Reise Know-How CityTrip Havanna und Varadero - Jens Sobisch - E-Book

Reise Know-How CityTrip Havanna und Varadero E-Book

Jens Sobisch

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9,99 €

Beschreibung

Dieser aktuelle Stadtführer ist der ideale Begleiter, um alle Seiten der kubanischen Hauptstadt und Varaderos selbstständig zu entdecken: - Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Museen der Städte sowie weniger bekannte Attraktionen und Viertel ausführlich vorgestellt und bewertet - Faszinierende Architektur zwischen alten Herrenhäusern und spanischen Festungen - Abwechslungsreicher Stadtspaziergang - Erlebnisvorschläge für einen Kurztrip - Ausflüge an karibische Traumstrände und zum Mausoleum von "El Che" - Shoppingtipps vom stimmungsvollen Bauernmarkt bis zur Wahl der richtigen Zigarre - Die besten Lokale der Stadt und allerlei Wissenswertes über die kreolische Küche - Tipps für die Abend- und Nachtgestaltung: vom Cabaret bis zum Sundowner auf der Dachterrasse - Havannas Oldtimer - Havanna zum Träumen und Entspannen: Parque Lenin, Strände, Malecón - Ausgewählte Unterkünfte von preiswert bis ausgefallen - Alle praktischen Infos zu Anreise, Preisen, Stadtverkehr, Touren, Events, Hilfe im Notfall ... - Hintergrundartikel mit Tiefgang: Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in den Städten ... - Kleine Sprachhilfe Spanisch mit den wichtigsten Vokabeln für den Reisealltag CityTrip - die aktuellen Stadtführer von Reise Know-How, mit über 140 Städtezielen die weltweit umfangreichste Kollektion. Fundiert, übersichtlich, praktisch.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 228

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Inhalt

Hinweise zur Benutzung

Stadtplan für Smartphone und Tablet

Verweise im Buch

Besonderheiten bei Adressangaben

Alte und neue Straßennamen

Restaurant-Preiskategorien

Hotel-Preiskategorien

Havanna entdecken

Havanna an einem Tag

Kurztrip nach Havanna

Stadtspaziergang

Habana Vieja

Centro Habana

Vedado

Miramar

Andere Stadtteile

Tagesausflüge

Havanna erleben

Havanna für Kunst- und Museumsfreunde

Havanna für Genießer

Havanna am Abend

Havanna für Kauflustige

Havanna zum Träumen und Entspannen

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Havanna verstehen

Das Antlitz der Stadt

Von den Anfängen bis zur Gegenwart

Leben in der Stadt

Varadero

Varadero entdecken

Praktische Reisetipps

Praktische Reisetipps

An- und Rückreise

Barrierefreies Reisen

Diplomatische Vertretungen

Ein- und Ausreisebestimmungen

Drogen

Elektrizität

Film und Foto

Geldfragen

Gesundheitsvorsorge

Hygiene

Informationsquellen

Internet und Internetcafés

Medizinische Versorgung

Mit Kindern unterwegs

Notfälle

Öffnungszeiten

Post

Sicherheit

Sprache

Telefonieren

Touren

Uhrzeit

Unterkunft

Verhaltenstipps

Verkehrsmittel

Versicherungen

Wetter und Reisezeit

Anhang

Register

Der Autor

Impressum

Bildnachweis

Kartenanhang

Hinweise zur Benutzung

Stadtplan für Smartphone und Tablet

Ergänzend zum Zentrumsausschnitt am Ende dieses Ebooks können Sie sich den Faltplan zum Buch auf Ihr mobiles Gerät laden laden: Einfach die kostenlose App „Avenza Maps“ der Firma Avenza™ installieren (erhältlich für Android, iOS und Windows Phone) und anschließend in der App den Stadtplan zum Buch herunterladen.

Die App „Avenza Maps“ ist ohne Internetverbindung nutzbar, es fallen bei der Nutzung keine Datengebühren an. Sie bietet einige Features, z.B. die Anzeige des eigenen Standorts auf der Karte oder den Import und das Speichern von Ortsmarken. Weitergehende Informationen: www.avenza.com/pdf-maps

Verweise im Buch

Alle Sehenswürdigkeiten und interessanten Orte (Points of Interest) im Buch haben eine eindeutige Nummer, die sich als Ortsmarke im Kartenmaterial wiederfinden. (Nummern von Sehenswürdigkeiten stehen in geschweiften Klammern, z.B. {2}, Nummern von Points of Interest in spitzen Klammern, z.B. <16>.) Beim Klick auf die Nummer öffnet sich die Web-App zum Buch und der ausgewählte Punkt wird auf einer Google-Maps-Karte als Ortsmarke angezeigt. Die Web-App ermöglicht zudem die Routenführung vom aktuellen Standort zur ausgewählten Ortsmarke: www.reise-know-how.de/citytrip/havanna18

Besonderheiten bei Adressangaben

Adressen werden auf Cuba anders angegeben als im deutschsprachigen Raum: Calle 6 # 659 e/22 y 24 bedeutet ebenso wie (C.) 6 No. 659 entre (Calles) 22 y 24 „Straße 6 Nr. 659 zwischen den Straßen 22 und 24“. Die Information „zwischen den Straßen (calles) 22 und 24“ bezeichnet den Block, in dem das gesuchte Gebäude liegt. Steht es an einer Ecke, gibt man die entsprechende Querstraße an, z. B. Honorato del Castillo # 1 esq. (a) José Martí, was bedeutet: Straße Honorato del Castillo Nr. 1 an der Ecke (esquina) zur José-Martí-Straße. „Av.“ ist die Abkürzung von Avenida (dt.: Allee), Carretera (Crtra) bedeutet Landstraße und Callejón Gässchen. Bei großen Gebäuden folgt manchmal noch eine Apartmentnummer. Altos bedeutet 1. Stock, bajos Erdgeschoss, piso Stockwerk, cuadra Block und barrio Stadtteil.

Straßenschilder in der Altstadt sind in der Regel an den Gebäuden, vor denen sich zwei Straßen schneiden, angebracht. In den anderen Stadtteilen stehen die Straßennamen auf an Kreuzungen eingelassenen, pyramidenförmig zulaufenden „Ecksteinen“. Achtung: Bei manchen Straßen sind noch alte Namen in Gebrauch.

Alte und neue Straßennamen

Viele Straßen Havannas haben zwei Namen: einen postrevolutionären, der in den meisten offiziellen Stadtplänen steht und oft an Personen und Ereignisse der cubanischen Unabhängigkeitsbewegungen erinnert, und einen zweiten, der noch aus der Kolonialzeit stammt und bis 1959 der einzig gültige war. Alte Namen werden von den Einheimischen in der Regel bevorzugt. Es kann durchaus vorkommen, dass selbst erfahrenen Taxifahrern nicht sofort einfällt, dass die vielbefahrenen Avenidas Reina und Carlos III (gesprochen: Carlos Tercero) seit über 50 Jahren offiziell ganz andere Bezeichnungen tragen.

Bei Adressen in diesem Buch wird grundsätzlich der neue Name verwendet und die alte Bezeichnung in Klammern aufgeführt, sofern sie auch heute noch sehr gebräuchlich ist. Wenn sich der offizielle „neue“ Name überhaupt nicht durchgesetzt hat, wird der „alte“ Name verwendet.

Hier eine nützliche, nicht abschließende Liste doppelter Straßenbezeichnungen (neuer Name – alter Name):

> Agramonte – Zulueta

> Avenida Antonio Maceo – Malecón

> Avenida de Bélgica – Egido/Monserrate

> Avenida Camilo Cienfuegos – Dolores

> Avenida Carlos Manuel de Céspedes – Avenida del Puerto

> Avenida de España – Vives

> Avenida de la Independencia – Avenida Rancho Boyeros

> Avenida de Italia – Galiano

> Avenida de los Misiones – Monserrate

> Av. Salvádor Allende – Carlos III (Tercero)

> Avenida Simón Bolívar – Reina

> Brasil – Teniente Rey

> Calle 23 – La Rampa

> Calle G – Avenida de los Presidentes

> Capdevila – Carcel

> Enrique Barnet – Estrella

> Leonor Pérez – Paula

> Máximo Gómez – Monte

> Padre Varela – Belascoaín

> Paseo de Martí – (Paseo del) Prado

> Progreso – San Juan de Dios

> Vía Blanca – Marina

Restaurant-Preiskategorien

€: bis 10 CUC

€€: bis 20 CUC

€€€: über 20 CUC

(jeweils für eine Hauptmahlzeit)

Hotel-Preiskategorien

Die Preiskategorien sollen lediglich als Anhaltspunkte dienen, da die Unterkunftskosten saisonal bedingt schwanken (DZ pro Nacht).

€: bis 30 CUC

€€: bis 60 CUC

€€€: bis 100 CUC

€€€€: über 100 CUC

Wer telefonisch buchen will, denkt an die Landesvorwahl 0053. Vom deutschen Festnetz aus ist der Anruf über eine Billig-Vorwahlnummer (Call-by-Call) wesentlich günstiger.

Havanna entdecken

Havanna an einem Tag

Wer sich für die Besichtigung Havannas nur einen Tag Zeit nehmen kann oder will, dem empfehle ich, sich in der Umgebung des Capitolio {20} ein Oldtimer-Taxi mitsamt Chauffeur zu mieten (–>) und einige der auf Seite 1 ausgewiesenen Top-Sehenswürdigkeiten anzusteuern. Den Gesamtfahrpreis dabei unbedingt vor Fahrtantritt vereinbaren und bei gutem Service am Ende der Tour etwas aufstocken!

Alternativ – oder je nach persönlichem Zeitbudget und Interesse zusätzlich – bietet sich ein Bummel durch das Herz von Havannas Altstadt an, z. B. von der Plaza de Armas {7} die Calle Obispo {9} hinauf zum Parque Central {18}. Ausklingen könnte der Tag dann bei einem Drink in der zum Hotel Inglaterra gehörenden Freiluft-Bar Café Louvre (–>) oder auf der herrlich restaurierten Plaza Vieja {14}, dort am besten im Außenbereich der Factoría La Muralla (–>).

Kurztrip nach Havanna

Hat man drei Tage Zeit, um Havanna kennenzulernen, so könnte man einen Tag auf die Erkundung der Altstadt (Habana Vieja) verwenden (–>), den zweiten Tag dann für einige Sehenswürdigkeiten je nach persönlichen Vorlieben in den Stadtteilen Centro, Vedado sowie Miramar und den dritten Tag für einen Ausflug an die Playas del Este {42} und/oder zum Parque Histórico Militar Morro-Cabaña {35} auf der anderen Seite der Hafenbucht und/oder zu Ernest Hemingways Finca Vigía {39} im südlichen Vorort San Francisco de Paula.

Mindestens einen Abend reserviert man für eine große Show, z. B. im weltberühmten Tropicana (–>), im Gran Teatro de La Habana Alicia Alonso {23} oder im Cabaret Parisién (–>, im Hotel Nacional).

Kurz und knapp: Hemingways Havanna

Wer alle geschickt vermarkteten Tummelplätze Ernest Hemingways besuchen möchte, benötigt fast einen ganzen Tag und einen fahrbaren Untersatz.

> Dos Hermanos (Bar, –>)

> El Floridita (Bar-Restaurant, –>)

> Finca Vigía {39} (Hemingways Anwesen)

> Hotel Ambos Mundos (–>)

> La Bodeguita del Medio (Bar-Restaurant, –>)

> Sloppy Joe’s (Bar, –>)

> Die Marina Hemingway, ein Jachthafen im Westen Havannas mit touristischer Infrastruktur (Ecke Avenida 5ta und Calle 248), muss man nicht unbedingt gesehen haben.

Stadtspaziergang

Der Verlauf des hier beschriebenen Spaziergangs kann mittels unserer kostenlosen Web-App nachvollzogen werden.

Die Route eines mehrstündigen Rundgangsdurch Habana Vieja könnte die vier großen historischen Plätze der Stadt und den Parque Central {18} einschließen:

Der Bummel startet an der Plaza de la Catedral {5}, die gesäumt ist von sehenswerten aristokratischen Gebäuden der Kolonialzeit, und führt zunächst einige Schritte ostwärts zur Kreuzung der Straßen (Calles) Empedrado und Tacón. Der Calle Tacón Richtung Süden folgend passiert man linker Hand das mächtige, schwer zu übersehende Castillo de la Real Fuerza {8}, bevor die geschichtsträchtige, viel koloniales Flair verströmende Plaza de Armas {7} erreicht wird.

An deren Südseite beginnt die von zahlreichen schönen Fassaden gesäumte Calle Oficios {10}. Nach knapp 200 Metern öffnet sich an der Ecke zur Calle Amargura die Plaza de San Francisco {11}, die von der prächtigen Iglesia y Convento de San Francisco de Asís dominiert wird. Wer im weiteren Verlauf der Calle Oficios die Bronzestatue des legendären Clochards „Caballero de Paris“ passiert und nach 50 Metern in die Calle Brasil (Teniente Rey) abbiegt, trifft auf die nur einen Häuserblock entfernte, hervorragend restaurierte Plaza Vieja {14}. Hier laden gleich mehrere Lokale zu einer ersten Rast ein. An der Nordostecke ist im höchsten Gebäude der näheren Umgebung eine Cámara Oscura untergebracht, die mithilfe eines 360-Grad-Teleskops alle wichtigen Gebäude der Altstadt Havannas auf die Leinwand bringt.

Ab derselben Ecke der Calle Mercaderes {12} nordwärts folgend gelangt man nach vier Straßenblöcken zur Calle Obispo {9}, der in Ost-West-Richtung verlaufenden Hauptschlagader Habana Viejas. Am westlichen Ende der berühmten Touristenmeile prunkt der Parque Central {18} mit einem Denkmal das nationalen Befreiungshelden José Martí (–>). Umgeben von vier der berühmtesten Hotels der Stadt sowie dem Gran Teatro de La Habana Alicia Alonso {23} und in Sichtweite des Capitolio {20} endet hier auch die Flaniermeile des Prado (Paseo de Martí {19}). Wer zwischen den beiden an seinem Südende wachenden Bronzelöwen hindurchschreitet, erreicht im Schatten uralter Bäume nach einem knappen Kilometer in nördlicher Richtung das Castillo de San Salvador de la Punta {1} und die dort beginnende Uferpromenade Malecón {25}. Am Leuchtturm des Parque Histórico Militar Morro-Cabaña {35} vorbei verliert sich der Blick des Spaziergängers in den Weiten des Atlantiks.

Wer auf dem kürzesten Weg an den Ausgangspunkt des Spaziergangs zurückkehren möchte, verlässt den Prado (Paseo de Martí {19}) bereits nach zwei Blocks, um rechts in die Calle Ánimas einzubiegen. Die Rückseite des Museo Nacional de Bellas Artes (Arte Cubano) {4} passierend, wird das Ostende der Calle Empedrado erreicht. Auf dem Weg zur Plaza de la Catedral bestaunt man rechter Hand zunächst den etwas karg geratenen Parque Cervantes und dann die Touristenströme in und vor der Bodeguita del Medio (–>).

Extratipp: Neun literarische Spaziergänge

Roman Rhode, Havanna– Ein Reisebegleiter, Insel Verlag 2010. Auf den Spuren berühmter Schriftsteller durch Cubas Hauptstadt.

Habana Vieja

Havannas kompaktes historisches Zentrum gleicht einem riesigen lebenden Museum und wurde als größte koloniale Altstadt Lateinamerikas bereits 1982 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Hier befinden sich die meisten Sehenswürdigkeiten, alles ist bequem zu Fuß erreichbar und die Atmosphäre kommt dem gängigen Havanna-Klischee am nächsten.

Für gewöhnlich wird Habana Vieja als der Teil der Stadt definiert, der in der Kolonialzeit intramuros, d. h. innerhalb der heute nicht mehr existierenden Stadtmauer, lag. Landeinwärts verlief diese entlang der heutigen Straßen Egido, Avenida de Bélgica (Monserrate) und Avenida de las Misiones und umfasste ein ovales Gebiet von etwa vier Quadratkilometern Fläche. Nach der aktuellen administrativen Einteilung reicht die Altstadt bis zum Paseo de Martí (Prado {19}), schließt also den Parque Central {18} noch mit ein.

Besonders viele Bauwerke von touristischem Interesse liegen an den vier großen Plazas bzw. in deren unmittelbarer Nähe. Von Nord nach Süd sind dies die Plaza de la Catedral {5}, die Plaza de Armas {7}, die Plaza de San Francisco {11} und die Plaza Vieja {14}. Für die Besucher aus aller Welt besonders herausgeputzt wurden die Straßenzüge der Calles Obispo {9}, Oficios {10} und Mercaderes {12} sowie Teile der unmittelbar angrenzenden Gebiete. Insbesondere die Calle Obispo (wörtlich: Bischofsstraße) fehlt in keinem Besichtigungsprogramm.

{1} Castillo y Museo de San Salvador de la Punta * [B1]

Der spanische König Philipp II. ließ diese wuchtige Festungsanlage ab 1589 am Westufer der Hafeneinfahrt und direkt gegenüber dem Castillo de los Tres Reyes del Morro {36} errichten, um feindliche Schiffe ins Kreuzfeuer nehmen zu können (fertig gestellt wurde sie 1610).

Zwischen den beiden Bollwerken wurde allabendlich eine 250 Meter lange Kette aus schwimmenden Holz- und Bronzeringen gespannt, um den Hafen zu blockieren. Die drei Kanonen, an denen die Kette befestigt war, stehen noch heute auf dem Platz vor dem Castillo.

Vom Vorplatz genießt man einen besonders beeindruckenden Blick auf den Malecón {25} und hinüber zum Leuchtturm „El Morro“.

Die Festung selbst beherbergt heute das Museo de San Salvador de la Punta. Die im „Sala de Tesoro“ (der Schatzkammer) gezeigten Schätze umfassen zahlreiche aus Gold, Silber und Juwelen gefertigte Preziosen. Viele der Exponate wurden von Tauchern der staatlichen Meeresarchäologie-Organisation Carisub vom Meeresboden zurück ans Tageslicht befördert. Ein Nebensaal des Museums zeigt Seeuniformen, Modellschiffe, Kanonen und andere Waffen aus drei Jahrhunderten.

> Avenida del Puerto, Ecke Paseo de Martí (Prado), Eintritt: 2 CUC (Fotos 2 CUC extra), geöffnet: Di–Sa 9.30–17, So 9–13 Uhr. Das Museum ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten nach Hurrikanschäden geschlossen. Die wichtigsten Ausstellungsstücke wurden ins Castillo de la Real Fuerza {8} gebracht und können dort besichtigt werden.

Monumento al General Máximo Gómez und zwei kleine Parks

Die Parkfläche südlich des Castillo de San Salvador de la Punta {1} wird durch die Avenida de los Estudiantes (Cárcel) in zwei Abschnitte geteilt: Der Parquede los Enamorados (Park der Verliebten) wird von einer ein indianisches Paar darstellenden Statue und dem Monumentode Estudiantes de Medicina dominiert. Letzteres besteht aus einem kleinen griechischen Tempel, der die Reste einer von spanischen Erschießungskommandos genutzten Mauer umgibt. Das Monument erinnert an die Exekution von acht unschuldigen Medizinstudenten durch königstreue Truppen am 27. November 1871.

Der Parque de Mártires (Park der Märtyrer) liegt auf dem Gelände desehemaligen Tacón-Gefängnisses, einem 1838 errichteten und 1939 zerstörten Symbol der Unterdrückung durch die spanischen Kolonialherren. Prominentester Gefangener war Nationalheld José Martí, der 1869 bis 1870 hier einsaß und bis zu seinem Tode 1885 unter den gesundheitlichen Folgen der miserablen Haftbedingungen leiden sollte. Zwei Zellen und die Gefängniskapelle blieben zum Gedenken an die zahllosen malträtierten Gefangenen für die Nachwelt erhalten.

Gleich nebenan erhebt sich unübersehbar das von dem Italiener Aldo Gamba entworfene Monumento al General Máximo Gómez. Das 1935 gefertigte bronzene Reiterstandbild ehrt mit dem aus der Dominikanischen Republik gebürtigen General Máximo Gómez (1836–1905) einen besonders herausragenden Helden des cubanischen Unabhängigkeitskampfes. Der aus weißem Marmor bestehende Sockel ist mit Säulen und Reliefs geschmückt.

{2} Museo de la Revolución *** [B2]

Das Museo de la Revolución im einstigen Präsidentenpalast unterzubringen, hatte auch symbolischen Charakter. In den Räumen des Präsidentenpalastes vermitteln auf drei Stockwerke verteilte Ausstellungen einen Überblick über die Geschichte des nationalen Befreiungskampfes von den Unabhängigkeitskriegen gegen die Spanier bis zum Sieg der cubanischen Revolution unter Fidel Castro.

Das 1913 begonnene und 1920 eingeweihte Gebäude wurde von Tiffany in New York dekoriert und enthält Werke bedeutender cubanischer Dekorateure des frühen 20. Jhs. Gestalterische Highlights besonderer Güte sind die Innenansicht der markanten Kuppel und der Audienzsaal „Salón de Espejos“ (Spiegelsaal), eine Nachbildung des berühmten Spiegelsaals zu Versailles. In dem Marmor der monumentalen Haupttreppe zum ersten Stock sind noch immer die Einschusslöcher der Attacke des 13. März 1957 zu sehen, als Studenten versuchten, Fulgencio Batista zu ermorden. Von der Terrasse schweift der Blick über die Hafenbucht.

Im zweiten Stock erhält man einen Überblick über cubanische Aufstände von der Kolonialzeit bis zur Revolution. Die lebensgroßen Wachsfiguren von Che Guevara und Camilo Cienfuegos zeigen die beiden charismatischen Nationalhelden in voller Kampfmontur. Die ältesten Fotos und Exponate sind im dritten Stock ausgestellt.

> Refugio No. 1 e/Agramonte y Avenida de las Misiones, geöffnet: tägl. 10–16 Uhr (Einlass bis 15.15 Uhr), Tel. 78624098, 78671165, Eintritt: 8 CUC (mit Führung 10 CUC)

Der ehemalige Präsidentenpalast dient heute als Revolutionsmuseum (022hv Abb.: js)

Plaza 13 de Marzo und Granma Memorial

Der Name des vor dem Museo de la Revolución gelegenen Platzes erinnert an die fehlgeschlagene Präsidentenattacke regierungsfeindlicher Studenten am 13. März 1957. An seinem Südende stehen mit dem im Jahre 1680 errichteten Wachturm Baluarte de Ángel ein kümmerlicher Rest der früheren Stadtbefestigung und gleich daneben ein Kanonenjagdpanzer, mit dem die CIA Fidel Castro ans Leder wollte. In der Mitte des Platzes wurde 2017 eine mächtige Bronzestatue José Martís (–>) hoch zu feurigem Ross aufgestellt. An der Ostseite erheben sich drei Gebäude, in denen wichtige politische Organisationen untergebracht sind: Das Comité Nacional de La Union de Jóvenes Comunistas UJC (Nationales Komitee der Union Junger Kommunisten), die Asamblea Provincial del Poder Popular (Havannas Lokalparlament) und die Organización de Pioneros José Martí (Pioniere).

In einem Glaspavillon auf der Plaza hinter dem Museo de la Revolución ist die nach der Großmutter ihres ersten Besitzers benannte Jacht „Granma“ zu bestaunen. 1956 brachte sie die Brüder Castro und ihre Kameraden von Mexiko nach Cuba, um in der Sierra Maestra den bewaffneten Kampf gegen Batistas Regime aufzunehmen. Außerdem werden Exponate mit Bezug zur Invasion in der Schweinebucht 1961 und Teile eines 1962 abgeschossenen US-amerikanischen Spionageflugzeugs gezeigt.

{3} Iglesia del Santo Ángel Custodio * [B2]

Östlich des Museo de la Revolución erhebt sich die etwas erhöht gelegene, weiße Iglesia del Santo Ángel Custodio. Das ursprünglich in den 1680er-Jahren erbaute Gebäude wurde 1788 in ein Gotteshaus umgewandelt. Turm und neogotische Fassade datieren aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Gegenüber dem Haupteingang der Kirche steht eine Büste des cubanischen Autors Cirilo Villaverde (1812–1894) nahe der Stelle, an der sich die Geschichte seines Romans „Cecilia Valdés“ zum dramatischen Höhepunkt zuspitzt.

> Avenida de las Misiones y Cuarteles

{4} Museo Nacional de Bellas Artes *** [B3]

Das Nationalmuseum zeigt (verteilt auf zwei etwa 500 Meter auseinanderliegende Gebäude) neben Gemälden spanischer, englischer und holländischer Meister auch die umfangreichste Sammlung cubanischer Malerei vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Antikenausstellung (Ägypten, Griechenland, Rom) ist eine der umfangreichsten Lateinamerikas.

Auf halbem Weg zwischen den beiden Abteilungen passiert man das Edificio Bacardí. Das 1929 vollendete Art-déco-Bauwerk ist leicht an seinem pyramidenförmigen Glockenturm mit der emblematischen Fledermausfigur zu erkennen.

> Avenida de Bélgica (Monserrate) No. 261 e/Progreso y Empredado

Cubanische Abteilung

Die Cubanische Abteilung ist unweit des Granma Memorial (–>) im Palacio de Bellas Artes in der Calle Trocadero zwischen den Calles Zulueta und Monserrate untergebracht. 1913 eröffnet, zeigt sie nach der Auslagerung der internationalen Abteilung heute auf knapp 7600 m² über 1200 Arbeiten cubanischer Künstler. Entsprechend acht Themen von „Kolonialzeit“ bis „Kunst ab 1979“ zusammengestellt, findet der Kunstliebhaber Gemälde, Zeichnungen, Gravuren und Skulpturen aus sechs Jahrhunderten. Die bekanntesten vertretenen Künstler sind Nicolás de la Escalera, Victor Patricio Landaluze (beide Meister der Kolonialzeit), René Portocarrero, Amelia Palaez und Wilfredo Lam (Moderne). Einige der Werke stammen aus den nach der Revolution konfiszierten Privatsammlungen des Bacardí-Clans und Fulgencio Batistas.

Internationale Abteilung

Gegenüber der Südostseite des Parque Central {18} befindet sich der im Renaissance-Stil gehaltene, mit vier markanten Türmen versehene Palacio del Centro Asturiano. Das 1927 nach den Plänen des spanischen Architekten Manuel del Busto errichtete, mit neoklassizistischen Motiven dekorierte Gebäude beherbergte einst den Obersten Volksgerichtshof Cubas.

Seit 2001 ist hier die internationale Abteilung des Museo Nacional de Bellas Artes untergebracht. Die auf fünf Stockwerken mit insgesamt 4800 m² Fläche ausgestellten Kunstwerke sind nach Herkunft der Meister geordnet. So findet man im Erdgeschoss Arbeiten US- und lateinamerikanischer und im dritten Stock Werke spanischer Künstler. Der vierte Stock ist den Franzosen gewidmet und beherbergt obendrein die Sondersammlung „arte antiguo“ (antike Kunst). Im fünften Stock sind Werke deutscher, britischer, holländischer, flämischer und italienischer Künstler zu sehen. Neben den antiken Kunstschätzen lateinamerikanischer und europäischer Herkunft sind Werke von Goya, Velázquez und Rubens die Highlights des Museums.

> Trocadero e/Zulueta y Monserrate (Arte Cubano – Cubanische Kunst) und San Rafael e/Zulueta y Monserrate (Arte Universal – Internationale Abteilung), Tel. 78639484, 78610241, www.bellasartes.cult.cu, Eintritt: 5 CUC für eine der beiden Abteilungen, 8 CUC für beide Abteilungen, Kinder bis 12 Jahre gratis, Führungen jeweils 2 CUC extra, geöffnet: Di–Sa 9–17, So 10–14 Uhr

Havannas Hafenallee entlang

Die auch Avenida Carlos Manuel de Céspedes genannte Avenida del Puerto (Hafenallee) wurde erst zu Beginn des vorletzten Jahrhunderts nach umfangreichen Erdaufschüttungen angelegt. Zwischen ihr und der Calle Tacón liegt heute ein aus zwei Teilen bestehender großer Park: Der westlichere Parque Anfiteatro mit einem griechisch anmutenden Open-Air-Theater und einem großen kostenpflichtigen Kinderspielplatz („parque de diversiones“) mit kleinem Riesenrad sowie der ParqueLuz Caballero, den die Statue des cubanischen Philosophen José de la Luz Caballero (1800–1862) schmückt. Wenig weiter, direkt am Hafenbecken, stößt man auf den 1838 errichteten, marmornen Fuente deNeptuno (Neptun-Brunnen) mit dem entsprechenden römischen Gott samt Dreizack.

{5} Plaza de la Catedral *** [C3]

Die gepflasterte Plaza de la Catedral wird von der kleinen, an ihrer Nordseite gelegenen und in barockem Stil reich verzierten Catedral de la Virgen Maria de la Concepción Inmaculada (Kathedrale der Jungfrau Maria von der unbefleckten Empfängnis) beherrscht.

Das im 18. Jh. errichtete, verhältnismäßig kleine und mehrfach umgebaute Gotteshaus wird von den Cubanern schlicht „Catedral Colón“ oder „Catedral de San Cristóbal“ genannt. Die Statue der Heiligen Jungfrau ist in den Hochaltar integriert. Die Turmbesteigung kostet 1 CUC, ist aber nicht immer möglich.

Die drei anderen Seiten der Plaza werden von aristokratischen Gebäuden der Kolonialzeit begrenzt: Im 16. Jahrhundert ließ Gouverneur General Gonzalo Pérez de Angulo die heute an der Nordwestseite des Platzes gelegene Casa del Marqués de Aguas Claras errichten. Im Portikus befindet sich ein der Lage entsprechend teures Café, während im prächtig dekorierten Innern das Restaurante El Patio (–>) untergebracht ist.

An der Südseite der Plaza und gegenüber der Kathedrale steht die Casa del Conde de Bayona aus dem Jahre 1720. Das schlichte, zweistöckige Gebäude ist ein besonders schönes Beispiel für eine traditionelle Händlerresidenz dieser längst vergangenen Epoche. Heute beherbergt es das Museo de Arte Colonial (–>), dessen umfangreiche Sammlung Möbel, Porzellan, Musikinstrumente und mancherlei andere Artefakte der Kolonialzeit umfasst. Die besten Fotos der Kathedrale schießt man aus dem frei zugänglichen oberen Stockwerk.

Die Ostseite der Plaza wird von einem 1741 fertiggestellten und heute Casa de Lombillo genannten Gebäude beherrscht, in dem man heute beispielhaftes Interieur der Kolonialzeit bestaunen kann (koloniale Einrichtung).

Die in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Casa del Marqués de Arcos wurde ebenfalls in den 1740er-Jahren errichtet. Die Bronzestatue unter dem Säulenvordach stellt den spanischen Tänzer Antonio Gadez (1936–2004) dar.

Extratipp: Kirchen in Habana Vieja

Neben der Kathedrale, der Iglesia del Santo Ángel Custodio {3} und der Iglesia de San Francisco de Asís am gleichnamigen Platz {11} können Fans sakraler Bauwerke in Habana Vieja noch ein halbes Dutzend weitere Kirchen (iglesias) aus der Kolonialzeit besuchen. Zentral liegt z. B. das schmucke Kirchlein Santo Cristo del Buen Viaje am gleichnamigen Platz, Ecke Lamparilla y Villegas.

Der Eintritt in Cubas katholische Gotteshäuser ist frei. Kleinere Kirchen sind außerhalb der Messe oft geschlossen. Häufig kann man jedoch den in der Nachbarschaft lebenden sacristán (Küster) ausfindig machen, der Interessierte gegen eine adäquate Spende mit einer kleinen Privatführung erfreuen kann.

In den mehr als 30 katholischen Kirchen Havannas findet grundsätzlich jeden Sonntag und an hohen Feiertagen eine Morgenmesse statt, in der berühmten Kathedrale an der Plaza de la Catedral beispielsweise um 10.30 Uhr.

{6} Calle Empedrado * [C3]

Die gepflasterte Calle Empedrado führt von der Nordseite der Plaza de la Catedral gen Westen Richtung Paseo de Martí und Centro Habana. An moderner Kunst interessierte Besucher sollten sich das Centrode Arte ContemporáneoWifredo Lam (–>) an der Ecke San Ignacio nicht entgehen lassen.

Einen halben Block westlich der Kathedrale quälen sich Touristenströme durch die zweistöckige Bodeguitadel Medio (–>), berühmt als Hemingways Trinkstätte Nummer Eins. Die bunt kostümierten, überdimensionierte Zigarren schmauchenden Herrschaften vor dem Eingang lassen sich gegen ein angemessenes Trinkgeld (ab 1 CUC) gerne ablichten. Wer die Gabe nicht freiwillig herausrückt, wird von ihnen hartnäckig daran erinnert.

Die Calle Empedrado 50 Meter weiter hinauf befindet sich die in den 1820er-Jahren erbaute barocke Casa del Condede la Reunión mit der hier ansässigen Fundación Alejo Carpentier (Mo–Fr 8–15 Uhr, Eintritt frei, Tel. 78615506), in deren drei Räumen man einiges über das bewegte Leben des berühmten cubanisch-französischen Literaten (1904–1980) erfährt.

Zwei Blocks weiter westlich stößt man auf den Parque Cervantes, seit 1906 geschmückt von einer lebensgroßen Marmorstatue von Miguel de Cervantes (1547–1616), dem berühmten Schöpfer des Don Quijote, sitzend und in voller Montur mitsamt zeitgenössischer Halskrause.

{7} Plaza de Armas *** [D3]

Die 1519 angelegte, mehrfach umgestaltete Plaza de Armas ist der älteste Platz Havannas. In seinem Zentrum findet man heute eine von Palmen umrahmte Marmorstatue des Nationalhelden Manuel de Céspedes.

Das koloniale Flair und der nahe Markt für Secondhandbücher unter freiem Himmel ziehen den ganzen Tag über Touristenscharen an. Rund um die Plaza stehen mehrere bedeutende Gebäude, von denen die eindrucksvollsten kurz vorgestellt werden sollen.

Westseite

Der dreistöckige Palacio de los Capitanes Generales, ein herrliches Beispiel barocker cubanischer Baukunst, wurde zwischen 1776 und 1792 errichtet und diente insgesamt 65 Gouverneuren als Residenz. Im Westflügel befand sich bis 1834 eine berüchtigte Haftanstalt. 1902 wurde der Prachtbau Sitz der Regierung, seit 1967 ist hier das sehenswerte Museo de la Ciudad de La Habana (Stadtmuseum, –>) untergebracht, das einen kleinen Einblick in die Geschichte der Hauptstadt bietet.

Man besichtigt den „Salón de Espejos“ (Spiegelsaal) und den Thronsaal. Sehenswert ist auch das Original von „La Giraldilla“ (–>), der ältesten Bronzefigur Cubas auf dem Aussichtsturm des Castillo de la Real Fuerza {8}. Die Kolumbus-Statue im begrünten Innenhof wirkt vor dem Hintergrund der sie umgebenden Palmen etwas unscheinbar.

Nordseite

Der Palacio del Segundo Cabo (Sitz des Vizegouverneurs, der Eintritt ist frei) wurde in den 1770er-Jahren in einem teils maurisch, teils barock anmutendem Stil errichtet. Im Erdgeschoss wechselnde, teilweise interaktiv präsentierte Ausstellungen. Das obere Geschoss wird derzeit (Anfang 2018) umfassend saniert. Östlich neben dem Palast trifft man auf eine lebensgroße Marmorstatue von König Fernando VII. (1784–1833).

Ostseite

Unmittelbar östlich des Castillo de la Real Fuerza {8} erinnert ein Obelisk an 77 cubanische Seeleute, die 1941 bei einem Angriff deutscher U-Boote ums Leben kamen.

Der als El Templete bezeichnete Nachbau eines dorischen Tempels dominiert die Nordostecke der Plaza de Armas. An der Stelle dieses Bauwerks soll Havanna der Legende nach gegründet worden sein. El Templete, der einem Bauwerk in der baskischen Stadt Guernica nachempfunden ist, wurde 1828 fertig gestellt. In seinem Innern finden sich drei große Gemälde de französischen Malers und Architekten Jean-Baptiste Vermay (1786–1833), die Szenen der Stadtgeschichte darstellen (geöffnet: Di–So 9.30–16.30 Uhr, Eintritt: 2 CUC).

Das stattliche Gebäude südlich von El Templete ist der ehemalige Palacio del Conde de Santovenia und beherbergt heute das Hotel Santa Isabel (–>).

Südseite

Die in der südöstlichen Ecke der Plaza gelegene Bücherei Biblioteca Pública Martínez Villena hat die kleine Galería Villena, ein Peso Cubano-Café sowie das Museo Nacional de Historia Natural (tägl. 9.30–18 Uhr, Eintritt: 3 CUC) als Nachbarn.

An der südwestlichen Ecke befindet sich das stets belebte Café La Mina (–>). Westlich davon wurde in der Casa del Agua de la Tinaja (Haus des Tonkrugwassers) jahrzehntelang Mineralwasser aus einer 1544 entdeckten Quelle für 20 Centavos pro Glas ausgeschenkt. Als Wirt fungierte von 1952 (!) bis 2016 der stets bestens gelaunte Pedro Pablo (siehe Foto –>). Solange kein würdiger Nachfolger gefunden ist, bleibt der einmalige Laden geschlossen.

{8} Castillo de la Real Fuerza ** [D3]

An der Nordostecke der Plaza de Armas ist die kompakte Festung Castillo de la Real Fuerza nicht zu übersehen. Mit seinem breiten Burggraben und dem eckigen Schutzwall stellt das zwischen 1558 und 1577 errichtete Kastell den ältesten noch existierenden Militärbau Havannas dar. Auf einem der Aussichtstürme blickt mit einer Kopie der Wetterfahne „La Giraldilla“ (–>) ein Symbol der Stadt gen Hafen. In der Festung ist heute das Museo de Navegación untergebracht, das sich der Geschichte der Schifffahrt widmet. Highlights sind die edelmetallenen Preziosen im Sala de Tesoro (Schatzkammer) und Modelle unterschiedlichster Wasserfahrzeuge.

> Avenida del Puerto, Ecke O’Reilly, Tel. 78644488, Eintritt: 3 CUC (Kinder bis 12 Jahre gratis), geöffnet: Di–So 9.30–17 Uhr

La Giraldilla

Es kursieren drei gängige Theorien zur Bedeutung der bronzenen Wetterfahne auf dem Castillo de la Real Fuerza {8}, die Gerónimo Martín Pinzón (1607–1649) im Jahr 1634 nach dem Vorbild der La Giralda im mutterländischen Sevilla fertigstellte und die u. a. alle Etiketten des von Havana Club vertriebenen Rums schmückt. Nach einer Auffassung ist die etwas entrückt dreinblickende Bronze-Lady schlicht ein Siegessymbol. Andere vermuten, sie stelle eine Personifizierung der Stadt Sevilla dar, schließlich habe sich dort der wichtigste Zielhafen der nach Europa auslaufenden Schiffe befunden.

Der dritten, romantischen Theorie zufolge stellt die Figur Señora Inés de Bobadilla,