Paytahs Pookiebär - Shea Balik - E-Book

Paytahs Pookiebär E-Book

Shea Balik

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Beschreibung

Paytah Nichols bekommt eine Botschaft von den Göttern, die die Welt auf den Kopf stellen wird. Wenn die Götter nur nicht so narzisstische Idioten mit Gottkomplexen wären. Wegen ihrer Selbstherrlichkeit muss Paytah einen ganzen Monat warten, bevor er seinen Gefährten kennenlernen kann. Der Psychiater Aidan Cranfield weiß nicht, was er denken soll, als sein Gefährte Paytah Nichols aus einem einmonatigen Koma aufwacht und behauptet, er hätte mit den Göttern gesprochen. Dank Paytahs wilder Geschichte von den Göttern und seinem sonderbaren Humor hat Aidan mit seinem Gefährten alle Hände voll zu tun. Neben dem Einmischen der Götter, dem bösen Ziel des Ältestenrats, andere zu versklaven, und Paytahs nie endender Liste witziger Kosenamen ist ihre Beziehung alles andere als normal. Aber es ist die Botschaft von den Göttern, die das Paar aus dem Gleichgewicht bringt. Sie müssen nur einen Weg finden, einander beizustehen und sich dem Chaos zu stellen, das die Götter verursacht haben – gemeinsam. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Die Reihe Paranormal Wars: Juarez ist ein Spin Off der Paranormal Wars: Stone Haven-Reihe. Die Handlung beider Reihen läuft teils parallel. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich, beide Reihen entsprechend der Handlung zu lesen, dies entspricht auch der Reihenfolge der Veröffentlichung. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es hier: https://meandthemuse.com/buecherserien/paranormal-wars-juarez/ Grundsätzlich können die Reihen aber auch jeweils einzeln gelesen werden. Länge: rund 42.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Epilog

ÜBER SHEA BALIK

LESEPROBE:

Paytahs Pookiebär

Paytah Nichols bekommt eine Botschaft von den Göttern, die die Welt auf den Kopf stellen wird. Wenn die Götter nur nicht so narzisstische Idioten mit Gottkomplexen wären. Wegen ihrer Selbstherrlichkeit muss Paytah einen ganzen Monat warten, bevor er seinen Gefährten kennenlernen kann.

Der Psychiater Aidan Cranfield weiß nicht, was er denken soll, als sein Gefährte Paytah Nichols aus einem einmonatigen Koma aufwacht und behauptet, er hätte mit den Göttern gesprochen. Dank Paytahs wilder Geschichte von den Göttern und seinem sonderbaren Humor hat Aidan mit seinem Gefährten alle Hände voll zu tun.

Neben dem Einmischen der Götter, dem bösen Ziel des Ältestenrats, andere zu versklaven, und Paytahs nie endender Liste witziger Kosenamen ist ihre Beziehung alles andere als normal. Aber es ist die Botschaft von den Göttern, die das Paar aus dem Gleichgewicht bringt. Sie müssen nur einen Weg finden, einander beizustehen und sich dem Chaos zu stellen, das die Götter verursacht haben – gemeinsam.

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Die Reihe Paranormal Wars: Juarez ist ein Spin Off der Paranormal Wars: Stone Haven-Reihe. Die Handlung beider Reihen läuft teils parallel. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich, beide Reihen entsprechend der Handlung zu lesen, dies entspricht auch der Reihenfolge der Veröffentlichung. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es hier: https://meandthemuse.com/buecherserien/paranormal-wars-juarez/

Grundsätzlich können die Reihen aber auch jeweils einzeln gelesen werden.

Länge: rund 42.000 Wörter

SHEA BALIK

Paytahs Pookiebär

Paranormal Wars: Juarez 6

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Paytah’s Pookie Bear“:

Shea Balik

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2019

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Vanessa Tockner

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Das größte Geschenk, das man geben kann, ist das bedingungsloser Liebe und Akzeptanz.

-Brian Tracy

Kapitel 1

In seinen nahezu achtzig Jahren als Psychiater war Aidan Cranfield noch nie so stark versucht gewesen, einen seiner Patienten zu schlagen. Und doch saß er da und hörte zu, während sein Patient einmal mehr versuchte, Aidans Gefährte Paytah Nichols die Schuld an allem, was schief gelaufen war, in die Schuhe zu schieben. Evan schien es nicht zu kümmern, dass Paytah im Koma lag.

Evan Ainsley, ein Wasser-Mystiker, gehörte vermutlich zu den narzisstischsten Leuten, die er je getroffen hatte. Gut, das war vielleicht etwas übertrieben, aber Aidan hatte die Nase voll von ihm. Er war ziemlich sicher, dass Evan noch nie in seinem Leben die Verantwortung übernommen hatte.

„Ich denke, wenn Paytah aufwachte, würde er dir sagen, dass er immer derjenige war, der unsere kleinen Streitereien angefangen hat. Ich meine, der Kerl hat einfach nie gewusst, wann er den Mund halten soll, verstehst du?“ Evan saß gegenüber der Zimmertür in einem Stuhl und weigerte sich sogar, den Mann anzusehen, über den er gerade herzog, obwohl Paytah auf seinem Bett lag, das den Großteil des Raums einnahm.

Aidan ballte die Hand zur Faust und zwang sich, die in ihm köchelnde Wut zu bezwingen, während der Drang, Evan eine zu verpassen, immer stärker wurde. „Und seit er im Koma liegt? Wer ist verantwortlich für die Streitereien, in die du mit ungefähr jeder Person in diesem Haus geraten bist?“

Als Dr. Basil Riddick Aidan erstmals gebeten hatte, ins Lateinamerikanische Territorium zu kommen und seinen Freunden zu helfen, war Aidan interessiert gewesen, aber auch zu beschäftigt, um anzunehmen. Basil war mit Wyatt Klaeger verpaart, einem Mitglied aus dem inneren Kreis des Alphas im Latino-Territorium. Laut Basil standen der Alpha Talon Ramirez und sein gesamter innerer Kreis kurz vor dem Zusammenbruch.

Aidan hatte gemerkt, dass die Mission, die er für das Asiatische Territorium durchgeführt hatte, plötzlich beendet war, daher hatte er Basil angerufen und angeboten, hinzufliegen und zu sehen, ob er helfen konnte. Basil hatte recht gehabt, das Team stand kurz vor dem Zerfall, besonders da einer der ihren entführt worden war.

„Erstens waren es keine Streitereien, höchstens hitzige Gespräche. Zweitens stehen wir alle unter großem Stress, weil Paytah sich weigert aufzuwachen.“ Das Grinsen auf Evans Gesicht verriet Aidan, dass der Mann wusste, wie seine Worte ihm unter die Haut gingen. „Folglich ist es seine Schuld.“

Bedauerlicherweise ließ Aidan das geschehen. Er hätte es besser wissen sollen, aber seit er in Juarez angekommen war, hatte er nachgelassen. Es hatte begonnen, als Basil ihm das Zimmer gezeigt hatte, das für ihn vorbereitet worden war.

Ein himmlischer Duft war aus einem der Zimmer gedrungen, an denen sie vorbeigekommen waren. Als Psychiater wusste er um Gefährten, hatte das Phänomen sogar studiert, allerdings auch in einer Million Jahre nicht gedacht, dass er seinen eigenen Gefährten finden würde.

Aber anstatt den Mann treffen zu können, der seine andere Hälfte sein sollte, hatte Aidan herausgefunden, dass sein Gefährte Paytah von einem sadistischen Arsch entführt worden war, dem es Spaß machte, mit anderen Leuten Handel zu treiben. Da Paytah zum inneren Kreis des Alphas gehörte, war es zweifelhaft, ob sein Entführer Roger versuchen würde, ihn zu verkaufen.

Nein, stattdessen hatte Roger Paytah gefoltert und hätte ihn anschließend getötet.

Als Panda-Wandler war Aidan normalerweise ein Pazifist und nicht leicht zu verärgern, aber all das hatte sich an dem Tag geändert, als er herausgefunden hatte, dass sein Gefährte vermisst wurde. Dass Paytah endlich gerettet worden war, aber seine Verletzungen so ernst gewesen waren, dass er seitdem im Koma lag, hatte Aidans Wut nicht gerade gut getan.

Aidan hatte schließlich nur zugestimmt zu helfen, weil Paytahs Freunde über den Zusammenbruch hinaus direkt in ein Schwarzes Loch voller Verzweiflung und Zorn gefallen waren, das so tief war, dass er fürchtete, es würde keinen inneren Kreis mehr geben, wenn sein Gefährte aufwachte. Da er für nichts als Spaziergänge und Strecken der Glieder von Paytah getrennt werden wollte, hatte Aidan darauf bestanden, die Therapiesitzungen mit den einzelnen Mitgliedern des inneren Kreises neben seinem Gefährten sitzend abzuhalten.

Tatsächlich hatte er gehofft, es würde helfen, die freundlichen Dinge zu hören, die seine Freunde über ihn zu sagen hatten. Was Evan betraf, war das ein großer Fehler gewesen. Dem Mann schien es Freude zu bereiten, Aidan zu quälen, indem er sich über jede von Paytahs sexuellen Eskapaden ausließ. Wenn er das nicht tat, hackte er auf Paytah herum und gab ihm die Schuld an allem, auch an dessen anhaltendem Koma.

„Du willst also sagen, es ist Paytahs Schuld, dass du dich selbst nicht beherrschen kannst?“ Aidan gab sich Mühe, das tat er wirklich, dennoch war er nicht sicher, ob er je zu dem Mann durchdringen würde.

Evan grinste. „Genau. Ich bin froh, dass du das genauso siehst.“

Es war reine Zeitverschwendung, diese Sitzung fortzuführen, solange Evan sie nicht ernst nahm. Außerdem gefiel ihm nicht, dass Paytah den abfälligen Kommentaren des Mannes zuhören musste – angenommen, er konnte sie hören. „Ich glaube, es ist Zeit, dass du gehst.“

Evan stand sofort auf und marschierte zur Tür. „Sobald Paytah aufwacht, wird sich alles wieder normalisieren. Du und alle anderen werden wieder sehen, dass alles Paytahs Schuld ist.“

„Was, wenn er nicht aufwacht, Evan?“ Das war Aidans größte Angst. Endlich seinen Gefährten gefunden zu haben, nur um ihn wieder zu verlieren, bevor er überhaupt eine Chance bekommen hatte, ihn kennenzulernen.

Aidan brauchte die Berührung und streckte die Hand aus, um sie auf Paytahs zu legen. Die warme Haut des Mannes half, den Ärger zu mildern, den Evan in ihm ausgelöst hatte.

„Dann müssen wir immerhin nicht mehr seine dummen Witze ertragen.“

Schockiert über diese Worte sah Aidan zu Evan zurück, der auf der Türschwelle stand. „Im Ernst? Einer deiner besten Freunde liegt im Koma und so reagierst du auf die Möglichkeit, dass er nicht aufwachen könnte?“ Wut strömte durch seine Adern.

Er wusste, dass Evan ernsthafte Probleme hatte, aber Aidan glaubte einfach nicht, dass er ihm helfen konnte, jedenfalls nicht solange Paytah noch darum kämpfte aufzuwachen. Wenn Talon für seine Sitzung hereinkam, würde er mit dem Alpha darüber reden müssen, dass jemand anders mit Evan sprach.

Der Wasser-Mystiker zuckte nur locker mit den Schultern, nicht ein Stück verlegen über seine Worte. „Ich sage nur die Wahrheit. Niemand will Paytah wirklich hier haben. Na ja, du vielleicht schon, aber andererseits kennst du ihn ja nicht wirklich, oder?“

„Seit wann haben wir dich zu unserem Sprecher gewählt?“ Talon hatte sich Evan von hinten genähert. Der Alpha stand mit verschränkten Armen und breitbeinig da, während er Evan zur Rede stellte.

Evan sah zu Paytah. „Siehst du? Sogar im Koma macht er Ärger.“ Ein Wasserstrom ergoss sich aus der Luft, um Paytah im Gesicht zu treffen. Da der sich nicht bewegen konnte, hätte das Wasser ihn erstickt, wenn Aidan nicht schnell reagiert und sich über ihn gebeugt hätte.

Talon bewegte sich ebenso schnell. Seine Hand schoss vor, seine Finger legten sich um Evans Hals und hoben ihn fast einen Meter in die Luft. Aidan beobachtete, wie Evan wild mit den Füßen zappelte, wie er die Hand zu der an seinem Hals hob und die Fingernägel hineingrub, um Talons eisernen Griff zu lösen.

„Stopp das Wasser, bevor ich dich auch ins Koma befördere.“ Talons Stimme war rau, eher ein Knurren als alles andere, was die Worte noch bedrohlicher klingen ließ.

Und da sah Aidan es. Evan kämpfte zwar um seinen nächsten Atemzug, sah aber auch so aus, als wollte er, dass Talon umsetzte, was er angedroht hatte. Das Wasser strömte noch heftiger über Aidans Rücken, während er Paytahs Kopf weiterhin vor dem Guss abschirmte.

Das letzte Puzzleteil rastete ein, als Talon mit der anderen Hand ausholte, um Evan zu schlagen. Der friedliche Ausdruck auf Evans Gesicht, als Talon ihn hart genug schlug, dass er das Bewusstsein verlor, verriet Aidan genau, warum Evan sich so verhielt.

„Geht es ihm gut?“ Talon sah zu Paytah hinüber.

Aidan sah hinab und wischte das wenige Wasser weg, das auf seinem Gefährten gelandet war, bevor er ihn hatte abschirmen können. „Alles in Ordnung. Danke.“

Der Alpha sah stirnrunzelnd auf Evans reglosen Körper hinab. „Konntest du irgendetwas bei ihm erreichen?“

Normalerweise brach Aidan nie seine Verschwiegenheitspflicht den Patienten gegenüber, aber da er die Erkenntnis nicht wirklich während einer Sitzung gehabt hatte, fand er, dass er Talon davon erzählen konnte. „Ich denke, ich habe nicht von Evan, sondern von Beobachtungen seiner Interaktionen mit euch anderen endlich herausgefunden, was mit ihm los sein könnte.“

Talon grinste. „Sagst du es mir bald oder hast du vor, mich dastehen und warten zu lassen?“

Zum ersten Mal seit Evan für seine Sitzung hereingekommen war, lächelte Aidan. „Ich denke, wir müssen Kontakt zu Slash aufnehmen. Entweder hat Evan den Mann gewittert, als Paytah entführt wurde, und es erst viel später bemerkt oder er hat ein Gespräch darüber belauscht, wer Slash ist.“

Talon stand still wie eine Statue, während er verarbeitete, was Aidan sagte. Sein Blick huschte zu Boden, wo Evan immer noch bewusstlos lag. Ebenso schnell sah er wieder zu Aidan. „Du meinst, er weiß es?“

An dem Tag, als Paytah entführt worden war, hatten der Alpha und sein innerer Kreis ein Mitglied des inneren Kreises aus dem Outback-Territorium getroffen: Slash Sommers. Da Evan ihr Scharfschütze und in einem Baum stationiert gewesen war, hatte er keine Gelegenheit gehabt, Slash zu treffen.

Als Evan das Luftfahrzeug bestiegen hatte, um den Männern zu folgen, die Paytah weggebracht hatten, hatte Slash, ein Löwe-Wandler, ihn gewittert und sofort gewusst, dass Evan sein Gefährte war. Evan hatte Slash entweder nicht gewittert oder nicht erkannt, dass der Geruch zu seinem Gefährten gehörte. Am Ende hatte Slash darum gebeten, dass niemand Evan verriet, dass sie Gefährten waren.

Slash war in Roger Salasars Gebäudekomplex gewesen, da einige der vermissten Leute aus dem Outback-Territorium stammten. Ihre Spur war zu Rogers Sklavenhandel zurückverfolgt worden. Da er versprochen hatte, jede einzelne Person aufzuspüren, fand Slash, er konnte seinen Gefährten erst für sich beanspruchen, nachdem er das erledigt hatte.

Seit jenem Tag suchten das Outback- und das Nördliche Territorium diese Leute, während Talon und seine Männer im Latino-Territorium Roger jagten.

Aidan nickte. „Wie gesagt, es ist möglich, dass er den Mann gewittert und die Bedeutung dahinter erst später verstanden hat. Wenn es so war, ist es sehr wahrscheinlich, dass sein Element sich nach Slash sehnt, auch wenn Evan nicht genau weiß, was los ist. So oder so wird es Evan immer schlechter gehen, bis Slash ihn für sich beansprucht.“

Talon fluchte leise. „Ich schicke Basil hierher, damit er ein Auge auf Paytah hat, sobald wir Slash erreicht haben.“ Der Alpha beugte sich hinab, um Evan aufzuheben, bevor er hinausmarschierte.

Bis dahin hatte Slash sich strikt geweigert, Evan zu kontaktieren. Aidan hoffte nur, dass sie den Mann dazu bringen konnten, seine Meinung zu ändern, sonst würde Evans selbstzerstörerisches Verhalten ziemlich sicher noch extremer werden.

Er sah auf Paytah hinab und wünschte sich mit aller Kraft, dass er aufwachte. „Ich schätze, die Nachricht, dass Evan in Schwierigkeiten steckt, reicht dir nicht aus, um aufzuwachen, oder?“ Er betrachtete das Gesicht seines Gefährten, um irgendeinen Hinweis darauf zu entdecken, dass der Mann ihn hörte.

„Das kann ich dir wohl nicht verübeln. Der Mann ist ein narzisstisches Arschloch.“

Kapitel 2

Auch wenn niemand ihn hören konnte, lachte Paytah über die passende Bemerkung, die sein Gefährte über Evan gemacht hatte. Er wünschte nur, Evan wäre nicht so tief verletzt von Slashs scheinbarer Zurückweisung. Wenigstens hatte Aidan Evans Probleme endlich verstanden. Vielleicht konnten sein Gefährte und Talon Slash zur Vernunft bringen.

Paytah hatte nur ein paar Mal Kontakt zu seinem Gefährten und seinen Freunden aufnehmen können, seit er ins Koma gefallen war. Runes und Carvers Sohn Heath besaß eine besondere Gabe und Paytah war nicht sicher, ob die Welt schon bereit dafür war. Heath konnte Paytah sehen, nicht sein körperliches Selbst, sondern seinen Geist. Der Junge konnte sogar mit ihm sprechen.

Nachdem die Welt es so schlecht aufgenommen hatte, als vor dreihundert Jahren die ersten Paranormalen geboren waren, standen die Chancen gut, dass die Götter es erneut vermasselt hatten, indem sie eine neue Art der Paranormalen erschaffen hatten. Er hoffte nur, Heath würde besser behandelt werden als die ursprünglichen Paranormalen, die vor all den Jahren geboren worden waren.

Die Menschen waren entsetzt gewesen, als ihre Kinder mit der Fähigkeit geboren worden waren, sich in ein Tier oder eins der vier Elemente zu verwandeln, und waren in Panik ausgebrochen. Das hatte oft dazu geführt, dass die Eltern ihre Kinder den Regierungen übergaben.

Diese Regierungen hatten die Kinder entweder gleich getötet oder in Laboratorien gesteckt, um sie zu studieren. Einzig die Psy waren davongekommen, da ihre Fähigkeit darin bestand, in die Köpfe der Menschen einzudringen, und daher nicht sichtbar war.

Ein Schauder lief ihm über den Rücken, als er sich vorstellte, wie der süße, kleine Junge, der jeden Mann im Alpha-Anwesen um den kleinen Finger gewickelt hatte, in irgendein Labor gesteckt wurde, um erforscht und untersucht zu werden. Es gab nichts, das Paytah nicht für den Jungen tun würde, und er war sicher, dass die anderen genauso empfanden wie er.

Aber sie waren nicht dumm. Wenn irgendjemand herausfand, wozu Heath fähig war, müssten sie einen Krieg von epischen Ausmaßen führen, aber er lag immer noch im Koma und konnte nicht helfen.

„Paytah.“

Er verdrehte die Augen, als die Stimme ihn rief. Als er sie zum ersten Mal gehört hatte, hatte er Panik bekommen, so unheimlich klang sie. Als wäre sein Name einfach in seinen Kopf gepflanzt worden anstatt laut ausgesprochen.

Jetzt war es lediglich verdammt ärgerlich, dass diejenigen, die ihn im Koma hielten, ihre Fähigkeit nutzten, um Gedanken in seinen Kopf zu pflanzen. Scheinbar nahmen sie an, dass sie das Recht hatten, alles zu tun, was sie wollten. Nachdem sie ihn gezwungen hatten, im Koma zu bleiben, ohne seinen Gefährten treffen zu können, kümmerte es Paytah nicht länger, wofür sie sich hielten.

Er ließ sich nicht mehr beeindrucken.

„Paytah.“

In dem Wort lag eine Schärfe, die andeutete, dass es wichtig war, aber Paytah wollte seinen Gefährten nicht verlassen. Er konnte zwar nicht mit ihm sprechen, aber immerhin redete Aidan mit ihm und erzählte ihm oft Dinge über sich. Paytah wurde viel zu oft weggerufen, aber je länger er nicht zu seinem Gefährten zurückkehren durfte, desto weniger wollte er Aidan verlassen.

Sein Herz sehnte sich danach, seinen Gefährten in den Armen zu halten.

„Paytah, jetzt.“

Er seufzte. Wenn er nicht ging, würden sie einfach jemanden schicken, um ihn zu holen. In seiner eigenen Welt hätte Paytah jeden herausgefordert, es doch zu versuchen. Aber diese Welt war anders. Hier war er schwach, machtlos, genau wie ein Mensch sich vermutlich in seiner Heimat fühlte.

Er wandte sich von seinem Gefährten ab und verließ sein Zimmer. So schnell wie möglich, um bald wieder zu Aidan zurückzukehren, ging Paytah einen weiten, prunkvoll verzierten Gang entlang. Als er zum ersten Mal durch diesen Gang gekommen war, hatte er den Blick nicht von den Wänden abwenden können.

Sie leuchteten in tiefem Lila. Paytah begriff um sein Leben nicht, wie das möglich war. Über die Wochen hatte er die Wände berührt und ihre Wärme unter seiner Hand hatte ihn verstört, denn er konnte schwören, dass sie sich ... nun ja, lebendig anfühlten.

Er hatte oft gefragt, wie sie die Wände warm und hell erleuchtet hielten, aber niemand wollte ihm antworten. Lila war auch nicht die einzige Farbe. Er hatte andere Gänge und Räume gesehen, die grün, blau, gelb, braun, grau, orange, rot und schwarz waren, letzteres bot allerdings nur wenig Licht. Die Farben passten sich den Männern an, die ihn zu sich riefen.

Er betrat den Empfangsraum, stand da und starrte die Männer, die ihm das Leben zur Hölle machten, kampflustig an. Etikette verlangte, dass er sich auf den Marmorboden zu ihren Füßen kniete, die Faust über dem Herzen und den Kopf gesenkt, aber er war zu sauer darüber, dass sie ihn hier behielten, um sich an die Etikette zu halten.

Warum sollte er ihnen Respekt entgegenbringen, wenn sie den Gefallen nicht erwiderten?

Auf einem Podium an der hinteren Wand standen acht massive Throne und darauf saßen die größten, grimmigsten Männer und Frauen, die er je getroffen hatte. Verglichen mit ihnen wirkte Alek Rykov wie ein süßer, kleiner Twink.

Der kleinste maß knappe zwei Meter fünfzig, der größte gerade zwei Meter siebzig. Alle waren so muskulös, dass Paytah ziemlich sicher war, sie könnten ihn mit ihren fleischigen Fäusten buchstäblich in den Boden rammen.

Wandteppiche hingen hinter ihnen. Szenen von der jeweiligen Person in der Schlacht waren darauf zu sehen und so detailreich, dass es Monate dauern würde, alle zu studieren. Die Wände und der Boden, die zwischen den Teppichen und Stühlen zu sehen waren, bestanden aus demselben Material wie die leuchtenden Wände im Gang und wiesen eine, manchmal zwei Farben auf, die der jeweiligen Person zugeordnet wurden.

„Knie nieder, Sterblicher.“ Die tiefe, dröhnende Stimme von Ryrmar hallte durch den Raum – dieselbe Stimme, die ihn gerufen hatte. Der Mann war der dritte auf der linken Seite. Seine Haut zeigte eine Mischung aus Orange und Rot, die sich mit seiner Stimmung änderte. Im Moment war sie eher rot als orange.

„Leckt mich doch.“

Mehrere Augenbrauen hoben sich in Überraschung und Verwirrung. „Warum sollten wir dich lecken? Ja, warum würdest du das überhaupt wollen?“ Assiris violette Haut verdunkelte sich, während er sprach.

Ein Pochen nistete sich hinter seinen Augen ein, als Paytah seine Wortwahl bereute. Es war reine Zeitverschwendung, den Männern und Frauen vor ihm zu erklären, was Slang war. Egal, was er sagte, sie verstanden es einfach nicht. Nach einem Monat hätte er von sich selbst erwartet, seine Worte wenigstens sorgfältiger zu wählen.

„Egal. Warum habt ihr mich gerufen?“ Die Ungeduld in seiner Stimme würde ihm keine Vorteile einbringen, aber wenn er eins gelernt hatte, dann dass es keine Rolle spielte, ob er in ihrer Gunst stand oder nicht. Sie behandelten ihn trotzdem so, als wäre er völlig unbedeutend.

„Wir haben eine weitere Lektion für dich“, sagte Ryrmar.

„Ach wirklich?“, fragte er mit einer gesunden Prise Sarkasmus. Bei ihnen gab es immer „eine weitere Lektion“. Er wusste nicht, wie sie erwarten konnten, dass er sich an alles erinnerte, was sie ihm für die anderen mitgaben.

„Du solltest zweimal darüber nachdenken, bevor du dich respektlos verhältst.“ Diese geknurrten Worte kamen von dem furchteinflößendsten von allen: Undim. Der Mann saß rechts von Ryrmar und seine graubraune Haut wandelte sich ständig. Bisher hatte Paytah nicht herausgefunden, wovon die Farbwechsel abhingen, aber er war sicher, dass es irgendeine Bedingung gab.

Undim war nicht der größte, er maß etwa zwei Meter neunundfünfzig, aber der mit den meisten Muskeln – es sah aus, als hätten sogar seine Muskeln weitere Muskeln. Wenn Paytah schätzen müsste, würde er sagen, dass Undim etwa vierhundert Kilo wog. Der solide Stuhl knarzte unter seinem Gewicht, wenn er sich bewegte.

Alles in Paytah warnte ihn, den Mund zu halten, aber seine Wut darüber, dass er von seinem Gefährten ferngehalten wurde, ließ ihn reden. „Vielleicht, aber andererseits war ich noch nie für meine Denkfähigkeit bekannt.“

Ein Kichern von links schickte ängstliche Schauder durch seinen Körper und seine Härchen stellten sich warnend auf. Undim war vielleicht der furchteinflößendste, aber sein Lachen schrie geradezu nach Boshaftigkeit. Tular war es, den Paytah am meisten fürchtete.

Keine Worte konnten beschreiben, wie unheimlich der Mann war. Seine schwarze Haut war dunkler als alles, was Paytah je gesehen hatte. Es war, als hätte sein Körper überhaupt keine Farbabstufungen. Selbst seine Augen waren völlig schwarz, ohne ein Fleckchen Weiß.

Tular war der kleinste der Gruppe und der schlankste, aber Paytah ließ sich nicht täuschen – der Mann konnte ihn zerquetschen wie ein Insekt. Wenn er Tulars Wesensart bedachte, würde er dabei vermutlich sogar lachen.

„Pass besser auf, Junge. Wenn du respektlos zu mir bist, werde ich zu deinem schlimmsten Albtraum.“ Der kalte, tote Blick in den Augen des Mannes löste Alarmglocken in seinem Kopf aus, die Paytah beschworen, still zu bleiben.

Zu schade, dass er nie auf Warnungen hörte. „But you’re dressed like a daydream.“ Nichts.

Die acht starrten ihn einfach nur an, als wäre er irgendein Außerirdischer, den sie nicht verstanden. „Was soll das heißen?“ Der unheimliche Klang von Tulars Stimme war etwas, an das Paytah sich nicht hatte gewöhnen können. Sie klang, als käme sie direkt aus den Tiefen der Hölle, was irgendwie Sinn ergab, ihr aber nichts von ihrer Unheimlichkeit nahm.

„Dass du aussiehst wie ein Traumbild.“ Paytah seufzte. „Basil hätte es verstanden.“ Sie starrten ihn weiterhin an, als hätte er den Verstand verloren. Was vermutlich auch stimmte, wenn er schon darauf zurückgriff, Taylor Swift zu zitieren.

„Genug.“ Assiris Stimme knallte wie ein Schuss. Er starrte Paytah aus seinen violetten Augen an und zwang ihn damit, sich ihren Wünschen zu beugen.

---ENDE DER LESEPROBE---