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In der paranormalen Welt: Während die Verteidigung gegen Paranormalenjäger koordiniert wird, trifft ein Vampir einen Gargoyle, der sein Leben auf den Kopf stellt. Ridger Carruthers sieht zu, wie seine besten Freunde in den Mitgliedern eines in der Nähe befindlichen Gargoyleschwarms ihre Geliebten finden. Da er alle Männer getroffen hat, weiß er, dass keiner von ihnen für ihn bestimmt ist. Er denkt sich also nichts dabei, als er dort hin flitzt, um technische Ausrüstungsgegenstände abzugeben. Beim gemeinsamen Essen mit den Gargoyles trifft Ridger jemand Neuen – den Gargoyleältesten Vermidian, der zu Besuch dort ist. Dieser verkündet rasch, dass Ridger sein Gefährte ist … und verlangt, dass er Wyoming verlässt, um mit Vermidian zusammen in Ohio zu leben. Geliebter oder nicht, Ridger reagiert impulsiv und lehnt ab. Als Ältester kann Vermidian sich nicht einmal erinnern, wann sich zuletzt jemand seinen Weisungen widersetzt hat. Die Zurückweisung seines vom Schicksal auserwählten Gefährten zu hören, verblüfft ihn, bedeutet aber nicht, dass er den Vampir aufgibt. Stattdessen lädt Vermidian sich ein, länger bei Ridgers Zirkel zu bleiben, zusammen mit zwei Vollstreckern. Bei so vielen dominanten Persönlichkeiten auf engem Raum kommt es schnell zu Reibereien, und das nicht nur zwischen Ridger und Vermidian. Können sie rechtzeitig lernen, miteinander zu kommunizieren, um nicht nur ihre Beziehung zu retten, sondern auch den Zirkel und den Schwarm vor den Jägern? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Paranormal verliebt ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 29.000 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2022
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
ÜBER CHARLIE RICHARDS
LESEPROBE:
Reibereien mit einem Gargoyle
In der paranormalen Welt: Während die Verteidigung gegen Paranormalenjäger koordiniert wird, trifft ein Vampir einen Gargoyle, der sein Leben auf den Kopf stellt.
Ridger Carruthers sieht zu, wie seine besten Freunde in den Mitgliedern eines in der Nähe befindlichen Gargoyleschwarms ihre Geliebten finden. Da er alle Männer getroffen hat, weiß er, dass keiner von ihnen für ihn bestimmt ist. Er denkt sich also nichts dabei, als er dort hin flitzt, um technische Ausrüstungsgegenstände abzugeben.
Beim gemeinsamen Essen mit den Gargoyles trifft Ridger jemand Neuen – den Gargoyleältesten Vermidian, der zu Besuch dort ist. Dieser verkündet rasch, dass Ridger sein Gefährte ist … und verlangt, dass er Wyoming verlässt, um mit Vermidian zusammen in Ohio zu leben. Geliebter oder nicht, Ridger reagiert impulsiv und lehnt ab.
Als Ältester kann Vermidian sich nicht einmal erinnern, wann sich zuletzt jemand seinen Weisungen widersetzt hat. Die Zurückweisung seines vom Schicksal auserwählten Gefährten zu hören, verblüfft ihn, bedeutet aber nicht, dass er den Vampir aufgibt. Stattdessen lädt Vermidian sich ein, länger bei Ridgers Zirkel zu bleiben, zusammen mit zwei Vollstreckern.
Bei so vielen dominanten Persönlichkeiten auf engem Raum kommt es schnell zu Reibereien, und das nicht nur zwischen Ridger und Vermidian. Können sie rechtzeitig lernen, miteinander zu kommunizieren, um nicht nur ihre Beziehung zu retten, sondern auch den Zirkel und den Schwarm vor den Jägern?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.
Paranormal verliebt ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.
Länge: rund 29.000 Wörter
CHARLIE RICHARDS
Reibereien mit einem Gargoyle
Paranormal verliebt 34
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Butting Heads With A Gargoyle“: Charlie Richards
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2022
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
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Bitte beachten:
Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.
Erkenne die Weisheit, Kompromisse einzugehen, denn es ist besser, sich ein wenig zu verbiegen als zu brechen.
~ Jane Wells
„Zweiter Ridger?“
Ridger Carruthers erkannte die weibliche Stimme, die durch die Gegensprechanlage seines Tischtelefons drang, beugte sich vor und drückte auf die Lautsprechertaste. „Ja, Lidia?“ Er wusste, dass Lidia um diese Zeit an der Rezeption sitzen würde.
„Die Lieferung, die du erwartet hast, ist eingetroffen“, sagte Lidia zu ihm. „Ich habe ihn zur Laderampe geschickt.“
„Ach, fantastisch. Danke, Lidia.“
Ridger erhob sich von seinem Platz, mehr als bereit, eine Pause von der Überprüfung der Konten einzulegen. Als zweiter Anführer des Maven-Vampirzirkels hätte er die Aufgabe einem anderen übertragen können. Ridger zog es jedoch vor, diese Informationen zwischen ihm und seinen Freunden zu behalten. Der Anführer ihres Zirkels, Meister Krispin, nannte ihn kontrollierend, während der oberste Vollstrecker, Basques, ihn auslachte.
Die beiden waren seit fast zweieinhalb Jahrhunderten seine besten Freunde. Als sie ihren Geburtszirkel verlassen hatten, weil dieser von einem bösartigen Vampir übernommen worden war, hatte das Arschloch fiktive Anschuldigungen erfunden und sie alle als Abtrünnige bezeichnet. Da kein Zirkelmeister bereit war, es mit drei starken Vampiren zu riskieren, hatten sie beschlossen, ihren eigenen Zirkel zu gründen.
Während Ridger zu den Ladedocks eilte, dachte er darüber nach, wie sich die Dinge in den letzten Jahren so drastisch verändert hatten. Seine beiden Freunde hatten ihre Geliebten – ihre Seelenverwandten – in Gargoyles aus dem nahe gelegenen Aerasceatle-Schwarm gefunden. In der Vergangenheit hatte der Zirkel nicht viel mit den Gargoyles zu tun gehabt. Deren Anführer war ein Arschloch gewesen, also hatten sie Abstand gehalten. Dann hatte die Führung des Schwarms gewechselt, und siehe da – mehrere Vampire fanden Bindungen.
Ridger würde niemals zugeben, eifersüchtig zu sein, aber wenn er nachts allein in seinem Bett lag, wünschte er sich definitiv, jemanden zu haben, den er in den Armen halten konnte.
Ridger verdrängte diese Gedanken und konzentrierte sich darauf, warum er sich mit dem Lieferfahrer treffen musste. Es hatte schon immer versteckte Gruppen von Menschen gegeben, die über Paranormale Bescheid wussten und sie jagten, und ihr Zirkel war kürzlich von einer solchen Gruppe ins Visier genommen worden. Sie wussten nicht, was verraten hatte, dass sie keine Menschen waren, und befragten immer noch die wenigen, die sie nach dem Angriff an Silvester entführt hatten.
Zur Sicherheit aller wurden alle Lieferungen von ihm oder einem Vollstrecker überprüft. Sie mussten sicher sein, dass nichts manipuliert wurde. Außerdem konnten sie nicht riskieren, dass ein Lieferfahrer irgendetwas Gefährliches unterbrachte oder Jäger in ihr vom Zirkel geführtes Hotel schmuggelte.
An der Laderampe angekommen, trat Ridger durch die mannshohe Tür. Er entdeckte den wartenden Kastenwagen und ging schnell darauf zu. Als Ridger sah, wie ihr Stammfahrer ausstieg, lächelte er Darrell zur Begrüßung an.
„Hey, Darrell“, grüßte Ridger und streckte seine Hand aus. „Danke für Ihre Geduld.“
„Natürlich, Ridger“, erwiderte Darrell und schüttelte ihm die Hand. Nachdem er losgelassen hatte, rieb er sich den Nacken, während er ihn verwirrt ansah. „Wenn ich fragen darf, was soll das mit der zusätzlichen Sicherheit?“
Ridger verzog das Gesicht, als er log: „Wir hatten ein Problem mit Diebstahl an den Docks.“ Er sah zu, wie Darrell die Rolltür seines Kastenwagens öffnete, damit er den Innenraum nach versteckten Menschen durchsuchen konnte. „Wir haben einen Mitarbeiter entdeckt, der einige Gegenstände gestohlen hat. Er hat nicht verraten, ob er alleine gearbeitet hat oder ob andere beteiligt waren.“ Als Ridger zum Rolltor der Laderampe ging, fügte er hinzu: „Jetzt bleibt die Überprüfung der Lieferungen einigen wenigen überlassen.“
Darrell nickte, als er zum Fahrerhaus des Wagens zurückging. „Die zusätzlichen Kameras machen jetzt Sinn.“
Ridger blickte über seine Schulter zu Darrell und entdeckte den Mann, der auf die offensichtlichen zusätzlichen Kameras zeigte. Es gab auch ein halbes Dutzend versteckte.
„Zusätzliche Kameras?“, fragte Ridger neugierig.
Darrell blieb mit seiner Hand auf der Stange stehen, die ihm beim Einsteigen in die Fahrerkabine half, und nickte. „Hab eine Sendung von der Elektronikfirma entdeckt, die ihr bevorzugt.“
Ridger hatte nicht gewusst, dass weitere Kameras bestellt worden waren, aber er nickte trotzdem. „Man kann nie genug haben“, antwortete er, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder der Ladebuchttür zuwandte. Als Ridger sie öffnete, murmelte er vor sich hin: „Das muss ich Ninevah fragen.“
Ninevah war der Techniker ihres Zirkels. Der drahtige Vampir konnte Dinge mit Computern anstellen, die Ridger nicht zu verstehen hoffte. Der Vampir war ihrem Zirkel fast ganz am Anfang beigetreten und er war in die Geheimnisse von so ziemlich jedem eingeweiht. Offiziell wurde Ninevah als Vollstrecker eingestuft, aber er bekam selten Feldarbeit aufgetragen. Seine Fähigkeiten wurden hinter den Kulissen besser genutzt.
Ridger steckte die Hände in die Taschen und beobachtete, wie Darrell mit seinem Wagen zum Dock zurückfuhr. Er wartete geduldig, während der Mensch etwas in seinem Truck tat. Sobald Darrell wieder aus dem Fahrzeug stieg und er ein Klemmbrett in der Hand hielt, dachte Ridger, dass es sich um Papierkram handelte.
„Okay, Ridger“, begann Darrell und stellte sich neben ihn. Er hielt ihm das Klemmbrett hin, in dem ein Stift steckte. „Heute gibt es sechs Kisten mit Handtüchern und eine mit Bettlaken.“ Darrell las die Liste durch und fuhr fort: „Da ist die monatliche Lieferung von Lotionen, Shampoos und so.“
Ridger hörte pflichtbewusst zu, als Darrell die Liste durchging. Dann gingen sie auf die Rückseite des Lastwagens. Er half beim Tragen der angegebenen Kisten und genoss die wenigen Minuten körperlicher Aktivität, nachdem er zwei Stunden lang über Büchern gebrütet hatte.
Sobald alles abgeladen war, unterschrieb Ridger wo nötig und nahm seine Kopie der Rechnung. Nachdem er Darrell verabschiedet hatte, schloss und verriegelte Ridger die Türen.
Ridger zückte sein Handy und rief Ninevah an.
„Ja, Zweiter Ridger?“ Ninevah antwortete beim zweiten Klingeln.
„Hallo, Ninevah“, grüßte Ridger. „Ich bin unten an der Laderampe und hole die Bestellung für diesen Monat ab, und da ist eine Kiste von Trysko Electronics.“
„Oh, fantastisch. Danke, dass du es mir gesagt hast, Zweiter.“ Ninive klang erfreut. „Ich werde Lathe sagen, dass sie hier sind. Ich bin sicher, er wird begeistert sein und sie sofort abholen wollen.“
„Lathe?“ Ridger wusste, dass der Vampir vor Kurzem beschlossen hatte, bei dem nahe gelegenen Gargoyle-Schwarm zu leben, da sein bester Freund Sorbin – der eher wie ein Bruder für Lathe war – kürzlich seinen Geliebten im Zweiten des Gargoyle-Schwarms, Destrawn, gefunden hatte. „Die sind für den Schwarm?“
Das macht mehr Sinn.
„Ja. Aufgrund ihres Standorts konnten sie keinen beschleunigten Versand erhalten“, sagte Ninevah. „Also habe ich Lathe gesagt, sie sollen sie stattdessen hierher schicken lassen. Dann könnte er sie über Nacht bekommen.“
„Ah, ich verstehe“, murmelte Ridger und nickte vor sich hin. „Weißt du was“, begann er, als ihm eine Idee in den Sinn kam. „Sag Lathe, dass ich sie ihm in ein paar Stunden bringe.“
„Wirklich?“, antwortete Ninevah sichtlich überrascht. „Bist du sicher?“
Ridger lachte, als er begann, durch das Hotel zu schreiten. „Absolut. Dorthin war ich seit ein paar Monaten nicht mehr unterwegs.“
Außerdem kann ich den Vorwand nutzen, um die Buchhaltung an Basques weiterzugeben.
Grinsend, während er innerlich böse lachte, stellte Ridger eine Vermutung an, wo sein Kumpel zur späten Nachmittagsstunde sein würde.
„Ich bin sicher, Lathe wird das zu schätzen wissen“, sagte Ninevah. „Ich rufe ihn gleich an. Danke, Zweiter.“
„Gern geschehen, Ninevah“, erwiderte Ridger, bevor er das Gespräch beendete. Er steckte sein Handy wieder in den Clip an seinem Gürtel und beschleunigte sein Tempo. Er begrüßte die Vampire, an denen er vorbeiging, wurde aber nicht langsamer, um zu plaudern. Ridger hielt am Fahrstuhl an, drückte den Aufwärtsknopf und wartete.
„Hallo, Ridger.“
Als er sich zum Sprecher umdrehte, entdeckte Ridger, dass Washington – für seine Freunde Wash – sich zu ihm gesellte. Der Gargoyle in Menschengestalt lächelte und wirkte entspannt und glücklich. In Anbetracht der Tatsache, dass Wash mit Meister Krispin verbunden war, hatte er jedes Recht, glücklich zu sein.
Ridger unterdrückte die Eifersucht, als er den Mann anlächelte. „Hallo, Wash. Wie geht es dir?“
Wash grinste. „Toll. Ich bin gerade damit fertig geworden, das Kinderzimmer zusammenzustellen.“ Nachdem er offensichtlich erleichtert aufatmete, fügte er hinzu: „Ich kann dir gar nicht sagen, wie glücklich ich bin, damit fertig zu sein.“ Als sich die Türen öffneten und sie beide in die Fahrstuhlkabine traten, fügte Wash lachend hinzu: „Ich dachte, Kris würde sich nie für eine Farbe entscheiden.“
Leise glucksend steckte Ridger seine Schlüsselkarte ein – diejenige, die ihm Zugang zu den obersten Stockwerken des Hotels ermöglichte, wo alle Mitglieder des Zirkels residierten – und drückte den Knopf für den dreizehnten Stock. „Ich erinnere mich, wie wir hier 2009 neu dekoriert haben. Er hat seine Meinung vier Mal geändert, bevor er sich entschieden hat.“
„Dann sollte ich mich wohl glücklich schätzen“, antwortete Wash mit einem Grinsen. „Er hat seine Meinung nur zweimal geändert.“
Ridger nickte feierlich. „Absolut.“ Als Wash lachte, öffneten sich die Türen und Ridger fragte: „Wofür habt ihr euch letztendlich entschieden?“
„Eine mittelblaue Farbe“, sagte Wash zu ihm.
„Blau für einen Jungen.“ Ridger grinste. „Schwierige Entscheidung.“
Obwohl der Gargoyle noch in seinem Ei war, wusste Ridger, dass alle Gargoyles, die aus Eiern schlüpften, männlich waren – etwas Einzigartiges für ihre Art. Eine weitere Kuriosität bei Gargoyles war, dass sie einen vom Schicksal bestimmten männlichen Gefährten schwängern konnten. Wash und Krispin hatten einen Mangel an Kommunikation gehabt, was dazu führte, dass Krispin innerhalb der ersten Woche ihrer Bindung schwanger wurde.
Wash zuckte mit den Schultern. „Was auch immer meinen Gefährten glücklich macht.“
Dann ging Wash voraus aus der Kabine, und Ridger folgte ihm in das große Foyer. Es gab zwei Flure – links und rechts. Der verfügbare Raum war auf dieser Etage in vier Suiten aufgeteilt. Drei waren Suiten mit jeweils zwei Schlafzimmern – bewohnt von Ridger und seinen Freunden. Der vierte Bereich war in ihre persönlichen Büroräume umgestaltet worden.
Während Wash nach links abbog, ging Ridger nach rechts und zu Basques‘ Wohnung. Nachdem er dem Mann zum Abschied zugewunken hatte, klopfte er an die Tür seines Kumpels. Ein paar Sekunden später wurde sie geöffnet und Ridger lächelte auf einen anderen Gargoyle in Menschenhaut hinunter – Dloben.
„Hallo, Dloben“, begrüßte Ridger den kleinen Mann. „Ich hoffe, ich störe nicht.“
Dloben lächelte, als er den Kopf schüttelte. „Nein. Ich habe gerade überlegt, was ich zum Abendessen machen soll.“
In menschlicher Form würden die meisten Dloben einen Twink nennen. Er war eins siebenundsiebzig groß und hatte einen schlanken Körperbau. Ridger war nicht der einzige gewesen, der überrascht war, als er entdeckte, dass Gargoyles nicht alle riesige Kreaturen waren. Als kleinerer Gargoyle war Dloben unter der früheren Führung seines Schwarms misshandelt worden, die alle ihre kleinen Mitglieder versteckt gehalten hatte. Erst als Anführer Kinsey übernahm, wurde die Wahrheit ans Licht gebracht – es gab zwei allgemeine Arten ihrer Spezies.
„Ist Basques hier?“ Ridger wusste, dass sein Vampirkumpel es liebte, Zeit mit seinem Geliebten beim Kochen zu verbringen.
Dloben nickte. „Er ist im Badezimmer.“
„Hey, Dloben“, rief Basques aus dem Inneren ihrer Suite und sagte Ridger, dass er dazu gekommen war. „Wer ist da?“
Dloben öffnete die Tür weiter und enthüllte Ridger. „Ridger sucht nach dir“, sagte Dloben, bevor er zu Basques ging. Nachdem er sich auf die Zehenspitzen gestellt und Basques einen Kuss auf die Lippen gegeben hatte, murmelte Dloben: „Ich bin in der Küche.“
Basques lächelte seinen Gargoyle an und nickte. Als Dloben sich um ihn herum bewegte, drückte der Vampir den Arsch seines Geliebten. Dloben lachte und zuckte ein wenig zusammen, bevor er Basques zuzwinkerte.
Ein paar Sekunden lang sandte Basques ein hungriges Lächeln in Dlobens Richtung. Dann riss er seine Aufmerksamkeit von seinem Geliebten los und grinste Ridger an.
„Was ist los, Mann?“, fragte Basques und ging auf ein Sofa in der Nähe zu. „Möchtest du etwas trinken?“
Kopfschüttelnd ging Ridger zum Sofa und lehnte seine Hüfte gegen die Rückenlehne. „Nein, ich bin nur vorbeigekommen, um dich um einen Gefallen zu bitten.“
„Sicher, wenn ich kann“, erwiderte Basques sofort und streckte sich auf dem Sofa aus, um zu ihm hochzuschauen. Er hob in stiller Frage eine schwarze Augenbraue.
„Ich werde zum Aerasceatle-Schwarm gehen“, sagte Ridger zu seinem Kumpel. „Eine Bestellung von Elektronikartikeln kam für sie hier an, und ich dachte, es wäre eine nette Abwechslung für eine Weile.“ Er grinste, als er hinzufügte: „Außerdem werden sie um diese Zeit bald frühstücken, und ich wette, sie werden diesen Rösti-Auflauf haben, den ich so liebe.“
Da unverpaarte Gargoyles tagsüber als Steinstatuen schliefen – etwas, das sie Tagschlaf nannten – waren ihre Mahlzeiten oft verkehrt herum. Typische Frühstücksgerichte wurden oft aufgetischt, wenn die meisten Menschen ihr Abendessen aßen. Natürlich gab es immer eine große Auswahl an Essen, damit auch andere bekommen konnten, was sie wollten.
Basques lachten. „Du und dieser Rösti-Auflauf“, neckte er. „Weißt du, sie haben uns das Rezept gegeben. Warum bestellst du es nicht?“
„Ich habe es ein paar Mal versucht“, gab Ridger zu und verzog das Gesicht. „Es ist einfach nicht dasselbe. Ich weiß nicht, wer ihn da drüben zubereitet, aber er ist anders. Besser.“
„Praerna macht ihn“, meldete sich Dloben aus dem nahen Küchenbereich. „Du könntest ihn fragen, während du dort bist.“
Ridger nickte abwesend, während er sich den Kopf zerbrach, wen Dloben meinte. „Ist er der kleine helllila Gargoyle oder der braune?“
„Helllila“, antwortete Dloben mit einem Kichern. „Der hellbraune ist Rundin.“
Summend legte Ridger diese Informationen im Geiste ab. „Danke.“
„Also, was brauchst du von mir?
