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Das Autorenteam fördert das Kaleidoskop an Fähigkeiten diverser Teams. Ihnen geht es darum, dass Teams Schritt für Schritt, aber unaufhaltsam vorankommen, dass Begeisterung für das gemeinsame Vorhaben geweckt wird und dass Emotionen als Erfolgsfaktor genutzt werden. Das Buch ist eine Sammlung von 16 Erfolgsrezepten, die in sich und aufeinander aufbauend das Thema Zusammenarbeit auf ein großartiges, neues Level heben. Ein Appell, Fähigkeiten von Menschen nicht einfach nur zu addieren, sondern zu potenzieren. Ein Appell, intrinsische Motivation zu wecken und damit das vorhandene Potenzial auszuschöpfen. Angereichert mit geballtem Erfahrungswissen und Best Practices. Aus Start-ups und Großkonzernen, aus dem Projektmanagement und der Agilität, aus dem Changemanagement und dem Coaching – hier wird sofort anwendbares Wissen vermittelt. Stets mit dem nötigen Spielraum für individuelle Anpassungen. Für alle, die sicherstellen möchten, dass ihre Zusammenarbeit nicht nur startet, sondern zum Erfolgsmodell wird, ist dieses Buch ein unverzichtbarer Begleiter. Inhalte: - Die vier Grundprinzipien moderner Zusammenarbeit - Die vier Ebenen der Überzeugung und zeitlichen Horizonte - Die vier typischen Problemfelder - 16 Anleitungen zur Intervention mit Vorlagen, Tipps und Tricks Die digitale und kostenfreie Ergänzung zu Ihrem Buch auf myBook+: - Zugriff auf ergänzende Materialien und Inhalte - E-Book direkt online lesen im Browser - Persönliche Fachbibliothek mit Ihren Büchern Jetzt nutzen auf mybookplus.de.
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Seitenzahl: 185
Veröffentlichungsjahr: 2023
Inhalt
myBook+
impressum
Vorwort
Sebastian Schwarzer
Danksagung
Unsere Liebeserklärung an alle Unterstützer:innen
Einleitung
Die vier Grundprinzipien moderner Zusammenarbeit
Die vier Ebenen der Überzeugung (1–4)
Die vier zeitlichen Horizonte (A–D)
Anleitung zur Intervention
Das vierhochzwei-Modell
Die besonderen Highlights
Infografikverzeichnis
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Bibliografische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in derDeutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Datensind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.
Print: ISBN 978-3-648-17554-5 Bestell-Nr. 12043-0001
ePub: ISBN 978-3-648-17555-2 Bestell-Nr. 12043-0100
ePDF: ISBN 978-3-648-17556-9 Bestell-Nr. 12043-0150
Tilman Bona/Chris SchiebelModerne Zusammenarbeit
1. Auflage, November 2023© 2023 Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, [email protected]
Satz und Gestaltung: www.boccalu.de
Bildnachweis: Creative Market, Collagen/Infografiken: Daniela Miedaner Produktmanagement: Bettina Noé
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Problemfeld 1:
Wenn ihr keine
gemeinsame
Ausrichtung habt ...
Zielausrichtung A1
Affektbilanz A2
Wertströme B1
Schlüsselerfolge B2
Problemfeld 2:
Wenn ihr
keine Wirkung erzielt ...
Etappen A3
Verantwortung A4
Exkurs: Verteilte Verantwortung
Lösungswetten B3
Entscheidungen B4
Exkurs: Autonomie in der Entscheidungsfindung
Problemfeld 3:
Wenn ihr
Aneinander
vorbeisprecht ...
Reviews C1
Retros C2
Visualisierungen D1
Kaffeegespräche D2
Problemfeld 4: Wenn ihr nicht vorankommt ...
Aufgaben C3
Potenzialanalyse C4
Exkurs: Nachhaltiges Arbeitstempo
Tagesplanungen D3
Meetings D4
Exkurs: Störungen und Arbeitsfluss
Zusammenarbeit ist einer der Megatrends der Zukunft. Um das zu erkennen, genügt ein Blick auf die aktuelle Lage der Welt, der Politik, der Wirtschaft, auf globale Konzerne und aufstrebende Start-ups oder auf große Visionen und kleine, nächste Schritte.
Ob wir nun den Planeten retten oder einfach nur Schrauben mit achteckigen Köpfen produzieren wollen – ohne Zusammenarbeit ist alles nichts. Was in der Theorie wie eine Binse klingt, erweist sich in der Praxis immer wieder als Herkulesaufgabe.
Kommen wir irgendwie voran? Wer hat welche Verantwortung? Wie soll das denn gehen? Gibt es ein Budget? Meinen wir dasselbe? Und vor allem: Gibt es überhaupt ein gemeinsames Ziel? Wir alle kennen das. Und wir alle sind wahrscheinlich schon mehr als einmal bei der Suche nach Antworten auf solche oder ähnliche Fragen verzweivielleicht sogar verdreifelt.
Darum ist es sehr, sehr gut, dass es endlich dieses Buch gibt. Es entspringt erfreulicherweise nicht der Feder praxisferner Theoretiker, sondern der Erfahrung von Autoren, die ganz genau wissen, wovon sie schreiben.
Chris Schiebel und Tilman Bona haben in unzähligen Projekten, im eigenen Unternehmen und auf anderen Kontinenten, als Lehrbeauftragte, in Musikbands und während ehrenamtlicher Engagements eine Menge am eigenen Leib erlebt. Ihre Erfahrungen und Beobachtungen haben sie analysiert, modelliert, verprobt und weiterentwickelt, um sie jetzt in 16 Kapiteln konzentriert zu verarbeiten. Einfach. Nachvollziehbar. Und nie mit erhobenem Zeigefinger.
Jedes Kapitel steht für eine archetypische Situation der Zusammenarbeit und bietet ein Rezept zur Lösung an, das aber immer genügend Spielraum für individuelle Interpretation lässt. Das heißt: Die vierhochzwei Erfolgsrezepte sind so etwas wie das Kochbuch für erfolgreiche und wirkungsvolle, moderne Zusammenarbeit.
Kurzum: vierhochzwei ist eine Liebeserklärung ans Gelingen!
Sebastian SchwarzerVice President Creation Seven.One Entertainment Group
In den letzten drei Jahren haben wir gelernt, dass ein Buch zu schreiben so viel mehr bedeutet, als Worte aneinanderzureihen. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Menschen, die von der Relevanz des Themas überzeugt sind, uns aus eigenen Stücken begleiten, uns herausfordern und ihre Erfahrungen und Ansichten beisteuern.
Ein riesiges Dankeschön an unsere Frauen, Familien und Freunde! Ihr habt immer wieder eure Perspektive auf die Welt der Zusammenarbeit eingebracht und als Probeleser:innen mit Feedback und Korrekturen unterstützt.
Große Anerkennung gilt Ise Pantenburg! Von dir haben wir unschätzbar wertvolles Wissen über Changemanagement gelernt.
Eine Riesenfreude war die Arbeit mit Angela, Daniela und Sabine von boccalu! Mit eurem Gespür für Design und Kommunikation habt ihr diesem Buch nicht nur ein Gesicht gegeben, sondern ihm auch eine Seele eingehaucht.
Ein Toast an die Berater:innen von H&Z, die das Modell in Workshops auf den Prüfstand gestellt haben.
Und last, but not least, ist es uns ein Herzensanliegen, den Vorbesteller:innen zu danken. Eure frühe Unterstützung war für uns wie Rückenwind, der uns stets vorangetrieben hat.
Viel Freude am Buch – es ist auch eures.
Moderne Zusammenarbeit fußt auf Prinzipien: Prinzipien, die in kollaborativer Arbeit auf Augenhöhe münden. Prinzipien, die flache Hierarchien begünstigen. Prinzipien, die Teamarbeit einen natürlichen Sinn verleihen. Prinzipien, die Beteiligte stärken. In diesem Buch werden wir anhand der 16 Erfolgsrezepte diese grundlegenden Prinzipien mit Tiefe und Kontext füllen und praktische Handlungsempfehlungen für dich und dein Team geben.
Prinzip 1: Autonomie
Autonomie in der Zusammenarbeit ermöglicht euch, über eure eigene Arbeit zu bestimmen, sie mitzugestalten. Autonomes Handeln beinhaltet die Einflussnahme auf und die Kontrolle über Auswahl und Ausführung eurer Aufgaben, Mitsprache bei Entscheidungen und partizipativer, kreativer Problemlösung. So entsteht ein starkes Gefühl von Eigenverantwortung und Engagement.
Ihr fühlt euch nicht nur als Teil des Teams, sondern auch als aktive Gestalter:innen eures Arbeitsumfelds. Dies stärkt die Identifikation mit der Arbeit, sorgt für Verbindlichkeit und lässt euch eure Aufgaben und Ziele motivierter verfolgen.
Prinzip 2: Intrinsische Motivation
Mit Motivation, die natürlich und von innen kommt, fällt dir und deinem Team vieles leichter. Im Gegensatz zu äußeren Anreizen wie Gehalt oder einem modern ausgestatteten Arbeitsplatz – die vor allem Rahmenbedingungen sind – erwächst intrinsische Motivation aus euren eigenen, individuellen Beweggründen: dem tiefen Bedürfnis, Positives zu bewirken, der Überzeugung, dass eure Arbeit wertvoll ist, Sinn stiftet und einem Zweck dient.
Wenn eure Arbeit zu etwas Größerem beiträgt und Wirkung erzielt, steigert das eure Bereitschaft massiv, mehr für diesen Erfolg zu tun. So entsteht natürliche Handlungsenergie.
Prinzip 3: Intervention nur, wenn nötig
Eingriffe, Einmischen und Einfluss sollten in der modernen Zusammenarbeit ausschließlich bei einem „Misalignment“, also Abweichungen zum gewünschten Sollzustand, erfolgen. So werden Interventionen zur Ausnahme und nicht zum ständigen Störfaktor.
Prinzip 4: Kontinuität
Bereits die Aussicht auf stetige Verbesserung und Wachstum bei fortwährendem Einsatz nährt euren Ehrgeiz. Meistert ihr eure Herausforderungen dann tatsächlich, verbessern sich nicht nur eure Fähigkeiten, sondern ihr steigert auch eure Selbstwirksamkeit – also den Glauben daran, dass ihr auch in Zukunft schwierige Situationen meistern werdet. Mit jedem Erfolg erscheinen immer größere Herausforderungen machbar. Ihr wachst an ihnen, erlebt persönliche Erfüllung und stärkt euer Durchhaltevermögen für schwierige Situationen.
Sind alle vier Grundprinzipien moderner Zusammenarbeit erfüllt, geht‘s ab!
Die vier Grundprinzipien zeigen deutlich: Das Gelingen eurer Aufgaben und Erreichen eurer Ziele ist kein Zufall, sondern hat System. Dieses System fördert das Sich-Einbringen-Wollen, das umsichtige Handeln und das vorausschauende Mitdenken. Und es ermöglicht euch, in eurem Vorhaben aufzublühen. Weil: Das, was sinnvoll erscheint, gelingt auch.
Ohne Überzeugung keine moderne Zusammenarbeit.
Nur mit moderner Zusammenarbeit bewältigen wir die komplexen Herausforderungen unserer Zeit. Und wir glauben fest daran, dass moderne Zusammenarbeit aktiv gestaltet werden kann.
Die Grundlage hierfür ist die tiefe Überzeugung aller Beteiligten. Nur echte Überzeugung schafft intrinsische Motivation. Für den Erfolg von Teams ist es also entscheidend, zu verstehen, wie in uns Überzeugung zur Zusammenarbeit entsteht.
Überzeugung hat viele Facetten und ist nicht immer leicht greifbar. Für dieses Buch adaptieren und kombinieren wir verschiedene Theorien und Modelle aus unserer Praxis: Hervorzuheben sind die vier Stufen des Problembewusstseins und die Theorien der kognizierten Kontrolle sowie das Rubikon-Modell und der Begriff der Volition. Die daraus hergeleiteten vier Ebenen der Überzeugung bilden, unserer Erfahrung nach, den gemeinsamen Nenner verschiedener Perspektiven auf das Thema Überzeugung.
Die vier Ebenen bauen aufeinander auf.
Wann immer ihr auf dysfunktionale Zusammenarbeit stoßt, überprüft, woran es mangelt: Keine der vier Ebenen sollte unberücksichtigt bleiben. Alle Ebenen der Überzeugung müssen beachtet werden, um das Teampotenzial voll zu nutzen.
Nur dem, was überzeugt, schenken wir dauerhaft unsere Leistung.
Ebene 1: Rationales Verständnis Das Gegenteil von „Keine Ahnung warum“.
Arbeiten du und dein Team an einem gemeinsamen Vorhaben? Dann müsst ihr wissen, worum es genau geht – warum eure Arbeit für eure Organisation oder Gemeinschaft so wichtig ist und weshalb ihr überhaupt zusammengekommen seid.
Jede:r entwickelt ein eigenes Bild von der Sachlage, doch ein konsistentes, gemeinsames Verständnis wird meist unterschätzt. Macht dies also transparent und bringt euch auf denselben Wissensstand. So könnt ihr abgestimmter agieren, um eure Ziele zu erreichen.
Haben alle das gleiche faktische Verständnis?
Klingt trivial, ist aber in der Praxis oft nicht der Fall:
In größeren Organisationen werden Projektaufträge „über den Zaun geworfen“ oder wie per „Stiller Post“ nach unten delegiert, bis die Intention völlig verschwommen ist.
Manchmal muss so rasch gehandelt werden, dass Kernfragen (Wieso? Weshalb? Warum?) unbeantwortet bleiben.
Neuen Teammitgliedern fehlt es an Grundverständnis, doch vielleicht scheuen sie sich, Grundsatzfragen zu stellen.
Mit den Erfolgsrezepten dieser Ebene sorgt ihr für inhaltliche Klarheit, gebt Orientierung und schafft faktische Sicherheit, dass ihr an den richtigen Dingen arbeitet. Ihr sucht gemeinsam nach der Wirkabsicht und dem Mehrwert eures Vorhabens und wie ihr diesen stetig verbessern könnt.
In der ersten Ebene geht es also um nicht weniger als den Sinn und Zweck des Unterfangens eurer Kollaborationsgemeinschaft. Hier erwächst euer gemeinschaftlicher Anspruch an das Vorhaben, und der daraus resultierende Gemeinschaftssinn schweißt euch fortan zusammen.
Hier entsteht euer Wir-Gefühl.
Ebene 2: Emotionale Bedeutung Das Gegenteil von „Ist mir egal“.
„Nichts lässt mich kälter als 1 % mehr Unternehmensgewinn“, meinte neulich ein Teammitglied. Verständlich. Obwohl ein Riesengewinn fürs Unternehmen, fehlt der persönliche Bezug. Das verdeutlicht: Sinnhaftigkeit auf der Sachebene ist nicht gleich persönliche Sinnerfüllung. Und individuelles Engagement ist keine Selbstverständlichkeit.
Auf der zweiten Ebene entsteht Überzeugung durch die individuelle Einstellung zum Thema und zu den anderen Beteiligten. So horcht jede:r in sich hinein und vollführt eine Art inneren Erwartungsabgleich: „Was motiviert mich, da mitzumachen?“ „Passt das Vorhaben zu meinen persönlichen Interessen, Ambitionen und Bedürfnissen?“ „Trägt das Engagement auch zu meinem Erfolg bei?“
Ganz affektiv prüfen alle im Team, was sie triggert, welchen Beitrag sie bereit sind zu leisten und welche Konsequenzen es hätte, sich nicht einzubringen. Hier geht es nicht um das Können, sondern um das Wollen und die innere Haltung und Einstellung.
Sind alle positiv emotional beteiligt?
Für Ablehnung einer Zusammenarbeit auf emotionaler Ebene gibt es viele mögliche Vorbehalte oder Gründe:
Selbstzweifel: „Das kann ich doch gar nicht.“
Distanzierung: „Darum kann sich jemand anders kümmern.“
Soziale Abneigung: „Mit denen will ich nichts zu tun haben.”
Geringschätzung: „Warum braucht es dazu mich?“
Ablehnung aus moralischen/ethischen Gründen: „Davon halte ich nichts.”
Angst vor persönlichem Stillstand: „Das bringt mir nichts.”
Die Erfolgsrezepte auf dieser Ebene adressieren die emotionale Bedeutung und Betroffenheit.
Hier zündet ihr den Funken, der Einsatzbereitschaft entfacht.
Ebene 3: Leist- und Lösbarkeit Das Gegenteil von „Schaffen wir eh nicht“.
„Wer macht was bis wann“ zu definieren, ist für die Katz, wenn du und dein Team nicht von der Lös- und Leistbarkeit überzeugt seid. Ihr braucht Vertrauen in eure Fähigkeiten, Wagemut und Selbstbewusstsein, selbst wenn Dinge im Detail noch ungeklärt sind. Schafft euch Sicherheit darüber, dass ihr es gemeinsam hinkriegt!
Sind alle von der Lösbarkeit überzeugt?
Bewusst oder unbewusst zweifelt ihr vielleicht:
Machbarkeit: „Ist das Thema realistisch zu bewältigen?“
Leistbarkeit (ich): „Kann ich leisten, was von mir erwartet wird?
Leistbarkeit (wir): „Bekommen wir das als Team hin?“
Ressourcenverfügbarkeit: „Stehen uns die Mittel, allen voran ausreichend Zeit, zur Verfügung?“
Umsetzbarkeit: „Können wir konkrete Umsetzungsschritte definieren?“
Ein klares „Ja!“ auf diese Fragen festigt eure Überzeugung, ein realistisch erreichbares Ziel auch tatsächlich zu verfolgen. Ohne diesen Glauben versiegt die intrinsische Motivation ganz schnell und Zweifel dominieren. Denn niemand scheitert gerne!
Die Erfolgsrezepte auf dieser Ebene helfen dir und deinem Team, die Lösbarkeit, das „WIE?“, gemeinsam herauszuarbeiten. Dabei gilt: Nicht alles muss leicht und auf Anhieb lösbar sein – ihr steht vielleicht einer kniffligen Herausforderung gegenüber. Doch der grobe Lösungsweg sollte erkennbar sein.
Hier wächst die begründete Aussicht auf gemeinsames Gelingen.
Ebene 4: Wirksame Aktion Das Gegenteil von „Bringt alles nichts“.
„The proof is in the pudding!“ – Ebene 4 ist eure Realitätsprüfung. Hier gilt es, die Überzeugung durch aktive Beteiligung, konsequente Umsetzung und sichtbare Erfolge aufrechtzuerhalten. Es muss etwas vorwärtsgehen!
Die Zusammenarbeit muss euch wie beabsichtigt gelingen. Ihr müsst erkennen, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Das heißt insbesondere, dass ihr etwas bewirkt und eure Arbeit einen Unterschied macht. Die Belohnung daraus ist ein positiver Sog von Erfolgserlebnis zu Erfolgserlebnis. Ihr erreicht Flow in der Zusammenarbeit.
Sind alle aktiv und greifen eure Maßnahmen?
Übernehmt ihr spürbar Verantwortung?
Trefft ihr richtungsweisende Entscheidungen und setzt diese durch?
Wird euer Einsatz belohnt?
Sind eure Erfolge schnell spürbar?
Halten sich alle an getroffene Vereinbarungen?
Könnt ihr euch aufeinander verlassen?
Unterstützt ihr euch, statt euch gegenseitig zu stören?
Damit ist kein blinder Aktionismus gemeint! Es geht um proaktives Handeln und vorausschauende Verantwortungsübernahme. Jede:r Einzelne von euch sollte zum Erfolg des Teams beitragen. Die Erfolgsrezepte auf dieser Ebene helfen dir und deinem Team, Stärken bestmöglich einzubringen. Es sollte euch gelingt, Schwächen zu kompensieren, Konflikte aufzudecken, Probleme zu lösen und gut abgestimmt Schritt für Schritt eure Ziele zu erreichen.
Hier wird durch gemeinsamen Einsatz aus Vision Wirklichkeit.
Vier Ebenen, ein Ziel: Nachhaltige Wirkung als Team.
In Summe stärkt ihr eure intrinsische Motivation enorm, wenn ihr davon überzeugt seid, dass euer Engagement etwas bewirkt. Du und alle in deinem Team verspüren diesen tiefen Wunsch: Ihr wollt etwas Bedeutendes schaffen, das Bestand hat – „leave a legacy“, Spuren hinterlassen. Aber ihr wollt auch, dass eure Investition von Zeit und Energie gewürdigt wird. Und ihr wollt sehen, dass das Opfer, das ihr durch den Verzicht auf bestimmte Dinge zugunsten des gemeinsamen Vorhabens gebracht habt, unterm Strich gerechtfertigt ist.
Vier Ebenen für Leichtigkeit in der Zusammenarbeit.
Dein Team wird erfolgreich sein! Weil alle vom Wunsch danach angetrieben werden und mit Gewissheit daran glauben. Durch die Überzeugung auf allen Ebenen entsteht sowohl die Sicherheit, dass Energie und Zeit sinnstiftend eingesetzt sind, als auch eine gewisse Leichtigkeit in der Zusammenarbeit. Und das sind Erfolgsgaranten für Hochleistungsteams.
Dominieren hingegen Druck und Zwang, wirkt sich das negativ auf Engagement, Leistungen und Ergebnisse aus. Langfristig ist damit kein Blumentopf zu gewinnen. Viele Menschen können unter Druck gar nicht gut arbeiten. Und selbst wenn, dann nicht dauerhaft. Vermeidung der Teamarbeit wird dann zur Option, Nichtanwesenheit und Fluktuation sind die Folge. Da nützten die besten Bonus- und Anreizsysteme nichts.
Mithilfe des vierhochzwei-Modells habt ihr eine Alternative dazu. Lernt, die vier Ebenen der Überzeugung zu meistern.
Du bist in einer Teamleitungsrolle?
Dann entlasten dich die Erfolgsrezepte: Es ist nicht mehr nötig, permanent von außen Überzeugungskraft zu leisten. Nur bei großen Abweichungen vom Wunschzustand muss interveniert werden.
Bestenfalls sind alle Teammitglieder aktiv in die Gestaltung der Zusammenarbeit eingebunden und bringen sich ein. Werden sie Teil der Ziel-, Lösungs- und Umsetzungsdiskussion, wird dies oft als Selbstwirksamkeit empfunden. Dies steigert den Willen zur weiteren Beteiligung. Dein Job wird leichter.
Überzeugung von Anfang an.
Zu Beginn eurer Zusammenarbeit befeuern insbesondere schnelle Teilerfolge, sogenannte „Quick Wins“, die Überzeugung und unterstreichen eure Wirksamkeit. Sie sind nicht nur Wasser auf die Mühlen eurer Motivation, sondern bieten auch wertvolle Erkenntnisse für frühzeitige Anpassungen.
Wenn dann im weiteren Verlauf eurer Zusammenarbeit die Wirksamkeit nicht wieder verpufft: Bingo! Ein solcher Erfolg wirkt ansteckend: Euch wird es leichtfallen, einander und andere zu begeistern, zu inspirieren und mitzureißen. Denn Überzeugung und intrinsische Motivation haben Strahlkraft und pflanzen sich über die Zeit weiter fort. Es entsteht eine selbstverstärkende, positive Eigendynamik!
Das erlebbare Ergebnis? Commitment und Ownership.
Commitment, Ownership – Was meinen wir damit?
Ihr wartet nicht auf Aufgaben, sondern alle denken mit und selbstständig voraus.
Ihr übernehmt Verantwortung für die Aufgaben der gesamten Kollaborationsgemeinschaft.
Ihr kennt nicht nur euren eigenen Beitrag und Antrieb, sondern auch den der anderen im Team – und wie alles zusammenfließt.
Ihr wisst, wie ihr euch effizient organisieren und gegenseitig unterstützen könnt, selbst wenn es zu Konflikten kommt.
Das Ergebnis ist Zusammenarbeit aus einer Selbstverständlichkeit heraus.
Das vierhochzwei-Modell spannt mit den Horizonten A bis D auf der zweiten Achse typische Zyklen der Zusammenarbeit auf. Zeitliche Horizonte kenn wir alle aus dem Alltag – nehmen wir z. B. die Urlaubsplanung zum Vergleich. Dann könnten die Horizonte wie folgt aussehen:
A: Große Jahresurlaube planen wir meist weit im Voraus: Wo soll die Reise hingehen, für wie viele Tage und wann genau?
B: Danach legen wir die Prioritäten fest: Welche Verkehrsmittel nehmen wir? Hotel, Ferienwohnung oder Camping?
C: Während der Reise passen wir dann die Ausflugsplanung den Gegebenheiten und Erfahrungen vor Ort an: Spielt das Wetter mit? Sind alle fit oder ist jemand erkrankt?
D: Und untertags reagieren wir auf unerwartete Ereignisse und gestalten das tägliche Miteinander: Gibt es bestimmte Essenswünsche? Lockt eine unerwartete Veranstaltung?
Bei der Gestaltung der Zusammenarbeit sollten ebenfalls alle zeitlichen Horizonte berücksichtigt werden.
Abhängig vom Horizont sind unterschiedliche Erfolgsrezepte hilfreich. Im langfristigen Horizont geht es um das große Ganze, welches vergleichsweise stabil bleiben sollte – die zugehörigen Erfolgsrezepte schaffen Klarheit und Orientierung. Dann stellen wir die Weichen, Priorisieren und treffen Entscheidungen. Anschließend überprüfen wir kontinuierlich das Vorankommen, wecken ungenutzte Potenziale und begegnen Änderungen. Im täglichen Tun gestalten wir die Arbeit, Meetings, Kommunikation – hier unterstützen die Erfolgsrezepte ein schnelles Nachjustieren.
Horizont A: Strategische Ausrichtung
In diesem langzyklischen zeitlichen Horizont definiert ihr euer gemeinsames Ziel, klärt eure Absichten und stellt sicher, dass alle Beteiligten involviert sind. Insbesondere beim Aufsetzen neuer Projekte oder einer jährlichen (Neu-)Ausrichtung eines Teams ist es essenziell, intrinsische Motivation zu wecken und den Weg zum Ziel zu skizzieren. Ihr steckt grob eure Herangehensweise ab und verteilt Verantwortungen.
Die Erfolgsrezepte dieses Horizonts dienen dazu, Strukturen in eure Zusammenarbeit zu bringen. Ihr schließt Lücken in Wissen, Ressourcen oder Erfahrungen und erkennt abweichende Erwartungen oder unklare Rollenverständnisse.
Daraus entsteht nachhaltige Klarheit als Grundlage für eine effektive Umsetzung. Statt unnötigem Improvisieren und blindem Aktionismus, fußt eure Zusammenarbeit so auf einer konkreten, geteilten und durchgängigen strategischen Ausrichtung.
Horizont B: Setzen der Prioritäten
In diesem zeitlichen Horizont zerlegt ihr euer Vorhaben in umsetzbare Elemente und trefft nachvollziehbare Entscheidungen für maximale Wirksamkeit und Mehrwert. Ihr entwickelt Lösungsalternativen und wägt ab, welches Vorgehen das erfolgversprechendste ist.
Die Erfolgsrezepte dieses Horizonts dienen dazu, das große Ganze zu konkretisieren, notwendige Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen. Macht hier regelmäßig, z. B. jedes Quartal, eure Erfolge greifbar und Prioritäten transparent.
Vernachlässigt ihr diesen Horizont, geht schnell der Fokus auf das Ziel und eure Effizienz verloren: Eure Aufmerksamkeit wird auf weniger wichtige Dinge abgelenkt, und die euch zur Verfügung stehenden Ressourcen werden nicht optimal genutzt.
Horizont C: Kontinuierliche Verbesserung
In diesem zeitlichen Horizont geht es darum, regelmäßig Ergebnisse aufzuzeigen, den Fortschritt sicherzustellen und eure Arbeitsweise zu reflektieren.
Die Erfolgsrezepte dieses Horizonts dienen dazu, eure Arbeit zu koordinieren, Hindernisse aufzudecken und wenn nötig nachzusteuern. Ihr legt schwelende Konflikte und latente, noch ungenutzte Potenziale frei und löst dysfunktionale Abhängigkeiten auf.
Ohne regelmäßige Reflexion und kontinuierliche Verbesserung riskiert ihr den Verlust eurer Anpassungsfähigkeit. Ideen und Erkenntnisse entlang des Weges verpuffen, weil sie nicht systematisch aufgegriffen und noch im laufenden Vorhaben in bessere Arbeitsweisen übersetzt werden. Hier liegt der Schwerpunkt auf Lernen und Optimieren, um produktive Muster zu etablieren und immer wiederkehrende Fehler zu vermeiden und Chancen zu heben.
Horizont D: Tägliches Tun
Mit den vorangegangenen Horizonten stellt ihr sicher, dass ihr die richtigen Dinge tut; nun gilt es, die Dinge auch richtig zu tun. In diesem zeitlichen Horizont geht es also darum, die tägliche Arbeit konkret zu gestalten und im Detail gut abgestimmt zu bleiben.
