Rechtsdruck - Matthias P. Gibert - E-Book

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Matthias P. Gibert

4,7

Beschreibung

Gerold Schmitt, ein arbeitsloser Autolackierer mit Kontakten zur rechten Szene, wird brutal zusammengeschlagen. Er überlebt nur knapp. Schmitt glaubt, dass es sich um den Racheakt einiger Türken handeln könnte, mit denen er Ärger hatte. Wenig später werden in der Kasseler Nordstadt ein türkisches Ehepaar und ihr zwölfjähriger Sohn brutal ermordet. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den ältesten Sohn der Familie, da dieser kurz zuvor einen heftigen Streit mit dem Vater hatte. Doch bald kommen Hauptkommissar Paul Lenz ernsthafte Zweifel, ob er wirklich die richtige Spur verfolgt …

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Seitenzahl: 398

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Matthias P. Gibert

Rechtsdruck

Lenz’ siebter Fall

Personen und Handlung sind frei erfunden.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen

sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Besuchen Sie uns im Internet:

www.gmeiner-verlag.de

© 2011 – Gmeiner-Verlag GmbH

Im Ehnried 5, 88605 Meßkirch

Telefon 0 75 75/20 95-0

[email protected]

Alle Rechte vorbehalten

Lektorat: Claudia Senghaas, Kirchardt

Herstellung/Korrekturen: Julia Franze / Doreen Fröhlich

Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart

unter Verwendung des Fotos »businessman holding case« von:

© Norman Pogson / fotolia.de

1

Demet Bilgin setzte müde einen Fuß vor den anderen.

Die Einkaufstüten, die sie schleppte, gruben tiefe Furchen in die Innenflächen ihrer Hände. Dann hatte die knapp 50-jährige Frau die kleine Schneiderei erreicht und ließ ihre Last erschöpft aus den Händen gleiten.

»Wo warst du so lange?«, fragte ihr Mann, ohne von seiner Lektüre aufzublicken, auf Türkisch. Auch nach mehr als 30 Jahren in Deutschland war es seiner Frau nicht möglich, ein Gespräch auf Deutsch zu führen.

»Der Metzger im Supermarkt hat sich in den Finger geschnitten und musste erst verbunden werden. Deswegen hat es länger gedauert«, antwortete sie nach Luft japsend.

»Dieser Trottel. Ich sage immer, der sollte lieber kein Messer in die Hand nehmen. Das wievielte Mal ist das in diesem Jahr?«

Er winkte ab, ohne den Kopf zu heben. »Das zehnte mindestens. Wenn du dorthin kommst, um etwas einzukaufen, läuft er mit einer verbundenen Hand durch die Gegend. Dieser Mann ist eine Schande für seinen Berufsstand.«

»Sprich doch nicht so böse, Gökhan. Der Metzger hat dir doch gar nichts getan.«

Nun reckte sich Gökhan Bilgin und sah seiner Frau ins Gesicht. »Natürlich hat er mir nichts getan. Aber ich werde doch wohl noch sagen dürfen, dass er ein Trottel ist?«

Bevor seine Frau zu einer Erwiderung ansetzen konnte, wurde die Tür der kleinen Werkstatt aufgeschoben und der jüngste Sohn der beiden stürmte mit einem großen Schulranzen auf dem Rücken herein.

»Hallo, Mama«, rief er auf Deutsch. »Was gibt es zu essen?«

Die Frau sah ihn tadelnd an, legte die Stirn in Falten, und wollte ihm durch die Haare fahren, bevor sie in ihrer Sprache antwortete.

»Wasch dir erstmal die Hände. Wenn du damit fertig bist, ziehst du dich um und fängst mit deinen Hausaufgaben an. Das Essen dauert noch eine halbe Stunde, ich bin gerade erst vom Einkaufen nach Hause gekommen.«

Emre, der 12 Jahre alte Junge, wich zurück und machte einen Schmollmund. »Nicht, du bringst meine ganze Frisur durcheinander.«

Er ließ den Schulranzen fallen und schlurfte langsam Richtung Toilette. »Ich habe einen Bärenhunger und fest damit gerechnet, dass es schon was zu Essen gibt.«

»Ja, ja, womit du immer rechnest«, erwiderte sie. »Ich wünschte, du wärst in der Schule im Rechnen auch so gut.«

»So gut wie du in Deutsch etwa?«, frotzelte er in Anspielung auf eine Vereinbarung, die er etwa ein Jahr zuvor mit seiner Mutter getroffen hatte. Dabei ging es darum, dass sie ihre Deutschkenntnisse vertiefen würde, wenn er seine schlechte Note in Mathematik verbesserte. Seinen Teil hatte er spielend erfüllt, während sie noch keinen Schritt vorwärtsgekommen war. Oder besser, sie hatte einfach keine Anstrengungen unternommen, auch nur ein weiteres Wort der Sprache des Landes zu erlernen, in dem sie lebte.

»Sei nicht frech. Geh, und mach deine Hausaufgaben, in einer halben Stunde essen wir.«

Gökhan Bilgin hörte zwar die Worte in seinem Rücken, doch ihr Sinn drang nicht bis in sein Gehirn vor. Der 50-jährige Mann war schon wieder in seine Lektüre vertieft.

Im September 1974 hatte ihn der Postvorsteher in das blau gestrichene Haus am Rand des kleinen anatolischen Dorfes gerufen, in dem er aufgewachsen war, und ihm den Telefonhörer hingehalten. Am anderen Ende war sein Vater, der seit knapp zwei Jahren als Gastarbeiter in Deutschland lebte. Nach dem kurzen Telefonat war dem Jungen klar, dass er seine Großeltern und den Rest der Familie, seine Freunde, und sein geliebtes Dorf verlassen würde. Er würde mit seiner Mutter und seinen drei Schwestern zu seinem Vater ziehen.

Im ersten halben Jahr dachte er mehr als ein Dutzend Male daran, wegzulaufen. Er verstand die Sprache nicht, hatte keine Freunde, und in der Schule hänselten ihn die deutschen Kinder. Ein Jahr später machte sich sein Vater als erster Türke in Kassel mit einer Änderungsschneiderei selbstständig. Gökhan begann eine Lehre in dem kleinen Betrieb, der im Souterrain des alten Backsteinhauses angesiedelt war, wo er noch heute den immer weniger werdenden Kunden seine Dienste anbot. Im Frühjahr 1978, ein paar Tage nach seinem 19. Geburtstag, nahm ihn sein Vater zur Seite und erklärte ihm, dass er eine Frau für ihn ausgesucht hatte, die auch schon auf dem Weg nach Kassel sei. Der junge Mann war zunächst entsetzt, denn er unterhielt zu diesem Zeitpunkt eine sehr geheime und ebenso lose Verbindung zu einem deutschen Mädchen. Die Basis dieser Liaison beruhte allerdings auf dem hemmungslosen Austausch von Körperflüssigkeiten, nicht mehr.

Nach einer kurzen Phase des Kennenlernens vermählten sich die gerade 18-jährige, überaus schüchterne Demet, die aus einem Nachbardorf der Familie in Anatolien stammte, und der mittlerweile sehr gut deutsch sprechende Gökhan kaum zwei Monate später. Sie bezogen eine Wohnung im gleichen Haus, in dem seine und noch einige andere türkische Familien wohnten, und wurden gute, angesehene Mitglieder der größer und größer werdenden anatolischen Gemeinschaft Kassels. Gökhans ganzer Stolz war ihr Ende 1979 geborener Sohn Kemal, benannt nach seinem Großvater; danach kamen im Abstand von jeweils zwei Jahren drei weitere Kinder, allesamt Mädchen. Die Familie hatte durch die recht gut laufenden Geschäfte in der Schneiderei ihr Auskommen, und als sein Vater im Frühjahr 1995 nach einem leichten Schlaganfall mit seiner Frau zurück in die Türkei wollte, übernahm der Sohn das Geschäft. 1998 wurde Demet überraschend ein fünftes Mal schwanger und gebar im Sommer 1999 Emre, den Nachzügler.

Während all dieser Jahre war Gökhan kein besonders politischer oder religiöser Mensch gewesen. Er war darauf bedacht, nicht aufzufallen, und möglichst mit allen Menschen gut auszukommen, ganz egal ob sie Türkisch mit ihm sprachen oder Deutsch.

Dann kamen der September 2001 und die Anschläge auf das World Trade Center in New York. Gökhan war in seiner Schneiderei und flickte gerade die Jeans einer jungen Frau, als der wie immer im Hintergrund laufende türkische Fernsehsender sein Programm unterbrach und auf die Bilder von CNN schaltete. Der Türke, der mittlerweile auch die deutsche Staatsbürgerschaft besaß, ließ die alte Pfaff-Nähmaschine zum Stillstand kommen und starrte mit weit aufgerissenen Augen auf den Bildschirm, wo in der x-ten Wiederholung ein Flugzeug wie in Zeitlupe in einem der Türme einschlug und ihm damit das Rückgrat brach, was zu diesem Zeitpunkt jedoch noch niemand ahnte. Fassungslos betrachtete der Schneider die Vorgänge und war zutiefst schockiert über das, was ihm live aus New York übertragen wurde. Er sah, wie sich Menschen, die keinen anderen Ausweg sahen, aus den Wolkenkratzern fallen ließen und mehrere hundert Meter zu Boden und in den sicheren Tod stürzten. Und er wurde Augenzeuge der bis dahin größten Katastrophe des neuen Jahrtausends, als die Türme schließlich in sich zusammenfielen.

In diesen Stunden veränderte sich etwas in Gökhan Bilgin. Er dachte zwar an die vielen Menschen, die an diesem Tag in Amerika gestorben waren, doch er konnte kein Mitleid mit ihnen empfinden. Seine Gedanken kreisten vielmehr um die vermeintlichen Hintergründe der Anschläge. Und so stellte er sich wieder und wieder die Frage, was die Amerikaner getan haben mussten, damit ihnen diese überaus böse Bestrafung zuteilwurde. Eine erste Antwort fand er während eines Gespräch mit einem Kunden, der ihm von Gerüchten und Berichten im Internet erzählte, dass die amerikanischen Geheimdienste selbst die Drahtzieher der unglaublichen Ereignisse seien. Natürlich, setzte der Mann mit dem Brustton der Überzeugung hinzu, seien auch die Zionisten, also die Israelis, beteiligt gewesen.

Dieser Gedanke erschien dem Schneider aus der Kasseler Nordstadt zunächst völlig abwegig, doch viele weitere Gespräche und die ersten Moscheebesuche seit mehr als 25 Jahren revidierten seine Ansichten nachhaltig. Und als dann 2003 der Einmarsch der westlichen Alliierten im Irak begann und wenig später die Taliban in Afghanistan angegriffen wurden, radikalisierte sich seine Haltung mehr und mehr. Der Anatolier, der sich nie etwas aus dem Koran und der damit verbundenen Lehre gemacht hatte, fing an, sich intensiv mit den Grundlagen des Islams zu beschäftigen. Beflügelt wurden seine neu gewonnenen Erkenntnisse durch einen Mann, der zu dieser Zeit bundesweit Schlagzeilen machte und als ›Kalif von Köln‹ zu fragwürdiger Berühmtheit gelangte. Dessen Hasspredigten, die er sich auf DVD beschaffte und mehr als gierig in sich aufsog, bestärkten ihn in der Absicht, sein Leben von Grund auf zu überdenken.

Seine Frau und die Kinder, speziell die mittlerweile erwachsenen Mädchen, betrachteten seine Veränderung mit zunehmendem Argwohn. Als er an einem Nachmittag im Sommer 2005 die Familie um sich versammelte und ihr erklärte, dass er ab diesem Tag streng nach den Regeln eines guten Moslems leben wollte, kam es zum Eklat. Die jungen Frauen, von denen zwei mit deutschen Männern zusammen waren, verweigerten sich vehement seinem Anspruch, sich zukünftig nur noch nach islamischen Regeln in der Öffentlichkeit zu bewegen und auch sonst als gute Muslimas zu leben. Nach einem langen, überaus hitzig geführten Disput warf Bilgin die Frauen zusammen mit seinem ältesten Sohn kurzerhand aus der Wohnung, als sie sich nicht überzeugen ließen.

Von heute an, hatte er ihnen wutentbrannt hinterhergeschrien, seid ihr nicht mehr meine Kinder.

*

»Musst du immer deinen Kopf auf den Arm stützen, Emre?«, fragte Demet Bilgin ihren Sohn, der missmutig am Tisch saß und halbherzig seine Suppe löffelte.

»Musst du mich immer kritisieren?«, fragte der Junge aufsässig zurück.

»Emre!«, kam es drohend von der anderen Seite des Tisches. Gökhan Bilgin hatte kurz die Stimme erhoben.

»Ist doch wahr. Immer kritisiert ihr nur an mir rum. Mach dies, lass das, komm hierhin, bring diese Hose weg. Langsam habe ich keine Lust mehr auf diese Anmache. Außerdem muss ich mit euch reden. Wegen der Schule.« Er ließ sich in seinen Stuhl zurückfallen und verschränkte trotzig die Arme vor der Brust.

»Was willst du mit uns besprechen?«, wollte die Mutter nun mit gütigem Unterton in der Stimme wissen. »Hast du Schwierigkeiten in der Schule?«

»Nein, ich habe keine Schwierigkeiten. Ich will nur mit auf die Klassenfahrt. Alle fahren mit, nur ich darf nicht.«

Gökhan Bilgin legte langsam seinen Löffel neben den Teller und hob den Kopf. »Das haben wir ausführlich besprochen, junger Mann. Ich will nicht, dass du diese Reise mitmachst, und basta.«

»Basta, basta. Nur weil du dich in deiner Koranwelt einmauerst, kannst du mir doch nicht alles verbieten, Papa. Ich darf nicht Fußball spielen, ich darf nicht nach der Schule mit den anderen auf den Spielplatz gehen, eigentlich darf ich gar nichts. Das ist doch sch …« Der Junge schaffte es gerade noch, das verpönte Wort herunterzuschlucken.

»Ich will es trotzdem nicht.«

Emre schluckte erneut. Er kämpfte sichtbar mit den Tränen.

»Pah«, schrie er. »Selbst, wenn du wolltest, du könntest es ja gar nicht. Wir sind nämlich pleite. Wir haben kein Geld für die Fahrt, so sieht es doch aus.«

»Aber Emre«, mischte sich die Mutter energisch ein. »So kannst du nicht mit deinem Vater reden.«

Nun rollte die erste Träne über das Gesicht des Jungen.

»Ich kann nicht mit auf die Klassenfahrt«, beklagte er sich, »weil mein Vater keine Zeit mehr hat, zu arbeiten. Weil er die meiste Zeit des Tages mit den anderen Fundis in der Teestube rumhängt oder Koranverse auf dem Handy liest.«

Noch bevor sein Sohn den Satz beendet hatte, war Gökhan Bilgin aufgesprungen und warf sich nach vorne. Der Junge jedoch war um einiges schneller und parierte die Attacke mit ein paar schnellen Bewegungen des Oberkörpers. Dann stand er neben seinem Stuhl, hob die Arme und ballte die Fäuste.

2

Gerold Schmitt griff erneut nach seinem Bierglas und trank den Rest des halben Liters mit einem Zug aus. Der Blick seiner glasigen Augen wanderte von einer Seite der Theke zur anderen, doch erkennen konnte er nicht mehr viel.

»Roland«, rief er dem bulligen Mann hinter der Theke zu, »schreibst mein Zeug von heute auf den Deckel, ja?«

Der Wirt nickte widerwillig. »Mach ich. Und du siehst zu, dass du endlich nach Hause kommst. Immerhin hängst du seit heute Morgen um zehn hier rum.«

»Meine Fresse«, erwiderte Schmitt grinsend, »so lange ist das her?«

Damit rutschte der 24-jährige arbeitslose Autolackierer vom Barhocker, taumelte kurz und tastete nach dem Thekenbrett, um sich festzuhalten.

»Ganz schön raue See heute Nacht«, lallte er.

Der Wirt kam um die Theke herum, griff sich seinen rechten Oberarm, und führte ihn zum Ausgang der schummrigen Dorfkneipe.

»Soll dich die Lisa heimbringen?«, fragte er.

»Nein, geht schon. Ich hab nur ein bisschen Schlagseite, weißt du.«

»Wer wüsste das besser als ich?«

Schmitt hob schwankend den Kopf, als sie den Gehsteig erreicht hatten, und warf Roland Schweda einen angedeuteten Handkuss zu.

»Geht schon«, wiederholte er, und trottete im einsetzenden Schneegestöber schlurfend davon.

Sein Heimweg war etwa 800 Meter lang und führte den bulligen, glatzköpfigen Mann über ein Stück unbeleuchteten Feldwegs, weil der Bauernhof, den er zusammen mit seiner Mutter bewohnte, etwas außerhalb des kleinen nordhessischen Dorfes lag. Das Hoflicht, das seine Mutter brennen ließ, wenn ihr Sohn nicht zu Hause war, tauchte diffus im dichter werdenden Schneegestöber auf und wies ihm die letzten 200 Meter. Schwer atmend und noch schwerer torkelnd verließ er den geteerten Feldweg und bog auf das letzte Stück bis zum Haus ein. Er sah nicht, wie sich aus dem Schatten des alten Bauwagens, in dem er im Sommer manchmal nächtigte, mehrere dunkel gekleidete Gestalten lösten und langsam hinter ihm herkamen. In den Händen hielten sie Baseballschläger, und ihre Gesichter hatten sie mit über die Nase gezogenen Halstüchern vermummt.

Der erste Schlag, der ihn mit voller Wucht im Rücken traf, warf ihn nach vorne und sorgte dafür, dass er auf die Knie stürzte. Dann kam einer der Männer, die ihm aufgelauert hatten, langsam um ihn herum, und leuchtete mit einer Taschenlampe direkt in seine Augen.

»Was?«, röchelte Schmitt, doch schon erwischte ihn der nächste Schlag, diesmal mitten im Gesicht. Sein linkes Jochbein platzte wie eine reife Melone.

Stöhnend und mit Sternen vor den Augen fiel der Glatzkopf zur Seite und zog dabei instinktiv die Arme über den Kopf. Seine Peiniger bauten sich im Halbkreis um ihn herum auf und schwangen drohend die Baseballschläger. Der offensichtliche Anführer der Vermummten hob den Arm, machte eine kurze Geste und gab damit vermutlich das Startzeichen. Seine Aluminiumkeule surrte durch die Luft und traf Schmitt am Oberschenkel. Im Anschluss schlug reihum jeder der Männer zu. Einmal, zweimal und immer und immer wieder. Sie zielten nicht auf den Kopf, sondern auf die Arme, die Beine, die Füße und den Rücken. Dann hob der Mann, der zuerst geschlagen hatte, wieder den Arm und deutete mit dem Schläger in Richtung des kleinen Dorfes. Sein Kopfnicken in diesem Moment bedeutete wohl, dass die Aktion zu Ende war.

*

Gerold Schmitt fror erbärmlich. Der wuchtige Mann zitterte am ganzen Körper, und das Blut, das ihm in den Kragen gelaufen war, fühlte sich an wie tiefgefroren. Er versuchte, sich aufzurichten, doch es war unmöglich. Mit ungelenken Bewegungen tastete er seinen Kopf ab, aber bis auf die Delle an der Partie unter dem linken Auge schien dort nichts verletzt zu sein. Trotzdem kam es ihm vor, als sei sein Schädel in zwei Teile gespalten.

Sein Blick blieb an dem diffusen Hoflicht hängen, das er gleich zweimal sehen konnte.

»Scheiße«, fluchte er leise, bevor er sich übergab.

Die nächsten Minuten verbrachte er damit, nur durch die Kraft seiner Unterarme Zentimeter um Zentimeter in Richtung der Lichtquelle zu kriechen, wobei er alle 10 oder 15 Sekunden eine längere Pause einlegen musste. Wieder und wieder übergab er sich, und er hatte dabei Angst, an seiner eigenen Kotze zu ersticken. Der Weg kam ihm endlos vor, und die Schmerzwellen, die in immer kürzeren Abständen durch seinen Körper rasten, hielten ihn ständig an der Grenze zur Bewusstlosigkeit.

Sein in einem merkwürdigen Winkel vom Körper abstehendes rechtes Bein gab beim Nachziehen ein knirschendes Geräusch von sich, das er nicht einordnen konnte.

3

Kassel, ein paar Tage später.

»Wir müssen los, Maria«, rief Hauptkommissar Paul Lenz. »Es ist 11:30 Uhr.«

»Bin gleich so weit. Nur noch ein bisschen Lippenstift, dann bin ich vorzeigbar.« Sie stand vor dem Spiegel im Badezimmer und verzog den Mund in einer Art, wie es nur Frauen und zu dieser Gelegenheit konnten.

»Aber du bist doch immer vorzeigbar«, unternahm er einen hoffnungslosen Versuch, sie aus dem Badezimmer zu lotsen.

»Und du musst dir keine Mühe geben«, erwiderte sie grinsend in seine Richtung, »weil du genau weißt, dass ich erst das Haus verlasse, wenn ich mit mir und meinem Äußeren restlos zufrieden bin.« Sie drehte sich wieder dem Spiegel zu.

»Das nennt man übrigens Eitelkeit.«

Ein paar Sekunden später trat sie mit in die Hüften gestützten Händen auf den Flur und sah ihn herausfordernd an. »Und, zufrieden?«

Er ging auf sie zu und legte seine Hand zärtlich in ihren Nacken. »Mehr als das, und das weißt du auch.«

»Schön. Dann steht unserer Abfahrt ja nichts mehr im Weg.« Sie schmiegte sich an ihn.

»Immerhin ist es unser erster gesellschaftlicher Auftritt als Liebespaar. Da will ich mich einfach wohl fühlen mit mir. Und mit dir natürlich«, fügte sie schnell hinzu.

Eine knappe halbe Stunde später stand das nicht mehr sehr geheime Liebespaar Zeislinger/Lenz am unteren Ende der Rathaustreppe. Beide sahen nach oben und dann jeweils zum anderen.

»Bist du bereit, dem Feind ins Auge zu blicken?«, fragte Maria grinsend.

»Bin ich«, erwiderte Lenz zackig. »Soll ich dich hinauftragen?«

»Untersteh dich. Ich hake mich bei dir unter und los geht’s.« Sie schob ihren linken Arm unter seinen rechten und setzte sich in Bewegung.

»Verdammt, ist das wieder kalt geworden«, stellte sie fest, nachdem sie etwa die Hälfte der Stufen hinter sich gebracht hatten.

»Stimmt. Ich hätte lieber den dicken Mantel anziehen sollen.« Er sah mitleidig in ihre Richtung. »Aber in deinem Fummel möchte ich noch viel weniger stecken.«

»Wer schön sein will, muss leiden«, gab sie ungerührt zurück und beschleunigte ihre Schritte. Hinter den prunkvollen Rathaustüren erkannte sie das Gesicht von Judy Stoddart und winkte aufgeregt. Die Amerikanerin hielt ihnen die Tür auf, drückte zuerst Maria und danach den Kommissar fest an sich und holte dann tief Luft.

»Ich habe schon gedacht, ihr würdet vielleicht doch noch kneifen«, erklärte sie.

»Spinnst du?«, gab Maria mit gespielter Empörung zurück. »Die einmalige Gelegenheit, im Arbeitsbunker meines hoffentlich baldigen Exmannes der Hochzeit meiner besten Freundin beizuwohnen, noch dazu als Trauzeugin, würde ich mir niemals entgehen lassen. Aber das weißt du doch ganz genau.«

Von der Seite näherte sich Judy Stoddarts zukünftiger Gatte Robert Fricker, ein amerikanischer Pilot im Ruhestand. Die beiden hatten sich während Judys letztem Aufenthalt in ihrem Ferienhaus in Maine kennen- und lieben gelernt und waren seitdem unzertrennlich. Fricker hatte danach die meiste Zeit in Kassel verbracht und war richtiggehend angetan von der nordhessischen Metropole, die so ganz anders war als sein bisheriger Lebensmittelpunkt Newark in der Nähe von New York City.

»Und, Robert, bist du so weit?«, fragte Judy auf Englisch.

»Sprich doch endlich deutsch mit mir«, forderte Fricker, der seit seinem ersten Besuch in Kassel ebenso begeistert wie erfolgreich mehrere Sprachkurse belegt hatte, von ihr. »Immer Englisch, Englisch, Englisch«, beschwerte er sich bei Lenz und Maria, die nur mit den Schultern zucken konnten. »Ich will hier in diesem Land leben, also will ich auch die Sprache sprechen können«, fuhr der Amerikaner fast akzentfrei fort.

»Gib ihr noch ein klein bisschen Zeit«, wurde er von Lenz beschwichtigt, der dabei auf seine Uhr sah. »In gut 20 Minuten bist du eh der Boss und kannst einfach festlegen, in welcher Sprache ihr euch unterhalten müsst.«

Maria stieß ihm ihren Ellenbogen in die Seite. »Machoarsch.«

Judy Stoddart hatte glücklicherweise nicht zugehört, weil sie noch einmal die notwendigen Unterlagen durchgesehen hatte.

»Wir hätten doch nach Vegas gehen sollen, Darling«, resümierte sie mit Blick auf den Stapel Papiere in ihrer Hand auf Deutsch.

»Niemals«, widersprach der ehemalige Pilot, der nach einem leichten Herzinfarkt seinen aktiven Dienst als 747-Kapitän hatte quittieren müssen. »Diesen Wahnsinn habe ich einmal mitgemacht, aber nie mehr wieder.«

»Ich glaube, es wird Zeit, nach oben zu gehen«, warf Maria ein. »Nicht, dass ihr euren Termin noch verpasst.«

Das Brautpaar nickte.

20 Minuten und eine nüchterne deutsche Eheschließungszeremonie später standen die vier inmitten einer Menschentraube auf dem Flur des Rathauses und grinsten um die Wette. Obwohl Judy erst für den Abend zu einer offiziellen Feier geladen hatte, waren mindestens 40 Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen der Amerikanerin gekommen, die gratulieren und mit ihr und ihrem neuen Ehemann anstoßen wollten. Lenz und Maria traten ein wenig zur Seite, um nicht im Weg zu stehen. Und genau in diesem Augenblick tauchte das dunkelrote Bluthochdruckgesicht von Erich Zeislinger am unteren Ende der Treppe auf, die in den zweiten Stock führte. Der Hauptkommissar drehte sich zur Seite und wollte Maria mit sich ziehen, doch die hatte ihren Noch-Ehegatten ebenfalls gesehen und dabei die Augen zu kleinen, feindselig aussehenden Schlitzen verengt.

»Das glaube ich jetzt nicht!«, zischte sie.

Lenz verstärkte seinen sanften Druck auf ihren Arm, doch sie wollte sich offensichtlich nicht bewegen. Zeislinger marschierte mit breitem Grinsen und schwerfälligem Gang auf die Hochzeitsgesellschaft zu, zwängte sich zwischen den Gästen hindurch, breitete die Arme aus und trat auf Judy Stoddart und Robert Fricker zu.

»Liebes Brautpaar«, setzte er pathetisch und mit immer noch zur Decke weisenden Händen an, doch Judy Stoddarts schlagartig erhobener Arm bremste ihn aus.

»Sie sind leider zu unserer Feier nicht eingeladen, Herr Oberbürgermeister«, erklärte sie dem völlig verdutzt dreinblickenden Zeislinger ebenso freundlich wie bestimmt. Ihr frisch gebackener Ehemann nickte charmant dazu.

»Deshalb bitten wir Sie, sich auf der Stelle zurückzuziehen. Ich bin sicher, Sie haben sehr viele wichtige Dinge zu tun, die keinen Aufschub dulden. Einen schönen Tag noch, Herr Oberbürgermeister.«

Zeislinger wurde innerhalb von Sekunden zuerst puterrrot und danach kreidebleich. »Aber ich wollte doch nur, das müssen Sie mir glauben, nicht…«, stotterte er, doch Judy und ihr Mann hatten sich längst wieder ihren Gästen zugewendet. Der Oberbürgermeister stand wie ein dummer Schuljunge daneben und schluckte.

»Aber …«, machte er einen letzten hoffnungslosen Versuch, bevor er sich in Marias Richtung drehte, die, noch immer bei Lenz untergehakt, etwas abseits stand und die Szene beobachtete. Der Bürgermeister ging einen Schritt auf die beiden zu, hob die rechte Hand und deutete mit dem Zeigefinger auf seine Frau.

»Du«, fauchte er, »das ist ganz allein dein Werk. Dafür werde ich dich …«

Er stoppte. Offenbar wurde ihm klar, dass es sich nicht gut machen würde, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau vor den Augen und Ohren so vieler Menschen zu bedrohen oder zu beschimpfen. Er drehte sich erneut, diesmal in die Richtung, aus der er gekommen war, und stapfte davon. Als er um die Ecke verschwunden war, brandete aus der Schar der Hochzeitsgäste spontaner Beifall auf.

Judy Stoddart winkte ab. »Das war das Mindeste, was ich für meine beste Freundin tun konnte«, erklärte sie mit einem augenzwinkernden Blick auf Maria.

*

»Hattest du dich auf den Auftritt von heute Mittag vorbereitet?«, wollte Maria wissen, als die beiden Frauen sich nach dem Abendessen vor der Toilette des Restaurants trafen, in dem die Feier stattfand.

»Ach was. Du weißt, dass ich nie viel von ihm gehalten habe, aber diese Dummheit hätte ich ihm wirklich nicht zugetraut. Robert und ich haben gestern Abend noch einmal über dich und deinen Nochehemann gesprochen. Dabei streiften wir ganz kurz das Thema, wie wir uns verhalten, falls er tatsächlich auftauchen sollte, was ich aber ins Reich der Fabel verwiesen habe. Nun, ich hatte mich geirrt, aber es ist ja gut ausgegangen.«

Sie nahm ihre Freundin in den Arm. »Oder war es dir nicht recht, wie wir es gemacht haben?«

Maria fing an zu lachen. »Natürlich war es gut. Diesen Kerl muss man ausbremsen, bevor er die Menschen auf seine pseudocharmante Art für sich einzunehmen versucht. Er ist und bleibt nun mal ein Politiker.«

»Aber einer von der übelsten Sorte«, konterte Judy. »Und ich frage mich beinahe jeden Tag, wie du es so lange mit ihm aushalten konntest.«

»Das frage ich mich mittlerweile auch«, erwiderte Maria ernst. »Es ist mir absolut schleierhaft, wie ich mir jahrelang das Glück vorenthalten konnte, das ich jetzt erlebe.«

Judy sah sie zufrieden an. »Ja. Du siehst sehr glücklich aus, seit das mit Paul und dir wahr geworden ist.«

Ihre Aussprache von Paul klang wie Poul.

»Und das Zusammenleben in der neuen Wohnung klappt immer noch gut?«

Maria winkte ab. »Klar gibt es hier und da mal was, worüber man reden muss, aber im Großen und Ganzen bin ich sehr, sehr zufrieden.«

Lenz und sie hatten einen Monat zuvor eine elegante, große Altbauwohnung im Stadtteil Wilhelmshöhe bezogen. Der Kommissar hatte ihr bei der Einrichtung völlig freie Hand gelassen und war nur in Erscheinung getreten, wenn etwas in den dritten Stock, in dem sich die Wohnung befand, zu schleppen war, oder Löcher in die Wände gebohrt werden mussten für die vielen Dinge, die Maria aufhängen wollte.

»Ich habe meine Freiheit, Freunde, auf die ich mich verlassen kann, und einen Mann, der mich auf Händen trägt. Was will ich mehr?«

»Vielleicht manchmal ein bisschen weniger zickig sein?«, frotzelte Judy kichernd.

»Vergiss es. Das hat er gewusst, bevor er ja gesagt hat. Außerdem bin ich in den letzten Jahren, was das angeht, doch deutlich ruhiger geworden, oder?«

»Mir gegenüber warst du ja nie so schlimm«, schränkte die Amerikanerin ein, »aber ich glaube, dass Paul, und speziell dein Erich ganz schön unter dir zu leiden hatten.«

»Na«, erwiderte Maria lachend, »dann kann ich aber nicht verstehen, warum dieser mit mir so gestrafte und so furchtbar schlecht Behandelte immer noch versucht, mich zurückzugewinnen.«

»Immer noch? Ich dachte, das sei vorbei?«

»Ach was. Erst letzte Woche kam eine SMS, in der er mich inständig gebeten hat, zu ihm zurückzukehren. Wobei ich mich immer noch frage, woher er eigentlich meine neue Mobilnummer hat.«

»Was du natürlich sofort und ganz ernsthaft in Erwägung gezogen hast«, giggelte Judy.

»Klar«, stimmte Maria in ihr fröhliches Lachen ein.

In diesem Augenblick kam Lenz um die Ecke geschlendert, der offenbar nach seiner Freundin Ausschau hielt. Er sah die beiden bestens gelaunten Frauen und wollte sich schon zurückziehen, um nicht zu stören, doch Maria hatte ihn entdeckt und bedeutete ihm, näher zu kommen.

»Na, Mädels, so fröhlich?«

»Ja«, bestätigte seine Freundin noch immer lachend, »wir sind fröhlich, obwohl wir gerade von dir gesprochen haben.«

Damit warf sie sich in seine Arme und küsste seinen Hals. Lenz warf Judy einen entschuldigenden Blick zu.

»Keinen Alkohol mehr für diese Frau«, forderte er grinsend.

»Dann würde dir aber vielleicht im weiteren Verlauf der Nacht etwas entgehen«, flüsterte Maria ihm ins Ohr.

»Ich lasse euch besser mal allein«, meinte Judy und drückte sich an ihnen vorbei. »Und wegen des Alkoholkonsums musst du dir, glaube ich, keine Sorgen machen«, gab sie Lenz noch mit. »Ich habe Maria nur ein einziges Mal richtig blau erlebt. Danach hat sie so gelitten, dass es vermutlich für den Rest ihres Lebens reicht.«

Damit war sie auch schon aus dem Blickwinkel des Polizisten verschwunden.

»Stimmt das?«, fragte Lenz scheinheilig.

Maria nickte. »Leider, ja.«

»Wann war das?«

Sie schmiegte sich etwas enger an ihn. »Irgendwann.«

»Genauer.«

»Ach, Paul, ich weiß es wirklich nicht mehr. Wir hatten uns gestritten, weil ich mich mal wieder blöd benommen habe. Danach wollte ich mich bei dir entschuldigen, aber du warst einfach nicht zu erreichen. Dann nahm das Schicksal eben seinen Lauf. Mir wird heute noch ganz übel, wenn ich an diesen Ramazotti-Abend denke.«

Sie sah ihm tief in die Augen. »Obwohl der Morgen danach war viel, viel schlimmer.«

»Und seitdem bist du vorsichtiger geworden mit dem Alkoholgenuss.«

»Absolut«, bestätigte sie.

»Na, dann will ich zufrieden sein. Jetzt komm, lass uns wieder rüber gehen, sonst denken die Leute noch, dass wir es uns auf dem Klo gemütlich gemacht haben.«

Ein paar Stunden später standen der Kommissar und seine große Liebe eng umschlungen auf der improvisierten Tanzfläche im Saal des Restaurants. Aus den Lautsprecherboxen drang gedämpft die Stimme von Eric Clapton, der davon sang, dass ein Mann sich in der Nähe seiner Frau Wonderful Tonight fühlt.

»Lass uns nach Hause fahren«, murmelte Maria. »Ich bin gut angeschickert und mir ist, als bräuchte ich jetzt einen starken Arm unter meinem Kopf und eine sonore Stimme, die mich in den Schlaf redet.«

»Und was ist mit dem, das mir vielleicht im Lauf der Nacht noch entgehen könnte?«, hakte Lenz nach.

»Oh je«, erwiderte Maria kleinlaut, »da habe ich den Mund wohl etwas zu voll genommen. Vielleicht können wir es auf morgen früh verschieben?«

4

Frank Weiler stellte sein elegantes Sportcoupé am äußersten Ende des großen Parkplatzes ab, schaltete den Motor aus, öffnete die Fahrertür, griff nach seinem Mantel, und drückte dann auf einen Knopf des kleinen Senders in seiner Hand. Der Geschäftsmann aus Kassel entfernte sich langsam von dem Fahrzeug und ging auf den Eingang des großen, etwas heruntergekommen wirkenden Baus des Krankenhauses von Ziegenhain zu. An der Information fragte er nach dem Patienten, den er besuchen wollte, und fuhr danach in den dritten Stock. Dort angekommen sah er sich kurz um, fand das Zimmer, das er suchte, und trat ohne anzuklopfen ein.

»Hallo, bitte warten Sie einen Moment draußen, bis ich fertig bin«, wurde er von einer erschrocken dreinblickenden Krankenschwester zurechtgewiesen. »Und das nächste Mal versuchen Sie es mit anklopfen«, schickte sie ihm genervt hinterher.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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