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Sie wagt einen Neuanfang - und findet heißen Sex! Pleite, vom Freund verlassen und ohne Hoffnung, bekommt Monika ein Jobangebot, dem sie nicht widerstehen kann. Sie ahnt nicht, was für geile Abenteuer sie erwarten! ACHTUNG! Enthält sexuell anstößige Texte und ist erst ab 18 Jahren geeignet!
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Seitenzahl: 44
Veröffentlichungsjahr: 2021
Monika - ein Mädchen für alle(s)
Ein Job im Schloss
E. K. Stase
Dieses Buch enthält sexuell anstößige Texte und ist für Personen unter 18 Jahren nicht geeignet. Alle beteiligten Charaktere sind frei erfunden und volljährig.
Die Woche war die reine Hölle gewesen. Gleich am Montag kam der Gerichtsvollzieher, wollte meinen Computer mitnehmen und gab sich erst nach langem Hin und Her mit 100 Euro zufrieden und dem Versprechen, dass ich bis Ende des Monats meine Schulden beim Finanzamt, immerhin noch 500 Euro, begleichen würde. Ich hatte zwar keine Ahnung, wie, aber zumindest hatte ich mal drei Wochen Luft, allerdings auch keinen müden Cent mehr in der Geldbörse.
Ich kam einfach nicht aus dem Schlamassel heraus. Seit ich meine Firma «Mädchen für alles» gegründet hatte, passierte ein Unglück nach dem anderen. Erst brach ich mir die Hand, konnte zwei Monate nicht arbeiten, aber Miete und andere Kosten liefen natürlich weiter. Dann, ich startete endlich durch, gab mein Auto den Geist auf, und zwar so gründlich, dass ich ein neues kaufen, na ja, leasen musste – wieder Kosten.
Endlich sah es aus, dass es zu laufen begann, ich hatte schon eine Handvoll Kunden und alle waren zufrieden, da biss mich beim Hundeausführen – ja, auch das gehörte zu meinem Angebot – ein Hund ins Bein, wieder zwei Wochen Pause, weil sich die Wunde entzündet hatte und ich ins Krankenhaus musste. In der Zeit verliefen sich die Kunden zum Teil wieder, ließen ihren Rasen von jemand anderem mähen, ihre Fenster putzten sie selbst und der Gartenzaun war auch schon gestrichen, als ich wieder auf dem Damm war.
Also wieder «Reset», mittlerweile schon mit ein paar tausend Euro in den Miesen.
Logisch, dass ich in dieser Zeit ziemlich Stress hatte und unleidlich war. Das führte dazu, dass mir am Dienstag mein Freund Helmut unmissverständlich zu verstehen gab, dass er die Nase voll hätte von mir und ich mir schleunigst eine andere Bleibe suchen sollte. Ich war nämlich aus Kostengründen zu ihm gezogen und hatte meine Wohnung aufgegeben.
Nachdem es aber nicht mehr so richtig geklappt hatte, nicht nur durch meine miese Laune, sondern weil ich in der Zeit auch wenig Lust auf Sex gehabt hatte, war er in der Firma fündig geworden und vögelte jetzt eine andere – also, «Moni, hau ab!».
Als ich dann am Mittwoch bei meiner Mutter vorstellig wurde und sie bat, für ein paar Wochen bei ihr einziehen zu dürfen, gab es den nächsten Schock.
Sie wimmelte mich ab: «Kind du weißt ja, Rüdiger wohnt jetzt bei mir, da haben wir beim besten Willen keinen Platz. Außerdem habe ich dir ja von Anfang an abgeraten. Du hattest so eine gute Stellung im Kindergarten, warum musstest du die auch aufgeben?»
«Na super», dachte ich, «wahrscheinlich will sie bloß nicht, dass ich ihre Lustschreie höre, wenn sie sich mit diesem Rüdiger vergnügt.»
Dabei hatte mich das meine ganze Jugend hindurch begleitet. Mein Vater hatte uns verlassen und danach wechselte sie ihre Männer wie andere die Hemden. Sie war immer sehr temperamentvoll und laut, wenn es zur Sache ging und hielt sich damals, als ich klein war, nicht besonders zurück. Mich störte das aber nicht, im Gegenteil, irgendwie hatte das auch auf mich abgefärbt, ich liebte Sex und konnte nicht genug davon kriegen, allerdings nur, wenn mein Leben halbwegs normal verlief. Wenn nicht, konnte ich den Schalter umlegen und wochenlang wie eine Nonne leben.
Also packte ich meine Siebensachen und brachte sie ins Büro, kaufte mir eine Luftmatratze und schlief dort, bis Freitag, wobei ich tagsüber verzweifelt versuchte, Aufträge zu ergattern. Aber außer einem Rasen und zwei Hecken kriegte ich nichts auf die Reihe und der Verdienst reichte gerade aus, dass ich nicht verhungern musste.
Freitag Nachmittag war ich schon ziemlich down und durchforstete das Internet auf der Suche nach irgendwelchen interessanten Anzeigen, wobei ich ja ohnehin nicht wählerisch war, wie auch schon mein Firmenname ausdrücken sollte. Ich hatte nachträglich noch den Zusatz «in Haus und Garten» angebracht, weil manche das völlig falsch ausgelegt hatten und ich mich immer wieder mit Anfragen sexueller Natur konfrontiert sah.
«HausarbeiterIn für Festanstellung gesucht, praktische Veranlagung, Liebe zur Gartenarbeit und Geschicklichkeit im Umgang mit sehr alten Häusern ausdrücklich erwünscht. Bei Interesse ...»
Das war doch mal eine Anzeige, die mich ansprach! Ich wählte direkt die dort angegebene Telefonnummer.
«Bei Stormhausen, Butler Konrad am Apparat»
Ich schluckte einen Moment, damit hatte ich natürlich nicht gerechnet, dass ich da an irgendein hochherrschaftliches Haus geraten war.
Aber ich berappelte mich: «Guten Tag, Monika Habesohn, ich rufe wegen Ihrer Anzeige an, ist die Stelle einer Hausarbeiterin noch frei?»
«Guten Tag, im Prinzip ja. Sie müssten sich aber herbemühen, die Gräfin möchte alle Bewerber selbst in Augenschein nehmen!»
«Kein Problem, wohin soll ich kommen?»
«Nun, ins Brandenburgische, Schloss Weidenblick, nicht weit von Rheinsberg, dort können Sie sich durchfragen oder noch einmal anrufen, dann werden Sie gelotst. Wann können Sie hier sein?»
«Boah», dachte ich, «auch nicht der nächste Weg von Frankfurt», rechnete kurz nach und fragte: «Meinen Sie, dass Sonntag unpassend wäre, ich muss nämlich während der Woche noch arbeiten?»
«Keineswegs, seien Sie am Sonntag um 14 Uhr hier, ich werde Sie der Gräfin melden. Kann ich Sie notfalls unter dieser Nummer erreichen?»
«Ja, selbstverständlich!»
