur so wimmelt von Bösewichten, Räubern, Stiefmüttern, von Mord und Totschlag von Gut und Böse. Wird nach Meinung der Kritiker eine hässliche, eine böse, eine verlogene Welt als (Schein-)Welt geschildert, die in der kindlichen Vorstellung auf die reale Welt übertragbar ist?

Oder wird Kindern mit den schrecklichen Geschichten (versteckt) gedroht, sich auf jeden Fall ‚anständig‘ zu verhalten, um nicht von der Hexe eingesperrt zu werden?

Befürworter betonen die fast immer vorhandene Moral in den Märchen. Sie meinen, dass nicht der drohende Zeigefinger sagt, was richtig oder falsch ist, sondern dass die Beispiele in den Märchen die Wahrheit von der Lüge unterscheiden. Die Lüge soll schließlich entlarvt werden.

Märchen zeigen, dass am Ende das Gute gewinnt. Das Böse verliert oder verschwindet. Eine wichtige Lehre fürs Leben? Helfen Märchen, nicht mehr böse zu sein? Zeigen Sie, dass es sich nicht lohnt, zu lügen?

Kompromisslos folgen

In den siebziger Jahren durften viele Jugendliche von Mutter oder Vater den aussagekräftigen Satz, genau genommen eine Drohung, hören: „Solange du deine Füße unter diesen Tisch streckst, …“

Unausgesprochen führt der Satz in die Aussage: „… machst du gefälligst das, was deine Eltern von dir verlangen.“ Punkt aus. Alternative? Keine.

Höchstens die Sehnsucht danach, die Füße unter einem eigenen Tisch ausstrecken zu können. Das würde aber gleichzeitig eine Abnabelung vom Elternhaus bedeuten. Dazu muss bekanntlich ein gewisses Alter erreicht werden.

Also heißt es, sich so zu verhalten, wie es die Eltern vorschreiben. Ausnahmen? Keine!

Das Leben selbst bestimmen

So oder so muss der Jugendliche warten, bis er achtzehn Jahre alt ist, um seine eigenen Entscheidungen umsetzen zu können. Achtzehn Jahre! Das ist schon eine beachtliche Zeit. Entscheidungen treffen kann er allerdings schon früh. Und in gewissen gesetzlichen Grenzen darf er aktiv werden.

Geht der junge Erwachsene nun seinen eigenen Weg, ist er noch lange nicht frei in seinen Handlungen. Theoretisch kann er tun und lassen was er will.

Tatsächlich zwängen die Gesellschaft, die Rechtsgebung, das Finanzamt, die Religion aber auch das soziale Umfeld bis hin zu den eigenen Freunden die Freiheit ein.

Um nicht als gemiedener Außenseiter zu gelten, verhält sich der Mensch, auch nun wieder, sozusagen im Besitz eines eigenen Tisches, einigermaßen konform. Konformität in diesem Zusammenhang bedeutet, dass er sich so verhält, wie die Gesellschaft erwartet, dass er sich verhalten soll.

Ob er will oder nicht, muss er sich bis zu einem bestimmten Grad in das soziale Gefüge einordnen, um nicht zu sagen ‚unterordnen‘.

Nur wenige Menschen schaffen es, sich fast frei, nach eigenen Vorstellungen, zu verhalten. Und zwar ohne von der Gesellschaft ‚geächtet‘ zu werden.

Bei allen Vorteilen, die das konforme Verhalten zeigt, sind doch die zahlreichen Grenzen sichtbar. „Bis hierher, und nicht weiter.“ Da der Mensch ein soziales Wesen ist, ist er auf den Austausch und das Zusammensein mit anderen Menschen angewiesen. Allein hat er so gut wie keine Chance zu überleben. Also muss er sich weitestgehend konform verhalten.

Immer wieder dieselbe Erklärung des Verhaltens.

Handeln hinterfragen

Die Natur hat alles schon ganz vernünftig eingerichtet. Nach heutigem Stand der Wissenschaft hinterfragt das Tier nicht, weshalb es sich so oder so verhalten soll. Dem Menschen hingegen ist die Fähigkeit gegeben, genau in dieser Art denken zu können.

Er kann sein eigenes Verhalten hinterfragen, er kann Konsequenzen seines Verhaltens vorhersehen. Er weiß, welchen Weg er ohne viele Hindernisse beschreiten kann. Er kann erahnen, welche Risiken bestehen, einen anderen, fremden, unbekannten Weg zu wählen.

Gleichzeitig scheint es in der Natur des Menschen zu liegen, neue Wege – um bei diesem Bild zu bleiben – zu suchen und zu finden. Handelten alle Menschen immer gleichartig, so, wie sie es immer tun, wäre die (Weiter-)Entwicklung infrage gestellt.

Die Gesellschaft braucht Neugierde und damit Neues, seien es Erfahrungen, Erfindungen, Entwicklungen und anderes mehr.

Also muss sich der Mensch die Last aufbürden, Neues zu erlernen und zu erfahren. Er verlässt den Bereich der Sicherheit, indem er sich auf unbekanntes Terrain wagt. Er muss Unbekanntes ausprobieren und in gewissem Rahmen Risiken eingehen.

Sorgenfrei geboren

Zu Beginn des Lebens hat das Baby keine Ahnung, wie beschwerlich der Weg in die eigene Zukunft sein kann. Das ist gut so, kann es doch relativ unbedarft heranwachsen.