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Der letzte große Schatz der Jugendbewegungs-Historiographie wird gehoben! Anzahl der erschlossenen Personenmappen: 372 Gefördert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, publiziert der Verlag für Bibliotheken derzeit die biographische Sammlung von Personenportraits, "Namen und Werke" von Hinrich Jantzen. "Namen und Werke" geht auf umfangreiche Fragebogenaktionen zurück, die bis in die fünfziger Jahre zurückreichen und eine Fülle von Informationen zu Leben und Werken zahlreicher Angehöriger der deutschen Jugendbewegung erbrachten. Obwohl auf zehn Bände angelegt, wurde die Reihe nach fünf Bänden nicht weitergeführt. Aus dem Nachlaß von Hinrich Jantzen werden jetzt sämtliche auffindbare Fragebögen faksimiliert und in alphabetischer Folge veröffentlicht. Das bisher unveröffentlichte, aus vielen Autographen und Typoskripten bestehende Material erweitert die fünf Originalbände, die als unveränderte Reprints veröffentlicht werden, um viele Personen und Informationen. Verzichtet wurde bei den Ergänzungsbänden auf das aus der Reihe gewohnte ergänzende Material (Zeitungsberichte, Werkproben usw.), so daß allein die personenbezogenen Angaben zu einem umfangreichen Personenlexikon der deutschen Jugendbewegung zusammengeführt werden. Das Material gibt aber nicht nur Aufschluß über Leben und Werke der genannten Personen, sondern auch über die Art und Weise, wie sich die Befragten inszenierten, wie und als wer sie innerhalb der Buchreihe gesehen werden wollten. Wo sich diese Angaben mit den ursprünglich redigierten Kapiteln vergleichen lassen, gibt das Material auch Auskunft über redaktionelle Eingriffe und Kürzungen des damaligen Herausgebers und des Verlags. Nähere Informationen zum Gesamtprojekt: https://www.facebook.com/VerlagfuerBibliotheken
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Seitenzahl: 53
Veröffentlichungsjahr: 2018
Steudtner, Fritz
Stoehr geb. Maladinski, Mar.
Strüver, Erwin
Süßmuth, Richard
Sydow, Kurt
Tegtmeier, Wilhelm
Thomas, Joachim
Thon, Alfred
Thums, Karl
Tormin, Helmut
Uhsadel, Walter
Voelkel, Martin
Vogel, Theodor
Voggenreiter, Ludwig
Völker, Wolf
Vötterle, Karl
Walter, Theo
Weber, A. Paul
Wecke, Gerhard
Weichmann, Herbert
Weidemann, Magnus
Weismantel, Leo
Welter, Günther
Wendland, Heinz-Dietrich
Werner, Karl
Wilker, Karl
Wittek, Erhard
Wolf, Hans
Wolff, Günther
Wurche, Ernst
Wyneken, Gustav
Zacharias, Alfred
Zadek, Walter
Zaeske-Fell, Johanna
Zastrau, Alfred
Ziemer, Gerhard
Zimmer, Erich
Zimmermann, Werner
Zimprich, Richard
Zinserling, Heino
Zombat v. Zombatfalva, G.
Zuckmayer, Carl
Anhang
Ergänzendes Material
Zur Gesamtausgabe von „Namen und Werke“
Gesamtregister
Die Buchreihe „Namen und Werke“ meines Vaters Hinrich Jantzen und der dipa-Verlag von Kurt-Werner und Gerda Hesse
Etliche Monate vor seinem Tod am 7. Februar 2017 äußerte mein Vater mir gegenüber den Wunsch, man solle sich nicht an „Namen und Werke“ vergreifen, das ihm als sein Lebenswerk galt, als Weiterführung des Werks seines Vaters zumal. Ich habe mich insoweit daran gehalten, als ich die fünf seinerzeit erschienen Bände unverändert und unkommentiert als leichtere und kleinere Studienausgaben neu veröffentlicht habe. Ich sehe es auch als Dienst an der Sache an, in sieben Supplementbänden das umfangreiche Material an Fragebögen zu veröffentlichen, das andernfalls im Papiermüll gelandet wäre. Es geht mir dabei um die Bewahrung und Öffnung des umfangreichen Materials, das seinerzeit mit erheblichem Fleiß und Idealismus zusammengetragen worden ist. Aus diesem Wunsch heraus, das Greifbare und die darin enthaltene Wahrheit zu sichern, leite ich die Berechtigung ab, meine Erinnerungen an die Entstehung dieses Werks sowie meine Einschätzung desselben hinzuzufügen. Diese Berechtigung gründet sich mindestens zum gleichen Teil auf die Tatsache, daß sowohl mein Vater Hinrich als auch mein Großvater Walther Jantzen mit ihren Taten und Werken gelegentlich zum Gegenstand wissenschaftlicher Erörterung wurden und daß ich im Nachlaß meines Vaters erhebliche Mengen von Schriftstücken vorgefunden habe, deren wissenschaftliche Erschließung sehr viel Licht in manche Bereiche der Geschichte und Geschichtsschreibung der Jugendbewegung bringen dürfte.
„Leihweise überlassenes Material wird sorgfältig behandelt und nach Auswertung zurückgegeben.“ Mit Versprechen wie diesen baten „Redaktion und Verlag“, ihnen möglichst vollständige Unterlagen zu Personen zu überlassen, die in die ursprünglich auf zehn Bände veranschlagte Buchreihe „Namen und Werke“ aufgenommen werden sollten oder wollten. In den meisten Fällen ist das nicht mehr möglich. Mag es die Ironie eines Schicksals sein, das hier das vorausgeschickte Vertrauen strafte, oder die milde Fügung einer Göttin, die dadurch das nahezu vollständige Material zu diesen Bänden der heutigen wissenschaftlichen Nutzung bewahrte, so oder so blieben die Unterlagen beim Herausgeber, auch lange nach seiner Arbeit an den Büchern. Darüber ging nicht nur der dipa-Verlag mit seinem rührigen Verlegerehepaar Hesse in die ewigen Jagdgründe ein, auch die Leihgeber selbst und schließlich der Beliehene, der all das in den 35 Jahren, die das Erscheinen des letzten von ihm bearbeiteten Bandes von seinem Tod trennte, als sein Privateigentum ansah und über das Material auch keine testamentarische Verfügung hinterließ. Wohl hatte er schon Jahrzehnte zuvor mit dem damaligen Leiter des Archivs der deutschen Jugendbewegung, Winfried Mogge, über den Nachlaß seiner Eltern und über das Material für die Buchreihe gesprochen, die Anzahl der bei ihm vorhandenen Mappen veranschlagte er dabei etwas großzügig auf annähernd zweitausend, wohl gab es Leihgaben, die ausdrücklich zurückerbeten worden sind, das ganz überwiegende Material erhielt sich jedoch im, wenn man so will, amorphen Bereich des Hausstandes von Hinrich Jantzen, es wurde dreimal umgezogen und wäre, wenn dessen Nachlaß nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten verwertet worden wäre, mit größter Wahrscheinlichkeit im Altpapier oder im Antiquariatsbuchhandel gelandet.
