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Die Top-Heilpflanzen für Frauengesundheit Mutter Natur sorgt gut für ihre Töchter! Dieser handliche Ratgeber vereint traditionelles Heilwissen mit modernster Wissenschaft und zeigt Ihnen, welche Heilpflanzen Sie gezielt für Ihr Wohlbefinden als Frau einsetzen können. Mit Mönchspfeffer, Frauenmantel, Traubensilberkerze, Rosenwurz und Lavendel stellen Ihnen die Autorinnen, beide ausgewiesene Expertinnen für Frauengesundheit, die Top 5 der Frauenheilpflanzen ausführlich vor, gehen aber auch auf weitere hilfreiche Kräuter – wie Andorn und Ginkgo – und deren Einsatzgebiete ein. Sie erfahren, wie Sie diese besonderen Pflanzen für die hormonelle Balance in jedem Alter, zur Linderung von Beschwerden und als Fitmacher für Körper und Seele nutzen können. - Hormone und Zyklus in Balance: Wichtige Einblicke in den weiblichen Organismus und die Wirkweise der Frauenheilkräuter - Heilpflanzen richtig nutzen: Tipps und Empfehlungen zur Anwendung, zur passenden Darreichungsform und für sinnvolle Kombinationen - Beschwerden effektiv lindern: Zyklusstörungen, Menstruationsschmerzen, PMS, Endometriose, Hitzewallungen, Schlafprobleme, Blasenentzündung u.a. - Heilsame Begleitung durch alle Lebensphasen: von der Pubertät über Kinderwunsch bis hin zu den Wechseljahren und danach Dieses Buch ist Ihr Leitfaden für mehr Energie, Lebensfreude und natürliche Gesundheit!
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Seitenzahl: 110
Veröffentlichungsjahr: 2025
Bibliografische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Prof. Dr. Ingrid Gerhard und Sabine Bäumer
Mönchspfeffer, Frauenmantel & Co.
Die wichtigsten Frauenheilpflanzen für hormonelle Balance und Energie Kompakt-Ratgeber
E-Book (epub): ISBN 978-3-86374-777-0
(Druckausgabe: ISBN 978-3-86374-775-6, 1. Auflage 2025)
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Pfarrgasse 1, D-82497 Unterammergau
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Lektorat: Redaktionsbüro Julia Feldbaum, Augsburg
Endkorrektorat: Susanne Langer-Joffroy M. A., Germering
Cover/Umschlag: Guter Punkt GmbH & Co. KG, München
Layout: X-Design, München
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Hinweis für die Leser:
Die Autorinnen haben bei der Erstellung dieses Buches Informationen und Ratschläge mit Sorgfalt recherchiert und geprüft, dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Verlag und Autorinnen können keinerlei Haftung für etwaige Schäden oder Nachteile übernehmen, die sich aus der praktischen Umsetzung der in diesem Buch vorgestellten Anwendungen ergeben. Bitte respektieren Sie die Grenzen der Selbstbehandlung, und suchen Sie bei Erkrankungen einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker auf.
Zunächst sieht alles ganz einfach aus. Aus dem kleinen Mädchen wird ein Teenager, und wenn es Glück hat, sollte die Menstruation jetzt mindestens dreißig Jahre lang wie ein Uhrwerk ablaufen. Zugegeben, solche Frauen gibt es heute praktisch nicht mehr. Denn andere Hormondrüsen des Körpers müssen mitspielen. Damit du diese Zusammenhänge verstehst, haben wir im ersten Teil des Buches zusammengefasst, welche Faktoren das hormonelle Gleichgewicht stören können.
Die Natur kann helfen, den Körper in die Balance zu bringen. Aus der Fülle der Heilkräuter haben wir für dich diejenigen ausgewählt, die Wirkungen bei frauentypischen Beschwerden gezeigt haben. Neben Mönchspfeffer, Frauenmantel und Traubensilberkerze werden weitere Pflanzen beschrieben, die sich rund um den Zyklus bewährt haben. Da der Eigenherstellung Grenzen gesetzt sind, werden neben der traditionellen Anwendung auch pharmazeutische Extrakte mit nachgewiesener Wirksamkeit genannt. Ziel dieses Buches ist es, dich zu befähigen, auf natürliche Weise deine Gesundheit zu erhalten oder Beschwerden zu lindern, damit Energie und Lebensfreude in deinem Frausein vorherrschen.
Vorwort
TEIL 1 Hormone – die Taktgeber im Körper
Hormone, die den Zyklus bestimmen
EXTRAWie Umweltgifte den Zyklus stören
Ernährung und ihr Einfluss auf die Hormone
Körpergewicht und hormonelle Balance
Bewegung und hormonelle Balance
Psychische Belastungen und die hormonelle Steuerzentrale
Schlaf – der Taktgeber für die hormonelle Balance
EXTRADie Organuhr – wenn irgendwer nachts Theater macht
Chronische Entzündungen – der »stille Brandherd« im Körper
TEIL 2 Heilpflanzen für die Gesundheit
Die Hormonuhr und die Hilfe aus dem Reich der Natur
Arzneipflanzen und Heilpflanzen – Ursprung und Bedeutung
Wie Heilpflanzen in den Handel kommen
Die fantastischen Fünf – Kräuter, die uns Frauen verstehen
Mönchspfeffer
Frauenmantel
Traubensilberkerze
Rosenwurz
Lavendel
TEIL 3 Pflanzenhilfe bei Beschwerden
Wenn die Regel aus dem Ruder läuft
Problemursache Gebärmutter
PMS – wenn Hormone zum Sturm werden
Kinderwunsch
Wechseljahre – wenn der Körper neue Töne spielt
Postmenopause – wenn die Periode in Rente geht
EXTRAHPU – Stoffwechselstörung mit vielen Gesichtern
Topfigur – Hormone und bittere Wahrheiten
Darm gut, alles gut
Wenn die Blase beleidigt ist
Scheidenflora aus dem Takt
Dufte Medizin!
Immunbooster
Fit im Hirn
EXTRAAdaptogene und grüne Wachmacher
Schlusswort
ANHANG
Zugelassene Pflanzenextrakte
Hersteller und Produkte
Links und Literatur
Register
In diesem Kapitel geben wir dir einen Überblick über die Hormone und die hormonellen Veränderungen im Körper einer Frau über die Jahre hinweg. Auch die Störungen der Hormonbalance durch verschiedene Faktoren werden hier behandelt.
Im weiblichen Organismus sind viele Hormone am Werk, die für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden sorgen.
Hier zunächst eine kurze Zusammenfassung der »hormonellen« Phasen im Leben einer Frau.
In der Pubertät beginnt die hormonelle Reise mit einem starken Anstieg von Östrogen und Progesteron, die für die Reifung der Geschlechtsorgane, die Menstruation und die Entwicklung sekundärer Geschlechtsmerkmale verantwortlich sind.
FSH (Follikelstimulierendes Hormon) und LH (Luteinisierendes Hormon) steuern den Zyklus.
Stimmungsschwankungen, Hautprobleme und Zyklusunregelmäßigkeiten sind in dieser Phase häufig, da der Hormonhaushalt sich einpendelt.
In dieser Zeit ist die hormonelle Balance oft recht stabil.
Östrogen und Progesteron wechseln sich während des Zyklus ab.
Der Zyklus ist in der Regel regelmäßig, es sei denn, Stress, Ernährung oder andere Faktoren beeinflussen das Gleichgewicht.
Der Eisprung (Mitte des Zyklus) und die fruchtbaren Tage sind deutlich spürbar.
Schwangerschaft und Stillzeit bringen besondere hormonelle Zustände mit sich, z. B. hohe Progesteron- und Prolaktin-Spiegel.
Mit der Menopause (zwölf Monate ohne Menstruation) endet die Fruchtbarkeit.
Östrogen und Progesteron sinken stark ab.
Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Scheidentrockenheit, Stimmungstiefs, Gewichtszunahme und Gedächtnisprobleme können auftreten.
Der Körper muss sich an die neue hormonelle Situation anpassen.
Die Hormonproduktion beginnt, langsam abzunehmen.
Östrogen- und Progesteronspiegel schwanken, oft kommt es zu Zyklusunregelmäßigkeiten, stärkerer oder schwächerer Blutung, verlängerten oder verkürzten Zyklen.
Symptome sind Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme, Unruhe.
Der Körper versucht, den sinkenden Östrogenspiegel auszugleichen, was manchmal zu Östrogendominanz führen kann (mehr Östrogen im Verhältnis zu Progesteron).
Medizinisch bezeichnet die Menopause den Zeitpunkt der letzten natürlichen, auf einen Eisprung folgenden Menstruationsblutung im Leben einer Frau. Sie tritt meistens zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr auf. Im offiziellen Sprachgebrauch wird aber häufig auch von der Menopause gesprochen, wenn eine Frau zwölf Monate keine Periode mehr hatte.
Der Hormonspiegel stabilisiert sich auf einem niedrigen Niveau.
Langfristige Folgen eines niedrigen Östrogenspiegels können Knochenschwund (Osteoporose), Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schleimhautveränderungen sein.
Ein gesunder Lebensstil mit Bewegung, ausgewogener Ernährung, Stressmanagement und ggf. naturheilkundlicher oder ärztlich begleiteter Hormontherapie kann unterstützen.
Die hormonelle Balance verändert sich über die Lebensphasen hinweg, und jede Phase bringt ihre eigenen Herausforderungen und Chancen mit sich. Ein bewusstes Beobachten des eigenen Körpers, eine gesunde Lebensweise und möglicherweise unterstützende Maßnahmen (z. B. pflanzliche Präparate, Ernährung, Hormonersatztherapie) können helfen, die Balance zu fördern und Beschwerden zu lindern.
Der weibliche Zyklus ist ein komplexes hormonelles Orchester, das zentral vom Gehirn gesteuert wird, genauer gesagt vom Hypothalamus. Der Hypothalamus ist ein Teil des Zwischenhirns und wirkt wie eine Schaltzentrale: Er empfängt Informationen aus dem Körper (z. B. über den Hormonstatus, Stress, Energieverfügbarkeit) und steuert über Hormone die Funktion der Hypophyse. Sein wichtigstes Hormon im Zyklus ist GnRH (das Gonadotropin-Releasing-Hormon). Es wird pulsartig freigesetzt und regt die Hypophyse an, die Hormone FSH und LH zu produzieren. Der Puls des GnRH ist entscheidend:
Schnelle Pulse fördern eher die LH-Produktion.
Langsame Pulse fördern eher die FSH-Produktion.
Wird GnRH gar nicht mehr ausgeschüttet (z. B. bei extremem Stress, Untergewicht, Essstörungen), kann der Zyklus komplett aussetzen (Hypothalamische Amenorrhoe).
Die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) empfängt das GnRH-Signal und setzt zwei entscheidende Hormone frei:
FSH (Follikelstimulierendes Hormon):
– Fördert das Wachstum und die Reifung der Follikel in den Eierstöcken.
– Wirkt hauptsächlich in der ersten Zyklushälfte (Follikelphase).
LH (Luteinisierendes Hormon):
– Verantwortlich für den Eisprung.
– Der sogenannte LH-Peak löst das Platzen des reifen Follikels und die Freisetzung der Eizelle aus.
– Nach dem Eisprung regt LH die Bildung des Gelbkörpers (Corpus luteum) an, der Progesteron produziert.
Die Eierstöcke reagieren auf FSH und LH und produzieren selbst:
Östrogene (hauptsächlich Östradiol):
– Gebildet in den wachsenden Follikeln.
– Verantwortlich für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium).
– Fördern auch die Zunahme des Zervixschleims (wichtig für die Befruchtung).
Progesteron:
– Produziert vom Gelbkörper nach dem Eisprung.
– Verdickt die Gebärmutterschleimhaut, macht sie aufnahmebereit für ein befruchtetes Ei.
– Hat eine beruhigende, stabilisierende Wirkung auf Körper und Psyche.
Inhibin:
– Hemmt FSH, um die Reifung weiterer Follikel zu stoppen, wenn ein Leitfollikel dominant ist.
Zyklusschema – variierend von Frau zu Frau
Start des Zyklus: Die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen, und es kommt zur Blutung.
Hormonell: Östrogen und Progesteron sind stark abgesunken, daher wird die Schleimhaut nicht mehr aufrechterhalten.
FSH steigt langsam an, um neue Follikel zu stimulieren.
Unter dem Einfluss von FSH reifen mehrere Follikel heran, einer wird dominant.
Die Follikel produzieren Östrogen, das die Gebärmutterschleimhaut wieder aufbaut (Proliferation).
Östrogen-Spiegel steigt. Signal an die Hypophyse: »Alles läuft gut!«
Ab einem bestimmten Östrogenspiegel erfolgt ein positiver Rückkopplungsmechanismus: Der hohe Östrogenspiegel löst den LH-Peak aus Vorbereitung für den Eisprung.
LH-Peak (Anstieg innerhalb von 24–36 Stunden) führt zum Eisprung: Die reife Eizelle wird aus dem Follikel freigesetzt. Gleichzeitig kommt es zu einem leichten FSH-Anstieg.
Die Reste des Follikels wandeln sich in den Gelbkörper (Corpus luteum) um.
Der Gelbkörper produziert jetzt vor allem Progesteron (und etwas Östrogen).
Progesteron bereitet die Gebärmutter auf die mögliche Einnistung vor: Die Schleimhaut wird dicker, durchblutet und sekretorisch aktiv.
Falls keine Befruchtung stattfindet, stirbt der Gelbkörper nach ca. 14 Tagen ab Progesteron fällt ab die Schleimhaut wird nicht mehr gehalten Menstruation beginnt, und der Zyklus startet von vorn.
Der Zyklus ist ein fein abgestimmtes Rückkopplungssystem:
Negative Rückkopplung: Hohe Östrogen- oder Progesteronspiegel hemmen FSH- und LH-Ausschüttung.
Positive Rückkopplung: Hohe Östrogenspiegel (in der späten Follikelphase) fördern kurzfristig die LH-Ausschüttung LH-Peak Eisprung.
Für das Feintuning des menstruellen Zyklus sind noch weitere Hormondrüsen verantwortlich.
Die Nebennieren sitzen wie kleine Kappen auf den Nieren und produzieren:
Cortisol (Stresshormon)
Adrenalin und Noradrenalin
DHEA (eine Vorstufe von Sexualhormonen)
Etwas Progesteron
Wenn die Eierstöcke weniger Progesteron produzieren (z. B. in der Perimenopause), springen die Nebennieren ein und liefern einen kleinen Teil. Stress (und damit hohe Cortisolspiegel) kann den Zyklus durcheinanderbringen: Cortisol hemmt die GnRH-Ausschüttung weniger FSH/LH unregelmäßiger Zyklus, Eisprungstörungen, PMS. Merke dir: Gesunde Nebennieren bedeuten einen stabileren Zyklus!
Die Schilddrüse steuert den Stoffwechsel durch ihre Hormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin). Sie beeinflusst:
Die Empfindlichkeit der Eierstöcke auf FSH und LH.
Die Östrogen- und Progesteronproduktion.
Den Rhythmus der Monatsblutung.
Die Schilddrüse arbeitet eng mit dem Hypothalamus und der Hypophyse zusammen:
Der Hypothalamus schüttet TRH (Thyreotropin-Releasing-Hormon) aus; das wiederum regt die Hypophyse an, TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) auszuschütten, und steuert somit die Schilddrüse.
Bei jeder Zyklusstörung muss auch die Schilddrüse untersucht werden, denn sie kann zu viel oder zu wenig arbeiten.
Unterfunktion (Hypothyreose) Zyklusunregelmäßigkeiten, lange Zyklen, schlechte Eireifung, niedrige Progesteronspiegel, oft verstärkte Blutungen.
Überfunktion (Hyperthyreose) verkürzte Zyklen, schwache Blutungen.
Die Zirbeldrüse produziert Melatonin, das »Schlafhormon«, das nur bei Dunkelheit gebildet wird. Melatonin beeinflusst den Zyklus, weil
es die Ausschüttung von GnRH hemmen oder fördern kann (je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen).
ein gesunder Schlaf-Wach-Rhythmus die Hormonproduktion stabilisiert.
Lichtmangel (Winter, Schichtarbeit) oder Schlafstörungen den Zyklus durcheinanderbringen können.
INFO
BESONDERS SPANNEND!
In der alten Naturheilkunde wurde der Zyklus oft mit dem Mondrhythmus (28 Tage) in Verbindung gebracht – die Zirbeldrüse als »Licht- und Zeitgeber« könnte hier eine biologische Brücke sein.
Viele Hormone wirken sich auf die weibliche Sexualität aus. Es handelt sich um ein feines Zusammenspiel.
SCHLÜSSELHORMONE FÜR LUST, ERREGUNG UND ORGASMUS
Hormon
Wirkung auf die Sexualität
Mögliche Symptome bei Mangel oder Überschuss
Östrogen
Steigert Durchblutung der Genitalien, fördert Feuchtigkeit, macht Haut und Schleimhäute geschmeidig, steigert Lust
Mangel: Trockenheit, Schmerzen beim Sex, Lustlosigkeit
Progesteron
Wirkt beruhigend, »geborgen«, unterstützt Libido in Maßen
Mangel: Unruhe, Schlafprobleme, Zyklusprobleme
Testosteron
Fördert sexuelle Lust, Fantasie, Orgasmusfähigkeit, Energie
Mangel: Weniger Lust, weniger Spontaneität, weniger Erregbarkeit
Oxytocin
Bindungshormon, verstärkt Nähe und Vertrauen, wichtig für Orgasmus
Mangel: Weniger Bindungsgefühl, »kalte« Sexualität, weniger Lust
DHEA
Vorläufer von Testosteron und Östrogen, fördert Libido
Mangel: Weniger Lust, geringere Energie
Cortisol
Akut anregend, chronisch hemmend – kurzzeitig kann es Lust steigern, aber auf Dauer blockiert es Sexualität
Zu hoch: Libidoverlust, Erschöpfung, kein Kopf für Sex
Prolaktin
Nach Orgasmus erhöht, beruhigt – zu viel hemmt Libido
Zu hoch: Weniger Lust, weniger Orgasmen
Störungen in dem sensiblen Hormonuhrwerk wirken sich sofort auf Libido und Orgasmusfähigkeit aus und bringen uns aus dem Takt:
Follikelphase (1.–14. Tag, v. a. vor Eisprung):
– Östrogen hoch mehr Lust, Spontaneität, Erregbarkeit.
– Haut strahlt, Körper will Nähe, Fantasie lebendiger.
Eisprung (ca. Tag 14):
Lutealphase (15.–28. Tag):
– Progesteron steigt Kuschelbedürfnis, weniger »wilde« Lust, eher Wunsch nach Nähe.
– Bei Progesteronmangel: Stimmungsschwankungen, PMS, weniger Libido.
Menstruation:
– Lust individuell: Manche Frauen berichten von erhöhter Sensibilität und Lust, andere von Rückzug und Ruhebedürfnis.
INFO
SO KANNST DU DEINE SEXUALITÄT HORMONFREUNDLICH UNTERSTÜTZEN
Hier einige Tipps zur Verbesserung der Sexualität:
• Hormonbalance stärken (ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, Stress abbauen)
• Testosteron-Booster: Bewegung, Krafttraining, Zink, Omega-3, Maca
• Östrogenfreundlich: Leinsamen, Phytoöstrogene, B-Vitamine
• Progesteron natürlich fördern: Vitamin C, B6, Magnesium, Mönchspfeffer
• Oxytocin: Kuscheln, Umarmungen, Massagen, liebevolle Nähe
