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Das Internet bietet im Vergleich zu traditionellen Medien eine deutlich erhöhte Informationsmenge und umfassende Möglichkeiten der Nutzerbeteiligung, beispielsweise über Leserkommentare. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit diese neue Situation die Prozesse der Auswahl und Verarbeitung journalistischer Inhalte verändert. Wie geht der Rezipient mit der Informationsvielfalt um und nach welchen Kriterien wählt er redaktionell erstellte Inhalte auf Online-Nachrichtenseiten aus? Inwieweit bestimmen Quellenangaben und Reaktionen anderer Leser die Bewertung journalistischer Texte? Zur Klärung dieser Fragen werden sozial- und medienpsychologische Theorien mit Blick auf die neue Medienlandschaft diskutiert und experimentelle Studien vorgestellt.
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Seitenzahl: 347
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Das Internet bietet im Vergleich zu traditionellen Medien eine deutlich erhöhte Informationsmenge und umfassende Möglichkeiten der Nutzerbeteiligung, beispielsweise über Leserkommentare. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit diese neue Situation die Prozesse der Auswahl und Verarbeitung journalistischer Inhalte verändert. Wie geht der Rezipient mit der Informationsvielfalt um und nach welchen Kriterien wählt er redaktionell erstellte Inhalte auf Online-Nachrichtenseiten aus? Inwieweit bestimmen Quellenangaben und Reaktionen anderer Leser die Bewertung journalistischer Texte? Zur Klärung dieser Fragen werden sozial- und medienpsychologische Theorien mit Blick auf die neue Medienlandschaft diskutiert und experimentelle Studien vorgestellt.
Dr. Stephan Winter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Sozialpsychologie der Universität Duisburg-Essen.
Medienpsychologie Konzepte – Methoden – Praxis
Herausgegeben von Dagmar Unz Nicole C. Krämer Monika Suckfüll Stephan Schwan
Stephan Winter
Lost in Information?
Sozialpsychologische Aspekte der Selektion und Rezeption von journalistischen Online-Angeboten
Verlag W. Kohlhammer
Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikrofilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen oder sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.
Alle Rechte vorbehalten © 2013 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Umschlag: Gestaltungskonzept Peter Horlacher Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart Printed in Germany
ISBN 978-3-17-023018-7
E-Book-Formate
pdf:
978-3-17-023821-3
epub:
978-3-17-027640-6
mobi:
978-3-17-027641-3
1 Einleitung
2 Das Internet als Informationsquelle
2.1 Nutzungsdaten und Motive
2.2 Journalismus im Internet
2.3 Nutzer als Produzenten
2.4 Prozess der Mediennutzung
3 Selektionsphase: Informationsauswahl im Internet
3.1 Das Konzept der Selektion
3.2 Das Internet als Selektionsmedium
3.3 Modi der WWW-Nutzung
3.4 Modelle des Information Retrieval
3.5 Modelle des Selective Exposure
3.5.1 Einstellungen
3.5.2 Informational Utility und Nachrichtenfaktoren
3.5.3 Darstellungsform
3.5.4 Platzierung
3.5.5 Zwischenfazit
3.6 Bedeutung von Quelleninformationen
3.6.1 Der Yale-Ansatz zur Quellenglaubwürdigkeit
3.6.2 Dimensionen von Glaubwürdigkeit und verwandte Konzepte
3.6.3 Medienglaubwürdigkeit
3.6.4 Glaubwürdigkeit im Internet
3.6.5 Verbindung zwischen heuristischen Glaubwürdigkeitseinschätzungen und Selektion
3.7 Bedeutung von Nutzer-generierten Informationen
3.8 Zusammenfassung
4 Rezeptionsphase: Einstellungsbildung und Bewertung von Informationen im Internet
4.1 Modelle der persuasiven Kommunikation
4.1.1 Elaboration-Likelihood-Modell
4.1.2 Heuristisch-Systematisches Modell
4.1.3 Unimodel
4.1.4 Übertragung auf Rezeption von Medieninhalten
4.2 Bedeutung von Quelleninformationen
4.2.1 Einfluss des Verarbeitungsaufwands
4.2.2 Yale-Studien und Meta-Analysen
4.2.3 Sourcing bei der Nutzung multipler Dokumente
4.2.4 Studien zu Quelleneffekten im Medienkontext
4.3 Modelle des Medieneinflusses
4.3.1 Third-Person-Effekt
4.3.2 Indirekter Medieneinfluss
4.3.3 Schweigespirale
4.4 Bedeutung von Nutzer-generierten Informationen
4.4.1 Wahrnehmung des Medieneinflusses
4.4.2 Persuasive Wirkung
4.4.3 Studien zum Einfluss von Nutzerreaktionen
4.5 Zusammenfassung
4.6 Theoretische Systematisierung
5 Studie I: Selektion von Online-Artikeln
5.1 Vorstudie: Bewertung von Online-Angeboten
5.1.1 Stichprobe
5.1.2 Versuchsmaterial und abhängige Variablen
5.1.3 Ergebnisse
5.2 Methode
5.2.1 Stichprobe
5.2.2 Versuchsdesign und Stimulusmaterial
5.2.3 Moderierende Variablen
5.2.4 Ablauf der Untersuchung
5.2.5 Abhängige Variablen
5.3 Ergebnisse
5.3.1 Webseitennutzung und deskriptive Ergebnisse
5.3.2 Glaubwürdigkeitseinschätzung
5.3.3 Auswahlhäufigkeit der Artikel
5.3.4 Lesedauer
5.3.5 Reihenfolge der Auswahl
5.3.6 Vergleich der Hinweisreize
5.3.7 Einfluss der Nutzereigenschaften
5. 4 Diskussion der Ergebnisse
6 Studie II: Rezeption von Online-Artikeln
6.1 Vorstudie: Texte und Leserkommentare
6.1.1 Stichprobe
6.1.2 Textmaterial
6.1.3 Design und abhängige Variablen
6.1.4 Ergebnisse
6.1.5 Auswahl des Versuchsmaterials
6.2 Methode
6.2.1 Stichprobe
6.2.2 Versuchsdesign
6.2.3 Versuchsmaterial
6.2.4 Abhängige Variablen
6.2.5 Moderierende Variablen
6.2.6 Ablauf des Experiments
6.3 Ergebnisse
6.3.1 Manipulation Check und Stichprobe
6.3.2 Bewertung und Glaubwürdigkeit des Texts
6.3.3 Einstellungen
6.3.4 Wahrnehmung der öffentlichen Meinung
6.3.5 Einfluss von Nutzereigenschaften
6.4 Diskussion der Ergebnisse
7 Abschlussdiskussion und Ausblick
7.1 Selektion von journalistischen Online-Informationen
7.2 Rezeption von journalistischen Online-Informationen
7.3 Theoretische Implikationen
7.4 Reflexion
7.5 Praktische Implikationen
7.6 Ausblick
7.7 Fazit
Literaturverzeichnis
A1 Anhang: Textmaterial der ersten Hauptstudie
A2 Anhang: Fragebogen der ersten Hauptstudie
A3 Anhang: Textmaterial der zweiten Vorstudie
A4 Anhang: Fragebogen der zweiten Hauptstudie
Tabelle 1: Entwicklung der Internet-Nutzung in Deutschland 24
Tabelle 2: Top 10 der reichweitenstärksten (werbefinanzierten) deutschen Webseiten 25
Tabelle 3: Top 10 der reichweitenstärksten redaktionellen Online-Angebote Deutschlands 26
Tabelle 4: Phasen der Mediennutzung nach Donsbach (1991a) und Wirth und Schweiger (1999) 32
Tabelle 5: Einfluss von Quelleninformationen in Elaboration-Likelihood- Modell, Heuristisch-Systematischem Modell und Unimodel in Abhängigkeit vom Verarbeitungsaufwand (Eigene Darstellung) 75
Tabelle 6: Quellenbewertungen in Bezug auf Qualität und Interesse an der Berichterstattung sowie Glaubwürdigkeit (Mittelwerte der Quellenbewertungen, Standardabweichungen in Klammern) 100
Tabelle 7: Kombinationen der unabhängigen Variablen Reputation, Bewertung und Leserzahlen 103
Tabelle 8: Einfluss von Reputation, Rating und Leserzahl auf die Glaubwürdigkeitseinschätzung – Mittelwerte, Standardfehler und Konfidenzintervalle 110
Tabelle 9: Interaktion zwischen Reputation, Rating und Leserzahl auf die Glaubwürdigkeitseinschätzung – Mittelwerte, Standardfehler und Konfidenzintervalle 111
Tabelle 10: Einfluss der Quellenreputation auf die Auswahlhäufigkeit – Mittelwerte, Standardfehler und Konfidenzintervalle 112
Tabelle 11: Einfluss der Quellenreputation auf die Lesedauer – Mittelwerte, Standardfehler und Konfidenzintervalle 113
Tabelle 12: Einfluss der Variablen Reputation, Rating und Leserzahl auf die Reihenfolge der Artikelauswahl – Mittelwerte, Standardfehler und Konfidenzintervalle 114
Tabelle 13: Ergebnisse der hierarchischen Regressionsanalysen – Einfluss von Nutzervariablen auf das Selektionsverhalten (Darstellung der pro Schrittfolge hinzugefügten Variablen und der kompletten Variablen im letzten Schritt) 118
Tabelle 14: Übersicht über die Ergebnisse zur Hypothesenprüfung der ersten Studie 118
Tabelle 15: Kategorien der erstellten Leserkommentare zum Thema Gen- Food und Beispiele 130
Tabelle 16: Einfluss des Textmaterials auf Einschätzung des Standpunkts und Artikelbewertung (Mittelwerte, Standardabweichungen in Klammern) 132
Tabelle 17: Bewertung der einzelnen Kommentare in Bezug auf Qualität und Standpunkt (Mittelwerte, Standardabweichungen in Klammern) 133
Tabelle 18: Verteilung der Versuchsteilnehmer auf die experimentellen Bedingungen 142
Tabelle 19: Einfluss der Quellenreputation auf die Einschätzung von Glaubwürdigkeit und Textglaubwürdigkeit (Mittelwerte, Standardabweichungen in Klammern) 143
Tabelle 20: Einfluss von Quellenreputation und Nutzerreaktion auf die Einstellung zum Thema (Mittelwerte, Standardabweichungen in Klammern) 144
Tabelle 21: Kontrastgewichte für die geplanten Mittelwertvergleiche 146
Tabelle 22: Ergebnisse der hierarchischen Regressionsanalysen – Kriterium: Einstellung zum Thema (Darstellung der pro Schrittfolge hinzugefügten Variablen und der kompletten Variablen im letzten Schritt) 150
Tabelle 23: Übersicht über die Ergebnisse zur Hypothesenprüfung der zweiten Studie 151
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Beispiel für ein Suchergebnis bei Google News 28
Abbildung 2: Beispiele für Leserkommentare, Bewertungen und Nutzungsstatistiken auf Online-Portalen sowie Social-Media-Kanäle von etablierten Medien 31
Abbildung 3: Ablaufmodell der Mediennutzung nach Schweiger (2001) 33
Abbildung 4: Typologie von Quellen nach Sundar und Nass (2001) 53
Abbildung 5: Schematische Darstellung der Prozesse und beteiligten Akteure bei der Nutzung von journalistischen Online-Angeboten (Eigene Darstellung) 93
Abbildung 6: Screenshot der als Stimulusmaterial erstellten Website (Übersichtsseite) 102
Abbildung 7: Auswirkung der Interaktion von Rating und Leserzahl auf die Glaubwürdigkeitseinschätzung 111
Abbildung 8: Auswirkungen der Interaktion von Reputation und Rating auf die Reihenfolge der Auswahl 115
Abbildung 9: Auswirkungen der Interaktion von Reputation und Leserzahl auf die Reihenfolge der Auswahl 115
Abbildung 10: Screenshots des Stimulusmaterials 137
Abbildung 11: Auswirkungen der Interaktion von Quelle und Nutzerreaktionen auf die Einstellung zum Thema 144
Abbildung 12: Übersicht über die geplanten Kontraste zum Einfluss verschiedener Formen von Nutzerreaktionen auf die Einstellung der Rezipienten 146
Abbildung 13: Schematische Darstellung der Prozesse und Akteure bei der Nutzung von journalistischen Online-Angeboten (Ergebnisse) 165
Lost in Information?
Sozialpsychologische Aspekte der Selektion und Rezeption
von journalistischen Online-Angeboten
Von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften,
Abteilung Informatik und Angewandte Kognitionswissenschaft
der Universität Duisburg-Essen
zur Erlangung des akademischen Grades
Doctor philosophiae (Dr. phil.)
genehmigte Dissertation
von
Stephan Winter
aus
Wuppertal
1. Gutachter: Prof. Dr. Nicole C. Krämer
2. Gutachter: PD Dr. Dagmar Unz
Tag der mündlichen Prüfung: 24. April 2012
Diese Dissertation beschäftigt sich mit Prozessen der Informationsauswahl und -verarbeitung bei der Nutzung von journalistischen Online-Angeboten. Vor dem Hintergrund der drastisch erhöhten Informationsmenge und den Möglichkeiten zur Nutzerbeteiligung stellt sich insbesondere die Frage, wie Rezipienten von Angaben zur Quelle und Nutzer-generierten Informationen in Form von Bewertungen und Kommentaren beeinflusst werden. Hierzu wird erörtert, inwieweit sich sozial- und medienpsychologische Theorien zu Selective Exposure und Persuasion auf die neue Nutzungssituation im Internet übertragen lassen.
In der ersten Studie wurden auf einer fiktiven Internet-Plattform, die Elemente aus Nachrichtensuchmaschinen enthält, Zusammenfassungen von Online-Artikeln dargeboten, die im Hinblick auf Quelle, Leserzahlen und Bewertung durch andere Nutzer variieren. Die Ergebnisse zeigten, dass die Versuchspersonen – unabhängig vom Inhalt – Texte aus renommierten Redaktionen bevorzugten, während soziale Bewertungen erst bei niedriger Quellenreputation wirksam wurden. In der zweiten Studie, die sich auf den Rezeptionsprozess bezog, wurde ein Online-Artikel mit variierten Quellenangaben und unterschiedlichen Formen von Nutzerreaktionen (kompetente vs. inkompetente Kommentare vs. Ratings vs. keine) dargeboten. Neben einem Quelleneffekt zeigte sich ein Einfluss der Nutzerreaktionen auf die Einstellung der Rezipienten zum Thema des Artikels: Die Wirkung des Texts wurde durch widersprechende Nutzerkommentare, die relevante Argumente enthielten, abgeschwächt – allerdings nicht durch rein subjektive Äußerungen. Ein Interaktionseffekt zwischen Quelle und Nutzerreaktion zeigte zudem, dass die Nutzerreaktionen vor allem im Zusammenhang mit einer renommierten Quelle wirkten. Auf die Einschätzung der öffentlichen Meinung hatten die Nutzerreaktionen jedoch keinen Einfluss, so dass es sich eher um direkte persuasive Effekte handelte. Aus den Ergebnissen kann gefolgert werden, dass Konzepte zum Selective Exposure um den Aspekt der Quellenglaubwürdigkeit ergänzt werden sollten und soziale Reaktionen aus dem Publikum bisherige Muster der Verarbeitung von medial vermittelten Informationen verändern. Basierend auf diesen Befunden werden theoretische Perspektiven aufgezeigt und praktische Implikationen mit Bezug auf Produzenten und Rezipienten journalistischer Online-Informationen diskutiert.
Schlagwörter: Informationsauswahl, Persuasion, Glaubwürdigkeit, Online-Journalismus, User-Generated Content
This dissertation deals with the selection and reception of journalistic articles on online news sites. The huge amount of information and the opportunities of user participation raise the question of whether and how recipients are influenced by information about the source and user-generated content such as ratings or reader comments. In this context, it is discussed whether theories of media and social psychology concerning selective exposure and persuasion can be applied to the usage of participatory news sites.
In the first study, headlines and summaries of articles were shown on a website which was designed as an online news collection. Source information (online magazines with high vs. low reputation), community ratings (valence: positive vs. negative) and the number of views (few vs. many) were varied as within-subject factors. Results showed that the participants preferred texts which were attached to highly reputable sources – although content was kept constant –, whereas social ratings were only relevant when the reputation of the source was low. In the second study, which focused on the process of reception, participants were asked to read an online news article. Source reputation and the form of user feedback (relevant comments vs. subjective comments vs. ratings vs. none) were systematically varied. Apart from a source effect, results showed that peer-generated postings influenced the readers’ attitude toward the topic: The persuasive effect of the text was diminished by contradicting comments which presented reasonable arguments, while subjective comments did not have an effect. An interaction between source and user feedback showed that the user-generated statements were particularly relevant for a news site with a high reputation. However, comments and ratings were not used to infer the general opinion climate. In summary, it can be concluded that models of selective exposure should be amended by the aspect of source credibility and that social reactions of the Internet community have the potential to change traditional patterns of media reception. Theoretical perspectives as well as implications with regard to the producers and users of online news sites are discussed.
Keywords: selective exposure, persuasion, source credibility, online journalism, user-generated content
Ohne die Unterstützung anderer wäre die Entstehung dieser Arbeit undenkbar gewesen. Diejenigen, die dafür gesorgt haben, dass ich während des Schreibens nicht selbst „lost in information“ versunken bin, möchte ich deshalb an dieser Stelle nennen.
Zunächst bedanke ich mich besonders bei Nicole C. Krämer, meiner Betreuerin und „Doktormutter“, für ihre stetige Förderung, Motivation und Unterstützung sowie zahlreiche gewinnbringende Anregungen, für ihr Vertrauen und für die vielen Freiheiten, die sie mir ermöglicht hat. Vor allem ist es auf ihren Einsatz zurückzuführen, dass ich nach meinem Zeitungsvolontariat den Weg zurück an die Universität eingeschlagen habe. Besonderer Dank gilt auch der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Förderung unseres Projekts zur „Auswahl und Verarbeitung von Wissenschaftsinformationen im Internet“ im Schwerpunktprogramm „Wissenschaft und Öffentlichkeit“, das den Grundstein für die Überlegungen zu dieser Dissertation setzte.
German Neubaum und Leonie Rösner aus unserem Projekt-Team danke ich dafür, dass ich mich immer auf sie verlassen konnte, sowie für ihre Unterstützung bei der Datenerhebung zur zweiten Studie dieser Arbeit und ihren Einsatz bei der Durchsicht des Manuskripts. Genauso danke ich Jana Appel und Kathrin Schielke, den Mitgliedern des „Ur-DFG-Teams“, für die immer sehr gute Zusammenarbeit sowie die Unterstützung bei der Erhebung zur ersten Studie.
Joseph B. Walther, Yuhua „Jake“ Liang und ihre Kollegen am Department of Communication haben mir eine interessante, lehrreiche und unterhaltsame Zeit an der Michigan State University ermöglicht, die mich weiter motiviert hat und zu maßgeblichen Ideen für diese Dissertation geführt hat. Ebenso hat der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen des Lehrstuhls für Sozialpsychologie: Medien und Kommunikation sowie im Schwerpunktprogramm „Wissenschaft und Öffentlichkeit“ für verschiedene hilfreiche Anregungen gesorgt. Insbesondere danke ich Dagmar Unz für ihre direkte Zusage und ihren Einsatz, die Arbeit als Zweitgutachterin zu betreuen. Das Münsteraner SPP-Team um Rainer Bromme, Marc Stadtler, Dorothe Kienhues, Lisa Scharrer und Eva Thomm hat es ermöglicht, einen Teil der Datenerhebung auch an ihrer Universität durchzuführen.
Sabrina Eimler, Sabrina Sobieraj, Nina Haferkamp, Dina Burkolter, Lisa Paus und Daniel Nölleke danke ich für Boulevard- und Wissenschaftskompetenz und den immer hilfreichen Austausch während der gemeinsamen Doktoranden-Zeit. Meinen Freunden – insbesondere Holger Schmidt, Thomas Ruhland, Christoph Lehmann, Thomas Kowalczyk und Stefan Hucke – danke ich für diverse nötige Ablenkungen und kreative Pausen, Elisabeth Majcherczyk für ihre Unterstützung an allen Fronten und gutes Zureden.
Vor allem danke ich meinen Eltern, Reinhard und Romana Winter, weil sie jederzeit für mich da waren. Einen besseren Rückhalt hätte ich mir nicht vorstellen können!
Das Internet hat den Zugang zu Informationen deutlich vereinfacht und die damit verbundenen Prozesse der Mediennutzung drastisch verändert: Im World Wide Web steht – per Mausklick und weitgehend ohne Zugangsbegrenzung – ein riesiges Archiv von Inhalten jeglicher Art zur Verfügung, das anders als traditionelle Massenmedien wie Zeitung und Fernsehen keine (oder zu vernachlässigende) Platzbeschränkungen aufweist (Metzger, 2007; Walther, Tong, DeAndrea, Carr & van der Heide, 2011). Gleichzeitig sind die Grenzen zwischen Produzenten und Rezipienten unscharf geworden: Die klare Rollenteilung zwischen Journalisten, die Informationen sammeln, auswählen und verbreiten, und Rezipienten, die diese konsumieren und sich höchstens per Leserbrief zu Wort melden, gilt im Internet nicht mehr uneingeschränkt (Bruns, 2009; Neuberger & Quandt, 2010). Stattdessen kann der Nutzer selbst zum Kommunikator werden (Schmidt, 2009), indem er beispielsweise Artikel von Journalisten online bewertet und kommentiert, in sozialen Netzwerken oder Nachrichtendiensten wie Twitter weiterverbreitet oder in Blogs selbst Inhalte erstellt (User-Generated Content; O’Reilly, 2005).
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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