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Ein Büro. Ein toter Chef. Acht Angestellte und jeder hat ein Motiv. Was wie ein gewöhnlicher Montag beginnt, wird zu einem endlosen Albtraum: Der Tag wiederholt sich, der Leichnam bleibt, und die Wahrheit rückt näher mit jedem Blick, jedem Schweigen, jedem unausgesprochenen Satz. Wer sagt die Wahrheit? Wer lügt? Und wer hat Johannes Riedel wirklich getötet? Montag ist ein beklemmender Psychothriller über Macht, Schuld und den einen Tag, der nie vergeht.
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Seitenzahl: 119
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Kapitel 1 – Sabine
Kapitel 2 – Markus
Kapitel 3 – Helena
Kapitel 4 – Keller
Kapitel 5 – Lukas
Kapitel 6 – Claudia
Kapitel 7 – Adrian Scholz
Kapitel 8 – Marija
Kapitel 9 – Kommissar Brandt
Kapitel 10 – Ich
Kapitel 11 – Ich
Kapitel 12 – Ich
Kapitel 13 – Ich
Kapitel 14 – Ich
Kapitel 15 – Ich
Kapitel 16 – Ich
Kapitel 17 – Ich
Kapitel 18 – Ich
Kapitel 19 – Ich
Kapitel 20 – Ich
Kapitel 21 – Ich
Kapitel 22 – Ich
Kapitel 23 – Ich
Kapitel 24 – Ich
Kapitel 25 – Ich
Kapitel 26 – Ich
Kapitel 27 – Du
Kapitel 28 – Ich (Du)
Kapitel 29 – Du bist der Text
Kapitel 30 – Dein Raum
Kapitel 31 – Die Stimmen
Kapitel 32 – Sieh dich um
Kapitel 33 – Unter deiner Haut
Kapitel 34 – Deine Gedanken sind nicht mehr
Kapitel 35 – Es gab nie ein Außen
Kapitel 36 – Zerfall der Erinnerung
Kapitel 37 – Eingepflanzte Erinnerungen
Kapitel 38 – Deine Zukunft ist schon
Kapitel 39 – Auflösung der Identität
Kapitel 40 – Der Montag verschlingt die Welt
Kapitel 41 – Der Parasit
Kapitel 42 – Der Parasit in allem
Kapitel 43 – Kein Wirt, nur Parasit
Kapitel 44 – Du warst nie Du
Kapitel 45 – Das Prinzip
Kapitel 46 – Zerfall der Sprache
Kapitel 47 – Sprachbruch
Kapitel 48 – Abbruch
Für Nikita, Kateryna, Liliane
Es war halb neun, als der Fahrstuhl summend im sechsten Stock anhielt.
Sabine Krämer starrte in die spiegelnde Edelstahlwand: Augenringe, ein schmaler, blasser Mund, Haare, die sie längst hätte glätten wollen. Sie zog die Schultern hoch, atmete tief ein. Montag. Und wieder Widerwillen.
Die Türen glitten auf. Der Gang war leer, ausgestorben. Nur das Dröhnen der Klimaanlage und das harte Ticken ihrer Absätze hallten wider. In ihrem Magen zog sich etwas zusammen – dieses vertraute Unbehagen, das sie immer spürte, wenn sie auf das Büro ihres Chefs zuging. Heute war es stärker. Wie ein Vorzeichen, das sie nicht benennen konnte.
Die Glastüren des Großraumbüros gaben nach, als sie sie aufstieß.
Und da war er.
Johannes Riedel.
Ihr Chef.
Ihr Albtraum.
Er saß in seinem Ledersessel, leicht nach hinten gelehnt, als hätte er sich in einer Pause entspannt. Doch sein Kopf war zu weit gekippt, der Mund halb geöffnet, die Augen weit offen. Ein Ausdruck, den sie nie zuvor bei ihm gesehen hatte: absolute Stille. Unbeweglichkeit. Tod.
Sabine erstarrte. Ihre Finger krallten sich um den Griff der Handtasche, bis die Knöchel weiß hervortraten. Ein Teil von ihr wartete noch immer darauf, dass er hochschnellte, sie anschrie, in seiner bekannten Härte brüllte:
„Krämer, Kaffee!“
Doch er blieb reglos.
Eine Ewigkeit stand sie da, bis ihr klar wurde: Johannes Riedel war tot.
Doch kein Schrei entfuhr ihr, keine Panik. Nur ein heißes Aufflackern, das sie selbst erschreckte: Erleichterung. Ein winziges, verbotenes Lächeln huschte über ihre Lippen. Endlich. Der Mann, der sie jahrelang gedemütigt, kontrolliert, klein gemacht hatte, war verschwunden. Es war, als würde eine unsichtbare Hand von ihrem Hals genommen.
Schritte. Markus Heller trat ein. Sein Blick fiel zuerst auf Sabine, dann auf Riedel. Er erbleichte – und doch war es nicht Trauer, die in seinem Gesicht aufblitzte. Es war etwas anderes.
Erstaunen. Vielleicht sogar Erleichterung. „Scheiße“, murmelte er. Mehr nicht.
Einer nach dem anderen kamen die anderen Angestellten. Niemand rannte davon. Niemand schrie. Es war, als hätten sie alle mit diesem Moment gerechnet. Schauspieler, die eine Szene betreten, deren Text sie längst auswendig kannten.
Stimmen, ein Wispern.
„Herzinfarkt, oder?“
„Vielleicht … oder vielleicht nicht.“
„ Na, Gründe gäb’s genug.“
Jeder hier hatte seine eigene Geschichte mit Riedel, sein eigenes Motiv. Sabine mehr als die meisten. Sie erinnerte sich an den Tag, als er sie vor der versammelten Belegschaft als „inkompetente Tippse“ verhöhnt hatte. An die Male, in denen er ihre Krankmeldungen in Zweifel zog, ihre Arbeit zerpflückte, ihre Stunden misstrauisch zählte. Und sie war geblieben – aus Angst, aus Geldnot, aus dem Gefühl, nichts Besseres zu finden.
Nun lag er da.
Tot.
Sabine setzte sich langsam an ihren Platz. Ihre Beine fühlten sich schwer an, wie aus Blei. Immer wieder glitt ihr Blick zu ihm zurück – zu dem offenen Mund, den starren Augen.
Dann bemerkte sie es.
Sein Computer war noch an. Ein Dokument geöffnet. Der Cursor blinkte, stumm.
„Wenn du das liest, dann weißt du, dass—“ Mehr nicht.
Sabines Herz pochte. Wem schrieb er? Was wollte er sagen?
Plötzlich legte sich eine Hand schwer auf ihre Schulter. Warm.
Sie fuhr herum. Markus stand neben ihr, Schweiß glänzte auf seiner Stirn.
„Lass das lieber“, flüsterte er. Fast bittend.
Sabine erstarrte. Warum? Was wusste er?
Für einen Augenblick war der Raum voller Augen. Jeder sah jeden an. Misstrauen lag in der Luft wie dichter Rauch. Sabine spürte, dass dieser Montag kein gewöhnlicher Montag war.
Vielleicht würde er nie vergehen. Vielleicht würde er immer wieder von Neuem beginnen – mit demselben Leichnam, demselben Schweigen, denselben Blicken.
Und irgendwann würde sich zeigen, wer von ihnen die Wahrheit kannte.
Und wer von ihnen der Mörder war.
Der Tag begann mit einer Liste.
Nicht seiner Aufgaben, sondern der Sätze, die er sagen wollte.
Ich akzeptiere diese Demütigungen nicht mehr.
Ich verlange eine Erklärung.
Wenn Sie mich vor allen Leuten lächerlich machen, kündige ich.
Markus Heller stand im Treppenhaus der Noveris AG zwischen dem fünften und sechsten Stock und wiederholte die Sätze in Gedanken, während sein Blick am grauen Geländer entlangglitt. Er war heute früher dran als sonst.
Die Luft roch nach Zitronenreiniger und abgestandener Müdigkeit. Er hatte kaum geschlafen – nicht vor Angst, sondern wegen einer unruhigen Spannung, wie Strom unter der Haut.
Seine Hand lag schon auf der Tür zum Flur, da zog er sie zurück. Von oben drang ein Geräusch herab – kein Gespräch, eher ein rhythmisches Summen, das durch die Etage vibrierte, als hätte der sechste Stock einen eigenen Herzschlag. Markus wartete. Dann drückte er die Tür auf und trat hinaus.
Der Korridor war leer. Das Licht hatte diese matte Kälte, die Gesichter kränklich wirken ließ. Vor der Glastür zum Großraumbüro stand ein Reinigungswagen, verlassen, ein Tuch halb aus dem Eimer gerutscht, ein dunkler nasser Rand auf dem Linoleum. Seltsam – um diese Uhrzeit war die Putzkolonne sonst längst verschwunden.
Er schob die Glastür auf. Sein Blick glitt über seinen Arbeitsplatz – Monitor schwarz, der Stuhl schief zurückgestoßen – und blieb dann hängen.
Am Ende des Raumes, hinter den Palmen, saß Johannes Riedel in seinem Sessel.
Kopf schief.
Mund halb offen.
Augen weit.
Markus erstarrte. Für einen Atemzug schien selbst die Klimaanlage zu schweigen. Dann kam nichts. Kein Schrei, keine Panik – nur ein sauberer, kühler Gedanke, der sich in ihm festsetzte: Es ist vorbei.
Die Muskeln in seinem Nacken, seit Monaten gespannt, gaben nach. Riedel, der ihn letzte Woche vor allen als „überbewerteten Karrierepraktikanten“ verspottet hatte. Riedel, der ihm die versprochene Beförderung mit beiläufiger Grausamkeit entzogen hatte. Riedel, der nie blinzelte, wenn er einem die Luft abschnitt.
Markus stellte die Aktentasche ab. Das Rascheln wirkte ungehörig laut. Vorsichtig ging er ein paar Schritte. Das Gesicht des Chefs war fremd. Ohne Stimme, ohne Bewegung, ohne dieses kalte Kalkül in den Augen – es wirkte wie eine Maske, die jemand zurückgelassen hatte.
Ein Geruch lag in der Luft. Kein Film-Klischee von Bittermandel, sondern altgewordener Kaffee, das Gummi von Mousepads, abgestandenes Plastik – und etwas Metallisches, vielleicht nur Einbildung. Auf dem Schreibtisch eine Tasse, der Rand ungleichmäßig dunkel, daneben ein trockener Löffel.
Die Glastür ging erneut. Sabine Krämer trat ein. Ihr Blick traf zuerst Markus, dann Riedel. Die Handtasche rutschte an ihrer Seite herab, als sie stehenblieb. Markus beobachtete ihr Gesicht – das kurze Vakuum, bevor die Gefühle nachrückten – und sah darin etwas, das er selbst fühlte: Erleichterung, die sich schämte, Erleichterung zu sein.
„Scheiße,“ sagte er. Das Wort hing schwer in der Luft.
In seiner Tasche lag der Umschlag: die Kündigung, sauber ausgedruckt, ohne Datum. Er hatte sie letzte Nacht geschrieben. Ironisch – jetzt würde er sie vielleicht nie brauchen. Oder gerade jetzt.
Er trat näher an den Schreibtisch. Der Bildschirm war noch aktiv, ein Dokument geöffnet. Eine E-Mail, halbfertig. Der Text in Riedels strenger Schrift:
„Wenn du das liest, dann weißt du, dass—“
Markus’ Herz stolperte. Wer war „du“? Er sah Sabine neben sich, ihre Finger weiß um die Tasche gekrallt, die Augen an denselben Satz geheftet.
„Wir sollten …“ Er brach ab. Rufen? Warten? Den Bildschirm wegklicken, als sei Schweigen Vernunft?
Gestern hatte er Riedel eine E-Mail geschrieben: „Morgen, 8:30. Ich will Klarheit.“ Keine Antwort. Aber spät in der Nacht war sein Handy vibriert. Unbekannte Nummer. Er hatte nicht abgenommen. Danach lag er wach, starrte die Decke an wie einen Wasserfilm über ihm.
Etwas glitzerte am Boden, vor Riedels Schreibtisch. Ein kleiner Splitter? Glas? Lack? Er beugte sich, griff danach – und ließ es sein. Keine Handschuhe.
Die Tür öffnete sich erneut. Kollegen traten ein, Stimmen mischten sich. „Herzinfarkt.“ – „Er sah gestern schon nicht gut aus.“ – „Hat jemand den Sicherheitsdienst …?“ Ein Summen entstand, dichter mit jeder Stimme, bis es an den Ohren kratzte.
Markus sah in die Gesichter, die er seit Jahren kannte, und merkte, wie wenig er wusste. Jeder trug seine eigene Geschichte, sein eigenes Motiv. Figuren, die denselben Schatten warfen.
Sabine beugte sich langsam über die Maus. Markus reagierte, noch bevor er dachte. Seine Hand legte sich auf ihre Schulter.
„Lass das lieber,“ sagte er, zu schnell, zu weich.
Sie fuhr herum. „Warum?“ Ihre Augen bohrten sich in seine, suchten Antworten, die Worte nicht geben konnten.
Markus starrte auf den halben Satz auf dem Bildschirm. Unvollständigkeit war gefährlich. Sie füllte sich mit dem, was man fürchtete. Und er fürchtete, dass dort sein Name stehen könnte.
„Die Polizei soll das so finden,“ sagte er. Praktischer Klang für seinen eigentlichen Antrieb: Zeit gewinnen.
Der Sicherheitschef kam keuchend herein, Schlüsselbund wie eine Glocke. „Niemand fasst etwas an,“ befahl er, der Blick zu lange auf Markus.
Markus wich zurück. Die Kündigung in seiner Tasche fühlte sich an wie Metall, das Wärme speichert. Er dachte an Riedels Worte, an das Ziehen von Luft, an Sabines stille Hände, die eine Tasse abräumten, als sei es Porzellan auf einer Seilbrücke.
„Hast du … heute Morgen jemanden gesehen?“ fragte die IT-Leiterin neben ihm, zu ruhig.
„Nein.“ Es war nicht gelogen. Aber auch nicht die Wahrheit. Er hatte etwas gespürt. Ein Klacken, eine Tür, die sich nicht richtig schloss.
Den Reinigungswagen, verlassen. Die SMS in der Nacht.
„Da glitzert was,“ flüsterte der Praktikant. Niemand hörte hin.
Markus sah zur Uhr: 08:34. Der Zeiger kroch, als schnitte er durch zähe Flüssigkeit. Ein Déjà-vu. Als hätte er diesen Moment schon einmal erlebt – denselben Raum, denselben Leichnam, dasselbe Summen. Vielleicht, dachte er, beginnt dieser Tag immer wieder von vorn.
Draußen heulte ein Krankenwagen, blaues Licht flackerte über die Decke. Stimmen wurden lauter, Formulare, Anweisungen. Sabine stand zwei Tische weiter, den Blick auf den Bildschirm gerichtet, der nicht mehr ihr war.
Markus atmete tief ein. Er würde bleiben. Er wollte sehen, wer was sagte, wer wohin blickte, wessen Hände wohin wanderten.
Und er wollte wissen, ob auf diesem Bildschirm irgendwann ein Satz erscheinen würde, der nicht abbrach.
Ein Satz mit einem Namen.
Seinem.
Oder dem des Täters.
Helena Voss hasste Montage. Nicht, weil sie besonders arbeitsintensiv waren – im Gegenteil, an Montagen kümmerte sich kaum jemand um ihre Abteilung. Nein, sie hasste sie, weil Riedel montags seine Launen an den „Technikern“ ausließ, wie er sie abfällig nannte.
„Computer sind dumm,“ hatte er letzte Woche gesagt, „und die, die sie bedienen, meistens auch.“
Laut, vor versammelter Mannschaft, mit diesem kalten Funkeln in den Augen, das jeden Widerspruch abwürgte. Sie hatte geschwiegen.
Wie immer. Doch in ihr war damals etwas zerbrochen, das letzte Stück Geduld.
Schon im Fahrstuhl spürte sie an diesem Morgen ein Ziehen – als würde ein unsichtbares Magnetfeld sie in den sechsten Stock ziehen. Sie war früher als sonst gekommen, um das Backup-System zu prüfen. Riedel hatte gestern verlangt, sie solle alle sensiblen Daten in einer Übersicht aufbereiten. „Ich will sie durchsehen.“ Das hieß in seiner Sprache: Lücken finden, Schuld zuweisen.
Als sich die Tür zum Großraumbüro öffnete, war sie nicht die Erste. Sabine stand dort, blass, unsicher. Markus neben ihr, mit der Haltung eines Mannes, der gerade etwas Unerlaubtes getan hatte. Und Riedel.
Helena brauchte keine zwei Sekunden. Sie hatte ihren Vater einst tot am Küchentisch gefunden – Herzversagen, der Löffel noch im Kaffee. Dieser Blick, diese Leere in den Augen, war derselbe.
Aber damals war Schmerz wie eine Welle über sie hereingebrochen. Hier war es anders. Kälter. Klarer.
Riedel war tot.
Und sie empfand keinen Funken Mitleid.
Ihre Schritte hallten zu laut, als sie näherkam.
Das Surren des Rechners füllte die Stille. Auf dem Bildschirm blinkte ein Satz, halb geschrieben, wie ein Signal: „Wenn du das liest, dann weißt du, dass—“
Helena biss sich auf die Lippe. Sie kannte Riedels Stil: präzise, giftig, ohne Andeutungen. Dieser Satz passte nicht. Er war zu nah, zu persönlich.
Kein Geschäftsbrief. Ein Geständnis. Aber für wen?
„Herzinfarkt?“ murmelte jemand.
Helena drehte sich um. Gesichter. Sabine – nervös, aber ohne Panik. Markus – den Blick auf den Teppich gerichtet. Und dann die anderen, die langsam eintraten, alle mit Masken, hinter denen niemand lesen konnte.
Gestern Abend war sie die Letzte in der IT gewesen. Beim Hinausgehen hatte sie Licht in Riedels Büro gesehen. Er saß dort, ein Glas in der Hand – Whiskey, bernsteinfarben.
Ungewöhnlich für ihn. Und er war nicht allein. Stimmen, gedämpft. Eine zweite Person war bei ihm gewesen. Sie hatte nicht hingesehen, die Tür nur im Vorbeigehen wahrgenommen. Vielleicht ein Kunde. Vielleicht jemand anderes. Jetzt stach die Erinnerung wie ein Messer in ihr Bewusstsein. War es dieser Besuch, der ihn das Leben kostete?
Sie trat näher. Auf dem Schreibtisch: ein Glas, halb geleert, Rand schmierig. Und daneben – ein zweites Glas, fast unberührt. Gestern war es nicht da gewesen. Jemand hatte mit ihm getrunken. Heute Morgen? Gestern Nacht?
