Microsoft Office Access 2013 - Desktop Grundlagen - Frank Stelzer - E-Book

Microsoft Office Access 2013 - Desktop Grundlagen E-Book

Frank Stelzer

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Beschreibung

Mit Microsoft Office Access 2013 ist das dritte Buch aus der Office 2013 - Reihe erschienen. Nach Word und Excel befasst sich dieses Buch ausschließlich mit den Grundlagen der Desktop-Datenbank. Die Erstellung von Web Apps wird in einem späteren Band beschrieben. Vor der Einführung in Access werden die Grundlagen von Datenbanken und die Aufbereitung von Daten und deren Normalisierung entsprechend der Regeln behandelt. Das Buch richtet sich ausdrücklich an Einsteiger bzw. Umsteiger von sehr frühen Office-Versionen.

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Seitenzahl: 70

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhaltsverzeichnis

Datenbanken - Theoretische Grundlagen

Was ist eine Datenbank?

Manuelle Datenbanken

EDV-gestützte Datenbanken

Die Tabelle in der Datenbank

Datensatzaufbau

Relationale Datenbanken

Primärschlüsselfelder und Fremdschlüsselfelder

Primärschlüsselfeld

Fremdschlüsselfeld

Beziehungen

1 : n-Beziehung

n : m-Beziehung

1 : 1-Beziehung

Referentielle Integrität

Normalisierung von Relationen

Die Normalformen

Erste Normalform (1. NF)

Zweite Normalform (2. NF)

Dritte Normalform (3. NF)

Indizes

Die Benutzeroberfläche von Access 2003

Die Oberfläche nach dem Start von Access 2003

Die Erstellung einer Desktop-Datenbank

Die erste Tabelle

Vorüberlegung

Festlegung der Tabellenzahl

Eine Beispielanwendung aus der Praxis

Tabellenerstellung mit dem Assistenten

Datentypen

Tabellenerstellung ohne Assistenten

Entwickeln einer dritten Tabelle

Feldeigenschaften

Ungarische Notation

Eingabe und Änderung von Daten

Änderung der Datenstruktur

Bewegen in den Tabellen

Datensätze in der Tabellenansicht suchen

Suchen von bestimmten Datensätzen

Arbeiten mit Anwenderparts – früher Data Parts

Tabellen verknüpfen

Beziehungen erstellen

Beziehungenlöschen

Abfragen

Trennen von Daten und Pflege

Was leisten Abfragen

Alle Felder aus einer Tabelle wählen

Ändern und Löschen von Abfragebestandteilen

Datensätze sortieren

Exkurs zum Index

Leistungsverbesserung mit Indizes

Datensätze beschränken

Komplexe Abfragen

Verknüpfung von Tabellen in Abfragen

Berechnen von neuen Feldern

Abfrage mit Parametern

…und Stellvertreterzeichen

…und Aggregatfunktion

Serienbriefe aus einer Abfrage erstellen

Ereignisabfragen

Die Tabellenerstellungsabfrage

Die Aktualisierungsabfrage

Die Löschabfrage

Die Anfügeabfrage

Formulare erstellen

Formulare mit dem Assistenten erstellen

Erstellen von „Endlosformularen“

Erstellen von Datenblattformularen mit bedingter Formatierung

Arbeiten mit Formularen

Bewegen in Formularen

Datensätze hinzufügen

Datensätze löschen

Speicherung und Eingabe von Änderungen

Änderungen rückgängig machen

Suchen und ersetzen

Ändern eines Formularentwurfs

Formular in der Entwurfsansicht

Erstellen einer Überschrift

Markieren von Steuerelementen

Verschieben von Steuerelementen

Berichte – Drucken in Access

Listendruck mit dem Berichtsassistenten

Erstellen eines tabellarischen Berichts

Einspaltige Berichte mit dem Berichtsassistenten erstellen

Nachbesserung von Hand

Text ändern und einfügen – Berichtskopf und Seitenkopf

Felder verschieben und einfügen – Detailbereich

Microsoft, Office und Access sind entweder eingetragene Marken oder Handelsmarken der Microsoft Corporation in den USA und/oder in anderen Ländern.

Die in diesem Buch genutzten Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. können auch ohne besondere Kennzeichnung Marken sein und als solche den gesetzlichen Bestimmungen unterliegen.

Datenbanken - Theoretische Grundlagen

Was ist eine Datenbank?

Eine Datenbank ist eine Ansammlung von Informationen, die sich auf ein bestimmtes Thema oder einen bestimmten Zweck beziehen, z. B. die Verwaltung von Büchern in einer Bibliothek, Waren im Warenlager oder Gehaltsabrechnungen im Betrieb.

In der Datenverarbeitung spricht man von einem Datenbanksystem, wenn dieses aus einer Datensammlung und einem Verwaltungssystem besteht. Die Datensammlung ist nach einer bestimmten Struktur aufgebaut und das Verwaltungssystem organisiert die Zugriffe auf die Datenbank und deren Bestand. Dieses bedeutet nichts anderes, als dass dieses Verwaltungssystem dem Nutzer ermöglicht, bestimmte Informationen (Daten) zu erfassen, zu speichern, wieder aufzufinden, zu aktualisieren oder weitere Operationen mit den Daten durchzuführen, wie z. B. das Sortieren nach bestimmten Kriterien.

Wir haben also ein

Datensammelsystem und ein

Verwaltungssystem.

Manuelle Datenbanken

Ein Beispiel für manuelle Datenbanken ist der Karteikasten. Das Auffinden der Daten wird hier durch zusätzliche Register (Verwaltungssystem) erleichtert. Ein Karteikasten enthält zusammengehörende, nach bestimmten Kriterien geordnete Daten. Jede Karte enthält i. d. R. die gleiche, festgelegte Anzahl von Eintragungen. Der Benutzer erfasst seine Daten manuell auf eine Karteikarte und ordnet diese nach den von ihm bestimmten Kriterien in seinen Karteikasten. Um Änderungen vornehmen zu können, muss er die entsprechende Karte aus dem Karteikasten heraussuchen, die Daten ändern und die Karte dann wieder an seinen Platz zurückstellen.

EDV-gestützte Datenbanken

Wie schon erwähnt, besteht jede Datenbank aus einer Datensammlung und einem Verwaltungsprogramm, das diese Datensammlung nach bestimmten Kriterien organisiert und kontrolliert.

Im Vergleich mit den oben genannten Datenbanken weisen EDV-gestützte Datenbanken erhebliche Vorteile auf. Sie erlauben

eine bequemere Erfassung der Daten

schnelleres Finden

einfachere, z. T. automatische

Aktualisierung der Daten

flexible datenbankübergreifende Anordnung und Zusammenstellung von Daten und ermöglicht dadurch das

Aufdecken bisher unbekannter Informationszusammenhänge und damit eine

effektivere Auswertung der Daten.

Die Tabelle in der Datenbank

Jede Datenbank besteht aus beliebig vielen, gleichartigen Datensätzen, wobei ein Datensatz einer Tabellenzeile entspricht. Jeder Datensatz besteht aus einer bestimmten Anzahl von Datenfeldern, hier entspricht jedes Feld einer Tabellenspalte. Es ergibt sich somit insgesamt ein tabellenartiger Aufbau. Eine Datenbank kann mehrere Tabellen enthalten.

Kundendatenbank (Tabellenform)

Jeder Datensatz dieser Tabelle setzt sich aus genau fünf Datenfeldwerten zusammen und hat somit die gleiche Datenstruktur. Er zeigt zusammengehörige Informationen zu einem Kunden in einer Zeile an.

Datensatzaufbau

Der erste Schritt zur Erstellung einer Datenbankdatei ist die Festlegung des Datensatzaufbaus (Datenstruktur), also die Definition der erforderlichen Datenfelder eines Datensatzes.

Für jedes einzelne Datenfeld müssen die nun folgende Merkmale angegeben werden

Datenfeldname

Der Datenfeld-Name sollte auf den Verwendungszweck des Feldes hinweisen. Die Datenfeldnamen der Tabelle ´Kunde´ heißen in diesem Beispiel: ´Kundennummer´ ´Name´, ´Vorname´, ´PLZ´ und ´Ort´.

Man könnte auch noch als Präfix (Vorsilbe) eine Abkürzung des Datenfeldtyps schreiben. (Siehe „Ungarische Notation“)

Datenfeldtyp

Der Datenfeld-Typ richtet sich nach dem geplanten Verwendungszweck.

Man unterscheidet hier z. B. Text und Zahlenfelder.

Während Textfelder lediglich "starre" Informationen enthalten, können mit den Inhalten der Zahlenfelder Berechnungen durchgeführt werden. Als Beispiel hierfür ist der Datenfeldtyp für das Datenfeld ´Name´ gleich ´Text´.

Datenfeldlänge

Für jedes Datenfeld muss eine genaue Länge festgelegt werden, um entsprechend Platz für den Feldeintrag zu schaffen; z. B. braucht das Feld PLZ in Deutschland genau 5 Zeichen, der Ort braucht sicher mehr und die Kundennummer eventuell auch. Man muss sich also frühzeitig überlegen, wie viel Einträge man an jeder Stelle braucht.

Relationale Datenbanken

Microsoft Access ist ein relationales Datenbank-Managementsystem (RDBMS). Das „Relationale“ bezieht sich auf die Anordnung von Daten in Zeilen und Spalten einer Tabelle.

Pro Kreuzung [Zeile/Spalte] darf nur 1 Wert stehen.

Eine Access-Datenbank enthält im Normalfall mehrere Tabellen und zusätzlich Informationen darüber, wie die Tabellen zusammenhängen.

Ein Beispiel:

In einem Tennisclub gibt es eine Datenbank, in der alle Clubmitglieder mit ihren persönlichen Daten (Mitgliedsnummer, Name, Adresse, Mannschaft etc.) eingetragen werden. In der Regel kann ein Mitglied in mehreren Mannschaften spielen. Bestünde die Datenbank aus nur einer Tabelle, müsste für Mannschaft eine eigene Zeile angelegt werden, die jeweils dieselben persönlichen Daten enthält.

Eine große Tabelle für alle Informationen

MitgliedsnummerNachnameVornameAdresseMannschaft/Verantwortung12345678SchmitzJosefKölnAlte Herren12345678SchmitzJosefKöln1. Mannschaft12345678SchmitzJosefKölnPlatzwart12345678SchmitzJosefKölnJugendtrainer

Erstens enthält diese Tabelle redundante Informationen (Vorname, Nachname, Ort). Zweitens müsste man bei einem Umzug der Person diese Änderung in jeder Zeile vornehmen. Ein großer Aufwand. Gibt es nun mehrere Tabellen die man zueinander in Beziehung setzten kann, wird die Änderung der Adresse nur einmal in der Tabelle für Adressen vorgenommen und danach mit der Tabelle für die Mitgliedsnummer verknüpft.

So kann jede Mannschaft, in der das Mitglied tätig ist, über die Mitgliedsnummer auf die aktuelle Adresse zugreifen. Das ist mit Access möglich.

Mitgliederdatei

MitgliedsnummerNachnameVornameAdresse12345678SchmitzJosefKöln

Mannschaftsdatei

MitgliedsnummerMannschaft/Verantwortung12345678Alte Herren123456781. Mannschaft12345678Platzwart12345678Jugendtrainer

In diesem Beispiel enthält die erste Tabelle z. B. die persönlichen Daten aller Mitglieder, die zweite alle Mannschaften/Verantwortungsbereiche, denen ein Mitglied zugeteilt ist. Will man nun die Adresse eines Mannschaftsmitglieds nachschlagen, schaut man in der Mannschaftsdatei nach der Mitgliedsnummer und sucht dann in der Mitgliederdatei nach dem Datensatz, der die jeweilige Mitgliedsnummer enthält.

Primärschlüsselfelder und Fremdschlüsselfelder

Primärschlüsselfeld

Ein Primärschlüsselfeld ist ein besonderes Feld (Spalte) einer Tabelle. In dieser Spalte darf jeder Wert nur einmal vorkommen. Duplikate sind nicht erlaubt. Dieses Feld verknüpft eine Tabelle mit der anderen und dient zur eindeutigen Zuordnung der verschiedenen Daten aus mehreren Tabellen.

Ein einzelner Wert in diesem Feld ist der Primärschlüssel. In der obigen Mitgliedertabelle ist die Mitgliedsnummer der Primärschlüssel. Dieser Wert kommt nur einmal vor.

So weiß man genau welches Mitglied gemeint ist, auch wenn Mitglieder zufälligerweise dieselbe Adresse oder denselben Namen haben.