Omega aus Versehen - Jane Perky - E-Book

Omega aus Versehen E-Book

Jane Perky

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Beschreibung

Jasper Haddock ist eigentlich ein normaler Mensch. Nach einer Affäre mit einem sexy Fremden stellt er fest, dass er nun ein Omega-Wolf ist. Eingesperrt und allein, wird er von seinem Vater, der Paranormale verabscheut, misshandelt. Als sein Körper seltsame Veränderungen durchmacht, erkennt Jasper das Unmögliche: Er ist schwanger und muss einen Weg finden, aus seinem Gefängnis herauszukommen. Der dominante Werwolf Sean Bender sucht nach dem mysteriösen Menschen, den er vor zwei Monaten in einem Club kennengelernt hat. Als er herausfindet, dass dessen Vater der Anführer einer Hassgruppe ist, die gegen Paranormale agiert, beschließt Sean, lieber auf Distanz zu bleiben. Doch Sean kann nicht aufhören, an seine explosive Nacht mit Jasper zu denken. Als ein verletzter Mensch in das Gebiet stolpert, das Sean bewachen soll, und ihn um Hilfe bittet, Jasper zu retten, erkennt Sean, dass es noch nicht zu spät ist, seine Fehler wiedergutzumachen. Jasper widersetzte sich zwar, doch am Ende wird Sean seinen Omega-Gefährten davon überzeugen, dass die Liebe alles überwindet. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 23.000 Wörter

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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Omega aus Versehen

Jasper Haddock ist eigentlich ein normaler Mensch. Nach einer Affäre mit einem sexy Fremden stellt er fest, dass er nun ein Omega-Wolf ist.

Eingesperrt und allein, wird er von seinem Vater, der Paranormale verabscheut, misshandelt. Als sein Körper seltsame Veränderungen durchmacht, erkennt Jasper das Unmögliche: Er ist schwanger und muss einen Weg finden, aus seinem Gefängnis herauszukommen.

Der dominante Werwolf Sean Bender sucht nach dem mysteriösen Menschen, den er vor zwei Monaten in einem Club kennengelernt hat. Als er herausfindet, dass dessen Vater der Anführer einer Hassgruppe ist, die gegen Paranormale agiert, beschließt Sean, lieber auf Distanz zu bleiben. Doch Sean kann nicht aufhören, an seine explosive Nacht mit Jasper zu denken.

Als ein verletzter Mensch in das Gebiet stolpert, das Sean bewachen soll, und ihn um Hilfe bittet, Jasper zu retten, erkennt Sean, dass es noch nicht zu spät ist, seine Fehler wiedergutzumachen. Jasper widersetzte sich zwar, doch am Ende wird Sean seinen Omega-Gefährten davon überzeugen, dass die Liebe alles überwindet.

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 23.000 Wörter

JANE PERKY

Omega aus Versehen

Die Blue Moon-Wölfe 7

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Accidental Omega“:

Jane Perky

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2025

Übersetzt von: Sage Marlowe

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Kapitel 1

Jasper wusste nicht, was er im Club Claw machte. Wenn sein Vater, Roman Haddock, wüsste, dass er hier war, würde der ihn ausweiden. Buchstäblich. Einen Vater zu haben, der der Anführer der Hassgruppe Humans First war, war nicht einfach. Wie sein Freund Peter ihn dazu überreden konnte, nach Blue Moon und in den Club Claw zu gehen, war ihm ein Rätsel. Nein, das stimmte nicht. Peter brauchte sich nicht viel Mühe zu geben, um ihn zum Bleiben zu überreden.

Es war so aufregend, eine aufgeschlossene Stadt zu betreten, in der Menschen neben Paranormalen lebten, nachdem Jasper in einer Stadt aufgewachsen war, in der paranormale Wesen aus tiefstem Herzen gehasst wurden.

„Entspann dich. Du bist so steif. Wie willst du so flachgelegt werden?“, fragte Peter und reichte Jasper eine Flasche Bier.

„Danke“, murmelte Jasper und nahm einen großen Schluck Bier.

Jasper war im Schatten von Roman Haddock aufgewachsen und hatte in der Schule nicht viele Freunde. Alle hatten zu viel Angst vor seinem Vater. Außerdem war Jasper von Natur aus eher schüchtern. Peter war der einzige Freund, den er seit seiner Kindheit kannte, aber das war unvermeidlich. Aufgewachsen bei Eltern, die derselben Hassgruppe angehörten, war Peter wie er. Im Gegensatz zu einigen ihrer Altersgenossen beeinflussten die Konditionierung und das sinnlose Geschwätz sie nicht. Persönlich hatte Jasper nichts gegen Übernatürliche. Andererseits war er noch nie mit einem von ihnen in Berührung gekommen – zumindest bis jetzt.

Gemessen an der absurd anmutigen Art und Weise, wie sich einige der Tanzenden bewegten, den blassen Gesichtern von manchen von ihnen und dem gelegentlichen Aufblitzen von Reißzähnen, befanden sie sich mitten im Zentrum einer paranormalen Gemeinde. Sein Vater hatte hier nichts zu sagen. Wenn jemand herausfinden sollte, wer sein Vater war, würde Jasper nicht lebend rauskommen.

„Wir sollten gehen“, bemerkte Jasper.

Peter stieß frustriert den Atem aus. „Soll das ein Witz sein? Du hast keine Ahnung, wie lange ich das geplant habe. Wenn du mit eingezogenem Schwanz nach Hause willst, dann nur zu. Such dir eine Mitfahrgelegenheit, denn ich bleibe hier.“

Jasper wünschte sich plötzlich, er hätte sein eigenes Auto genommen. Allerdings war das unmöglich, da sein Vater ihn genauestens beobachtete, seit er Jasper dabei erwischt hatte, wie dieser sich davonschlich, um sich heimlich mit einem anderen Gruppenmitglied zu treffen. Die Entdeckung, dass sein Sohn schwul war, hatte Roman am Boden zerstört, denn anscheinend erwartete sein Vater von ihm, dass er ihre Blutlinie fortführte. Das alles wäre jedoch nichts, wenn sein Vater herausfinden sollte, dass Jasper im Club Claw war.

Anders als Peter war Jasper nicht hierhergekommen, weil er herausfinden wollte, wie es war, eine Nacht mit einem Gestaltwandler zu verbringen. Hierherzukommen erforderte seinen ganzen Mut. Schließlich war Jasper laut seinem Vater ein Feigling, und Feiglinge waren nicht viel wert.

Jasper trank sein Bier aus.

„Ich gehe rüber zur Bar. Da ist ein süßer Typ. Ich glaube, er ist ein Katzenwandler“, flüsterte Peter ihm ins Ohr. Sie mussten eigentlich nicht leiser sprechen, denn Jasper hatte das Gefühl, dass jeder dieser übernatürlichen Bewohner ein hervorragendes Gehör besaß und sie ohnehin hören konnte.

„Na gut.“ Jasper sah auf seine Bierflasche. Er wollte mehr wie Peter sein. Sein bester Freund schien nie Angst davor zu haben, neue Dinge auszuprobieren.

„Brauchst du Nachschub?“, fragte eine tiefe Stimme.

„Was?“ Jasper blickte auf und starrte den Mann an. Es war unhöflich, aber er konnte nicht anders.

Der größte und attraktivste Mann, den er je gesehen hatte, war auf ihn zugekommen, und Jasper hatte ihn nicht einmal gehört oder gespürt. Er musste eine Art Gestaltwandler sein, und dem interessierten, aber hungrigen Blick des Fremden nach zu urteilen, war er ein Raubtier.

Mit seiner Größe von einem Meter neunzig überragte dieser Typ Jasper. Jeder Zentimeter des Fremden wirkte wie gemeißelt aus Muskeln und schwarzer Tinte. Jasper schluckte, wandte seinen Blick von dem rauen, gutaussehenden Gesicht ab und senkte ihn. Als er die Beule in der Jeans des Fremden sah, spürte er, wie ihm die Hitze in die Wangen stieg. Was würde dieser Mann jetzt von ihm denken?

Schweißperlen liefen ihm über den Rücken. Jasper erinnerte sich an Geschichten von Menschen, die Gestaltwandler falsch ansahen, und was mit ihnen geschah. Doch das genaue Gegenteil war der Fall.

„Gefällt dir, was du siehst, kleiner Mensch?“

Gott, diese tiefe, heisere Stimme ließ ihn innerlich dahinschmelzen. Der Gestaltwandler hatte zwar verführerische Lippen, aber da war auch eine Spur Grausamkeit, das Versprechen der Dominanz, nach der Jasper sich insgeheim sehnte. Keiner der Männer, mit denen er ausgegangen war, hatte Jasper geben können, was er brauchte. Warum glaubte er, dieser Fremde könnte all seine dunklen Wünsche erfüllen?

Fantasien, von einem mächtigen Gestaltwandler dominiert zu werden, der seiner Unterwerfung würdig war, waren nicht gesund. Solche Träume würden ihn in Schwierigkeiten mit seinem Vater bringen, aber Roman Haddock war nicht hier. Dieses Wissen stärkte sein Selbstvertrauen. Sein Herz klopfte. Jasper hatte mit seinem Herkommen schon eine Regel gebrochen. Konnte er nicht noch ein paar mehr brechen?

Wie Peter sagte, war dies eine einmalige Sache. So etwas würde nie wieder passieren. Sie konnten es sich nicht leisten, Faith Valley noch einmal zu verlassen.

Als Jasper merkte, dass der Gestaltwandler auf eine Antwort wartete, sagte er: „Und wenn es so ist?“

Er atmete tief aus, als der Fremde eine riesige Hand um sein Kinn legte und es leicht anhob, sodass Jasper in diese dunklen, zum Teil goldenen Augen blicken musste. Jasper hatte von dem Phänomen gehört, dass die Augenfarbe von Gestaltwandlern sich an die ihres Tieres anpasste, wenn sie von starken Emotionen getrieben wurden.

„Ich dachte, du wärst ein schüchternes kleines Ding. Ich habe dich gewittert, als du mit deinem Freund reingekommen bist. Deine Begleitung sucht nach einem Abenteuer, aber du bleibst im Verborgenen.“

Die Tatsache, dass dieser Mann zugab, seinen Geruch so wahrzunehmen, wie ein Tier seine Beute wittern würde, hätte ihn beunruhigen sollen, steigerte seine Aufregung jedoch nur noch.

„Normalerweise mache ich so etwas nicht.“ Als Jasper merkte, dass diese peinlichen Worte aus ihm herausgeplatzt waren, spürte er, wie seine Röte noch stärker wurde.

„Baby, das ist nicht schwer zu erkennen.“ Der Gestaltwandler begann, mit einem schwieligen Daumen über sein Kinn zu streichen, eine Bewegung, die Jasper ablenkte. „Wie heißt du, kleiner Mensch?“

„Jasper.“

Warum tat er das? Peter und er hatten sich darauf geeinigt, sicherheitshalber andere Namen zu verwenden, damit niemand sie zurückverfolgen konnte. Laut Peter war es sowieso egal. Die Leute, die in den Club Claw kamen, suchten nichts Dauerhaftes. Jemanden finden, ficken und verschwinden. Das waren Peters rohe Worte gewesen.

„Sean.“

„Kein Nachname?“

„Du hast deinen nicht genannt. Also, kann ich dir noch ein Bier ausgeben? Es sei denn, wir sind uns beide im Klaren darüber, was wir wollen, und können gleich zu dem übergehen, wofür wir hergekommen sind.“

„Wofür sind wir denn hergekommen?“, wiederholte Jasper. Ein Teil seines Verstandes konnte nicht glauben, dass dieser umwerfende Mann noch immer mit ihm sprach.

Als Antwort packte Sean sein Hemd und presste ihre Lippen aufeinander. Der Kuss war explosiv und weckte etwas in Jasper, von dem er nicht gewusst hatte, dass es existierte. Sein tierisches Wesen drängte sich an die Oberfläche, aber er war kein Gestaltwandler. War das also Verlangen? Sean bewegte eine Hand zu seinem Nacken, saugte und knabberte an seiner Unterlippe.

Jasper war noch nie so geküsst worden, so leidenschaftlich und fordernd. Er konnte nur reagieren, mochte ein wenig Härte, einen kleinen Biss Schmerz. Als Sean sich zurückzog, nachdem er ihm einen Blick in den Himmel gewährt hatte – oder in die Hölle, Jasper konnte es nicht sagen –, keuchte er. Jasper zeigte dem Gestaltwandler die stumme Bitte in seinen Augen und rieb sich sogar ohne ein Fünkchen Scham an ihm.

Guter Gott. Was war nur mit ihm los? Es schien, als wäre sein gesunder Menschenverstand völlig über Bord gegangen, seit Sean in sein Blickfeld getreten war. „Du schmeckst besser, als ich gehofft hatte, kleiner Mensch.“

Jasper berührte seine Lippen, die noch immer vom Kuss geschwollen waren, und traf eine Entscheidung. „Lass uns gehen.“

„In Ordnung.“

Sean packte ihn am Arm und führte ihn nach draußen. Jasper bemerkte ein paar eifersüchtige Männer und Frauen, die ihm neidische Blicke zuwarfen. Er fing Peters Blick auf, bevor er ging. Sie nickten einander zu. Falls etwas passierte, wusste Jasper, wen er anrufen musste. Er bezweifelte jedoch, dass Sean ihm etwas antun würde.

Es war ein irrationaler Gedanke, da Sean ein Gestaltwandler war, aber irgendwie wusste Jasper, dass Sean die Situation nicht ausnutzen würde, es sei denn, er bat darum. Außerdem war Jasper kein schwaches, hilfloses Opfer. Er hatte Pfefferspray in seiner Tasche und kannte ein paar Selbstverteidigungstricks. Ja, klar, als ob das einen Gestaltwandler fernhalten könnte.

„Hast du es dir anders überlegt?“, fragte Sean, der scheinbar seine Gedanken gelesen hatte.

Sie hielten vor einer alten, aber gut gepflegten Harley. Warum war Jasper nicht überrascht, dass Sean ganz und gar der Bad Boy war, den er sich vorgestellt hatte?

„Nein. Ich weiß, dass du mir nicht wehtun wirst.“

Sean hob eine Augenbraue. „Du hast Recht. Ich lasse mich nicht mit Unwilligen ein.“

„Sehe ich so aus, als würde ich ‚Nein‘ sagen?“ Jasper hatte noch nie etwas so Leichtsinniges getan. Er hielt sich an die Regeln, brach sie nicht. Aufregung summte durch seine Adern. Sean holte einen Ersatzhelm von seinem Motorrad und warf ihn ihm zu.

Jasper bewegte sich etwas unbeholfen, schaffte es aber, ihn zu fangen und anzuziehen, gespannt, wohin der Abend führen würde. Sean stieg auf das Motorrad, und Jasper starrte einen Augenblick auf die kräftigen Rückenmuskeln des Werwolfs. Er hatte einen Blick auf etwas an Seans Hals erhascht, das wie das Tattoo eines Werwolfrudels aussah, also nahm er an, dass Wolf Seans Tiergruppe war.

„Mach schon, Baby. Es ist Zeit, dass ich dir was beibringe.“ Sean schenkte ihm ein teuflisches Grinsen.

Jasper stieg auf und schlang die Arme um Seans kräftige Taille. Alle Warnungen seines Vaters kamen ihm wieder in den Sinn, ebenso die sinnlose Propaganda der Hassgruppe. All das verschwand, sobald Sean den Motor startete und sie an Häusern und Gebäuden vorbeibrausten. Der Wind fühlte sich kühl auf Jaspers Haut an. Er presste sein Gesicht an Seans Rücken. So warm. Gestaltwandler waren wärmer als die meisten übernatürlichen Arten, erinnerte er sich.

Sean kicherte. „Baby, ich spüre, wie du hart wirst. Willst du mich so sehr, hm?“

„Du bist so eingebildet“, platzte Jasper heraus. Sean hatte jedoch recht. Verlegen musste er nicht einmal nach unten schauen, um die Beule in seiner Jeans zu sehen, denn Jasper spürte, wie seine Erektion gegen den Reißverschluss drückte.

„Du brauchst dich für dein Verlangen nicht zu schämen, kleiner Mensch.“

Jasper beschloss, das Thema zu wechseln und fragte: „Wo fahren wir hin?“

„Zu mir. Stört dich das?“

„Gar nicht“, behauptete Jasper tapfer.

Sie brausten durch weitere Straßen und erreichten ein Wohnviertel. Sean stellte sein Motorrad vor einem Wohnhaus ab. Die Gegend machte zumindest einen sicheren Eindruck. Keine Dealer oder Prostituierten lungerten draußen herum. Je mehr Jasper von Blue Moon sah, desto klarer wurde ihm, dass diese Stadt viel besser war als seine Heimatstadt. In Faith Valley hielten vernünftige Eltern ihre Kinder davon ab, auf die schiefe Bahn zu geraten.

Zwar gab es in Faith Valley gelegentlich paranormale Besucher, doch vor den menschlichen Monstern mussten sie sich in Acht nehmen. Gangs und andere zwielichtige Gestalten beherrschten die Nacht, während der Tag religiösen Fanatikern wie seinem Vater gehörte. Kein Wunder, dass die Leute Faith Valley so schnell wie möglich verlassen wollten.

---ENDE DER LESEPROBE---