Paracord kreativ - J. D. Lenzen - E-Book

Paracord kreativ E-Book

J. D. Lenzen

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Beschreibung

Paracords (kurz für Parachute Cords) sind dünne, leichte Seile aus Nylon, die ursprünglich im Zweiten Weltkrieg für Fallschirmleinen eingesetzt wurden. Heute werden sie jedoch längst nicht mehr nur vom Militär verwendet: Das Knüpfen von Armbändern, Gürteln oder Schlüsselanhängern aus Paracords erfreut sich immer größerer Beliebtheit, wobei die verschiedensten Knoten angewandt werden. J. D. Lenzen ist ein Experte auf dem Gebiet des Knotens und Knüpfens mit Paracords. In dem Nachfolger seines Buches Paracord-Basics führt er den Leser durch 35 neue Paracordknoten und geht diesmal noch einen Schritt weiter: Aus den Knoten werden nützliche Gegenstände wie Gürtel, Armbänder, Beutel oder sogar Sandalen! Anhand zahlreicher 4-farbiger Fotos und leicht verständlicher Schritt-für-Schritt-Anleitungen kann jeder Leser die kreativen Ideen leicht ausprobieren und nachknüpfen. ++ Ausgangssperre, Homeoffice, keine sozialen Kontakte? So furchtbar die aktuelle Corona-Krise ist, sie kann auch wahnsinnig langweilig sein. Dieses Buch ist eine prima Beschäftigung, bringt die Farben der Welt in deine eigenen vier Wände und hilft dir in Zeiten der Isolation deine Kreativität auszuleben. Bleib gesund! ++

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2018

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J. d. Lenzen

Paracord Kreativ

J. d. Lenzen

Paracord Kreativ

Bänder, Taschen, Anhänger und mehr

Kombinationen aus grundlegenden historischen und innovativen Knüpftechniken und Knoten

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen

[email protected]

9. Auflage 2025

© 2015 by mvg Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Türkenstraße 89

80799 München

Tel.: 089 651285-0

© der Originalausgabe 2013 by J. D. Lenzen.

Original English-language edition published by 4th Level Indie. All rights reserved.

Die englische Originalausgabe erschien 2013 bei 4th Level Indie unter dem Titel Paracord Fusion Ties – Volume 2.

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Wir behalten uns die Nutzung unserer Inhalte für Text und Data Mining im Sinne von § 44b UrhG ausdrücklich vor.

Übersetzung: Wiebke Krabbe

Redaktion und Satz: Karin Leonhart für bookwise GmbH, München

Umschlaggestaltung: Maria Wittek, München

Umschlagabbildung: © J. D. Lenzen

Fotos Innenteil: J. D. Lenzen

eBook: ePUBoo.com

ISBN Print 978-3-86882-544-2

ISBN E-Book (PDF) 978-3-96121-282-8

ISBN E-Book (Epub, Mobi) 978-3-96121-283-5

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.mvg-verlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

Inhalt

Vorwort

Dank

Einleitung

Paracord

Über dieses Buch

Knotenlatein

Kapitel 1

Reißverschluss-Plattings

Reißverschluss-Platting

Dickes Reißverschluss-Platting

Genueser Reißverschluss-Platting

Radula

Verstecktes Reißverschluss-Platting

Kapitel 2

Stränge mit Struktur

Gebogener Salomon Bar

Wellenstrang

Stromschnellen-Strang

Kopfsteinpflaster-Strang

Streifenstrang

Kapitel 3

Kronen-Plattings

Rundes Kronen-Platting

Kronen-Platting Royal

Korkenzieher-Platting

Gestreiftes Kronen-Platting

Regenbogen-Platting

Kapitel 4

Wellenmuster

Sinuswellen

Drei-Farben-Wellen

Breiter Wellenstrang

Tempelturm-Strang

Sandrosen-Medaillon

Kapitel 5

Schlangengrube

Schlangenknoten

Gestreifte Schlange

Verkreuzte Schlangenknoten

Schlange am Wasserfall

Tiki-Strang

Kapitel 6

Knüpfereien für Outdoor-Fans

Steinschleuder

Taschenlampengriff

Rutschfester Machetengriff

Improvisierte Schneebrille

Buschsandalen

Kapitel 7

Sicher verstaut

Schlüsselanhänger mit Geheimfach

Sechseck-Anhänger mit Geheimfach

Köcher für Bolzen

Tasche für Vielzweckwerkzeug

Drachenei-Beutel

Vorwort

Seit meiner Kindheit halte ich mich gern in der Natur auf. Ich erinnere mich an Ausflüge, die ich als kleiner Junge mit meinem Vater in die Wälder und Berge der nordöstlichen USA unternahm. Stolz stapfte ich mit meinem neuen Fahrtenmesser oder mit Pfeil und Bogen neben ihm her. Zwischen unseren Exkursionen versuchte ich zu lernen, einen Bogenbohrer zu basteln oder mit einer Lupe Feuer zu machen. Ich experimentierte mit Werkzeugen, die gerade zur Hand waren.

Ich war etwa acht Jahre alt, als mich mein Großvater in die Geheimnisse der Knoten einweihte. Er war während des Zweiten Weltkriegs zur See gefahren und gab sein Wissen gern weiter. Ich verbrachte viele Stunden mit ihm und ließ mir zeigen, wie man einen Palstek oder eine Affenfaust bindet oder ein Boot mit einem Rundtörn und zwei halben Schlägen festmacht. Er brachte mir auch Zierknoten bei, die in der Seefahrt eine lange Tradition besitzen. Während dieser Stunden mit meinem Vater und meinem Großvater war mir nicht bewusst, dass ich sehr wertvolle Kenntnisse erwarb, die mir in meinem späteren Leben äußerst nützlich sein würden.

Kurz nach meiner Ausbildung zum Ingenieur heiratete ich. Meine Frau und ich zogen nach New Hampshire, wo wir uns niederlassen und eine Familie gründen wollten. Dieser US-Bundesstaat ist zu fast 80 Prozent bewaldet, und das sprach mich natürlich an. Also machte ich mich im Schatten des Mount Washington (in der Nähe unseres jetzigen Wohnorts) zu Fuß auf, um mir die Naturwunder unserer neuen Heimat genauer anzusehen.

Planen und Denken liegen mir von Natur aus, und das hat wohl auch meine Berufswahl beeinflusst. Es entsprach also nicht meinem Stil, völlig unvorbereitet in die Natur aufzubrechen. Ich beschloss, einige Grundkenntnisse zu erwerben, bevor ich mich ins Unbekannte hinauswagte: zum Beispiel die Orientierung mit Kompass und Landkarte, aber auch das Feuermachen. Ich stellte mein eigenes Survival-Kit zusammen und informierte mich, wie sein Inhalt im Notfall einzusetzen war. Ich las Bücher (und zwar jede Menge) von Autoren, die sich mit dem Überleben in der Wildnis besser auskannten und es manchmal auf die harte Tour gelernt hatten. Und ich sah mich auf Onlineforen um, die sich mit Outdoor-Aktivitäten und Survival beschäftigen.

In dieser Lebensphase, in der ich so viel über die Bedeutung einer Survival-Ausrüstung las, dachte ich auch erstmals über Paracord nach. In einem der vielen Bücher wurde immer wieder betont, man solle nur Dinge mitnehmen, die mehrere Funktionen erfüllen können. Mir war klar, dass diese Anforderung auf alle Dinge zutraf, die aus Paracord geknüpft waren, denn man konnte die Knüpfereien ja auflösen und die Schnur für alle möglichen anderen Zwecke benutzen. Also kaufte ich mir eine Rolle 550er-Schnur, entstaubte das Knotenbuch, das mein Großvater mir geschenkt hatte, und machte mich daran, Knoten zu üben und neue Kombinationen zu entwickeln.

Zuerst habe ich mich mit den »Ranger Beads« beschäftigt, die als Schrittzähler bei der Orientierung auf Fußmärschen in freiem Gelände verwendet werden. Die modernen Perlen bestanden aus Kunststoff, konnten bei ruckartigen Bewegungen verrutschen und waren nicht bruchfest. Verschiebbare Türkenbünde schienen mir eine gute Alternative. Wenig später knüpfte ich Lassos und Hüllen für Werkzeuge und Messer, Armbänder und Halsschmuck. Ich umknotete Griffe von Messern und entwickelte Anhänger für Reißverschlüsse, in denen ich Utensilien zum Feuermachen verstauen konnte. Typisch für diese Knüpfereien war, dass sie aus traditionellen Knoten bestanden, die aber in innovativer Weise eingesetzt und kombiniert waren.

Als meine Knüpfereien allmählich auf einigen Onlineforen bekannt wurden, begann ich mit der Produktion von Videos, um auf YouTube anderen Interessierten zu zeigen, was ich gelernt und selbst entwickelt hatte. Die Freude am Vermitteln von Wissen habe ich wohl von meinem Großvater geerbt. Aber ich stellte bald fest, dass zur Produktion professioneller und lehrreicher Videos mehr gehört, als auf den Aufnahmeknopf zu drücken und einen Knoten zu binden.

Wenn man auf YouTube nach Paracord-Tutorials sucht, landet man letztlich immer bei J. D. Lenzen und seinem Kanal Tying It All Together (TIAT). Die Videos zeigen die Abläufe aus der Perspektive dessen, der knüpft. Sie sind kristallklar, scharf und gut ausgeleuchtet. Seine Hände zeigen jeden Arbeitsschritt anschaulich, versperren nie die Sicht auf das Werkstück und bewegen sich in einem für den Betrachter angemessenen Tempo. Besonders beeindruckend finde ich, dass er zu Musik knotet und fast kein Wort spricht.

Noch mehr als die gelungenen Videoproduktionen haben mich aber J. D.s originelle Designs beeindruckt. Ich dachte, Knoten seien zutiefst traditionell, doch er zeigt jede Woche etwas Neues und Ideenreiches. Er wandelt historische Knoten kreativ ab und kombiniert sie mit neuen, und die Ergebnisse sind fantastisch.

In seinen Büchern zeigt J. D. auch Details seiner »Fusionsknüpferei«, die sich in Videos nicht so gut vermitteln lassen. Und in diesem Buch, Paracord kreativ, präsentiert er eine Reihe neuer Ideen.

Im Kapitel »Knüpfereien für Outdoor-Fans« erklärt J. D. geniale Objekte, die im Notfall gute Dienste leisten können. In »Sicher verstaut« präsentiert er Lösungen, um Werkzeuge oder Wertvolles gut verpackt aufzubewahren. Alle Anleitungen sind so anschaulich wie seine Online-tutorials, die inzwischen eine große Fangemeinde haben.

Es ist mir eine Ehre, dass ich das Vorwort zu diesem Buch schreiben darf. Mit seiner großen Bandbreite an dekorativen und praktischen Knoten ist es die ideale Ergänzung zu den Videos und für jeden Knotenfan eine wertvolle Informationsquelle.

Kevin G. Gagne (The Paracordist) paracordist.com

Mai 2013

Dank

Für ihre Unterstützung und/oder Ideen während des Schreibens dieses Buches danke ich Clifford W. Ashley, meinen Eltern Jim und Barbara, Steve Davis, Laura Neil, Maynard Demmon und ihren Kindern Cailean, Hailey und Hayden sowie Josh Greenwalt, den Abonnenten meines YouTube-Kanals Tying It All Together und allen Mitgliedern der weltweiten Knoten-Community. Ohne sie, vor allem die treuen Unterstützer meiner Onlinevideos, hätte dieses Buch nicht entstehen können.

Und …

… ganz besonders danke ich meiner Frau und Muse Kristen Kakos. Dass du mein Leben teilst, schenkt mir Freude, Geborgenheit und den Freiraum, um kreativ zu sein. Dafür bin ich dir ewig verbunden.

Einleitung

Für jeden Knoten, der jemals geknüpft wurde, braucht man nicht mehr als ein Stück Schnur. Möglicherweise halten Sie jetzt, wenn Sie dieses Buch lesen, schon eines in der Hand. Wenn nicht, wird sich das sicherlich bald ändern. Mit einer bescheidenen Schnur können Sie alle erdenklichen Knoten und Kombinationen knüpfen. Das mache ich mir jedes Mal bewusst, wenn ich eine Schnur zur Hand nehme. Diese Vielseitigkeit fasziniert mich, und sie bildet die Grundlage all meiner Knüpfideen. Und es gibt kaum eine Knüpferei, mit der sich gerade diese Vielseitigkeit so gut umsetzen lässt wie mit Paracord.

Ob Sie eine Ladung auf einem Hänger sichern wollen, einen Unterstand bauen, einen Bogenbohrer bauen, einen gerissenen Schnürsenkel reparieren, eine einfache Waffe basteln oder einen Gürtel für Ihre Hose improvisieren möchten: Mit Paracord ist all das möglich. Und gerade wegen dieser vielen Anwendungsmöglichkeiten ist die weltweite Gemeinde der Paracord-Fans so schnell gewachsen. Manche finden den praktischen Nutzen interessant, andere fasziniert die Knüpferei an sich, und alle tauschen sich über das Internet aus. Welcher Fraktion der Fangemeinde Sie auch angehören: In diesem Buch, Paracord kreativ, finden Sie Grundlagen und mehr zu Knoten.

Nach der Einführung folgen ausführliche Anleitungen für Armbänder, Schlüsselanhänger und Gurte, aber auch Medaillons und andere Formen, um Schnur bei sich zu tragen und bei Bedarf jederzeit zu nutzen. Und das ist noch nicht alles: Sie finden in diesem Buch auch Tipps und Techniken zum Knüpfen ganz praktischer Gegenstände.

Viele davon kommen im Outdoor-Sport oder Survival-Training zum Einsatz. Das heißt, in geknüpfter Form übernehmen sie eine sinnvolle Funktion, gleichzeitig beinhalten sie einen Vorrat an Schnur, weil man die Knüpferei auflösen und die Schnur anderweitig verwenden kann. Beispiele für solche Objekte sind:

Buschsandalen – bieten verlässlichen Schutz für die Füße. Man kann mit ihnen springen, klettern und rennen, ohne Verletzungen der eigenen Füße zu riskieren.

Schneebrille für den Notfall – schützt die Augen vor übermäßigem UV-Licht und kann so Schneeblindheit vorbeugen oder ganz verhindern.

Rutschfester Machetengriff – verringert das Risiko, dass eine Machete beim Schwingen oder Hacken aus der Hand rutscht.

Steinschleuder – improvisierte Waffe zur Selbstverteidigung oder für die Jagd.

Dies sind nur einige Beispiele für die praktischen Anwendungen von Paracord. Es gibt in diesem Buch noch weitere zu entdecken.

Ob es Sie nun in die Wüste verschlagen hat oder in den Regenwald, in die eisige Tundra oder in eine andere fordernde Landschaft: Paracord-Objekte aus diesem Buch können Leben retten.

Dieses Buch zeigt eine Vielzahl von praktischen, potenziell lebensrettenden Knoten, die obendrein gut aussehen. Aber es will nicht nur Wissen vermitteln, sondern Sie anregen, Paracord mit neuen Augen zu sehen. Greifen wir noch einmal den Anfangssatz auf: »Für jeden Knoten, der jemals geknüpft wurde, braucht man nicht mehr als ein Stück Schnur.« Das gilt nicht nur für die Knoten und Knüpftechniken in diesem Buch, sondern für alle Knoten und Knüpftechniken – die der Vergangenheit ebenso wie die der Gegenwart und der Zukunft.

Mit anderen Worten, die Anleitungen in diesem Buch sind nur Beispiele dafür, welche innovativen Variationen durch immer neue Kombinationen klassischer Knoten und Knüpftechniken entstehen können.

Natürlich könnten Sie die 35 Knüpfereien in diesem Buch nacharbeiten und es dabei belassen. Zweifellos lernen Sie dabei etwas und schulen Ihre Motorik. Aber warum sollten Sie hier dann aufhören?

Wenn Sie sich mit den Grundlagen der Paracord-Knüpferei eingehend vertraut gemacht haben, können Sie selbst beginnen, verschiedene Teile des Gelernten neu zu kombinieren. Wenn dabei etwas entsteht, das Ihnen gefällt und das Sie nützlich finden, bewahren Sie es auf. Probieren Sie neue Knotenkombinationen. Dann werden Sie bald, genau wie ich, Hunderte neuer Knoten entwickelt haben, die Sie wiederum mit anderen Paracord-Fans in aller Welt teilen können.

Ich werde oft gefragt, wie ich vorgehe, um die Knoten und Kombinationen zu entwickeln, die ich in meinen Büchern und meinem YouTube-Videokanal Tying It All Together vorstelle. Das lässt sich leicht beantworten: Ich tue genau das, was ich Ihnen gerade vorgeschlagen habe. Ich knüpfe und knote und probiere immer neue Kombinationen aus. Allerdings tue ich das jeden Tag.

Außerdem habe ich mich jahrelang mit der Knüpferei beschäftigt und viele Bücher über das Thema gelesen. So ist mir das Knüpfen zur zweiten Natur geworden, einer Form des persönlichen Ausdrucks. Schlaufen, Buchten und Parten sind wie Buchstaben, Knoten wie Wörter und Sätze. Einzelne Schnüre bilden kurze Sätze. Zwei und mehr Schnüre bilden komplexere Wörter oder Sätze. In dieser Sprache, die ich »Fusionsknüpferei« nenne, schreibe ich Lyrik und Prosa mit Schnur. Das mag sich merkwürdig anhören, aber ehrlich gesagt beschreibt das meine Gefühle beim Knüpfen recht gut.

Lernen Sie aus diesem Buch und anderen Titeln alles über Knoten. Aber das wirklich Interessante sind die Knoten und Kombinationen, die Sie selbst gestalten.

Clifford W. Ashley (Autor vom Ashley-Buch der Knoten) schrieb 1925 in einem Brief an A. L. Sessions, den Herausgeber der Zeitschrift Sea Stories Magazine:

»Ich habe eine Vielzahl neuer praktischer und dekorativer Knoten erfunden sowie eine neue Methode, Plattings mit jedem beliebigen Querschnitt zu knüpfen. Es sind eine große Menge an verschiedenen Methoden und einige Dutzend verschiedener Formen.«

Genau wie Ashley können auch Sie an Bekanntes anknüpfen, etwas Neues entwickeln und Ihr Wissen mit der Welt teilen. Mit diesem Buch möchte ich Sie bei diesem Vorhaben unterstützen. Die Anleitungen sollen nicht vorführen, was ich kann. Stattdessen sollen sie Ihnen zeigen, was Sie selbst können. Also lesen Sie weiter, probieren Sie es aus, und erfinden Sie etwas Neues!

J. D. von Tying It All Together

Paracord

Hintergrund

Paracord ist eine leichte Nylonschnur mit einer mehrsträngigen Seele und einer geflochtenen Ummantelung. Die Seele gibt der Schnur ihre außergewöhnliche Zugfestigkeit, und der äußere Mantel schützt die Seele vor Schäden durch Reibung. Der Name Paracord setzt sich aus parachute (Fallschirm) und cord (Schnur) zusammen. Ursprünglich wurde die Schnur für Fallschirm-Fangleinen verwendet, aber weil sie so vielseitig ist, benutzten die Fallschirmspringer sie bald auch am Boden für die verschiedensten Zwecke.

Wie viele andere Materialien und Technologien, die ursprünglich für das Militär entwickelt wurden, hat sich Paracord inzwischen auch in Zivilkreisen durchgesetzt. Ehemalige Soldaten, die sie während ihrer aktiven Dienstzeit schätzen gelernt hatten, trugen ihren Teil dazu bei, dass Paracord auch außerhalb des Militärs verbreitet wurde. Zu den regelmäßigen Kunden gehören seitdem Sammler von Schusswaffen und Messern, Jäger, Outdoor-Sportler, Heimwerker und eine wachsende Zahl von kreativen Bastlern.

Typen

Bei der amerikanischen Armee kommen sechs Paracord-Typen zum Einsatz (Typ I, IA, II, IIA, III und IV). Bei den Schnüren, die zum kreativen Knüpfen angeboten werden und die sich auch für die Knoten in diesem Buch eignen, handelt es sich normalerweise um die Typen II und III. Paracord Typ II wird auch als Paracord 450 bezeichnet, weil seine Mindestzuglast 450 amerikanische Pound (204 kg) beträgt. Seine Seele besteht meist aus vier zweifädigen Strängen. Typ III oder Paracord 550 (Mindestzuglast 550 Pound oder 249 kg) hat normalerweise eine Seele aus sieben zweifädigen Strängen.

Für die Knoten in diesem Buch habe ich Paracord 450 verwendet. Diese Schnur eignet sich wegen ihrer Geschmeidigkeit gut für komplexere Knoten, und sie wird in vielen Farben angeboten. Ebenso eignen sich für die hier vorgestellten Knoten aber auch Paracord 550 und Schnüre aus anderen Materialien wie Hanf, Satin, Stoff oder Leder, und selbst Draht könnten Sie ausprobieren.

Bezugsquellen

In Fachgeschäften für Camping- und Outdoor-Bedarf und bei Schiffsausrüstern bekommt man Paracord und vergleichbare Produkte seit jeher, allerdings nur in einer begrenzten Auswahl an Farben. Seit das kreative Knüpffieber um sich greift, bieten immer mehr Bastelgeschäfte die Schnüre in vielen schönen Farben an. Selbstverständlich kann man sie auch in Onlineshops bestellen.

Hier finden Sie eine Auswahl von Onlinehändlern, die ein großes Angebot an Schnüren haben:

armband-paracord.de

outdoormesser.de

shoprobbys.com

armynavystoreinc.com

parachute-cord.com

stores.ebay.de/Paracord-eu

asmc.de

paracord.com

supplycaptain.com

atwoodrope.net

paracord.no

survival-pax.com

ausgeruestet.com

paracordcity.com

swiss-paracord.ch

campingsurvival.com

paracordplanet.com

tacticaltrim.de

gorillaparacord.com

paracordshop.de

takknife.com

holsterbau.de

paracordstore.com

the550cordshop.com

kreativ-depot.de

paracordworld.de.to

thebushcraftstore.co.uk

mb-creativshop.de

redflarekits.com

toolshop.de

myparacord.de

riversandrocks.com

ubraidit.com

onestopknifeshop.com

rwrope.com

wholesale-parachute-cord.com

Hinweis: Das Internet ist ein dynamisches Medium. Es ist nicht auszuschließen, dass Adressen nach Drucklegung dieses Buches geändert oder gelöscht wurden oder werden. Die Nennung von Anbietern dient lediglich der Information und stellt keine Empfehlung des Autors oder Verlags dar.

Über dieses Buch

Die Anleitungen

Das Ziel dieses Buches ist, alle nötigen Informationen für einen Knoten in knapper, anschaulicher Form zu präsentieren und auf Überflüssiges weitgehend zu verzichten. Darum werden Arbeitsschritte wie das Abschneiden und Abbrennen, die bei allen Knoten auszuführen sind, einmal ausführlich erklärt (siehe nächste Seite) und in den einzelnen Anleitungen jeweils nur knapp benannt (z. B. »Die Enden sorgfältig abschneiden und abbrennen«). Wird ein bestimmter Knoten, etwa der zweisträngige oder der viersträngige Diamantknoten, mehrfach verwendet, findet sich in der Anleitung ein Verweis auf die Seite, auf der das Knüpfen dieses Knotens erklärt wird. Näheres zu diesen wichtigen Knoten erfahren Sie im nächsten Absatz.

Wichtige Knoten

Die folgenden vier Knoten sind Bestandteil mehrerer Kombinationen, die in diesem Buch gezeigt werden:

Zweisträngiger Diamantknoten (Seite 30)

Wandknoten (Seite 69)

Viersträngiger Diamantknoten (Seite 76)

Sechssträngiger Diamantknoten (Seite 84)

Der zweisträngige Diamantknoten wird als Verschluss für Armbänder verwendet. Der viersträngige Diamantknoten und der Wandknoten dienen ebenso wie der sechssträngige Diamantknoten dazu, einen Knoten oder eine Kombination zu fixieren. Sie bilden einen sauberen Abschluss für ein geknüpftes Werkstück und können auch als Übergang vor einem Verschlussknoten (z. B. dem zweisträngigen Diamantknoten) eingesetzt werden. Gelegentlich wird ein viersträngiger Diamantknoten um eine senkrechte Schnur geknotet. In diesen Fällen gehen Sie entsprechend der Anleitung für den viersträngigen Diamantknoten auf Seite 76 vor, lassen aber die angegebenen Schnüre durch die Mitte des Diamantknotens laufen, der um diese herum aufgebaut wird.

Hinweis: Alle Diamantknoten können im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn geknüpft werden. Um dies zu illustrieren, wird in diesem Buch der zweisträngige Diamantknoten im Uhrzeigersinn gezeigt, die Anleitung für den viersträngigen Diamantknoten zeigt das Knüpfen entgegen dem Uhrzeigersinn.

Wie viel Schnur?

Ich werde oft gefragt, wie viel Schnur für ein Werkstück in einer bestimmten Länge benötigt wird (z. B. »Wie viel Schnur brauche ich für einen 76 cm langen Flammenstrang-Gürtel?«). Solche Fragen sind nicht leicht zu beantworten, weil mehrere Faktoren eine Rolle spielen.

A) Je nach Hersteller können Dehnbarkeit und Stärke der Schnur variieren.

B) Manche Menschen knüpfen sehr fest, andere eher locker.

C) Für die verschiedenen Abschnitte (Anfang, Mittelteil und Ende) eines Werkstücks wird eventuell unterschiedlich viel Schnur benötigt.

Wenn ich einen Schätzwert nenne und sich jemand darauf verlässt, kann es dennoch sein, dass die zugeschnittene Schnur nicht für die gewünschte Länge ausreicht. Das ist frustrierend, und außerdem bin ich dann der Übeltäter, der die Falschinformation geliefert hat. Darum versuche ich meist, keine konkreten Maße zu nennen, sondern empfehle, dass jeder seinen individuellen Bedarf selbst ermittelt.

Es ist gar nicht so schwierig, den Schnurbedarf für ein Werkstück einer bestimmten Länge zu berechnen. Normalerweise genügt es, etwa 2,5 cm des geplanten Knotenmusters zu knüpfen, dann wieder zu öffnen und nachzumessen, wie viel Schnur benötigt wurde. Die Berechnung des Gesamtbedarfs ist dann ein einfacher Dreisatz (wenn z. B. für 2,5 cm Ihres Wunschmusters 60 cm Schnur nötig sind, brauchen Sie für eine Knüpfarbeit von 7,5 cm Länge 180 cm Schnur).

Nachknüpfen und verkaufen

Auf die Frage »Darf ich Knüpfarbeiten, die in den Tying It All Together-(TIAT-)Büchern und -Videos gezeigt werden, nacharbeiten und verkaufen?« antworte ich mit Ja. Mir ist wichtig, dass andere Menschen meine Knüpftechniken anwenden und verbreiten. Es wäre schön, wenn die Namen unverändert blieben, aber darauf habe ich letztlich keinen Einfluss. Einen Wunsch habe ich allerdings: Wenn das Geschäft so einträglich ist, dass Sie es sich leisten können, der Community in Form einer Spende etwas zurückzugeben, dann tun Sie es bitte.

Abschneiden und abbrennen

Paracord besteht aus Nylon, einem thermoplastischen Kunststoff. Wenn er erhitzt wird, schmilzt er. Dadurch werden die Enden verschweißt und können nicht ausfransen. Das erhitzte Nylon ist formbar. Damit sich ein Paracord-Werkstück nicht auflöst, werden die Schnurenden etwas verdickt. Sofern nicht mit größerer Kraft daran gezogen wird, genügt diese Formveränderung zur Fixierung.

Auf der rechten Seite werden das Abschneiden und Abbrennen der Enden gezeigt. Diese Methode ist bei allen Werkstücken in diesem Buch zur Anwendung gekommen.

WARNUNG: Kinder sollten Scheren und Gasbrenner nur unter der Aufsicht Erwachsener benutzen. Wenn du dies liest und unsicher bist, ob du dich von der Warnung angesprochen fühlen sollst – fühle dich angesprochen. Zeige die Anleitung einem Elternteil oder Lehrer und bitte um Hilfe.

Schnurenden abschneiden und abbrennen

1. Zuerst folgende Utensilien bereitlegen: eine Friseurschere und einen kleinen Gasbrenner.

2. Die überstehenden, nicht gewünschten Schnurenden mit der Schere sorgfältig abschneiden.

3. Wenn diese Enden abgeschnitten sind, …

4. … den Gasbrenner anzünden. Nicht mit den Händen an die Brennerdüse fassen!

5. Das erste abgeschnittene Schnurende nur kurz (höchstens 1–2 Sekunden) erhitzen.

6. Das zweite Ende ebenso erhitzen. Solange die verschweißten Fasern noch formbar, …

7. … aber nicht mehr heiß sind, die Enden mit dem Daumen flach-breit pressen.

8. Fertig: Die Enden der Paracord-Schnur sind nun sauber verschweißt.

Knotenlatein

Die folgenden Definitionen und Abbildungen geben einen Überblick über die Fachbegriffe und Arbeitsschritte, die in diesem Buch verwendet werden.

Definitionen

ABOK: Abkürzung für The Ashley Book of Knots (deutsch: Das Ashley-Buch der Knoten: Über 3800 Knoten. Wie sie aussehen. Wozu sie gebraucht werden. Wie sie gemacht werden, Delius Klasing Verlag, 1999; Sonderausgabe 2006).

Abbrennen: Es bezeichnet das Versengen eines abgeschnittenen Schnurendes, um es zu fixieren und/oder die Fasern zu verschweißen und so das Aufdröseln zu verhindern.

Aufdröseln: Fachausdruck für das Ausfransen eines Seil- oder Schnurendes.

Bar: Leicht gerippte, feste und geschlossene Knüpfarbeit, oft mit Kreuzknoten (z. B. Salomon Bar).

Beine: Hängende oder senkrecht parallel verlaufende Schnüre.

Teile einer Schnur

Schlaufen

Teile eines Knotens

Schnurführung

Bogen: Der gekrümmte Teil im Inneren einer Bucht, eines Kreises, einer Schlaufe oder einer umgelegten Schnur.

Bolzen: Geschoss, das mit einer Armbrust oder einem Katapult abgeschossen wird.

Bucht: U-förmige Biegung einer Schnur.

Dichtholen: Ziehen an den beweglichen Schnüren, bis die gewünschte Festigkeit eines Knotens oder einer Knüpferei erreicht ist.

Festigkeit: Der Punkt, an dem der Knoten durch Ziehen an den Schnüren ein zufriedenstellendes Aussehen hat.

Fusionsknüpferei: Innovative Knüpferei, bei der Elemente verschiedener Knoten oder Knüpftechniken zusammen zum Einsatz kommen.

Historischer Knoten: Ein Knoten (oder eine Kombination von Knoten), der vor 1979 entdeckt oder erfunden wurde. (1979 erschien die von der IGKT überarbeitete Ausgabe des ABOK.)

Horizontal: Waagerecht oder flach liegend.

IGKT: Steht für International Guild of Knot Tyers (Internationale Gilde der Knotenknüpfer), eine internationale Institution zur Prüfung und Benennung von Knoten.

Knauf: Runde Verdickung am Ende eines Messergriffs.

Komponente: Knoten, Element eines Knotens oder Knüpftechnik, die bei einer Fusionsknüpferei zum Einsatz kommen.

Konzentrisch: Kreise, Bögen oder andere runde Formen werden als konzentrisch bezeichnet, wenn sie einen gemeinsamen Mittelpunkt haben.

Kreis: Schnur, die eine andere Schnur oder einen Körperteil (z. B. einen Finger) einmal vollständig umrundet.

Leine: Sammelbegriff für verschiedene dünne Materialien, mit denen geknüpft werden kann (z. B. Paracord, dünnes Tauwerk).

Loses Ende: Das Ende einer Schnur, das beim Knüpfen bewegt wird.

P: Eine Schnur, die in die Form des Buchstabens P (oder seines Spiegelbilds) gelegt ist.

Paracord: Dünne Nylonschnur mit einer mehrsträngigen Seele und einem geflochtenen äußeren Mantel.

Parallel: Schnüre sind parallel, wenn sie in gleich bleibendem Abstand nebeneinander verlaufen.

Platting: Traditionelle Knotentechnik zum Verkürzen eines Seils oder einer Leine, besteht häufig aus mehreren halben Schlägen.

Schlaufe: Ein Kreis mit einer Überkreuzung oder eine Bucht, die an ihrer Basis zusammengedrückt ist.

Schlaufe gegen den Uhrzeigersinn: Eine Schlaufe, bei der das lose Ende (oder der oben liegende Teil) einen Bogen entgegen dem Uhrzeigersinn beschreibt.

Schlaufe im Uhrzeigersinn: Eine Schlaufe, bei der das lose Ende (oder der oben liegende Teil) einen Bogen im Uhrzeigersinn beschreibt.

Schnell auflösbare Knüpferei: Geknüpftes Werkstück, das sich schnell und einfach auflösen lässt, um die Schnur anderweitig zu verwenden.

Stecken: Einstecken einer Schnur oder Bucht in eine Schlaufe oder unter eine andere Schnur.

Stehende Part: Das Ende einer Schnur, das beim Knüpfen eines Knotens nicht bewegt wird.

Survival-Techniken: Techniken und Kenntnisse von Fertigkeiten, die das Überleben in freier Natur sichern.

TIAT: Abkürzung für den YouTube-Videokanal Tying It All Together.

Umdrehen, drehen: Drehung um den Mittelpunkt, dabei bleibt die Oberseite oben.

Verschnüren: Verbinden zweier gegenüberliegender Enden oder Seiten durch Schnur.

Vertikal: Senkrecht oder aufrecht, im rechten Winkel zum Horizont.

Weben: Eine Schnur über und unter einer anderen Schnur hindurchführen.

Wenden: Drehung um die Längs- oder Querachse, sodass anschließend die Unterseite oben liegt.

Werkstück: Die ganz oder teilweise fertige Knüpfarbeit.

Wicklung: Schnur, die eine andere Schnur oder einen Körperteil (z. B. einen Finger) mehrmals umrundet.

Zipper Sinnet: Englische Bezeichnung für Reißverschluss-Platting, erklärt unter www.youtube.com/watch?v=tUBTRs7Avk0.

Zwinge: Verbindungsstück zwischen Griff und Klinge eines Messers.

– Kapitel 1 –

Reißverschluss-Plattings

Reißverschluss-Platting Zipper Sinnet

Dies ist eine der ersten Knüpftechniken, die ich gelernt habe. Der Strang lässt sich so einfach wie ein Reißverschluss im Handumdrehen aufziehen, wenn die Schnur, aus der er geknüpft ist, für einen anderen Zweck verwendet werden muss.

Schnur:2,1 m (fertige Armbandlänge ca. 19 cm)

Komponenten:Historischer Knoten

1. In die Mitte der Schnur eine Schlaufe im Uhrzeigersinn legen.

2. Ins rechte lose Ende eine Bucht legen, diese durch die Schlaufe führen …

3. … und dichtholen. Über dem Slipknoten eine 1,5 cm große Schlaufe stehen lassen.

4. Die Knüpferei kopfüber drehen.

5. Mit der rechten Schnur eine Schlaufe im Uhrzeigersinn legen.

6. Ins linke lose Ende eine Bucht legen, durch die rechte Schlaufe führen …

7. … und dichtholen, dabei über dem Slipknoten eine 1,5 cm große Schlaufe stehen lassen.

8. Ins rechte lose Ende eine Bucht legen, durch die linke Schlaufe führen …

9. … und dichtholen, dabei über dem Slipknoten eine 1,5 cm große Schlaufe stehen lassen.

10. Die Schritte 6 bis 9 so oft wiederholen, bis die Schnurenden noch mindestens 13 cm lang sind.

11. Zum Sichern die Spitze des linken losen Endes in die Hand nehmen …

12. … und durch die rechte Schlaufe führen.

13. Nun das rechte lose Ende fest dichtholen.

14. Die Knüpferei kopfüber drehen.

15.Zweisträngiger Diamantknoten: In die linke Schnur im Uhrzeigersinn ein P legen.

16. Das lose Ende der rechten Schnur hinter der Schlaufe des P nach oben legen.

17. Dasselbe Ende nach unten, über die Schnur oberhalb des P und unter das Bein des P legen.

18. Eine Bucht ins lose Ende legen und diese über, unter und über die rechts daneben- liegenden Schnüre weben.

19. Die Bucht herausziehen. Dies ist ein Trossenstek.

20. Das rechte lose Ende nach links biegen, über die linke Schnur oberhalb des Trossensteks führen …

21. … und von hinten durch die Mitte des Trossensteks nach vorn führen.

22. Das linke lose Ende nach rechts biegen, über die rechte Schnur oberhalb des Trossensteks führen …

23. … und von hinten durch die Mitte des Trossensteks nach vorn führen.

24. So lange an den Schnurenden ziehen, bis der zweisträngige Diamantknoten fest und symmetrisch ist.

25. Die Enden dicht am Diamantknoten abschneiden und sorgfältig abbrennen.

26. So sieht das fertige Reißverschluss-Platting-Armband aus.

Dickes Reißverschluss-Platting Thick Zipper Sinnet

Dies ist eine verdoppelte Version des Reißverschluss-Plattings, die interessant aussieht und in nassem Zustand gut dehnbar ist. Für ein Armband braucht man doppelt so viel Schnur wie für die einfache Version.

Schnur:2 Schnüre à 2,1 m (fertige Armbandlänge ca. 19 cm)

Komponenten:Reißverschluss-Platting + kontrastfarbige Schnüre

1. In die Mitte der ersten Schnur eine Schlaufe im Uhrzeigersinn legen.

2. Dann die Mitte der zweiten Schnur parallel an der Kreuzung des rechten losen Endes anlegen.

3. Das rechte lose Ende über die zweite Schnur und als Bucht durch die Schlaufe führen.

4. Dichtholen, dabei über dem Slipknoten eine 1,5 cm große Schlaufe stehen lassen.

5. Die Knüpfarbeit kopfüber drehen.

6. In die rechten Enden im Uhrzeigersinn zwei konzentrische Schlaufen legen.

7. Ins linke lose Ende eine Bucht legen, durch die rechten Schlaufen führen …

8. … und dichtholen. Über dem Slipknoten bleiben zwei 1,5 cm große Schlaufen stehen.

9. In die rechten losen Enden eine Bucht legen, durch die linken Schlaufen führen …

10. … und dichtholen. Über dem Slipknoten bleiben wieder zwei 1,5 cm große Schlaufen stehen.

11. Die Schritte 7 bis 10 so oft wiederholen, bis die Schnurenden noch mindestens 13 cm lang sind.