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In diesem Buch ist viel Wissenswertes zum Thema "Leihmutterschaft" übersichtlich, knapp und präzise zusammengetragen – von der rechtlichen Lage über die Kosten, das Für und Wider bis hin zu den persönlichen Erfahrungen der Autorin: sie selbst hat ihre Tochter in den USA mithilfe einer Leihmutter zur Welt gebracht.
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Seitenzahl: 30
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Vera Wettin
Leihmutterschaft
Ein Resümee
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Vorwort
Leihmutterschaft – was ist das?
Allgemeines zur Leihmutterschaft
Die rechtliche Lage
Leihmutterschaft in den USA
Die rechtliche Lage in Deutschland
Was ist nach der Schwangerschaft?
Aktuelles
Was kostet eine Leihmutter?
Leihmutterschaft: Pro und Contra
Persönliche Beweggründe
Fragen an die Eltern
Häufige Fragen
Leihmutterschaft und Christentum
Schlusswort
Impressum neobooks
Mein Mann Uwe und ich sind seit mehr als 20 Jahren verheiratet. Schon immer haben wir uns eigene Kinder gewünscht, das aber war nicht möglich, da ich mich nach der Geburt meines letzten Kindes aus erster Ehe hatte sterilisieren lassen. Eine Adoption war ebenso ausgeschlossen, denn dafür muss mindestens einer der Partner jünger als Mitte dreißig sein; das traf jedoch auf uns beide, als wir zusammenkamen, nicht mehr zu.
Dann aber eröffnete sich ganz unverhofft doch noch eine Möglichkeit: Im Fernsehen sah ich einen Bericht über Leihmutterschaften. Noch am selben Abend begann ich mit meinen Recherchen über dieses Thema. Und nach und nach nahm das Ganze Gestalt an…
Inzwischen ist Emma auf der Welt, unser gemeinsames Kind, mit der Hilfe einer Leihmutter, die wir in den USA gefunden haben, wo wir inzwischen auch leben.
In diesem Buch ist viel Wissenswertes zum Thema „Leihmutterschaft“ übersichtlich, knapp und präzise zusammengetragen – von der rechtlichen Lage über die Kosten, das Für und Wider bis hin zu meinen persönlichen Erfahrungen.
Eine Leihmutterschaft liegt dann vor, wenn eine Frau ein Kind austrägt, das mit ihr genetisch nicht verwandt ist. Ihr wurde also eine Eizelle eingepflanzt, die bereits befruchtet ist.
Leihmutterschaften gibt es in verschiedenen Varianten: Ist nur einer der Elternteile unfruchtbar, wird bei der Befruchtung im Reagenzglas lediglich die Eizelle der Mutter oder eben der Samen des Vaters verwendet. Möglich ist auch, dass die Leihmutter ihre eigene Eizelle befruchten lässt. Davon wird allerdings abgeraten, da die Bindung der Leihmutter zu dem Baby, das sie austrägt, zu stark sein könnte.
Paaren, denen es auf natürliche Weise verwehrt ist, Kinder zu bekommen, ist es mittels Leihmutterschaft dennoch möglich, Eltern ihrer eigenen, biologischen Kinder zu werden. Auch für Paare, die keine Möglichkeit haben, ein Kind zu adoptieren, ist eine Leihmutterschaft eine Alternative.
Durch die Ehe für alle können schwule Paare hierzulande inzwischen Kinder adoptieren. Eine Leihmutterschaft ist darüber hinaus eine weitere Alternative zu einem eigenen Kind. Da diese in Deutschland verboten ist, entscheiden sich viele homosexuelle Paare dazu, ins Ausland zu gehen, wo die Gesetzeslage oftmals eine andere ist.
Der Kontakt zwischen den Wunscheltern und der potentiellen Leihmutter wird mittels einer Leihmütter-Agentur hergestellt. Ein solcher Kontakt ist sehr wichtig, um ein gutes Verhältnis zu der Leihmutter aufzubauen, denn immerhin ist sie es, die das zukünftige eigene Baby austrägt. Bisweilen gibt es zwischen den Eltern und der ausländischen Leihmutter ein sprachliches Problem, hier muss man sich arrangieren und gegebenenfalls einen Dolmetscher zu Hilfe nehmen.
Bei gegenseitigem Einverständnis über die Leihmutterschaft wird ein Vertrag zwischen den Wunscheltern und der Leihmutter geschlossen. Damit ein rechtsgültiger Vertrag zustande kommt, braucht es im Übrigen seitens der Eltern keine allzu großen Voraussetzungen. Zunächst werden sie psychologischen Untersuchungen unterzogen; auch sollten sie verheiratet sein und keine Kinder kriegen können. Aufseiten der Leihmutter besteht die Auflage, dass diese volljährig ist und bereits mindestens ein gesundes Kind zur Welt gebracht hat.
Auch während der Zeit der Schwangerschaft ist es wichtig, ein gutes und enges Verhältnis zwischen Leihmutter und Wunscheltern aufrechtzuerhalten. Nicht selten sind letztere auch bei wichtigen Untersuchungen dabei.
