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Die Familie ist ein Hort der Liebe, Geborgenheit und Zärtlichkeit. Wir alle sehnen uns nach diesem Flucht- und Orientierungspunkt, der unsere persönliche Welt zusammenhält und schön macht. Das wichtigste Bindeglied der Familie ist Mami. In diesen herzenswarmen Romanen wird davon mit meisterhafter Einfühlung erzählt. Die Romanreihe Mami setzt einen unerschütterlichen Wert der Liebe, begeistert die Menschen und lässt sie in unruhigen Zeiten Mut und Hoffnung schöpfen. Kinderglück und Elternfreuden sind durch nichts auf der Welt zu ersetzen. Genau davon kündet Mami. Neugierig trat Claudia Möbius zu der kleinen Gruppe ihrer Kolleginnen, die lachend und schwatzend zusammenstanden. »Gibt es etwas zu feiern?« fragte sie und blickte gespannt von einer der Frauen zur nächsten. »Ihr macht alle solch feierliche Gesichter?« »Das kann man wohl behaupten.« Eine der Kolleginnen wies auf Sabine, die mit strahlendem Gesicht dasaß. »Unser Sabinchen ist schwanger!« Claudia wurde bleich. Nicht, daß sie der anderen das Mutterglück nicht gönnte – doch durch die frohe Botschaft wurde sie schlagartig wieder an ihre eigene Vergangenheit erinnert. »Was machst du denn für ein Gesicht?« fragte Sabine enttäuscht. »Man könnte fast meinen, daß du dich überhaupt nicht mit uns freust – oder bist du etwa traurig, bald eine deiner nettesten Arbeitskolleginnen zu verlieren?« Claudia zwang sich zu einem Lächeln. »Natürlich freue ich mich mit dir, du Dummkopf. Die Nachricht kam nur so… unvermittelt.« »Für mich auch!« rief Sabine fröhlich. »Eigentlich wollten Klaus und ich ja noch ein paar Jahre mit dem Nachwuchs warten – aber jetzt sind wir beide ganz aus dem Häuschen.« Das Zahnlabor, in dem sich die Szene abspielte, war modern, und Herr Schuster galt als angenehmer Chef. Claudia arbeitete seit knapp drei Jahren in dem Labor; ihr machte der Job Spaß, und sie hatte dadurch Iris kennengelernt, mit der sie sich auch privat angefreundet hatte. Als die beiden Frauen nach Dienstschluß gemeinsam zum Parkplatz gingen, hielt Iris ihre Freundin am Ärmel fest. »Also, was ist los mit dir?« Claudia machte ein ahnungsloses Gesicht. »Ich weiß gar nicht, wovon du redest!« »Natürlich weißt du das.« Iris begann, in ihrer Handtasche nach dem
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Seitenzahl: 112
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Neugierig trat Claudia Möbius zu der kleinen Gruppe ihrer Kolleginnen, die lachend und schwatzend zusammenstanden.
»Gibt es etwas zu feiern?« fragte sie und blickte gespannt von einer der Frauen zur nächsten. »Ihr macht alle solch feierliche Gesichter?«
»Das kann man wohl behaupten.« Eine der Kolleginnen wies auf Sabine, die mit strahlendem Gesicht dasaß. »Unser Sabinchen ist schwanger!«
Claudia wurde bleich. Nicht, daß sie der anderen das Mutterglück nicht gönnte – doch durch die frohe Botschaft wurde sie schlagartig wieder an ihre eigene Vergangenheit erinnert.
»Was machst du denn für ein Gesicht?« fragte Sabine enttäuscht. »Man könnte fast meinen, daß du dich überhaupt nicht mit uns freust – oder bist du etwa traurig, bald eine deiner nettesten Arbeitskolleginnen zu verlieren?«
Claudia zwang sich zu einem Lächeln. »Natürlich freue ich mich mit dir, du Dummkopf. Die Nachricht kam nur so… unvermittelt.«
»Für mich auch!« rief Sabine fröhlich. »Eigentlich wollten Klaus und ich ja noch ein paar Jahre mit dem Nachwuchs warten – aber jetzt sind wir beide ganz aus dem Häuschen.«
Das Zahnlabor, in dem sich die Szene abspielte, war modern, und Herr Schuster galt als angenehmer Chef. Claudia arbeitete seit knapp drei Jahren in dem Labor; ihr machte der Job Spaß, und sie hatte dadurch Iris kennengelernt, mit der sie sich auch privat angefreundet hatte.
Als die beiden Frauen nach Dienstschluß gemeinsam zum Parkplatz gingen, hielt Iris ihre Freundin am Ärmel fest. »Also, was ist los mit dir?«
Claudia machte ein ahnungsloses Gesicht. »Ich weiß gar nicht, wovon du redest!«
»Natürlich weißt du das.« Iris begann, in ihrer Handtasche nach dem Autoschlüssel zu kramen. »Seit Sabine erzählt hat, daß sie schwanger ist, bist du verschlossen und läufst mit einer Trauermiene herum. Ich kenne dich gut genug, um zu wissen, daß da etwas nicht stimmt.«
Mittlerweile standen sie vor Iris’ Wagen. Claudia holte tief Luft und sagte: »Du hast recht mit deiner Vermutung – aber das ist eine längere Geschichte.«
»Möchtest du darüber reden?«
Claudia hob die Schultern. »Ich bin mir nicht sicher, ob du mich verstehen würdest…«
»Wenn du willst, können wir dort hinten in das Café gehen.« Iris machte mit dem Kinn eine Bewegung. »Vielleicht hilft es dir, deinen Kummer von der Seele zu reden.«
Entschieden schüttelte Claudia den Kopf. »Nein, da sind zu viele Leute. Hast du Lust, mit zu mir zu kommen – oder hast du heute noch etwas vor?«
»Nicht die Spur! Ich habe Zeit bis morgen früh.«
Ein zaghaftes Lächeln spielte um Claudias Mund. »So lange wird meine Geschichte sicherlich nicht dauern.«
»Worauf warten wir dann noch?« Iris hatte endlich ihren Schlüssel gefunden. »Am besten, du fährst voran, und ich folge dir.«
Während der Fahrt zu Claudias kleiner Wohnung fragte sie sich immer wieder, ob es richtig war, ihrer Freundin von ihrer ›Jugendsünde‹ zu erzählen. Noch nie hatte sie sich seit damals jemandem anvertraut – auch ihre Eltern waren stillschweigend zur Tagesordnung übergegangen.
Die kleine Vorortsiedlung, in der Claudia wohnte, war schnell erreicht. Und wie immer schnitt es Claudia ins Herz, als sie auf dem Spielplatz die vielen Kinder sah, die dort ausgelassen herumtobten.
»Ich koche erst einmal Kaffee«, sagte sie und bat Iris in den kleinen Wohnraum. »Es wird nicht lange dauern.«
Die Freundin schüttelte den Kopf. »Du machst es aber spannend. Man könnte fast meinen, daß du mir gleich beichten möchtest, schon einmal im Gefängnis gesessen zu haben.«
Claudia schmunzelte. »So schlimm ist es nicht. Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben etwas verbrochen – jedenfalls nicht vor dem Gesetz.«
»Du machst mich wirklich neugierig. Jetzt laß den dummen Kaffee und erzähle mir, was dich bedrückt.«
»Gut.« Claudia holte tief Luft und setzte sich zögernd auf die Couch neben Iris. »Ich hoffe, du urteilst nicht zu hart über mich. Mein eigenes schlechtes Gewissen ist schon Strafe genug.«
Und dann erfuhr die verblüffte Freundin, daß Claudia ein Kind hatte!
»Und wo ist es jetzt?« fragte sie und blickte sich überflüssigerweise im Zimmer um. »Du hast nie erzählt, daß du Mutter bist!«
Traurig nickte Claudia. »Das hatte auch seinen guten Grund. Ich war gerade siebzehn, als ich schwanger wurde. Andy, mein damaliger Freund, war darüber genauso erschrocken wie ich – als er es erfuhr, machte er schnell unter fadenscheinigen Ausreden mit mir Schluß.«
Iris vergaß vor Staunen, den Mund zu schließen. »Aber du hast das Kind zur Welt gebracht?«
»Ja, nach langen Unterhaltungen mit meinen Eltern und dem Jugendamt hatte ich mich entschlossen, das Baby zu bekommen und es danach zur Adoption freizugeben.«
»Ich verstehe«, sagte Iris leise, dabei verstand sie gar nichts. »Warum hast du es nicht selbst behalten?«
Claudia sprang auf und machte eine hilflose Handbewegung. »Ich war doch noch so jung und stand kurz vor meinem Schulabschluß! Ich hätte mir mit einem Kind meine ganze Zukunft verbaut – das redeten mir jedenfalls alle ein.«
Iris schluckte. »Weißt du wenigstens, was es war?«
»Ja, ein kleiner Junge. Ich durfte keinen Blick auf ihn werfen nach der Geburt, er wurde sofort weggebracht. Da gab es nämlich schon ein kinderloses Ehepaar, das darauf wartete, meinen Sohn in die Arme zu schließen.«
»Und du hast nie wieder etwas von dem Kind gehört?«
Claudia schüttelte langsam den Kopf. »Nein, das schließt das Adoptionsgesetz aus. Ich mußte unterschreiben, daß ich zeit meines Lebens keine Ansprüche erheben würde.«
Iris starrte wortlos auf ihre Freundin, die sich inzwischen wieder hingesetzt hatte.
»Heute ärgere ich mich, daß ich mich von allen habe beschwatzen lassen. Ich hätte den Kleinen nämlich auch zu Pflegeeltern geben können, um ihn später, wenn ich auf eigenen Beinen stehe, zu mir zu nehmen.« Claudia machte eine kurze Pause. »Doch ich war so unerfahren und wußte gar nicht, welche Möglichkeiten es für junge Mädchen in meiner Situation gibt.«
»Warum haben dich deine Eltern nicht unterstützt?« fragte Iris tonlos. »Mit ihrer Hilfe hättest du es schaffen können, dein Kind selbst aufzuziehen, wenn du mit der Schule fertig gewesen wärst.«
»Meine Eltern waren der Meinung, daß ich viel zu jung war, um Verantwortung für ein Kind zu übernehmen. Sie haben es nicht böse gemeint, als sie mich zur Adoption überredeten; sie wollten nur mein Bestes.«
Iris überlegte kurz. »Demnach müßte dein Sohn ungefähr sechs Jahre alt sein…«
»Ja, und jedes Jahr an seinem Geburtstag ist es besonders schlimm für mich. Ich weiß nicht, wo er lebt, wie es ihm geht und wie er aussieht. Anfangs dachte ich, daß sich das mit der Zeit gäbe – aber es wird im Gegenteil von Jahr zu Jahr schlimmer.«
»Ich verstehe dich.« Iris griff tröstend nach Claudias Hand. »Jetzt wundere ich mich natürlich auch nicht mehr über deine Reaktion vorhin im Labor. Kein Wunder, daß du dich nicht über die Schwangerschaft einer anderen Frau vorbehaltlos freuen kannst.«
Unfroh lachte Claudia auf. »Manchmal frage ich mich, was das alles für einen Sinn hat; ich habe eine schöne Arbeit, verdiene gutes Geld und habe eine hübsche Wohnung. Doch das alles bedeutet mir nichts – glücklich wäre ich nur, wenn ich endlich meinen Sohn zu mir nehmen könnte.«
»Gibt es denn keine Möglichkeit, dein Kind wenigstens zu besuchen?«
»Leider ist das völlig ausgeschlossen«, gab Claudia resigniert zurück. »Denke nur nicht, ich habe mich nicht schon darum gekümmert – doch das Jugendamt bleibt hart.«
»Sicher, die müssen sich ja an die Gesetze halten.«
»Mir wurde gesagt, daß es für den Jungen und seine Adoptiveltern nicht gut wäre, wenn ich Kontakt zu ihnen aufnähme. Aber wer denkt daran, ob es für mich nicht gut wäre?«
Darauf wußte Iris nichts zu sagen und blickte die Freundin hilflos an.
»Wenn ich nur wüßte, ob der Junge noch hier in der Nähe lebt, würde ich die Suche auf eigene Faust aufnehmen.«
Iris räusperte sich. »Ich glaube, das ist keine gute Idee. Vergiß nicht, für den Kleinen bist du eine Fremde – bestimmt haben ihm seine Adoptiveltern nicht erzählt, daß er in Wahrheit eine andere Mutter hat. Stell dir doch mal den Schock vor, wenn er es erfährt, er ist doch noch so klein.«
»Ich will ihn doch nur einmal sehen!« rief Claudia mit gequälter Stimme, »ist das denn zuviel verlangt?«
»Sicherlich nicht – aber es würde dir nicht genügen, ihn nur zu sehen«, gab Iris ruhig zurück.
»Du meinst also, ich soll meinen Sohn vergessen?«
»Natürlich nicht!« rief Iris entsetzt. »Aber du solltest den Tatsachen ins Auge sehen und akzeptieren, daß der Junge andere Eltern hat.«
Claudia lachte gequält auf. »Das sagt sich so leicht.«
»Ich glaube«, erwiderte Iris nachdenklich, »ich würde genauso fühlen, wenn mir das passiert wäre, aber das ändert nichts daran, daß du dein Kind…«
»… verloren hast?«
»Nun…«
Claudia lächelte lahm. »Schon gut, ich weiß, was du mir sagen willst. Du hast ja recht, ich muß damit leben, meinen Jungen nie sehen zu dürfen.«
»Nimm es nicht allzu tragisch.« Iris lächelte der Freundin aufmunternd zu. »Eines Tages wirst du einen netten Mann kennenlernen und mit ihm einen ganzen Haufen niedlicher Kinder bekommen.«
»Das sage ich mir auch immer – aber meinen Kleinen werde ich trotzdem nie vergessen und ihm immer nachtrauern.«
*
Claudia versuchte in der nächsten Zeit, Sabines runder werdendes Bäuchlein zu ignorieren.
»Einerseits beneide ich Sabine ja«, sagte eines Tages Gudrun, die am längsten im Zahnlabor Schuster arbeitete, während der Frühstückspause. »So ein kleines Wesen um sich zu haben, ist schon etwas ganz Tolles. Aber um ehrlich zu sein: Ich wäre krank, wenn ich nicht mehr arbeiten könnte.«
Iris warf Claudia einen vorsichtigen Seitenblick zu. Die kaute lustlos an ihrem Wurstbrot und starrte blicklos an die weißgetünchte Wand.
»Man kann doch auch arbeiten, wenn man ein Kind hat«, bemerkte Karin. »Viele Frauen tun das.«
Gudrun zerknüllte ihr Butterbrotpapier. »Schon, aber wer möchte schon ein Baby den ganzen Tag von fremden Leuten betreuen lassen? Irgend etwas bleibt immer auf der Strecke, meine ich.«
»Da ist was Wahres dran.« Karin nickte und knöpfte sich ihren weißen Laborkittel mit einem schnellen Seitenblick auf die Uhr zu. »So ganz ohne meine Arbeit wäre ich wohl auch nicht glücklich.«
Iris suchte fieberhaft nach einem anderen Thema. »Ich bin schon auf den neuen Kollegen gespannt.«
»Ob er verheiratet ist?« fragte Gudrun, die trotz ihrer fünfunddreißig Jahre noch nicht den Mann fürs Leben gefunden hatte. »Gut sieht er ja aus, dieser Herr Ritter.«
»Woher weißt du das denn schon wieder?« fragte Karin verblüfft.
»Tja.« Gudrun machte ein geheimnisvolles Gesicht. »Ich habe eben meine Beziehungen.«
»Ach, du willst uns doch nur auf den Arm nehmen!« erwiderte Karin lachend. »Außer seinem Namen wissen wir von unserem neuen Kollegen überhaupt nichts.«
»Ich schon«, verteidigte sich Gudrun, »denn ich war zufällig noch hier, als Falko Ritter sich vorstellte.«
Sofort rückten die anderen näher. »Und?«
Gudrun genoß es sichtlich, im Mittelpunkt der Unterhaltung zu stehen. »Nun, er ist groß, hat eine tolle Figur und erinnert mich ein wenig an einen Dressman.«
»Du machst Scherze!« rief Karin. »Solch ein Prachtexemplar von Mann wird sich bestimmt nicht in unser bescheidenes Labor verirren!«
»Ihr werdet ja sehen«, sagte Gudrun und schloß verträumt die Augen. »Ich habe nicht übertrieben.«
*
Tatsächlich hatte Gudrun nicht zu viel versprochen. Als Falko Ritter einige Wochen später das Zahnlabor betrat, um Sabines Arbeitsplatz zu übernehmen, machten die Frauen große Augen.
Außer dem guten Aussehen besaß Falko eine nette, sympathische Art, mit den anderen umzugehen, so daß er ungewollt zum umschwärmten Mittelpunkt seiner Kolleginnen wurde.
Doch Falko schien sich ausschließlich für Claudia zu interessieren – sie war die einzige, die nicht verzückt die Augen verdrehte, wenn er auftauchte oder nur sein Name fiel.
»Warum sind Sie eigentlich immer so ernst?« fragte er eines Morgens, als er ausnahmsweise mit Claudia alleine im Frühstücksraum war. »Ihre Kolleginnen sind den ganzen Tag über fröhlich – und Sie verziehen selbst bei dem besten Witz nicht die Miene.«
»Ich gehöre eher zu den zurückhaltenden Menschen«, gab Claudia ausweichend zurück, mußte jedoch gegen ihren Willen feststellen, daß Falko wunderschöne braune Augen hatte, mit denen er sie nun ungläubig musterte.
»Das nehme ich Ihnen nicht ab! Wenn Sie sich mit Iris unterhalten, kommen Sie mir sehr locker vor.«
Claudia lächelte. »Sie scheinen mich ja sehr genau zu beobachten…«
»Nur, wenn es meine Zeit erlaubt.« Er hob lachend den Zeigefinger. »Ansonsten hätte mich Herr Schuster wohl schon längst vor die Tür gesetzt.«
Karin streckte ihren Kopf durch den Türspalt und beendete somit die kurze Unterhaltung, indem sie verkündete, der Chef hätte einen dringenden Auftrag für Falko…
*
»Warum gehst du nicht mal mit Falko aus?« fragte Iris. »Ich finde, du hast ihm schon oft genug einen Korb gegeben.«
Claudia machte eine hilflose Handbewegung. »Ich weiß auch nicht recht. Falko ist ja wirklich sehr lieb – und mir ist auch klar, daß er ernste Absichten hat, aber…«
»… er ist nicht dein Fall, stimmt’s?«
Zögernd nickte Claudia. »Ich verstehe mich ja selber nicht.«
Iris schlug die Hände über dem Kopf zusammen. »Mensch, wenn das die anderen wüßten, würden sie dich auf dem schnellsten Weg in die Klapsmühle bringen! Karin zum Beispiel würde für eine Einladung von Falko alles tun.«
»Und du?« fragte Claudia und betrachtete die Freundin aufmerksam.
Iris wurde puterrot und senkte verlegen den Kopf. »Na ja, ich würde eine Einladung sicherlich auch nicht ablehnen…«
Claudia nickte wissend. »Ich verstehe. Soll ich etwas für dich arrangieren, da Falko doch ständig in meiner Nähe herumlungert?«
»Untersteh dich!« Erschrocken riß Iris ihre blauen Augen auf und beruhigte sich erst wieder, als Claudia lachte.
»Ich wollte nur mal deine Reaktion testen.«
Eigentlich fand sie es schade, daß Falko keinen Blick für die hübsche Iris mit den lustigen Grübchen hatte…
*
