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Phönixfeder ist eine Lyriksammlung verschiedener Texte, von Naturlyrik bis hin zu Spoken Word Texten. Die Texte widmen sich in künstlerischer und lyrischer Form Themen, wie der Selbstfindung und der mentalen Gesundheit.
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Seitenzahl: 52
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Mögest du fliegen, wie ein Schmetterling und frei sein, wie ein Vogel.
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HERBSTLAUB
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DER SEEF AHRER
DAS KLAGELIED DER FRAU
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MÜDE
GEDANKENSTÄRKE
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CATERPILLAR
STRUGGLES
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CHAOSKOPF
KAFFEEDATE
LEBENSHUNGER
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OLGA NR. 3
BEILEID – BIS(S) ZUR LETZTEN FRAUENQUOTE
WEIHNACHTLICHE WEIBLICHKEIT
JAGD
ANANASKOPF
LIEBEN UND GELIEBT WERDEN
PHÖNIXFEDER
Zu Ende geht nun langsam,
Der eisig kalte Winter.
Und als natürlich stets positiv Gesinnter,
Als nach vorne blickender Mensch,
Gibt es nicht vieles, was ich mir wünsch‘,
Nichts, was besonders, oder toll ist,
Und weil unser Alltag sowieso schon,
So voll ist,
Wünsche ich mir,
Dass der Frühling etwas Neues bringt,
Das Lied der Vögel mir die Freiheit singt,
Mein Inneres nicht mehr mit sich ringt,
Und das Flüstern des Windes friedvoll klingt.
Man soll nicht für immer,
Auf den erdrückend schweren Zeiten,
Reiten,
Sondern in den endlos langen Weiten,
Und ihren zahlreichen Fröhlichkeiten,
Der Schönheit unseres Lebens,
Den Weg bereiten.
Und nach diesen langen, müden Wintertagen,
Nicht weiter darüber klagen,
Sondern neuen Mut,
Auf unseren Schultern tragen.
Denn wir schöpfen neue Kraft,
Daraus, was unser Lebensgeist schafft.
Jeder Frühling bringt neue Hoffnung,
Jeder Tag ein neues Licht,
In jedem Gedanken ist ein neuer Schritt,
Auf unserem Lebensweg in Sicht.
Was gestern noch unmöglich war,
Erscheint heute schon so klar,
Und wenn ich hier so stehe,
Vor mir die hohen, weißen Berge sehe,
Mir dabei lachend überlege,
Dass ich sie schon morgen doch,
Erklimmen könnte,
Meinen Lebensgeist auf ihnen fände,
Wird mir immer mehr bewusst,
Wie wichtig eigentlich die Hoffnung ist.
Aber doch, ich höre sie schon rufen,
Das Abenteuer Leben schreit nach mir,
Und ich stehe hier,
Die Stärke fest in mir,
Voller Tatendrang,
Und fange endlich damit an,
Jetzt sind unsere Wünsche dran.
Jedes Jahr hat einen kalten Winter,
Und jedes Jahr wird er erhellt,
Nachdem er uns auf die Probe stellt,
Hat er uns jetzt lang genug gequält,
Wenn der erste Lichtstrahl auf unser Leben fällt.
Spürt ihr, wie der Wind flüstert,
Das Lagerfeuer knistert,
Seht ihr, wie die Knospen sprießen,
Und hört ihr die Quellen des Flusses fließen?
Das ganze Leben ist ein Tanz,
Auf den sanften Blüten vom Frühlingskranz.
Bis die Sonn‘ die Haut erwärmt,
Von der Besonderheit des Lebens schwärmt.
Herbstlaub fällt,
Wie Gedanken auf den Boden.
Es bildet bunte Blätterwogen,
Erhellt die trübe, dunkle Welt.
Die Blätter, sie sind,
Rot und braun und grün,
Lange kann man sie nicht sehn‘,
Verwehen mit dem tosenden Wind.
Jedes Blatt, es nimmt dich mit,
Auf seine Reise.
Es begleitet dich auf seine Weise,
Versuch es, halt mit ihm Schritt.
Herbstlaub weht,
Unsere Gedanken in die Luft,
Es fällt, wenn man es ruft,
Und die Welt mit wachen Augen sieht.
In des Waldes frischem Glanz,
In dem frohen Blütenkranz,
In der Bäume satten Grün,
Der Frühling,
Er ist schon zu sehn‘!
Nicht weit entfernt vom klaren See,
Nebst feuchtem Moos und zartem Klee,
Bedeckt vom Strahl der warmen Sonne,
Erblüht das Dichterherz voll Wonne.
Dichter, Liebhaber der Worte,
Liebt den Wald, als solchen Orte,
Wo Qual und Sorg‘ vergänglich ist,
Und man all den Schmerz vergisst.
Dort oben auf dem harten Boden,
Wo Krankheit und Kälte eisig toben,
Liegt ein Mädchen so klein und zart,
Das einst eine Prinzessin wart.
Abgeschieden von der Welt,
Wo lautstark die Gesellschaft bellt,
Den Vater verloren an der Front,
Armut verschuldet, wo sie wohnt.
In sich gekauert, voller Leid,
Verwundet mit Schmerz, der niemals heilt.
Wenn morgens dann die Sonne scheint,
Hat sie die ganze Nacht geweint,
Hat gekniet vor ihrem Bette,
An beiden Füßen eine eiserne Kette.
Ihr Gesicht ist ganz mit Ruß bedeckt,
Die Hände dicht mit Staub befleckt,
Das zerfetzte Kleidchen schwarz und trist,
Wie sie die Sorgen in sich frisst.
Sie denkt ihr Vater, er sei tot,
Muss arbeiten täglich für ihr Brot.
Doch liegt er im Hause neben ihr,
Hat vergessen wer er war, jetzt und hier.
Bomben haben das Gedächtnis genommen,
Die Erinnerungen sind im Kopf zerronnen.
Welch‘ Gesicht er in seinen Träumen sieht...
Von einem Mädchen, was aus dem Elend flieht.
Und ein Name so wundervoll, zart und klar.
Sarah... Sarah... Sarah...
Eine kleine Prinzessin, was mit ihr wohl geschah,
Seit er sie vor langer Zeit das letzte Mal sah.
Wie kann er ihr helfen, wo ist sie nun?
Was kann er für die arme Prinzessin tun?
Und da oben sitzt sie im kalten Dach,
Ist Tage wie Nächte so traurig wach,
Ruft laut schluchzend nach ihrem Papa,
Der auch sie im Traume sah.
Im Dunkeln denkt sie sich nach Indien,
Kann all die frohen Farben sehn'.
Hört das Wasser plätschern im Fluss,
Und verliert all den Überdruss.
Wenn sie dann endlich friedlich ruht,
Findet sie im Traum, wonach die sucht.
Sie ist nicht nur Prinzessin zum Schein,
Jede Frau kann eine Prinzessin sein.1
1 Das Gedicht bezieht sich auf das Kinderbuch „A Little Princess“ von Frances Hodgson Burnett
Eines Nachts erwachte ich aus einem Traum.
Er zeigte meiner Seele einen Raum,
Dort waren all meine Hoffnungen und Gedanken,
Sie waren in diesem Raum gefangen,
Dann lief ich los und ergriff die Flucht.
Der Traum trug mich hinauf aufs offene Meer,
Noch nie war ich so frei und doch so sehr,
Gefangen in dieser seltsamen Welt,
Die in sich immer mehr zusammen fällt.
Egal wie lange ich auch segle,
Und versuch ich noch so viele Wege,
Meine Gedanken, sie schwanken,
In tosenden Meeresranken.
Plötzlich geriet ich in einen wilden Sturm,
Ich suchte nach einem nahen Turm,
Suchte nach jemandem, der mich fand,
Und suchte nach dem, der mich hierher gesandt.
Und schleichend wurde mir bewusst,
Ich suchte nach nichts weiter als nach Trost.
Ich suchte nach der Liebe, die in mir wohnt,
Und wusste, dass diese Irrfahrt sich doch lohnt.
Die düstere Nacht, brach über mich hinein,
Mein Schiff segelte im göttlichen Schein,
