Orchideen - Frank Röllke - E-Book

Orchideen E-Book

Frank Röllke

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Beschreibung

Orchideen bereichern unseren Wohnraum mit ihren faszinierenden farben- und formenreichen Blütenkunstwerken und sind trotz ihrer Zartheit erstaunlich langlebig! Dank der attraktiven Neuzüchtungen kann der Orchideen-Fan mittlerweile auf preiswerte Arten und Sorten zurückgreifen, die selbst ein Einsteiger problemlos pflegen kann. Dieser Band setzt genau bei seinen Bedürfnissen an: In den Porträts der populärsten und dankbarsten Arten und Sorten sowie im detaillierten Praxis-Teil findet der Leser alle Tipps und Tricks zur Pflege, die ein langes Leben der exotischen Schönheiten garantieren. Mit der Bestimmungshilfe und dem Wissen um die Pflegebedürfnisse kann jeder seine verblühte Lieblings-Orchidee zu erneuter Blütenpracht bringen. Dank hilfreicher Erklärung der Fachbegriffe und ausführlichem Register bleibt beim Leser keine Frage offen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 92

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Keine Lust auf nasse Füße: Wie Sie richtig gießen, sprühen und tauchen illustriert das Video auf >.Orchideenwurzeln sind sensibel. Das Video auf > zeigt Ihnen, wie Sie Orchideen richtig umtopfen.Übertöpfe individuell gestalten: Die Anleitung mit Bildern finden Sie auf >.Lassen Sie sich von neuen kreativen Topfideen (>) inspirieren oder bringen Sie mit luftigen Pflanzvarianten einen Hauch von Exotik in Ihr Zuhause (>).Die Schadbilder der häufigsten Pflegefehler, Schädlinge und Krankheiten können Sie auf > abrufen.Orchideen verzaubern durch ihre intensiven Farben. Lernen Sie auf > das Farbspektrum der Cattleya kennen.Nicht nur prachtvolle Blüten können begeistern, auch ausgefallene Blattschönheiten haben ihren Reiz (>).Die Checkliste auf > gibt Auskunft, wie Sie Ihre Orchideen richtig pflegen.Orchideen-Substrat ganz einfach selber mischen – > zeigt, wie es geht.

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ORCHIDEEN-PRAXIS

Kaum eine andere Pflanzenfamilie bietet eine so faszinierende Blütenvielfalt wie die Orchideen. Kein Wunder, dass die tropischen Schönheiten heute zu den beliebtesten Zimmerpflanzen zählen.

Stars auf der Fensterbank

Kapriziös und schwierig – das war einmal. Heute sind Orchideen unkomplizierte Mitbewohner, die in einem lichten Wohnzimmer ebenso gut gedeihen wie in einem hellen Flur. Mittlerweile sind sie die meistverkauften Zimmer-Blütenpflanzen und nicht nur im Fachhandel, sondern auch in Gartencentern erhältlich. Ihr Preis wird immer erschwinglicher und die Pflanzen werden zunehmend robuster.

Eine für alle: Phalaenopsis

Die Stars der Orchideen-Gala sind die Phalaenopsis. Die auch Falter- oder Schmetterlingsorchideen genannten Schönheiten recken den mit plakativen Blüten besetzten leicht gebogenen Stiel auf Schreibtischen ebenso graziös nach oben wie auf der Fensterbank zu Hause. Es gibt so viele Sorten in den verschiedensten Farben und Formen, dass man allein nur mit Phalaenopsis-Orchideen eine stattliche Sammlung aufbauen könnte. Der Grund für die Karriere: Sie sind perfekt an das Klima in unseren Wohnräumen angepasst und blühen mehrmals im Jahr. Doch die Konkurrenz lässt nicht auf sich warten: Auch Paphiopedilum-Orchideen mit schuhförmigen Blüten, Miltonia mit Stiefmütterchen-Blüten oder duftende Cattleya sind immer häufiger zu finden.

Erfolgs-Einmaleins

Dabei ist die Formel für eine erfolgreiche Orchideenpflege denkbar einfach: Viel Licht, keine direkte Sonne, einmal pro Woche gießen und nicht mit den »Füßen« im Wasser stehen lassen – diese Grundregeln bringen auf den Punkt, wie man Orchideen ohne Mühe kultivieren kann. Stehen die Pflanzen dann noch am richtigen Platz, werden sie Jahr um Jahr ihre exotischen Blüten entfalten. Der Grundstein für eine Orchideen-Leidenschaft ist gelegt.

Das zeichnet Orchideen aus

Wilde Orchideen gibt es auf der ganzen Welt, vom Äquator bis zu den Polarkreisen. Doch nur die tropischen Orchideen, deren Vielfalt am größten ist und die die spektakulärsten Blüten besitzen, sind die Vorfahren unserer Fensterbankorchideen. Die meisten dieser Orchideen wachsen im Urwald auf Bäumen und werden deshalb Aufsitzerpflanzen oder Epiphyten ( >) genannt. Sie sind jedoch keine Schmarotzer, d.h. sie entziehen dem Baum keine Nährstoffe. Der Platz in den oberen Etagen der Urwaldriesen hat für sie jedoch den Vorteil, dass sie dort mehr Licht bekommen als im Schatten auf dem Boden. Heute gibt es insgesamt etwa 200000 Orchideenkreuzungen, die von rund 25000 natürlich vorkommenden Arten aus der Familie der Orchideen abstammen. Bei aller Vielfalt besitzen sie jedoch einige grundlegende gemeinsame Merkmale, die Orchideen unverkennbar machen.

Der Aufbau einer typischen Orchideenblüte: Sepalen (1), Petalen (2), Lippe (2a), Fahne (1a), Säule mit Pollenkappe (3).

Perfektes Design: Orchideenblüten

Orchideenblüten sind zweiseitig symmetrisch aufgebaut und bestehen immer aus sechs Blütenblättern. Diese sind in einem inneren und einem äußeren Blütenblattkreis angeordnet ( Abb. oben).

› Die Blütenblätter im äußeren Kreis nennt man Sepalen. Das nach oben zeigende Blütenblatt der Sepalen (dorsales Sepalum) ist bei vielen Orchideen zur sogenannten Fahne umgebildet.

› Die im inneren Kreis angeordneten Blütenblätter heißen Petalen. Das nach unten zeigende Petalum ist besonders auffällig zur Lippe umgeformt, bei den Frauenschuh-Orchideen bildet es den Schuh. In der Natur dient die Lippe als Landeplatz für die bestäubenden Insekten.

› Aus dem Zentrum der Blüte über der Lippe ragt die sogenannte Säule nach vorn. Auf ihr befinden sich die männlichen und weiblichen Fortpflanzungsorgane, die Narbe und die Pollinien. Letztere sind typisch für Orchideen, sie bestehen aus den zu zwei klebrigen Paketen zusammengewachsenen Pollen. Deshalb verstreuen Orchideen keinen Blütenstaub und lösen keinen Heuschnupfen aus.

› Hinter der Säule liegt der Fruchtknoten, der sich nach der Bestäubung zur Samenkapsel entwickelt. Sie benötigt sechs bis neun Monate, bis sie reif ist und enthält riesige Mengen winziger Samen. Orchideensamen besitzen kein eigenes Nährgewebe, weshalb sie in der Natur nur mit Hilfe eines speziellen Pilzes, der ihnen die notwendigen Nährstoffe liefert, keimen können.

Die Vielfalt der Orchideenblüten scheint grenzenlos: Sie brillieren in den verschiedensten Formen und Farben. Allen gemeinsam ist, dass der Pollen und die Narbe zur Säule zusammengewachsen sind. Von oben nach rechts präsentieren sich Phalaenopsis, Odontoglossum, Oncidium, Miltonia.

Auf die Wuchsform kommt es an

Der Wuchs und die Blätter der Orchideen unterscheiden sich stark voneinander – je nachdem, aus welcher Region und Höhenlage die Pflanzen stammen und ob sie von der Küste oder aus Savannen kommen. Man unterscheidet zwei Wuchsformen:

› Einsprossige (monopodiale) Orchideen besitzen einen einzigen Trieb, der an der Spitze immer weiterwächst. Die Pflanzen werden mit der Zeit immer höher. Beispiele sind Phalaenopsis und Vanda.

› Mehrsprossige (sympodiale) Orchideen besitzen mehrere Triebe. Der neue Trieb wächst seitlich an der Basis der alten Triebe, die Pflanze wird breiter. Beispiele sind Cymbidum und Miltonia.

› Auch die Blätter zeigen die Bedürfnisse der Orchideen an: Pflanzen mit harten Blättern stammen von sonnigen, trockenen Standorten, solche mit weichem Laub von schattigen, feuchten Plätzen.

Details zu den Wuchsformen und die daraus folgenden Pflegeansprüche finden Sie auf den >–>.

Gut in Form von Anfang an

Eine gute Wahl beim Kauf ist der wichtigste erste Schritt zur erfolgreichen Pflege Ihrer Orchideen. Suchen Sie grundsätzlich nur gesunde und kräftige Pflanzen aus. Diese sehen nicht nur besser aus, sondern haben auch den großen Vorteil, dass sie erste leichte Unsicherheiten in der Pflege verzeihen und dennoch reichlich blühen.

Am besten kauft man Orchideen im Blumenfachgeschäft, noch besser direkt in der Orchideengärtnerei. Hier ist das Angebot vielfältig und Sie können sich fundiert beraten lassen. Spezialgärtnereien bieten ihr Sortiment häufig auch im Internet an. Vielleicht können Sie aber auch im Supermarkt einer hübschen Orchidee nicht wiederstehen – vergessen Sie aber trotzdem nicht, vor dem Kauf die Qualität der Pflanze zu prüfen.

Mein Tipp Überlegen Sie sich vor dem Kauf genau, wo die Orchidee stehen soll und wie warm oder kühl es in diesem Raum ist. Da die verschiedenen Orchideen unterschiedliche Ansprüche an die Tages- und Nachttemperatur haben ( >), können Sie dann passende Pflanzen auswählen. Im Zweifel ist für Anfänger eine Phalaenopsis immer eine sichere Wahl, da sie besonders gut an das Klima in unseren Wohnungen angepasst und obendrein sehr pflegeleicht ist.

Orchideengärtnereien bieten nicht nur eine große Auswahl, sondern auch fachgerechten Rat und viele Tipps.

Der Qualitäts-Check

Nehmen Sie sich Zeit für den Kauf und achten Sie dabei auf folgende Kriterien:

› Monopodiale Orchideen sollten mindestens drei große, feste Blätter haben, aus der Mitte sollte ein frisches Herzblatt austreiben. Das unterste Blatt darf ruhig gelb sein, es wird später abgeworfen. Dies ist bei einsprossigen Orchideen normal.

› Bei sympodialen Orchideen sollte der jüngste Trieb so groß sein wie der vorherige, damit die Pflanze viele Blüten treiben kann.

› Wählen Sie Pflanzen mit ungeöffneten Knospen, sie haben noch die volle Blütezeit vor sich.

› Größere Pflanzen mit vielen Blüten bzw. Knospen und mehreren oder verzweigten Rispen sind robuster als kleine Pflanzen. Sie sind den etwas höheren Preis wert. Hat dagegen eine Phalaenopsis nur drei bis fünf Blüten, heißt das, dass sie zum ersten Mal blüht und noch recht klein und schwach ist.

› Die Pflanzen sollten gesunde, grüne Blätter haben und fest im Topf stehen. Nur dann besitzen sie viele Wurzeln und sind gut im Substrat verankert. Wackeln sie, haben sie nicht gut durchgewurzelt und können die Blätter nicht ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen.

› Achten Sie auf gesunde Wurzeln. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Orchideen – wie heute oft üblich – in durchsichtigen Plastiktöpfen angeboten werden. Gesunde Wurzeln sind fest und grünlich bis rötlich braun gefärbt.

› Orchideenwurzeln dürfen über den Topfrand ragen. Epiphytische Orchideen besitzen sogenannte Luftwurzeln, die in der Natur nicht im Substrat wurzeln. Sie lassen sich auch in Kultur nicht in den Topf »zwingen«. Achten Sie aber darauf, dass die Wurzeln nicht ausgetrocknet und hell sind.

› Das Substrat sollte leicht feucht und weder vollkommen durchgetrocknet noch richtig nass sein.

› Vorsicht ist geboten, wenn Orchideen in Plastik verpackt sind: Sie können den Zustand der Wurzeln und des Substrats nicht kontrollieren. Auch dürfen Orchideen nur vorübergehend so verpackt sein. Stehen sie längere Zeit in Folie, leiden sie an Luftmangel und faulen leicht.

Gesund bis in die Spitzen: Knackige Wurzeln mit grünlich oder rötlich gefärbten Spitzen zeigen an, dass die Pflanze vital und kräftig ist.

Ein guter Kauf: Blühen Orchideen so üppig, wurden sie in der Gärtnerei erstklassiggepflegt – die beste Grundlage für eine erfolgreiche Kultur zuhause.

Sicher transportieren

ORCHIDEENvertragen keine starken Temperaturschwankungen. Lassen Sie sich die Pflanze deshalb, vor allem in der kalten Jahreszeit, gut einpacken. Auch die Blüten sollten vor Wind und Kälte, aber auch vor Hitze geschützt sein.

IMAUTOgehört die Pflanze nicht in den Koffer-, sondern in den Fahrgastraum. Sind Sie mit Fahrrad oder Bus unterwegs, lassen Sie die Orchidee zusätzlich in einige Lagen Zeitungspapier einpacken.

Der Platz in der Wohnung

Auch wenn ihre Vorfahren aus den Tropen kommen, brauchen Orchideen unterschiedliche Temperaturen.

Warm Wuchsen ihre Ahnen im tropischen Regenwald, wollen auch ihre Nachkommen das ganze Jahr über warm kultiviert werden. Sie benötigen tagsüber 20–25 °C und müssen nachts mindestens 4 °C kühler stehen, allerdings nie unter 16 °C.

Temperiert Orchideen, deren Vorfahren aus den Nebelwäldern und Hochlagen der Tropen stammen, werden temperiert-kühl oder temperiert-warm gepflegt. Die Tagestemperatur sollte bei 18–20 °C liegen, darf aber auch höher sein. Nachts muss es mindestens 6 °C kühler sein als am Tag, 12–16 °C sind optimal. Orchideen der temperiert-kühlen Gruppe brauchen eine leichte Ruhephase ( >).

Kühl Aus den Hochgebirgen der Tropen oder Steppen und Savannen stammen die Ahnen dieser Gruppe. Sie lieben Tagestemperaturen von 18–20 °C, nachts soll es mindestens 6° kühler sein, ideal sind 10–12 °C. Eine Ruhezeit ist für diese Gruppe ein Muss.

Wer so attraktiv blüht, darf auch mal im Zimmer stehen wie hier oben im Foto Phalaenopsis Sogo Yukidian. Nach der Blüte braucht sie allerdings wieder einen hellen Fensterplatz.

Hell, aber nicht sonnig

Orchideen brauchen das ganze Jahr über viel Licht, vertragen aber keine direkte Sonne.