Magisches Kompendium - Alchemie - Frater Lysir - E-Book

Magisches Kompendium - Alchemie E-Book

Frater LYSIR

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Beschreibung

Alchemie! Die praktische und theoretische Methode der okkulten Wissenschaft. Die Entschlüsselungen der Geheimnisse des Kosmos und die Anwendung dieser Informationen im Sein. Genau dies ist die Alchemie, genau dies wird mit dem "Stein der Weisen" beschrieben und genau dies kann man erreichen, wenn man sich selbst zu einer Meisterung seines Lebens aufmacht. Die Alchemie ist hierbei eine gigantische Fundgrube an Chancen und Möglichkeiten. Hierbei ist die Alchemie der wahre Vorgänger aller Naturwissenschaften, die es heute in ihren verschiedensten Arten und Weisen gibt. Ohne die Alchemie, wären die Chemie, die Physik, die Biologie, die Medizin und auch die Pharmakologie nicht das, was sie heute sind. Zwar wird der Begriff "Alchemie" immer damit assoziiert, dass geld- und goldgierige Menschen aus Blei oder Unrat den Transformationsprozess zu Gold oder anderen Reichtümern anstrebten, doch ist dies ein überholtes und nichtssagendes Vorurteil. Die Alchemie ist eine okkult-energetische Chance der Selbsterkenntnis und der Arbeit im eigenen großen Werk. Die Alchemie bietet dem Suchenden, dem Wissenden und auch dem Eingeweihten die Gelegenheit, die verschiedensten magischen und energetischen Arbeitsbereiche zu kombinieren. Hierbei findet man Zusammenschlüsse mit der Astrologie, der Hermetik und der rituellen Magie. Doch auch die Ausflüge in die Medizin, die Pharmazie und die Chemie sind hier deutlich zu nennen. Die Alchemie ist hierbei ein essenzielles Bindeglied für den wissenschaftlichen Geist, der seiner eigenen Intuition folgen will, da der Erkenntnisprozess im eigenen deduktiven Universum bereits an Grenzen gestoßen ist, die man allein durch die Wissenschaft nicht überwinden kann. Hierbei geht es um die Arbeiten im eigenen Energiesystem, um die transformatorischen Prozesse, sodass man seinen bleiernen, profanen Geist zu einem goldenen, magischen Prinzipal verändern kann, um die Dynamiken des Kosmos aus vollkommen neuen Blickwinkeln zu verstehen.

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Veröffentlichungsjahr: 2018

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Frater Lysir

Magisches Kompendium - Alchemie

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Magisches Kompendium – Die Alchemie

Prolog „Magisches Kompendium“ – Alchemie

Die Alchemie

Sichtweisen und Grundideen der Alchemie

Alchemie und die Transmutation

Zahlen der Alchemie und die hermetische Philosophie

Alchemie, Spagyrik und Heilkunst

Spagyrik und Alchemie – Anwendungen, Verbindung und Philosophien

Entien – der Einfluss der Planeten und Gestirne

Salz – Quecksilber – Schwefel

Der Mensch und die Alchemie

Alchemie – Therapie und Pharmazie des Mittelalters

Korrespondenzen der Planetenmagie in der Alchemie

Die Selbstevolution als alchemistisches Meisterwerk

Mythologie und Alchemie

Im Labor der Alchemisten – Astralarbeit

Epilog der gesamten Buchreihe

Quellenangabe

Impressum neobooks

Magisches Kompendium – Die Alchemie

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Magisches

Kompendium

Alchemie

Lysir

01.01.2015 – 01.06.2018

Allgemeiner Hinweis: Das MAGISCHE KOMPENDIUM ist als ein Gesamtwerk zu sehen, in welchem zum Teil auch mit anderen SCHRIFTEN gearbeitet wird. Primär sind dies die freien Schriften „DEEnoch“ und „Bwhebb“ verwendet. Wenn man also doppelte, „einzelne“ oder „unsinnige lateinische Buchstabenkombinationen“ findet, wird es sich um henochische bzw. hebräische Buchstaben handeln. Es können aber auch Ogham-Schriftzeichen oder Malachim-Symbole sein, die durch eigene Fonds erschaffen und auch ins Dokument integriert wurden. Doch nicht ALLE READER können ALLE Schriften darstellen. Wenn es sich um essenzielle Bereiche handelt, wurden die Schriftblöcke als GRAFIKEN dargestellt, sodass man sie dennoch lesen kann. NICHT in jedem eBook der Reihe „MAGISCHES KOMPENDIUM“ wird man auch entsprechende Schriftfonds treffen.

Impressum

Copyright: © 2018 LYSIR

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Reden lernt man durch Reden.

Denken lernt man durch Denken.

Magie durch das Leben!

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Alchemie! Die praktische und theoretische Methode der okkulten Wissenschaft. Die Entschlüsselungen der Geheimnisse des Kosmos und die Anwendung dieser Informationen im Sein. Genau dies ist die Alchemie, genau dies wird mit dem „Stein der Weisen“ beschrieben und genau dies kann man erreichen, wenn man sich selbst zu einer Meisterung seines Lebens aufmacht. Die Alchemie ist hierbei eine gigantische Fundgrube an Chancen und Möglichkeiten. Hierbei ist die Alchemie der wahre Vorgänger aller Naturwissenschaften, die es heute in ihren verschiedensten Arten und Weisen gibt. Ohne die Alchemie wären die Chemie, die Physik, die Biologie, die Medizin und auch die Pharmakologie nicht das, was sie heute sind. Zwar wird der Begriff „Alchemie“ immer damit assoziiert, dass geld- und goldgierige Menschen aus Blei oder Unrat den Transformationsprozess zu Gold oder anderen Reichtümern anstrebten, doch ist dies ein überholtes und nichtssagendes Vorurteil. Die Alchemie ist eine okkult-energetische Chance der Selbsterkenntnis und der Arbeit im eigenen großen Werk. Die Alchemie bietet dem Suchenden, dem Wissenden und auch dem Eingeweihten die Gelegenheit, die verschiedensten magischen und energetischen Arbeitsbereiche zu kombinieren. Hierbei findet man Zusammenschlüsse mit der Astrologie, der Hermetik und der rituellen Magie. Doch auch die Ausflüge in die Medizin, die Pharmazie und die Chemie sind hier deutlich zu nennen. Die Alchemie ist hierbei ein essenzielles Bindeglied für den wissenschaftlichen Geist, der seiner eigenen Intuition folgen will, da der Erkenntnisprozess im eigenen deduktiven Universum bereits an Grenzen gestoßen ist, die man allein durch die Wissenschaft nicht überwinden kann. Hierbei geht es um die Arbeiten im eigenen Energiesystem, um die transformatorischen Prozesse, sodass man seinen bleiernen, profanen Geist zu einem goldenen, magischen Prinzipal verändern kann, um die Dynamiken des Kosmos aus vollkommen neuen Blickwinkeln zu verstehen.

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Inhaltsverzeichnis

Titel Seite

Prolog „Magisches Kompendium“ – Alchemie 6-11

Die Alchemie 12-36

Der Stein der Weisen 18-24

Lebenselixier 24-36

Sichtweisen und Grundideen der Alchemie 37-48

Alchemie und die Transmutation 49-62

Zahlen der Alchemie und die hermetische Philosophie 63-78

Alchemie, Spagyrik und Heilkunst 79-89

Spagyrik und Alchemie – Anwendungen, Verbindung und Philosophien 90-106

Entien – der Einfluss der Planeten und Gestirne 107-115

Ens Astrale / Astrorum: 108-109

Ens Veneni: 109-110

Ens Naturale: 110-111

Ens Spirituale: 111-112

Ens Dei: 112-115

Salz – Quecksilber – Schwefel 116-131

Der Mensch und die Alchemie 132-152

Alchemie – Therapie und Pharmazie des Mittelalters 153-168

Korrespondenzen der Planetenmagie in der Alchemie 169-215

Die Selbstevolution als alchemistisches Meisterwerk 216-229

Mythologie und Alchemie 230-236

Im Labor der Alchemisten – Astralarbeit 237-248

Epilog der gesamten Buchreihe 249-251

Quellenangabe 252-256

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Prolog „Magisches Kompendium“ – Alchemie

Die vorliegende Buchreihe, die die Hauptüberschrift „Magisches Kompendium“ trägt, ist in viele, viele Bände gesplittet. Im Endeffekt muss man alle Bände und Bücher als ein großes Werk sehen, ein Werk, mit welchem man arbeiten kann und auch arbeiten soll. Daher ist es kein lineares Werk, welches man unbedingt von vorn nach hinten lesen muss! Nein, es ist zwar ein vollständiges Werk, doch muss jeder selbst schauen, welche Bereiche für die eigene, aktuelle Entwicklung essenziell sind. So kann man einzelne Bücher, die autark gedruckt sind, eher als Kapitel des „Magischen Kompendiums“ sehen.

Im vorliegenden Buch wird das Thema der „Alchemie“ angesprochen und in allen Einzelheiten beleuchtet. Die Alchemie ist hierbei eine Möglichkeit der Selbstevolution, die auf den verschiedensten Ebenen ihre Macht entfalten kann. Gleichzeitig ist die Alchemie aber auch eine wertvolle Fundgrube der naturwissenschaftlichen Vergangenheit, denn die Alchemie war damals DAS Wissenschaftsgebiet schlechthin. Alle modernen Bereiche der Physik, der Chemie, der Biologie, der Medizin, der Pharmazie hätten ohne die Alchemie nicht den aktuellen Wissensstand, der existiert. Gleichzeitig muss man auch die unendlich vielen anderen, interdisziplinären Wissenschaftsformate nennen, die eine direkte oder auch indirekte naturwissenschaftliche bzw. alchemistische Beeinflussung erfuhren. Die Alchemie ist daher die lebendige Geschichte der naturwissenschaftlichen Vergangenheit.

In diesem Werk wird die Alchemie auf unterschiedlichste Art und Weise illuminiert und erklärt. Es wird ein Weg aufgezeigt, der dem Leser die Chance bietet, all die überholten, intoleranten Vorurteile, die in der profanen Welt über den Begriff der „Alchemie“ existieren, über Bord zu werfen, um hier echtes Wissen zu etablieren.

Hierbei werden die verschiedenen Fachvokabeln der Alchemie aufgeschlüsselt, erklärt und verständlich illuminiert, sodass jeder die beiden bekanntesten Begriffe „Stein der Weisen“ und „Lebenselixier“ ohne Weiteres verstehen kann.

Natürlich werden hier auch die astrologischen und hermetischen Ideen aufgegriffen und mit den alchemistischen Konzepten in Einklang gebracht, sodass man selbst beginnen kann, interdisziplinäre Arbeiten im Bereich der Magie auszuführen. Die Alchemie ist hier – um es chemisch auszudrücken – ein wahrer Katalysator, was bedeutet, dass eine (chemische oder auch geistige) Reaktion begünstigt wird, ohne dass eine anschließende Veränderung oder Manipulation vorliegt. Im Falle der energetischen Möglichkeiten der Alchemie muss man natürlich von geistigen Reaktionen sprechen, von geistigen Reaktionen, die im eigenen Selbst ablaufen.

Da in der aktuellen Zeit auch das Thema der Heilung bzw. der Selbstheilung immer wichtiger und wichtiger wird, wird in diesem Werk auch eine Brücke zur Spagyrik geschlagen – wenn man so will, dem pharmazeutisch-medizinischen Fragment der Alchemie. In diesem Rahmen wird aber auch die eigene Selbsterkenntnis weiter forciert, da ein Augenmerk auf die verschiedenen Energiekörper und deren Möglichkeiten gelegt wird, um alchemistisch zu wirken. Doch natürlich darf auch eine kritische und wissenschaftliche Betrachtung der Alchemie hier nicht fehlen, wobei sich diese wertneutral und vorurteilsfrei bewegt und die Tatsache berücksichtigt, dass die Menschen im Mittelalter andere Wissenshorizonte hatten, als es heutzutage der Fall ist. Daher muss man auch die philosophischen Konzepte der Alchemie verstehen, und wie der Mensch als Gesamtwesen betrachtet wurde.

Ein besonderes Augenmerk wird auch noch einmal auf die Hermetik und auf die individuellen Archetypen der klassischen Himmelskörper der Astrologie und auch der „neuen Planeten“ – Uranus, Neptun, Pluto und Chiron – gelegt, da es hier eine riesige Korrespondenzübersicht gibt, mit den verschiedensten Zuordnungen und Energieklassifizierungen. Dies gilt nicht nur für die rituelle Magie, sondern auch für alchemistische Tätigkeiten.

Da die Alchemie eine wertvolle Komponente der Selbstevolution ist, wurde eine spezielle astrale Arbeit erschaffen, die den Reisenden in ein alchemistisches Labor führt, um hier auf astraler Ebene eigene Werkzeuge, Attribute und Arbeitsgeräte zu kreieren, um sich diese selbstinitiatorisch zu verleihen. Hierdurch erhält man die Chance, die eigene magische Metamorphose alchemistisch zu forcieren und auch zu beschleunigen, um wahrlich sein Großes Werk zu beginnen.

So sind diese theoretischen und praktischen Aufschlüsselungen, Arbeiten, Handhabungenund Wirkweisen in diesem Buch, so erstellt, dass sie vollkommen autark und eigenständig verwendet werden können, wodurch man gezielte Übersichten und Arbeitsvorschläge zum Thema „Alchemie“ erhalten kann. Gleichzeitig ist dieses Buch aber auch nur ein Fragment, ein Fragment eines viel größeren Werkes, welches sich wie ein magisches Netzwerk verhält, da die einzelnen Bücher / Kapitel miteinander bewusst verwoben sind, sodass man für sich schauen kann, welche Schwingungen und Kommunikationsformen dieses Netzwerk benötigt. Durch diese Erkenntnis beginnt die Transzendenz, sodass man sich selbst evolutionieren kann, und versteht, welche Formen man bereits beherrscht und kennengelernt hat, und welche noch in der eigenen Sammlung, im Bestand und im Repertoire fehlen.

Jegliche Art der Magie wird sich im Gesamtwerk des „Magischen Kompendiums“ wiederfinden – Stück für Stück werden alle denkbaren Bereiche abgedeckt, sodass es auf der einen Seite ein echtes Kompendium ist, auf der anderen Seite aber auch eine „unendliche Geschichte“, denn die Magie lebt, entwickelt und vergrößert sich – immer!

Die Bereiche, die durch das „Magische Kompendium“ abgedeckt werden lauten: „Meditation“, „Energiekörper und energetische Anteile“, „Energiezentren und Chakren“, „Sigillenmagie“, „Planetenmagie“, „Die Kunst der Divination“, „Tarot und Kabbalistik“, „Die Magie – Theorie und Praxis“, „Magischer Schutz“, „Heilarbeiten und die Lehre der Elemente“, „Die Macht der Malachim-Symbole“, „Alchemie“, „Mors Mystica, andere Tode und Initiationen“, „Selbstanalyse und Selbsterkenntnis“, „Schattenarbeit“, „Rituale und Kerzenmagie“, „Schamanismen“, „Satanismus, Höllenbruten und die Macht der Dschinns“, „Exorzismen, Mantren und Beschwörungen“, „Engel und Erzengel – Praktische Magie der Angelistik“, „Henochische Magie und Rituale – Theorie und Praxis“, „Kabbalah – Wissen und Weisheit im Sephiroth und Qlippoth“, „Lichtarbeit“, „Quanten- und Matrixmagie“, „Sternenkollektive“, „das Große Werk“, „Runen und Runenmagie“, „Runeninitiationen“, „Wissen und Weisheit des Nordens“, „Praxis der nordischen Magie“, „Voodoo“, wie auch „Chaosmagie“! Das Buch OMEGA ist der Schlussstein der Buchreihe und bezieht sich auf Channelings! Genau deswegen schrieb ich:„Jegliche Art der Magie wird sich im Gesamtwerk des „Magischen Kompendium“ wiederfinden – Stück für Stück werden alle denkbaren Bereiche abgedeckt, sodass es auf der einen Seite ein echtes Kompendium ist, auf der anderen Seite aber auch eine „unendliche Geschichte“, denn die Magie lebt, entwickelt und vergrößert sich – immer!“

Wenn man also auf der Suche nach magischem Wissen ist, welches man auch in der Praxis anwenden kann, wird man nach und nach immer weitere Bände des „Magischen Kompendiums“ finden können!

In Bezug auf das Gesamtkonzept des „Magischen Kompendiums“ gilt, dass die praktischen Fragmente alle auch praktisch erarbeitet und ausprobiert worden sind, sodass durch die Dynamiken und Möglichkeiten der Rituale, der Meditationen, der Astralreisen, der Riten und der weiterführenden Prozesse, die es in dieser Buchreihe gibt, nach und nach eine hohe Zielgenauigkeit erschaffen wurde.

Diese Zielgenauigkeit wird sich auf die eigene Evolution beziehen, denn da der Kosmos voller Humor steckt, ist die Selbstevolution einfach nur ein Spiel, ein Spiel des Lebens und ein Spiel der Existenz. Natürlich sind alle Rituale, Riten, Meditationen und Astralreisen so konzipiert, dass man sie alleine ausführen kann, da nicht jeder den Halt und die Unterstützung einer magischen Gemeinschaft bzw. Familie besitzt.

Doch wenn man will, kann man die Arbeiten auch ohne Weiteres als Gruppenarbeit verwenden bzw. verstehen. Ferner lade ich jeden ein, dass die bestehenden Arbeiten selbstständig und individuell, und für den privaten Eigengebrauch, erweitert werden, sodass man für sich schauen kann, dass man den Ritualen, Riten, Meditationen und Astralreisen den letzten und absolut individuellen Schliff geben kann.

Bei allen praktischen Arbeiten, allen Ritualen, allen Riten, allen Meditationen und allen astralen Reisen, gilt, dass es stets nur Vorschläge und Methoden sind, die man alle für sich selbstständig verändern, erweitern oder auch ergänzen kann – vielleicht sogar ergänzen muss?! Dies kann sehr passend und erfolgreich sein, doch es kann auch töricht und gefährlich sein. So ist nun einmal die Magie!

Die Kreativität eines jeden magischen Menschen kann sich selbst erkennen und erwecken, wenn man Schabloben als Fundamente erkennt, und sich selbst etwas aus diesen Fundamenten erschafft, wodurch man seinem eigenen Selbst folgt, und nicht irgendeinem Autor, der im Endeffekt seine magischen Wege, Erfahrungen, Ansichten, Meinungen und Maximen einfach nur veröffentlicht hat, um sich selbst Werkzeuge zu erschaffen, die individuelle, aber auch universelle Noten beinhalten.

So will ich nun jedem, der den Weg zu diesem Buch / Kapitel und auch zu dieser gesamten Buchreihe gefunden hat, viel Spaß und Erfolg wünschen. Gleichzeitig will ich aber auch eine obligatorische Warnung mit auf den Weg geben!

Alle Arbeiten und beschriebenen Ausführungen – egal, ob diese in der Theorie oder in der Praxis eine Anwendung finden – werden stets auf eigene Gefahr vollzogen! Das Problem mit der Magie ist nicht, ob sie funktioniert, sondern dass sie funktioniert! Daher muss sich jeder selbst prüfen, ob er wirklich für diese geistigen und energetischen Arbeiten bereit ist. Wenn dies so ist … schreite mutig voran und vergöttliche dich selbst! SO SOLL ES SEIN!

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Die Alchemie

Wenn man die Vokabel „Alchemie“ hört, laufen wieder bei den meisten Menschen die verschiedensten Mechanismen ab. Man erinnert sich an weitere „Fachvokabeln“, an „mystische Formulierungen“ und irgendwie auch an die klassische Chemie aus der Schulzeit. Alles zusammen genommen ergibt dies ein interessantes Gebräu, doch leider keine Klarheit. Da das Thema der Alchemie sehr groß und sehr komplex ist, verlassen die meisten Menschen wieder schnell dieses „undurchsichtige Gebräu“, um sich einfacheren Themengebieten zuzuwenden. Verständlich, doch gleichzeitig auch sehr schade, denn das Themengebiet der Alchemie hat nicht nur altes und historisches Wissen zu bieten, nein, es kann auch Wege zur Selbsterkenntnis aufzeigen, auf denen man sich selbst Werkzeuge erschaffen kann, die bei der eigenen Evolution essenziell sind. Daher will ich jetzt einmal eine Klärung des eigenen Gebräus anbieten, sodass man Stück für Stück erkennen kann, was die Alchemie war, was sie ist und wie man die verschiedenen Lehren, Philosophien, Dekrete und experimentellen Gedankengänge im Einzelnen verwenden kann. Gut, einfach wird das nicht werden, denn wenn man schon in die Schreibweise des Wortes Alchemie eintauchen will, wird man mit verschiedenen Buchstabenkombinationen konfrontiert. Im Normalfall findet man die Schreibweise „Alchemie“ in der literarischen Welt, doch des Öfteren stößt man auch auf die Schreibweisen „Alchimie“, „Alchiemie“ bzw. „Alchymie“. Zwar erkennt man immer noch den Kern des Wortes – die Chemie – doch ist es schon manchmal befremdlich, wenn alltägliche Wörter verfremdet werden.

Wenn man nun versucht, die Herkunft des Wortes zu bestimmen, wird es nicht einfach werden. Es gibt hier keine klaren Aufzeichnungen mehr, sodass die verschiedenen Quellen, die es in der Literatur oder auch im Internet gibt, natürlich primär ihre eigenen Aussagen als „richtig“ und „korrekt“ anpreisen.

Eine zusätzliche Schwierigkeit besteht darin, dass die Alchemie im Grunde schon immer existent war. Egal, ob man nun ins Mittelalter geht, in das alte Griechenland, zu den Ägyptern oder weiter zurück in der Zeitgeschichte reist und die Babylonier und Sumer betrachtet. Das grundsätzliche Wirken der Alchemie – das Arbeiten mit Stoffen aus der Natur – existierte schon immer. Daher kann man nur Vermutungen anstellen und sich auf Sprachen beziehen, die noch gesprochen werden und die noch so lebendig sind, dass man hier keine Gedankenexperimente wagen muss, um eine Aussprache zu kreieren. Daher fallen die Sprachen aus Sumer, Babylonien und Ägypten weg, auch wenn es hier viele Texte, Steintafeln und Stelen gibt. Da hier aber keine Lautschrift existiert, kann kein lebender Mensch mit einer 100%igen Sicherheit sagen, wie die verschiedenen Wörter ausgesprochen wurden und wie sie klangen. Wenn man diesen leidigen Punkt berücksichtigt, stößt man irgendwann auf die arabische Sprache. Hier gibt es ausreichend Aufzeichnungen und auch ausreichend Menschen, die diese Sprache sprechen. Daher wird meist vermutet, dass das aktuelle Wort „Alchemie“ sich von dem arabischen Wort الخيمياء (al-ḫīmiyāʾ) oder auch الكيمياء (al-kīmiyāʾ) ableitet. Im gleichen Atemzug muss dann aber auch wieder die griechische Sprache genannt werden, bzw. das griechische Wort „χυμεία“ (chymeia). Wenn man dann in die Übersetzung geht, muss die arabische Silbe „al“ als einfacher Artikel (der, die, das bzw. ein, eine, einer, eines etc.) gedeutet werden und das Wort ḫīmiyāʾ bzw. kīmiyāʾ als „Kemet“ bzw. „Chemi“, welches man mit „das Schwarz“ oder auch „schwarze Erde“ übersetzen kann, welches wieder in der ägyptischen Welt (kmt; also Kamit oder Kemit) stammt. Der griechische Begriff „χυμεία“ (chymeia) kann hier mit der Übersetzung „Vermischung“ versehen werden, sodass man sich vorstellen kann, dass die heutige Alchemie eine Fusion der „Vermischung der schwarzen Erde“ (mit schwarzer Erde ist der fruchtbare Mutterboden gemeint, speziell im Nilbecken) ist.

Aus diesem Kontext heraus ist es einfach, dass man die Alchemie als „Kunst der Vermischung“ bzw. „Gewandtheit des Stoffwechsels“ betitelte, und ihr noch weitere Würdigungen wie „die königliche Kunst“, „Lehre des Gießens“, „Mischung der Essenzen“ oder „Arbeit der Weisen“ gab. Wenn man sich dann noch das europäische Mittelalter anschaut, ist es auch wirklich passend, denn gerade in dieser Zeit erlebte die Alchemie eine echte Blütephase, die sich nachdrücklich auf unsere aktuelle Zeit übertrug. Sie übertrug sich auf unsere Zeit? Natürlich, denn die „Kunst der Vermischung“ bzw. „Gewandtheit des Stoffwechsels“ ist nichts anderes als die Chemie und die daraus resultierende Pharmazie. Hierbei muss man natürlich sofort erwähnen, dass es letztlich schon immer Chemiker und Pharmazeuten gab, egal, ob man nun in die Vergangenheit Sumers, Babylonien, Ägyptens oder Griechenlands geht, oder in andere Zeitepochen bzw. kulturelle Denkfabriken.

Somit ist es vollkommen legitim zu sagen, dass die Alchemie eine frühe Form der Naturwissenschaft war, die sich wortwörtlich mit den Vorgängen in der Natur befasste. Dass es hierbei irgendwann einmal um die Herstellung von Gold ging, hat eher damit etwas zu tun, dass die Alchemisten Sponsoren brauchten, um ihre Forschungen voranzutreiben. Da war es nur verständlich, dass man dem reichen Adel eine Aussicht präsentierte, wie dieser noch viel, viel reicher werden könnte, ohne ein großes Risiko einzugehen. Doch die Verwandlung „Blei in Gold“ darf nicht als realer Akt gesehen werden. Hier war eher der Akt der Selbstevolution betitelt, sodass man aus einem unedlen Gemüt – einem bleiernen Geist – einen edlen Charakter – eine goldene Seele – erschuf. Nebenbei waren die Alchemisten daher eher bemüht, alltägliche Dinge zu transformieren, sodass Stoffe für den täglichen Bedarf entstanden. Hierbei wurde im Grunde kein Bereich ausgelassen, was bedeutet, dass man sich um Lebensmittel kümmerte, genauso wie um Metallverbindungen oder andere chemische Stoffe.

Wenn man so will, kann man die Transformation der Milch in Joghurt, Butter oder Käse als einen alchemistischen Prozess sehen, der von einem alchemistischen Gemüt entdeckt wurde. Gleiches würde dann auch für die Haltbarmachung von anderen Lebensmitteln gelten, egal, ob es nun gepökeltes Fleisch oder eingelegter Fisch ist. Gut, die jeweiligen Fachkräfte in der Landwirtschaft bzw. die Fischer auf dem Meer, haben diese „Haltbarmachungen“ bzw. „Transformationen“ definitiv nicht unter dem Titel „Alchemie“ geführt, doch ein Schmied, der sich auf besondere Metallverarbeitungen und mögliche Trennungsgänge von Metallen verstand – vielleicht sogar Legierungen und andere Metallvermischungen erschuf – wird sich selbst auch nicht unbedingt als Alchemist gesehen haben. Wobei man hier noch nicht einmal einen Unterschied zwischen Kunstschmieden, Waffenschmieden oder Haus- und Hofschmieden machen muss. Selbst die Kräuterfrauen oder die „Weisen Männer“, die mit verschiedenen Heilpflanzen gearbeitet haben, um hier pharmazeutische Besonderheiten zu erforschen bzw. Extrakte, Tinkturen oder spezielle Auszüge zu kreieren, werden nicht sofort einen Brückenschluss zum Themengebiet der Alchemie gemacht haben. Zwar wurden hier auch Farbstoffe und andere Besonderheiten erschaffen bzw. erkannt, dennoch muss man hier nicht sofort auf die Alchemie schließen. Doch möglich ist es, denn selbst ein reiner Winzer (oder auch ein Obstbauer) hat sehr viel mit der Alchemie zu tun, da auch hier besondere Prozesse verwendet werden, um aus den geernteten Trauben einen guten Wein zu machen.

Man sieht also, dass die Alchemie im Grunde in allen möglichen Dingen und Handwerken steckt, auch wenn man sie dort nicht sofort erwartet oder sucht. Natürlich geschahen sehr viele Entdeckungen aus reinem Zufall, sodass man hier nicht einfach sagen kann, dass der Alchemist XY dies oder jenes erfunden hat. Doch auch wenn es Zufallsfunde immer gegeben hat und auch immer geben wird, die Alchemie hat die verschiedenen naturwissenschaftlichen „Zufallsfunde“ kategorisiert, kanalisiert und dann auch reproduziert.

Ob es nun das berühmte Schießpulver war, das Porzellan, Metalllegierungen oder die Mineralkunde selbst, wodurch wieder neue Stoffe und chemische Verbindungen entdeckt wurden – sie alle haben alchemistische Fragmente in sich. Natürlich gab es dann irgendwann auch „den Alchemisten“ als Berufsstand, wobei sich meist hier die adligen bzw. gut situierten Menschen mit dieser Thematik befassten, da die Alchemie neben der Komponente „Zeit“, auch ein entsprechendes Laboratorium benötigte. Wenn man kein Geld hatte, dafür aber den passenden Verstand, der die jeweiligen alchemistischen Ideen „produzierte“, musste man sich einen Sponsor suchen.

Daher kann man erst einmal oberflächlich und lapidar sagen, dass sich die Alchemisten mit allem und alles befassten. Wenn man es etwas umgrenzen will, dann kann man die Bereiche der Mineralogie, der Metallurgie und letztlich auch der Geologie finden. Gleichzeitig aber auch einen großen Teil der Biologie, sodass es um Farbstoffe und andere Möglichkeiten der Einfärbung ging, was dann aber auch zu der allgemeinen Farbenlehre führte. Da sie aber nicht nur die Stoffe auf Farbe, Gewicht, Aussehen und oberflächliche Eigenschaften untersuchten, sondern auch hier in die Tiefe gingen, muss man natürlich ganz klar die Chemie und die Physik mit benennen und betiteln. Dass hierbei wieder und wieder die Idee der Transformation von „unedlen Metallen“ (egal ob es nun Eisen oder Blei war, Hauptsache es bestand kein echter Mangel) in „edle Metalle“ (also Gold oder auch Silber) keimte, kann man auch mit dem heutigen Lottospiel vergleichen. Ob man nun diesem Gewinn nachjagt und Chancen von 1 zu 140 Millionen hat oder ob man darauf hofft, dass man ein Verfahren erfindet, dass es nicht doch ermöglicht, aus „Dreck Gold zu schaffen“. Es wurden die verschiedensten Ideen produziert, sodass letztlich hier auch der Begriff „Stein der Weisen“ geprägt wurde, ein universelles Elixier oder auch „festes Ding“, welches die Transformation zum Golde starten sollte. Nun, im Grunde war es von vorneherein bekannt, dass hiermit die innere Transformation gemeint war, dass man sich selbst erkennt, analysiert und seine Schwächen minimiert und die eigenen Stärken weiter ausbaut und forciert.

Zwar tauchten immer wieder mal Schriften auf, dass man mit der Hilfe des Steins der Weisen universelle Heilmittel kreieren konnte, sodass Krankheiten kein Thema mehr waren und auch der Alterungsprozess des Menschen keine Garantie des Ablebens war, doch ist dies eher sekundär zu betrachten. Nun ja, in der heutigen Zeit tauchen aber auch immer wieder sinnfreie Texte auf, die schlimmer als jedes Werbeversprechen Heilung, Geldsegen und Unsterblichkeit garantieren.

Die primären „alchemistischen Werbeversprechen“ stammen jedoch aus dem Mittelalter, auch wenn Gold für die Menschen – egal ob in Europa, im Orient oder im chinesischen Gebiet – schon immer eine magische Anziehung ausübte. Es war der „Stoff der Götter“, denn sehr viele Heiligtümer und Prunkbauten wurden mit dem Edelmetall ausgestattet. Nicht umsonst waren gerade im Mittelalter die Europäer so sehr an der „Neuen Welt“ und an dem dort beginnenden Genozid der verschiedenen Ureinwohner (egal ob Indianer, Maya oder Inka) interessiert. Gold war hier eine sehr wichtige Komponente bzw. eine sehr wichtige Triebfeder, sodass überhaupt die Unternehmungen der Erforschung, Katalogisierung und Eroberung verfolgt wurden. Durch die magische und auch göttliche Anziehung des Goldes wurden jedoch auch einige Menschen inspiriert, die in sich versuchten „geistiges Gold“ zu erzeugen, sodass es den Alchemisten eher um die Selbstvergöttlichung, als um schnöden Mammon ging. Gut, wenn man einen gewissen Lebensstandard und Luxus besitzen will, ist materielles Gold keine schlechte Sache. Selbstvergöttlichung bezahlt nicht immer alle Rechnungen und macht auch nicht immer alle Münder satt. Da es jedoch in der Magie ebenfalls stets darum ging, anderen Menschen zu helfen – egal, ob dies nun in einem alltäglichen Zusammenhang gebracht wird, oder sich auch auf die Selbstevolution bezieht – forschten die Alchemisten natürlich auch in diese Richtung. Das berühmte „Lebenselixier“, der „Stein der Weisen“ und das „Alkahest“ waren solche Versuche. Man sollte den damaligen Magiern und Alchemisten nicht immer sofort „egobehaftete Beweggründe“ unterstellen.

So wie es in der heutigen Zeit auch Menschen gibt, die primär Wissen, Weisheit und Erfahrungen weitergeben wollen, sodass sich jeder Mensch selbst evolutionieren und vergöttlichen kann, so gab es auch damals diese Charaktere, die sich nicht „magisch-spirituell prostituierten“. Der „Stein der Weisen“ war im Grunde auch schon die „primäre Bezeichnung“, der gelungenen Selbstvergöttlichung, das Erreichen des Christuszustandes, sodass im Inneren das eigene „Goldene Herz“ zu schlagen beginnt. Auf den folgenden Seiten will ich einmal eine KURZÜBERSICHT der drei primären Begriffe der Alchemie - „Stein der Weisen“, „Lebenselixier“ und „Alkahest“ – geben.

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DER STEIN DER WEISEN:

In der Alchemie versteht man unter dem Begriff „Stein der Weisen“ im Endeffekt die Quintessenz aller alchemistischen Endprodukte bzw. das höchste Endprodukt, welches man als Mensch erreichen kann. Hierbei darf man sich nicht von dem Wort „Quintessenz“ verwirren lassen, welches auch manchmal für das Element „Äther“ verwendet wird. Auf der anderen Seite, kann man dennoch einen Brückenbau zu den Begriffen „Quintessenz“ und „Äther“ schlagen, da sich das Element Äther letztlich aus „allen anderen Elementen“ (also den vier klassischen Elementen Erde, Feuer, Luft und Wasser) zusammensetzt und hier eine „übergeordnete Einheit“ bildet. Dies gilt dann auch wieder für den Stein der Weisen, der letztlich auch in der Alchemie als eine „übergeordnete Einheit“ zu deuten ist.

Der Stein der Weisen, der mit den verschiedensten Begriffen beschrieben wird – Lapis Philosophorum, Roter Löwe, Roter Drache, Rotes Elixier, Rote Tinktur, Großes Elixier, Magisterium, Panazee des Lebens (aus dem griechischen, was so viel wie „alles heilend“ bedeutet [griechisch Panakeia; lateinisch Panacea]), Philosophischer Stein oder auch einfach Astralstein – ist somit das Meisterstück, das Ziel selbst, das Große Werk (Opus Magnum).

Wie man an den Bezeichnungen erkennen kann, wird auch hier sehr oft der Begriff „Elixier“ verwendet, sodass es natürlich nahe liegt, dass der Stein der Weisen mit dem sog. Lebenselixier sehr eng verbunden ist. Hierbei ist noch interessant, dass sich das Wort „Elixier“ aus dem griechischen Wort für „Stein“ (xerion) bzw. aus dem arabischen (El Iksir) bildet. Dieses alchemistische Meisterstück, welches durch die rohe, anfängliche, ursprüngliche, beginnende oder auch jungfräuliche Materie beginnt und sich Stück für Stück evolutioniert, ist ein essenzieller Bestandteil der Selbstevolution. Zwar gibt es auch immer wieder die Idee, dass die „jungfräuliche Materie“ eine Ursubstanz ist, die durch den „christlichen Sündenfall“ verunreinigt wurde und erst durch die alchemistischen Verfahren wieder zu der „Prima Materia“ (erste Materie) transformiert werden muss, um dann letztlich zur „Ultima Materia“ (ultimative Materie bzw. Endmaterie) zu werden, doch sollte man nicht zu viele christliche Fragmente in diese Art der Magie bringen, die letztlich in allen Kulturen beheimatet ist – auch wenn sie dort andere Namen und Bezeichnungen trägt. So ist die Zielvorstellung der Alchemie bzw. des jeweiligen Alchemisten sehr klar auf den Stein der Weisen ausgerichtet bzw. auf den Wandlungsprozess, sodass man sich selbst erhöhen, vergöttlichen, erleuchten und evolutionieren kann.

So sieht man, dass der Gedanke der Selbstevolution, der Selbstvergöttlichung, zum Glück auch schon immer in der Magie verankert war, sodass es interessant ist, dass es in verschiedenen religiösen Geschichten, Mythen und Erzählungen auch immer wieder um einen „besonderen Stein“ geht, der mehr als nur einen materiellen Reichtum „hervorruft“. Manchmal ist der Stein ähnlich einem menschlichen Auge, manchmal ist er wie die Sonne oder auch wie des Menschen Blut. Zusätzlich werden diesem Stein besondere Kräfte zugesprochen, wobei es egal ist, ob es nun um seinen Wert geht („wertvoller als alles Gold“) oder um die Energie, die dem Menschen eine Erkenntnis und ein Wissen offenbart, welches die Seele so nicht schauen und verstehen kann.

Der Stein öffnet im Menschen Portale und Potenziale, sodass dieser sich selbst „erheben“ bzw. für sich „aufsteigen“ kann. Dieser Aufstieg des Menschen ist dann auch stets mit der Seele verbunden, welche erhöhte Kräfte empfängt, und eine Art Unsterblichkeit erfährt. Wenn man so will, kann man den Stein der Weisen auch als den Teil des Menschen sehen, aus dem Gott den „ersten Menschen“ – Adam Kadmon – erschaffen hat. Daher muss man den „Stein der Weisen“ als ein Symbol der absoluten Ganzheit bzw. als Ganzheit selbst sehen, da in ihm letztlich alles enthalten ist.

Alle Gegensätze, Antipoden, Kontraste, Diskrepanzen, Widersprüche und Polaritäten wurden vereint und sind nun „ein Ganzes“. Doch dieser „Stein der Weisen“ wird nicht von allen Menschen erkannt. Es heißt, dass er zwar von den Weisen (daher u. a. der Namen) geachtet, verstanden und erkannt wird, von den Dummen und Einfältigen (man könnte auch einfach Profane sagen) als Unrat verstoßen wird. Nun, in diesem Fall ist der Stein der Weisen für die Einen das Wertvollste überhaupt, für die Anderen nur Dreck, der nicht beachtet werden muss. Solche paradoxen Metaphern werden aber, in Bezug auf den „Stein der Weisen“, sehr gerne verwendet. Mal ist es der Jüngling im Gewand des Greisen, mal der Greis, der in einem Jüngling lebt, dann wieder ein Waise, der nie Eltern hatte oder das Unsterbliche im Sterblichen. Der Himmel, der auf der Erde lebt, die Sonne, die aus dem Mond stammt und, und, und. Interessant sind dann auch immer solche Metaphern, die einen Stein der Dreiheit oder einen Stein im Stein im Stein „beleuchten“.

Oft wird auch hier ein Baum betitelt, der weder blühen noch wachsen kann, dennoch aber lebendig ist. Dass man hier einen Brückenschlag zur Kabbalah finden kann, wird jedem auffallen. Es passt auch recht gut, wobei man den Stein der Weisen in diesem Fall dann der Sephirah „Tiphereth“, der Harmonie, der Schönheit und der Ausgeglichenheit, dem goldenen Herzen, dem Christuszustand zuordnen kann.

Fakt ist, dass es nun einmal nicht einfach ist, ein unbeschreibliches Ding, welches man sich selbst nicht mit dem menschlichen Intellekt erklären kann, zu erklären. Daher hätte man auch einfach schreiben können: Das Ding aus einer anderen Welt / Dimension!

Manchmal wird der „Stein der Weisen“ auch als „Skorpion“ bezeichnet, was sehr oft so interpretiert wird, dass der Stein bzw. der Skorpion stets seiner Natur entspricht, sich tötet und gleichzeitig auch wiederbelebt. In diesem Zusammenhang, kann man aber auch das komplexe Sternzeichen Skorpion benennen, da dieses in der Mythologie eine Trinität besitzt – wie auch der Stein der Weisen, der aus dem unedlen Zustand, über die Transformation, zu einem edlen Zustand wechselte. Die Trinität des Skorpions bezieht sich u. a. auf seine ursprüngliche Darstellung, da das Tierkreiszeichen „Skorpion“ in der alten Zeit die 3 Symbole „Scorpio“, „Adler“ und „Phönix“ hatte, sodass dieses Bild schon immer als das Tierkreiszeichen galt, welches eine sehr große „Spannweite“ hatte. Hierbei wurde auch immer darauf verwiesen, dass der Skorpion im Tierreich sich bei Gefahr selbst umbringen kann – was im Übrigen NICHT stimmt, da das Gift des Skorpions für ihn selbst ungefährlich ist und es eine Fehlinterpretation war, dass ein Skorpion, wenn dieser von Feuer umgeben ist, sich selbst tötet. Dennoch wurde diese Legende – auch wenn sie zoologisch vollkommen falsch ist – als magische Metapher verwendet. In diesem Zusammenhang wurde das Bild des Skorpions stets zu der niederen Triebnatur des Menschen – also zu einem unedlen Zustand – zugeordnet, aus welchem es gilt, sich selbst zu befreien bzw. zu erhöhen. Wenn sich dann der Skorpion mit seinem Gift selbst sticht und tötet, muss dies rein metaphorisch verstanden werden. Hierdurch soll ausgedrückt werden, dass der Mensch seine niedere Natur verstanden hat und sein Ego ablegen bzw. kontrollieren will, sodass er sich von einem Erdbewohner (Skorpion) zu einem Luftbewohner (Adler) transformiert.

In diesem Fall durchlebt der Skorpion drei verschiedene Transformationsphasen – Skorpion, graues Dasein und Adler. Wenn man so will, ist der Skorpion hier der klassische Egoist, der streitsüchtig umherirrt und im Grunde in seinem Leben stillsteht. Nur durch eine starke Veränderung – die meist dann von außen herbeigeführt wird und erneut das Bild des „mystischen Todes, des Mors Mystica“ eröffnet, kann der Skorpion / der profane Mensch sich verändern. In der Zeit der Lieblosigkeit, des Chaos, der giftigen Phase, sucht der Mensch stets den Schwachpunkt seines Gegenübers, um im Falle eines Konflikts im Vorteil zu sein. Aus der Angst heraus, die Umstände „Leid“ und „Schmerz“ zu erfahren, werden Leid und Schmerz gebracht. Doch im Prozess des mystischen Todes, der Transformation, erkennt der Skorpion / der Mensch, dass dies nicht die Erfüllung seines Lebens ist und der erste Schritt zum „grauen Dasein“ wurde vollzogen.

Das „graue Dasein“ ist der Beginn der Veränderung. Der Skorpion / der Mensch erkennt und versteht, dass man sich selbst verändern muss, um das eigene Umfeld zu verändern, sodass mehr und mehr positive Gedanken und auch Taten umgesetzt werden, um sein altes Ich zu verändern. Doch im „grauen Dasein“ wird es immer wieder Rückfälle und Enttäuschungen geben, gerade dann, wenn der Skorpion / der Mensch auf andere Skorpione / Menschen trifft, die immer noch mit Gift und Leid um sich schlagen. Es ist ein Gesamtprozess, der vom Innenleben, aber auch vom Umfeld bestimmt wird, da immer das große Ganze betrachtet werden muss. In einer absolut feindlichen Umgebung wird das „graue Dasein“ nicht den Kampf aufgeben können, allein aus Sorge, selbst vernichtet zu werden. Doch wenn das Umfeld es „erlaubt“ bzw. das Leben des „grauen Daseins“ so verlaufen kann, dass auch Zeit und Muße zu inneren Denkprozessen vorhanden sind, kann die Transformation weitergeführt werden.

Stück für Stück wird sich das „graue Dasein“ aufhellen, Stück für Stück wird es den Boden der Taten verlassen und in die Lüfte des Geistes aufsteigen. Hier wird dann der Transformationsschritt zum Adler komplettiert, sodass der Mensch über seinen Horizont sehen und sich auch erheben kann. Die verschiedenen Egoaktionen, die profanen Handlungen, werden nun aus einer „höheren Sicht“ betrachtet, sodass sie regelrecht durchschaut werden. Mehr und mehr verliert das Materielle bzw. das skorpionhafte Ich an Substanz. Das ist gut so, denn das Umfeld wird hier meist mit kleineren Angriffen und Sticheleien agieren. Da der Adler aber außerhalb dieser Angriffe fliegen kann, sind sie kaum noch zu erwähnen. Der Adler fliegt in eine neue Zukunft, doch kennt er seinen eigenen, neuen Lebensbereich noch kaum – dafür ist die Transformation zu „kurz“ gewesen bzw. der Adler muss in diesem Fall weiter lernen.

Das neue Element des Adlers muss natürlich auch verstanden werden, die kosmische Luft muss verstanden werden, sodass der Adler irgendwann zu einer Taube – das klassische Symbol des Heiligen Geistes – werden kann. Dies ist ein erneuter Transformationsprozess, der jedoch so zu verstehen ist, dass der Adler und die Taube zu einer Gestalt fusionieren. Wenn man in einer dualen Welt nur als Taube agieren will, wird man untergehen. Das Gleiche gilt aber auch für den Adler. Daher muss am Ende der Prozess des Phönix einsetzen, was bedeutet, dass der Adler sich verbrennen muss, sich dann als Phönix erkennen wird, um zum Schluss die Phase der Taube zu erfüllen. Da es hier nur ein metaphorisches Bild ist, muss man sich die Taube so vorstellen, dass sich diese auch wieder in einen Adler verwandeln kann – sollte dies notwendig werden. Die magische Praxis und der Dienst im Großen Werk zeigen sehr deutlich, dass es immer wieder Situationen gibt, wo man auch als Adler agieren muss, da die Taube von anderen „Luftbewohnern“ als Beute gesehen wird.

So bleibt zum Ende über den Stein der Weisen nur noch zu sagen, dass es eine bildhafte Metapher des menschlichen Ich ist, welches sich zu einem Selbst entwickeln muss, um über den eigenen Horizont hinauszuwachsen. Daher ist eine weitere Bezeichnung des Steins der Weisen interessant, da hier die Neuwerdung bzw. eine klassische Initiation angesprochen wird. Der Stein der Weisen wird auch „das ewige Wasser“ genannt, wobei hier ein christlicher Kontext – das Taufwasser – gemeint ist. Wenn man „das ewige Wasser“ jedoch allein aus dem metaphorischen Aspekt betrachtet, ist es der Stoff, der Leben, Tod und Wiedergeburt bedeutet. Daher ist es kein großer Sprung vom „Stein der Weisen“ bzw. vom „ewigen Wasser“ hin, zum „Lebenselixier“.

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LEBENSELIXIER:

Wie auch bei anderen Vokabeln der Alchemie laufen natürlich auch in Bezug auf das „Lebenselixier“ die verschiedensten Vorstellungen und Mythen vor dem inneren Auge des Menschen ab. So gilt das Lebenselixier letztlich als ein Gebräu, welches man ohne Weiteres als Zaubertrank deklarieren kann und überhaupt nicht so weit von dem „Trunk der Gallier“ (aus Asterix und Obelix) entfernt ist, als man meinen könnte. Gut, es werden nicht übermenschliche Kräfte eines Superhelden aktiviert, doch das Lebenselixier galt schon immer als flüssiges Garant für Schönheit und Jugend, Vitalität und Gesundheit, und, was natürlich irgendwie immer ein besonderes Augenmerk erhält, Potenz und Fruchtbarkeit. Hier und da gab es auch die Meinung, dass das Lebenselixier wortwörtlich zu nehmen ist und ein langes Leben bzw. möglicherweise eine relative Unsterblichkeit bringen konnte, die dann auch noch mit einer Lebenszufriedenheit oder einer besonderen Lebensfreude gepaart ist. Nun, wenn man sich einmal diese einzelnen Punkte anschaut, erkennt man sofort die typischen Wünsche des Menschen.

Gesundheit und Sorgenfreiheit gelten als höchstes Gut, wobei Macht, Einfluss und Geld dann natürlich auch in der heutigen Zeit nicht fehlen dürfen. Heutzutage wird im Grunde immer noch nach einem Lebenselixier geforscht, auch wenn es unter der Überschrift „pharmazeutische Forschungen“ läuft. Die Wunderpille gegen Krebs, Impotenz oder Unfruchtbarkeit könnte man ohne Weiteres mit dem alchemistischen Lebenselixier gleichsetzen, und dass sich durch die pharmakologischen Errungenschaften das Leben der Menschen verlängert hat (natürlich auch deswegen, weil die Diagnostik besser geworden ist), wird man nicht abstreiten können. So ist die Grundidee des Lebenselixiers immer noch vorhanden und auch sehr aktiv in den Gedanken der Menschen, auch wenn nicht mehr das Wort „Lebenselixier“ verwendet wird.