Perry Rhodan Neo 232: Labor der Gaden - Lucy Guth - E-Book

Perry Rhodan Neo 232: Labor der Gaden E-Book

Lucy Guth

0,0

Beschreibung

Gut fünfzig Jahre nachdem die Menschheit zu den Sternen aufgebrochen ist, bildet die Solare Union die Basis eines friedlich wachsenden Sternenreichs. Aber die Sicherheit der Menschen ist immer wieder in großer Gefahr. Kaum hat Perry Rhodan eine Invasion der Erde durch die Arkoniden abwenden können, macht sich eine weitaus unheimlichere Bedrohung bemerkbar – das bereits bekannte Dunkelleben. Es scheint seinen Ursprung im Zentrum der Milchstraße zu haben. Deshalb bricht Rhodan mit der CREST II und seiner bewährten Mannschaft auf. Die Erkundungsmission führt in den Sagittarius-Sektor. Dort wird das Raumschiff von Piraten gekapert; die Menschen an Bord werden mit einem Parasiten geistig versklavt. Nur Perry Rhodan und eine Handvoll Mitstreiter können entkommen. Sie wollen die CREST II zurückerobern und die Besatzung retten. Denn die Gefangenen drohen grauenvollen Experimenten zum Opfer zu fallen – im LABOR DER GADEN ...

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Seitenzahl: 226

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS



Band 232

Labor der Gaden

Lucy Guth / Michelle Stern

Cover

Vorspann

1. Die Kaverne

2. Die innere Stimme

3. Das Intarsium

4. Unerwarteter Besuch

5. Streitgespräch der Seele

6. Zeichen

7. Schwarzer Dunst

8. SENECA

9. Flucht zurück

10. Programmierung

11. Befehlsverweigerung

12. Nanitenflug

13. Der Notruf

14. Zum Labor

15. Verhandlungen

16. Unmöglichkeiten

17. Aschetanz

Impressum

Gut fünfzig Jahre nachdem die Menschheit zu den Sternen aufgebrochen ist, bildet die Solare Union die Basis eines friedlich wachsenden Sternenreichs. Aber die Sicherheit der Menschen ist immer wieder in großer Gefahr.

Kaum hat Perry Rhodan eine Invasion der Erde durch die Arkoniden abwenden können, macht sich eine weitaus unheimlichere Bedrohung bemerkbar – das bereits bekannte Dunkelleben. Es scheint seinen Ursprung im Zentrum der Milchstraße zu haben.

Deshalb bricht Rhodan mit der CREST II und seiner bewährten Mannschaft auf. Die Erkundungsmission führt in den Sagittarius-Sektor. Dort wird das Raumschiff von Piraten gekapert; die Menschen an Bord werden mit einem Parasiten geistig versklavt.

Nur Perry Rhodan und eine Handvoll Mitstreiter können entkommen. Sie wollen die CREST II zurückerobern und die Besatzung retten. Denn die Gefangenen drohen grauenvollen Experimenten zum Opfer zu fallen – im LABOR DER GADEN ...

1.

Die Kaverne

»Ausweichmanöver!«, rief Perry Rhodan.

Mentro Kosum reagierte sofort: Er lenkte die CRISTOBAL scharf nach links, sodass sie der Kollision mit einem Meteoriden von der halben Größe des Einsatzschiffs knapp entging. Dank modernster Technik bemerkte die Zentralemannschaft kaum etwas von den Kräften, die in diesem Moment auf das Raumfahrzeug einwirkten.

Daran werde ich mich nie ganz gewöhnen, dachte Rhodan. So angenehm es fraglos war, dass die Schwerkraftgeneratoren und Andruckkompensatoren blitzschnell auf sich verändernde Verhältnisse reagierten und verhinderten, dass die Leute an Bord koordinationslos von links nach rechts taumelten – er vermisste das manchmal. Denn so drohten das Gefühl für die Gefahr und die Ehrfurcht vor den Risiken der Raumfahrt verloren zu gehen.

Bei der aktuellen Geschwindigkeit des Sternenschiffs wäre es allerdings mehr als Taumeln gewesen – mit Sicherheit wären die Menschen quer durch die Zentrale gefegt und im Nu zermalmt worden.

In Rhodans ersten Tagen als Astronaut war das alles noch anders gewesen. Das Weltall war zahlreichen jungen Raumfahrern seither viel zu selbstverständlich geworden. Wenn Rhodan in einer Region wie dieser unterwegs war, schien die Bedrohung jedoch wieder so greifbar wie an jenem Tag, als er mit der STARDUST zum Mond aufgebrochen war. Denn dieses System, in dessen Zentrum eine Sonne namens Cark leuchtete, war ebenso geheimnisvoll wie fremdartig.

»Danke für die Warnung, Sir.« Kosum atmete tief durch. Er hatte sich per SERT-Haube mit den Schiffssystemen verbunden und steuerte das Raumfahrzeug als Emotionaut. »Die SERT-Steuerung der CRISTOBAL ruckelt noch etwas, ich war nicht schnell genug. Wenn das Schiff mit vollzähliger Besatzung fliegen würde, wäre mir das sicher nicht passiert.« Die Sache war Kosum erkennbar unangenehm, denn normalerweise konnte er auf seine Fähigkeiten als Pilot mit Recht stolz sein.

Dass Kosum Rhodan anstandslos mit »Sir« ansprach, rührte den ehemaligen Protektor der Terranischen Union. Kosum war eigentlich jemand, der mit militärischen Hierarchien auf Kriegsfuß stand und in seiner anarchischen Art schon manchen Vorgesetzten zur Verzweiflung gebracht hatte. Er zollte Rhodan auf diese Weise einen Respekt, der nicht nur dem geschuldet war, was sie beide zusammen erlebt hatten, sondern sich auf eine Ebene persönlicher Sympathie gründete, die sie beide verband.

Kosum konzentrierte sich nun wieder darauf, die CRISTOBAL auf die seltsame Planetenballung zuzusteuern, die in Flugrichtung lag. Er musste diese Aufgabe fast im Alleingang bewältigen, was seinen Schnitzer erklärte.

Denn in der Zentrale, nein, auf dem ganzen Schiff, befanden sich neben dem Piloten und Rhodan nur Gabrielle Montoya sowie die Mutanten Gucky und Josue Moncadas. Mit dabei war aus purem Zufall noch Shawn Myers, ein medizinischer Mitarbeiter der kleinen Medostation. Mehr Besatzung gab es nicht, nachdem die Druuwen die CREST II gekapert und alle zweitausend Menschen an Bord gefangen genommen sowie Rhodan und seine kleine Truppe zur Flucht gezwungen hatten. Zum Glück ließ sich der Kugelraumer CRISTOBAL als Sondermodell sogar mit einer so kleinen Schar navigieren – wenn auch mühsam.

Viel weniger hätten es allerdings nicht sein dürfen. Sonst wäre die Verfolgung des Mutterschiffs wohl komplett unmöglich gewesen. Nur in Zusammenarbeit mit dem für Energien parasensiblen Moncadas hatte Kosum hierfür etwas zu praktizieren vermocht, das Rhodan an das alte Spiel des »Steinehüpfens« erinnerte.

Die irdische Technik war nicht in der Lage, die Richtung und Distanz von Hyperraumsprüngen zuverlässig zu ermitteln; vom Zielort ganz zu schweigen. In der galaktischen Zentrumszone war die Dichte an Materie und Hyperfeldern jedoch groß genug, um die Fernwirkungen von Strukturerschütterungen anzumessen, die bei der Rematerialisierung von transitierenden Raumschiffen entstanden. Ähnlich wie man die Wellen sehen konnte, die ein Stein auf einer glatten Wasseroberfläche verursachte, wenn man ihn sehr flach über einen See hüpfen ließ. Sowohl die aufgeladene Materie als auch die 5-D-Felder dieses Raumsektors reagierten auf die höherdimensionalen Raum-Zeit-Verwerfungen, die mit den Transitionen der CREST II einhergingen.

Dennoch wäre das Unterfangen ohne eine Hochleistungspositronik gescheitert – und für die normale Raumfahrt in weniger höllischen Bereichen der Galaxis taugte das Verfahren nicht. Die Rumpfbesatzung der CRISTOBAL hatte sämtliche nicht lebenswichtigen Rechenprozesse des positronischen Netzwerks an Bord eingeschränkt, um die erforderlichen Kapazitäten freizuschaufeln. Es war gelungen, aber Rhodan sah dem Mutanten und dem Emotionauten die Erschöpfung an.

Sie waren der CREST II in sicherem Abstand schließlich in dieses Sonnensystem gefolgt. In einem Raumsektor voller Sterne – sie standen im Zentrumsbereich der Milchstraße so dicht, dass die Fülle an Lichtpunkten Rhodan geradezu verschwenderisch vorkam – war Cark fast eine Enttäuschung. Die Sonne war ein blauer, heißer Glutball, ein »Blauer Nachzügler«, entstanden aus der Verschmelzung von zwei Vorgängersternen, deren Plasmareste nun Orbitalringe um Cark bildeten. Sie bot zwar einen exotischen Anblick, stellte als Sonne aber ein eher »kleines Licht« in dieser Umgebung dar. Einzigartig indes war der ungewöhnliche Aufbau des Systems.

»Ist es sicher, dass die CREST II diese seltsame Planetenanordnung angesteuert hat?«, fragte Rhodan zweifelnd.

»Sofern sie nicht nur sehr dicht daran vorbeigeflogen ist. Aber warum sollte sie das tun?«, antwortete Montoya.

Von der Trauer über den Verlust ihres Manns Conrad Deringhouse war derzeit nichts zu spüren. Sie hatte in den Vollprofi-Modus geschaltet, wie Rhodan es von ihr kannte. Sie interagierte äußerst wachsam mit den Holoanzeigen der Außenbeobachtung; eine Aufgabe, die auf der CREST II normalerweise Sarah Maas oblag. Doch die Funk- und Ortungsoffizierin war zusammen mit dem Mutterschiff in den Tiefen des Alls verschwunden und, wenn die Messungen stimmten, zu einer engen Ansammlung von fünf kleinen Planeten transitiert, die als geschlossene Ballung auf derselben Bahn um ihr Zentralgestirn rotierten.

»Dem offiziellen Kartenmaterial zufolge, das wir von Merkosh erhalten haben, nennt sich die Ansammlung Carxtröll«, fuhr Montoya fort. »Es sind fünf kleine Planeten, die einander umkreisen. Es wird als Planetenrotte bezeichnet. Die Orbitale sind offenbar weitgehend stabil.«

»Wie konnte so etwas entstehen?«, rätselte Gucky.

Seit ihrer Flucht war der Ilt ernster als gewöhnlich und verkniff sich seine flapsigen Sprüche. Er hatte den Funkleitstand übernommen und provisorisch auch den Waffenleitstand, wobei Rhodan hoffte, dass der Letztere nicht zum Einsatz kommen musste. In dieser Besetzung war die CRISTOBAL für eine Raumschlacht definitiv untauglich.

»Wer weiß? Wir haben ja schon zahlreiche Konstrukte im All gesehen, bei denen nachgeholfen wurde.« Rhodan dachte unter anderem an die Sonnentransmitter der Liduuri. »In dieser Region der Galaxis spricht einiges für die Gaden als Urheber.«

»Nun, wie auch immer für diese ›Planetenrotte‹ zustande gekommen ist, etwas stimmt hier nicht«, meldete sich Myers zu Wort.

Der Mediziner war seiner Personalakte zufolge bereits über dreißig, wirkte auf den ersten Blick aber deutlich jünger. Das lag einerseits an seinem Äußeren: Er wäre mit seiner gebräunten Haut und den blonden Haaren als der typische australische Sonnyboy durchgegangen. Andererseits lag es an seinem unsicheren und introvertierten Wesen. Seit sie zusammen auf der CRISTOBAL unterwegs waren, hatte Myers schon einige kluge Dinge von sich gegeben – er schien aber jemand zu sein, der sich nicht gern in den Vordergrund drängte, selbst wenn er etwas zu sagen hatte.

Auch diesmal, während er inmitten eines Schwarms von Hologrammen am Rand der Zentrale stand, bewies er verblüffende Einsichten. »Es gibt ringsum zu viele Asteroiden, Trümmerstücke ... Etwas Großes ist hier zerstört worden.«

»Und haben Sie auch eine Idee, was genau?«

Myers zuckte zusammen, offenbar erschrocken darüber, dass Rhodan eine Frage an ihn gerichtet hatte. »Ähm, Sir, darüber habe ich nicht genug Daten vorliegen. Aber wenn ich mir die Planeten so ansehe, fällt auf, dass sie eine recht geringe Masse haben. Das kommt daher, weil ihre Struktur ziemlich porös ist. Vielleicht gab es einst weitere Planeten, die aber irgendwann zerrissen wurden. Oder es war ursprünglich nur ein einziger, sehr großer Planet, aus dessen Trümmern die fünf Carxtröllwelten entstanden sind.«

»Interessante Theorie.« Montoya schob ein paar holografische Datenfelder beiseite und tippte in ein großes Orterholo mit der schematischen Darstellung eines der Himmelskörper. »Ich habe die CREST II ausfindig gemacht. Sie ist auf dem zentralen Planeten gelandet. Viel mehr ist auf den Außenseiten allerdings nicht zu erkennen.«

»Wie soll ich das verstehen?«

»So, wie ich es sage, Perry.« Montoya war wohl selbst irritiert. »Anscheinend gibt es auf der Oberfläche der Planeten keine künstlichen Anlagen – wohl aber darunter.«

»Das kann ich bestätigen.« Myers zog sich aus seiner Holowolke ein hellblau leuchtendes Datenbündel heran und entpackte es mit einem Fingerschnippen. »Die Planeten sind nicht einfach nur porös, sondern von Höhlen und Gängen durchzogen. Laut unseren Fernbeobachtungssensoren herrscht dort sogar eine künstlich erhöhte Schwerkraft. Ein ziemliches Risiko, wenn Sie mich fragen.«

Rhodan gesellte sich zu Myers und versuchte, aus der Datenfülle seiner Holoanzeigen schlau zu werden. »Sie meinen wegen der Wirkung der Kräfte auf das Umfeld?«

»Genau. Infolge der labilen planetaren Struktur muss der Einsatz von künstlicher Gravitation mit häufigen Gesteinsverdichtungen, Erdbeben und anderen geologischen und tektonischen Verschiebungen einhergehen.«

»Ein lauschiges Plätzchen«, meinte Moncadas, der sich mit dem Energiemanagement der CRISTOBAL befasste. »Es muss dort etwas geben, was dieses Risiko wert ist, oder?«

Rhodan schürzte die Lippen. »Für uns auf jeden Fall. Aber für die Druuwen? Finden wir es heraus.«

»Also gut.« Montoya nickte. »Schleichen wir uns an, Mister Kosum!«

»Ich tue mein Bestes. Wird aber nicht einfach, ungesehen zum Hauptplaneten Carxtröll-Fabb zu gelangen. Es sind im dortigen Umfeld nämlich ein paar alte Freunde von uns unterwegs.«

Rhodan runzelte die Stirn. »Wissen Sie etwas, das wir noch nicht wissen, Mister Kosum?«

Kommentarlos ließ Kosum die Holodarstellung von zwei kleinen Raumschiffen in der Mitte der Zentrale erscheinen.

Gucky stieß ein Zischen aus. »Shafakk!« Der Ilt war nicht gut auf seine entfernten Verwandten zu sprechen.

»Allerdings. Um Carxtröll fliegen mehrere Patrouillengruppen dieser Art.« Kosum hob entschuldigend die Hände. »Miss Montoya hätte es sicher ebenfalls gleich bemerkt, aber eine SERT-Kopplung muss ja irgendeinen Vorteil haben.«

»Können Sie uns unauffällig da durchbringen?«, fragte Montoya, ohne auf Kosums Spruch einzugehen.

Kosum ließ seine Fingerknöchel knacken. »Hab doch gesagt: Einfach wird das nicht. Aber man muss mit dem arbeiten, was man hat!«

Kosum ist wirklich ein cleverer Bursche, dachte Rhodan anerkennend, als der Emotionaut das Schiff geschickt ins Zentrum eines Meteoridenschwarms lenkte.

Zusammen mit den Gesteinsbrocken trieb die CRISTOBAL dicht an dem Hauptplaneten vorbei, scherte im letzten Moment aus und glitt sanft auf die Oberfläche hinunter. Kosum flog das Beiboot nicht zur CREST II, sondern zu einem der Tunnel, die ins Innere des Himmelskörpers führten.

»Soll ich noch weiter hinein?«, fragte der Pilot. »Der Tunnel geht definitiv noch bis zu einer Zone, in der künstliche Schwerkraft aktiv ist. Und es gibt sogar eine atembare Atmosphäre auf und in dem Steinbrocken, ist das zu fassen?«

»Verankern Sie die CRISTOBAL hier«, bestimmte Rhodan. »Wir müssen schnell flüchten können, wenn es darauf ankommt. Da wäre es ungünstig, sich erst durch ein Tunnellabyrinth schlängeln zu müssen.«

Sobald die CRISTOBAL stand, befahl Rhodan Moncadas, sie in Schlafmodus zu versetzen. »Minimale Energieleistung – gerade genug, um die Lebenserhaltung zu gewährleisten. So werden wir nicht bemerkt, wenn eine aufmerksame Shafakkpatrouille vorbeikommt.«

»Die CREST II ist vor etwa zwölf Stunden auf diesem Planeten gelandet«, informierte Gucky, der den spärlichen Funkverkehr im Carksystem abhörte.

»Wir tasten uns langsam vor«, entschied Perry Rhodan. »Einsatzanzüge für das Außenteam. Gabrielle, du bleibst an Bord und bist unsere Rückendeckung.«

Gabrielle Montoya sah nicht begeistert aus, aber sie nickte. »Einen muss es ja treffen, oder?«

Shawn Myers hob vorsichtig die Hand. »Ich bleibe auch an Bord, oder? Ich bin nicht unbedingt wild auf Außeneinsätze.«

»In Ordnung«, sagte Rhodan. »Sie beide halten hier die Stellung, der Rest kommt mit mir.«

Wenig später verließen Perry Rhodan, Gucky, Josue Moncadas und Kosum die CRISTOBAL. In der Höhle auf Carxtröll-Fabb herrschte Dämmerlicht, das durch zahlreiche Löcher hereinfiel: Sie konnten sich einigermaßen orientieren.

»Die Atmosphäre ist atembar«, sagte Rhodan. »Ich würde trotzdem vorschlagen ...«

Ein leises Zischen ließ ihn zu Kosum blicken, der seinen Helm öffnete und neugierig schnüffelte.

Rhodan seufzte. »... die Helme geschlossen zu halten. Mister Kosum, Sie sind mal wieder etwas übereifrig.«

»Alles gut«, versicherte der Emotionaut. »Es riecht angenehm, irgendwie fruchtig. Eine nette Abwechslung zu unserer Luft aus der Dose.«

»Wie Sie meinen. Aber sobald ich den Befehl gebe, die Helme zu schließen, wird dieser befolgt.«

»Aber sicher, Sir.« Kosum salutierte spöttisch.

Wenn der Kerl nicht ein so hervorragender Pilot wäre ... Das muss an den roten Haaren liegen – Reg und die Mädchen sind genauso störrisch!

Sie gingen tiefer in die Höhle hinein, dorthin, wo ihnen die Instrumente einen weiteren Ausgang anzeigten. Die Öffnung war nur mäßig groß – die CRISTOBAL hätte sie vielleicht passieren können, die CREST II hingegen wäre daran gescheitert.

Als sie ihr Ziel fast erreicht hatten, zitterte der Boden, und ein schwerer Stalagmit löste sich mit einem hässlichen Knirschen. Er kippte, stürzte auf Moncadas zu. Im letzten Moment schubste Gucky den Mutanten zur Seite, die steinerne Spitze fiel um Haaresbreite an Moncadas vorbei.

»Das dürfte eins dieser Beben sein, vor denen Myers gewarnt hat.« Rhodan konsultierte die Messergebnisse, die ihm auf der Innenseite des Helms angezeigt wurden. »Das war nicht besonders stark, aber wenn so etwas regelmäßig vorkommt, geht es an die Substanz.«

»Nervig!« Gucky wischte einige Steinbrocken telekinetisch aus dem Weg. »Und gefährlich. Ich bin sehr gespannt, was sie hier unten verstecken.«

Am jenseitigen Ende des Durchgangs blieben alle verblüfft stehen. Vor ihnen öffnete sich eine Kaverne gewaltigen Ausmaßes. Die Höhle war über und über mit seltsamen Pflanzen in unterschiedlichen Größen und Farben bewachsen. Selbst an der Decke wucherten teppichartige Organismen in schillernden Blau-, Rot- und Grüntönen. Lumineszierende Flechten sorgte für ein helles, fast sonnenähnliches Licht.

Obwohl alles von Flora und Funga bedeckt war, bemerkte Rhodan eine eiförmige, offenbar von einem Steinschlag stark beschädigte Konstruktion. »Eine Gadenklause. Oder was davon übrig ist«, murmelte er. Rhodan erinnerte sich an den Besuch auf Lashat. Auch dort hatte eine Gadenklause existiert; intakt und von einem eigenartigen Tabu umgeben. Damit war die Frage, wer auf diesem Planeten seine Finger im Spiel hatte, wohl endgültig geklärt.

»Es riecht sehr intensiv – süßlich und irgendwie schwer«, beschrieb Kosum, dessen Helm noch immer geöffnet war.

»Das erinnert mich an Epsal.« Rhodan kniff die Augen zusammen, um die Struktur eines baumhohen Gewächses mit rot-blauen Lamellen besser zu erkennen. Seine Äußerung war nicht positiv gemeint – er hatte keine guten Erfahrungen mit der Vegetation auf Epsal gemacht.

»Da liegst du richtig«, bestätigte Moncadas, der seine Anzeigen aufmerksam studierte. »Das ist eine sehr potente und üppige Funga – eine Pilzkaverne.« Er keuchte alarmiert. »Und mir wird gerade eine extrem hohe Sporenbelastung gemeldet.«

»Helme schließen!«, befahl Rhodan sofort.

Schon während er sprach, reagierte Kosums Anzugsystem automatisch auf die Außenanalyse, die jeder Anzug ständig vornahm. Trotzdem war es nicht schnell genug: Kaum war die Montur hermetisch versiegelt, gab sie Alarm – und zwar per Funk auch in Rhodans Helm: »System infiltriert! Biowarnung!«

Kosum schnappte nach Luft, als ihm die winzigen Sporen in die Lunge drangen.

»Schnell, Gucky, bring ihn auf die Medostation!« Rhodan hatte den Satz noch nicht beendet, als der Ilt bereits mit dem Piloten verschwunden war. Moncadas und Rhodan tauschten einen entsetzten Blick.

»Sollen wir zurückkehren?«, fragte Moncadas.

»Nein, wir warten. Gucky findet uns schon wieder, und wir können ohnehin nichts tun. Wir sehen uns weiter um, aber vorsichtig!«

Sie drangen langsam tiefer in die Pilzkaverne vor, darauf bedacht, der seltsamen Funga nicht zu nahe zu kommen. Das Spektrum der Formen und Farben war unglaublich breit gefächert. Angesichts der Größe der Pilze, von denen allerdings nur die wenigsten die klassische Erscheinungsform mit Fuß und Hut hatten, kam sich Rhodan vor wie auf Ameisengröße geschrumpft. Riesige, schwammartige Gebilde standen Seite an Seite mit filigranen Netzkonstruktionen und bulligen Knollen in allen Regenbogenfarben, deren Umfang von der Größe eines Tennisballs bis zu der eines Heißluftballons reichte.

»Das ist wirklich erstaunlich.« Moncadas duckte sich unter einem lianenartigen, türkisblauen Auswuchs hindurch, der sich von einem pechschwarzen, grobporigen Würfel zu einer baumhohen, olivgrünen Röhre wand. »Dass unter solchen Bedingungen eine so große Vielfalt entstehen kann, hätte ich nicht gedacht. Es sieht auch nicht so aus, als ob künstlich nachgeholfen worden sei. Diese Funga scheint natürlichen Ursprungs zu sein. Zumindest erkenne ich nirgendwo Spuren von künstlicher Bearbeitung des Bodens, keine Drainagesysteme oder irgendein anderes Anzeichen von äußeren Einflüssen.«

Rhodan tastete die Höhle mit dem Ortungssystem seiner Einsatzmontur ab und entdeckte mehrere Ausgänge. Während er noch mit Moncadas darüber diskutierte, welchen davon sie nehmen sollten, tauchte Gucky neben ihnen auf. In seiner Begleitung war Shawn Myers.

»Es geht Mister Kosum gut«, berichtete der Mediziner, ehe Rhodan nachfragen konnte. »Gucky ist mit ihm direkt in die Medostation teleportiert, wo wir Kosum optimal versorgen konnten. Das war auch bitter nötig, denn diese Sporen waren sehr aggressiv und hätten ihn wohl in kürzester Zeit getötet, wenn wir sie nicht sofort ausgefiltert hätten. Sie können auch für die geschlossenen Anzüge ein Problem werden.« Mit großen Augen blickte er sich um. Er erinnerte Rhodan an ein Kind, das plötzlich an einen magischen Ort versetzt wird – wobei es sich wohl nicht schlüssig war, ob dieser Ort schön oder gruselig war. »Wir sollten unbedingt genau auf die Anzeigen unserer Systeme achten und schon beim kleinsten ungewöhnlichen Ausschlag reagieren. Die Sporen sind aggressiv genug, um auf Dauer unsere Anzüge zu penetrieren.«

»Wir könnten die Energieschirme nutzen«, schlug Moncadas vor.

Rhodan schüttelte den Kopf. »Damit würden wir uns womöglich verraten.«

Auch Myers erhob Einwände. »Außerdem würden wir damit die Funga schädigen, weil die Schirme alles zerstören, mit dem sie in Berührung kommen. Wir wissen nicht, wie das Biosystem darauf reagiert.«

»Und Kosums Zustand ist stabil?«, hakte Rhodan nach.

»Ja, er muss aber noch etwa einen Tag auf der Krankenstation bleiben, damit sein Organismus komplett entgiftet werden kann.«

Rhodan war erleichtert – und gleichzeitig verärgert. Kosum hatte fahrlässig und leichtsinnig gehandelt. Wenn er wieder auf den Beinen war, würde Rhodan ihm seinen Hohlschädel gehörig zurechtrücken.

Er musterte Myers. »Und warum sind Sie dann hier?«

»Das schafft die Medopositronik auch ohne mich. Und ich dachte, da Sie nun ein Mann weniger sind, können Sie Verstärkung gebrauchen.«

»Vorhin waren Sie doch noch nicht besonders erpicht auf einen Außeneinsatz.«

Myers unterbrach seine Betrachtung der Pilzkaverne und senkte zerknirscht den Blick. »Das stimmt. Aber diese Sporen und Guckys Schilderung dieses Orts haben mich neugierig gemacht. Protek... Sir, ein paar von den Sporen zeigten eindeutige Spuren von Dunkelleben.«

Rhodan hatte das Gefühl, mit Eiswasser übergossen worden zu sein. »Was? Ist Kosum etwa ...«

»Nein, keine Sorge.« Myers hob beruhigend die Hände. »Das betrifft keine von den Sporen, die bis in seinen Organismus vorgedrungen sind, nur äußere Anhaftungen seines Anzugs. Er ist nicht infiziert.«

»Aber Shawn wollte sich diese Sporen lieber selbst ansehen«, ergänzte Gucky. »Er konnte gar nicht mehr abwarten, auf Außeneinsatz zu gehen, nachdem er das Dunkelleben gefunden hatte.«

Nun betrachtete Rhodan seine Umgebung mit anderen Augen, konnte in der farbenfrohen Funga jedoch keine Anzeichen des Dunkellebens entdecken. Sie hatten allerdings schon oft genug festgestellt, dass befallene Organismen – seien es Pflanzen, Tiere oder Humanoide – von außen betrachtet unauffällig wirkten.

»Wir sollten uns nicht lange aufhalten, sondern weiter in die Tiefe des Planeten vordringen.« Rhodan deutete zu einem der Ausgänge. »Dieser dort erscheint mir am vielversprechendsten, die anderen führen eher zur Oberfläche zurück.«

»Ich möchte ein paar Proben nehmen«, bat Shawn Myers und wedelte mit einem Messgerät und einem mehrfach unterteilten Probenbehälter aus Panzerglas. »Es können ohnehin nur Stichproben sein, angesichts dieser Fülle.«

Rhodan gestand dem Mediziner dies zu, da es nur ein paar Minuten in Anspruch nahm. Trotzdem war er froh, als sie die Kaverne hinter sich ließen.

Noch einmal erschütterte ein leichtes Beben den Planeten. Ein weiterer Sporenschwarm attackierte die Gruppe, als sie fast am Ausgang waren, sodass ihnen nichts anderes übrig blieb, als die Energieschirme auf niedrigstmöglicher Stufe anzuschalten. Perry Rhodan verspürte kein Bedürfnis nach einem weiteren infiltrierten Anzug.

Ein Gang führte von der Höhle weg. Bei diesem Stollen hatte Rhodan keine Zweifel, dass er künstlich angelegt oder zumindest erweitert worden war. Der Fels war geglättet und der Boden geebnet, obwohl die natürlichen Wände erhalten waren. Es gab zwar keine technischen Lichtquellen, aber überall wucherten lumineszierende Pilze an den Wänden, die dieses Mal ein rötliches Licht absonderten. Das machte die Atmosphäre auf seltsame Art bedrohlich.

Es dauerte nicht lange, bis die Gruppe ein Areal erreichte, das eindeutig einem bestimmten Zweck diente: Von dem Gang zweigten Türen ab. Auf Bewohner oder Siedler trafen sie nicht – ob durch Zufall oder weil dieser Bereich verlassen war, mochte Rhodan nicht mutmaßen. An diesem Ort war die Beleuchtung ein künstliches Weißlicht, das nicht viel beruhigender wirkte als das Rot zuvor.

»Gucky, ist jemand hinter dieser Tür?«, fragte Rhodan und deutete auf die erste Pforte.

Gucky neigte den Kopf und lauschte telepathisch. »Ja. Allerdings keine Druuwen oder wer auch immer hinter dieser seltsamen Anlage steckt. Die Gedanken sind sehr primitiv, vielleicht Tiere oder so. Soll ich mal nachsehen?«

Rhodan verneinte. »Spar deine Kräfte auf, falls wir schnell verschwinden müssen. Wir versuchen es auf die altmodische Art und Weise.«

Es war eine Tür mit Kontaktsensor, die sich durch leichten Druck öffnen ließ. Rhodan ging voran und fand sich in einer Art Labor wieder.

Es war tatsächlich leer, doch an den Wänden aufgereiht, standen und hingen Glaskolben in verschiedensten Formen und Größen. Diese Behältnisse waren nicht alle leer.

»Was bei allen Schrecken des Universums ist das denn?« Das Entsetzen in Guckys Stimme spiegelte Rhodans Gefühle exakt wider.

In vielen der Glaskolben befanden sich Lebewesen: Insekten, Kriechtiere, mutmaßliche Säugetiere und primitive außerirdische Lebensformen, von denen Rhodan weder Art noch Klassifizierung zu benennen wusste. Er war kein Exobiologe und konnte bei den meisten erbarmungswürdigen Kreaturen nur raten, um was es sich handelte. Allen gemeinsam war – vom daumennagelgroßen Krabbler bis zum armlangen Vierbeiner –, dass sie in fürchterlicher Verfassung waren. Jedes Wesen war von seltsamen Pilzen überwuchert und ganz offensichtlich mit Dunkelleben infiziert. Einige der armen Kreaturen atmeten kaum, andere starrten apathisch vor sich hin.

»Was ist das für ein Ort?« Josue Moncadas' Haut wirkte noch weißer, als sie es gewöhnlich war – vielleicht lag es auch an dem grellen Laborlicht. »Sind das Versuchsanordnungen?«

»Sehen Sie, Mister Rhodan!« Shawn Myers hatte sich einem der Glaskolben genähert und deutete auf ein etwa handgroßes, affenähnliches Wesen, das darin hockte. Auf seinem kleinen Gesicht, das über vier stumpf vor sich hin starrende Knopfaugen und eine kleine Knollennase verfügte, hatte sich ein grünes, pelziges Myzel ausgebreitet.

»Der Halteparasit!« Rhodan musterte die anderen Lebewesen und stellte fest, dass fast jeder der kleinen Gefangenen damit infiziert war. »Wir wissen damit also, dass die Druuwen hier definitiv ihre Finger im Spiel haben.«

»Oh, nicht nur das.« Myers studierte ein Holo, das er an einer Konsole aufgerufen hatte. Seine Anzugpositronik übersetzte ihm die fremden Schriftzeichen, die sie dank Merkoshs Informationen entschlüsseln konnten. »Der Halteparasit ist in diesen Laboratorien gezüchtet worden. Zumindest wenn ich diese Protokolle und Daten richtig interpretiere, und das möchte ich keinesfalls beschwören, denn diese Kultur ist natürlich sehr fremdartig und ...«

»Stopp, Mister Myers!« Rhodan machte eine befehlende Geste. »Immer langsam. Der Halteparasit stammt also von Carxtröll-Fabb?«

»Es sieht ganz so aus. Diese Lebewesen sind so etwas wie Versuchstiere. Sie werden offenbar gezielt infiziert. Die biologischen Abläufe danach werden genauestens protokolliert, teils mit einer erstaunlich effizienten positronischen Überwachung.«

»Sie erforschen den Pilz?« Rhodan ging dichter an den Glaskolben heran, um den vieräugigen Affen genauer zu inspizieren. Die Apathie des Wesens täuschte ihn nicht über die Qualen hinweg, die es zweifellos leiden musste. Das schürte seinen Zorn, den er jedoch unter Kontrolle hielt. »Was bringt ihnen das? Was ist an diesen Pilzen so Besonderes?«

»Nein, Sir, Sie irren sich. Man infiziert die Probanden nicht mit dem Pilz, sondern benutzt diesen als Träger für Dunkelleben.« Myers deutete auf einen Holoeintrag. »Anscheinend zügelt die Pilzstruktur das Dunkelleben auf der Ebene der DNS. Damit ist er ein perfektes Vehikel.«

»Was sind das für Monster, die so etwas tun?« Guckys Stimme zitterte vor Wut.

Es war eine Frage, die Rhodan gern beantwortet hätte. »Sind es die Druuwen, die hier forschen?«

Myers Wangen hatten sich vor Aufregung gerötet. »Das geht aus den Aufzeichnungen nicht direkt hervor. Aber dieser Aufwand ... das technische Niveau ... Beides passt nicht zu dem, was wir über die Druuwen wissen. Eigentlich passt es zu gar keinem Volk, das wir bislang aus dem Contagiat kennen.«

»Ob vielleicht diese mysteriösen Gaden selbst dahinterstecken?« Gucky sah Rhodan an. »Das denkst du doch auch? Dafür musste ich nicht mal deine Gedanken lesen.«

»Mag sein. Wir wissen von den Gaden nicht besonders viel.«

Gucky bleckte seinen Nagezahn. »Wir müssen diesen Wesen helfen.«

»Das geht nicht, und das weißt du. Dazu fehlen uns die Mittel, und wahrscheinlich gibt es noch Dutzende, wenn nicht Hunderte solcher Laboratorien.«

»Perry, schau dir das mal an!« Moncadas war in den hinteren Bereich des Labors vorgedrungen.

Rhodan, Gucky und Myers eilten zu ihm. Moncadas deutete auf zwei Glaskolben, die deutlich größer waren als die anderen. Sie boten Platz für einen Humanoiden in Menschengröße, waren jedoch leer.

»Ihr wisst, was das bedeutet?«, fragte Rhodan seine Mitstreiter. »Der Mannschaft der CREST II droht genau das gleiche Schicksal wie diesen bemitleidenswerten Wesen hier. Deswegen hat man sie ins Carksystem geschafft: als Versuchskaninchen.«

Guckys Augen weiteten sich. Zuerst dachte Rhodan, dass dies eine Reaktion auf seine Worte war – dann deutete Gucky auf einen Platz hinter ihm. »Perry! Achtung!«

Josue Moncadas und Shawn Myers keuchten erschrocken auf.

Rhodan fuhr herum. Im Gang zwischen den Glaskolben bildete sich eine Wolke aus Pilzsporen. Die winzigen Partikel strömten aus den Kreaturen in den Kolben heraus, aus den Wänden, dem Boden und der Decke. Sie ballten sich zusammen und formten einen Schemen – eine äußerst bedrohliche Gestalt.

»Das ist unglaublich!«, rief Myers und hielt sein Messinstrument in die Höhe. »Das sind infizierte Sporen.«

Rhodan wich einen Schritt zurück. »Das Dunkelleben – es versucht, wieder eine Fraktur auszubilden!« Vielleicht ist das meine Schuld – meine Eigenschaft als Zeitträger könnte diesen Prozess ausgelöst haben.

Damit mochte er recht haben oder nicht. Das Dunkelleben hatte jedenfalls keinen Erfolg damit: Die Gestalt bäumte sich auf, erzitterte und zerbrach in tausend Stücke – größer als die Sporen, aber deutlich kleiner als der ursprüngliche Schemen.

Und das trotz der Nähe zum galaktischen Zentrum und somit dem geheimnisvollen Gadenhimmel. Er wusste zwar noch immer nicht, was dieser Gadenhimmel sein mochte. Aber im Zuge seiner Erlebnisse im Arkonsystem hatte er erfahren, dass dieser Ort und die nicht minder mysteriöse Lichtwelt Drem-Doreus irgendwo in der Raumregion Sagittarius A lagen.