mit Mayling im Paradies - Axel HC - E-Book

mit Mayling im Paradies E-Book

Axel HC

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Beschreibung

In diesem Buch werden die vielen selbst erlebten Ereignisse in einem zuvor fremden Land, in Thailand beschrieben, welches der Autor vor 30 Jahren kennen lernte und nun mehr seit 25 Jahren dort lebt. Dies führte letztlich zu diesem Buch. Es schildert die ersten neuen Eindrücke in diesem Land, welche zu dieser Zeit noch ganz anders waren als heute, sowie auch die Begegnungen mit den schon anders denkenden Thaimenschen, die Sitten und Bräuche, die anders geartete Denkweise, so auch die Angewohnheiten der Thais. Durch seine vielen Reisen lernte er Anfangs nicht nur Land und Leute kennen, sondern auch später seine Thaifrau Mayling, welche er dann heiratete und später ganz dorthin auswanderte. Ob das Essen, welches schon anders ist, der buddhistische Glauben oder die Thai liebe die so oft angeprangert ist. Allein durch die vielen Begrifflichkeiten die sich aus dem Thema ergeben, alles hat er nicht nur ausgiebig kennen gelernt, sondern sich auch damit mit auseinander gesetzt. Sein Weg dort führt ihn mit Mayling auch auf die Insel Koh Samui, wo er recht ausführlich das Paradies beschreibt. In dem er ab einem bestimmten Zeitraum denn ganz und gar dort lebt. Nicht nur in romantischer Alleinsicht, nein auch mit den Höhen und Tiefen, sowie mit einigen Problemen, welche sich gerade in weit entfernten Ländern ergeben, wo bestimmte Landsleute ihr Unwesen treiben, zum Leid anderer. Diese Problematik wird hier im Buch nicht verdrängt sondern mit Ross und Reiter benannt und so bekämpft bis der Reiter stürzt. Zum Schluss, wie es sich für eine gute Story oder Geschichte gehört, wendet sich alles zum Guten, das gilt aber auch für das sich stark veränderte und moderne Thailand.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 557

Veröffentlichungsjahr: 2021

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mit Mayling im Paradies

Leben und Erfahrungen im Lande Siam

1. Auflage 2021

© 2021 AxelHC

Autor: Axel HC, Koh Samui

[email protected]

www.Koh-Samui-Axel.de

Covergestaltung: AxelHC

Bilder: Alle Photos wurden, soweit nicht anders notiert, vom Autor persönlich erstellt und die Genehmigungen zur Veröffentlichung der dargestellten Personen liegen vor.

Verlag und Druck: tredition.de GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN Taschenbuch:     978-3-7497-9169-9    13,99

ISBN Hardcover:          978-3-7497-9170-5    21,99

ISBN e-Book:               978-3-7497-9171-2       5,99

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Die Namen der Personen im Buch sind aus Datenschutzgründen verändert worden. Bestimmte öffentliche Personen sind im Sinne des Zeitgeistes erwähnt.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

mit Mayling im Paradies

Leben und Erfahrungen im Lande Siam

– Inhaltsverzeichnis –

 

Vorwort

Kapitel 1

Erste Eindrücke in Thailand

 

Beginn, die Thais, Pattaya, im ersten Hotel, Bangkok BKK, Rollschuh Restaurant, Einheimische, die Amis, Der Farang in der Bar, Ermittler, der Schnitzelwirt, Thai Geld, unendlich Geld, Thai Bank, Kinderarbeit, Respekt, Thai Logik, Miete zahlen, Bar Sitten, Mama-san, Geburtstag der Thais

Kapitel 2

Die Thaimädels

 

Allgemein, Tommy und das Thaimädchen, Besonders lieb, Goldkauf, Bar Mädels, Work – Arbeit, Karaoke Bar, Clever, Menschenkenntnis, Intelligenz - Schlau - Naiv, Warten, Garderobe, Zielsetzung, Liebesbriefe mit Herz, die Schreiber, Mehrere Farangs, Besuch kranke Mutter in BKK, Familie, Story Schweizer und sein Haus, eine Jungfrau Hochzeit, …aber meine ist anders

Kapitel 3

Land und Leute

 

BKK Großstadt , Reisen in Thailand , River Kwai, Nord Thailand, Mae Hong Son Tal, Elefanten, Mitte Thailand

Kapitel 4

Angewohnheiten der Thais

 

Leben unter Thais, Saubere Thais, Abnahm, Ordnungssinn, Bügeln, Kühlschrank, Schuhe, Nasenriechstift, Benehmen, Thai Stile, Geschickte Thais, Denken, Thai-Philosophie, Thai Kommunikation, Spieltrieb der Thais, Versicherungsvertreter, TV Serien

Kapitel 5

Thai Essen

 

Thaiessen – gin khaau, Abendessen, Esskultur, Essen Isanfood, Thai Restaurant, Essen – Reiche Thais

Kapitel 6

Thailiebe

 

Die Liebe der Thais, Sohn Farang, Farang verhext, die Nitribits, Kathoeys, Ladyboys, Cabaret, Farang mit Kathoey, Mia-Noi, Toms, G-Boys

Kapitel 7

Buddhismus

 

Ein kleiner Einblick , Einstellung zum Buddhismus, Thais und der Buddhismus, Morgengabe, der Wai

Kapitel 8

Mayling tritt in mein Leben

 

Kennen lernen, Mayling kommt nach Deutschland, Wiedersehen in Thailand, erster Urlaub, Samui, Thai Familie - Home Besuch, Mayling 2.Mal Germany, Thaihochzeit, Thai Ehe, Zusammenleben, Dankbarkeit, Eifersucht der Thais

Kapitel 9

Koh Samui

 

die Insel, Anfang in Samui, Urlaub im Süden Thailand, Landkauf in Samui, der Nordstrand

Kapitel 10

Die Bergsiedlung

 

Die Bergsiedlung entsteht, Auswandern nach Koh Samui, der Betonmischer, Hausbau in Samui, Thai Geisterhäuser

Kapitel 11

Leben in Samui

 

Weihnachten in Thailand, der Sohn in Samui, Kevin in Deutschland, das Schulsystem, der Bürokratismus, Gäste, Thai Feste, Thai Kirmes, Samui Tattoo , die Thai Auskenner, Unfall Mayling

Kapitel 12

Thai Staff

 

Das Staff, Pünktlichkeit, Selbstsicheres Auftreten, Thai Telefon, Telefonieren Zuverlässigkeit, Arbeitseinstellung, Arbeitsqualität

Kapitel 13

Die Wende 2000

 

Wende in Thailand, Wende in BKK, Wende in Samui, Wende in der Bergsiedlung

Kapitel 14

Terror im Paradies

 

Ein paar Jahre später, Landvogt Kessler, Prozesse gegen Jeden, Anschlag auf mein Leben, der Prozess, ich geh mal eben in'n Knast, Stinkefuß, Schießerei auf der Insel, Diggers Glück bricht ein

Kapitel 15

Alles wird gut

 

Unsere Bergsiedlung, BKK wächst zur Metropole, Kaufhäuser der Superlative, Resümee zu Samui, Zum Schluss

 

Nachwort

– Vorwort –

Wer mein erstes Buch gelesen hat – Hering in Gelee - mein Weg von Halberstadt DDR nach Koh Samui TH – der hat einen Einblick bekommen über meinen Lebensweg von der Kindheit bis zum Alter, wo ich denn in Thailand gelandet bin. Dieses Land in Süd Ost Asien, welches am Golf von Siam liegt, bzw. ihn teilweise umschließt, und im Norden fast an China reicht, im Westen an Myanmar und im Osten an Laos und Kambodscha grenzt, hieß in früherer Zeit Siam und ist bekannt als das Land des Lächelns, welches mich von Anfang an fasziniert hatte, und in seinen Bann zog.

Wohin ich denn auch in den 90er Jahren gereist bin und mit offenen Augen und Ohren in vielen Orten und Provinzen meine Eindrücke gewonnen und verstärkt habe. Dort wo ich vieles selbst erlebte und mit bekommen habe, aber auch über die recht lange Zeit die ich dort lebe, wovon dieses Buch handelt. Früher, damit ist hier in meinem Buch, mein Beginn, also mein Anfang in den 90er Jahren gemeint.

Besonders die ersten Eindrücke haben mich geprägt weil es mich fasziniert hat. So bekam ich die vielen neuen Eindrücke des Landes und das Wesen der „Thais“ hautnah mit, habe viele Menschen dort kennen gelernt und ihre Angewohnheiten sowie ihre Art studiert. Lernte dort meine Mayling kennen, wanderte aus nach Thailand und siedelte mich dort im Süden auf der Insel Koh Samui an, welches man schlechthin als Paradies bezeichnet, da explizit die Insel Koh Samui schon das Flair eines tropischen Paradieses hat. Diese grüne Insel mit den vielen Kokosnusspalmen, den weißen Sandstränden, dem blauem Meer, mit meist seichten Wellen, ist schon recht lange mein Lebensziel gewesen, ohne es zu wissen.

Aber bleibt ein Paradies immer ein Paradies? Das ist die Frage die sich stellt.

Hier werden einige Storys beleuchtet, auch die Negativen, denke die gehören dazu und es werden Ross und Reiter genannt. Einige Leser werden bestimmte Szenen wieder erkennen, weil sie evtl. betroffen waren, oder ebenfalls gleiches oder ähnliches erlebten.

Das Buch soll weniger belehrend als informativ sein, auch wenn einige Menschen, die schon öfter in diesem Land waren, das Eine oder Andere vielleicht kennen, so gibt es doch immer wieder Passagen, welche einiges evtl. näher bringen oder viele Dinge sich anders zeigen. Es behandelt auch bestimmte Vorurteile gegen so eingefleischte Argumente, welche von bestimmten Medien oder Menschengruppen propagiert werden, aber nicht immer so sind, wenn man einmal etwas näher hin sieht, und keine Vorurteile hat.

Ebenfalls gehe ich hier auch ein wenig auf das Thaiessen generell ein, sowie auch den Buddhismus hier in Thailand, die Liebe besonders die Thailiebe, sowie sie sich zeigt, wie man sie erlebt unverblümt und offen. Aber auch den Europäer den Fremdlingen oder Farangs wie die Thais sagen, wie er sich hier zeigt oder gesehen wird. Sowie viele andere Themen, was in Thailand z.B. etwas anders ist als es der Europäer schlechthin gewohnt ist.

So befasste ich mich auch mit den Veränderungen einst und heute in Thailand, in Bangkok so auch in Koh Samui über einen längeren Zeitraum von über 25 Jahren in denen ich dort lebe und immer wieder hautnah mit vielen Thais zusammen kam und komme.

Auch denke ich, dass es noch einige Menschen gibt, die das Land noch nicht kennen. Und im Übrigen sind auch recht viele eigene Erlebnisse und Erfahrungen mit eingebettet, welche zum Schmunzeln, zum staunen oder Nachdenken führen. Auch wenn die eine oder andere Passage bestimmte negative Äußerungen beinhalten, so ist dies nicht unbedingt nur negativ gemeint, vielmehr eine Aufklärung darüber, das die Thais zum Teil anders ticken, was aber nicht unbedingt für alle und immer gilt.

Es hat sich über die Jahre auch einiges geändert.

Wobei dies Buch nicht speziell als Reiseführer gedacht ist, mehr als Erlebnisbericht über ein Land in dem ich seit vielen Jahren lebe.

– Kapitel 1 - erste Eindrücke in Thailand –

Beginn

Angefangen hat es bei mir, so wie es meist beginnt, im ersten Urlaub 1989 bzw. den Folgeurlauben Anfang der 90er Jahre in Pattaya, einem Badeort in Süd Thailand. Anfangszeit bzw. der Begriff früher oder damals, damit ist bei mir hier im Buch meine Anfangszeit also die 90'Jahre gemeint. Wobei ich im Jahr dann mehrfach dort in Thailand war.

Bevor ich nach Thailand flog, gab mir ein Bekannter noch einige gute Tipps wie, wo und was. So flog ich denn das erste Mal im Winter 1989 dort hin und landete in Bangkok BKK. Ein sehr großer Airport, damals noch der Alte Don Muang Airport, im Norden der Stadt. Aufgefallen war mir als Erstes dass zwischen den Landebahnen ein großer vor allem langer Golfplatz war. Danach dann die Langen Hallen, die warme und anders riechende Luft. Dann die Schalter der strengen Immigration-Polizisten, welche keinen Spaß verstehen, wenn nicht alles korrekt ausgefüllt ist.

Am Gepäckband sollte ich denn auf einen deutschen aus Köln treffen, der wie ich das erste Mal dort war. Als wir uns austauschten stieß dann ein anderer aus Hessen zu uns, der sich wie er sagte hier auskannte! Also schlossen wir uns diesem wichtigen Mann, einem selbsternannten Kameramann des HR3 an. Später werde ich diese Art Menschen, „die Auskenner“ noch besser kennen lernen. Wir fuhren mit dem Bus nach Pattaya, ich ging aber dann in ein Hotel welches ich mir notiert hatte. Man traf sich später wieder und freundete sich an.

Dort wo ich beim ersten Mal einige Rentner und ältere Männer traf, welche mir die angenehmen Dinge dieses Landes bzw. Ortes berichteten. Dazu zählten nicht nur das warme Klima, den ganzen Tag Sonnenschein, im Meer baden und zum Abend an den vielen Bars im kurzem Hemd im Dezember zu sitzen und Whisky oder Bier zu trinken. Dies zu thailändischer moderner anders klingender Musik, die schon etwas anders war, als die gewohnte deutsche Musik. Überhaupt das asiatische Flair war schon faszinierend. Die lockere freundliche Art der Thai-Menschen, welche auch auf Europäer zum Teil überging.

Oder aber im Meer baden, mit den Thai-Mädels im Meer rum toben und Spaß haben, wofür die Thais ja fast immer aufgelegt sind, für Sanuk wie die Thais sagen und wie die Kinder rum zu albern, aber das ist ihre Art unbeschwert zu leben, die Probleme und Sorgen des Alltags links liegen zu lassen und jetzt und heute leben. Und das steckt scheinbar an, selbst die älteren Herren, die in Germany krank und alt waren und ihre Zeit abgewartet hatten bis es denn soweit war …

Einige davon die ich denn dort kennen lernte, erzählten mir ihre privaten Geschichten. Die waren alle anders und doch ähnlich. Einer meinte denn: „Mein Hausarzt sagte mir vor ca. 10 Jahren, dass meine Gesundheit sehr angeschlagen sei, er gäbe mir noch so 2-3 Jahre, ich solle noch was in meinem Leben machen, bevor es zu spät sei“. Nun lebe er seit 10 Jahren in Thailand und seit 5 Jahren fahre er einmal im Jahr im Sommer nach Germany, dabei besuche er auch seinen Hausarzt. „Und wenn ich den dann sehe, gebe ich dem nur noch 1-2 Jahre so klapprig wie der aussieht.“

Ein Anderer erzählte mir einmal, „ seit 10 Jahren wirft mir meine Frau in Deutschland vor, dass ich Impotent sei, seit 5 Jahren glaubte ich das selbst.“ „Jetzt bin ich seit x Jahren hier, und wundere mich über mich selbst, fühle mich wie einst.“ usw.

Und immer wieder war die Aussage, dass man hier in Thailand wesentlich weniger Krankheiten und Zipperleinchen hätte als in Deutschland.

Viele unterschiedliche Geschichten hörte ich dort. Aber im Konsens waren alle so, dass man daraus schließen konnte, das angenehme warme, sonnige Klima hat allen gut getan. Das empfand ich ebenso bzw. konnte es gut nachvollziehen.

Die Thais

Aufgefallen war mir ebenso die Freundlichkeit der Thais allgemein, immer ein Lächeln, was vor allem bei den süßen Thaimädels besonders auffällt. Ob im Hotel, an der Bar oder auf der Straße, oder sogar im Krankenhaus. Was ich in den folgenden vielen Jahren mehrfach bestätigen kann. Ich glaube nichts ist schöner, als nach einer OP aus der Narkose zu erwachen und in ein bildhübsches Thai Gesicht mit einem freundlichem lächeln zu schauen und aufgefordert zu werden einmal ab zu husten.

Es ist denke ich bekannt, dass über 95% der Thais gläubige Buddhisten sind. Dies merkt man überall im Land. Das angenehme des buddhistischem Glaubens ist, das niemand dazu gezwungen wird, weder vom Staat mit Abgaben, Steuern usw. noch von der Religion, den Tempeln (Wat) oder den Mönchen. Sehr schnell wird dies deutlich an einem oft gesehenem Verhalten oder Beispiel:

Eine Buddhistische junge Frau, nennen wir sie Tim, geht morgens aus dem Haus hat nur noch 20 Baht (Kleingeld) wofür sie dann auf dem Weg ein kleines Süppchen als Frühstück kaufen möchte. Auf dem Weg begegnet sie einer anderen armen Thai Person Tam, die nichts hat, die nichts sagt, nur einen ergebenen Wai macht. Der Gruß der Thais untereinander mit „betenden Händen“ wobei die Fingerspitzen bis zur Nasenspitze geführt werden. (dazu später mehr). Darauf entgegnet Tim ebenfalls den Wai zu Tam, und steckt ihr diskret die letzten 20 Baht zu, in dem Wissen, dass sie nun kein Frühstück mehr kaufen kann. Nun gibt Tam nochmals einen Wai, aus Dankbarkeit, und Tim ebenfalls weil Buddha ihr Tam über ihren Weg schickte, und sie so die Möglichkeit hatte, etwas Gutes für Tam zu tun, die Morgengabe. Diese buddhistische Geste impliziert, tue Gutes zu deinem Nächsten, so wird dir gutes widerfahren. Dies bewahrheitet sich meist unmittelbar, da die Thais alle so eingestellt sind.

Auf dem Weg zu ihrer Arbeit geht Tim irgendwo bei anderen Thais vorbei, die gerade auf dem Boden sitzen (normal bei Thais) und gemeinsam Essen. Diese Leute an denen Tim nun vorbei geht, ohne Geld, ohne bittenden Blick oder Magenknurren, sagen nun spontan zu Tim: „beinai… maa khun nang, bei gin khaau“. (Wohin gehst du, komm setzt dich hin, und iss mit uns Reis). Reisessen die Hauptnahrung der Asiaten. Das beim Reis auch Soßen, Gemüse, Blätter Fleisch usw. dabei ist versteht sich. Dies ist keine banale Floskel, die Aufforderung zum Mitessen, und sie wird auch immer wieder angenommen.

Und da schließt sich der buddhistische Kreis wieder. Kurz zuvor hatte sie ihr letztes Geld für einen armen Menschen gegeben, nach buddhistischem Glauben eine rechte Tat, genau der Selbe Glaube führt sie auf dem rechten Weg und sie bekommt durch andere eine Einladung zum Essen.

Ich selbst habe dies oft genug gesehen und auch hier und da angenommen, habe dann später hier und da mal was mitgebracht, eine dicke Papaya oder Chicken Spieße usw. die Palette ist riesengroß und die Freundschaft die dabei entsteht ebenso.

Hier und da war ich denn auch mal neugierig, was die denn da essen, das hat denn oft zu einer Einladung geführt. Wobei man schon aufpassen muss, da die Thai Speisen meist scharf oder sehr scharf sind. Dabei haben die Thais denn auch recht viel Spaß, wenn der Farang mit der Hand vor dem Mund wedelt weil es sehr scharf war. Das bringt die Thais zum lachen, aber nicht aus Schadenfreude, sondern aus Sanuk (Spaß) der nie zu kurz kommt.

Pattaya

Aber speziell meine Anfangszeit in Pattaya hat mich ein wenig geprägt. Dort habe ich vieles gesehen, gelernt usw. Vor allem auch was man tut bzw. was man tunlichst nicht machen sollte oder auch verboten ist.

Nun sind die Thais im Gegensatz zu den Europäern ja etwas kleiner. Dies gilt natürlich auch für Polizisten, besonders für junge Polizisten. Dass man diese zu respektieren hat, war denke ich das erste Gebot welches ich hörte. Einen Polizisten an zu schreien, oder laut zu werden, weil man glaubt im Recht zu sein, oder dem gar einen Vogel zu zeigen, kann sehr schnell zum Urlaubsende führen und wer es extrem übertreibt, für den sogar zum Lebensende.

Beispielsweise wenn der Farang (so werden alle Ausländer, außer Japaner dort genannt) welche ja 1-2 Köpfe größer sind und doppelt so breit, besonders in den Schultern, der fühlt sich evtl. erdreistet diesem kleinem zierlichem Polizisten mit dem Knabengesicht den großen Starken vor zu führen. Das kann ganz schnell ins Auge gehen. Denn alle Polizisten habe eine gute Ausbildung genossen, meist in mehreren Kampfsportarten ausgebildet. Ruck zuck hat dieser kleine Polizist den großen Farang auf das Pflaster gelegt, in einem Griff das es weh tut, und nicht selten den übergroßen Ballermann am Kopf. Wehe dem, der dann falsch zuckt. Der kann sich dann beim Petrus über den Buddha bei der Polizei beschweren, aber er wird nie mehr erfahren ob der Polizeichef diesen jungen Polizisten deshalb ermahnte, ehr nicht.

Aber wehe dem, der dann einen solchen jungen smarten Polizisten an einer Straßenecke stehen sieht und bemerkt das der Revolver den dieser trägt, drei Nummern zu groß ist, was bei der Größe der Thais ins Augenlicht fällt, und der Revolver etwas vom Körper absteht. Nur ein dummer Farang kommt auf die blöde Idee nach dem Revolver zu fassen und den aus Jook zu ziehen. Nur wer viel Glück hat, überlebt diesen Jook. Denn da versteht kein Polizist in Thailand Spaß. Das hab ich einmal gesehen. So schnell wie der sich weg gedreht hatte, den Revolver selbst gezogen und den Lauf des Revolvers an die Schläfe des Farang gehalten hatte, so schnell konnte man nicht schauen. Zum Glück hatte der Farang sich dann nicht mehr bewegt, dafür aber in die Hose gemacht und der kleine Polizist dem die Handschellen angelegt und zur Polizeiwache gebracht, wo man ihn dann vermutlich nach einer Stunde warten auf geklärt hatte. Denke auch ohne Aufklärung hätte der das nie wieder wiederholt, denn er hatte sich ja schon etwas eingenässt.

Dann gibt es auch das ungeschrieben Gesetz, dass man weder einen Geldschein auf den Boden wirft, noch mit Füßen drauf tritt, oder zerreißt oder gar darauf spuckt. Der Grund dafür, auf jedem Geldschein ist der König abgebildet. Wer also keinen Respekt vor dem Bildnis des Königs erweist, macht sich der Majestätsbeleidigung strafbar. Und dass auch gegenüber jedem Thaibürger, denn die stehen voll und ganz hinter ihrem König.

Das war bis vor einigen Jahren, zu meiner Anfangszeit in Thailand seine Majestät König Bhumibol Adujadeh Rama IX. Diesen liebten alle Thais, weil er so gütig war, und viel für sein Volk getan hatte.

Im ersten Hotel

Die ersten Eindrücke waren damals die Schönsten. Alle waren sehr nett und freundlich, was man den Thais ja eh nachsagt. Und zum Abend raus gehen, da war überall was los und wenn man allein oder mit mehreren Leuten kam, war Stimmung. Übrigens um kurz nach 18:00 Uhr wird es in Thailand dunkel, und dann gehen alle Lichter an, besonders die bunten.

Farben sind ganz wichtig für Thais, haben auch eine buddhistische und mentale Bedeutung, aber gehören eben auch zum Nachtleben, besonders das rote Licht.

Das Schöne war damals, wenn man so um 4 Uhr nachts zum Hotel zurück kam, und den Wunsch äußerte noch mal in den Pool zu gehen, war das kein Problem. Dass dann der Portier so nett war, uns zu fragen ob wir noch ein Bier möchten, rundete die Sache noch ab, was wir natürlich gern annahmen und die Gegenfrage war dann, ob wir denn noch was zu Essen haben können. Was der Portier dann mit Ja beantwortete. So haben wir denn manche Nacht noch ein schönes Steak bestellt. Dabei hab ich am Anfang mal gesehen dass da hinten ein Thaiboy Richtung Küche lief und sagte zu den anderen, ich glaube der hat jetzt den Koch aus dem Bett geschmissen, der ist gerade dahinten in die Küche gelaufen. Und Tatsache, der hatte uns dann ruck zuck noch ein Steak gebraten und richtig gut, schön dick usw.

Viele neue Bekannte und Kumpels die ich dort im Hotel kennen lernte. So auch ein Bekannten, James aus Bremerhafen mit einer netten Thaifrau verheiratet und Kindern, der jährlich dort Urlaub machte. Man freundete sich an, bekam gute Tip's auch von der Frau die recht gut deutsch sprach. So kam es dann, dass die an einem Tag vor hatten dann zwei Tage nach Bangkok zu fahren um die Stadt zu besichtigen und die Familie zu besuchen und den nächsten Tag ab zu reisen. Da noch Platz im Minibus war und ich gerne diese große Stadt einmal kennen lernen wollte, bot er mir an, mit zu fahren.

Bangkok BKK

Das erste Mal BKK war an sich einige Tage zuvor, mit 2 Kumpels die ich dort am Airport kennen lernte. Dank des eines Kumpels, der sich „auskannte“, der Kameramann, der sich erst dort als Vollalki zeigte und nur einen Junkie besuchen wollte, war dieser Trip voll in die Hose gegangen. Dieser Art der „Thailand Auskenner“ werde ich noch oft in Thailand begegnen. Zum Glück war noch der andere Kumpel dabei, der wie ich dann schnellstens weg wollte - aus der Situation, und wir uns ein Taxi nahmen und zu der Busstation Ekamai fuhren, um wieder zurück nach Pattaya zu kommen. Verkehr ohne Ende, 10 -12 spurige Straßen, laut, heiß, dunstige Luft, dass man kaum Luft bekam.

Somit war mein erster Eindruck von BKK mehr als negativ.

Auf Grund des Angebotes von James mit Frau und Kindern, den ich dort im Hotel kurz zuvor kennen lernte, hatte ich ein besseres Gefühl und wagte mich noch einmal nach BKK mit denen zusammen.

So stand denn am nächsten Morgen ein Minibus vorm Hotel, der die kleine Gruppe nach BKK bringen sollte. Beim Frühstück bekam die Thaifrau vom James denn Besuch von einer Thailady. Sie hatte lange lockige schwarze Haare und schaute lächelnd mehrfach zu mir rüber. Man lernte sich zwanglos kennen und ich sagte nur, schade dass ich nun gleich weg fahre, wobei die Thaifrau vom James nur sagte, du kannst sie ja mitnehmen, musst nur das Ticket und das Essen für sie bezahlen. Das war ein Angebot welches ich gleich annahm.

Das war die Nada, dass die zufällig einen kleinen Beutel mit Sachen dabei hatte, hab ich gar nicht so registriert, im Gegenteil das war gut so, also los.

Auf der Fahrt nach BKK hatten wir uns denn etwas kennen gelernt. Die Thaifrau vom James hatte denn hier und da übersetzt und geholfen. Da sie mir helfen wollte ein Thaimädchen kennen zu lernen, die nicht nur aufs Geld aus ist. Und sie hatte auch der Nada helfen wollen, die einen Farang kennen lernen wollte. Sie hatte ihr sicher auch gesagt dass sie sich zurückhalten solle, vor allem nicht gleich nach Geld fragen soll.

In BKK im Hotel kam denn die Frage nach den Zimmern. Sie zierte sich ein wenig aus Scham, stimmte aber dann doch zu, mit mir ein Zimmer zu teilen.

Tagsüber fuhren wir durch BKK und schauten uns einige Sehenswürdigkeiten in BKK an. Diesmal aber mit etwas Erklärung von James oder seiner Thai Frau, wie z.B. Wat Prah Kaeo dem wichtigsten und größtem, sowie schönsten Tempel, wo auch der Smaragd Buddha aufbewahrt ist, das Heiligtum aus der alten Hauptstadt. Ebenso in der Anlage die vielen goldenen Chedis, mit sehr viel bunten Mosaiksteinen, sowie dem dahinter liegendem Königspalast. Die Anlage war nicht nur riesig, sondern auch faszinierend.

Danach gingen wir dann zu Fuß zum Wat Poo einem recht langen Tempel, der mit dem 49,5m langen liegendem goldenen Buddha. Das war das, was ich sehen wollte und das hat mir sehr gut gefallen bzw. mächtig imponiert.

Da noch genügend Zeit war, fuhren wir denn mit einem Boot auf dem Hauptfluss von BKK dem Chao Praya River ein Stück zurück, und auf die andere Flussseite nach Thonburi, wo dann das Wat Arun liegt. Ein Tempel der wohl der älteste dort ist, da Thonburi einst die Hauptstadt war, bevor es BKK wurde.

Der Aufstieg war abenteuerlich, sehr schmale aber doppelt hohe Stufen, welche man nur seitlich ersteigen konnte. Von oben hatte man eine super Aussicht auf die Mitte von BKK. Der Abstieg war wohl noch abenteuerlicher, nicht vorwärts nein Rückwärts musste man gehen. Bei den meisten Besuchern sah das schon etwas komisch aus. Und Frauen mit Röcken, da hörte man hier und da ein quieken weil der Rock hochflog, da die Stiegen eingefasst waren vom seitlichem Geländer und wie ein Windkanal funktionierte.

Bedenkt man, dass BKK so über 400 Tempel hat, so hatte ich damals gerade 1% davon gesehen, später werden es mehr werden, viel mehr.

Rollschuh Restaurant

Am Abend gingen wir denn fein Essen. James schlug ein Restaurant vor, welches wohl einmalig war. Er hatte Recht. Um einen kleinen See war auf Stelzen rundherum ein Weg mit Holzplanken. Von dort gingen wie Rosenblätter zig kleine Plattformen ab, worauf je vier, oder fünf Tische standen mit einer Supervisorin und zwei Kellnerinnen. Dies Restaurant hieß damals Tam Nak Thai, eines der größten und originellsten Restaurants in BKK und etwas außerhalb gelegen.

Als wir gerade saßen erklärte mir James, dass hier mit Rollschuhen serviert wird. Ungläubig schaute ich drein, und schon hörten wir ein fremdes Geräusch - brrrrrrrr. Sofort hin geschaut, war ein Kellner auf Rollschuhen, der eine Vollbremsung machte, weil ein Gast Farang in die Quere kam.

Die Wege waren wohl 3-4m breit, nur verschiedene neue Gäste gingen nebeneinander, was dann zu Vollbremsungen führte. Es war phänomenal wie die Kellner mit vollen Tabletts, mit Suppen, Tellern, Flaschen usw. da durch jonglierten. Später erfuhr ich denn mal die Vorfahrt Regeln. Erst die Farang Gäste weil die dies nicht kennen, danach die Jungs mit vollem Tabletts zu den Tischen damit es warm bleibt, dann die mit Geschirr, und die mit leerem Tablett mussten ihr Tablett runter halten und allen anderen Vorfahrt geben.

Bild 1: Kellner im Rollschuh Restaurant

Am Besten war dann, wenn man sich bestimmte Gerichte bestellte, z.B. etwas Scharfes mit Pfeffer und Beef, das wurde dann vor der Küche angezündet und mit lodernden Flammen raste der Kellner los. Dabei wurde dann laut etwas in Thai gerufen (so wie Vorsicht heiß und fettig) wobei alle anderen Thais reagierten, seitlich stehen blieben, und die Farangs anwiesen zur Seite zu gehen, so dass der Kellner mit dem brennendem Teller den Tisch erreichte und der Gast dies noch sehen konnte.

Die Boys, alle Profi Rollschuhfahrer, brachte die Speisen nur an den Tisch der Supervisorin, die dann die Kellnerinnen zu dem entsprechenden Tisch orderte und die Supervisorin dann die entsprechenden Essen jeweils dem Gast vorsetzten. Alles recht vornehm und vor allem toll und einmalig. Keine Angst das Essen war heiß, denn die Rollschuh Boys waren schnell.

Bild 2: Rollschuh Restaurant BKK

Heute heißt dies allerdings Royal Dragon Restaurant, hat einen chinesischen Styl und ist noch größer geworden. Aber der Service läuft noch über Rollschuhe.

Einheimische

Am nächsten Abend wollte James mit Frau und Kindern zur Thai Schwester fahren, die wie er sagte sehr einfach in einem Viertel wohnen, welches nicht mit irgendeinem Viertel zu vergleichen ist, welches ich zuvor sah. Mit anderen Worten ein Slumviertel. Ich sagte ihm, dass es mir nichts ausmache und ich gern mitkäme weil ich auch so etwas Mal sehen möchte, wenn es ihm nichts ausmache.

OK, so fuhren wir denn dort hin. An einem Bahnübergang der offen war, hielten wir an. Nun zu Fuß weiter. Wir gingen über die Schienen ein paar hundert Meter. Diese waren von den Diesel Loks so mit Öl und Diesel getränkt, und rochen aus so, dass man von dem stehendem riechendem Gewässer wo dann auf Stelzen zig Holz und Wellblechbuden standen nichts riechen konnten.

Nach ein paar Metern saßen immer wieder Thais auf den Schienen, vor sich auf den Schwellen ihre Schüsseln abgestellt mit dem Thaiessen welches sie zu sich nahmen. Da ich etwas verwundert den James fragte wieso, erklärte er mir die sitzen jeden Abend auf den Schienen und essen dort. Warum, weil sich hier keine Moskitos aufhalten oder hast du schon eins bemerkt. Das stimmte, der Diesel und Öl Geruch hat tatsächlich die Moskitos abgehalten.

Ein paar Meter weiter saßen die Nächsten, freundlich grüßend „Sawadee krap“ gingen wir vorbei, wobei diese sich sehr freuten und alle zurück grüßten. Da sah ich hinter denen lag ein Baby eingewickelt mit Mützchen, wobei das Köpfchen etwas erhöht lag durch die Schiene. Ich entsetzt zu James: „Mensch das ist doch gefährlich, was ist denn wenn jetzt ein Zug kommt?“ Kein Problem meinte er, dann packen die alles zusammen, auch das Baby, gehen neben das Gleis und warten bis der Zug durchgefahren ist.

Ich konnte die Welt nicht verstehen, dachte nur das ist doch Wahnsinn. Kurz drauf hörten wir dann das Signal einer Diesel Lok. Da, nun kannst du sehen was passiert, waren seine Worte. Alle räumten das Gleis und stellten sich neben dran. Der Zug war der, welcher aus dem Süden nach BKK zum HBF fuhr. Allerdings in BKK mitten durch die Stadt in einem großem Bogen mit viel Krach aber im Schritt Tempo. Deshalb ließen die Thais sich auch nicht aus der Ruhe bringen und selbst als man die Doppelscheinwerfer schon sah, gingen sie immer noch hin und her. Als der Zug denn durch war, setzten sich alle wieder hin und aßen weiter.

Wir gingen denn noch ein Stück auf den Schienen bis zu einer Brücke, mehr ein wackliger Holz Steg, der in das richtige Baracken Viertel ging. Vorn an war ein kleiner Supermarkt, der so allerlei hatte was man so braucht. James meinte denn, wir sollten etwas zu trinken mitnehmen, denn die werden nichts haben, außerdem sind die arm. Das mit den Getränken, Bier usw. übernahm ich denn.

Als wir vor der Holz.Bude mit Wellblech standen kam die Schwester raus. Die Begrüßung war mehr als herzlich, man bat mich die Schuhe aus zu ziehen, weil man in einem Thaihaus die Schuhe auszieht. Das war für mich unbekannt, aber selbstverständlich, da ich ja am Vortag immer wieder beim betreten eines Tempels die Schuhe auszuziehen gewohnt war.

Nun stellte ich fest, dass es innen in der Hütte sehr sauber war, blauer dünner PVC Linoleum Boden, ein mit Tuch abgedeckter TV Apparat, einen kleinen Schrank an der Seite und in den Ecken zusammengerollte dünne Matratzen mit Bettzeug. Stühle oder Sitzgelegenheiten Fehlanzeige. James setzte sich im Schneidersitz auf den Boden und meinte setzt dich. Worauf ich es ihm gleicht tat.

Die Frauen gingen nach nebenan in die kleine Küche, die etwas sehr einfach eingerichtet war. Eine blaue PVC Wasserleitung die an der Wand, an einer Holzplanke festgebunden war. Fingerdicke Abstände zwischen den Brettern waren normal. Davor stand eine schwarze PVC Schüssel, die Spüle. Die Abwaschbrühe wurde nach hinten ausgeschüttet durch die Abstände war es nach unten gelaufen, denn das Haus stand ja auf Stelzen und unten war ja eh Wasser. Die Kochstelle war ebenfalls recht einfach, vier Steine ein Brett fertig, darauf stand ein Gaskocher. Man lebte bescheiden aber nicht weniger glücklich.

Zum späten Abend waren wir wieder zurück im Hotel. James schlug vor, dass wir allein noch einmal raus gehen, das Nachtleben in BKK kennen lernen. Seine Frau blieb mit den Kindern im Hotel, also ließ ich Nada auch im Hotel und wir machten einen Herrenabend, bei dem er mir das Nachtleben zeigte. Zum Schluss noch eine Keller Bar, die Therme, wo nachts um 3 erst was los war, weil da viele Barfrauen privat hingingen, so auch Taxifahrer usw. also ein Insider Tip, wobei wir von hinten durch die Küche hinein gingen.

Früh morgens um fünf zurück zum Hotel, Nada sauer, beleidigt dass sie die ganze Nacht allein war. Ich hatte vor an dem Morgen runter zum Hafen zu fahren um eine Bootstour zu machen, sie eine Stinklaune dass die Milch sauer wird, etwas was ich bei den Thais vorher nicht gesehen hatte. Kein Wort im TuK Tuk, das sind so kleine Taxen auf drei Rädern mit einem Mopedmotor der auf Gas lief. Kein Wort egal was ich für eine Frage stellte. Nach 20 Minuten tippte ich dem Tuk Tuk Fahrer auf die Schulter und sagte Stopp. Sodann machte ich ihm klar umkehren nicht zum Hafen, zum Busbahnhof Ekamai. Dort löste ich 2 Tickets gab ihr eins und fuhr mit dem Bus nach Pattaya zurück, wo ich mich dann flugs auf ein Moped Taxi setzte, sie stehen ließ und allein zum Hotel fuhr. Aus die Maus, sie schaute etwas verdutzt. Später ging ich dann zum Strand den ganzen Tag.

Als ich dann Nachmittag zum Hotel zurückkam, spricht mich der Mann an der Rezeption an, du hast einen Brief bekommen. Ungläubig geschaut, wer soll mir denn hier schreiben, gab er mir diesen. Nada war da gewesen, hat drei Stunden in der Halle gewartet, da traf sie dann eine Bekannte von James seiner Thaifrau, welche der Nada wohl den Kopf gewaschen hatte, warum sie denn die Beleidigte gespielt hätte, denn James seine Frau wäre ja auch im Hotel geblieben was soll das denn, lass die Jungs doch mal alleine rausgehen usw. Nach dem Motto das hast du dir selbst versaut. Also schrieb sie mir dann einen Brief.

Sorry täte ihr leid usw., sie hätte bei sich aus Wut eine Glastür zugeschlagen die dann zerbrach. Nun müsse sie 3000 Baht bezahlen, sonst käme sie ins Monky Haus, so nennen die Thais das Gefängnis. Da der Rezeptionist grinsend vor mir stand und den offenen Brief mit Sicherheit gelesen hatte, bat ich um einen Kugelschreiber. So schrieb ich denn auf die Rückseite tut mir auch leid, habe keine 3000 Baht, geh bitte ins Monky Haus.

Der Rezeptionist grinste nur, und schaute was ich schrieb. Ich sagte ihm dann wenn die wieder kommt gib ihr den Brief. Er nickte lächelnd sagte OK und hob den Dauen.

Am nächsten Tag rief er mich zu sich und sagte mir, er hätte ihr den Brief gegeben. Wutentbrannt zerknüllte sie den Brief und schmiss ihn hintern Tresen. Beim raus gehen hatte sie dann in ihrer Wut die Glas Pendeltür so doll aufgerissen, dass diese auch beinah gebrochen wäre. Er lief ihr noch nach und rief hinterher sie solle nicht wieder das Hotel betreten.

Ich sah sie nie mehr wieder.

Die Amis

Einmal an einem bestimmten Tag war tagsüber richtig Action auf den Straßen, alles lief nervös rum. Auf Nachfragen kam dann raus, die Amis kommen. In der großen Bucht vor Pattaya lagen drei US Kriegsschiffe. Das bedeutete damals, das zum Abend so ca. 2-300 Matrosen pro Schiff Ausgang haben und es richtig krachen lassen, weil sie nur mit Dollar bezahlten und dies reichlich. Da dies Geldbringende Verhalten der Matrosen ja schon die Mütter kannten von damals als sie noch jung waren, wussten die sofort was zu tun ist. Jede Bar rief alle möglichen Verwandten, Tanten, Schwestern, Freundinnen usw. an, sogar Omas, die waren dann in den Bars zum Spülen oder Getränke hinstellen oder einfach nur zum - damit jemand in der Bar ist -. Während die jungen Mädchen mit den Matrosen rum machten. In Jeder Bar war da die Hölle los. Zeitbeschränkung gab es damals noch nicht, nur für die Matrosen, die mussten zu einer bestimmten Zeit zurück an Bord sein. An solchen guten Tagen hatte es in den Kassen recht gut geklingelt.

Sie waren es, welche den damals kleinen Ort Pattaya erst zu einem Bade und Vergnügung's Ort für Touristen machten, der sich später zum größten Badeort mit Nachtleben entwickelte.

Damals, das hieß in den 60 ziger Jahren, im Vietnamkrieg wo das US Militär seine Soldaten nach Thailand brachte, wenn die Soldaten Fronturlaub hatten und diesen dann in Thailand bzw. Pattaya auf der Suche nach Alkohol und Frauen verbrachten. Sie hatten viel Negatives gesehen und wollten dann für ein paar Tage die Front und den Vietnamkrieg vergessen. Deshalb ließen sie es richtig krachen, denn wer weiß ob sie dazu noch einmal die Gelegenheit hatten.

Und die Thaimädchen von damals waren nun die Thaimütter, zum Teil ältere Frauen, die wussten was an solchen Abenden los sein wird. Also wurden alle mobilisiert in den Bars zu helfen.

Die Amis haben übrigens auch den Begriff der Ladyboys damals dort aufgebracht, weil es damals nicht genügend Frauen gab, machten sich einige junge Männer als Frau zurecht, um auch ein paar Dollar ab zu bekommen. (Dazu später mehr)

Aber auch wenn die Amis nicht da waren, war in den vielen Bars was los.

Der Farang in der Bar

Dort in Pattaya gab es viele Bars, kleinere und Größere, zum Teil mit Restaurantbetrieb, zum Teil unter freiem Himmel oder rundherum offen. Vergleichbar mit Kneipen. Aber neu war für mich damals, ganze Bar Viertel wo es viele von gab. An einem Platz unter einem Dach so 20 oder mehr Bars und ein paar Meter weiter die Nächsten, alle eine Vier oder Rechteckige Form.

Bild 3: Barviertel Pattaya

Jede Bar eine andere Musik meist recht laut. Außen saßen die Gäste, innen die Thaimädchen zum Bedienen, welche dankend einen Drink annahmen und sich dann mit dem Farang unterhielten. Dabei kamen dann die dollsten Storys heraus, weil die Ladys zu dem damaligem Zeitpunkt kaum englisch sprachen. Aber gelacht wurde fast immer.

Sicher gab es auch Bars mit diversen Shows welche in geschlossen Räumen waren. Aber das gibt es ja in Hamburg und vielen anderen Städten auch. Allerdings gab es auch Europäer, welche sich in den Bars nicht benehmen konnten.

Dazu ein Beispiel aus der Anfangszeit. In einem Bar Viertel spielte sich an einer Nachbarbar eine Szene ab. Ein Farang etwas großkotzig und laut gab nach und nach einer nach der anderen Bar Lady einen Drink aus. Bald waren alle Ladys um ihn versammelt und aus den anderen Bars kamen immer mehr Ladys, welche so taten als würden sie auch dort arbeiten. Er war der Hahn im Korb.

Auch die erhielten von dem einen Lady Drink. Zu der damaligen Zeit waren die Drinks noch recht preiswert. Man konnte schon für 1000 Baht (so ca. 20 DM damals) den ganzen Abend mit zwei Mann trinken und den einen oder anderen ausgeben. Dieser Großkotz hatte es dann recht laut, weil angetrunken geschafft mehr zu verzehren. Als die Bar Chefin dann den Bill brachte wies der 5000 Baht aus. Der Großkotz schrie dann rum und bestritt so viel getrunken zu haben, bzw. gar keine Bar Lady eingeladen zu haben usw. Das wäre in Hamburg vermutlich ähnlich oder schlimmer gelaufen.

Die Bar Chefin bestand auf Bezahlung, der Streit ging los. Eines der Bar Mädchen telefonierte zur Polizei, ein anderes Mädel teilte dies in den Nachbar Bars mit und ruck zuck standen fünf kleine Thaimänner drum herum.

Laut und Gestikulierend fuchtelte der Großkotz mit Vogelzeichen und Stinkefinger zur Chefin und Fäusten zu den Thais rum, da er ja mindest einen Kopf größer und doppelt so breit war. Ruckzuck hatte er eine Faust auf dem Auge und nun standen sechs oder mehr Thais kampfbereit um ihn. Er begriff dann, dass die 6 kleinen Thais vermutlich stärker, vor allem schneller waren. Da packte ihn die Wut, er nahm fünf 1000 Baht Scheine in die Hand zerknüddelte diese, was alle Thais schockieren ließ und warf den Knubbel Geld hinter die Bar auf den Boden.

Das führte dazu, dass die Thais ihn ruck zuck zu Boden warfen, weil sie sich beleidigt fühlten, da man ihren König beleidigte. Kurz darauf traf die Polizei ein, worauf die Thais ihn los ließen und er mit der Polizei zum Wagen ging. Dort brachte er seine Version hervor. In der Zwischenzeit hatte ein Bar Mädchen hinter der Bar aufgeräumt vermutlich auf Geheiß der Chefin, und hat sich wo anders hingesetzt mit dem Geld.

Die Polizei sprach dann mit der Bar Chefin, welche ihre Version erzählte und das der Farang nicht zahlen wollte bzw. nicht gezahlt hat. Die Polizei forderte den Farang auf, die 5.000 zu zahlen, da er die Mädels eingeladen hatte, was alle Mädels bezeugten.

Darauf meinte er, der mittlerweile kleinere Großkotz, er hätte bezahlt, die Chefin nein, bei ihr nicht! Alle Ladys bezeugten dies. Dann meinte er, er habe das Geld hinter die Theke geworfen, das muss noch auf dem Boden liegen. Es lag dort nix.

Da meinte einer der Polizisten, wie bitte Geld auf den Boden geworfen? Dann kommst du jetzt sowieso gleich mit und gehst drei Tage ins Gefängnis, wegen Majestätsbeleidigung. Ein anderer unbeteiligter Farang riet ihm denn, doch jetzt zur Einsicht zu kommen und besser klein bei zu geben, sich zu entschuldigen bei der Chefin vor der Polizei, die 5.000 Baht zu zahlen dann wäre die Situation sicher erledigt, andernfalls er mitginge in den Bau. Also zahlte er das zweite Mal. Die Polizei sagte dann wohl noch, dass sie ihm untersage noch einmal in diese Bar zu gehen. Erst später erklärt sich warum das so gelaufen ist.

(Siehe später Thai Geld)

In solche Situation bin ich Gott sei dank nie gekommen, aber man lernt ja daraus, dass macht man einfach nicht, egal wo.

Aber es gab auch andere Farangs. Habe übrigens in keinem anderen Urlaubsland so viele Spinner, Schauspieler und „Thailandkenner“ getroffen. Einige gaben sich als Geschäftsleute aus, welche beruflich dort waren und mit Aktenkoffer durch die Bars zogen und sich wichtig machten. Viele warfen mit Geld rum, um den Mädels zu imponieren. Wenn man verschiedene Typen Tage später wieder traf und man mit ihnen sprach, verstrickten sie sich öfter in immer bessere Lügenstorys.

Es gab auch einige welche als Kameramänner tätig waren. Einer lief immer mit einer dicken Kamera auf der Schulter rum und hatte auf seiner Kamera einen Aufkleber von HR3, war aber nicht bei dem Sender, das sah noch wichtiger aus. Er war ein selbsternannter wichtiger Kameramann. Das war der den ich in BKK traf und das erste Mal nach BKK fuhr. Der hatte denn zum Abend in der Bar diverse Filmaufnahmen gemacht, wogegen die meisten Thais nichts hatten. Dafür aber einige Farangs, welche sofort böse reagierten und zur Unterlassung aufforderten. Als der Saufkumpel aber nochmals draufhielt, was ja durch den starken Scheinwerder gut sichtbar war, standen die beiden Engländer auf und kamen auf uns zu. Ich rutschte etwas nach links und es ergab sich ein kurzes Gespräch, sie wollten den Film haben und vernichten, wobei nach einer hastigen Handbewegung die Kamera auf den Boden viel und in zig Teile zerbrach. Ich denke die wollten nicht gefilmt werden. Warum verstand ich erst später.

Ermittler

Einige waren verdeckte Ermittler, Kripoleute usw. welche sich so ausgaben um zu imponieren, die sich jeden Abend die Kante gaben. Nur einige verwickelten sich so in widersprüchliche Angaben bei verschiedenen Leuten, was dann als bald raus kam. Es waren oft Spinner und Wichtigtuer.

Aber es gab später wirklich einige verdeckte Ermittler, die dort tätig waren, wie ich des Öfteren mitbekam, so wie in einem bestimmten Fall.

So lernte ich dort einen sehr dicken Wirt – Harry - kennen, der mit seiner hübschen Thai ein sehr schönes Restaurant hatte, was sicher nicht ganz billig war. Aber da er noch recht jung war, wobei man sich fragte, woher er denn die Kohle dafür hatte, ergaben sich Fragen. Einige, so auch ich, versuchten vergeblich nach dem man sich gut kannte, etwas heraus zu bekommen. Er war zu ein wenig Geld gekommen, wie wollte er nicht sagen. Nach einiger Zeit war er plötzlich weg, die Thaifrau machte das Restaurant allein auf Sparflamme, denn er war der Magnet. Nach und nach kam denn raus dass er abgeholt wurde, im Knast in Deutschland säße. Viele Gerüchte und auch Fakten kamen heraus. Einem Stammgast der jeden Abend sich die Kannte gab und ihn immer wieder einlud, entlockte ihm nach und nach sein Süßes Geheimnis.

Er hatte einige Jahre zuvor mehrere Banken um ein wenig Geld erleichtert. Mit einem damals möglichem Trick, wobei die Banken damals noch nicht vernetzt waren, hatte er an drei verschieden Bankautomaten, welche in drei verschiedenen Orten im Ruhrgebiet lagen, aber diese relativ nah zu einander lagen, Geldabhebungen getätigt. Das Ganze dann so kurz vor Mitternacht und kurz danach, also neues Datum. Jeweils das Limit der Karte hob er ab und mit der Summe (über 50.ooo DM) am nächsten Morgen in den Flieger und flog nach Thailand.

Als die Banken dies merkten, war es schon zu spät. Danach änderte man das System.

Man wusste zwar wer es war, aber kam nicht an ihn ran. Da Thailand damals kein Auslieferungsabkommen hatte, kam die Polizei nicht weiter.

Als dann später ein verdeckter Ermittler täglich bei ihm rein kam, sich anfreundete und mit ihm die ganze Nacht soff, aber recht oft mit vollem Mund zum WC ging und den Whisky ausspuckte und den Besoffenen spielte, aber immer weiter einen Ausgab bis Harry auch betrunken war und er bestimmte Infos ausplauderte, ging der Ermittler. Allerdings kam er den nächsten Tag wieder, in Begleitung der Polizei. Da machte er ihm klar, du hast mir gestern Nacht einige Details deiner Tat verraten, OK ich kann dich hier nicht verhaften, die Thai Polizei kann auch nicht eingreifen, aber ich biete dir an, freiwillig mit zu kommen, dann zum Airport nach Deutschland und in U Haft usw. Die Alternative war, er kommt rein und fängt mit ihm eine riesige Schlägerei an, wobei das Inventar drauf geht, dann muss die Polizei eingreifen und uns beide verhaften, dann gehst du erst mal hier in den Bau, ich komme raus weil Polizei und du wirst später nach Deutschland überführt. Harry hatte sich für die humane Art entschieden und konnte sich noch von seiner Frau verabschieden.

Acht Jahre später hatte ich Harry wieder gesehen wobei ich zweimal hinschauen musste, da er extrem abgenommen hatte. Da hatte er mir die Story dann erzählt und das er 7 Jahre eingesessen hatte. Entlassung wäre schon früher möglich gewesen wenn er das Geld zurückgegeben hätte, aber das steckte ja im Restaurant und das er froh gewesen ist, dass es nun erledigt war.

Der Schnitzelwirt

In Süd Pattaya war er bekannt, dass er die größten Schnitzel machte, Tellergroß. Die Körperfülle bestätigte dies. Man kannte sich, da ich des Öfteren dort aß. Auch er hatte eine Thaifrau mit zwei Kindern. Jahre später sah ich in einer exklusiv Sendung eines bestimmten Senders, welcher einen 5 Minuten Beitrag über Thailand machte, wobei 1 Minute ganz Thailand und 4 Minuten Pattaya gezeigt wurde, vor allem genau die Soi Diamant im Süden gefilmt wurde, wobei sie das Sodom und Gomorra als Sündenbabel deutlich hervorhoben. Man hielt die Kamera in eine offene Rotlicht Bar, wo so 5 Bar Mädels laut riefen: Hello Sexy man come inside.

Die Frage ist, sollten sich die Bar Mädchen still in de Ecke setzen, damit niemand rein kommt? Glaube das läuft auch nicht in Hamburg oder sonst wo auf der Welt. Der Reporter brachte noch die Bemerkung raus: das sagen die jungen Mädchen zu allen, egal wie sie aussehen… Dann hörte man wie ein Motorbike gestartet wurde. Prompt ergänzt er den Satz, wobei er die Kamera nach rechts drückte, mit den Worten: Und einige dicke alte Männer schrecken auch nicht davor zurück, kleine Kinder mit zu nehmen. Wobei die Kamera auf das in 50m entfernte Motorbike auf der Straße gerichtet war, auf dem der dicke Schnitzelwirt zu sehen war.

Wobei hinten die 11 Jährige aufstieg und vorne die kleine 7 Jährige, also seine Kinder drauf saßen, die er um 18:30 wie immer nach hause bringen wollte, bevor das Abend Geschäft beginnt. Ich denke es wurde hier gezielt negative Reklame für Thailand gemacht. Wobei der Schnitzelwirt dies vermutlich nie gesehen hatte.

Danach verstand ich allerdings die Reaktion verschiedener Menschen die nicht gefilmt werden wollten. Allzu oft wurden Bilder oder Filme für solche oder ähnliche Situationen Zweckentfremdet.

Viele der Farangs ließen es so richtig krachen, oft kamen erst viel später Bilder oder Filme heraus, welche die Betreffenden in missliche Lagen brachten. Aber solche Situationen gab es in anderen Europäischen Ländern allerdings auch. Und der negative Ruf wurde immer mehr verbreitet oder angeprangert. Sicher gab es auch sexuelle Gewerbe oder Treiben, aber gab es das nicht auch in Hamburg, München oder Berlin oder in jeder großen Stadt.

Einem Kollegen der mich deshalb mal anfrotzelte, von wegen Rotlicht Milieu, das habe er selber gesehen, mit eigenen Augen im TV, eine ganze Straße nur eine Rotlicht Bar an der anderen. Das Ließ ich so stehen und ein Wochenende weiter sagte ich ihm dann: „Du hör mal ich war am Wochenende in Hamburg, da an der Davidwache, da war eine Straße nur mit roten Fenstern. Der Puff Herberts Straße, und dann bin ich um das Straßenviertel gegangen, ein Haus nach dem Anderen ein Puff neben dem Anderen“. Seine Antwort: „ ja Hamburg, da ist das ja normal“! Darauf meinte ich nur: „ach so, Hamburg mit 2 Mio. Einwohner darf ein ganzes Viertel Puff's haben, aber BKK mit 15 Mio. Einwohnern darf da nicht eine ganze oder mehrere Straßen haben“?

Er meinte nur, na ja … so viele Einwohner haben die da, dann war das Thema erledigt.

Aber zurück zum Nachtlaben Thailand. So waren damals die Farangs, immer Vollgas, besonders wenn sie vom Airport kamen, gleich erst in die Stamm Bar gegangen und hoch die Tassen den ganzen Tag bis in die Nacht. Der Koffer stand hinter der Theke, Essen, Quartier usw. später, da brauchte er sich nicht drum zu kümmern das machte die Barbesitzerin bzw. die Thaimädels alles für ihn. Der wurde spät in der Nacht in sein Hotelzimmer gebracht wo sein Koffer schon stand. Man kannte sich ja vom letzten Urlaub. Und ein Gast der es krachen lässt, war immer willkommen, denn er hatte ja Geld.

Thai Geld

Wenn man in diesem Land lebt sollte man die Grundregeln schon kennen, das gilt sicher für andere Länder ebenso. Eines der obersten Gesetze ist der Respekt vor dem König, den alle Thais 100% haben. Bei den Farangs ist das nicht immer der Fall, wie das vorhergehende, und die spätere Beispiele zeigen.

Da auf jedem Geldschein der König abgebildet ist, behandelt man diesen mit Respekt. Auf den Fußboden werfen, mit dem Fuß darauf treten wird in Thailand als Majestätsbeleidigung geahndet und mit Gefängnis bestraft.

Sicher gab es die Situation, dass beim Bezahlen schon mal ein Geldschein herunter viel und der Wind ihn weg wehte, man nachlief und Reflex mäßig darauf trat um ihn fest zu halten. Wenn die Thais das sahen sprachen sie den Betreffenden auch an, das man das nicht machen dürfe, da ja der König drauf sei. Dann war es gut, wenn man sich entschuldigte und zur Einsicht kam. Die Thais würden nie drauf treten, sondern solange nachlaufen bis sie ihn haben, und wenn nicht dann ist er weg. Dann ist man zwar traurig, aber man hat den Respekt gewahrt, und das ist wichtiger.

Durch den damaligen Wechselkurs bekam man beim Umtausch von 100 DM gleich fast 5.700 Thai Baht. Das war ungefähr so viel, wie ein Thaimädchen im Hotel oder im Restaurant im Monat verdiente, wenn sie gut war. Während die Thais normal am Tag keine 50 Baht ausgaben für Essen und trinken, kam man als Farang mit 500 Baht aus.

Alles war damals recht preiswert und man konnte mit 5.000 Baht die ganze Woche auskommen, aber auch an einem Abend auf den Kopf hauen.

Die Thais haben in der Regel ein etwas anderes Verhältnis zu Geld. Meist hatten sie kein oder wenig Geld. Außerdem die Einstellung wenn sie Geld haben, müssen sie es auch ausgeben, wofür sonst ist Geld da, wenn man es nicht ausgeben kann.

Und Sparen? Wofür für? Für Morgen, wer weiß ob ich morgen noch lebe, ich lebe heute und besser heute gut leben, wer weiß was morgen ist. Und wenn man morgen kein Geld hat? Das ist aber nicht so schlimm. Buddha wird es schon richten. Das bisschen Essen konnte man immer bezahlen.

Dann gab es ja auch noch den Farang, und die haben ja immer Geld, unendlich Geld!

unendlich Geld …

Der Farang hat unendlich viel Geld. Das hab ich früher oft von Thais gehört. Aus der Sicht der Thais damals fast verständlich. Denn jeden Tag geht Einer, nein zig Farangs an den Geldautomat, schiebt seine Karte ein, und holt ein Bündel Geld raus! Stimmt! Täglich etliche Farangs! Die müssen Geld ohne Ende haben! So die Denkweise der Thais früher. Damals hatten die meisten Thais noch kein Konto wofür auch, das was sie tagsüber verdienten, war am nächsten Tag weg- ausgegeben. Das kommt erst zig Jahre später.

Damals grassierte so ein Witz. Der Raum hinter dem Geldautomat, ATM Maschine war ein kleiner Raum 2x2 m. Die Thais wollten in einen solchen Raum einbrechen weil sie der Ansicht waren, der Raum sei bis zur Decke voll mit großen Bündeln von Geldscheinen. Das konnten früher alle Thais bestätigen. Denn sie sahen es ja täglich zig Mal, und immer wieder, dass die Fangs Bündel weise Geld da raus holten. Deshalb die Annahme der Farang hat nicht nur viel Geld, sondern unendlich viel Geld.

Dass die Farang’s dafür das ganze Jahr gearbeitet hatten, bzw. der ATM Automat nachgefüllt wurde, sahen die Thais ja nicht.

Selbst wenn es im Portomanai zu ende ist, dann geht der Farang einfach an einen Geldautomaten, steckt eine Karte rein, tippt etwas rum und unten kommt Geld raus. Immer und immer wieder haben das die Thaimädels selbst gesehen. Also die Ausrede des Farangs, er habe kein Geld mehr, ist nicht die Wahrheit, denn da kam immer Geld raus.

Außerdem, wenn ein Farang nach Thailand fliegen kann, dann muss er ja Geld haben. So war die Denkweise früher in den 90'Jahren.

Damals gab es kaum Thailadies die mal in Germany waren, geschweige denn wussten sie wo Germany war. In der Regel dachten sie wohl das Germany eine größere Stadt irgendwo weit weg war, und direkt hinter Indien liegen muss, und gleich danach kommt Amerika. Erdkunde Fehlanzeige, jedenfalls bei den Mädchen vom Lande.

Ausgenommen die etwas reiferen Damen in den Reisebüros, die kannten sich schon ein wenig aus, jedenfalls auf der Landkarte.

Geldverdienen war so eine Sache. Viele waren damals noch recht naiv. Jedenfalls die welche irgendein kleines Geschäft hatten, ausgenommen vor allem die Thai-Chinesen, welche lange vorher schon Geschäfte in Thailand hatten. Vor allem meist die, welche die Goldgeschäfte innehatten.

Die einfachen Thais konnten in der Regel nicht mit Geld umgehen. Wenn sie an einem Abend mal 5000 Baht eingenommen hatten, waren sie happy, machten den Laden zu und gingen feiern. Sie sahen die 5000 Baht als Reingewinn an. Meist hatten sie die Bar nur gemietet und wenn dann am nächsten Tag der Vermieter da stand und die Miete wollte, kam dann maimie, nein hab kein Geld. Gleiches ist bei den meisten Thaimädchen, besonders in den Bars. Haben sie heute 1000 Baht, dann Party und morgen kein Geld mehr. Mai pen rai … kein Problem. Rücklage, sparen… wofür.

Dies wird noch viele Jahre so sein.

Alle Thais lieben Geld, je mehr desto besser, denn sie lieben ihren König - da jeder Thai weiß: auf jedem Geldschein ist ein Bild vom König, deshalb lieben sie Geld. Und außerdem Geld ist zum ausgeben da. Wenn ich es nicht ausgeben darf, ja wofür soll ich denn dann arbeiten gehen? So war die Einstellung vieler Thais. Und Geld auf die Bank bringen, wofür? Erstens hatten die meisten Thais gar kein Konto damals, und zweitens wofür auf die Bank bringen, die haben doch eh genug Geld. So die Denkweise vieler Thais.

Thai Bank

Viele der Farangs hatten damals reichlich viel Geld, so eröffneten einige damals recht problemlos ein Konto. Bei einem Betrag über eine Mio. Baht fragte kein Bankmensch danach wo kommt es her. Und wenn der Farang noch mehr Geld hatte, konnte auch der Zinssatz damit reichlich erhöht werden. Es war keine Seltenheit dass bestimmte Farangs z.B. 5 oder mehr Mio. Baht auf einem Konto hatten und Anfangs dafür 15-17% Zinsen dafür bekamen. Die hatten dann nur von den Zinsen gelebt und nicht mal schlecht. Das waren schon mal 500.000 Baht im Jahr. Also monatlich ca. 40.000 Baht. Wenn man bedenkt, dass ein Lehrer damals so 15.000 Baht im Monat verdiente.

Oft passierte es auch damals, dass bestimmte Farangs dann übermäßig viel tranken und Konten bei einer Bank hatten. Solange eine Bewegung auf dem Konto ist, war alles OK. Aber einige der Farangs haben sich auch tot gesoffen oder verunglückten in Thailand, oder hatten einen Unfall, oder desgleichen zu Haus in Deutschland, starben und kamen nicht wieder. Da hatten bestimmte Bankmenschen dann ein Händchen für. Kam der Farang nach über einem Jahr nicht mehr und machte eine Bewegung auf seinem Konto, so buchte er diesen Betrag bis auf 100 Baht auf ein neutrales Konto mit einem Pseudonamen, von dort auf eine andere Bank mit anderem Namen. Die Chance war groß, dass der Farang nie mehr kommt und dann ist das Geld frei. Erben oder Angehörige in Deutschland wussten meist nix davon, und wenn doch, kamen sie nicht dran, weil sie nicht wussten wie.

Das bei mehreren Konten ist eine gute Altersvorsorge. Kommt aber der Farang doch noch einmal nach ein paar Jahren zu der Bank, weil seine ATM Karte nun nicht mehr funktionierte, kommt ein Kopfschütteln einer anderen jungen Bankangestellten, aber keine klare Auskunft, nein nur in Thai. Die Informierte dann den Betreffenden etwas höheren Bankmenschen, der den Kunden dann ganz höflich begrüßte und sagte: „ i make for you!“ Evtl. noch die Info die Karte funktioniert nicht mehr, weil lange keine Nutzung oder so. Nach einer kurzen Wartezeit und dem Gefühl das ganze Geld verloren zu haben, kam er dann freudestrahlend zurück, alles OK, jetzt funktioniert alles wieder, oder mit der neuen Karte geht es jetzt wieder. Weitere Erklärung dann meist unverständlich, Problem Number oder so, … aber now OK.

Was war passiert, der Betrag wurde bis auf 100 Baht runtergebucht und in der nächsten Zeile wieder drauf gebucht. Die Buchung mit den 100 Baht erschien nicht, weil das Buch ja nicht vor lag und man es so eingestellt hatte, nur der große Betrag ins Minus und darunter wieder im Plus, und alles war OK.

Mir selbst war es so ergangen. Und die Erklärungen sind so klar unverständlich, dass man letztlich froh war, dass das Geld überhaupt noch da war.

Nur etwas später stellte ich fest, dass es zwei verschiedene Daten waren, zwar der gleiche Tag und Monat, aber das Jahr 2534 anders war, da die Zeitrechnung der Thais 543 Jahre weiter voraus ist. Da man das auf die Schnelle nicht nachrechnen kann, scheint alles OK.

Später erfuhr ich hier und da, dass es Anderen ähnlich ergangen war. Das Geld hatte einfach nur eine Weile auf einem anderen Konto geparkt. Und Beschweren bei dem Abteilungsleiter? Mit dem hatte man ja gerade gesprochen, der hat das ja „for you“ gemacht, außerdem verstand der doch sowieso nicht, was man eigentlich wolle, die Summe xy ist doch drauf, what you wont?

Auch das bestimmte Thaimädels das Bankbuch eines Farangs in Verwahrung hatten, wovon bestimmte Ladys lebten war keine Seltenheit. Sie konnten monatliche Beträge bis zu einer festgelegten Summe x abheben, was hinten im Bankbuch registriert war, das war nichts Unnormales. Im Übrigen das Thai Bankbuch mit nach Deutschland zu nehmen, das hätte den einen oder anderen ja verraten.

Aber wenn die Thai denn alles haben wollten, weil sei einen neuen besseren Farang kennen lernte, so mussten sie sich einen Trick ausdenken. Man hatte das Bankbuch verloren, und schon wurde nach Polizeianzeige ein neues Bankbuch ausgestellt, aber ohne die Beschränkung auf der letzten Seite. Auf das neue Bankbuch zahlte man eine Summe von z.B. 5000 Baht ein, danach transferierte man das Guthaben von 70.000 Baht bis auf 100 Baht auf das neue Konto und konnte dann am Folgetag 74.900 Baht abheben und ward nie mehr gesehen.

Die vielen Bankkonten mit je 100 Baht wurden denn auch von einem cleveren Bankmenschen auf ein Konto zusammen geführt und das alte Konto gelöscht. Meist schon nach einem Jahr einem neuem Kunden zur Verfügung gestellt, so dass man nach ein paar Jahren nichts mehr rückverfolgen konnte. Das war kein Betrug, man nannte es Um Transferierung, um unnötige Kontoführungsgebühren für tote Konten zu ersparen.

Dies war damals eine gängige Praxis, und war es auch noch viele Jahre später so. Später noch einmal zu dem Thema in anderer Situation.

Kinderarbeit

Die Kinderarbeit ist in vielen Drittländern bekannt. Wobei in vielen Ländern die Kinder im Alter von 5-10 Jahren viele Arbeiten ausführen müssen. Ob auf dem Feld oder in Fabriken. Diese schwere Kinderarbeit war zu Beginn meiner Zeit an sich nicht mehr erlaubt. Dennoch sah man immer wieder Kinder, welche leichte Arbeiten verrichteten.

Dazu ein erlebtes Beispiel.

Da ich mit verschiedenen Jungs dann nachts durch die reichlich vorhandenen Bars zog, erlebte ich so einiges.

Damals war es noch so üblich, dass nachts auch Kinder durch die Bars zogen, allerdings mit einem kleinen Bauchladen, d.h. ein kleines Plastikkörbchen mit einer Kordel um den Hals, worin man Kaugummi oder Bonbons hatte und verkaufte. Diese Kinder meist arm, standen dann neben einem zupften am Hemd und sagten nur ten Baht (10 Baht für einen Artikel). Oft waren es kleine süße Thaimädchen, mit langen schwarzen Haaren und schwarzen Kulleraugen, die sofort Mitleid erweckten. Und man konnte nicht widerstehen dem süßen Ding ein oder zwei Artikel ab zu nehmen und dafür evtl. einen Whisky weniger zu trinken, was man sowieso nicht tat, nur um dem Kind zu helfen.

Später gab dann die Regierung Blätter heraus, doch dies nicht mehr zu unterstützen, weil man den Kindern damit nicht hilft, sondern sie nur noch tiefer in die Armut treibt. Da hinter diesen Thai Kindergeschäften skrupellose Erwachsene Thais stehen, die selbst vor Verstümmelung nicht zurück schreckten, weil dann damit mehr Mitleid zu erwecken ist. Man konnte es kaum glauben, aber trotzdem kam immer wieder Mitleid auf.