Let's talk about ... - Rico Weinert - E-Book

Let's talk about ... E-Book

Rico Weinert

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Beschreibung

In ansprechender Dialogform diskutieren die beiden Autoren Monika Ommerle und Rico Weinert 34 Grundannahmen anhand praxis- und lebensnaher Beispiele. Ziel ist es hierbei Bedeutung und Wirkung des jeweiligen Axioms für den möglichen Verlauf und den Erfolg des Beratungsprozesses darzustellen. Den Autoren ist es ein Anliegen, Fachthemen sowohl für den Beginner verständlich als auch für den Profi interessant zu gestalten.

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Seitenzahl: 75

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort Rico Weinert

Vorwort Monika Ommerle

Einleitung

Jeder Mensch hat bereits die Ressourcen die er braucht, um die Veränderungen zu realisieren, die für seine Entwicklung stimmig sind

Wenn etwas nicht funktioniert, dann probiere etwas anderes

Es gibt keine Fehler/Versagen – alles ist Feedback

Mehrere Wahlmöglichkeiten zu haben ist besser, als keine

Jedes Verhalten ist in irgendeinem Kontext nützlich

Hinter jedem Verhalten steht eine positive Absicht

Menschen sind nicht neurotisch, verrückt oder gebrochen. Sie treffen stets die beste Wahl aus dem, was ihnen an Optionen zur Verfügung steht. Sie agieren und reagieren in ihrem ‚Modell der Welt‘

Jedes Verhalten ist Kommunikation

Der positive Wert des Individuums bleibt konstant, während die Angemessenheit des Verhaltens bezweifelt werden kann

Die Bedeutung von Kommunikation ergibt sich aus der Reaktion, die sie hervorruft – weniger aus der Absicht des Senders

Die Landkarte ist nicht das Gebiet

Verstehen geht vor verstanden werden

Alles was ein Mensch kann, kann gelernt werden. Alles ist erreichbar, wenn die Aufgabe in hinreichend kleine Schritte unterteilt wird

Jegliche Kommunikation unterliegt Tilgungen

Jegliche Kommunikation dient einem Zweck – es gibt keine sinnlose Kommunikation

Wenn du von jemandem etwas möchtest, schaffe einen Kontext, in dem die erwünschte Veränderung wie von allein geschehen kann

Jeder Mensch hat jederzeit die Möglichkeit, inneres und äußeres Erleben und Erfahrungen zu hinterfragen, neu zu bewerten und so seine innere Landkarte zu verändern

Widerstand beim Klienten bedeutet mangelnde Flexibilität auf Seiten des Beraters

Veränderungen müssen ökologisch sein, sonst gibt es Problemverschiebungen oder Veränderungen werden überhaupt nicht umgesetzt

Es keinen Ersatz für saubere, offene Sinneskanäle

Man kann auch gute Zustände noch verbessern

Geist, Körper und Umwelt bilden ein einheitliches System. Unsere geistige Einstellung beeinflusst unser psychisches und physisches Wohlbefinden. Ebenso kann das, was wir tun, unser Denken beeinflussen

Jedes Problem beinhaltet ein Geschenk

Wir nehmen die Realität durch unsere Sinne wahr, jedoch die wahre Natur der Welt bleibt uns verborgen

Ich übernehme Verantwortung für mein Handeln, Fühlen und Denken

Achtsamkeit ist einer der Schlüssel zum effektiveren Lösung eines negativ empfundenen Zustands

Die Art und Weise wie wir wahrnehmen und bewerten wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst

Formuliere deine Aussagen positiv, wenn es um Zielerreichung geht

Gedanken schaffen Realität

Jeder Mensch ist einzigartig

Je bewusster wir unsere Sinne einsetzen, desto höher wird die Qualität der Wahrnehmung

Bekämpfe nicht deine Emotionen, Gefühle und Empfindungen, sondere versuche sie als einen (momentanen) Teil von dir anzuerkennen

Eine Veränderung ist umso schwieriger, je mehr sie dem Wertesystem widerspricht

Wahrnehmen und bewerten ist immer Bestandteil des alltäglichen Lebens

Schlusswort

Vorwort von Rico Weinert

Als ich ein kleines Kind war, wünschte ich mir nichts sehnlicher als ein magisches Schwert. Mit diesem wollte ich das Gute in der Welt gegen das Böse verteidigen.

Als Kind fällt es uns leicht, die Welt in Gut oder Böse bzw. Schwarz oder Weiß zu teilen. Im Laufe der Zeit stellen wir fest, dass es das Böse an sich wie auch das Gute an sich so nicht gibt und vieles von unserem Standpunkt und unserer Sichtweise abhängt.

So ähnlich ist es auch mit der Kommunikation. Werden wir uns unserer eigenen Sprache und deren Wirkung bewusst, so können wir diese Aspekte verändern, um eine entsprechende Wirkung oder ein anderes Ergebnis zu erzielen.

Kommunikation ist keine Einbahnstraße, sondern ein lebendiges zwischenmenschliches Geschehen, was in jeglichen Lebenssituationen zum Tragen kommt.

Und in diesem Sinne ist es mir und meiner Freundin und Coachingkollegin ein besonderes Anliegen, dieses wichtige und interessante Thema aus verschiedenen Perspektiven ein wenig zu beleuchten.

Somit wünsche ich dem Leser eine lebendige gedankliche Auseinandersetzung mit dem Thema.

Vorwort von Monika Ommerle

Zum Thema Kommunikation gibt es bereits unzählige Bücher und Ratgeber. Unser Anliegen ist es, dieses Thema auf die wichtigsten Wesensmerkmale zu reduzieren und auch für den Laien anschaulich zu gestalten. Dabei haben wir zu vielen relevanten Themen Beispiele aus dem Alltag integriert.

In der Geburtsstunde dieses Buches standen für uns zunächst die geläufigsten Grundannahmen des neurolinguistischen Programmierens (NLP) zur Diskussion.

Im Laufe der Zeit erweiterten wir diese Grundannahmen um allgemeine Präsuppositionen aus unserem Coachingverständnis heraus.

Dies führte uns hin zu allgemeinen Kommunikationsmustern und deren Wirkmechanismen. Dabei war uns ein lebendiger Diskurs wichtig, auf dessen Reise uns der Leser begleiten sollte.

Wer ist der Leser? Unser Buch richtet sich an jeden, dem eine gelungene Kommunikation im Alltag wie auch im edukativen und sozialen Bereich ein Anliegen ist.

So haben wir versucht, Fallstricke und sprachliche Einbahnstraßen zu identifizieren und dies dem Leser in verständlicher Form nahe zu bringen.

Auf diese spannende Reise möchten wir Sie gern einladen.

Einleitung

Rico: Hallo Monika, kannst du dich noch an unsere Unterhaltung erinnern, als wir die Idee hatten, unsere vielen Diskussionen zu diesem Thema in ein Buch umzusetzen?

Monika: Ja, als wir uns über Vorannahmen in Beratung und Coaching und deren praktischen Sinn und Wirkung unterhalten haben.

Rico: Genau, und die Art und Weise, wie wir das Buch gestalten könnten. Meinst du, wir sollten es einfach versuchen?

Monika: Ja, lass uns einfach anfangen und unsere Gedanken zu dem Thema in interessanter Weise hier diskutieren.

Rico: Ich finde die Idee gar nicht so schlecht. Am besten wir starten gleich und schauen uns die 34 Grundannahmen die wir ausgesucht haben näher an.

Monika: Einige der Grundannahmen kann ich jetzt schon nachvollziehen, doch andere sollten wir noch genauer unter die Lupe nehmen, die auf den ersten Blick etwas widersprüchlich oder nicht umsetzbar erscheinen.

Rico: Die meisten dieser Grundannahmen kommen aus dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren), anderen begegneten wir bei unserer Arbeit mit dem Thema.

Monika: Es gibt sicher viel mehr als nur diese 34 ausgewählten Grundannahmen. Wir haben uns auf die für uns in der Arbeit mit Klienten wichtigsten und bedeutsamsten beschränkt. Ebenso wichtig wie die Grundannahmen sind selbstverständlich wertschätzende Gesprächsführung, Rapportaufbau, Pacing usw. worauf die wir hier nicht näher eingehen.

1 Jeder Mensch hat bereits die Ressourcen die er braucht, um die Veränderungen zu realisieren, die für seine Entwicklung stimmig sind

Monika: Dem kann ich nicht so ganz widerspruchslos zustimmen. Man kann z.B. nicht ohne weiteres Bundespräsident werden, weil dazu bestimmte Kriterien erfüllt sein müssen (Art. 54 Grundgesetz: Wählbar ist jeder Deutsche, der das Wahlrecht zum Bundestage besitzt und das vierzigste Lebensjahr vollendet hat.).

Und für andere Ziele brauche ich vielleicht erst einmal externe Ressourcen wie Geld oder interne wie Gesundheit.

Rico: Ich denke, das Phänomen von Oberflächen- und Tiefenstruktur tritt hier besonders zutage. Wenn ein bestimmtes Ziel oder ein bestimmter Wunsch besteht, dies jedoch widersprüchlich zur Realität steht gilt es zu schauen, was dahinter steckt.

Monika: Kannst du das mal konkretisieren?

Rico: Zunächst gilt es zu hinterfragen, was das Ziel hinter dem Ziel ist. Hat er z.B. den Wunsch Bundespräsident zu werden, steht möglichweise ein Wert dahinter, der vielleicht bisher nicht ausreichend gelebt werden konnte.

Monika: Zum Beispiel Ansehen, Anerkennung oder Respekt.

Rico: Kennst du die Aussage von Walt Disney (1901- 66) If you can dream it, you can do it (Wenn du es dir vorstellen kannst, kannst du es auch machen)? Das was ich mir wünsche, trage ich in mir. Werte die mir wichtig sind, kann ich auch zu Ressourcen weiterentwickeln.

Monika: Stimmt, denn sonst hört sich das so an, als könnte alles erreicht werden und wenn es nicht funktioniert, dann liegt es an mangelndem Willen oder Leistungsbereitschaft.

Manchmal wird ein Veränderungswunsch erst durch bestimmte Lebensereignisse geweckt oder erlischt gänzlich, wird ermöglicht oder verhindert, wird erleichtert oder erschwert.

Zusammenfassung: Jeder Mensch hat bereits die Ressourcen, die er braucht, um die Veränderungen zu realisieren, die für seine Entwicklung stimmig sind

Beim Realitätsabgleich wird überprüft, was im Rahmen des Klientenziels sinnvoll und realistisch ist und sich mit dessen Wertesystem vereinbaren lässt. Entsprechend diesen Aspekten ist die jeweilige Strategie (z.B. Arbeit mit Zielen und Werten) zu planen.

2 Wenn etwas nicht funktioniert, dann probiere etwas anderes

Rico: Mir wurde früher immer beigebracht, wenn was nicht funktioniert, dann versuche es immer wieder, solange bis es klappt.

Monika: Dazu fällt mir spontan der Text der amerikanischen Sängerin, Songwriterin, Schauspielerin und Autorin Portia Nelson (1920-2001) ein.

Autobiografie in 5 Kapiteln

1. Kapitel

Ich gehe die Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich falle hinein.

Ich bin verloren…Ich bin ohne Hoffnung.

Es ist nicht meine Schuld.

Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

2. Kapital

Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes

Loch im Gehsteig.

Ich tue so, als sähe ich es nicht. Ich falle wieder hinein.

Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.

Aber es ist nicht meine Schuld.

Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

3. Kapitel

Ich gehe dieselbe Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich sehe es.

Ich falle immer noch hinein…aus Gewohnheit.

Meine Augen sind offen.

Ich weiß, wo ich bin

Es ist meine eigene Schuld.

Ich komme sofort heraus.

4. Kapitel

Ich gehe dieselbe Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich gehe darum herum.

5. Kapitel