Modera - Jack B. Smith - E-Book

Modera E-Book

Jack B. Smith

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Beschreibung

Wenn sie annehmen würden, Streifen zu sehen. Daraufhin der festen Überzeugung sind, es sei ein Zebra. Dann unumstößlicher Meinung sind, sie wären in Afrika. Welches Tier muss es sein, wenn es Streifen hat? Es könnte ja auch der Schatten von Gras auf etwas deutlich größerem gewesen sein...

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EPUB

Seitenzahl: 38

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhaltsverzeichnis

KALTEC

Hell und Dunkel

HOFFNUNG

Präkognition Fernwahrnehmung

Vakuum

Einsamkeit Melancholie

Ich wähle das Leben Ich wähle dich

DICH DU ICH WIR

Wer ist der einsamste Mensch im ganzen Königreich

Welchen Teil dieses Traumes machst du und alles, was du bist, aus

Meine REALITÄT

MODERA

Verständnislose Blicke suchen verzweifelt nach Sinn. Sinn in dem, was ihm getan. Weit aufgerissener Mund. Zitternd, bebend. Er spürte Schmerz. Zum ersten Mal in seinem endlos alten Leben spürte er Schmerz. Den Schmerz eines seiner Kinder, des aus ihm geborenen Lebens. Es war nur ein leichtes Stechen, doch da war er: Schmerz. Er sandte noch mehr seiner Kinder hinab, hunderte, tausende. Diese Krieger konnten sich in jede erdenkliche Form von Angst personifizieren. Gewitterstürme von ihnen gingen auf diesen einen Dunklen herab. Doch nichts. Nadelstichartig drang er in seinen Geist, seine Seele ein, doch er fand nichts. Dieser war anders.

Dieser war wie eine Maschine, die nur das Auslöschen kannte.

Dieser war wie ein Insekt, ein Parasit, der nur das

Aufsaugen und Aussaugen kannte.

Dieser war wie ein Schatten, der nicht zu fassen war.

Er erinnerte sich an die Warnungen seiner Brüder und seiner Schwestern. Sie hallten in seinem titanischen Schädel hin und her. Bedrängten ihn umzukehren. Mit einer Handbewegung hatte der eine dunkle Krieger gerade zehntausende seiner Kinder ausgelöscht und in seine Rüstung gesaugt. Ein weiterer Stich. Doch dieses Mal? Doch dieses Mal!

Er sah ihn genauer vor sich als je zuvor.

Er sah durch die Augen seiner Krieger. Dieser Dunkle war muskulös, groß gewachsen und hatte diese seltsame Rüstung. Sie war halb aus insektenhaften Platten, halb aus Maschinenteilen und hatte diese merkwürdige reine schwarze Aura. Plötzlich hatte er den Finsteren. Eines seiner Kinder durchbohrte diese personifizierte dunkle Leere von hinten mit einer metallenen Lanze. Direkt durchs Herz. Schwarzes Blut quoll dickflüssig an ihr herab. Doch zu seiner Verwunderung pumpte es umso stärker weiter. Vom Kopf des dunklen Einen schälte sich der Helm seiner Rüstung. Lange schwarze Haare wehten im Wind. Leere schwarze Augen. Ein fast menschliches blassgraues Gesicht kam zum Vorschein. Der Düstere öffnete leicht zitternd verzückt seinen Mund und blickte an sich herab. Doch dann wurde daraus ein breites Grinsen. Spitze schwarze Zähne blitzten hervor. Ein Fauchen, das sich in ein schallendes Lachen wandelte. Eine dicke muskulöse Zunge brach hervor. Sie leckte das Blut genüsslich von der Klinge der Lanze. Mit seiner rechten Hand packte er blitzartig das Wesen, das die Lanze hielt. Körper und Seele des Phönixkriegers wurden wie so viele zuvor in die unnatürliche Rüstung gesaugt. Das Blut kehrte in den Körper zurück, und die Wunde schloss sich von selbst. Dann wandte sich der dunkle Unwirkliche gen Himmel und sah das Untier direkt an. Leeren Blickes. Doch wissend und durchbohrend. Der Phönixdrache eröffnete sich, um sein ganzes düsteres Wesen dem Einen zu offenbaren. Himmel und Horizont waren erfüllt von dunklen Flammenmeeren.

Dem titanischen weltengleichen Körper der unendliche Ewigkeiten alten Bestie. Der dunkelsten Aura des Wesens aus Angst. Erschaffen von unsagbar bösen Kräften. Doch der düstere Krieger war nicht etwa erschrocken oder verschreckt. Ein ungewohntes, ein dumpfes, drückendes Gefühl umwob plötzlich den Drachen. Sein noch nie gefühltes Herz schlug dem gigantischen Wesen bis an seinen schuppigen flammenden Hals. Donnergrollen. Er spürte sein Blut durch seine nie zuvor gefühlten Adern beben, strömen. Seine Atmung beschleunigte sich. Der dunkle Eine wandte sich immer mehr und mehr dem titanischen Drachen zu. Nur ein Gedanke schoss dem Untier durch seinen mit flammenden Hörnern gespickten Kopf: „Nein, das kann nicht sein…“ - Angst durchfloss die Bestie. Der Düstere griff gen Himmel. Der Drache spürte den festen Griff an seinem sich mehr und mehr manifestierenden Hals. Es spürte einen nie da gewesenen Druck in seinen nie zuvor gefühlten Eingeweiden.

Er fühlte sich schrumpfen, schwächer werden. Sein dunkles Feuer, das seit der Zeit seiner Erschaffung brannte, erlosch langsam, aber sicher. Der Düstere zog den schrumpfenden Körper der Bestie immer mehr zu sich herab. Bis er ihn festen Griffes in seiner Hand hielt. Das einst so stolze und titanische Wesen bebte vor Furcht. Klammerte sich an seine einst schreckliche, unwirkliche Existenz. Mit letzter Kraft versuchte es sich loszureißen, wand sich. Versuchte den festen Griff des Düsteren aufzubrechen.

Den Arm zu zerkratzen. Doch es war schon zu schwach, seine Pranken glitten kraftlos ab.