Money meets Law - L. P. Treefrog - E-Book

Money meets Law E-Book

L. P. Treefrog

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1,99 €

Beschreibung

Craig Ferguson, Sohn aus reichem Hause, besitzt alles. Schnelle Autos, eine Firma, eine Villa, Geld in Hülle und Fülle und eine Frau, die er demnächst heiraten wird. Alles? Nein, denn Craig ist schwul und begegnet eines Nachts seiner großen Liebe in Gestalt eines Cops, und damit fangen seine Probleme erst richtig an. Schnell wird ihm klar, dass er mit seinem Geld nicht alles kaufen kann, und schon gar nicht Levi. Dieses Buch enthält homoerotisches Material. Es wird Sex, auch gewaltsamer Sex, zwischen Männern explizit beschrieben. Deshalb ist es nur für Personen ab 18 Jahren geeignet. Wer dies nicht lesen möchte, sollte dieses Buch nicht kaufen.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 163




L. P. Treefrog

Money meets Law

Gay-Romance

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Hinweis

Trotz des Titels, soll dieses Buch in keinster Weise eine Beleidigung der Polizei und deren MitarbeiterInnen darstellen.

 

Alle Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

 

Im verantwortungsbewussten sexuellen Umgang miteinander gelten nach wie vor die Safer-Sex-Regeln.

 

Dieses Buch enthält homoerotisches Material. Es wird Sex, auch gewaltsamer Sex zwischen Männern explizit beschrieben. Deshalb ist es nur für Personen ab 18 Jahren geeignet. Wer dies nicht lesen möchte, sollte dieses Buch nicht kaufen.

 

Alle Rechte dieses Textes liegen beim Autor, insbesondere das Recht der mechanischen, elektronischen oder fotografischen Vervielfältigung, der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen, des Nachdrucks oder Dramatisierung, der Übertragung durch Rundfunk, Fernsehen oder Video, auch einzelner Text- und Bildteile, sowie Übersetzung in andere Sprachen.

 

Jeder Verstoß wird zur Anzeige gebracht.

1 Begegnung im Park

Craig hatte die Schnauze mal wieder gehörig voll. Er saß in zerrissenen Jeans, Sneakers und Shirt, mit seinem Lieblingsfreund Jack Daniels, auf einer Parkbank in einem Randbezirk von L. A.. In letzter Zeit leistete dieser ihm immer häufiger um Mitternacht Gesellschaft und ließ ihn seinen Frust vergessen. Immer dieses ständige Genörgel. ‚Craig, tu dies. Craig, tu das. Craig, wieso sind die Verträge nicht unterschrieben? Craig, wieso gehst du nicht mehr mit Marie aus? Craig, diese Verbindung wäre ein Segen für die Firma. Craig. Craig. Craig.‘ Nur was er wollte, war seit Jahren allen egal. Craig hatte nur zu funktionieren.

„Hab´ so genug von allem“, murmelte er vor sich hin und nahm nochmals einen tiefen Schluck aus der Flasche. „Prost, Jack.“ So tief wie der Schluck war, versank er auch wieder in seinem Selbstmitleid. Craig Ferguson und Marie Parker, die ideale Verbindung für alle. Außer für ihn. Sie sah ja nicht schlecht aus, aber beim ersten Kuss hatte er schon das Gefühl gehabt, er müsste sich übergeben und dann, als sie ihre Hand in seinen Schritt gelegt hatte, einfach so, beim letzten Dinner, hätte er fast aufgeschrien. So eine Frau war nicht nach seinem Geschmack. Seither hatte er sie nicht mehr getroffen, hatte sich am Telefon verleugnen lassen und hatte die letzten Wochen bei einem guten Freund geschlafen. Alles nur, um ihr nicht begegnen zu müssen. Craig nahm die Flasche wieder in die Hand.

„Bist du nicht etwas jung dafür?“ Ein Schlagstock traf auf die Flasche und schob sie ein Stück zur Seite.

„Alt genug!“, kam es trotzig von Craig.

„Wohl zuhause ausgerissen, Junge?“ Der Ton des Officers, der vor ihm stand, war freundlich und warm.

„Wüsste nicht, was Sie das angehen würde“, blaffte Craig unfreundlich zurück. Was wollte dieser Typ von ihm?

„Hör mir mal gut zu, Junge. Erstens bist du zu jung für diesen Stoff. Zweitens ist es verboten, nachts den Park zu betreten. Zeig mir mal deinen Ausweis.“

Craig hielt das Ganze immer noch für einen Scherz und blickte jetzt erst auf. Vor ihm stand ein Police Officer, kaum älter als er selbst. Er schätzte ihn gerade mal auf Mitte 20. Was wollte der Typ von ihm, der ihm immer noch mit dieser Taschenlampe ins Gesicht leuchtete? Er tat doch niemandem etwas und wollte nur seine Ruhe haben.

„Deinen Ausweis“, forderte der Officer erneut.

Craig suchte die Taschen ab. Mist, hatte er doch vorher nur 20 Dollar eingesteckt und den Rest bei Tom liegen lassen. „Hab´ ich nicht dabei.“

„Name?“ Der Ton wurde langsam ungeduldiger und schärfer.

„Craig!“

„Gut. Craig. Und wie weiter?“

„F-F-F“ Wenn das sein Vater erfahren sollte, würde er wieder mächtig Ärger bekommen. ‚Du ruinierst den guten Ruf der Familie, geschweige denn die Firma.‘ Craig hätte kotzen können.

„Deinen Namen.“ Die Freundlichkeit war gewichen.

„Craig Parker.“ Kam es mehr als genervt.

„Gut. Craig Parker. Was Dümmeres fällt dir wohl nicht ein?! HALDIR!“

Craig verstand kein Wort. Der Alkohol musste ihn voll und ganz benebelt haben.

„Du kommst jetzt erst mal mit. Wenn du wieder nüchtern bist, sehen wir weiter.“ Der Officer griff nach Craigs Arm, und da sich dieser gegen diese Behandlung wehrte, fand er sich Sekunden später in Handschellen wieder.

„Was soll das? Sofort loslassen.“ Craig wehrte sich jetzt noch mehr, was ihm aber nichts half, die Handschellen saßen fest und auch der Griff des Officers ließ ihm keinerlei Bewegungsfreiheit. Wie ein Schwerverbrecher wurde er in das Polizeiauto geschoben. Nach einer kurzen Fahrt fand Craig einen Platz im Büro des Officers. Es waren dieselben Fragen wie im Park und dieselben Antworten, die Craig kurz darauf in eine Ausnüchterungszelle brachten.

„Wünsche eine angenehme Nacht, Haldir“, grinste der Officer und schloss die Tür.

Craig hatte das Gefühl, im falschen Film zu sein. Wenn er am Morgen nicht pünktlich um 9 Uhr wieder in seinem Büro sitzen würde, würde er entweder eine gute Ausrede brauchen oder den Ärger seines Lebens bekommen. Er sah sich um, schlug ein paarmal kräftig gegen die Türe und schrie, aber es tat sich nichts, niemand kam und beachtete ihn, also fügte er sich schließlich in sein Schicksal und legte sich auf die Pritsche.

 

Am nächsten Morgen auf der Wache.

„Na, Hanson. Alles klar, wie war deine erste Nacht alleine?“ Ben Rogers betrat sein Büro und grinste wie immer. Ben war immer gut aufgelegt und sah seinen Job nicht mehr so ernst wie sein neuer Schützling, der gerade von der Akademie gekommen war. Mit seinen 1,95 Metern und knappen 200 Pfund war er eine imposante Persönlichkeit, vor der die meisten Ganoven schon von selbst in die Knie gingen. Zudem hatte er sich in all den Jahren einen gewissen Ruf erarbeitet. Hart, aber gerecht, war seine Devise und die versuchte er auch Hanson beizubringen, der wahrscheinlich in ein paar Jahren seine Stelle einnehmen würde, wenn er in den wohlverdienten Ruhestand ging.

„Guten Morgen, alles in Ordnung, Sir. Kaffee? – Hab´ nur einen betrunkenen Jugendlichen im Park aufgegriffen. Er liegt noch in der Ausnüchterungszelle“, berichtete Hanson und reichte seinem Vorgesetzten den Kaffeebecher.

„Dann lass mal sehen.“ Ben Rogers öffnete das kleine Fenster und sein Grinsen fror ein. „Das ist Craig Ferguson, einer der reichsten Söhne der Stadt. Da kannst du dich auf gewaltigen Ärger einstellen, und jugendlich ist der auch nicht mehr. Mitte 20, wenn ich das richtig im Kopf hab´e.“ Er sah, wie sein Schützling blass wurde und schluckte. „Kommt vor. Reg dich wieder ab. Er wird dir schon nicht gleich den Kopf abreißen. Lass ihn wenigstens raus.“

„Craig Ferguson“, stammelte der junge Officer. „Wusste ich doch nicht. Vielleicht könnten Sie ihn für mich rauslassen. Bitte“, kam es schwach. Er blickte auf den Körper, der zusammengerollt auf der Pritsche lag und immer noch schlief. Mein Gott, wie heiß er aussah. Die kurzen dunkelbraunen Haare leicht verstrubbelt und die Arme eng überkreuz am Körper angelegt. Hanson schluckte.

„Klar, kein Problem. Fahr heim, ruh dich aus. – Jetzt mach‘ dir keinen Kopf. Los, geh schon.“ Ben schob den schüchternen Jungen zur Tür, kehrte zur Zelle zurück und öffnete diese. „Guten Morgen, aufwachen.“

„Oh, Mann“, kam es schlaftrunken.

„Eine Aspirin, ein Wasser auf Kosten des Hauses.“ Ben reichte ihm beides und grinste. Wie meistens wurde beides dankbar angenommen, bevor die unfreiwilligen Gäste wieder verschwanden.

„Wo ist der Typ, der mich hierher gebracht hat?“ Craig sah den Officer an.

„Der ist bereits weg. Kann ich Ihnen helfen, Mr. Ferguson?“ Ben ließ jetzt den Cop raushängen und versuchte seinen Gegenüber etwas einzuschüchtern, was nicht ganz gelang.

„Ich glaube nicht, Officer …“ Craig war jetzt sauer und zeigte dies unmissverständlich.

„Rogers. Ben Rogers. Lassen Sie doch den Kleinen in Ruhe. Er hat es nicht böse gemeint. War seine erste Nachtschicht allein. Tut mir leid, Mr. Ferguson“, versuchte Ben die Wogen zu glätten.

„Wie heißt er?“, bohrte Craig weiter und sah dem Officer in die Augen.

„Levi Hanson, aber er ist wirklich …“ Weiter kam Ben nicht, da Craig einfach gegangen war.

„Levi Hanson“, murmelte Craig vor sich hin. Er konnte nicht mal seine Anwälte auf ihn hetzen, da es sonst gleich die ganze Welt erfahren würde. Wütend betrat er die Firma und begab sich in sein Büro. „Keine Anrufe. Keine Termine heute“, rief er seiner Sekretärin zu und schloss die Türe hinter sich. Zwei weitere Aspirin gegen seinen Brummschädel schickten ihn kurz darauf, auf seinem Sofa, ins Land der Träume. Craig war noch mieser gelaunt, als er wieder erwachte. Hatte ihn dieser Levi Hanson doch tatsächlich bis in seine Träume verfolgt. Verärgert tauschte er Jeans gegen einen Anzug, rasierte sich und sprayte sich mit Deo ein, in der Hoffnung, dass es keiner riechen würde, dass er heute noch nicht geduscht hatte. Den Rest des Tages starrte er auf den leeren Bildschirm seines PCs und dachte immer wieder an diesen Officer, der ihm keine Ruhe mehr lassen wollte. Auch die Vorstandssitzung schaffte es nicht, ihn auf andere Gedanken zu bringen, sondern brachte ihm nur böse Blicke seines Vaters ein. Er hatte es schon immer gewusst, aber jetzt mit 26 war es ihm total klar und nach dieser Nacht und der Begegnung mit diesem Levi Hanson sowieso. Er war schwul. Wirklich entsetzen konnte ihn diese Tatsache nicht mehr. Nur, was würde geschehen, wenn sein Vater davon erfahren sollte? Wahrscheinlich würde er seinen Platz in der Firma verlieren und dann enterbt werden. Craig grinste vor sich hin, was ihm erneut einen bösen Blick einbrachte. Vielleicht war es gar nicht so schlecht, endlich aus dieser Firma rauszukommen. Fühlte er sich doch mehr als ein Sklave hier, als der 2. Chef, der er zumindest auf dem Papier war. Immerhin hielt er die Hälfte der Aktien und Firmenanteile.

 

Später am Abend saß Craig wieder im Park auf derselben Bank und starrte vor sich hin.

„Guten Abend, Mr. Ferguson. Würden Sie bitte aufhören, hier im Park zu trinken.“ Es war der Officer von letzter Nacht.

Craig sah ihn an. „Was, wenn ich nicht aufhöre? Werde ich dann den harten Knüppel zu spüren bekommen?“ Er grinste ihn frech an.

Der Officer hielt unbewusst die Hand vor seine Erektion, die sich wohl schon durch die Hose abzeichnete. Levi war schon erregt gewesen, als er den Park in der Hoffnung, Craig wiederzusehen, betreten hatte. Den ganzen Tag hatte er dieses Ziehen in den Lenden gespürt und nun hatte sich sein Schwanz tatsächlich selbstständig gemacht wie bei einem Teenager.

„Was erregt Sie denn so sehr, Officer?“ Craig grinste und nahm noch einen kräftigen Schluck Jack Daniel‘s. „Die Tatsache, der besten Partie L. A.‘s gegenüber zu stehen oder dass Sie mich vielleicht in Handschellen wieder abführen werden?“ Craigs Grinsen wurde noch breiter.

„Mr. Ferguson, bitte hören Sie jetzt zu trinken auf und verlassen Sie den Park umgehend.“ Dieser Typ hatte ihn ertappt und auch noch direkt darauf angesprochen. Wie peinlich für ihn. Aus der Erregung wurde nun Wut.

Craig grinste weiter. Fühlte er sich doch heute um einiges überlegener, da sein Gegenüber jetzt wusste, wer er war und was ihn erwarten würde, wenn er ihn nochmals einsperren würde. „Werde ich jetzt jede Nacht dieses zweifelhafte Vergnügen haben, Sie hier anzutreffen oder hab´ ich ab Morgen meine Ruhe?“ Eigentlich wollte Craig gar keine Ruhe haben. Er genoss es nur, etwas Macht auszuspielen, die er in seiner eigenen Firma nicht mal hatte.

„Bitte verlassen Sie den Park.“ Officer Hanson griff nach Craig, der nicht vorhatte, den Anweisungen nachzukommen, und zog ihn von der Bank. Statt der Handschellen von gestern wendete der Polizist nur einen Haltegriff an und beförderte den laut fluchenden Craig aus dem Park. „Eine angenehme Nacht, Mr. Ferguson; wenn ich Sie wieder hier antreffen sollte, wird es weit weniger angenehm werden, da helfen ihnen auch ihre Anwälte nicht mehr.“

 

 

2 Neue Gefühle, Frauen und andere Probleme

Widerwillig ging er nach Hause ins Bett. Craig konnte nicht schlafen. Immer wieder wanderten seine Gedanken zu Levi Hanson. Er spürte noch den harten Griff und dessen Hände auf sich. Levi, wie er ihn bereits in seinen Träumen nannte, war nicht grob oder brutal zu ihm gewesen. Es war fast zärtlich gewesen, wie er ihn gehalten hatte. Hatte er da vielleicht sogar eine kleine Streicheleinheit gespürt? Craig schüttelte den Kopf, was für einen Schwachsinn dachte er denn da. Dieser Officer hatte nur seine Pflicht getan, nicht mehr und nicht weniger. Nur wieso war er dann erregt gewesen? Durch dessen Hose hatte man bei ihm alles sehen können und Craig stellte sich seine Mitte ohne den Stoff vor. Vielleicht hatte er aber auch nur so einen großen Schwanz und war gar nicht erregt gewesen. Die Phantasie ging mit Craig durch. Was soll‘s, erregt oder nicht. Er war es auf jeden Fall und brauchte ganz dringend eine Erleichterung. Sein Schwanz stand schon in voller Pracht und er begann ihn zu reiben. Lasziv ließ er einen Finger in den Mund gleiten und lutschte daran. „Levi.“ Kam es stöhnend über seine Lippen bevor er sich den Finger in den Hintern schob. Levi’s Prachtexemplar würde ihn da etwas mehr ausfüllen. Craig rutschte im Bett unruhig hin und her und führte sich einen Zweiten ein. Vielleicht war es an der Zeit sich einen Dildo zuzulegen, überlegte Craig, würde dieser ihn doch bestimmt mehr befriedigen und dem Gefühl eines Schwanzes näher kommen als nur ein oder zwei Finger. Für diese Nacht müsste ihm aber seine Hand reichen und er genoss es, in sich einzudringen und nach diesem Lustpunkt zu suchen. Craig mochte es etwas fester und fuhr hart über diesen Knubbel, dessen Berührung ihn laut aufstöhnen ließ. Nach mehreren Stößen, stöhnte er: „Fuck me, Officer.“ und ergoss sich in seine eigene Hand.

 

„Craig! Craig, bist du da?“ Das konnte nicht wahr sein! Marie stand vor der Türe und hämmerte dagegen. War sie doch die Letzte, die er im Moment gebrauchen konnte. „Craig! Ich weiß, dass du da bist. Mach auf. – Entweder du machst sofort auf, oder es ist aus mit uns. Hast du gehört, Craig Ferguson?“

Ohne zu öffnen, verschwand Craig im Bad und stellte sich unter die Dusche. Er war immer noch erregt und das lag nicht an Marie, die vor seiner Türe stand und auf Einlass hoffte. Immer wieder wanderten Craigs Gedanken zu Levi und dieser fetten Beule, die er in der Hose hatte. Als Craig aus dem Bad kam, hatte es aufgehört, gegen die Tür zu klopfen und auch das Rufen seines Namens war nicht mehr zu hören. Entspannt legte er sich wieder in sein Bett und träumte von einem anderen Leben, das nicht in diesem Käfig, wie er es nannte, stattfand. Was halfen ihm das Geld und der gute Name, wenn er nichts damit anfangen konnte? Seit er vor 4 Jahren in der Firma seines Vaters angefangen hatte, hatte er noch keinen Tag Urlaub bekommen, außer an Weihnachten. Selbst da wurden dann noch bei Tisch die Aktienkurse und andere Geschäfte besprochen.

 

Der folgende Tag war der Horror für ihn gewesen. Marie war in sein Büro gestürmt und hatte einen riesen Aufstand wegen letzter Nacht gemacht. Von wegen sie würde sich nicht so behandeln lassen und wenn er sich nicht eine wirklich gute Entschuldigung einfallen lassen würde, dann könnte er die Beziehung vergessen. Craig fragte sich, welche Beziehung er mit ihr hatte. Wegen einem Dinner war er ja wohl nicht mit ihr verheiratet, oder? Die Stunden schlichen und es wurde nicht besser. Das Meeting mit dem japanischen Investor hatte er schlicht vergessen und als er endlich im LO.K.al ankam, war die Sache schon gelaufen. Sein Vater hatte ihm dafür die Hölle heiß gemacht und drohte mit Entlassung und Enterbung. Craig war dies alles egal. Er zählte nur noch die Stunden, bis er hier raus durfte und seinen Platz im Park wieder einnehmen konnte. Jack Daniel’s würde er heute Abend zuhause lassen. Dafür würde er sich nochmals rasieren und duschen gehen.

„Träumst du schon wieder!“ Die strenge Stimme seines Vaters holte ihn zurück. „Unterschreib die Verträge wenigstens.“

„Ich brauch´ dringend Urlaub“, seufzte Craig.

„URLAUB? Den hatte ich die letzten 40 Jahre nicht. Du wirst mal mein Nachfolger sein. Wie stellst du dir das vor. Urlaub!“, kam es mit einem herablassend vernichtenden Ton. „Geh mit Marie aus, das muss als Urlaub reichen. Die Fusion unserer Firmen bei deiner Heirat mit ihr wird unser Imperium noch erweitern. Dann kannst du vielleicht eine Woche mit ihr in die Flitterwochen. Vorher gibt es nichts. Verstanden?“

Imperium. Craig musste sich ein Lachen verkneifen. Lord Vader stand also vor ihm und er war nach Aussage dieses Polizisten nur ein kleiner fetter Elb.

 

„Guten Abend, Officer Hanson.“ Craig saß wieder auf der Parkbank und hatte schon ungeduldig gewartet.

„Mr. Ferguson, wie oft muss ich es Ihnen noch sagen, dass der Park nachts gesperrt ist?“ Die Stimme des Officers war weich und warm.

„Sie wären doch todunglücklich, wenn ich nicht da wäre, oder?“ Er sah ihn verlangend an.

Was bildete sich dieser reiche Schnösel eigentlich ein? Wie kam er dazu, ihn so frech anzugrinsen?

„Vielleicht willst du mir jetzt endlich mal deinen harten Knüppel zeigen.“ Schnell griff Craig an die Stelle, die sich schon wieder verdächtig wölbte und hatte auch schon Levis harten Schwanz in der Hand. Doch bevor er ihm die Hose öffnen konnte, wich der Officer zurück.

„Finger weg! Ich bin nicht schwul!“ Levi schlug mit der Hand nach Craigs Fingern. „Sie nehmen sich etwas zu viel raus, Mr. Ferguson. Für diesen Angriff allein hätten Sie schon wieder eine Nacht in der Zelle verdient“, fauchte er total wütend.

„T-tut mir leid.“ Entsetzt sah Craig ihn an, stand auf und verschwand in der Dunkelheit. Wozu hatte er sich nur hinreißen lassen? War er anscheinend nüchtern noch unberechenbarer als betrunken? Er rannte in die Nacht, und erst als er meinte, weit genug gelaufen zu sein, lehnte er sich an einen Baum und atmete schwer durch. Was war das denn für eine dumme Idee gewesen? schimpfte er mit sich selbst. Nur weil er sich in diesen Typen verguckt hatte, hieß es ja nicht, dass dieser dasselbe empfand. Wie schlimm konnte es noch kommen?

 

Stunden später, es war schon weit nach Mitternacht.

„Craig? – Craig?!“

Der Lichtstrahl einer Taschenlampe streifte ihn kurz und Craig rutschte weiter ins Dunkel. Immer noch saß er an diesen Baum gelehnt, an dem er sich seit Stunden seinem Selbstmitleid ergab. „Craig! Ich weiß, dass du hier irgendwo bist. Du hast den Park nicht verlassen. Craig?“ Es war die Stimme dieses Officers, der ihn hatte so rüde abblitzen lassen. Wieder streifte ihn der Lichtstrahl.

„Wusst‘ ich‘s doch.“ Der Schein der Taschenlampe traf direkt auf Craigs verheultes Gesicht.

„Ich weiß, es ist verboten, nachts im Park zu sein. Verhaften Sie mich doch einfach“, kam es mehr als genervt von Craig, der sich schützend die Hand vors Gesicht hielt. „Könnten Sie wenigstens wo anders hin strahlen oder ist das jetzt die Strafe für meinen Ungehorsam?“

Ohne etwas zu sagen, kniete sich Levi zu ihm, beugte sich über ihn und küsste ihn. „Ich dachte, du wolltest etwas seh´n.“ Er richtete sich wieder auf, öffnete sich die Hosenfalle und zog seinen harten Schwanz raus. „Gefällt dir, was du siehst, Craig?“, keuchte Levi erregt, der endlich zu seinen Gefühlen stehen wollte, erregte ihn Craig doch schon seit der ersten Sekunde so sehr, dass er es fast nicht mehr aushielt. Er wollte ihn berühren und von ihm berührt werden. Vielleicht würde es ja sogar zu einer Befriedigung seiner Gelüste kommen.