Beschreibung

Der Aussteiger Greg Howard ist die Erfüllung ihres Traums vom Leben in der Einsamkeit inmitten wilder Tiere. Spontan bricht Elli Radinger alle Brücken in Deutschland ab und zieht nach Minnesota zu einem Mann, den sie kaum kennt. Sie lebt mit ihm in einer Blockhütte im Revier von Wölfen und Bären und stürzt sich in Abenteuer, die sie an ihre Grenzen bringen – körperlich und emotional. Sie lernt das Überleben bei bis zu minus 30 Grad, baut Kanus und geht mit ihrem Traummann auf Entdeckungsreise in ein unbekanntes Amerika. Aber das Leben in der Wildnis ist hart und hinterlässt bald tiefe Risse im romantischen Lebenskonzept. Nach einem gewalttätigen Ausbruch von Greg nutzt Elli die Gelegenheit zur Flucht... Mit wichtigen Reisetipps für Minnesota exklusiv in diesem eBook.

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Seitenzahl: 360

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Elli H. Radinger

MINNESOTAWINTER

Eine Liebe in der Wildnis

Impressum

ISBN 978-3-8412-0676-3

Aufbau Digital,

veröffentlicht im Aufbau Verlag, Berlin, September 2013

© Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin

Die Originalausgabe erschien 2013 bei Rütten & Loening, einer Marke der Aufbau Verlag GmbH & Co. KG

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Vervielfältigung und Verwertung ist nur mit Zustimmung des Verlages zulässig. Das gilt insbesondere für Übersetzungen, die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen sowie für das öffentliche Zugänglichmachen z.B. über das Internet.

Umschlaggestaltung Büro Süd, München

unter Verwendung ines Motivs von © Roberto A. Sanchez/getty images

E-Book Konvertierung: le-tex publishing services GmbH, www.le-tex.de

www.aufbau-verlag.de

»Unsere Liebe zur Wildnis ist mehr als ein Hunger nach dem, was außerhalb unseres Einflussbereiches liegt; sie ist ein Ausdruck der Loyalität zur Erde – der Erde, die uns hervorbringt und ernährt, die einzige Heimat, die wir kennen sollten, das einzige Paradies, das wir benötigen.«

(Edward Abbey)

Inhaltsübersicht

Cover

Impressum

Prolog

Aufbruch

Ankunft

Eingewöhnung

Heimweh

Eisleben

Lernen

Zweifel

Hoffnung

Wölfe

Veränderungen

Angst

Flucht

Epilog

Reisetipps zum Buch

Danke

Informationen zum Buch

Informationen zur Autorin

Wem dieses Buch gefallen hat, der liest auch gerne ...

Prolog

Ich rannte durch den Wald. Zweige schlugen mir ins Gesicht. Die Gurte des schweren Rucksacks schnitten mir schmerzhaft in die Schultern. Immer wieder stolperte ich über Wurzeln auf dem schmalen Trail. Ich fiel hin und lag wie eine Schildkröte auf dem Rücken, das Gepäck zog mich zu Boden. Mühsam rollte ich mich auf die Knie und rappelte mich auf. Weiter, immer weiter. Im Laufen schaute ich auf die Uhr. Noch eine halbe Stunde, bis das Auto kam. Wenn ich es verpasste, würde ich auf mich allein gestellt sein. Noch eine Biegung bis zur Straße. Erleichtert verlangsamte ich den Schritt und versuchte, meine rasselnden Lungen zu beruhigen. Der Wald lichtete sich, und ich konnte die Straße sehen. Geschafft!

Da … eine Bewegung im Unterholz. Ich hielt abrupt an und sah aus den Augenwinkeln einen Mann auf den Trail vor mir treten. Er hatte meine Flucht bemerkt. Er war gekommen, um mich aufzuhalten.

AUFBRUCH

Wie zieht man sich sexy an bei minus dreißig Grad? Diese Frage ging mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Die Verkäuferinnen, die ich in den einschlägigen Geschäften nach warmer Spitzenunterwäsche gefragt hatte, konnten nur die Schultern zucken.

»Was denn? Warm oder sexy?«

Beides gab es wohl nicht. Ich hatte schließlich aufgegeben und »warm« in den Koffer gepackt. Jetzt drückte ich mir die Nase am Flugzeugfenster platt und schaute auf die Schneelandschaft unter mir. Vielleicht hätte ich doch besser »sehr warm« einpacken sollen.

»Haben Sie noch einen Wunsch?«, fragte die Stewardess und goss mit einem professionellen Lächeln dünnen Kaffee in meine Tasse. Diesmal nahm ich auch ein paar der angebotenen Häppchen an und sah, wie sie erleichtert aufatmete. Vermutlich war ich ihr unheimlich, denn ich hatte, seit das Flugzeug vor fünf Stunden in Frankfurt gestartet war, keinen Bissen angerührt. Aber das Essen interessierte mich nicht. Ich flog in das Abenteuer meines Lebens.

Unter mir lag die unendliche Weite Kanadas. Labrador zog tiefverschneit vorüber. Wie so oft, wenn ich diese Strecke flog, wünschte ich mir, ich könnte hinausspringen und in die samtweiche Schneelandschaft eintauchen, die aussah wie Zuckerwatte auf dem Weihnachtsmarkt. Ich fragte mich, ob wohl Menschen in diesen abgelegenen Seengebieten lebten und wie dieses Leben aussah. Ich liebte die Einsamkeit und den Winter. Erst wenn es richtig kalt wurde, blühte ich auf. Vermutlich lag es daran, dass ich im Februar geboren bin – ein Winterkind. Fällt der erste Schnee, atme ich auf. Endlich! Wenn ich in den Urlaub fahre, zieht es mich nicht in den Süden, sondern in nordische Länder. Alaska, Kanada, Weite, Einsamkeit, Kälte, das ist meine Welt. Ich las jedes Buch über Aussteiger und Abenteurer, das ich finden konnte, und beneidete alle, die so lebten. Und nun würde sich dieser Traum erfüllen.

Vor wenigen Stunden hatte ich mich schweren Herzens von meiner Labradorhündin Lady verabschiedet. Fragend schauten mich ihre braunen Augen an, als ich ihren Kopf in die Hände nahm und sie auf die Stirn küsste.

»Sei brav, bald bin ich wieder da.« Ein paar Tränen tropften auf ihr goldgelbes Fell. Schniefend drückte ich meiner Mutter die Leine in die Hand und stieg in den Zug zum Flughafen. »Wir passen gut auf sie auf !«, versprach sie.

Ich wusste, dass es ihr bei meinen Eltern gutging und sie sich dort wohl fühlte. Trotzdem kam ich mir wie eine Verräterin vor. Nach der Scheidung von meinem Mann hatte ich Lady in einem amerikanischen Tierheim gefunden. Es war Liebe auf den ersten Blick. Das Schicksal hatte seine volle Partitur gespielt, um uns zusammenzubringen. »Zufällig« war ich in dieses Tierheim gekommen, um gemeinsam mit meiner Freundin Melinda eine Spende abzugeben. »Zufällig« ging ich noch einmal in den Raum mit den Käfigen, in denen die Tiere saßen, die für die Tötungsstation vorgesehen waren. In den meisten amerikanischen Tierheimen werden Tiere, die nicht abgeholt werden, nach einer bestimmten Zeit eingeschläfert. Und es war »Zufall«, dass man Lady noch eine Woche länger leben ließ, weil sie »so süß« war, wie die Leiterin des Tierheims sagte. Ich sah den acht Monate alten Labradorwelpen in seinem Käfig sitzen, und es war um mich geschehen.

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