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Das riesige Territorium, das heute "China" heißt, hat eine lange Geschichte der matriarchalen Gesellschaftsform. Im äußersten Südwesten erstreckt sich die Provinz Yünnan, durchzogen von den parallelen Oberläufen des Salwen, des Mekong und des Jang tse kiang. Diesen Flüssen entlang fand die Südwanderung matriarchaler Bergvölker in der Vergangenheit statt. Sie setzt sich bis in die Gegenwart fort. Heute umfassen diese Völker noch ungefähr 800 Stämme mit zusammen 15 Millionen Menschen, darunter auch die Mosuo. Registriert und als "Nationale Minderheit" von der Zentralregierung in Peking anerkannt sind davon nur wenige. In jüngster Zeit wird diesen nicht-chinesischen Völkern nach den feindlichen Exzessen der sog. "Kulturrevolution" mehr wissenschaftliche Aufmerksamkeit und staatliche Fürsorge geschenkt. Wie sich ihre Situation heute darstellt, zeigt exemplarisch dieser Bericht einer Forschungsreise zu den Mosuo.
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Seitenzahl: 366
Veröffentlichungsjahr: 1998
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Das riesige Territorium, das heute 'China' heißt, hat eine lange Geschichte der matriarchalen Gesellschaftsform. Im äußersten Südwesten erstreckt sich die Provinz Yünnan, durchzogen von den parallelen Oberläufen des Salwen, des Mekong und des Jang tse kiang. Diesen Flüssen entlang fand die Südwanderung matriarchaler Bergvölker in der Vergangenheit statt. Sie setzt sich bis in die Gegenwart fort. Heute umfassen diese Völker noch ungefähr 800 Stämme mit zusammen 15 Millionen Menschen, darunter auch die Mosuo. Registriert und als 'Nationale Minderheit' von der Zentralregierung in Peking anerkannt sind davon nur wenige. In jüngster Zeit wird diesen nicht-chinesischen Völkern nach den feindlichen Exzessen der sog. 'Kulturrevolution' mehr wissenschaftliche Aufmerksamkeit und staatliche Fürsorge geschenkt. Wie sich ihre Situation heute darstellt, zeigt exemplarisch dieser Bericht einer Forschungsreise zu den Mosuo.
Dr. Heide Göttner-Abendroth, Philosophin, ist freie Wissenschaftlerin. Sie ist die Begründerin der modernen Matriarchatsforschung.
Zur Akademie HAGIA e. V.:
Im Jahr 1986 gründete Heide Göttner-Abendroth die Akademie HAGIA und ist seither die Leiterin.
Diese Akademie ist eine autonome Frauenakademie für Kritische Matriarchatsforschung und Matriarchale Künste.
Außer Studiengängen, Sonderwochen und der spirituellen Praxis der Matriarchalen Mysterienfeste veranstaltet die Akademie HAGIA seit 1987 Studien- und Forschungsreisen archäologischer und ethnologischer Art, um die Matriarchatsforschung vor Ort weiterzuführen.
Die Forschungsreise 1993 nach Südchina zu dem Mosuo wurde ebenfalls von der Akademie HAGIA veranstaltet. Dieses Buch ist das Ergebnis dieser abenteuerlichen Reise, die glichzeitig von dem Video-Film "Im Matriarchat der Mosuo" von Heide Göttner-Abendroth dokumentiert wird. Anschrift: AKADEMIE HAGIA, Weghof 2, 94577 Winzer (Bayer. Wald)
Zur Autorin
Heide Göttner-Abendroth wurde 1941 in Thüringen geboren. Sie ist Mutter von zwei Töchtern und einem Sohn.
1973 promotivierte sie an der Universität München in Philosophie und Germanistik und lehrte dortt zehn Jahre in ihrem Fachgebiet.
Seit 1976 begründete sie die Frauenforschung in Wesrdeutschland mit.
Sie veröffentlichte zahreiche Arbeiten zum Thema "Matriarchat":
1980 "die Göttin und ihr Heros, Die matriarchalen Religionen in Mythos, Märchen, Dichtung", 1982 "Die tanzende Föttin. Prinzipien einer matriarchalen Ästhetik" und anderes.
1988 eröffnete sie ihre wissenschaftliche Reihe "das Matriarchat", ihr mehrbändiges Hauptwerk, das fortlaufend erscheint. Darin legt sie ihre dreißigjährige Forschung zum Thema nieder ("Das Matriarchat I," 1988, "Das Matriarchat II, 1" 1991 "Das Matriarchat II, 2"", in Vorbereitung). Sie hatte Gastprofessuren in Montréal (Kanada, 1980) und Innsbruck (Österreich, 1992) und erhielt von der Universität Bremen ein Kurzzeitstipendium für ihre Matriarchatsforschung.
Seit 1986 ist sie Gründerin und Leiterin der Akademie HAGIA e. V.
Heide Göttner-Abendroth
Matriarchat in Südchina
Eine Forschungsreise zu den Mosuo
Die wissenschaftliche Reiseleitung hatten: Iris Bubenik-Bauer (China-Expertin, Sozial- und Politikwissenschaftlerin) Heide Göttner-Abendroth (Philosophin, Geschichtswissenschaftlein und Matriarchatsforscherin)
Interviews unter maßgeblicher Beteiligung von: Iris Bubenik-Bauer, Birke Grießhammer, Maria Hövel, Karin Kastner, Claudia Lodders, Inge Muff-Bongers, Nahema (E. Kwiatkowski), Margret Reuter, Inge Schmidt-Kaliske, Karin Wolf, Rosemarie Ziegler
Überarbeitung, Auswertung und Kommentierung der Interviews in diesem Buch von: Heide Göttner-Abendroth
Verlag W. Kohlhammer
Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme
Matriarchat in Südchina eine Forschungsreise zu den Mosuo / Heide Göttner-Aberndroth. Die wiss. Reiseleitung hatten: Iris Bubenik-Bauer ; Heide Göttner-Abendroth. Interviews unter maßgeblicher Beteiligung von: Iris Bubenik-Bauer ... Überarb., Auswertung und Kommentierung der Interviews von: Heide Göttner-Abendroth. - Stuttgart ; Berlin ; Köln : Kohlhammer, 1998
ISBN 3-17-014006-X
Alle Rechte vorbehalten © 1998 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln Verlagsort: Stuttgart Umschlag: data Images GmbH Abbildung: Oberlauf des Jang tse kiang im Gebiet der matriarchalen Völker. Foto: Karin Kastner Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart Printed in Germany
Print: 978-3-17-014006-6
E-Book-Formate
pdf:
978-3-17-031379-8
epub:
978-3-17-031582-2
mobi:
978-3-17-031583-9
Danksagung
Einleitung
Vorbemerkung zur Methode
Bedingungen der Reise
Definition von „Matriarchat“
Allgemeines zum Matriarchat in China
1. Kapitel: Die ethnologische Situation
Interview Nr. 1 vom 18.3.1993 mit Prof. Shaoying He Ethnologe in der Abteilung für Geschichte des „Yünnan Institut für Nationale Minderheiten“ in Kun ming
Interview Nr. 2 vom 19.3.1993 mit Prof. Wang Shu Wu, Ethnologe, Leiter der Abteilung Ethnologie des „Yünnan Institut für Nationale Minderheiten“ in Kun ming
Kommentar zu den Interviews Nr. 1 und 2
2. Kapitel: Bei den Naxi in Li chiang
Interview Nr. 3 am 23.3.1993 bei einer bürgerlichen Großfamilie in Li chiang
Interview Nr. 4, am 23.3.1993 mit einer Naxi-Ärztin in ihrem traditionellen Haus in Li chang
Interview Nr. 5 vom 25.3.1993 bei einer bäuerlichen Großfamilie auf dem Land
Kommentar zu den Interviews Nr. 3, 4 und 5
3. Kapitel: Lugu-See, die Heimat der Mosuo
Auf dem Weg zum Lugu-See
Architektur und Kleidung der Mosuo
Die Lebensweise der Mosuo
Die Religiosität der Mosuo
4. Kapitel: Frauen im Tal von Yong ning
Interview Nr. 6 vom 29.3.1993 vormittags mit fünf jungen Mosuo-Frauen (3. Generation) aus verschiedenen Familien in einem typischen Mosuo-Haus
Interview Nr. 7 vom 29.3.1993 nachmittags mit einer alten Dame von 78 Jahren (1. Generation) in einem Mosuo-Haus
Kommentar zu den Interviews Nr. 6 und 7
5. Kapitel: Vom östlich-westlichen Liebesleben
Interview Nr. 8 vom 30.3.1993 mit sechs jungen Mosuo-Frauen (3. Generation) abends im Hotel von Yong ning
Kommentar zu Interview Nr. 8
6. Kapitel: Männer im Matriarchat
Interview Nr. 9 vom 31.3.1993 mit vier jungen Mosuo-Männern im Hotel von Yong ning
Interview Nr. 10 vom 3.4.1993 mit einer Fischerfamilie auf einer Halbinsel im Lugu-See
Kommentar zu den Interviews Nr. 9 und 10
7. Kapitel: Die Matriarchinnen
Interview Nr. 11 vom 1.4.1993 mit Sonami Ama (2. Generation), Familienchefin, Sippenälteste und Clanoberhaupt, in ihrem Haus in Yong ning.
Interview Nr. 12 vom 2.4.1993 nachmittags mit drei Familienchefinnen (2. Generation) in einem Dorf zu Füßen des Gan mu-Berges.
Kommentar zu den Interviews Nr. 11 und 12
8. Kapitel: Das Verhältnis zwischen Dabaismus und Lamaismus
Legende zum Verhältnis von Dabaismus und Lamaismus
Kommentar
Interview Nr. 13 vom 1.4.1993 mit dem Lama von Yong ning während des Wiederaufbaus des Tempels
Kommentar zum Interview Nr. 13
9. Kapitel: Feste der Lebensstadien
Das Initiationsfest
Das Bestattunsfest
10. Kapitel: Mythen der Mosuo
Ursprungsmythen
Gan mu und der Lugu-See
Die Geschichte von der Mutterliebe
Kommentar
Mythe vom Jang tse kiang und Yülong-Gebirge
Kommentar
Mythen zur Sozialordnung
Die Geschichte von der Frau in der Sonne
Kommentar
Die Geschichte vom Mann im Mond
Kommentar
Die Geschichte von Schwester und Bruder
Kommentar
11. Kapitel: Hat das Matriarchat der Mosuo in der Zukunft eine Chance?
Interview Nr. 14 vom 4.4.1993 mit dem Mosuo-Ethnologen La mu während der Rückfahrt im Bus
Interview Nr. 15 vom 9.4.1993 mit Frau Prof. Yan Ruxian im Hotel Sara in Peking
Zum Gelingen dieser Forschungsreise der HAGIA-Akademie 1993 nach Südchina zu den Mosuo haben viele beigetragen, ihnen sei ausdrücklich gedankt:
in erster Linie Iris Bubenik-Bauer, die mit ihrer genauen Kenntnis des alten und heutigen China sowie ihren politischen und persönlichen Kontakten diese Reise in die Wege leitete. Ihre fundierte Erfahrung mit Interviews von Angehörigen fremder Völker, die sie während ethnologischer Forschungsreisen nach China, Tibet und in andere Länder in zwei Jahrzehnten gesammelt hat, ermöglichte den Sprach- und Kulturtransfer, der letztlich das Gelingen der Reise bedeutet hat
dem „Allchinesischen Frauenverband“, insbesondere seiner Vizepräsidentin für Internationale Angelegenheiten und Leiterin der Europa-Abteilung, Frau Zhang Quingfang, und auch Herrn Prof. Huang Huikun, Direktor des Institutes für Nationalitätenforschung, Kun ming. Deren Einsatz verdanken wir die Genehmigung und hervorragende Organisation dieser Reise, sie machten sie für uns überhaupt möglich
ferner unserer Begleiterin und Dolmetscherin Frau Duan Guohui für ihre Organisation vor Ort sowie allen anderen Mitarbeitenden im chinesischen Begleit-Team
dem indigenen Mosuo, Herrn La mu Ga tusa, Sozialwissenschaftler, Schriftsteller und Herausgeber der Zeitschrift „Shancha“ der Yunnan Academy of Social Sciences
der Reiseteilnehmerin Nahema (E. Kwiatkowski, Künstlerin und Dipl. Psychologin) für ihre einfühlsame Übersetzungshilfe auf der Reise.
Ferner sei ausdrücklich festgestellt, daß die in dieses Buch aufgenommenen Interviews unter Beteiligung von Iris Bubenik-Bauer sowie allen Reiseteilnehmerinnen entstanden.
Für die Mithilfe, daß dieses Buch als Dokumentation der Forschungsreise entstehen konnte, sei insbesondere gedankt:
in erster Linie Margret Reuter, die mich energisch zur Niederschrift drängte und mir dabei technisch half; sie hat ebenfalls sämtliche hier veröffentlichten Interviews von Tonbändern transkribiert.
wesentlich trug Karin Kastner zum Entstehen des Fototeiles bei, denn sie hat zahllose Bilder von sich und anderen Teilnehmerinnen der Reise gesammelt, gesichtet und systematisch geordnet; der größte Teil der Bilder in diesem Buch stammt von ihr, der kleinere Teil von Rosemarie Ziegler.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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