Reise Know-How CityTrip Toulouse - Petra Sparrer - E-Book

Reise Know-How CityTrip Toulouse E-Book

Petra Sparrer

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Beschreibung

Toulouse verheißt südfranzösisches Flair zwischen Mittelmeer und Pyrenäen. Die "ville rose", deren historische Backsteinarchitektur je nach Sonnenlicht rosa bis dunkelrot leuchtet, lädt zum Flanieren am Garonne-Ufer, zum Einkaufsbummel in historischen Markthallen, zur Bootsfahrt auf dem Canal du Midi und zum Besuch quirliger Kneipen ein. Als Universitätsstadt und Sitz von Airbus ist Toulouse die dynamische Hauptstadt der Großregion Okzitanien – gleichwohl geht es hier gemütlich, spontan und herzlich zu. Lohnenswerte Ausflüge führen in die Bischofsstadt Albi und ins Gaillac, das als ältestes Weinanbaugebiet Frankreichs gilt und zur Verkostung von besonderen regionalen Tropfen einlädt. Dieser aktuelle Reiseführer Toulouse ist der ideale Begleiter, um alle Seiten der südfranzösischen Stadt an der Garonne selbstständig zu entdecken: - Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Museen der Stadt sowie weniger bekannte Attraktionen und Viertel ausführlich vorgestellt und bewertet - Faszinierende Architektur: Patriziervillen, Art déco und rote Backsteinbauten - Abwechslungsreicher Stadtspaziergang - Erlebnisvorschläge für einen Kurztrip - Ausflüge nach Albi, Cordes-sur-Ciel und ins Gaillac - Shoppingtipps von Markthallen bis zu exzellenten Weingeschäften - Die besten Lokale der Stadt und allerlei Wissenswertes über die Toulouser Küche - Tipps für die Abend- und Nachtgestaltung: von Theater und Kino über Bars mit Livemusik bis zum angesagten Club - In vino veritas: die Weinanbaugebiete Fronton und Gaillac - Toulouse zum Durchatmen: Jardin Compans Caffarelli, Port de la Daurade, Jardin du Grand Rond und Jardin Royal - Ausgewählte Unterkünfte von preiswert bis ausgefallen - Alle praktischen Infos zu Anreise, Preisen, Stadtverkehr, Touren, Events, Hilfe im Notfall ... - Hintergrundartikel mit Tiefgang: Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in der Stadt ... - Kleine Sprachhilfe Französisch mit den wichtigsten Vokabeln für den Reisealltag

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 221

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhalt

Hinweise zur Benutzung

Stadtplan für Smartphone und Tablet

Verweise im Buch

Preiskategorien

Vorwahlen

Toulouse entdecken

Toulouse durch die rosa Brille

Willkommen in Toulouse

Kurztrip nach Toulouse

Stadtspaziergang

Vom Capitole Richtung Norden

Entlang der Garonne: rechtes Ufer

St-Cyprien am linken Ufer der Garonne

Zwischen Capitole und Rue de Metz

Südliche Altstadt: Les Carmes, St-Étienne, Dalbade

Entdeckungen außerhalb des Zentrums

Ausflugsziele in der Umgebung

Toulouse erleben

Toulouse für Kunst- und Museumsfreunde

Toulouse für Genießer

Toulouse am Abend

Toulouse zum Stöbern und Shoppen

Toulouse zum Durchatmen

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Toulouse verstehen

Toulouse – ein Porträt

Von den Anfängen bis zur Gegenwart

Leben in der Stadt

Dynamisch in die Zukunft

Praktische Reisetipps

An- und Rückreise

Autofahren

Barrierefreies Reisen

Diplomatische Vertretungen

Geldfragen

Informationsquellen

LGBT+

Medizinische Versorgung

Mit Kindern unterwegs

Notfälle

Öffnungszeiten

Post

Radfahren

Sicherheit

Sprache

Stadttouren

Telefonieren

Unterkunft

Verkehrsmittel

Wetter und Reisezeit

Anhang

Register

Die Autorin

Impressum

Kartenanhang

Hinweise zur Benutzung

Stadtplan für Smartphone und Tablet

Ergänzend zum Zentrumsausschnitt am Ende dieses Ebooks können Sie sich den Faltplan zum Buch auf Ihr mobiles Gerät laden: Einfach die kostenlose App „Avenza Maps“ der Firma Avenza™ installieren (erhältlich für Android und iOS) und anschließend in der App den Stadtplan zum Buch herunterladen.

Die App „Avenza Maps“ ist ohne Internetverbindung nutzbar, es fallen bei der Nutzung keine Datengebühren an. Sie bietet einige Features, z.B. die Anzeige des eigenen Standorts auf der Karte oder den Import und das Speichern von Ortsmarken. Weitergehende Informationen: www.avenza.com/pdf-maps

Verweise im Buch

Alle Sehenswürdigkeiten und interessanten Orte (Points of Interest) im Buch haben eine eindeutige Nummer, die sich als Ortsmarke im Kartenmaterial wiederfinden. (Nummern von Sehenswürdigkeiten stehen in geschweiften Klammern, z.B. {2}, Nummern von Points of Interest in spitzen Klammern, z.B. <16>.) Beim Klick auf die Nummer öffnet sich die Web-App zum Buch und der ausgewählte Punkt wird auf einer Online-Karte als Ortsmarke angezeigt. Die Web-App ermöglicht zudem die Routenführung vom aktuellen Standort zur ausgewählten Ortsmarke: www.reise-know-how.de/citytrip/toulouse25

Preiskategorien

Gastronomie

€ bis 25 €

€€ 25–50 €

€€€ über 50 €

Preiskategorien für ein Hauptgericht ohne Getränke.

Unterkünfte

€ bis 90 €

€€ 90–185 €

€€€ ab 185 €

Preiskategorie für ein Doppelzimmer ohne Frühstück.

Vorwahlen

Wer aus dem Ausland in Frankreich anruft, wählt die Landesvorwahl 0033 und dann die komplette Rufnummer ohne die vorangehende Null. Innerhalb Frankreichs wählt man die komplette, 10-stellige Rufnummer inkl. der Null.

Abkürzungen

> Pl. für Place

> St für Saint

> Ste für Sainte

> Av. für Avenue

> Bd. für Boulevard

> GR für Sentier de Grande Randonnée (Fernwanderweg)

Toulouse entdecken

Toulouse durch die rosa Brille

Die rosa Backsteinmetropole – Okzitaniens ville rose – ist eine aufregende Schönheit an Garonne und Canal du Midi. Nicht weit vom Ariège, den Katharerburgen des Südwestens, den Pyrenäen und Barcelona empfängt Frankreichs viertgrößte Stadt Besucher mit einem reichen architektonischen Erbe und südfranzösischer Lebensart, die in Temperament, Küche und Nachtleben ab und an spanisch anmutet.

Gleich mehrere Markthallen laden zum Schlemmen ein und in den Halles de la Cartoucherie im neuen Ökoviertel ist fast alles bio. Der Food Court in einer umgebauten Munitionsfabrik zählt zu den Trendtreffs in der sich immer neu erfindenden Stadt.

Spektakulär sind die Säle des Stadtrats voller Kunst und wertvoller Gemälde im Capitole {2}, der Palmettenpfeiler im Couvent des Jacobins {7} sowie das Jakobspilgerziel und UNESCO-Weltkulturerbe Saint-Sernin {5}. Toulouse, Stadt der Musik im UNESCO-Netzwerk der Creative Cities, verspricht Musikerlebnisse aller Genres in historischen Kulissen oder bei Festivals wie Rio Loco. Wer Glück hat, erlebt ein Defilee der Tiermaschinen der Compagnie de la Machine im Zentrum. Ansonsten zeigen Maschinisten und Schausteller die fantasievollen Kreaturen und Apparate in der Halle de la Machine (–>) in Montaubron – pures Spektakel und eine kreative Idee der Stadtplaner, den alten Flughafen neu zu beleben, von dem Luftfahrtpioniere wie Antoine de Saint-Exupéry früher ihre Postflüge starteten.

Die kreative rosa Stadt inspiriert zum Abheben, ob im Nachtleben oder virtuell ins Weltall, im Weltraumstadt-Museum Cité de l’Espace {27}.

An warmen Abenden stets belebt – die Place des Tiercerettes [C2] (002to-ps)

Willkommen in Toulouse

Im Sonnenlicht beginnen die Backsteinbauten der „ville rose“ in warmen Rottönen zu glühen und für Flaneure gibt es rechts und links der Garonne viel zu entdecken: gemütliche Plätze, plätschernde Brunnen, Fachwerkhäuser, Patriziervillen ...

Die Garonne-Ufer laden zu langen Spaziergängen ein, z. B. von der Pont Neuf {12}, der ältesten Brücke der Stadt (15. Jh.), bis zum Kulturzentrum EDF Bazacle {10}. Vorbei an der Schleuse St-Pierre geht es am Canal de Brienne entlang bis zur Manufacture des Tabacs, einer ehemaligen Tabakfabrik, die heute ein Gebäude der Universität ist. Über die Pont des Catalans erreicht man das Museum für zeitgenössische Kunst Les Abattoirs {16} und kann vom linken Garonne-Ufer den Blick auf die Altstadt genießen. Von der Place St-Cyprien [B5/6] kommt man mit der Metro zur Place du Capitole {1} oder man geht zum Wasserturm Château d’Eau {13} und über die Pont Neuf in die Altstadt. Schneller ist man mit den städtischen Leihrädern von Vélo Toulouse unterwegs.

Die Place du Capitole und ein großer Teil der Altstadt sind verkehrsberuhigt. Die lange Fußgängerzone Rue Alsace-Lorraine [E3–5] bildet die Verbindung zwischen den lebhaften Vierteln rund um den Marché Victor Hugo und den Marché des Carmes. Das historische Viertel der Händler erstreckt sich zwischen der pittoresken Fußgängerzone Rue St-Rome, der Rue Ste-Ursule und der Rue de Cujas.

Besonders schön zu Fuß erkunden kann man die Gassen zwischen der Cathédrale St-Étienne {23} und der Rue Ozenne. Hinter hohen Mauern ließen sich hier die Parlamentarier, die vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution für die Gerichtsbarkeit verantwortlich waren, großzügige Stadtpaläste mit Kutschenhof und Veranda sowie großem Garten errichten. Heute ist dieser Teil der Altstadt das Viertel der Antiquitätenhändler – das Quartier des Antiquaires.

Nördlich der Place du Capitole, zwischen Place Wilson [E4] und dem Metroausgang Jean Jaurès [E3], stehen denkmalgeschützte Kioske im Art-déco-Stil, die im Sommer bis in den späten Abend Knabbereien, Getränke und Zeitungen verkaufen. Die Allée Jean Jaurès [F2/3] verbindet die Place Wilson und die Altstadt mit dem Bahnhof und dem Canal du Midi. Toulouse hat die ehemals mehrspurige Straße nach dem Vorbild von Barcelona in eine Art Ramblas verwandelt. Der Architekt und Städteplaner Joan Busquets entwarf eine 17 m breite Promenade mit viel Grün. An beiden Seiten blieb eine Spur für Autos erhalten und einen Radweg gibt es auch. In der Blickachse erhebt sich der Arche Marengo der Médiathèque José Cabanis [G2], ein moderner Triumphbogen aus zwei asymmetrischen Pfeilern mit einer Aussichtsplattform.

Hinter dem Ringboulevard Lazare Carnot und dem Théâtre de La Cité (CDN) liegt das volkstümliche Viertel St-Aubin mit einem netten Sonntagsmarkt. Feinkostläden, Kunstgalerien und Geschäfte säumen die Rue de la Colombette [F/G4].

Radfahrer können im Maison du Vélo, E-, City- und Tourenräder, Kindersitze, Satteltaschen und weiteres Zubehör leihen. Auch mit den städtischen Leihfahrrädern von Vélo Toulouse kann man Ziele außerhalb der verkehrsberuhigten Innenstadt entdecken. Ab der Metrostation Carmes geht es z. B. über die Rue Ozenne in das grüne Toulouse: zuerst durch den Jardin Royal und den Park Jardin du Grand Rond und dann über die Rue de Tivoli zum Hafen Port St-Sauveur am Canal du Midi. Der Weg rechts am Kanal entlang führt zum Musée Georges-Labit {26}. Über die Rue des Martyrs de la Libération kommt man zum Jardin des Plantes mit dem Naturwissenschaftsmuseum Muséum de Toulouse {25}. Die 2,6 km lange Tour macht auch mit Kindern Spaß!

Vom Stadtviertel St-Cyprien am linken Garonne-Ufer aus bietet sich eine Radtour über die Pont des Catalans [A4] oder die Pont St-Pierre und am Canal de Brienne und Canal du Midi entlang bis zum Jardin Compans Caffarelli {6} an.

Kurztrip nach Toulouse

Wer schon freitags ankommt, kann den Nachmittag am Ufer der Garonne verbringen und beim Aperitif am Port de la Daurade [C4/5] oder an der Place St-Pierre {8} zusehen, wie die Sonne untergeht. Bei schönem Wetter bietet sich ein Picknick mit einer Flasche Wein am Garonne-Ufer an. Am ersten Abend kann man in einer der vielen Tapas-Bars und Bar-Bistros z. B. um die Markthalle Les Carmes die spanische Seite von Toulouse entdecken. Le Péry ist ein beliebter Nightlife-Spots in St-Aubin, und um ins Wochenende zu tanzen, ist Puerto Habana eine gute Wahl. Es begeistert Salsa- und Kuba-Fans und serviert bis in den späten Abend warme Küche.

Erster Tag

Morgens

Die Place du Capitole {1} mit den Prunksälen des Capitole {2} ist für viele Erstbesucher von Toulouse ein echtes Highlight. Wer am Abend das Théâtre du Capitole im rechten Flügel besuchen möchte, sollte frühzeitig Karten reservieren. An der Platzseite gegenüber schmücken moderne Deckengemälde die Arkaden mit den Bars und Restaurants. Vorbei am Donjon, einem früheren Wehrturm hinter dem Rathaus, der heute Sitz der Touristeninformation ist, geht es über die Place Wilson zum Marché Victor Hugo, wo die kulinarischen Angebote zum Schwärmen verleiten. Von der Place du Capitole kann man auch den Spuren von St-Sernin (Saturnin, –>), dem ersten Bischof von Toulouse, durch die Rue du Taur folgen. Hier wurde er in römischer Zeit von einem Stier zu Tode geschleift und zum einzigen Märtyrer der Stadt.

Vorbei an Notre-Dame-du-Taur {3} geht es zur Basilique St-Sernin {5}. In der beeindruckenden romanischen Kirche, einem Wallfahrtsort für Jakobspilger, gibt es z. B. Gemälde, Kapitelle und Reliquien zu entdecken. Tympanon und Türsturz sind ein Meisterwerk der Bildhauer aus dem 12. Jh.

Mittags

26 Skulpturen des Weingotts Bacchus stützen sich an den Wänden auf Weinreben mit vergoldeten Blättern: Le Bibent, eine Institution an der Place du Capitole, eröffnete Mitte des 19. Jh. und bot im Jahr 1861 als erstes Café in Toulouse Bier vom Fass. Hier kehrten Politiker, Literaten, Maler, Balletttänzer und Opernbesucher ein. Eine aufwendige Renovierung stellte den alten Glanz so gut es ging wieder her. Nette Restaurants mit Terrassen säumen die Rue Gambetta [D4] und die Rue Jean Suau [C/D4], die zum Port de la Daurade führen. Im Sommer bietet Pêcheurs de Sable am Garonne-Ufer kleine Gerichte.

Nachmittags

Über das Astronautenleben und Weltraummissionen kann man sich in der Cité de l’Espace {27} informieren und mit einem Simulator Schwerelosigkeit erleben. Ein Besuch ist mit einer vorreservierten deutschen Führung noch spannender. Alternativ nutzt man die guten Shoppingmöglichkeiten von Toulouse und durchstreift das Viertel der Händler rund um die Rue St-Rome [D4] und die Rue Croix-Baragnon [E5].

Abends

Das Chez Authié ist vor oder nach einem Konzertbesuch in der Halle aux Grains, dem Sitz des Orchestre National du Capitole, eine gute Wahl. Le J’Go, eine feste Größe im Toulouser Nachtleben, serviert gute Küche in der Nähe des Theaters CDN.

Im Puerto Habana kann man das Tanzbein zu Salsa- und Bachata-Rhythmen schwingen oder sich am früheren Abend mit einem Tanzkurs darauf einstimmen.

Zweiter Tag

Morgens

Südfranzösische Gotik und ein Beispiel, wie die katholische Kirche ihre Macht demonstrierte: Alle Blicke richten sich im Couvent des Jacobins {7} zu dem einzigartigen Palmettenpfeiler empor, der die gotische Hallenkirche so sehenswert macht. Vom Couvent des Jacobins ist es nur ein kurzer Fußweg zum Hôtel d’Assézat {20}, einer Patriziervilla mit einer wertvollen Kunst- und Gemäldesammlung. Sonntags bietet sich anschließend ein Bummel über den bei Einheimischen beliebten Markt von St-Aubin (Marché St-Aubin) an.

Mittags

Die Einheimischen brunchen in St-Aubin gern auf der Terrasse des Le Péry. Ganz in der Nähe des Hôtel d’Assézat wiederum munden im Viertel Les Carmes mit seinen vielen Restaurants frische Austern und Meeresfrüchteplatten, z. B. bei Chez Jeannot. Ideal, um ein selbst eingekauftes Picknick zu genießen, ist der Jardin japonais {6} im Jardin Compans Caffarelli.

Nachmittags

Nach dem Mittagessen bietet eine Bootsfahrt auf Garonne und Canal de Brienne Erholung (ca. 11/2 Std.. Alternativ kann man an einer der Stadtführungen des Office du Tourisme teilnehmen, z. B. ins Toulouse der Pastelhändler. Danach geht es zur Cathédrale St-Étienne {23}. Der spannende Sakralbau befindet sich ganz in der Nähe des vornehmen Altstadtviertels, in dem einst Parlamentarier und Pastelhändler residierten. Hier lohnt es, durch die Gassen mit den pastelfarbenen Fensterläden zu streifen, die Atmosphäre zu genießen und in die Innenhöfe zu schauen, in die früher die Kutschen fuhren. Der Park Jardin du Grand Rond bietet sich für eine Pause im Grünen an. Zum in der Nähe gelegenen Muséum de Toulouse {25}, dem Naturkundemuseum, gehört ein schöner botanischer Garten.

Abends

Gute Adressen für Weine und Tapas sind die originelle Le 5 Wine Bar und El Borriquito Loco, eine beliebte Ausgehadresse, wo es zu Tapas auch Cocktails gibt. Im Sommer zeigt La Cinémathèque de Toulouse Open-Air-Programmkino. Chansons und Poesie stehen im LaCave Poésie nebenan auf dem Programm. Toulouse hat zudem viele Bars mit Livemusik zu bieten, die man bei Streifzügen durch die Altstadt und St-Aubin leicht findet. Ab 1 Uhr spielt sich das Nachtleben in den Discos ab, z. B. in der Rue Gabriel Péri [F/G3].

Das gibt es nur in Toulouse

> Den Jardin japonais {6}, einen japanischen Garten, den der reiselustige und weltoffene Bürgermeister Pierre Baudis 1981 mitten in dem Stadtpark Jardin Compans Caffarelli einrichten ließ. Ästhetik, Architektur und Vegetation sind authentisch japanisch.

> Das Zimmer von Antoine de Saint-Exupéry (–>) im Hotel Le Grand Balcon, der ehemaligen Pension der Piloten der Aéropostale. Es ist noch original eingerichtet und versetzt Besucher in das Toulouse der Pionierzeit der Luftfahrt.

> Einen Food Court mit vorwiegend Bio-Produkten und Spezialitäten zum geselligen Verzehr vor Ort (mittags und abends) in einer früheren Munitionsfabrik (La Place du Marché). Die Halles de la Cartoucherie, wo man auch klettern, shoppen oder sich Wellness gönnen kann, ist das pulsierende Herz des Öko-Viertels, einer zündenden Idee moderner Stadtplaner.

> Auf der Place du Capitole {1} hat der zeitgenössische Künstler Raymond Moretti ein bronzenes Tolosanerkreuz (okzitanisches Kreuz) in den Boden eingearbeitet. Es geht auf das Wappen der Grafen von Toulouse und Okzitaniens zurück, ein Symbol für Autonomie.

> Einzigartig in der Umgebung von Toulouse sind die Weine der lokalen Rebsorte Négrette mit Veilchenaroma aus dem Fronton, während das Weinanbaugebiet Gaillac (–>) mit dem spritzigen Weißwein Blanc Sec Perlé aufwartet, der nur hier angebaut wird.

Stadtspaziergang

Ohne Museumsbesuche und Abstecher dauert der Spaziergang rund vier Stunden. Wer sich mehr Zeit nehmen will, kann ihm auch nur bis zum Marché des Carmes [E6] folgen und den zweiten Teil vielleicht am nächsten Tag in Angriff nehmen.

Der Verlauf des hier beschriebenen Spaziergangs kann mittels unserer kostenlosen Web-App nachvollzogen werden.

Los geht es an der Place du Capitole {1} vor der 128 m langen Rathausfassade. Die acht rosafarbenen Marmorsäulen am Rathaus, dem Capitole {2}, stehen für die acht ersten Capitouls, die Stadträte, die Toulouse bis zur Französischen Revolution regierten. Ab 1443 mussten sie ihre Kompetenzen mit dem von Karl VII. etablierten Parlament teilen, der ersten in der französischen Provinz mit der Gerichtsbarkeit betrauten Institution der französischen Krone.

Durch den Innenhof Cour Henri IV. gelangt man zum Donjon. Der massive Backsteinturm, heute Sitz der Touristeninformation, steht an der Rathausrückseite zwischen hohen Zedern auf dem schön begrünten Square Charles-de-Gaulle. In dem Turm lagerte einst Kanonenpulver und im Notfall suchten die Stadträte hinter den 3 m dicken Mauern Zuflucht. Zeitweise diente er als Stadtarchiv.

Durch die Rue Lafayette geht es zur 1783 von Stadtarchitekt Jacques-Pascal Virebent geplanten Place Wilson [E4] mit Springbrunnen und Karussell. Homogene Häuser bilden ein harmonisches Oval. Im Brunnen hockt in Stein gehauen der okzitanische Dichter Pierre Goudoulin (1580–1649).

Rue d’Austerlitz [E3] und Rue Victor Hugo [E3] führen zum Marché Victor Hugo. Gewürze, Bohnen für Cassoulet, Pâtés in Dosen, Würste und Schinken – hier bekommt man, was Herz und Magen begehren. Weinhändler schenken offene Weine im Glas aus, an den Käseständen werden Stückchen zum Probieren gereicht. In der Fischabteilung türmen sich Austern, Krebse und Hummer in Kisten.

Weiter geht es durch die Rue du Salé und die Rue du Périgord [D3], wo der Architekt Jean Montariol auf dem Gelände eines ehemaligen Karmeliterklosters die Bibliothèque d’étude et du patrimoine im Art-déco-Stil errichten ließ. Lokale Künstler dekorierten das funktionale Bauwerk mit Elementen aus Bildhauerei, Malerei, Glaskunst, Mosaik und Kunstschmiedehandwerk. Vom Karmeliterkloster ist die Chapelle des Carmélites {4} nebenan erhalten. Innen schmückt sie beinah flächendeckend ein sehenswertes barockes Bildprogramm zur Glorifizierung des Ordens.

Weiter geht es rechts durch die Rue du Taur zur Basilique St-Sernin {5}. In der romanischen Wallfahrtskirche auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela ruhen die Gebeine des hl. Saturnius (Sernin). Vorbild für die Gestaltung des Säulenportals an der Porte Miègeville, dem Eingang am Ende der Rue du Taur, war die Puerta das Platerías der Kathedrale von Santiago de Compostela. Kunstliebhaber entdecken in der Basilika Fresken, Gemälde, und – wer sie zählen mag – über 260 romanische Kapitelle.

Das Musée St-Raymond, das archäologische Museum neben der Basilika, informiert über die Besiedlungsgeschichte der Region. Im Untergeschoss werden Sarkophage mit Motiven von Weinreben und weitere Überreste eines antiken Friedhofs aus frühchristlicher Zeit aus dem 4. bis 5. Jh. gezeigt.

Auf dem Rückweg über die Rue du Taur biegt man kurz in die Rue des Pénitents Gris [D3] ein. Von hier bietet sich eine gute Fotoperspektive auf die Kirche Notre-Dame-du-Taur {3}. Ihr Glockenturm diente ab dem 16. Jh. als Vorbild für viele Kirchen in der Region und als Musterbeispiel für den Baustil der meridionalen Gotik.

Die Rue du Taur führt wieder auf die Place du Capitole. In dem Eckhaus mit dem Hotel Le Grand Balcon wohnte einst Antoine de Saint-Exupéry. Der junge Flugpionier fühlte sich hier wie im Kloster. Seinerzeit war das Hotel eine einfache Pension, geführt von Risette, Henriette und Lucie, den „demoiselles Marquès“. Die drei Schwestern achteten eifrig darauf, dass die jungen Piloten, die sich hier zwischen ihren Flügen erholten, anständig blieben. Jean Mermoz, Henri Guillaumet, Saint-Exupéry und weitere Pioniere der Luftfahrt bezogen bei ihnen Quartier. Fünf Jahre lang flogen sie vom Flughafen Montaudran aus die Post der Franzosen über die Pyrenäen, über Spanien (Barcelona, Malaga), Marokko (Casablanca) und bis in den Senegal (Dakar) sowie nach Argentinien (Buenos Aires). Als erste Franzosen überflogen sie den Südatlantik und die Anden. In der Hotelbar hängen Schwarzweißfotos des Trios Mermoz, Guillaumet und Saint-Exupéry.

Am Hotel vorbei geht es durch die Rue Pargaminières [D4] und dann links in die Rue Joseph Lakanal zum Couvent des Jacobins {7}. In der gotischen Hallenkirche der Dominikaner stützen sieben an Palmen erinnernde Pfeiler das Gewölbe. Im Kreuzgang faszinieren Überreste romanischer Malereien. Wie die Kathedrale von Albi ist die Kirche ein Musterbeispiel südfranzösischer Gotik.

Weiter geht es von der Rue Joseph Lakanal nach rechts in die Rue Léon Gambetta [D4]. Hier lohnt ein Blick durch das Tor des Hauses Nr. 1 in den Renaissancehof der früheren Villa eines reichen Pastelhändlers. Das „Hôtel de Bernuy“ gehört heute zu einem Gymnasium.

Die Rue Peyrolières führt weiter zur Rue de Metz [D–F5]. Linker Hand steht das Hôtel d’Assézat {20}. Die noch prunkvollere Patriziervilla beherbergt heute die Kunstsammlung der Fondation Bemberg. Den Ehrenhof dominiert einer der typischen Toulouser tours capitulaires. Nur die Capitouls (Stadträte) durften sich einst diese Türme mit Blick über die Dächer bis zur Garonne bauen lassen. Unter den Arkaden der italienisch inspirierten Loggia lädt eine Terrasse zum Verweilen bei Kaffee und Kuchen ein.

Von der Rue de Metz aus erreicht man die Pont Neuf {12}. Über die älteste erhaltene Garonne-Brücke lohnt ein Abstecher in das Viertel St-Cyprien (–>) am linken Garonne-Ufer. Zurück kommt man von dort über die Pont St-Pierre oder die Pont des Catalans.

Der eigentliche Stadtspaziergang führt von der Rue de Metz weiter nach links durch die Rue de la Bourse und die Rue Ste-Ursule [D4] mit vielen alternativen Geschäften. In der Rue Ste-Ursule Nr. 43 lohnt ein Blick in den Innenhof. Nächste Station ist die Rue du May mit dem Musée du Vieux-Toulouse {17}, dem Museum zur Stadtgeschichte in einer historischen Villa mit schönem Innenhof und Turm. Man folgt der Straße und biegt rechts in die Rue St-Rome [D4] ein. Fachwerkhäuser und verzierte Fassaden säumen diese Fußgängerzone. Ihre Verlängerung, die Rue des Changes, führt über die Place de la Trinité und die Rue des Filatiers zum Marché des Carmes. Das Viertel um die Markthalle ist so etwas wie das Quartier Latin von Toulouse und in den Tapas-Bars mit Terrassen bleibt mittags wie abends selten ein Platz frei. Einen schönen Blick über die Dächer und Türme bietet das Obergeschoss des Parkhauses der Markthalle.

Hier könnte der Spaziergang enden, wer aber nach einer Stärkung in einem der Straßencafés wieder Kondition und Lust auf weitere Entdeckungen hat, kann noch die südliche Altstadt erkunden. Richtung Rue Pharaon [D6] entdeckt man prunkvolle Stadtpaläste mit gotischem Fensterschmuck. In diesem Viertel wohnten die Parlamentarier. An der Place du Salin [D7] ganz in der Nähe hatte das Toulouser Parlament ab 1444 seinen Sitz. Von hier führt der Weg über die Rue du Languedoc zum Musée des Augustins {19}, dem Museum für Schöne Künste im ehemaligen Augustinerkloster mit Kreuzgang von 1793. Es zeigt Gemälde alter Meister und einzigartige gotische und romanische Skulpturen und Kapitelle.

Die Rue des Arts führt am Museum vorbei in Richtung Place St-George [E4], zu der man nach rechts abbiegend durch die Rue de la Pomme gelangt. Caféterrassen säumen den großen Platz.

Durch die Rue Boulbonne erreicht man den Vorplatz der CathédraleSt-Étienne {23}. Vom ersten öffentlichen Brunnen von Toulouse, der 1523 nach langem Streit aus der Kirche auf den öffentlichen Platz versetzt wurde, bietet sich ein schöner Blick auf die Kathedrale. Der Brunnen heißt „Griffoul“, was auf Okzitanisch „sprudelndes Wasser“ bedeutet. Zu Anfang führten vier „Manneken Pis“ aus Bronze die Wasserstrahlen, aber seit dem prüden 17. Jh. fließt das Wasser durch harmlose Fische, die die Figuren in der Hand halten. Das Brunnenwasser kam damals aus Guilheméry am linken Garonne-Ufer und wurde durch einen Aquädukt von St-Cyprien aus ins Zentrum geleitet.

Eine große Rosette aus dem 13. Jh. prägt den Uhrturm der Kathedrale. Der massive Glockenturm aus dem 16. Jh. ist 50 m hoch. Einige der Glocken, die von der Sakristei im hinteren Teil der Kathedrale aus gespielt werden können, stammen aus der Zeit vor der Französischen Revolution. An die Kathedrale grenzt der frühere erzbischöfliche Palast in der Rue Fermat, heute Sitz der Präfektur. In den engen Gassen des einstigen Viertels der Parlamentarier hatten die Kutscher Mühe, durch die Tore in die Höfe zu fahren.

Von der Rue Fermat erreicht man durch die Rue Ninau das Hôtel d’Ulmo (Rue Ninau 15, [F6]), die Prunkvilla von Jehan de Ulmo, einem Rechtsanwalt des Toulouser Parlaments. 1537, ein Jahr nachdem das Anwesen fertig war, wurde er wegen Korruption in die Festung St-Malo eingesperrt, fälschte noch aus dem Gefängnis seine Bilanzen und kam 1549 an den Galgen.

Von der Rue Ninau geht es rechts in die Rue Montoulieu Vélane und dann wieder rechts in die Rue Vélane [E6] mit ihren vielen Türmchen, runden Fenstern, schmiedeeisernen Balkonen, Türschlössern und schmucken Fassaden. Das Hôtel Pennautier (Nr. 16) aus dem 17. Jh. gehörte ab 1712 den Erben von Pierre-Paul Riquet, dem Erbauer des Canal du Midi. Jeder Blick durch ein offenes Tor in einen Innenhof bietet neue Entdeckungen.

Nach links durch die Grande Rue Nazareth und dann nach rechts kommt man in eine der schönsten Straßen des Viertels, die Rue Mage [E6] mit der bezaubernden Place Mage an ihrem Ende. Hinter einem monumentalen Tor residiert im Hotel d’Espie das belgische Konsulat (Nr. 3). Nr. 20 ist für seine schönen Balkone bekannt.

Das nächste Ziel ist das Musée Paul-Dupuy {24} in der Rue de la Pleau, das die Sammlung eines Kunstliebhabers beherbergt. Man erreicht es, wenn man die Rue Mage zurückgeht und rechts abbiegt. Kurz nach der Rue de la Pleau beginnt links die 20 m breite, elegante Rue Ozenne [E6]. Außer dem Hôtel du Vieux Raisin (Nr. 2) ist die Pharmacie Ozenne sehenswert. Ihre Schränke und Schubladen aus wertvollem Holz stammen aus dem 18. Jh. Die acht Medaillons des Künstlers Brugeon aus Lothringen an den Schränken stellen naturwissenschaftliche Szenen mit Engeln und Putten dar.

Von der Rue Ozenne ist es nicht mehr weit zum Jardin Royal oder zum Muséum de Toulouse {25}, dem Naturwissenschaftsmuseum im Jardin des Plantes, der über eine Brücke mit dem runden Park Jardin du Grand Rond verbunden ist. In dieser grünen Oase kann man den Spaziergang ausklingen lassen.

Vom Capitole Richtung Norden

Das Rathaus {2} heißt in Toulouse Capitole. Hier tagten die Stadträte, die Capitouls (Kapitulare): Bürger, die damals in Versammlungen („chapitres“, Kapiteln) die wichtigsten Entscheidungen in der Stadt trafen, die sogenannten seigneurs du chapitre oder auf Okzitanisch senhors del capitol. Die Place du Capitole {1} ist heute das Herz der Altstadt und die Säle des Rathauses gehören zu den beliebtesten Besucherzielen. Richtung Norden geht es zur Basilika St-Sernin {5}, Meisterwerk der Romanik und Ruhestätte des ersten Bischofs von Toulouse. Hinter St-Sernin befand sich einst das Nordtor der Stadt. Im Norden schließt sich das Viertel Arnaud-Bernard um den gleichnamigen Platz [C2] an, in dem Studierende, Immigranten und die alternative Szene zu Hause sind. Hinter dem Ringboulevard kann man im Jardin Compans Caffarelli {6} picknicken, flanieren und den Jardin japonais besuchen, der in Toulouse ein Stück Japan aufleben lässt.

{1} Place du Capitole *** [D4]

Der weitläufige, von Arkaden gesäumte Platz vor dem Rathaus ist die Adresse für die renommiertesten Restaurants, Cafés und Hotels, gehört aber zugleich den Stadtbewohnern. Hier versammeln sich Demonstranten und hier feiern Rugbyfans die Siege ihres Clubs Stade Toulousain. Tagsüber verkaufen an vielen Tagen Händler an bunten Marktständen ihre Ware.

Schon durch ihre Größe von 12.000 m² hat die Place du Capitole eine magnetische Anziehung. Caféterrassen laden vor oder unter den Arkaden zum Verweilen ein. Der Künstler Raymond Moretti malte 1997 unter den Bögen 29 farbenfrohe Deckengemälde, eine Open-Air-Galerie, die auch als „Galerue“ bekannt ist. Sie machen mit Persönlichkeiten und Etappen der Stadtgeschichte vertraut, dem Pastellblau, das Toulouse reich machte, mit der Raum- und Luftfahrt. Abgebildet sind u. a. Simon de Montfort, Anführer der Albigenserkreuzzüge, Clémence Isaure, Pierre-Paul Riquet, der Erbauer des Canal du Midi, der Pazifist und Reformsozialist Jean Jaurès, der Tangomusiker Carlos Gardel und der Sänger Claude Nougaro.

In der Platzmitte ist ein abends hell glitzerndes okzitanisches Kreuz (Tolosanerkreuz) aus Bronze in den Boden eingearbeitet. Der Künstler Raymond Moretti schuf es 1994. Die zwölf Spitzen mit den Kugeln stellen die zwölf Stunden des Tags und die zwölf Monate dar. Moretti hat sie den zwölf Tierkreiszeichen zugeordnet. Das Tolosanerkreuz ist bis heute auch Teil des Stadtwappens.

Die Ziegelsteinfassade des Rathauses macht der „rosaroten Stadt“ alle Ehre. Nur der Marmor für die acht Säulen stammt aus Versailles. Oben auf dem Giebeldreieck des Capitole thront Justitia, zu ihrer Rechten Drama und Komödie, zur Linken die griechische Göttin der Weisheit Pallas Athene und Clémence Isaure. Ob es die elegante „dame Clémence“, eine mittelalterliche Schönheit aus einer reichen Familie, wirklich gegeben hat, ist nicht sicher. Obwohl sie Maler, Poeten und Bildhauer inspirierte, halten viele ihre Existenz für eine lokale Legende, die allerdings für die kulturelle Identität von Toulouse bedeutsam war und daher bis heute bekannt ist, denn Clémence Isaure gilt auch als Mäzenin und Muse der ersten Literaturakademie der westlichen Welt: Die Académie desJeux Floraux de Toulouse ehrte ab 1323 unter Ludwig XVI. die besten Troubadoure Okzitaniens. Sie bekamen bei den „Blumenspielen“