Mikroplastik - Ursula Linzer - E-Book
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Mikroplastik E-Book

Ursula Linzer

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Beschreibung

 Welche Gemeinsamkeit besteht zwischen einer Körpercreme, Kassenzetteln und einer Plastikverpackung? Diese Alltagsgegenstände können Chemikalien – Bisphenol A, Parabene, Weichmacher und vieles mehr – enthalten, die wie Hormone wirken und dadurch den gesamten Stoffwechsel des Körpers beeinflussen. Pro Woche nehmen wir etwa fünf Gramm Mikroplastik auf – so viel wie eine Kreditkarte wiegt. Chronische Krankheiten, Gesundheitsschäden und Entwicklungsstörungen können die Folge dieser hormonellen Schadstoffe sein. Dieses Buch klärt auf, wie Mikroplastik die Gesundheit beeinträchtigt und wie man sich vor den Umwelthormonen im Alltag schützen und wie man sie ausleiten kann.  

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Seitenzahl: 115

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Impressum

© eBook: 2022 GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, Postfach 860366, 81630 München

© Printausgabe: 2022 GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, Postfach 860366, 81630 München

GU ist eine eingetragene Marke der GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, www.gu.de

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Verbreitung durch Bild, Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Projektleitung: Barbara Fellenberg

Bildredaktion: Nele Schneidewind

Covergestaltung: ki36

eBook-Herstellung: Lea Stroetmann

ISBN 978-3-8338-8434-4

1. Auflage 2022

Bildnachweis

Coverabbildung: Adobestock

Illustrationen: Michael Vestner

Syndication: www.seasons.agency

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Die Gedanken, Methoden und Anregungen in diesem Buch stellen die Meinung bzw. Erfahrung der Verfasserin dar. Sie wurden von der Autorin nach bestem Wissen erstellt und mit größtmöglicher Sorgfalt geprüft. Sie bieten jedoch keinen Ersatz für persönlichen kompetenten medizinischen Rat. Jede Leserin, jeder Leser ist für das eigene Tun und Lassen auch weiterhin selbst verantwortlich. Weder Autorin noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gegebenen praktischen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

MIKROPLASTIK –

Gefahren erkennen und vermeiden

Wenn Plastik in immer kleinere Bestandteile zerfällt, entsteht Mikroplastik, das mit dem bloßen Auge kaum mehr erkennbar ist. Genau deshalb ist es höchst gefährlich, denn es kann über unsere Nahrung, die Atemluft oder unsere Haut in den Körper eindringen und setzt gesundheitsschädliche hormonell wirksame Substanzen – die sogenannten »Endokrinen Disruptoren« – frei. Die Folge ist ein Überschuss an dem Hormon Östrogen im Körper (Östrogendominanz) mit unterschiedlichen Symptomen und Beschwerden. Zahlreiche Studien legen einen Zusammenhang zwischen Krankheiten wie etwa ADHS, Brust- und Prostatakrebs oder Unfruchtbarkeit nahe. Sogar Kinder sind bereits betroffen.

Aber wir können etwas tun und unsere Leber und Nieren bei ihrer Entgiftungsarbeit unterstützen. Mit der Auswahl der richtigen Lebensmittel, die Phytohormone – also natürliche pflanzliche Hormone – enthalten, und mit speziellen Kräutern oder homöopathischen Mitteln. Und wir können Plastik in unserem Alltag meiden und der Plastikflut den Kampf ansagen, für einen gesunden Körper und eine plastikfreie Umwelt.

WIE PLASTIK UNSER LEBEN BEEINFLUSST

Mikroplastik ist nicht nur regelmäßig Thema in allen Medien, sondern im wahrsten Sinne des Wortes auch in aller Munde. Bis zu zwölf Millionen Tonnen Plastik landen – Schätzungen zufolge – jedes Jahr in den Weltmeeren. Fünf Gramm Plastik nehmen wir – so das Ergebnis einer Studie im Auftrag der Umweltstiftung WWF – jede Woche in unserem Körper auf.

Es werden die alarmierenden Stimmen aus der Wissenschaft immer lauter! Und die Forschung scheint auf Hochtouren zu laufen, denn fast täglich gibt es neue besorgniserregende Pressemitteilungen und Medienberichte über Plastik und Mikroplastik in unseren Meeren und unserem Körper.

Wussten Sie, dass Plastik beispielsweise in Haarshampoo als Füllstoff oder Bindemittel zu finden ist und ihm hormonwirksame Substanzen als Konservierungsstoffe zugesetzt werden? Oder haben Sie sich Gedanken darüber gemacht, dass in der Zahnpasta Mikroplastikteilchen stecken könnten?

Seit dem Jahr 2000 beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Plastik. In diesem Buch möchte ich aufklären über Mikroplastik und Umwelthormone. Darüber, welche Gefahren von ihnen ausgehen und welchen Einfluss sie auf unser Hormonsystem ausüben. Aber vor allem möchte ich aufzeigen, wie Sie Plastik und hormonell wirksame Substanzen im Alltag meiden und die Auswirkungen auf den Körper abschwächen können.

Wenn jeder Einzelne von uns im Kleinen bewusster wird und wir alle etwas in unserem Verhalten verändern, erreichen wir gemeinsam viel!

Ursula Linzer

PLASTIK – PRAKTISCH UND PROBLEMATISCH

Plastiktüten, Plastikdosen, Plastikflaschen, Plastikverpackungen, Kinderspielzeug aus Plastik – Plastik ist praktisch und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber muss Plastik wirklich sein? Tausende Tonnen an Plastikmüll schwimmen im Meer, gefährden die Meerestiere und belasten unsere Umwelt. Kleinste Plastikteilchen sowie hormonähnliche Substanzen aus dem Plastik gelangen auf unterschiedlichsten Wegen in unseren Körper und gefährden unsere Gesundheit.

Mikroplastik – die unterschätzte Gefahr

Mikroplastik – also kleinste Plastikteilchen, die mit dem bloßen Auge kaum wahrnehmbar sind – findet sich fast überall und bedroht die Gesundheit von Mensch und Tier. Das Ausmaß dieser Bedrohung ist noch weitgehend unerforscht.

SO VIEL PLASTIK …

Plastik ist leicht, praktisch, äußerst vielseitig verwendbar und noch dazu kostengünstig in der Herstellung. Weltweit werden heute jährlich rund 400 Millionen Tonnen Plastik produziert, davon etwa 15 Prozent in Europa – Tendenz: steigend. Im Jahr 1950 lag die Produktion noch bei »nur« 1,5 Millionen Tonnen, doch von da an nahm die Plastikproduktion rasant zu. Europa ist heute nach China der zweitgrößte Plastikproduzent der Welt. Und nur ein winziger Bruchteil des Plastiks wird recycelt, der größte Teil wird zum (Problem-)Müll, belastet unsere Umwelt und landet schlussendlich auf unserem Teller ...

Plastik in unserem Alltag

Wir kaufen Plastikflaschen, weil sie leichter zu transportieren sind als schwere Glasflaschen, wir benutzen Plastiktüten für loses Obst und Gemüse im Supermarkt oder kaufen es gleich in Plastik verpackt. Unsere Lebensmittel bewahren wir gut geschützt vor Schmutz und Feuchtigkeit in Plastikdosen auf. Viele Kinderspielsachen sind aus Plastik, sie sind schön bunt und lange haltbar. Aber Plastik versteckt sich auch kaum sichtbar als Beschichtung in Dosen und Tetra Paks, wo es die darin enthaltenen Lebensmittel oder Getränke schützt. Es gibt viele Vorteile bei der Verwendung von Plastik, und vor allem ist es sehr viel günstiger in der Herstellung als Produkte aus Glas, Holz oder Metall. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Verarbeitung. Man kann nahezu alle Formen aus Plastik bilden. Es kann – je nach Zusatzstoffen – als ganz stabiles oder als sehr flexibles und elastisches Plastik hergestellt werden. Aber es gibt auch die andere Seite der Medaille, und die steckt voller – bisher zum Großteil noch unerforschter – Gefahren.

… UND SO VIEL PLASTIKMÜLL

Pro Minute werden auf der ganzen Welt circa eine Million Getränkeflaschen aus Plastik verkauft, zu neuen Flaschen recycelt werden davon allerdings nur etwa sieben Prozent. Leider gelangt trotz Recycling viel zu viel Plastikmüll in unsere Umwelt. Jährlich verursacht jeder Europäer im Durchschnitt 33 Kilogramm Plastikmüll, jeder Deutsche ungefähr 39 Kilogramm.

Nach Einschätzung der Umweltstiftung WWF landen jedes Jahr bis zu zwölf Millionen Tonnen Plastikmüll in unseren Meeren. Schiffe werfen ihren Plastikmüll einfach über Bord, Fischernetze gehen verloren oder werden kurzerhand im Meer entsorgt. Aber auch der Plastikmüll, den wir am Strand liegen lassen, gelangt durch Wind oder Hochwasser ins Meer. Auch kann Plastikmüll, den Menschen achtlos in die Landschaft werfen, bei Regen über die Flüsse bis ins Meer gespült werden. Beim Waschen von Kleidungsstücken gelangen kleinste Plastikteilchen ins Abwasser und damit in den Wasserkreislauf. Die Menge an Plastik, die jährlich ins Meer gelangt, entspricht einer Lastwagenladung pro Minute.

Aber auch im Boden und in der Luft sind die kleinen Plastikpartikel nachzuweisen, und das auf der ganzen Welt, sogar auf dem Mount Everest und in der Arktis genauso wie in der Antarktis.

WIE ENTSTEHT MIKROPLASTIK?

Wenn größere Plastikstücke in immer kleinere zerfallen oder auch zu winzigen, quasi staubförmigen Teilchen zerrieben werden, entsteht Mikroplastik. Dies geschieht nicht nur beim Waschen von Kleidung aus Kunststofffasern. Auch durch die Sonnenbestrahlung wird Plastik brüchig und porös und zerfällt nach und nach. Und haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wo das Gummi der abgefahrenen Autoreifen geblieben ist? Auf der Straße entstehen große Mengen an schädlichem Mikroplastik, das wir mit unserer Atemluft (unbemerkt) einatmen. Aber auch wir selbst produzieren bei jedem Schritt Mikroplastik, das sich von unseren Schuhsohlen löst. Nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik in Oberhausen sind das pro Person etwa 100 Gramm im Jahr.

In der Kosmetikindustrie werden Mikroplastikteilchen zum Beispiel als Peeling in Duschgels und als Scheuermittel in Zahnpasta verwendet. Wir finden es aber auch in vielen anderen Kosmetikprodukten wie in Make-up, in Lippenstiften und Mascara, hier wird es in flüssiger Form als Füllstoff oder Bindemittel (Emulgator) zugesetzt. Als Emulgator verbindet es die wässrigen Anteile mit den öligen, so wird die Konsistenz der Produkte verbessert und sie bleiben länger haltbar.

PLASTIK ODER KUNSTSTOFF – EINE BEGRIFFSKLÄRUNG

Das Wort Plastik kommt aus dem Griechischen und bedeutet »formbar«. Es verweist auf die besondere Eigenschaft des Materials, das sich ganz individuell formen lässt.

Als das Material entdeckt wurde, nannte man es in Deutschland aufgrund der Herstellung zunächst einfach »Kunststoff«, schließlich handelt es sich um ein künstlich hergestelltes Material. Das Wort »Plastik« gelangte aus dem Englischen – »plastic« – in den deutschen Sprachraum. Allerdings bevorzugen Fachleute nach wie vor den Begriff Kunststoff, um qualitativ hochwertige Industrieprodukte wie Baumaterialien oder Wohnaccessoires von eher billig produziertem Plastik oder gar Wegwerfartikeln abzugrenzen.

Kunststoffe sind alle aus Rohöl hergestellten Feststoffe. Sie werden auch aus Erdgas, Kohle, Cellulose, Salzen und neuerdings aus nachwachsenden Rohstoffen wie Bambus, Mais und Zuckerrohr hergestellt.

WELCHEN EINFLUSS HAT MIKROPLASTIK AUF UNSEREN KÖRPER?

Zu Mikroplastik und seiner Wirkung auf unseren Körper gibt es noch wenig Studien. Lange ging man davon aus, dass die kleinen Plastikteilchen, wenn sie vom Menschen aufgenommen werden, nicht durch die Darmwand in den Blutkreislauf gelangen können und somit für den Menschen auch nicht schädlich sind. Aber weit gefehlt! Laut einer Studie von 2019 zur »Aufnahme von Mikroplastik aus der Umwelt beim Menschen« der Universität New Castle, Australien, im Auftrag der Umweltstiftung WWF nehmen wir pro Woche durchschnittlich ganze fünf Gramm Plastik auf. Dies entspricht der Menge einer Kreditkarte! Kann das für unseren Körper ohne Folgen sein?

Im Jahr 2020 wurden in der Fachzeitschrift »Environment International« weitere interessante Studienergebnisse veröffentlicht. Ein Forscherteam des italienischen Krankenhauses Fatebenefratelli in Rom untersuchte die Plazenta von sechs Frauen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren unmittelbar nach der Entbindung. Die Wissenschaftler fanden in jeder Plazenta bis zu zwölf verschiedene Mikroplastikteilchen. Ob die Plastikteilchen über die Nabelschnur in den Blutkreislauf der Babys übergehen konnten, ist allerdings nicht bekannt.

Versteckt im Mikroplastik: hormonell wirksame Substanzen

Auch wenn es noch kaum Studien dazu gibt, welche Auswirkungen die winzigen Mikroplastikteilchen auf unsere Gesundheit haben, so ist durchaus bekannt, dass das Plastik hormonell wirksame Substanzen enthält und freisetzt. Diese Substanzen werden Endokrine Disruptoren – abgekürzt ED oder EDC (was für Endocrine Disrupting Chemicals steht) – genannt. Sie beeinflussen unser Hormonsystem und bringen es aus der Balance. Die Folgen sind weitreichend, zahlreiche Krankheiten werden heute mit Endokrinen Disruptoren in Zusammenhang gebracht.

Endokrine Disruptoren werden zu den sogenannten Umwelthormonen gezählt, das sind Chemikalien, die wir über die Atemluft, über die Haut und über die Nahrungsmittel in unseren Körper aufnehmen. Besonders im Fokus der Forscher: das Bisphenol A, eine der meistproduzierten Chemikalien weltweit.

Lange wurde den Forschungsergebnissen und Warnungen von Wissenschaftlern wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Aber die steigende Anzahl besorgniserregender Studienergebnisse führt dazu, dass immer mehr Verbote für die Verwendung von Bisphenol A ausgesprochen oder zumindest diskutiert werden.

DIE ZEHN GRÖSSTEN MIKROPLASTIKVERURSACHER

1. Autoreifen

2. Abfallentsorgung

3. Bitumen (Asphalt)

4. Pelletverluste bei der Kunststoffproduktion

5. Sport- und Spielplätze

6. Baustellen

7. Schuhsohlen

8. Kunststoffverpackungen

9. Fahrbahnmarkierungen

10. Textilwäsche

MIKROPLASTIK – KURZ ERKLÄRT

Unter Mikroplastik versteht man Plastikteilchen, die im Durchmesser bis zu fünf Millimeter groß, fest und nicht wasserlöslich sind. Man unterscheidet drei Typen: primäres Mikroplastik Typ A, primäres Mikroplastik Typ B und sekundäres Mikroplastik.

Primäres Mikroplastik

Primäres Mikroplastik dient als Ausgangsstoff für die unterschiedlichsten Kunststoffprodukte. Es wird in Form von Kunststoffpellets, aber auch als Granulat oder Pulver hergestellt, um dann weiterverarbeitet zu werden. Die winzigen Plastikteilchen werden beispielsweise Kosmetika oder Reinigungsmitteln zugesetzt. Man bezeichnet diese Form des Mikroplastik als primäres Mikroplastik Typ A. Davon unterscheidet man das primäre Mikroplastik Typ B, das erst durch die Nutzung von Kunststoffgegenständen entsteht. Hierzu zählen beispielsweise kleinste Plastikpartikel, die durch den Abrieb von Autoreifen (besonders beim Bremsen und Anfahren) oder beim Waschen von Kleidungsstücken aus Kunststofffasern wie Polyester und Polyamid entstehen.

Sekundäres Mikroplastik

Sekundäres Mikroplastik entsteht, wenn größere Kunststoffprodukte (Makroplastik) durch Umwelteinflüsse wie Witterung und Sonnenlicht langsam in immer kleinere Bestandteile zersetzt werden. Hierzu gehören etwa Fischernetze in unseren Meeren, aber auch Gegenstände aus Plastik, die unachtsam weggeworfen werden. Diese landen in der Natur, wo sie nach und nach zersetzt oder vom Regen über die Flüsse bis ins Meer gespült werden.

WIE GELANGT MIKROPLASTIK IN UNSEREN KÖRPER?

Forscher sind sich einig, dass wir Mikroplastik beziehungsweise die darin enthaltenen Endokrinen Disruptoren über unseren Darm, über unsere Lungen und durch direkten Hautkontakt in den Körper aufnehmen.

Aufnahme über die Nahrungsmittel

Wir können uns alle vorstellen, dass Mikroplastik durch Fische, Garnelen und Muscheln, die kleinste Plastikpartikel mit ihrer Nahrung aufgenommen haben, auf unserem Teller landet und so über das Essen in unseren Organismus gelangt. Aber dies ist nur eine Möglichkeit. Plastikteilchen und chemische Stoffe können auch aus Plastikverpackungen in Lebensmittel übergehen. Fast immer sind unsere Lebensmittel in Plastik verpackt und werden zum Teil längere Zeit über weite Strecken darin transportiert, bis sie an ihrem Ziel ankommen und im Supermarktregal liegen. Landen die Lebensmittel schließlich mitsamt Mikroplastik in unserem Magen, werden sie mithilfe der Magensäure zu einem Nahrungsbrei zersetzt. Dieser gelangt dann in den Dünndarm, von wo aus wir Nährstoffe wie Mineralstoffe und Vitamine aufnehmen. Aufgrund ihrer geringen Größe passieren auch Mikroplastikpartikel die Darmwand und gelangen so in unseren Blutkreislauf.

Aufnahme über die Atemluft