Regenbogenlandgeschichten - Patrick Stumm - E-Book

Regenbogenlandgeschichten E-Book

Patrick Stumm

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Beschreibung

Wie geht es weiter, wenn das Leben endet? Was machen unsere vierbeinigen Freunde, nachdem sie die Seiten wechseln mussten? Es gibt Menschen, die glauben an Himmel und Hölle. Aber beweisen lässt sich das alles nicht. Warum also nicht davon träumen, dass es ein Regenbogenland gibt, in dem wir unsere Fellfreunde irgendwann einmal wiedersehen werden? Durch Patrick und seine Passion, sich seit vielen Jahren um alte Tiere zu kümmern die ihre eigenen Baustellen haben, kam dieses Büchlein zustande. Ebenso wie alle anderen Bücher aus der Reihe "Chris umgetopft" handelt es sich um die Mitnahme aller interessierter Zweibeiner auf eine Reise zu einem sensiblen Thema: Umgang mit dem Tod. Keiner möchte sterben und niemand möchte sich Gedanken darüber machen. Aber warum eigentlich nicht? Könnte es nicht möglich sein, dass am Ende alles schön wird? In den Regenbogenlandgeschichten erzählt nicht nur der kleine Flops von seiner aufregenden Reise durch die Wolkenlandschaft, es kommen auch viele Tiere zu Wort, die über den Facebook-Blog "Chris umgetopft" ihren Weg zum kleinen Fledermops gefunden haben und ebenfalls bereits die Seiten wechseln mussten. Traurig, lustig, zum Nachdenken anregend. Zwar bleibt am Ende immer der Tod, aber vielleicht ist er ja so etwas einfacher zu ertragen. Der Tod ist nicht das Ende, nicht die Vergänglichkeit, der Tod ist nur die Wende, Beginn der Ewigkeit.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 200

Veröffentlichungsjahr: 2023

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© 2023 Patrick Stumm

Herausgegeben von:

Tierhilfe Erfolgreich Umgetopft Hümmerich gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)

(https://erfolgreich-umgetopft.org)

ISBN Softcover: 978-3-384-01892-2

ISBN Hardcover: 978-3-384-01893-9

ISBN E-Book: 978-3-384-01894-6

Druck und Distribution im Auftrag:

tredition GmbH, Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Germany

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist der Autor verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne schriftliche Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag, zu erreichen unter:

tredition GmbH, Abteilung "Impressumservice", Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Deutschland.

Regenbogenlandgeschichten

„Dich zu lieben, war so leicht.

Dich zu verlieren, so unfassbar schwer.“

Inhalt

Cover

Urheberrechte

Titelblatt

Vorwort

Wenn nichts mehr ist, wie es war

Die Ankunft

Die Anfangszeit

Die Vorstellungsrunde

Die Party zur Heiligen Nacht

Interview mal anders

Rückblende

Was für ein Dilemma

Das Nähkästchen

Erstes Date

Das Familien-Center

Auf Freiersfüßen

Müßiggang ist aller Laster Anfang

Ein neuer Abschied

Leo mit der Lizenz zum Kuscheln!

Gemeinsam schafft man alles

Leo, die Partymaus

Giaco, der Gold"fisch"

Luna, die Möhrchendiebin

Milu, die zukünftige Wetterfroschkatze

Lucky und Topi, Sturkopf trifft Freigeist

Angel, ein Engel auf vier Pfoten

Nemo, die kleine Rennsemmel

Lara, die Prinzessin auf der Wolke

Sally, die charmante Futterdiebin

Hari & Pascal hoppeln um die Wette

Leo dreht auf

Den Gedanken nachhängen

Finger im Po, Mexiko!

Tieffliegender Flops

Erste Vorbereitungen

Knickel lebe hoch

Lachen und Weinen?

Rubi on Tour

Luca schon wieder!

Alle lieben Rover?!

Die Wiedervereinigung

Schlusswort

Regenbogenlandgeschichten

Cover

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Vorwort

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Regenbogenlandgeschichten

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Vorwort

Ein Buch über Regenbogenlandgeschichten. Viele fragen sich, warum man über sowas schreibt und die Antwort darauf ist zumindest für mich ganz einfach: Es macht vieles leichter. Ich habe so viele Fellnasen über die Regenbogenbrücke gehen lassen müssen, dass ich sagen kann, ich weiß, wovon ich da schreibe. Und es wird nicht leichter im Laufe der Zeit. Wenn ich darüber schreibe, kann ich diese Erlebnisse viel besser verarbeiten und das gibt mir Ruhe. Abgesehen davon gefällt mir die Vorstellung davon, dass es genau so sein könnte, wenn unsere Zeit gekommen ist.

Mit dem Kauf dieses besonderen Büchleins unterstützt Du unsere Tierhilfe Erfolgreich Umgetopft und dafür möchte ich Dir danken. Wir brauchen Geld, um anderen Menschen mit ihren Tieren helfen zu können. Heute, morgen und übermorgen auch. Wir werden nicht die Welt retten, können aber gemeinsam dafür sorgen, dass es der Welt ein bisschen besser geht.

Operationskosten, Physiotherapie, Spezialfutter, persönliche Betreuung im Alltag, Übernahme von Fahrtdiensten für Fellnasen und vieles mehr. All das leisten wir mit unserem ehrenamtlichen Team deutschlandweit. Du hilfst uns zu helfen.

Weitere Informationen über unsere Organisation findest Du unter www.erfolgreich-umgetopft.org. Und falls Du irgendwann die Idee toll findest, selbst aktiv in den Tierschutz einsteigen zu wollen, melde Dich gerne bei uns. Wir können Hilfe immer gebrauchen und es gibt kostenlose Karmapunkte.

Den Ausschlag für das Buch hat Chris gegeben. Unser Fledermops. Er durfte nochmal ankommen, bevor der Krebs ihm in den Arsch getreten hat. Ich vermisse den kleinen, kauzigen Kerl. Genau wie alle anderen, die schon gehen mussten.

Bis heute verstehe ich das Konzept nicht, nachdem Hunde nur so kurz bei uns sein dürfen. Ich lebe daher nach meiner eigenen Theorie:

Die Menschen sind geboren, damit sie lernen können, wie man ein gutes Leben lebt – wie man liebt und nett ist. Hunde wissen schon, wie man das macht, darum müssen sie nicht so lange bleiben wie wir.

Ich wünsche viel Spaß mit dem Buch über die Regenbogenland-geschichten.

Patrick

Herrchen & Obermacker im Rudel

Wenn nichts mehr ist, wie es war

Cristobal, so steht’s geschrieben, eindeutig zu kompliziert.

Schließlich ist nur „Chris“ geblieben, wurdest einfach „rückdatiert“.

Du hattest Glück und wurdest gesehen, wo wärst Du heute ohne sie.

Die guten Engel ließen Dich nicht stehen, sie nahmen Dich auf, denn es passte die Chemie.

Einmal wurdest Du vermittelt, „zum Glück“ ohne Erfolg. Sonst wärst Du nie zu mir gekommen, dabei warst du der, den ich gewollt.

Mit Robby ging es anfangs rund, Du hast ihm nichts geschenkt.

Verständnis hat er Dir gezeigt und sich aufs Warten beschränkt.

Irgendwann warst Du soweit, hast Nähe zugelassen, leider musste Robby vorgehen, doch die Erinnerung wird nicht verblassen.

Jetzt ist auch Deine Zeit gekommen und wir stehen Dir bei, Du wirst den Weg nicht alleine gehen müssen, wir sagen leise bye-bye.

Krebs ist zwar Scheiße, aber auch nur ein Name für etwas, was niemand verhindert.

Das Leben ist doch auch nur eine Krankheit, die uns mit dem Tode verbindet.

Unsere Zeit, die war kurz, aber sehr intensiv, ich möchte das niemals missen.

Dir geht es jetzt gut und Du kannst wieder hüpfen, nur wir, wir fühlen uns beschissen.

Du bist und bleibst mein Fledermops, egal was andere sagen. Ich liebe und vermisse Dich, werde Dich immer in meinem Herzen tragen.

Die Ankunft

Das Ende der Regenbogenbrücke auf Wolke 1. Es stehen viele Tiere herum, die alle auf die Neuankunft eines ganz speziellen Hundes warten. Die meisten kennen ihn gar nicht und haben auch noch nie von ihm gehört. Aber zwei Hunde an vorderster Front wedeln schon etwas aufgeregt, wobei man sagen muss, dass die Rute des zweiten Hundes wohl eher unkontrolliert hin und her schwingt und den Eindruck erweckt, als sei der Rutenbesitzer auf einem kleinen Trip unterwegs.

Robby: Ey Boston, hör' mal auf zu wedeln! Du machst hier alle nervös.

Boston: Hä? Was'n los, Dude?

Robby: Na die fragen sich alle, ob Du wieder auf Deinem letzten Trip hängen geblieben bist. Du weißt doch noch, was beim letzten Mal passiert ist, hm?

Boston: Ey sorry, das war echt keine Absicht, dass ich die arme Pudeldame von der Wolke geschubst habe! Ich habe mich doch schon ganz doll entschuldigt. Ich habe kurz das Gleichgewicht verloren. Kann doch nem alten Knacker wie mir mal passieren.

Robby: Alter! Du hast nicht mal kurz das Gleichgewicht verloren! Du bist quer über die Wolke geschossen, hast kurz vorm Rand die Pudeldame als Bremsklotz verwendet und bist dann in die entgegengesetzte Richtung weiter getorkelt.

Boston: Jau, ich erinnere mich… eieieieiei, die vorletzte Tüte war schlecht. Ich gelobe Besserung *Pfote heb*

Um von der Regenbogenbrücke auf die Wolke 1 zu gelangen, muss man durch ein großes Tor mit dicken Gitterstäben kommen, welches nur geöffnet wird, wenn ein Neuankömmling erwartet wird. Mitten im Gespräch zwischen Robby und Boston geht das Tor quietschend auf. Robby und Boston blicken gespannt auf den davor liegenden Regenbogenbrückenweg, sehen aber nichts.

Robby: Hm… wo isser denn?

Boston: *kneift die Augen zusammen* Ist da hinten nicht was kleines, schwarzes? *deutet mit der Pfote in die Richtung eines kleinen schwarzen, hüpfenden Punkts in weiter Ferne.

Robby: Boah Alter, der ist aber echt langsam unterwegs. Hat wohl keine Termine mehr, höhöhöhöhöhöhö!

Boston gähnt gelangweilt. Er teilt generell nicht so sehr den Humor von Robby. Beide legen sich gemächlich auf die weiche Wolke, denn bis der neue Mitbewohner ankommen wird, vergeht wohl noch einige Zeit.

Die restlichen Anwesenden werden ein bisschen unruhig, schließlich wollen alle wieder zurück zu ihren Würstchenbäumen und Hasenöhrchenfarmen. Und Boston würde sich am liebsten die nächste Tüte drehen, aber er beherrscht sich.

Robby: Hm… weißt Du, was ich mich gerade gefragt habe?

Boston: Nö, was'n?

Robby: Ob Frauchen und der Obermacker Flopsis Töne vermissen? Der hat doch immer so gequietscht. Jetzt isses bestimmt ganz ruhig in Hümmerich.

Boston: Ich habe vorhin mal runter geschaut, die sitzen auf der Couch mit Lara und gucken in die Glotze. Der durchschnittliche Taschentuchverbrauch ist stark angestiegen, aber ansonsten ist wohl alles ok.

Robby: Vorhin hatte ich auch mal geguckt und gesehen, dass die von der Andrea Hausknecht was Süßes geschenkt bekommen haben. Was ganz leckeres. Lara wollte wohl auch was davon haben, höhöhöhöhö.

Der schwarze Klecks am Horizont wird langsam größer. Ein Flops federt über den Weg in Richtung Tor. Er bleibt immer wieder kurz stehen und blickt zurück.

Chris erreicht das Tor und setzt sich kurz auf seinen Flopshintern. Es ist ein riesiges Tor und es glänzt so schön. Sowas hat er noch nie gesehen. Ein letztes Mal schaut er zurück und man könnte glauben, dass ihm ein Tränchen die Wange herunter läuft, aber dann setzt er seinen Weg fort.

Nachdem er das Tor ehrfürchtig durchschritten hat, schließt es sich geräuschvoll. Boston und Robby stellen sich auf, schütteln sich kurz und gehen ihm entgegen.

Chris: Echt jetzt? Ich latsche den ganzen Weg hier hoch mit meinen kurzen Beinchen, nur um einen vollgedröhnten Kiffer und einen frechen Stinkeköter zu treffen? Wenn das mein "After-Life" ist, dann möchte ich aber schleunigst wieder zurück, hehehehehe. Nicht mal ne Sänfte kam mich abholen. Boah, was für ne Anstrengung, ich bin jetzt stundenlang durch die Gegend gelatscht.

Boston: Na immerhin ist der Weg gerade und ohne Abzweigung. Sonst hättest Du dich bestimmt noch verlaufen, hihihihihi.

Chris: Ui, nen Clown gefrühstückt, hm? So… ich bin hier, wo geht es zum Buffet? Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit.

Robby: Hm… ich glaube, Du bist noch nicht wirklich angekommen.

Chris: Was meinst Du?

Robby: Du hast noch nicht realisiert, was passiert ist. Du bist im Geiste noch unterwegs.

Chris: Ja, mein Geist kommt sicherlich noch. Aber mein Flopskörper hat Hunger. Also?

Boston und Robby schauen sich kurz fragend an, drehen sich aber zeitgleich um und laufen langsam los.

Robby: Komm Flops, folge uns.

Chris: Uff, noch mehr latschen. Nun denn *tippeltappeltippeltappel*

Alle drei laufen über die Wolke 1 zu einer kleinen Hütte, in der ein Dobermann hinter einer kleinen Bedientheke liegt. Robby stellt sich vor die Theke und räuspert sich, woraufhin der Dobermann sich langsam hinsetzt und das Dreiergespann von oben bis unten mustert.

Dobermann: *brummel* Wer stört hier meinen Mittagsschlaf?

Robby: Sorry Dobby, Neuzugang! Wärst Du so freundlich und würdest unserem Kumpel hier eine Wolke zuweisen?

Dobermann: Hmpf… wie oft habe ich Dir schon gesagt, dass Du mich nicht "Dobby" nennen sollst?? Irgendwann beiße ich Dir in Deinen Hintern! *Der Dobermann grinst breit, wobei man sieht, dass er keine Zähnchen mehr im Maul hat*

Robby: Höhöhöhöhö, alles klar. Also, wie sieht es mit einer Wolke für Chris aus?

Dobermann: Tja, dann schauen wir doch mal kurz… *hebt die Pfote und blättert im Wolkenverzeichnis* Hm…. mal schauen *blätter* Ne, die hier ist nur für kleine Hunde… und die hier ist nur für große Hunde… für die Wolke isser zu dick… und für die Wolke hier zu dünn… aaaaaaah, warte. Da ist doch ne hübsche Wolke für mittelgroße, mitteldickdünne Fledermöpse mit Größen- und Kontrollwahn. Perfekt! Wolke 4711. Brauchst Du einen Lageplan, oder kommst Du klar?

Chris: Ähm… *hüstel* Lageplan? Was ist das denn?

Robby: Ist ne Karte. Da kannst Du alle wichtigen Dinge finden, die es hier oben gibt. Kann ich Dir nur empfehlen, man verläuft sich am Anfang ziemlich schnell.

Chris: Ok, ich nehme den Lageplan einmal bitte. Und ich möchte ja nicht stören Herr Dobermann, aber wo geht es denn hier zum Buffet?

Dobermann: *überreicht den Lageplan* Zum Buffet kommst Du, wenn Du dem Hundekuchen-Symbol auf dem Lageplan folgst.

Chris: Ui, das hört sich doch gut an. Vielen Dank *nimmt den Plan* Aber erst möchte ich bitte zu meiner Wolke. Ich möchte mir mein neues Reich anschauen.

Robby: Gerne, wir bringen Dich hin und zeigen Dir alles.

Gemeinsam macht man sich auf den Weg zur neuen Behausung von Chris. Unterwegs fangen sie an, über frühere Erlebnisse zu reden und die neuesten Neuigkeiten auszutauschen. Es wird viel gelacht und geblödelt. Ganz kurz bleibt der kleine Flops stehen und blickt zurück zum Tor. Alles, was ihm lieb und teuer war, hatte er zurückgelassen. Aber das hat er in der Gewissheit getan, dass wir alle uns irgendwann wiedersehen werden. Und auf diesen Tag wird er warten und sich darauf freuen. Aber in der Zwischenzeit genießt er ein sorgenfreies Leben nach seinem Leben und ist einfach nur glücklich.

Die Anfangszeit

Aller Anfang ist schwer, das weiß ja jeder. So geht es aktuell nicht nur allen Zweibeinern auf der Erde, die den Flops kannten. Nein, auch Chris muss sich erst an die neue Situation gewöhnen. Natürlich hat er genügend Unterstützung an seiner Seite, aber wir kennen ja den kauzigen kleinen Kerl.

Doch bevor wir live in die Wolken schalten, darf Lara noch den heutigen Gewinner der letzten Tasse verkünden:

*Scheinwerferlicht geht an und Lara steht mitten im Lichtkegel*

Lara: *räusper* Ähm, das hat mir vorher aber keiner erklärt. Ich bin doch keine Rampensau… kannste mal bisschen dunkler machen? Mir bruzzeln hier die Glubschaugen weg!

*Das Licht wird etwas gedimmt*

Lara: Merci! Zu gütig. So, dann kommen wir mal zur heutigen Tassengewinnerin. Die Tasse geht an:

*Trommelwirbel*

Kerstin Stillert

Herzlichen Glückwunsch. Bitte einmal beim Boss per Messenger melden und die Versandadresse mitteilen.

Damit wäre das Tassenduell für jetzt abgeschlossen und wir gratulieren nochmal herzlich allen Gewinnern. Der Boss hat auch verlauten lassen, dass es sowas wohl in Zukunft häufiger geben wird. Sieht fast so aus, als plant der wirklich, hier weiter zu machen *seufz*. Jetzt werde ich noch berühmt. Auch das noch… Na ja, erstmal genug von mir und damit zurück zur Hauptgeschichte.

Und damit schalten wir direkt weiter live in die Wolken. Ich habe eben gesehen, dass der Flops gerade in seiner neuen Behausung liegt und ein Nickerchen hält. Robby ist gerade auf dem Weg zu ihm und wird wohl gleich eintreffen…

*Kamera schwenkt zur Wolke 4711*

Wie wir sehen ist die Wolke von Chris ziemlich rund, extrem fluffig (extra für die alten Hundeknochen) und in der Mitte steht ein hübsches, überdimensionales Hundehaus. Vor dem Haus wollte Chris ja unbedingt einen Briefkasten in Hundeknochenform haben. Das Haus sieht von außen sehr gemütlich aus und hat ein schönes Spitzdach. Das sieht man hier oben nicht so häufig, die meisten Häuser haben Flachdächer. Fragt mich bitte nicht, warum.

Robby: *summt vor sich hin* Heute blau und morgen blau und üüüüüüübermorgen wieder… *hüpf* Sodele. Da sind wir.

*Robby steht vor Flopsis Haus und begutachtet es ausführlich.*

Gestern ist der Flops ja hier oben angekommen, Robby und Boston haben ihn noch zur Wolke gebracht, aber es war schon dunkel, als sie dort waren. Chris war extrem müde, deshalb sollte die Besichtigungs- und Einweihungstour auf heute verschoben werden. Sieht so aus, als wäre Boston nicht mit dabei. Hm, was da wohl wieder schief gegangen ist?

Robby: Dann wollen wir mal klingeln *Robby betätigt die Klingel, welche die nachfolgende Melodie abspielt: https://youtu.be/lQiv4jE85N8 *

Chris: *schnarchsabbermurmelpfffffffffff* Hm? Och Menno, was ist das denn für ein Krach? *gäääääääääähn* Ach, Robby und Boston sind bestimmt da. Na, dann wollen wir mal.

*Der kleine Chris springt auf und läuft zur Tür*

Chris: Hey Robby, schön, dass Du da bist. Wo ist denn Boston?

Robby: Tja, wie soll ich es Dir sagen? Boston hüpft wieder von Wolke zu Wolke und schubst kleine Hunde in der Gegend rum *augenroll* Dem hätte man das mit dem Kiffen nie zeigen dürfen *seufz*. Aber na ja, ich bin ja hier. Darf ich reinkommen?

Chris: Aber sicher doch, immer hereinspaziert. Wo ist denn übrigens mein Geschenk?

Robby: Geschenk? Ähm… was meinst Du?

Chris: Na, wenn man jemanden besucht, bekommt man ein Geschenk. Habe ich bei Herrchen auch so gesehen.

Robby: *hüstel* Öhm… ok, also nö. Ich habe jetzt nur mich mitgebracht. Wir können aber nachher noch zum Würstchenbaum gehen und uns ein besonders leckeres Würstchen pflücken. Ich kann Dir zeigen, wo die ganz Saftigen hängen!

Chris: Ok, das muss wohl für den Anfang reichen. Na komm erstmal rein.

Chris führt Robby durch sein neues Zuhause. Im Erdgeschoss hat der Flops seinen Wohnbereich mit einer super bequemen Couch und einem schönen Fernseher. Man empfängt hier oben Netflix und Sky, inklusive der neuesten Serie "Ein Flops für alle Fälle" mit allen 3.651 Staffeln. Chris steht voll auf die Serie und findet besonders toll, dass ein Hund, der genau so aussieht wie er, der Star der Serie ist. Alle Hundedamen himmeln ihn an und er ist absolut erfolgreich und hat die dicksten Knochen.

Ebenfalls im Erdgeschoss findet sich die Küche, die ihren Namen aber eigentlich nicht verdient hat. Denn auf den Wolken muss natürlich niemand kochen. In der Küche kann der geneigte Bewohner sich sein Essen wünschen und bekommt es wenige Sekunden später in seinem Napf serviert. Vollautomatisch! Was für ein Service.

Ebenfalls in der Küche befindet sich ein roter Knopf mit der Aufschrift "Für den Notfall".

Chris: Sage mal Stinker, wozu ist denn der rote Knopf da an der Wand? Was meinen die denn mit Notfall?

Robby: Achso, der Knopf. Das hätte ich ja fast ganz vergessen. Den kann man drücken, wenn man ein kulinarisches Problem hat. Dann kommt der Room Service.

Chris: Der Room wat?

Robby: Höhöhöhöhöhö. Der persönliche Wünscheerfüller. Das ist in der Regel ein freundlicher Hund aus der Nachbarschaft, der Dir dabei helfen kann herauszufinden, was es heute zu futtern geben sollte.

Chris: Boah… ich bin im Paradies. Wahnsinn. Na ja, gehen wir mal weiter, es gibt ja noch mehr.

Im Obergeschoss gibt es eine große Galerie mit richtig großen Fenstern. Man hat eine super Aussicht und genügen Sitz- und Liegeplätze. Es ist unheimlich gemütlich und es gibt Kissen ohne Ende.

Chris geht zu einem großen Kissen und legt sich gemütlich darauf. Robby legt sich auf ein Nachbarkissen. Beide schauen schweigend aus dem Fenster in die untergehende Sonne.

Chris: Du Robby?

Robby: Hm?

Chris: Wie geht es jetzt weiter? Was soll ich machen?

Robby: Das, was Du willst. Hab Spaß. Schlafe. Spiele. Hüpfe. Tanze. Lache. Futter Dich durch all die leckeren Sachen, ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen. Aber was immer Du auch machst, schau nicht zurück.

Chris blickt Robby an.

Chris: Warum nicht?

Robby: Weil das traurig macht. Es gibt nur eine Richtung. Vorwärts. Wir müssen weiter gehen. Die Trauer ist etwas für die Zurückgebliebenen. Aber wir haben alles Glück des Universums.

Chris: Er fehlt mir. Alle fehlen mir.

Robby: Ich weiß. Aber nach Deiner Eingewöhnung kannst Du sie sehen. Wann immer Du willst. Unten auf Deinem Fernseher.

Chris: Nach meiner Eingewöhnung? Was heißt das?

Robby: Im ersten Monat ist es den Neuankömmlingen nicht erlaubt, ihre zurückgelassenen Familien zu sehen. Wir sollen nicht von der Trauer festgehalten werden. Das gibt uns Zeit, um Abstand zu gewinnen. Und nach einem Monat sieht bei den Zweibeinern die Welt in der Regel wieder etwas besser aus.

Chris: Hm… was er wohl macht?

Robby: Er denkt an Dich. Jetzt gerade. Und er lässt seinen Tränen freien Lauf. Er ist dankbar, dass Du bei ihm warst und er hofft, dass es Dir gut gehen möge. Abgesehen davon hat er Hundi zu Flopsi umbenannt und festgestellt, dass er Ähnlichkeit mit Dir hat, höhöhöhöhö.

Chris: Boah… dem könnte ich jetzt mal gerade in die Schuhe kacken… Aber wie soll ich das von hier oben anstellen?!

Robby: Höhöhöhöhöhö, wenn Du das schaffst, gebe ich Dir einen aus. Musste halt gut zielen *grins*.

Chris: Ach je… einen ganzen Monat warten, bevor ich mal runter gucken darf. Wer weiß, was Lara bis dahin angestellt hat. Ich habe mir soviel Mühe mit der Erziehung von Herrchen und Frauchen gegeben. Alles umsonst, das olle Mädel krempelt jetzt bestimmt alles um *schnaub*.

Robby: Hm… Lara denkt auch gerade an Dich.

Chris: So, genug jetzt. Ich werde hier noch sentimental, wenn das so weiter geht.

Robby: Sehr gut, dann würde ich sagen, dass wir mal weiter gehen. Ich möchte Dich gerne einigen meiner Freunde hier oben vorstellen. Und dann plant Boston noch ne Party für Dich, da sollten wir mal schauen, wie es damit aussieht. Es sei denn, Du hast etwas Besseres vor?

Chris: Ich habe alle Zeit der Welt, lass uns um die Wolken ziehen…

Chris und Robby verlassen das Haus und machen sich auf den Weg. Die Sonne steht tief am Horizont, doch Flopsi genießt das Farbenspiel hier oben. Es hat etwas Beruhigendes. Und beruhigend ist auch die Tatsache, dass er hier oben nicht alleine ist. Oft hat er sich mit dem Stinkeköter zu seiner rechten gezofft. Und jetzt ist er glücklich, dass er ihm zur Seite steht. Gemeinsam wird man sicherlich noch vieles hier oben erleben können. Und Chris freut sich bereits darauf und grinst still vor sich hin, während sie ihrer Wege gehen…

Die Vorstellungsrunde

Chris und Robby sind gemeinsam auf Wolke 2730 angekommen, hier findet das öffentliche Leben statt. Es stehen Schachbretter herum und einige Hunde spielen gegeneinander. In einer anderen Ecke gibt es einen Agility-Kurs, Dog-Dancing und Dog-Frisbee. Und dann gibt es auch noch die Chill-Ecke mit lauter Kissen und kuscheligen Decken.

Robby: Ach guck mal einer an, der olle Boston *hebt die Pfote und deutet auf die Chill-Ecke*. Wo sollte er auch sonst sein, höhöhöhöhö.

Chris: Hm, er schläft, oder? Sollen wir ihn in Ruhe lassen?

Robby: Ach was, der steht auf sowas. Komm mit.

Robby trabt locker zur Chill-Ecke rüber. Auf dem Weg liegt ein kleiner Wasserspielplatz. Robby läuft einmal quer durch ein Wasserspiel und macht sich richtig nass. Danach läuft er tropfend weiter und lässt sich mit einem lauten *PLATSCH* mitten auf Boston plumpsen.

Chris: Hehehehehehehehe, gut, dass ich da nicht liege. Ich wäre jetzt platt *grins*.

Boston: *schnorchelasdklfnfeiodglnser* EY? WAS PASSIERT DENN HIER???? *wälz*

Robby: HÖHÖHÖHÖHÖHÖHÖHÖ.

Mehrere in der Chill-Ecke liegende Hunde fangen erst an leise zu kichern, bevor die meisten von ihnen lauthals anfangen zu gröhlen. Boston sieht aus wie ein begossener Pudel.

Robby: Ach Mensch, das macht Spaß!

Boston: Du bist und bleibst ein Kindskopf, Du alter Torfkopf!

Robby und Boston rappeln sich langsam auf, Chris läuft zu ihnen.

Boston: Ah, da ist ja der kleine Flops. Hey Chris, wie geht es Dir? Kommst Du klar?